{"id":"bgbl2-2001-26-13","kind":"bgbl2","year":2001,"number":26,"date":"2001-09-07T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl2/2001/26#page=60","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl2-2001-26-13/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl2/2001/bgbl2_2001_26.pdf#page=60","order":13,"title":"Bekanntmachung über die vorläufige Anwendung des Übereinkommens über die Auslieferung zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union","law_date":"2001-07-31T00:00:00Z","page":868,"pdf_page":60,"num_pages":1,"content":["868 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2001 Teil II Nr. 26, ausgegeben zu Bonn am 7. September 2001\nBekanntmachung\nüber die vorläufige Anwendung\ndes Übereinkommens über die Auslieferung\nzwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union\nVom 31. Juli 2001\nNach Artikel 3 Abs. 2 des Gesetzes vom 7. September 1998 zu dem Überein-\nkommen vom 27. September 1996 über die Auslieferung zwischen den Mit-\ngliedstaaten der Europäischen Union (BGBl. 1998 II S. 2253) wird bekannt\ngemacht, dass das Übereinkommen aufgrund von Artikel K.3 des Vertrags über\ndie Europäische Union über die Auslieferung zwischen den Mitgliedstaaten der\nEuropäischen Union nach seinem Artikel 18 Abs. 4 für die\nBundesrepublik Deutschland\nim Verhältnis zu\nÖsterreich                                                 mit Wirkung vom 11. Juli 2001\nvorläufig anwendbar ist.\nÖ s t e r r e i c h hat bei Notifikation der Annahme am 12. April 2001 nach-\nstehende V o r b e h a l t e und die E r k l ä r u n g abgegeben:\nV o r b e h a l t z u A r t i k e l 3 A b s. 3:\n„Die Republik Österreich behält sich das Recht vor, Abs. 1 nicht anzuwenden, wenn die\ndem Auslieferungsersuchen zugrunde liegende Handlung nach österreichischem Recht\nnicht gerichtlich strafbar ist.“\nV o r b e h a l t z u A r t i k e l 7 A b s. 2:\n„Gemäß § 12 Abs. 1 des Auslieferungs- und Rechtshilfegesetzes ist die Auslieferung\nösterreichischer Staatsbürger unzulässig. Diese Bestimmung steht im Verfassungsrang.\nÖsterreich wird daher die Auslieferung eigener Staatsangehöriger nicht bewilligen.“\nE r k l ä r u n g z u A r t i k e l 5 A b s. 2:\n„Die Republik Österreich erklärt, Artikel 5 Abs. 1 nur im Zusammenhang mit strafbaren\nHandlungen nach den Artikeln 1 und 2 des Europäischen Übereinkommens zur Bekämp-\nfung des Terrorismus und solchen strafbaren Handlungen anzuwenden, die den Straftat-\nbestand der Verabredung einer strafbaren Handlung oder der Beteiligung an einer krimi-\nnellen Vereinigung erfüllen, dem in Artikel 3 Abs. 4 beschriebenen Verhalten entsprechen\nund darauf ausgerichtet sind, eine oder mehrere strafbare Handlungen nach den Artikeln 1\nund 2 des Europäischen Übereinkommens zur Bekämpfung des Terrorismus zu begehen.“\nDiese Bekanntmachung ergeht im Anschluss an die Bekanntmachung vom\n18. April 2001 (BGBl. II S. 574).\nBerlin, den 31. Juli 2001\nAuswärtiges Amt\nIm Auftrag\nG. W e s t d i c k e n b e r g"]}