{"id":"bgbl2-2006-13-4","kind":"bgbl2","year":2006,"number":13,"date":"2006-05-16T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl2/2006/13#page=19","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl2-2006-13-4/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl2/2006/bgbl2_2006_13.pdf#page=19","order":4,"title":"Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Internationalen Abkommens zur Bekämpfung der Falschmünzerei und des Protokolls hierzu","law_date":"2006-03-27T00:00:00Z","page":435,"pdf_page":19,"num_pages":1,"content":["Bundesgesetzblatt Jahrgang 2006 Teil II Nr. 13, ausgegeben zu Bonn am 16. Mai 2006                        435\nBekanntmachung\nüber den Geltungsbereich\ndes Internationalen Abkommens zur Bekämpfung der Falschmünzerei\nund des Protokolls hierzu\nVom 27. März 2006\nI.\nDas Internationale Abkommen vom 20. April 1929 zur Bekämpfung der\nFalschmünzerei nebst Protokoll hierzu (RGBl. 1933 II S. 913) ist für\nEstland                                                                  am 22. Februar 1931\nund für\nLettland                                                                 am 20. Oktober 1939\nin Kraft getreten.\nII.\nDeutschland, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich,\nG r i e c h e n l a n d , I r l a n d , I t a l i e n , L e t t l a n d , L u x e m b u r g , die\nN i e d e r l a n d e , Ö s t e r r e i c h , P o l e n , P o r t u g a l , die Ts c h e c h i s c h e\nR e p u b l i k , das V e r e i n i g t e K ö n i g r e i c h G r o ß b r i t a n n i e n und\nN o r d i r l a n d und Z y p e r n haben gegenüber dem Generalsekretär der\nVereinten Nationen als Verwahrer des Abkommens am 9. Februar 2006 folgende\nE r k l ä r u n g über die Benennung des Europäischen Polizeiamts (Europol) als\nZentrale Stelle im Sinne der Artikel 12 bis 15 des Abkommens abgegeben:\n(deutscher Wortlaut bzw. Übersetzung der Erklärung)\n„1. Bezüglich der Euro-Fälschung nimmt Europol – im Rahmen seiner Zielsetzung\ngemäß dem Rechtsakt des Rates vom 26. Juli 1995 über die Errichtung eines Euro-\npäischen Polizeiamts (Europol-Übereinkommen) – folgende Zentralstellenfunktionen\nim Sinne der Artikel 12 bis 15 des Genfer Abkommens von 1929 wahr:\n1.1. Europol sammelt alle Informationen und Unterlagen, die geeignet sind, die Ermitt-\nlung, Verhütung und Bestrafung der Euro-Fälschung zu erleichtern und leitet diese\nInformationen unverzüglich an die nationalen Zentralstellen der Mitgliedstaaten wei-\nter.\n1.2. Europol verkehrt nach Maßgabe des Europol-Übereinkommens, insbesondere nach\nMaßgabe seines Artikels 18 und dem Rechtsakt des Rates vom 12. März 1999 zur\nFestlegung der Bestimmungen über die Übermittlung von personenbezogenen\nDaten durch Europol an Drittstaaten und Drittstellen, unmittelbar mit den Zentralstel-\nlen der Drittstaaten, um die unter den Ziffern 1.3 bis 1.5 dieser Erklärung festgeleg-\nten Aufgaben zu erfüllen.\n1.3. Europol übermittelt in dem von ihm als zweckdienlich erachteten Umfang den Zen-\ntralstellen von Drittstaaten eine Sammlung von echten Musterstücken des umlaufen-\nden Euro-Bargelds.\n1.4. Europol unterrichtet die Zentralstellen von Drittstaaten unter Angabe aller erforderli-\nchen Gründe in regelmäßigen Abständen über jede neue Ausgabe von Euro-Bargeld\nund die Einziehung oder Außerkurssetzung von Euro-Bargeld.\n1.5. Europol teilt – außer in Fällen von rein örtlicher Bedeutung – in dem von ihm als\nzweckdienlich erachteten Umfang den Zentralstellen von Drittstaaten Folgendes mit:\n– jede Entdeckung von falschem oder verfälschtem Euro-Bargeld. Der Mitteilung\nüber die Fälschung von Euro-Banknoten ist eine technische Beschreibung der Fäl-\nschung beizufügen, die ausschließlich von der Ausgabestelle, deren Noten\ngefälscht worden sind, zu liefern ist. Ferner ist eine fotografische Wiedergabe\noder, falls möglich, ein Stück der falschen Noten beizufügen. Unbeschadet der\ngenannten Mitteilung und technischen Beschreibung kann den interessierten Zen-\ntralstellen in dringlichen Fällen vertraulich eine von den Polizeibehörden ausge-\nhende Nachricht und kurze Beschreibung übermittelt werden;\n– die festgestellten Einzelheiten der Fälschung mit einer Auskunft, ob nach den\nFeststellungen das gesamt in Umlauf gesetzte Falschgeld hat beschlagnahmt\nwerden können."]}