{"id":"bgbl2-1998-13-5","kind":"bgbl2","year":1998,"number":13,"date":"1998-04-29T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl2/1998/13#page=49","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl2-1998-13-5/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl2/1998/bgbl2_1998_13.pdf#page=49","order":5,"title":"Gesetz zu dem Abkommen vom 29. Oktober 1996 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich Saudi-Arabien über die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Kapitalanlagen","law_date":"1998-04-22T00:00:00Z","page":593,"pdf_page":49,"num_pages":9,"content":["Bundesgesetzblatt Jahrgang 1998 Teil II Nr. 13, ausgegeben zu Bonn am 29. April 1998 593\nGesetz\nzu dem Abkommen vom 29. Oktober 1996\nzwischen der Bundesrepublik Deutschland\nund dem Königreich Saudi-Arabien\nüber die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Kapitalanlagen\nVom 22. April 1998\nDer Bundestag hat mit Zustimmung des Bundesrates das folgende Gesetz\nbeschlossen:\nArtikel 1\nDem in Riad am 29. Oktober 1996 unterzeichneten Abkommen zwischen der\nBundesrepublik Deutschland und dem Königreich Saudi-Arabien über die För-\nderung und den gegenseitigen Schulz von Kapitalanlagen sowie dem dazu-\ngehörigen Protokoll vom selben Tage wird zugestimmt. Das Abkommen und\ndas Protokoll werden nachstehend veröffentlicht.\nArtikel 2\n(1) Dieses Gesetz tritt am Tage nach seiner Verkündung in Kraft.\n(2) Der Tag, an dem das Abkommen nach seinem Artikel 13 Abs. 2 und das\nProtokoll in Kraft treten, ist im Bundesgesetzblatt bekanntzugeben.\nDas vorstehende Gesetz wird hiermit ausgefertigt und wird im Bundes-\ngesetzblatt verkündet.\nBerlin, den 22. April 1998\nDer Bundespräsident\nRoman Herzog\nDer Bundeskanzler\nDr. Helmut Kohl\nDer Bundesminister für Wirtschaft\nRexrodt\nDer Bundesminister des Auswärtigen\nKinkel","594                Bundesgesetzblatt Jahrgang 1998 Teil II Nr. 13, ausgegeben zu Bonn am 29. April 1998\nAbkommen\nzwischen der Bundesrepublik Deutschland\nund dem Königreich Saudi-Arabien\nüber die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Kapitalanlagen\n9Li;\\\n~~~'11 ylll ~J~ ~\n~~ ~\\     ~r51 a.S::W1_,\n~\\)W::-')U    a.J~~\\ ~t-J-1_, ~ \\                      JJ>\"\nDie Bundesrepublik Deutschland                                                           ~.)\\.i)'I y\\11 ~J~ 01\nund                                                                                       J\ndas Königreich Saudi-Arabien -                                                              ~.:l _,.-.JI ¼ _,JI ~ I\nin dem Wunsch, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen                                        -..:.r-.l.4JI ~ ~.pl..ci)'I 0 JlA;JI ~ _} L.+,.o ~;\nbeiden Staaten zu vertiefen,\nin dem Bestreben, günstige Bedingungen für Kapitalanlagen        ;r1..>11..>~J:.i.:_r-;L..!.:...,')IJ9l~JJ_),~~l..+-_;.-JJ\nvon Investoren des einen Staates im Hoheitsgebiet des anderen                                                                    41..