{"id":"bgbl2-2005-3-4","kind":"bgbl2","year":2005,"number":3,"date":"2005-02-02T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl2/2005/3#page=8","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl2-2005-3-4/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl2/2005/bgbl2_2005_3.pdf#page=8","order":4,"title":"Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte","law_date":"2004-12-17T00:00:00Z","page":80,"pdf_page":8,"num_pages":1,"content":["80 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2005 Teil II Nr. 3, ausgegeben zu Bonn am 2. Februar 2005\nBekanntmachung\nüber den Geltungsbereich des Internationalen Pakts\nüber bürgerliche und politische Rechte\nVom 17. Dezember 2004\nI.\nDer Internationale Pakt vom 19. Dezember 1966 über bürgerliche und poli-\ntische Rechte (BGBl. 1973 II S. 1533) wird nach seinem Artikel 49 Abs. 2 für fol-\ngenden weiteren Staat in Kraft treten:\nLiberia                                                   am 22. Dezember 2004.\nII.\nD e u t s c h l a n d hat dem Generalsekretär der Vereinten Nationen am 13. Ok-\ntober 2004 die nachstehende G e g e n e r k l ä r u n g zu dem von der T ü r k e i\nbei Hinterlegung der Ratifikationsurkunde angebrachten V o r b e h a l t und zu\nden E r k l ä r u n g e n notifiziert (vgl. die Bekanntmachung vom 17. November\n2003, BGBl. II S. 2007):\n„Die Regierung der Türkischen Republik hat erklärt, dass sie die Bestimmungen des\nPaktes nur gegenüber solchen Vertragsstaaten anzuwenden beabsichtigt, mit denen sie\ndiplomatische Beziehungen unterhält. Die Regierung der Türkischen Republik hat ferner\nerklärt, dass sie den Pakt ausschließlich mit Bezug auf das Gebiet ratifiziert, in dem die\nVerfassung und die rechtliche und verwaltungsmäßige Ordnung der Türkei Anwendung\nfindet. Weiterhin hat die Regierung der Türkischen Republik sich vorbehalten, die Bestim-\nmungen des Artikels 27 des Paktes in Übereinstimmung mit den Bestimmungen und\nRegelungen der Verfassung der Türkischen Republik und des Vertrages von Lausanne\nvom 24. Juli 1923 sowie dessen Anhängen auszulegen und anzuwenden.\nDie Regierung der Bundesrepublik Deutschland möchte daran erinnern, dass es das\ngemeinsame Interesse aller Staaten ist, dass Verträge, deren Vertragspartei sie sind, von\nallen anderen Vertragsparteien ihrem Ziel und Zweck gemäß eingehalten und angewandt\nwerden und dass diese anderen Vertragsparteien, soweit erforderlich, bereit sind, ihre\nRechtsordnungen dahingehend abzuändern, dass sie den Verpflichtungen nachkommen\nkönnen, die sich für sie aus diesen Verträgen ergeben. Die Regierung der Bundesrepublik\nDeutschland begegnet deshalb Erklärungen und Vorbehalten wie denjenigen, die die Tür-\nkische Republik zum Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte an-\ngebracht hat, mit Sorge.“\nDiese Bekanntmachung ergeht im Anschluss an die Bekanntmachung vom\n1. Oktober 2004 (BGBl. II S. 1525).\nBerlin, den 17. Dezember 2004\nAuswärtiges Amt\nIm Auftrag\nDr. L ä u f e r"]}