{"id":"bgbl2-1999-23-11","kind":"bgbl2","year":1999,"number":23,"date":"1999-09-03T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl2/1999/23#page=10","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl2-1999-23-11/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl2/1999/bgbl2_1999_23.pdf#page=10","order":11,"title":"Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Übereinkommens über die Rechte des Kindes","law_date":"1999-07-30T00:00:00Z","page":738,"pdf_page":10,"num_pages":2,"content":["738 Bundesgesetzblatt Jahrgang 1999 Teil II Nr. 23, ausgegeben zu Bonn am 3. September 1999\nBekanntmachung\nüber den Geltungsbereich des Übereinkommens\nüber die Rechte des Kindes\nVom 30. Juli 1999\nI.\nÖ s t e r r e i c h hat dem Generalsekretär der Vereinten Nationen am 16. No-\nvember 1999 folgenden E i n s p r u c h zu den von den Vereinigten Arabischen\nEmiraten beim Beitritt zu dem Übereinkommen vom 20. November 1989 über\ndie Rechte des Kindes (BGBl. 1992 II S. 121) angebrachten V o r b e h a l t e n (vgl.\ndie Bekanntmachung vom 1. September 1997, BGBl. II S. 2032) notifiziert:\n(Übersetzung)\n“Austria has examined the contents of the         „Österreich hat den Inhalt der von den\nreservations made by the United Arab Emi-         Vereinigten Arabischen Emiraten beim Bei-\nrates at the time of its accession to the         tritt zum Übereinkommen über die Rechte\nConvention on the Rights of the Child.            des Kindes angebrachten Vorbehalte ge-\nprüft.\nAustria is of the view that reservations           Österreich ist der Auffassung, daß Vor-\nby which a State limits its responsibilities      behalte, durch die ein Staat seine Verant-\nunder the Convention in a general and             wortlichkeiten aufgrund des Übereinkom-\nunspecified manner or by invoking internal        mens in allgemeiner und unbestimmter\nlaw creates doubts as to the commitment           Weise oder durch Berufung auf innerstaat-\nof the United Arab Emirates with its obliga-      liches Recht beschränkt, Zweifel an der\ntions under the Convention, essential for         Verpflichtung der Vereinigten Arabischen\nthe fulfillment of its object and purpose.        Emirate weckt, ihren vertraglichen Pflichten\nnachzukommen, die für die Erfüllung von\nZiel und Zweck des Übereinkommens we-\nsentlich sind.\nAccording to paragraph 2 of article 51 of          Nach Artikel 51 Absatz 2 des Überein-\nthe Convention, a reservation which is            kommens sind Vorbehalte, die mit Ziel und\nincompatible with the object and purpose          Zweck des Übereinkommens unvereinbar\nof the Convention shall not be permitted.         sind, nicht zulässig.\nIt is in the common interest of States that        Es liegt im gemeinsamen Interesse der\ntreaties to which they have chosen to be-         Staaten, daß Verträge, deren Vetragspar-\ncome Parties are respected, as to their           teien zu werden sie beschlossen haben,\nobject and purpose, by all Parties and that       nach Ziel und Zweck von allen Vetrags-\nStates are prepared to undertake any leg-         parteien eingehalten werden und daß die\nislative changes necessary to comply with         Staaten bereit sind, alle zur Erfüllung ihrer\ntheir obligations under the treaties.             vertraglichen Pflichten notwendigen Geset-\nzesänderungen vorzunehmen.\nAustria is further of the view that general        Österreich ist ferner der Auffassung, daß\nreservations of the kind made by the United       allgemeine Vorbehalte der Art, wie sie von\nArab Emirates contribute to undermining           den Vereinigten Arabischen Emiraten ange-\nthe basis of international treaty law.            bracht wurden, dazu beitragen, die Grund-\nlage des Völkervertragsrechts zu untergra-\nben.\nGiven the general character of these re-           Angesichts der allgemeinen Natur dieser\nservations a final assessment as to their         Vorbehalte kann eine abschließende Beur-\nadmissibility under international law cannot      teilung ihrer Zulässigkeit nach dem Völker-\nbe made without further clarification.            recht nicht ohne eine weitere Klarstellung\nvorgenommen werden.