> _j-- )II ll J..UI ~1) _j ~ J..UI\nStaates zu schaffen,\nin der Erkenntnis, daß die Förderung und der gegenseitige\nSchutz dieser Kapitalanlagen geeignet sind, die private wirt-\nschaftliche Initiative zu beleben und den Wohlstand beider Völker\nzu mehren -\nhaben folgendes vereinbart:\nArtikel 1\nFür die Zwecke dieses Abkommens                                                                                                               :ylij)'\\  o..i.A _J,lj,\\r\n1. bezeichnet der Begriff „Kapitalanlagen\" Vermögenswerte          i)' Ji .,.=.-1          45\"\" .,w., J.,......\\r, .:r t.i JS' ().•!:...-1) ( ~ ' ~                    - ,\njeder Art, die im Eigentum eines Investors einer Vertragspar-  4.S _;;.. )'I ö..üla::11 ll J..UI ._;,) .) ö..ü\\.a:... ll J.:l +J\" ~ ~ ~\ntei im Hoheitsgebiet der anderen Vertragspartei gemäß deren       :~L.       .r- 0 J.:l ~ ~ I ~ J Js- ~ J 4ll J..ul ~ ~r-3 w J\nGesetzgebung stehen oder von ihm kontrolliert werden, ins-\nbesondere, aber nicht ausschließlich\n'","Bundesgesetzblatt Jahrgang 1998 Teil II Nr. 13, ausgegeben zu Bonn am 29. April 1998                                                                        595\na) Eigentum an beweglichen und unbeweglichen Sachen              Js- ~ _;.. i.s _rl J J»\" ~I ..!,lJ.JSJ ll _,.Lll .,;, J ll _,.Lll ..::.ilil...11                       (1\nsowie sonstige materielle Rechte wie Hypotheken und          ..::.,\\~ JI ,.:r-..U ~Lt J IJ-.,.\\..o ..:.,~ .J'!'> ~ JI ,~;w- ..:.,Li Y' J\nPfandrechte, Nutzungsrechte und ähnliche Rechte;                                         .~WI J~IJ~ö..u~)'v.tl.t:i'JI~ JI\nb) Anteilsrechte, Aktien und Schuldverschreibungen von           JI JfÄ>- ~IJ ..::.,lS\".,..!J'v. t..,~1 ..:.,l ...\\,;_I\\J ..::.ilS\"_,.!JI ('+\"1) ('+\"\"11 (y\nGesellschaften und andere Arten von Rechten oder Betei-\nligungen an Gesellschaften sowie von einer Vertrags-\n43).) l.a;..l..o:,j .)1 ~lll JIJJ\"il JJ ..::.ilS\".,J,.} l.S_rl                             dL....\n.4-t..,...:- .y 1$1 JI ö.ulA:..\npartei oder einem ihrer Investoren ausgegebene Wert-\npapiere;\nc) Ansprüche auf Geld, wie z. B. Darlehen, oder auf Leistun-\ngen, die einen wirtschaftlichen Wert haben, im Zusam-\nmenhang mit Kapitalanlagen;\nd) Rechte des geistigen Eigentums, einschließlich, jedoch\nnicht beschränkt auf Urheberrechte, Patente, gewerbliche\nMuster, Know-how, Marken, Betriebs- und Geschäfts-\ngeheimnisse, Handelsnamen, Goodwill;\ne) ein kraft Gesetzes oder gemäß einem öffentlichen Auftrag      JI ~Juj JI ~1;; J..tl JI rv- .u.s- JI .:J _,Ai '-1 ~ ~ \"'I                                            (o\nübertragenes Recht oder in Übereinstimmung mit dem                                                                . .:J yl.W l.ü J ..::.i J~I ..::.,1 jl:,:..-1\ngeltenden Recht ausgegebene Lizenzen, Genehmigun-\ngen oder Konzessionen;\neine Änderung der Form, in der Vermögenswerte angelegt           Js- J~ ~'J La;W:....1.)~ JI J~\"il ~ ~ l.S.ÜI ~ 1 . ) J.~ i.sl\nwerden, läßt ihre Eigenschaft als Kapitalanlage unberührt;                                                                                   •..::.,1 ;W:....lS\" ~\n2. bezeichnet der Begriff „Erträge\" diejenigen Beträge, die auf       t..,I,;.    ü...a.i ~ J ;W:.... 