{"id":"bgbl2-2018-7-2","kind":"bgbl2","year":2018,"number":7,"date":"2018-05-09T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl2/2018/7#page=12","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl2-2018-7-2/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl2/2018/bgbl2_2018_7.pdf#page=12","order":2,"title":"Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen","law_date":"2018-04-23T00:00:00Z","page":180,"pdf_page":12,"num_pages":2,"content":["180 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil II Nr. 7, ausgegeben zu Bonn am 9. Mai 2018\nBekanntmachung\nüber den Geltungsbereich\ndes Übereinkommens der Vereinten Nationen\nüber die Rechte von Menschen mit Behinderungen\nVom 23. April 2018\nI.\nDas Übereinkommen der Vereinten Nationen vom 13. Dezember 2006 über die\nRechte von Menschen mit Behinderungen (BGBl. 2008 II S. 1419, 1420) ist nach\nseinem Artikel 45 Absatz 2 für\nFidschi                                                          am         7. Juli 2017\nIrland*                                                          am     19. April 2018\nnach Maßgabe eines Vorbehalts zu Artikel 27 sowie Erklärungen zu\nArtikel 12 und Artikel 14 des Übereinkommens\nKorea, Demokratische Volksrepublik                               am    5. Januar 2017\nLibyen*                                                          am     15. März 2018\nnach Maßgabe eines Vorbehalts zu Artikel 25 des Übereinkommens\nMonaco*                                                          am 19. Oktober 2017\nnach Maßgabe eines Vorbehalts zu Artikel 25 sowie Erklärungen zu\nArtikel 23, Artikel 25 und allgemeiner Art\nin Kraft getreten.\nII.\nD e u t s c h l a n d hat gegen den Vorbehalt Brunei Darussalams vom 11. April\n2016 (vgl. die Bekanntmachung vom 2. November 2016, BGBl. II S. 1252) zum\nÜbereinkommen der Vereinten Nationen vom 13. Dezember 2006 über die\nRechte von Menschen mit Behinderungen am 12. April 2017 gegenüber dem\nGeneralsekretär der Vereinten Nationen als Verwahrer folgenden E i n s p r u c h\nerhoben:\n„Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland hat den von Brunei Darussalam bei der\nRatifikation des Übereinkommens vom 13. Dezember 2006 über die Rechte von Menschen\nmit Behinderungen abgegebenen Vorbehalt sorgfältig geprüft.\nDie Regierung der Bundesrepublik Deutschland ist der Auffassung, dass Brunei\nDarussalam, indem es die Anwendung der Bestimmungen des Übereinkommens, die mög-\nlicherweise im Widerspruch zu innerstaatlichen Rechtsvorschriften und den Glaubens- und\nGrundsätzen des Islams stehen, ausgeschlossen hat, de facto einen Vorbehalt eingelegt\nhat, der Zweifel daran weckt, in welchem Umfang Brunei Darussalam gewillt ist, seine\nVerpflichtungen aus dem Übereinkommen zu erfüllen.\nDie Regierung der Bundesrepublik Deutschland legt Einspruch gegen diesen Vorbehalt\nein, da dieser mit Ziel und Zweck des Übereinkommens unvereinbar und daher nach\nArtikel 46 Absatz 1 des Übereinkommens unzulässig ist.\nDieser Einspruch schließt das Inkrafttreten des Übereinkommens zwischen der Bundes-\nrepublik Deutschland und Brunei Darussalam nicht aus.“\nDer Vorbehalt von Brunei Darussalam vom 11. April 2016 hatte folgenden\nWortlaut:\n(Übersetzung)\n“The Government of Brunei Darussalam              „Die Regierung von Brunei Darussalam\nexpresses its reservation regarding those         bringt ihren Vorbehalt zu den Bestim-\nprovisions of the said Convention that            mungen des genannten Übereinkommens\nmay be contrary to the Constitution of            zum Ausdruck, die möglicherweise im\nBrunei Darussalam and to the beliefs and          Widerspruch zur Verfassung von Brunei\nprinciples of Islam, the official religion of     Darussalam und zu den Glaubens- und\nBrunei Darussalam.”                               Grundsätzen des Islam, der Staatsreligion\nBrunei Darussalams, stehen.“","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil II Nr. 7, ausgegeben zu Bonn am 9. Mai 2018                            181\nIII.\nD e u t s c h l a n d hat gegen den Vorbehalt Libyens vom 13. Februar 2018 zum\nÜbereinkommen der Vereinten Nationen vom 13. Dezember 2006 über die\nRechte von Menschen mit Behinderungen am 19. März 2018 gegenüber dem\nGeneralsekretär der Vereinten Nationen als Verwahrer folgenden E i n s p r u c h\nerhoben:\n„Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland hat den von Libyen bei der Ratifikation\ndes Übereinkommens vom 13. Dezember 2006 über die Rechte von Menschen mit Be-\nhinderungen angebrachten Vorbehalt sorgfältig geprüft.\nDie Regierung der Bundesrepublik Deutschland ist der Auffassung, dass Libyen, indem\nes die Anwendung der Bestimmungen von Artikel 25 a) des Übereinkommens, die mög-\nlicherweise im Widerspruch zu innerstaatlichen Rechtsvorschriften und den Glaubens- und\nGrundsätzen des Islam stehen, ausgeschlossen hat, de facto einen Vorbehalt eingelegt\nhat, der Zweifel daran weckt, in welchem Umfang Libyen gewillt ist, seine Verpflichtungen\naus dem Übereinkommen zu erfüllen.\nDie Bundesrepublik Deutschland legt Einspruch gegen diesen Vorbehalt ein, da dieser\nmit Ziel und Zweck des Übereinkommens unvereinbar und daher nach Artikel 46 Absatz 1\ndes Übereinkommens nicht zulässig ist.\nDieser Einspruch schließt das Inkrafttreten des Übereinkommens zwischen der Bundes-\nrepublik Deutschland und Libyen nicht aus.“\nDer Vorbehalt Libyens vom 13. Februar 2018 hatte folgenden Wortlaut:\n(Übersetzung)\n“… the State of Libya, having reviewed                    „… nach Prüfung des genannten Über-\nthe above-mentioned Convention, ratifies                   einkommens ratifiziert der Staat Libyen das\nthe Convention and interprets article 25 (a)               Übereinkommen und legt Artikel 25 Buch-\nthereof, concerning the provision of health-               stabe a betreffend die Bereitstellung von\ncare services without discrimination on the                Diensten der Gesundheitsversorgung ohne\nbasis of disability, in a manner that does not             Diskriminierung aufgrund von Behinderung\ncontravene the Islamic sharia and national                 so aus, dass er nicht im Widerspruch zur\nlegislation …”                                             islamischen Scharia und den innerstaat-\nlichen Rechtsvorschriften steht …“\nDiese Bekanntmachung ergeht im Anschluss an die Bekanntmachung vom\n13. Dezember 2016 (BGBl. 2017 II S. 54).\n* Vorbehalte und Erklärungen:\nVorbehalte und Erklärungen zu diesem Übereinkommen, mit Ausnahme derer Deutschlands, werden\nim Bundesgesetzblatt Teil II nicht veröffentlicht. Sie sind in englischer und französischer Sprache auf\nder Webseite der Vereinten Nationen unter http://treaties.un.org einsehbar. Gleiches gilt für die ggf.\ngemäß Übereinkommen zu benennenden Zentralen Behörden oder Kontaktstellen.\nBerlin, den 23. April 2018\nAuswärtiges Amt\nIm Auftrag\nDr. M i c h a e l K o c h"]}