{"id":"bgbl2-2014-25-7","kind":"bgbl2","year":2014,"number":25,"date":"2014-10-31T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl2/2014/25#page=92","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl2-2014-25-7/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl2/2014/bgbl2_2014_25.pdf#page=92","order":7,"title":"Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Internationalen Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Finanzierung des Terrorismus","law_date":"2014-09-23T00:00:00Z","page":852,"pdf_page":92,"num_pages":2,"content":["852 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 31. Oktober 2014\nBekanntmachung\nüber den Geltungsbereich\ndes Übereinkommens über Streumunition\nVom 23. September 2014\nDas Übereinkommen vom 30. Mai 2008 über Streumunition (BGBl. 2009 II\nS. 502, 504) wird nach seinem Artikel 17 Absatz 2 für\nBelize*                                                                           am 1. März 2015\nmit Erklärung der vorläufigen Anwendung von Artikel 1 des Übereinkom-\nmens\nKongo                                                                             am 1. März 2015\nin Kraft treten.\nDiese Bekanntmachung ergeht im Anschluss an die Bekanntmachung vom\n5. März 2014 (BGBl. II S. 272).\n* Vorbehalte und Erklärungen:\nVorbehalte und Erklärungen zu diesem Übereinkommen, mit Ausnahme derer Deutschlands, werden\nim Bundesgesetzblatt Teil II nicht veröffentlicht. Sie sind in englischer und französischer Sprache auf\nder Webseite der Vereinten Nationen unter http://treaties.un.org einsehbar.\nBerlin, den 23. September 2014\nAuswärtiges Amt\nIm Auftrag\nDr. M a r t i n N e y\nBekanntmachung\nüber den Geltungsbereich\ndes Internationalen Übereinkommens der Vereinten Nationen\nzur Bekämpfung der Finanzierung des Terrorismus\nVom 23. September 2014\nI.\nDas Internationale Übereinkommen der Vereinten Nationen vom 9. Dezember\n1999 zur Bekämpfung der Finanzierung des Terrorismus (BGBl. 2003 II S. 1923,\n1924) ist nach seinem Artikel 26 Absatz 2 für\nTimor-Leste                                                                      am 26. Juni 2014\nin Kraft getreten.\nII.\nZu diesem Übereinkommen hat die B u n d e s r e p u b l i k D e u t s c h l a n d am\n13. Juni 2014 gegenüber dem Generalsekretär der Vereinten Nationen als Ver-\nwahrer folgenden E i n s p r u c h gegen die interpretative Erklärung Kuwaits vom\n11. Juli 2013 (vgl. die Bekanntmachung vom 30. Oktober 2013, BGBl. II S. 1564)\neingelegt:\n„Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland hat die vom Staat Kuwait bei der\nRatifikation des Internationalen Übereinkommens vom 9. Dezember 1999 zur Bekämpfung\nder Finanzierung des Terrorismus abgegebene Auslegungserklärung sorgfältig geprüft.\nMit dieser Auslegungserklärung macht der Staat Kuwait die Anwendung des Übereinkom-\nmens von seinen innerstaatlichen Rechtsvorschriften abhängig und zielt so darauf ab, die\nRechtswirkung des Übereinkommens in seiner Anwendung auf den Staat Kuwait einseitig\nzu beschränken. Daher ist die Regierung der Bundesrepublik Deutschland der Auffassung,\ndass die vom Staat Kuwait abgegebene Auslegungserklärung ihrem Inhalt nach einen Vor-\nbehalt im Sinne des Artikels 2 Absatz 1 Buchstabe d des Wiener Übereinkommens über\ndas Recht der Verträge darstellt.","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 31. Oktober 2014                        853\nDarüber hinaus ist es Ziel und Zweck des Übereinkommens, die Finanzierung terroris-\ntischer Handlungen, einschließlich der in Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe b definierten, zu\nbekämpfen. Aus Artikel 6 des Übereinkommens geht hervor, dass solche Handlungen nicht\ngerechtfertigt werden können, indem politische, philosophische, weltanschauliche, ras-\nsische, ethnische, religiöse oder sonstige Erwägungen ähnlicher Art angeführt werden.\nDaher ist die Regierung der Bundesrepublik Deutschland der Auffassung, dass der vom\nStaat Kuwait angebrachte Vorbehalt mit Ziel und Zweck des Übereinkommens unvereinbar\nund somit als unzulässig anzusehen ist.\nDie Regierung der Bundesrepublik Deutschland erhebt daher Einspruch gegen diesen\nVorbehalt. Der Einspruch schließt das Inkrafttreten des Übereinkommens zwischen der\nBundesrepublik Deutschland und dem Staat Kuwait nicht aus.“\nDarüber hinaus haben\nBelgien*                                                                         am 30. Mai 2014\nDänemark*                                                                        am     7. Juli 2014\nFinnland*                                                                        am 30. Mai 2014\nIrland*                                                                          am 13. Juni 2014\nItalien*                                                                         am 14. Juli 2014\nKanada*                                                                          am 10. Juli 2014\nPolen*                                                                           am 16. Juli 2014\nRumänien*                                                                        am 30. Juni 2014\nSchweiz*                                                                         am     1. Juli 2014\nSpanien*                                                                         am 30. Juni 2014\nVereinigte Staaten*                                                              am 21. Juli 2014\nVereinigtes Königreich*                                                          am 18. Juni 2014\nE i n s p r ü c h e gegen die interpretative Erklärung K u w a i t s eingelegt.\nDie interpretative Erklärung K u w a i t s vom 11. Juli 2013 hatte folgenden\nWortlaut:\n(Übersetzung)\n“The commitment of the State of Kuwait                   „Das Bekenntnis des Staates Kuwait zum\nto the Convention is without prejudice to its             Übereinkommen berührt nicht seine arabi-\nArab and Islamic obligations in respect of                schen und islamischen Verpflichtungen in\nthe definition of terrorism and the distinc-              Bezug auf die Definition von Terrorismus\ntion between terrorism and legitimate                     und die Unterscheidung zwischen Terroris-\nnational struggle against occupation.”                    mus und dem berechtigten nationalen\nKampf gegen Besatzung.“\nIII.\nF r a n k r e i c h * hat am 25. Juli 2014 eine E r k l ä r u n g zu dem von Namibia\neingebrachten Vorbehalt (vgl. die Bekanntmachung vom 30. Oktober 2013,\nBGBl. II S. 1564) abgegeben.\nDiese Bekanntmachung ergeht im Anschluss an die Bekanntmachung vom\n21. Mai 2014 (BGBl. II S. 422).\n* Vorbehalte und Erklärungen:\nVorbehalte und Erklärungen zu diesem Übereinkommen, mit Ausnahme derer Deutschlands, werden\nim Bundesgesetzblatt Teil II nicht veröffentlicht. Sie sind in englischer und französischer Sprache auf\nder Webseite der Vereinten Nationen unter http://treaties.un.org einsehbar.\nBerlin, den 23. September 2014\nAuswärtiges Amt\nIm Auftrag\nDr. M a r t i n N e y"]}