'JI La J~ ~I t_JL:ll (..::.,1,.ljWI) C~ I ~ - '\\'\neine Kapitalanlage anfallen, insbesondere Gewinnanteile,         ~, J1 ..::.ilJW')'I Jl '-:,IL....,l)I ~~1 J1 ,.lj\\_,.i!I 'r+-\"11 c'v.) Jt r...'4;\"1'\nDividenden, Zinsen, Lizenzentgelte, Kapitalgewinne oder                                                                                .~1.1 ..::.i1s..,..Ä.o Jrr _,..,. 1\nandere Entgelte oder Zahlungen;\n3. bezeichnet der Begriff „Investor\"                                                              :..ulA:.. J    >~ ~ L..:i <r=--> c~' ~ -                                         T'\na) in bezug auf das Königreich Saudi-Arabien:                                                                    :~.) _,-.ll 4.:1..,JI &,W4 ~ L.:i                       (1\n1.   natürliche Personen, die gemäß der Gesetzgebung          ~.) _,-.ll 4.:1..,JI ~ I ~ ~~I ~ I __,-L,:_,J.\"11 - \\\ndes Königreichs Saudi-Arabien die Staatsangehörig-                                             .~.).,..._II 4-..,JI ~ \\ Wai\"i LüJ\nkeit des Königreichs Saudi-Arabien besitzen,\nII. jedes Rechtssubjekt, mit oder ohne Rechtspersön-          ~.Ja.N wJ ~ \\ j { ~yü ~ .J ~ Ji .J ~\\$ '->i - '\\'\nlichkeit, das gemäß den Gesetzen des Königreichs         j!.- ~1) I.S' ~ )1 o_;... .JJ 4t.) _,-.JI ~_,,JI ~ I\nSaudi-Arabien geschaffen worden ist und seinen           ..::.iLS' r!-11 J ,;_,... JLA;JI ..::.,~\\ J ..::.,~ _,ll J 4..:.,l.:..:,+JI\nHauptsitz in seinem Hoheitsgebiet hat, wie z. B. Kapi-   ..::.iL.......la...:.IJJ-t.)~IJ ..:.,L!.J,IJ ~L.5:J.IJ ,..::.iLSl_r-!..llJ\ntalgesellschaften, Unternehmen, Genossenschaften,        ,~, L.s )i.;J' A ,~w1 ..::.ilil$JI JI JL.s'll ..::.i~ J\nGesellschaften, Personengesellschaften, Geschäfts-\nstellen, Niederlassungen, Fonds, Organisationen,\nr'\n...!.U~ J ~ \"=\" _,:-11 Ö.) JJS ..:,..;lS'\nWirtschaftsverbände und andere ähnliche Rechtssub-\njekte, gleichviel, ob sie beschränkt haften oder nicht,\nIII. die Regierung des Königreichs Saudi-Arabien und\nseine Finanzeinrichtungen und -behörden wie die\nSaudi Arabian Monetary Agency, staatliche Fonds\nund andere ähnliche Regierungsinstitutionen in Saudi-\nArabien;\nb) in bezug a1,.1f die Bundesrepublik Deutschland:                                                              :~.)~':/1 l:illl i.t;~ ~ \\..,J (~\n1.   Deutsche im Sinne des Grundgesetzes für die Bun-          .4t.)\\J':ll 1.:,i\\.1l 4t;.,..J.- l,,S'\"\"L...\"11 iJyWI i.i'- ;lkl _} .:Jll'JI - \\\ndesrepublik Deutschland,\nII. jede juristische Person sowie jede Handelsgesell-        '5_,,d ~ Jt ~ ri Jt ~;\\) ~.r!- ~t Jl .j yli ~ 1$1-\"\nschaft oder sonstige Gesellschaft oder Vereinigung      La_;.. 4,1 J 4,;:il_,.il w J .,:_-l; ~ _,;ü ~ 4,1 ~ Jl 4,l\nmit oder ohne Rechtspersönlichkeit, die gemäß deren     ..:,..;lS\" l~I L.s )i.;JI ~ ~.)~':/1 ~lll ~JJ+-:°                                .jo) .}_\nGesetzen gegründet worden ist und ihren Sitz im                                           .4.1~    if ~)' ~ ¼>.- J\"\" ~ I\nHoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland hat,\ngleichviel, ob ihre Tätigkeit auf Gewinn gerichtet ist\noder nicht.\nArtikel 2                                                                             ~\\dlbU.1\n(1) Jede Vertragspartei wird in ihrem Hoheitsgebiet Kapital-       J.i ✓ JUi v\"IJ ;W:...,I ~ ~ ) .