{"id":"bgbl2-2001-10-7","kind":"bgbl2","year":2001,"number":10,"date":"2001-04-03T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl2/2001/10#page=14","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl2-2001-10-7/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl2/2001/bgbl2_2001_10.pdf#page=14","order":7,"title":"Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Internationalen Paktes über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte","law_date":"2001-02-20T00:00:00Z","page":294,"pdf_page":14,"num_pages":4,"content":["294 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2001 Teil II Nr. 10, ausgegeben zu Bonn am 3. April 2001\nBekanntmachung\nüber den Geltungsbereich\ndes Internationalen Paktes\nüber wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte\nVom 20. Februar 2001\nI.\nDer Internationale Pakt vom 19. Dezember 1966 über wirtschaftliche, soziale\nund kulturelle Rechte (BGBl. 1973 II S. 1569) ist nach seinem Artikel 27 Abs. 2 für\nfolgende weitere Staaten in Kraft getreten:\nGhana                                                             am 7. Dezember 2000\nThailand                                                          am 5. Dezember 1999\nnach Maßgabe der unter II. abgedruckten Erklärung.\nII.\nErklärung\nT h a i l a n d hat bei Hinterlegung der Beitrittsurkunde am 5. September 1999\nfolgende E r k l ä r u n g abgegeben:\n(Übersetzung)\n“The Government of the Kingdom of Thai-            „Die Regierung Thailands erklärt, dass der\nland declares that the term “self-determi-         Begriff „Selbstbestimmung“, wie er in Arti-\nnation” as appears in Article 1 Paragraph 1        kel 1 Absatz 1 des Paktes erscheint, dahin\nof the Covenant shall be interpreted as            gehend auszulegen ist, dass er mit dem\nbeing compatible with that expressed in            Begriff übereinstimmt, der in der Erklärung\nthe Vienna Declaration and Programme of            und im Aktionsprogramm von Wien be-\nAction, adopted by the World Conference            zeichnet wird, die auf der Weltkonferenz\non Human Rights on 25 June 1993.”                  über Menschenrechte am 25. Juni 1993\nangenommen wurden.“\nIII.\nErklärungen und Einsprüche zur Erklärung von Bangladesch\nD e u t s c h l a n d hat am 17. Dezember 1999 folgende E r k l ä r u n g abgegeben:\n„Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland hat die von der Volksrepublik Bangla-\ndesch beim Beitritt Bangladeschs zu dem Internationalen Pakt vom 19. Dezember 1966\nüber wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte abgegebenen Erklärungen geprüft.\nDie Regierung der Bundesrepublik Deutschland stellt fest, dass die Erklärung zu Artikel 1\neinen Vorbehalt darstellt, der die Ausübung des Rechts aller Völker auf Selbstbestimmung\nBedingungen unterwirft, die im Völkerrecht nicht vorgesehen sind. Die Auferlegung solcher\nBedingungen könnte die Idee der Selbstbestimmung untergraben und ihre universelle\nAkzeptanz ernsthaft schwächen.\nDie Regierung der Bundesrepublik Deutschland stellt ferner fest, dass die Erklärungen\nzu den Artikeln 2 und 3, 7 und 8 sowie 10 und 13 Vorbehalte allgemeiner Art zu Be-\nstimmungen des Paktes darstellen, die der Verfassung, den Rechtsvorschriften, den\nwirtschaftlichen Gegebenheiten und den Entwicklungsplänen Bangladeschs entgegen-\nstehen können.\nDie Regierung der Bundesrepublik Deutschland ist der Auffassung, dass diese allgemei-\nnen Vorbehalte Zweifel an der uneingeschränkten Verpflichtung Bangladeschs in Bezug\nauf Ziel und Zweck des Paktes wecken. Es liegt im gemeinsamen Interesse der Staaten,\ndass Verträge, deren Vertragsparteien zu werden sie beschlossen haben, nach Ziel und\nZweck von allen Vertragsparteien eingehalten werden und dass die Staaten bereit sind,\nalle zur Erfüllung ihrer vertraglichen Verpflichtungen notwendigen Gesetzesänderungen\nvorzunehmen.\nDie Regierung der Bundesrepublik Deutschland erhebt Einspruch gegen die genannten\nVorbehalte der Regierung der Volksrepublik Bangladesch zu dem Internationalen Pakt\nüber wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. Dieser Einspruch schließt das In-\nkrafttreten des Paktes zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik\nBangladesch nicht aus.