{"id":"bgbl2-2020-15-1","kind":"bgbl2","year":2020,"number":15,"date":"2020-10-01T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl2/2020/15#page=3","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl2-2020-15-1/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl2/2020/bgbl2_2020_15.pdf#page=3","order":1,"title":"Elfte Verordnung zur Änderung rhein- und moselschifffahrtspolizeilicher Vorschriften","law_date":"2020-09-15T00:00:00Z","page":699,"pdf_page":3,"num_pages":4,"content":["Bundesgesetzblatt Jahrgang 2020 Teil II Nr. 15, ausgegeben zu Bonn am 1. Oktober 2020                  699\nElfte Verordnung\nzur Änderung rhein- und moselschifffahrtspolizeilicher Vorschriften\nVom 15. September 2020\nDas Bundesministerium für Verkehr und digitale Infra-                                 Artikel 2\nstruktur verordnet auf Grund\nÄnderung der\n– des § 3 Absatz 1 Nummer 1, 2, 2a, 4 und 8, Nummer 1,                        Verordnung zur Einführung\n2, 2a und 4 jeweils auch in Verbindung mit Absatz 6                 der Rheinschifffahrtspolizeiverordnung\nNummer 1 Buchstabe a, des Binnenschifffahrtsaufga-\nArtikel 4 der Verordnung zur Einführung der Rheinschiff-\nbengesetzes, von denen § 3 Absatz 1 im Satzteil vor\nfahrtspolizeiverordnung vom 19. Dezember 1994 (BGBl.\nNummer 1 zuletzt durch Artikel 1 Nummer 3 Buchsta-\n1994 II S. 3816), die zuletzt durch Artikel 2 der Verordnung\nbe a des Gesetzes vom 25. April 2017 (BGBl. I S. 962),\nvom 2. Juni 2020 (BGBl. 2020 II S. 346) geändert worden\n§ 3 Absatz 1 Nummer 2 durch Artikel 1 Nummer 3\nist, wird wie folgt geändert:\nBuchstabe a Doppelbuchstabe bb des Gesetzes vom\n19. Juli 2005 (BGBl. I S. 2186) geändert und § 3 Ab-       1. Absatz 2 wird wie folgt geändert:\nsatz 1 Nummer 2a durch Artikel 1 Nummer 3 Buchsta-             a) Nach Nummer 2a wird folgende Nummer 2b ein-\nbe a Doppelbuchstabe cc des Gesetzes vom 19. Juli                  gefügt:\n2005 (BGBl. I S. 2186) eingefügt worden sind,\n„2b. entgegen § 1.08 Nummer 6 Satz 2 Außen-\n– des § 3 Absatz 1 Nummer 8 in Verbindung mit Absatz 5                      bordarbeiten durchführt,“.\nSatz 2 des Binnenschifffahrtsaufgabengesetzes, von\ndenen § 3 Absatz 1 im Satzteil vor Nummer 1 zuletzt            b) Die bisherige Nummer 2b wird Nummer 2c.\ndurch Artikel 1 Nummer 3 Buchstabe a des Gesetzes          2. Absatz 4 wird wie folgt geändert:\nvom 25. April 2017 (BGBl. I S. 962) und § 3 Absatz 5\nSatz 2 zuletzt durch Artikel 1 Nummer 3 Buchstabe b            a) Nach Nummer 5e werden folgende Nummern 5f\nDoppelbuchstabe bb des Gesetzes vom 25. April 2017                 und 5g eingefügt:\n(BGBl. I S. 962) geändert worden sind, im Einver-                  „5f. entgegen § 1.08 Nummer 5 Satz 1 ein dort\nnehmen mit dem Bundesministerium für Arbeit und                           genanntes Geländer öffnet oder entfernt,\nSoziales:\n5g. entgegen § 1.08 Nummer 5 Satz 2 ein Gelän-\nder nicht, nicht richtig oder nicht rechtzeitig\nArtikel 1                                          schließt oder nicht, nicht richtig oder nicht\nInkraftsetzen eines Beschlusses                                 rechtzeitig setzt,“.