}_ö..ulA:.. ll J.) JS' r ~ -                                                \\\nanlagen von Investoren der anderen Vertragspartei nach Mög-           0 .l.,. J_,.;--4      ( L......JI J ~ l,.. ;.J..Ä..i l.S .,..i- ':/1 ö..Lila...:ll U J..UI l.S ~\nlichkeit fördern und diese Kapitalanlagen in Übereinstimmung          oh       u..w. JI ~ '11 ✓ JI> i.sl .} r ~ W' , ~~_,.!-:} Lä),, ..::.il ;W:...'JI\nmit ihren Rechtsvorschritten zulassen. Sie wird Kapitalanlagen in                                                                    .i.äl.5:::.. J 4.1„1s, U..vu ..::.il1W:....'11\njedem Fall gerecht und billig behandeln.\n(2) Eine Vertragspartei wird die Verwaltung, die Verwendung,       ~ _r.,il,.lj ~I JI~ ':/1 ✓ JI> i.s~ .:r,;..uld.l ~J..UI ✓ '51 .l;.;;'J - '\\'\nden Gebrauch und die Nutzung der Kapitalanlagen von Investo-          ..:.il;W:....4 ~ I Ji rl~I} lJ~ Ji Ö;bl ~ ~i 4,iW. .y ~r-} Ji\nren der anderen Vertragspartei oder ihr Verfügungsrecht über                                    .~) j ~ . j ~ I Jl 4.> _;>- 'JI ö..u\\.d.1 l! J..UI 1$..,...:-\ndiese Kapitalanlagen in ihrem Hoheitsgebiet in keiner Weise\ndurch willkürliche oder diskriminierende Maßnahmen beeinträch-\ntigen.","596                 Bundesgesetzblatt Jahrgang 1998 Teil II Nr. 13, ausgegeben zu Bonn am 29. April 1998\nArtikel 3                                                                              4!.IWI bU.1\n(1) Jede Vertragspartei behandelt einmal zugelassene Kapital-   ~ CL......JI J ~ - - ..:.,1 )W:.,. 'JI ~..>.ilcll                .:P. ..,..u, ✓ jS\" ~ - ,\nanlagen und Erträge aus Kapitalanlagen von Investoren der           i:_f- o\\,;I   r                     i. >\njZ'J U..w ?\" 'JI ö..>.ilcll .J              __,. ul i$ ~ - ~a\\ I.A~I y J\nanderen Vertragspartei nicht weniger günstig als Kapitalanlagen     .J__,J ,.;_,..!:-C.~\\..:J..I ..:.,IJW:.,.'JI ~ly _,1 ..:.il)...!:...')\\) 4-.:,l _jl 4l...W1\nund Erträge aus Kapitalanlagen von Investoren dritter Staaten.                                                                                                          -~~\n(2) Gemäß ihren Gesetzen und Vorschriften behandelt jede        ..:.,1)••!:....\\11 .;_r,;..>.it,dl ~J..UI .:.,,-     jS\" c:1- ~\\) 4-:-:il_,Äl WJ -                  'I'\nVertragspartei einmal zugelassene Kapitalanlagen und Erträge        U..l- ._s? \\II o..>.ilcll .J „..u1            ,.; _,..!:-C. ~LJ..I I.A~I y)         ~ CL......JI J ~ -\naus Kapitalanlagen von Investoren der anderen Vertragspartei         ~\\..:J..I ...:..,IJW:.,.\\11 ~ly J ..:.,IJW:.,.\")\\)          4.-:l _}I       4L.W1 ✓ o\\,;lr j-ä,>1\nnicht weniger günstig als Kapitalanlagen und Erträge aus Kapi-                                                                                                   -~_,..!:-C-\ntalanlagen ihrer Investoren.\n(3) Jede Vertragspartei behandelt die Investoren der anderen\nVertragspartei im Zusammenhang mit der Verwaltung, der Ver-\nwendung, dem Gebrauch und der Nutzung von Kapitalanlagen,\ndem Verfügungsrecht über Kapitalanlagen, den Mitteln zur\nSicherung ihrer Rechte hinsichtlich dieser Kapitalanlagen wie\nTransfers und Abfindungen oder jeder damit einhergehenden\nTätigkeit auf ihrem Hoheitsgebiet nicht weniger günstig als\nihre Investoren oder die Investoren dritter Staaten, je nachdem,\nwelche Behandlung günstiger ist.