{"id":"bgbl2-2014-23-2","kind":"bgbl2","year":2014,"number":23,"date":"2014-10-13T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl2/2014/23#page=3","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl2-2014-23-2/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl2/2014/bgbl2_2014_23.pdf#page=3","order":2,"title":"Bekanntmachung zum Übereinkommen über Geldwäsche sowie Ermittlung, Beschlagnahme und Einziehung von Erträgen aus Straftaten","law_date":"2014-08-26T00:00:00Z","page":723,"pdf_page":3,"num_pages":1,"content":["Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil II Nr. 23, ausgegeben zu Bonn am 13. Oktober 2014         723\nBekanntmachung\nzum Übereinkommen über Geldwäsche\nsowie Ermittlung, Beschlagnahme und Einziehung\nvon Erträgen aus Straftaten\nVom 26. August 2014\nZum Übereinkommen vom 8. November 1990 über Geldwäsche sowie Ermitt-\nlung, Beschlagnahme und Einziehung von Erträgen aus Straftaten (BGBl. 1998\nII S. 519, 520) hat D e u t s c h l a n d seine bei Hinterlegung der Ratifikations-\nurkunde am 16. September 1998 abgegebene Erklärung zu Artikel 6 Absatz 1\ndes Übereinkommens (vgl. die Bekanntmachung vom 20. Januar 1999, BGBl. II\nS. 200) durch folgende E r k l ä r u n g gemäß Artikel 40 Absatz 2 des Überein-\nkommens mit Wirkung vom 4. August 2014 teilweise zurückgenommen:\n„I.\nDie Bundesrepublik Deutschland nimmt den mit der Erklärung vom 16. September 1998\neingelegten Vorbehalt zu Artikel 6 Absatz 1 des Übereinkommens insoweit teilweise zu-\nrück, als über die Erklärung vom 16. September 1998 hinaus nun Artikel 6 Absatz 1 zu-\nsätzlich auf die im Folgenden aufgeführten Haupttaten oder Kategorien von Haupttaten\nAnwendung findet.\n1. Zu Nummer 5\nFälschung von Zahlungskarten, Schecks und Wechseln gemäß § 152a StGB, Mittelbare\nFalschbeurkundung gemäß § 271 StGB, Falschbeurkundung im Amt gemäß § 348 StGB,\nSteuerhinterziehung gemäß § 370 AO, Strafvorschriften des Gesetzes über den Wertpa-\npierhandel gemäß § 38 Absatz 1 bis 3 und 5 WpHG, Strafbare Kennzeichenverletzung ge-\nmäß § 143 MarkenG, Strafbare Verletzung der Gemeinschaftsmarke gemäß § 143a Mar-\nkenG, Strafbare Benutzung geographischer Herkunftsangaben gemäß § 144 MarkenG,\nUnerlaubte Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke gemäß § 106 UrhG, Unzuläs-\nsiges Anbringen der Urheberbezeichnung gemäß § 107 UrhG, Unerlaubte Eingriffe in ver-\nwandte Schutzbegriffe gemäß § 108 UrhG, Gewerbsmäßige Unerlaubte Verwertung gemäß\n§ 108a UrhG, Unerlaubte Eingriffe in technische Schutzmaßnahmen und zur Rechtewahr-\nnehmung erforderliche Informationen gemäß § 108b UrhG, Strafvorschriften des Ge-\nbrauchsmustergesetzes gemäß § 25 GebrMG, Strafvorschriften des Designgesetzes gemäß\n§ 51 DesignG, Strafbare Verletzung eines Gemeinschaftsgeschmacksmusters gemäß § 65\nDesignG, Strafvorschriften des Patentgesetzes gemäß § 142 PatG, Strafvorschriften des\nHalbleiterschutzgesetzes gemäß § 10 HalblSchG, Strafvorschriften des Sortenschutzge-\nsetzes gemäß § 39 SortSchG\n2. Zu Nummer 6\nVergehen zur Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat gemäß § 89a\nStGB und zur Bildung krimineller Vereinigungen gemäß § 129 StGB und zur Bildung ter-\nroristischer Vereinigungen mit dem Zweck der Androhung von schweren Straftaten gemäß\n§ 129a Absatz 3 StGB und zur Unterstützung terroristischer Vereinigungen gemäß § 129\nAbsatz 5 StGB jeweils auch für kriminelle oder terroristische Vereinigungen im Ausland (in\nVerbindung mit § 129b Absatz 1 StGB) sowie Vergehen, die von einem Mitglied einer kri-\nminellen oder terroristischen Vereinigung gemäß §§ 129, 129a StGB, jeweils auch für kri-\nminelle oder terroristische Vereinigungen im Ausland (in Verbindung mit § 129b Absatz 1\nStGB) begangen worden sind.\n(Vergehen sind rechtswidrige Taten, die im Mindestmaß mit einer Freiheitsstrafe von we-\nniger als einem Jahr oder mit Geldstrafe bedroht sind, § 12 Absatz 2 StGB)\nII.\nFolgende Straftatbestände, die in der Erklärung vom 16. September 1998 bereits auf-\ngeführt sind, haben nunmehr folgenden Standort:\n1. Zu Nummer 6\nMenschenhandel gemäß § 232 Absatz 1 und 2, § 233 Absatz 1 und 2 und § 233a StGB,\nVerleitung zur missbräuchlichen Asylantragstellung gemäß § 84 AsylVfG, Einschleusen von\nAusländern gemäß § 96 AufenthG“."]}