“","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2001 Teil II Nr. 10, ausgegeben zu Bonn am 3. April 2001              295\nF r a n k r e i c h hat am 30. September 1999 folgenden E i n s p r u c h eingelegt:\n(Übersetzung)\n«Le Gouvernement de la France note que          „Die Regierung von Frankreich stellt fest,\nles «déclarations» émises par le Bangla-        dass es sich bei den von Bangladesch\ndesh constituent de véritables réserves         abgegebenen „Erklärungen“ in Wirklichkeit\npuisqu’elles visent à exclure ou à modifier     um Vorbehalte handelt, da sie darauf ab-\nl’effet juridique de certaines dispositions     zielen, die Rechtswirkung einiger Bestim-\ndu traité. Concernant la déclaration relative   mungen des Vertrags auszuschließen oder\nà l’article 1, la réserve pose à l’exercice du  zu verändern. Was die Erklärung zu Arti-\ndroit à l’autodétermination des peuples des     kel 1 betrifft, so macht der Vorbehalt die\nconditions non prévues par la Charte des        Verwirklichung des Rechts der Völker auf\nNations Unies. Les déclarations relatives       Selbstbestimmung von Bedingungen ab-\naux articles 2 et 3 et aux articles 7 et 8, qui hängig, die in der Charta der Vereinten\nsubordonnent les droits reconnus par le         Nationen nicht vorgesehen sind. Die Er-\nPacte aux particuliers à leur conformité        klärungen zu den Artikeln 2 und 3 und zu\navec le droit interne, ont un caractère         den Artikeln 7 und 8, welche die in dem\ngénéral et portent atteinte à l’objet et au     Pakt für jeden Einzelnen anerkannten\nbut du traité. En particulier, les conditions   Rechte von ihrer Vereinbarkeit mit dem\néconomiques et les prévisions de dévelop-       innerstaatlichen Recht abhängig machen,\npement du pays sont sans incidence sur la       sind allgemeiner Art und berühren Ziel und\nliberté du consentement au mariage des          Zweck des Vertrags. Insbesondere haben\nfuturs époux, la non-discrimination pour        die wirtschaftlichen Gegebenheiten und die\ndes raisons de filiation ou autres dans la      Entwicklungspläne des Landes keinen Ein-\nmise en œuvre de mesures spéciales de           fluss auf das freie Einverständnis der künf-\nprotection et d’assistance en faveur des        tigen Ehegatten zur Ehe, die Nichtdiskrimi-\nenfants et adolescents, la liberté des          nierung aufgrund der Abstammung oder\nparents ou des tuteurs légaux dans le choix     aus sonstigen Gründen bei der Durch-\ndes établissements d’enseignement. Les          führung von Sondermaßnahmen zum\ndifficultés économiques et de développe-        Schutz und Beistand für Kinder und\nment ne peuvent pas libérer totalement un       Jugendliche sowie auf die Freiheit der\nÉtat partie de ses engagements conven-          Eltern oder des Vormunds oder Pflegers\ntionnels. À cet égard, conformément à l’ar-     bei der Wahl der Bildungseinrichtungen.\nticle 10 paragraphe 3 du Pacte, le Bangla-      Wirtschaftliche Schwierigkeiten und Ent-\ndesh doit adopter des mesures spéciales         wicklungsprobleme können einen Ver-\npour protéger les enfants et adolescents        tragsstaat nicht vollständig von seinen ver-\ncontre l’exploitation économique et sociale     traglichen Verpflichtungen entbinden. In\net la loi doit sanctionner le fait de les       dieser Hinsicht muss Bangladesch im Ein-\nemployer à des travaux de nature à com-         klang mit Artikel 10 Absatz 3 des Paktes\npromettre leur moralité ou leur santé et        Sondermaßnahmen ergreifen, um Kinder\nfixer des limites d’âge au dessous des-         und Jugendliche vor wirtschaftlicher und\nquelles l’emploi salarié de la main d’œuvre     sozialer Ausbeutung zu schützen; kraft\nenfantine est interdit. En conséquence, le      Gesetzes muss ihre Beschäftigung mit\nGouvernement de la France fait objection        Arbeiten, die ihrer Moral oder Gesundheit\naux réserves de portée générale ci-dessus       schaden, strafbar sein, und es müssen\nmentionnées. La présente objection ne           Altersgrenzen festgesetzt sein, unterhalb\ns’oppose pas à l’entrée en vigueur du           derer die entgeltliche Beschäftigung von\nPacte entre le Bangladesh et la France.»        