\n(4) Die Bestimmungen der Absätze 1, 2 und 3 dieses Artikels\nbeziehen sich jedoch nicht auf Vorrechte, die eine Vertragspartei\nden Investoren dritter Staaten wegen ihrer Mitgliedschaft in einer\nZollunion, in einer Wirtschaftsunion, in einem gemeinsamen\nMarkt oder in einer Freihandelszone oder wegen ihrer Assozi-\nierung damit einräumt.\n(5) Die in diesem Artikel gewährte Behandlung bezieht sich\nnicht auf Vergünstigungen, die eine Vertragspartei den Investo-\nren dritter Staaten aufgrund eines Doppelbesteuerungsabkom-\nmens oder sonstiger Vereinbarungen über Steuerfragen gewährt\nArtikel 4                                                                            ~l)lbU.1\n(1) Kapitalanlagen von Investoren einer Vertragspartei ge-      ~LJ.4 ~..>.ilcll ~J..UI ✓ __,I i..>~-~\\..:J..l ..:.,IJW:.,.'JI ~ - ,\nnießen im Hoheitsgebiet der anderen Vertragspartei vollen                                                      .._s? 'yl ö..>.ilcll 41 __,.ul ~ ) ..j ~~\\ j'/1 J\nSchutz und volle Sicherheit.\n(2) Kapitalanlagen von Investoren einer Vertragspartei dürfen\nvon der anderen Vertragspartei nur zum allgemeinen Wohl und\ngegen umgehende, angemessene und effektive Entschädigung\nenteignet, verstaatlicht oder anderen Maßnahmen unterworfen\nwerden, die In ihren Auswirkungen einer Enteignung oder Ver-\nstaatlichung gleichkommen, vorausgesetzt, daß diese Maßnah-\nmen nicht diskriminierend sind und im Einklang mit den allgemei-\nnen nationalen Gesetzen stehen. Die Entschädigung muß dem\nWert der enteigneten Kapitalanlage unmittelbar vor dem Zeit-\npunkt entsprechen, in dem die tatsächliche oder drohende Ent-\neignung, Verstaatlichung oder vergleichbare Maßnahme öffent-\nlich bekannt wurde. Die Entschädigung muß unverzüglich gelei-\nstet werden und ist bis zum Zeitpunkt der Zahlung mit einem\nZinssatz zu verzinsen, der auf der Grundlage des marktüblichen\nZinssatzes festgelegt wird; sie muß tatsächlich verwertbar und\nfrei transferierbar sein. Spätestens im Zeitpunkt der Enteignung,\nVerstaatlichung oder vergleichbaren Maßnahme muß in geeig-\nneter Weise für die Festsetzung und Leistung der Entschädigung\nVorsorge getroffen sein. Die Rechtmäßigkeit der Enteignung,\nVerstaatlichung oder vergleichbaren Maßnahme und die Höhe\nder Entschädigung müssen in einem ordentlichen Rechtsverfah-\nren nachgeprüft werden können.\n(3) Investoren einer Vertragspartei, die durch Krieg oder son-  ) ~ ~l;W:.,.4 ._;.-li ✓-.i.JI .;_r,;..ulcll .:,~ __,. u1 ~ ._s1 J.,,.Z.- ~ - T'\nstige bewaffnete Auseinandersetzungen, Revolution, Staatsnot-        ö;J. ..,1    r'   ~        t..'J  1..)1..,1 y   .r11   ~     i..>r'i'     ö..>.ilcll 41__,..Jr~,)..;\nstand oder Aufruhr im Hoheitsgebiet der anderen Vertragspartei\nVerluste an Kapitalanlagen erleiden, werden von dieser Vertrags-\n;J  __,. u1 o.ia 4.-:l ~\\ ..!JJ-> ✓ öl;\\ r jZ\\' u..t- ,J} _,I '--\"ls- ts) _,1, ;J1.>, _,I\ni..>1 __,1 JW.1 _,1 ) .,..:.0'il ✓ ~~4 ~ ~ ~_,...=-1 ..S?'}\\ ö..