\nAccording to international law a reserva-          Nach dem Völkerrecht ist ein Vorbehalt\ntion is inadmissible to the extent as its         insoweit unzulässig, als seine Anwendung\napplication negatively affects the compli-        die Einhaltung der vertraglichen Pflichten\nance by a State with its obligations under        eines Staates, die für die Erfüllung von Ziel\nthe Convention essential for the fulfillment      und Zweck des Übereinkommens wesent-\nof its object and purpose.                        lich sind, nachteilig beeinflußt.","Bundesgesetzblatt Jahrgang 1999 Teil II Nr. 23, ausgegeben zu Bonn am 3. September 1999                739\nTherefore, Austria cannot consider the             Österreich kann die von der Regierung\nreservations made by the Government of             der Vereinigten Arabischen Emirate ange-\nthe United Arab Emirates as admissible             brachten Vorbehalte daher nicht als zuläs-\nunless the Government of the United Arab           sig betrachten, es sei denn, die Regierung\nEmirates, by providing additional informa-         der Vereinigten Arabischen Emirate stellt\ntion or through subsequent practice, en-           durch zusätzliche Informationen oder die\nsures that the reservations are compatible         spätere Praxis sicher, daß die Vorbehalte\nwith the provisions essential for the imple-       mit den Bestimmungen vereinbar sind, die\nmentation of the object and purpose of the         für die Erfüllung von Ziel und Zweck des\nConvention.                                        Übereinkommens wesentlich sind.\nThis view by Austria would not preclude            Diese Auffassung Österreichs schließt\nthe entry into force in its entirety of the        das Inkrafttreten des Übereinkommens in\nConvention between the United Arab                 seiner Gesamtheit zwischen den Vereinig-\nEmirates and Austria.”                             ten Arabischen Emiraten und Österreich\nnicht aus.“\nII.\nM a l a y s i a hat dem Generalsekretär der Vereinten Nationen am 23. März\n1999 folgende T e i l r ü c k n a h m e seiner bei Hinterlegung der Beitrittsurkunde\nangebrachten V o r b e h a l t e (vgl. die Bekanntmachung vom 19. Dezember\n1996, BGBl. 1997 II S. 656) notifiziert:\n(Übersetzung)\n“1. The Government of Malaysia with-               „1. Die Regierung von Malaysia nimmt\ndraws its reservation on Articles 22, 28           ihren Vorbehalt zu Artikel 22, Artikel 28\nparagraph 1 (b), (c), (d), (e) and para-           Absatz 1 Buchstaben b bis e sowie\ngraphs 2 and 3, Article 40 paragraphs 3            Absätze 2 und 3, Artikel 40 Absätze 3\nand 4, Articles 44 and 45.                         und 4 sowie zu den Artikeln 44 und 45\nzurück.\n2. The Government wishes to reiterate its          2. Die Regierung möchte ihren Vorbehalt\nreservation on Articles 1, 2, 7, 13, 14,           zu den Artikeln 1, 2, 7, 13, 14 und 15\n15, Article 28 paragraph 1 (a) and Arti-           sowie zu Artikel 28 Absatz 1 Buchsta-\ncle 37.                                            be a und Artikel 37 bekräftigen.\n3. With respect to Article 28 paragraph 1          3. In bezug auf Artikel 28 Absatz 1 Buch-\n(a), the Government of Malaysia wishes             stabe a möchte die Regierung von\nto declare that in Malaysia, even                  Malaysia erklären, daß in Malaysia der\nthough primary education is not com-               Besuch der Grundschule zwar nicht für\npulsory and available free to all, prima-          alle Pflicht und unentgeltlich ist, aber\nry education is available to everybody             jedem offensteht, und daß Malaysia\nand Malaysia has achieved a high rate              beim Grundschulbesuch einen hohen\nof enrolment for primary education i.e.            Prozentsatz erreicht hat, d.h. einen\nat the rate of 98 % enrolment.”                    Prozentsatz von 98 % .“\nNach Artikel 51 Abs. 3 des Übereinkommens ist die Rücknahme am 23. März\n1999 wirksam geworden.\nDiese Bekanntmachung ergeht im Anschluß an die Bekanntmachung vom\n28. August 1998 (BGBl. II S. 2907).\nBonn, den 30. Juli 1999\nAusw ärt iges Amt\nIm Auftrag\nDr. H i l g e r"]}