Kindern verboten ist. Infolgedessen erhebt\ndie Regierung von Frankreich Einspruch\ngegen die genannten Vorbehalte allgemei-\nner Art. Dieser Einspruch steht dem Inkraft-\ntreten des Paktes zwischen Bangladesch\nund Frankreich nicht entgegen.“\nF i n n l a n d hat am 13. Dezember 1999 folgenden E i n s p r u c h eingelegt:\n(Übersetzung)\n“The Government of Finland has examined         „Die Regierung von Finnland hat den Inhalt\nthe contents of the declarations made by        der von der Regierung von Bangladesch\nthe Government of Bangladesh to Arti-           abgegebenen Erklärungen zu den Arti-\ncles 2, 3, 7, 8, 10 and 13 and notes that the   keln 2, 3, 7, 8, 10 und 13 geprüft und stellt\ndeclarations constitute reservations as         fest, dass die Erklärungen Vorbehalte dar-\nthey seem to modify the obligations of          stellen, da sie offenbar die Verpflichtungen\nBangladesh under the said articles.             Bangladeschs aus den genannten Artikeln\nabändern.\nA reservation which consists of a general       Ein Vorbehalt, der aus einem allgemeinen\nreference to national law without specifying    Verweis auf das innerstaatliche Recht ohne\nits contents does not clearly define for the    genaue Angabe seines Inhalts besteht,\nother Parties of the Convention the extent      macht für die anderen Vertragsparteien\nto which the reserving state commits itself     nicht deutlich, inwieweit sich der den Vor-\nto the Convention and therefore may raise       behalt anbringende Staat dem Überein-\ndoubts as to the commitment of the reserv-      kommen verpflichtet fühlt, und kann daher","296 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2001 Teil II Nr. 10, ausgegeben zu Bonn am 3. April 2001\ning state to fulfil its obligations under the  Zweifel am Willen des den Vorbehalt\nConvention. Such a reservation is also, in     anbringenden Staates wecken, seine Ver-\nthe view of the Government of Finland,         pflichtungen aus dem Übereinkommen zu\nsubject to the general principle of treaty     erfüllen. Auch ein solcher Vorbehalt unter-\ninterpretation according to which a party      liegt nach Auffassung der Regierung von\nmay not invoke the provisions of its domes-    Finnland dem allgemeinen Grundsatz der\ntic law as justification for a failure to per- Vertragsauslegung, demzufolge sich eine\nform its treaty obligations.                   Vertragspartei nicht auf ihr innerstaatliches\nRecht berufen darf, um zu rechtfertigen,\ndass sie ihre vertraglichen Verpflichtungen\nnicht erfüllt.\nTherefore the Government of Finland            Daher erhebt die Regierung von Finnland\nobjects to the aforesaid reservations made     Einspruch gegen die genannten Vorbehalte\nby the Government of Bangladesh. This          der Regierung von Bangladesch. Dieser\nobjection does not preclude the entry into     Einspruch schließt das Inkrafttreten des\nforce of the Convention between Bangla-        Übereinkommens zwischen Bangladesch\ndesh and Finland. The Convention will thus     und Finnland nicht aus. Das Übereinkom-\nbecome operative between the two States        men tritt somit zwischen den beiden Staa-\nwithout Bangladesh benefitting from these      ten in Kraft, ohne dass Bangladesch aus\nreservations.”                                 den Vorbehalten Nutzen ziehen kann.“\nDie N i e d e r l a n d e haben am 20. Dezember 1999 folgende E r k l ä r u n g\nabgegeben:\n(Übersetzung)\n“The Government of the Kingdom of the          „Die Regierung des Königreichs der Nie-\nNetherlands has examined the declarations      derlande hat die von der Regierung von\nmade by the Government of Bangladesh at        Bangladesch beim Beitritt Bangladeschs\nthe time of its accession to the Internation-  zu dem Internationalen Pakt über wirt-\nal Covenant on economic, social and cul-       schaftliche, soziale und kulturelle Rechte\ntural rights and considers the declarations    abgegebenen Erklärungen geprüft und ist\nconcerning Articles 1, 2 and 3, and 7 and 8    der Auffassung, dass die Erklärungen zu\nas reservations.                               den Artikeln 1, 2 und 3 sowie 7 und 8 Vor-\nbehalte darstellen.