\nder Zentralkommission für die Rheinschifffahrt               b) In Nummer 27 Buchstabe c werden nach dem Wort\nDer von der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt            „Stillliegen“ die Wörter „oder das Betreten der\nin Straßburg gefasste Beschluss vom 4. Juni 2020                     Fahrzeuge“ eingefügt.\n(2020-I-13) zur Änderung der Rheinschifffahrtspolizeiver-\nordnung (Anlage zu Artikel 1 der Verordnung zur Einfüh-                                  Artikel 3\nrung der Rheinschifffahrtspolizeiverordnung vom 19. De-\nInkraftsetzen eines\nzember 1994 (BGBl. 1994 II S. 3816, Anlageband)), die\nBeschlusses der Moselkommission\nzuletzt durch Beschluss vom 4. Dezember 2019 (Anlage 3\nzu Artikel 1 Satz 1 Nummer 3 der Verordnung vom 2. Juni         Der von der Moselkommission gefasste Beschluss vom\n2020 (BGBl. 2020 II S. 346)) geändert worden ist, wird       8. Juni 2020, MK-I-20-5.5., zur Änderung der Moselschiff-\nhiermit auf dem Rhein in Kraft gesetzt. Der Beschluss wird   fahrtspolizeiverordnung (Anlage zu Artikel 1 der Verord-\nnachstehend als Anlage 1 veröffentlicht.                     nung zur Einführung der Moselschifffahrtspolizeiverord-","700            Bundesgesetzblatt Jahrgang 2020 Teil II Nr. 15, ausgegeben zu Bonn am 1. Oktober 2020\nnung vom 3. September 1997 (BGBl. 1997 II S. 1670, An-              ordnung vom 2. Juni 2020 (BGBl. 2020 II S. 346) geändert\nlageband)), die zuletzt durch Beschluss vom 23. Mai 2019            worden ist, wird wie folgt geändert:\nunter Berücksichtigung des Beschlusses vom 28. No-                  1. In Absatz 3 Nummer 16e werden die Wörter „oder ein\nvember 2019 (Anlage 8 zu Artikel 3 Satz 1 Nummer 5 der                   Kartenanzeigegerät“ gestrichen.\nVerordnung vom 2. Juni 2020 (BGBl. 2020 II S. 346)) ge-\nändert worden ist, wird hiermit auf der Mosel in Kraft ge-          2. In Absatz 4 Nummer 29b Buchstabe b und Absatz 6\nsetzt. Der Beschluss wird nachstehend als Anlage 2 ver-                  Nummer 11 Buchstabe o werden jeweils die Wörter\nöffentlicht.                                                             „oder einem vergleichbaren Kartenanzeigegerät, das\nmit dem Inland AIS Gerät verbunden ist,“ gestrichen.\nArtikel 4\nArtikel 5\nÄnderung der\nVerordnung zur Einführung                                                           Inkrafttreten\nder Moselschifffahrtspolizeiverordnung                          (1) Die Artikel 1 und 2 treten am 1. Dezember 2020 in\nArtikel 4 der Verordnung zur Einführung der Mosel-                Kraft.\nschifffahrtspolizeiverordnung vom 3. September 1997                     (2) Im Übrigen tritt diese Verordnung am 1. Januar\n(BGBl. 1997 II S. 1670), die zuletzt durch Artikel 4 der Ver-       2021 in Kraft.