>.ilcll\npartei hinsichtlich der Rückerstattungen, Abfindungen, Entschä-\ndigungen oder sonstigen Gegenleistungen nicht weniger günstig                 .J ~ ~ J...,-1} ~li ..:.it&. ;...u.1 o.ia J ~ .:.,1             Js- ,~        .J r'   ~~\nbehandelt als ihre eigenen Investoren. Solche Zahlungen müssen\nfrei transferierbar sein.\n(4) Hinsichtlich der in diesem Artikel geregelten Angelegen-    ~t&-)4 J__,'1141__,...u,        u..w.~..ul.a:J.1 ~.,..u1 .:.r- ..st . , ~ ~ - t\nheiten genießen die Investoren einer Vertragspartei im Hoheits-      o.ia ~ ~ ~I J r )'4 ~ ~ .!JJ-> J ..S? \\II ö..>.ilcll ;J __,~.II ~\\) ..j\ngebiet der anderen Vertragspartei Meistbegünstigung.                                                                                                                  .ÖJÜI","Bundesgesetzblatt Jahrgang 1998 Teil II Nr. 13, ausgegeben zu Bonn am 29. April 1998                                                                      597\nArtikel 5                                                                             1.-a\\j.1 bU.1\nJede Vertragspartei gewährleistet den Investoren der anderen        )-1     1.k,:o..:l' 4.> .r'il     ö.ül..:11 11„..u, 4.> _,..:-l. ö.üla:.. ;J .,.) jS' ~\nVertragspartei den freien Transfer der im Zusammenhang mit                                                                    :v~ J 'JW.:....14.>~ ~ l ..:.,\\s-j..wJ\neiner Kapitalanlage stehenden Zahlungen, insbesondere\na) des Kapitals und zusätzlicher Beträge zur Aufrechterhaltung\noder Ausweitung der Kapitalanlage;\nb) der Erträge;                                                                                                                                                   . ..:.,1-liWI (~\nc) zur Rückzahlung von Darlehen;                                                                                                      ..j6 _,}JI .)\\..W c}.;.; _;ll tJL:J.1     ({:\nd) des Erlöses im Fall vollständiger oder teilweiser Liquidation                     ·JW.:....'il ,:r ~ j>:      '-'1 _,I jS' (:j- _,i ~ .:.,,- ÜÄ>dl ..:.,bl,1-'il              (.)\noder Veräußerung der Kapitalanlage;\ne) der in Artikel 4 vorgesehenen Entschädigungen.\nArtikel 6                                                                             1..,.>Wlblll\nLeistet eine Vertragspartei ihren Investoren Zahlungen auf-          ~       ~r=-- .:r '-'~ c}.) ~ ~.ül..:11 ~ _,..u1 .:r ~1 rY 11~ J\ngrund einer Gewährleistung für eine Kapitaianlage oder für einen        ö.ül..:11 '-1 _,..u1 ✓) ..j          4,;... • ;>: 4.Sl _,t JW.:....~ ~ 1...:i ~ 1JL....:.a.l\nTeil einer Kapitalanlage im Hoheitsgebiet der anderen Vertrags-         J#I .:.,,- '->~ ~Uall ..j ..:,.t.,..:-J.1 ,'..,,. j!,o Y Y..:., J\"-.J _,I 4.Sj-'il\npartei oder tritt sie in die Rechte dieser Investoren hinsichtlich der                          : ...:, jÄJ ö_,.,:;-'yl ö.ü\\..:11 ;J_,..ul \\Jij ..:.,1 JL..!:.,. 'yl o~ u.l..d.l\nRechtsansprüche in bezug auf diese Kapitalanlagen ein, so\nerkennt diese andere Vertragspartei an:\na) das Recht der erstgenannten Vertragspartei auf der Grund-           ,1 r' ..!,ll; ~IJ.11 ,j J~ 'yl ~ ,;.r ,J,WI 4.> j- 'yl i.ü\\..:11 1l _,..ul ~                               (1\nlage des Eintritts in diese Rechtsansprüche kraft Gesetzes                                                                     .