\nThe Government of the Kingdom of the           Die Regierung des Königreichs der Nieder-\nNetherlands objects to the reservation         lande erhebt Einspruch gegen den von der\nmade by the Government of Bangladesh in        Regierung von Bangladesch zu Artikel 1\nrelation to Article 1 of the said Covenant,    des genannten Paktes angebrachten Vor-\nsince the right of self-determination as       behalt, da das im Pakt festgeschriebene\nembodied in the Covenant is conferred          Recht auf Selbstbestimmung allen Völkern\nupon all peoples. This follows not only from   zukommt. Dies geht nicht nur aus dem\nthe very language of Article 1 of the          Wortlaut des Artikels 1 des Paktes selbst\nCovenant but as well from the most author-     hervor, sondern auch aus dem maßgeb-\nitative statement of the law concerned, i.e.   lichsten diesbezüglichen Rechtsdokument,\nthe Declaration on Principles of Internation-  das heißt der Erklärung über völkerrecht-\nal Law concerning Friendly Relations and       liche Grundsätze für freundschaftliche Be-\nCo-operation among States in accordance        ziehungen und Zusammenarbeit zwischen\nwith the Charter of the United Nations. Any    den Staaten im Sinne der Charta der Ver-\nattempt to limit the scope of this right or to einten Nationen. Jeder Versuch, den Gel-\nattach conditions not provided for in the      tungsbereich dieses Rechts zu beschrän-\nrelevant instruments would undermine the       ken oder Bedingungen aufzuerlegen, die in\nconcept of self-determination itself and       den einschlägigen Übereinkünften nicht vor-\nwould thereby seriously weaken its univer-     gesehen sind, würde die Idee der Selbst-\nsally acceptable character. Furthermore,       bestimmung untergraben und damit ihre\nthe Government of the Kingdom of the           universelle Akzeptanz ernsthaft schwächen.\nNetherlands objects to the reservations        Ferner erhebt die Regierung des König-\nmade by the Government of Bangladesh in        reichs der Niederlande Einspruch gegen\nrelation to Articles 2 and 3, and 7 and 8 of   die von der Regierung von Bangladesch\nthe said Covenant.                             angebrachten Vorbehalte zu den Artikeln 2\nund 3 sowie 7 und 8 des genannten Paktes.\nThe Government of the Kingdom of the           Die Regierung des Königreichs der Nieder-\nNetherlands considers that such reserva-       lande ist der Auffassung, dass derartige\ntions which seek to limit the responsibilities Vorbehalte, die darauf abzielen, die Ver-\nof the reserving State under the Covenant      pflichtungen des den Vorbehalt anbringen-\nby invoking national law, may raise doubts     den Staates aus dem Pakt durch Berufung\nas to the commitment of this State to the      auf sein innerstaatliches Recht zu be-\nobject and purpose of the Covenant and,        schränken, Zweifel an der Verpflichtung\nmoreover, contribute to undermining the        dieses Staates in Bezug auf Ziel und Zweck\nbasis of international treaty law.             des Paktes wecken können und darüber\nhinaus dazu beitragen, die Grundlage des\nVölkervertragsrechts zu untergraben.","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2001 Teil II Nr. 10, ausgegeben zu Bonn am 3. April 2001             297\nIt is in the common interest of States that    Es liegt im gemeinsamen Interesse der\ntreaties to which they have chosen to          Staaten, dass Verträge, deren Vertragspar-\nbecome parties should be respected, as to      teien zu werden sie beschlossen haben,\nobject and purpose by all parties.             nach Ziel und Zweck von allen Vertragspar-\nteien eingehalten werden.\nThe Government of the Kingdom of the           Die Regierung des Königreichs der Nieder-\nNetherlands therefore objects to the afore-    lande erhebt daher Einspruch gegen die\nsaid reservations made by the Government       genannten Vorbehalte der Regierung von\nof Bangladesh. These objections shall not      Bangladesch. Diese Einsprüche schließen\npreclude the entry into force of the Con-      das Inkrafttreten des Paktes zwischen dem\nvention between the Kingdom of the             Königreich der Niederlande und Bangla-\nNetherlands and Bangladesh.”                   desch nicht aus.