\nBerlin, den 15. September 2020\nDer Bundesminister\nf ü r Ve r k e h r u n d d i g i t a l e I n f ra s t r u k t u r\nAndreas Scheuer","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2020 Teil II Nr. 15, ausgegeben zu Bonn am 1. Oktober 2020                         701\nAnlage 1\n(zu Artikel 1 Satz 1)\nÄnderungen der Rheinschifffahrtspolizeiverordnung\n1. Dem § 1.08 werden folgende Nummern 5 und 6 angefügt:\n„5. Sind die nach Artikel 14.02 Nummer 4 ES-TRIN geforderten Geländer umlegbar oder wegnehmbar, dürfen sie nur bei still-\nliegenden Fahrzeugen geöffnet oder teilweise entfernt werden und nur bei folgenden Betriebszuständen:\na) zum An- und Vonbordgehen an den hierfür vorgesehenen Stellen,\nb) beim Einsatz des Schwenkbaumes in seinem Schwenkbereich,\nc) beim Festmachen und Lösen von Seilen im Pollerbereich,\nd) bei Fahrzeugen, die an senkrechten Ufern liegen, an der dem Ufer zugekehrten Seite, wenn keine Absturzgefahr besteht,\ne) bei Fahrzeugen, die Bord an Bord liegen, an den sich berührenden Stellen, wenn keine Absturzgefahr besteht, oder\nf) wenn die Be- und Entladearbeiten oder der Baubetrieb unverhältnismäßig behindert würden.\nSind Betriebszustände nach Satz 1 nicht mehr vorhanden, sind die Geländer sofort wieder zu schließen oder zu setzen.\n6.  Die Mitglieder der Besatzung und die sonstigen Personen an Bord müssen Rettungswesten nach Artikel 13.08 Nummer 2\nES-TRIN tragen\na) beim An- und Vonbordgehen, sofern Absturzgefahr ins Wasser besteht,\nb) bei Aufenthalt im Beiboot,\nc) bei Arbeiten außenbords oder\nd) bei Aufenthalt und Arbeit an Deck und im Gangbord, sofern Schanzkleider von mindestens 90 cm Höhe nicht vorhanden\noder Geländer nach Absatz 5 nicht durchgehend gesetzt sind.\nAußenbordarbeiten dürfen nur bei stillliegenden Schiffen durchgeführt werden und nur, wenn durch den übrigen Schiffsverkehr\nkeine Gefährdung zu erwarten ist.“\nBeschluss vom 4. Juni 2020 (2020-I-13)\n2. Dem § 7.01 wird folgende Nummer 5 angefügt:\n„5. Fahrzeuge dürfen nur über sichere Zugänge betreten oder verlassen werden. Sind geeignete Landanlagen vorhanden, dürfen\nkeine anderen Einrichtungen benutzt werden.\nSind Abstände zwischen Fahrzeug und Land vorhanden, müssen Landstege nach Artikel 13.02 Nummer 3 Buchstabe d\nES-TRIN ausgelegt und sicher befestigt sein; deren Geländer müssen gesetzt sein.\nWird das Beiboot als Zugang benutzt und ist ein Höhenunterschied zwischen Beiboot und Deck zu überwinden, ist ein ge-\neigneter, sicherer Aufstieg zu benutzen.“\nBeschluss vom 4. Juni 2020 (2020-I-13)","702             Bundesgesetzblatt Jahrgang 2020 Teil II Nr. 15, ausgegeben zu Bonn am 1. Oktober 2020\nAnlage 2\n(zu Artikel 3 Satz 1)\nÄnderung der Moselschifffahrtspolizeiverordnung\n§ 4.07 Nummer 3 MoselSchPV wird wie folgt geändert:\n„3. Fahrzeuge, die mit einem Inland AIS Gerät ausgerüstet sein müssen, ausgenommen Fähren, müssen zusätzlich mit einem Inland\nECDIS Gerät im Informationsmodus ausgestattet sein und dieses zusammen mit einer aktuellen elektronischen Binnenschiff-\nfahrtskarte nutzen. Hinsichtlich der Mindestanforderungen an Inland ECDIS Geräte im Informationsmodus und an elektronische\nBinnenschifffahrtskarten gilt § 4.07 Nummer 3 Satz 2 der Rheinschifffahrtspolizeiverordnung in der zum 1. Dezember 2014\nanzuwendenden Fassung entsprechend.“\nBeschluss vom 8. Juni 2020 (MK-I-20-5.5.)"]}