~_,;IJ ,1;>.'i w_, _,t 1JjW w _,\noder aufgrund Rechtsgeschäfts;\nb) daß die erstgenannte Vertragspartei gemäß dem Eintritt in\ndiese Rechte oder diese Ansprüche dazu berechtigt ist, diese\nRechte in demselben Umfang wie ihr Rechtsvorgänger aus-\nzuüben.\nArtikel 7                                                                              ~WlbU.1\n(1) Transferierungen nach Artikel 4 Absatz 2 oder 3, nach            ö.)l.11 ~ J'-· L..tl„        r .,, r ö~ ~1)1 0.)\\.11                 ~ J'-.   ..:.i~~, - ,     ~\nArtikel 5 oder Artikel 6 erfolgen unverzüglich zu dem geltenden                                   .-liWI ...:, _,..ll ~ J _,.,:;-\\; \\J J.) 4-,,.)WI ö.)\\ll _,I 4-liLI\nKurs.\n(2) Dieser Kurs muß dem Kreuzkurs (cross rate) entsprechen,\nder sich aus denjenigen Umrechnungskursen ergibt, die der\nInternationale Währungsfonds zum Zeitpunkt der Zahlung Um-\nrechnungen der betreffenden Währungen In Sonderziehungs-\nrechte zugrunde legen würde.\nArtlkel 8                                                                                1..\\AJI bU.1\n(1) Ergibt sich aus den Rechtsvorschriften einer Vertragspartei      wJ WWI            ~\\...l_p'il _,l ~.ul..:ll ~ _,.u1 <J 4.$1 ~_,!.j ;JIS l~I - \\\noder aus völkerrechtlichen Verpflichtungen, die neben diesem            ~ J..UI \\Al ,_µ:_.11 ..j ~; .u ~I _,t r-1.,LI ~ _,ll ..j J_,..ul .:., _,;L.W\nAbkommen zwischen den Vertragsparteien bestehen oder In                 _,l i...ls ~\\!f' .1.,.... ~ W'i ~ ,yijj\"/1                                 o.a  JI liW-'i~ ~.ul..:ll\nZukunft begründet werden, eine allgemeine oder besondere                4.>;i-'il ö.ül..:ll ;J_,..u, . , ~ ~ r ,,-ä, ~I ~l;l,.:...')IJ J,ll ;.-; ,e.)..ut\nRegelung, durch die den Kapitalanlagen der Investoren der               (Jij ,ylt;\"/11.U 4Js, ~ ~1..!,ll; ,:r ilil_,... ~ a.l..1.- .js, J~I ..j\nanderen Vertragspartei eine günstigere Behandlung als nach die-\nsem Abkommen zu gewähren ist, so geht diese Regelung dem\n~ J-ll 4.$ n .._:,.,.... ölil_,...            JS'I     y \\J ß_; 4.S..ÜI .>J.I JI ~ I W')IJI\n. .).l...&111..>.A ..j yijj'JI •~ ,l•, w W, y\nvorliegenden Abkommen insoweit vor, als sie günstiger ist.\n(2) Jede Vertragspartei wird jede andere Verpflichtung ein-          ..j ~1;1.•!:.,.'yl .lJ., ~ ~; 4.>. ,.,. , ..:.,\\...l_;JI ~~ ö.ulA:.o ;J.,.) jS' r _,;:!;- r\nhalten, die sie in bezug auf Kapitalanlagen von Investoren der                                                   ,4.>j-'il ö.ül..:11 ;J_,..ul 4.>~~,:r                       ~1)\nanderen Vertragspartei in ihrem Hoheitsgebiet übernommen\nhat.\nArtikel 9                                                                               -..., \\:J\\ bU.\\\nDieses Abkommen gilt auch für Kapitalanlagen, die Investoren         J.i ,:r ~ J-.ll ~):, J.i WWI ..:.,IJI....!:..,'il Js- ~I yl,i;'yl oh'-'~\nder einen Vertragspartei in Übereinstimmung mit den Rechts-             u-. 1.>,r~I ö.ula3.1 ;J_,..ul ~1) ..j l.f:'.ul..:ll_~)..ul ,:r ~~ 4.>~\nvorschriften der anderen Vertragspartei in deren Hoheitsgebiet                                                                             .    .