{"id":"bgbl2-2000-38-8","kind":"bgbl2","year":2000,"number":38,"date":"2000-12-27T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl2/2000/38#page=11","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl2-2000-38-8/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl2/2000/bgbl2_2000_38.pdf#page=11","order":8,"title":"Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Internationalen Übereinkommens gegen Geiselnahme","law_date":"2000-11-16T00:00:00Z","page":1563,"pdf_page":11,"num_pages":1,"content":["Bundesgesetzblatt Jahrgang 2000 Teil II Nr. 38, ausgegeben zu Bonn am 27. Dezember 2000                1563\nBekanntmachung\nüber den Geltungsbereich\ndes Internationalen Übereinkommens gegen Geiselnahme\nVom 16. November 2000\nI.\nDas Internationale Übereinkommen vom 18. Dezember 1979 gegen Geisel-\nnahme (BGBl. 1980 II S. 1361) ist nach seinem Artikel 18 Abs. 2 für folgende\nweitere Staaten in Kraft getreten:\nAserbaidschan                                                     am        30. März 2000\nBotsuana                                                          am 8. Oktober 2000\nBrasilien                                                         am          7. April 2000\nFrankreich                                                        am           9. Juli 2000\nnach Maßgabe der unter II. abgedruckten Erklärung\nLibysch-Arabische Dschamahirija                                   am 25. Oktober 2000\nPakistan                                                          am 8. Oktober 2000\nPolen                                                             am         24. Juni 2000\nSri Lanka                                                         am 8. Oktober 2000\nSt. Vincent und die Grenadinen                                    am 12. Oktober 2000.\nII.\nVorbehalte und Erklärungen\nC h i n a hat dem Generalsekretär der Vereinten Nationen am 3. Dezember\n1999 die E r s t r e c k u n g des V o r b e h a l t s zu Artikel 16 Abs. 1 mit Wirkung\nvom 20. Dezember 1999 auf M a c a u notifiziert (vgl. die Bekanntmachung vom\n7. Juni 1993, BGBl. II S. 931).\nF r a n k r e i c h hat dem Generalsekretär der Vereinten Nationen bei Hinter-\nlegung der Beitrittsurkunde am 9. Juni 2000 nachstehende Erklärung notifiziert:\n(Übersetzung)\n«1. La France considère que l’acte de              „1. Frankreich betrachtet die Geiselnah-\nprise d’otages est interdit en toute cir-          me unter allen Umständen als verbo-\nconstance.                                         ten.\n«2. S’agissant de l’application de l’artic-        „2. Bei der Anwendung des Artikels 6 wird\nle 6, la France, conformément aux                  Frankreich nach den Grundsätzen sei-\nprincipes de sa procédure pénale,                  ner Strafprozessordnung vor der Ein-\nn’entend pas procéder à la détention               leitung eines Strafverfahrens einen\nd’un auteur présumé ou à toutes aut-               Verdächtigen nicht in Haft nehmen\nres mesures coercitives, préalable-                oder andere Zwangsmaßnahmen tref-\nment à l’engagement de poursuites                  fen, außer in Fällen, in denen um vor-\npénales, hors les cas de demande                   läufige Festnahme ersucht wird.\nd’arrestation provisoire.\n«3. S’agissant de l’application de l’artic-        „3. Bei der Anwendung des Artikels 9 wird\nle 9, l’extradition ne sera pas accordée           die Auslieferung nicht bewilligt, wenn\nsi la personne réclamée avait la natio-            die Person, um deren Auslieferung\nnalité française au moment des faits               ersucht wird, im Zeitpunkt der Ereig-\nou, s’il s’agit d’une personne de natio-           nisse die französische Staatsan-\nnalité étrangère, si l’infraction est              gehörigkeit besaß oder, falls es sich\npunie de la peine capitale par la légis-           um einen ausländischen Staatsan-\nlation de l’état requérant, à moins que            gehörigen handelt, wenn die Straftat\nledit Etat ne donne des assurances                 nach dem Recht des ersuchenden\njugées suffisantes que la peine capita-            Staates mit der Todesstrafe bedroht\nle ne sera pas infligée ou, si elle est            ist, es sei denn, dieser Staat sichert\nprononcée, qu’elle ne sera pas exé-                glaubwürdig zu, dass die Todesstrafe\ncutée.»                                            nicht verhängt wird oder eine verhäng-\nte Todesstrafe nicht vollstrec kt wird.“\nDiese Bekanntmachung ergeht im Anschluss an die Bekanntmachung vom\n1. September 1999 (BGBl. II S. 947).\nBerlin, den 16. November 2000\nAusw ärt iges Amt\nIm Auftrag\nDr. H i l g e r"]}