“\nS c h w e d e n hat am 14. Dezember 1999 folgenden E i n s p r u c h eingelegt:\n(Übersetzung)\n“The Government of Sweden has exam-            „Die Regierung von Schweden hat die von\nined the declarations made by the Govern-      der Regierung von Bangladesch beim Bei-\nment of Bangladesh at the time of its          tritt Bangladeschs zu dem Internationalen\naccession to the International Covenant on     Pakt über wirtschaftliche, soziale und kul-\nEconomic, Social and Cultural Rights.          turelle Rechte abgegebenen Erklärungen\ngeprüft.\nIn this context the Government of Sweden       In diesem Zusammenhang möchte die\nwould like to recall, that under well-estab-   Regierung von Schweden daran erinnern,\nlished international treaty law, the name      dass nach dem anerkannten Völkerver-\nassigned to a statement whereby the legal      tragsrecht die Bezeichnung einer Stellung-\neffect of certain provisions of a treaty is    nahme, durch die die Rechtswirkung\nexcluded or modified, does not determine       bestimmter Bestimmungen eines Vertrags\nits status as a reservation to the treaty.     ausgeschlossen oder abgeändert wird,\nThus, the Government of Sweden con-            nicht deren Eigenschaft als Vorbehalt zu\nsiders that the declarations made by the       dem Vertrag berührt. Daher ist die Regie-\nGovernment of Bangladesh, in the absence       rung von Schweden der Auffassung, dass\nof further clarification, in substance consti- die von der Regierung von Bangladesch\ntute reservations to the Covenant.             abgegebenen Erklärungen, sofern keine\nweitere Klarstellung erfolgt, ihrem Inhalt\nnach Vorbehalte zu dem Übereinkommen\ndarstellen.\nThe declaration concerning article 1 places    Die Erklärung zu Artikel 1 unterwirft die\non the exercise of the right of peoples to     Ausübung des Rechts der Völker auf\nself-determination conditions not provided     Selbstbestimmung Bedingungen, die im\nfor in international law. To attach such con-  Völkerrecht nicht vorgesehen sind. Die Auf-\nditions could undermine the concept of         erlegung solcher Bedingungen könnte die\nself-determination itself and would thereby    Idee der Selbstbestimmung als solche\nseriously weaken its universally acceptable    untergraben und würde damit ihre univer-\ncharacter.                                     selle Akzeptanz ernsthaft schwächen.\nFurthermore, the Government of Sweden          Ferner stellt die Regierung von Schweden\nnotes that the declaration relating to         fest, dass die Erklärung zu den Artikeln 2\narticles 2 and 3 as well as 7 and 8 respec-    und 3 beziehungsweise 7 und 8 beinhaltet,\ntively, imply that these articles of the       dass diese Artikel des Paktes durch den\nCovenant are being made subject to a           Verweis auf einschlägige innerstaatliche\ngeneral reservation referring to relevant      Rechtsvorschriften von Bangladesch unter\nprovisions of the domestic laws of Bangla-     einen allgemeinen Vorbehalt gestellt wer-\ndesh.                                          den.\nConsequently, the Government of Sweden         Die Regierung von Schweden ist folglich\nis of the view that, in the absence of further der Auffassung, dass diese Erklärungen,\nclarification, these declarations raise        sofern keine weitere Klarstellung erfolgt,\ndoubts as to the commitment of Bangla-         Zweifel an der Verpflichtung Bangladeschs\ndesh to the object and purpose of the          in Bezug auf Ziel und Zweck des Paktes\nCovenant and would recall that, according      wecken, und erinnert daran, dass nach\nto well-established international law, a       anerkanntem Völkerrecht ein mit Ziel und\nreservation incompatible with the object       Zweck eines Vertrags unvereinbarer Vorbe-\nand purpose of a treaty shall not be per-      halt nicht zulässig ist.\nmitted.\nIt is in the common interest of States that    Es liegt im gemeinsamen Interesse der\ntreaties to which they have chosen to          Staaten, dass Verträge, deren Vertragspar-\nbecome parties are respected, as to their      teien zu werden sie beschlossen haben,\nobject and purpose, by all parties and that    nach Ziel und Zweck von allen Vertragspar-\nStates are prepared to undertake any legis-    teien eingehalten werden und dass die\nlative changes necessary to comply with        Staaten bereit sind, alle zur Erfüllung ihrer\ntheir obligations under these treaties.        vertraglichen Verpflichtungen notwendigen\nGesetzesänderungen vorzunehmen."]}