• y ~\\ ..:.,~_,,-, ~ ~\nschon vor dem Inkrafttreten dieses Abkommens vorgenommen\nhaben.\nArtikel 10                                                                              ö.,!iWI ö.>U.1\n(1) Streitigkeiten zwischen den Vertragsparteien über die Aus-      ~ _,1 ~ J~ ~.u\\..:11 ~ _,..ul ~ l!.,;; _;ll ..:.,ij\")Aj..\\ ~.,_; ~ - ,\nlegung oder Anwendung dieses Abkommens sollen, soweit mög-                  .~.u\\..:11 ~ _,..ul i.i\"' ~ ~ ,:r ,W .!)J.; 1JIS WS\" 4.) J yl,i;'yl oh\nlich, durch die Regierungen der beiden Vertragsparteien gütlich\nbeigelegt werden.","598                 Bundesgesetzblatt Jahrgang 1998 Teil II Nr. 13, ausgegeben zu Bonn am 29. April 1998\n(2) Kann eine Streitigkeit auf diese Weise nicht beigelegt wer-\nden, so ist sie auf Verlangen einer der beiden Vertragsparteien\neinem Schiedsgericht zu unterbreiten.\n(3) Das Schiedsgericht wird von Fall zu Fall gebildet, indem\njede Vertragspartei ein Mitglied bestellt und beide Mitglieder sich\nauf den Angehörigen eines dritten Staates als Obmann einigen,\nder von den Regierungen der beiden Vertragsparteien zu bestel-\nlen ist. Die Mitglieder sind innerhalb von zwei Monaten, der\nObmann innerhalb von drei Monaten zu bestellen, nachdem die\neine Vertragspartei der anderen mitgeteilt hat, daß sie die Strei-\ntigkeit einem Schiedsgericht unterbreiten will.\n(4) Werden die in Absatz 3 genannten Fristen nicht eingehal-\nten, so kann in Ermangelung einer anderen Vereinbarung jede\nVertragspartei den Präsidenten des Internationalen Gerichtshofs\nbitten, die erforderlichen Ernennungen vorzunehmen. Besitzt der\nPräsident die Staatsangehörigkeit einer der beiden Vertrags-\nparteien oder ist er aus einem anderen Grund verhindert, so soll\nder Vizepräsident die Ernennungen vornehmen. Besitzt auch der\nVizepräsident die Staatsangehörigkeit einer der beiden Vertrags-\nparteien oder ist auch er verhindert, so soll das im Rang nächst-\nfolgende Mitglied des Gerichtshofs, das nicht die Staatsange-\nhörigkeit einer der beiden Vertragsparteien besitzt, die Ernennun-\ngen vornehmen.\n(5) Das Schiedsgericht entscheidet mit Stimmenmehrheit.\nSeine Entscheidungen sind endgültig und bindend. Jede Ver-\ntragspartei trägt die Kosten ihres Mitglieds und die Beratungs-\nkosten im Schiedsverfahren. Die Kosten des Obmanns sowie die\nsonstigen Kosten werden von den beiden Vertragsparteien zu\ngleichen Teilen getragen. Das Schiedsgericht kann eine andere\nKostenregelung treffen. Im übrigen regelt das Schiedsgericht\nsein Verfahren selbst.\nArtikel 11                                                                  i.,,:.S,~»lbU.1\n(1) Streitigkeiten in bezug auf Kapitalanlagen zwischen einer    .:.,Y,J ~..ül...:ll ~ _,...ul IJ\"'    '-'1 .:.,y, ~~ _,rll ..:.,l,. jÜI ~_,_; ~ - \\\nder Vertragsparteien und einem Investor der anderen Vertrags-       ~ _,..ul ._}')    Js, .;1 ;\\..=..,\\.i b~ .J l..J '-> ?\" 'yl ö..\\il...:ll ~ _,..öl ;/ _,.;..-\npartei sollen, soweit möglich, gütlich beigelegt werden.                                                                     -~~ 'il ;~ \\.t.> J J_,'il ö..üla::11\n(2) Kann die Streitigkeit innerhalb einer Frist von sechs Mona- (,) öpi i) ~ )1 ~~ ..:.,l$. jÜI oh J!.o ~_,_; 1 .:W ~b- i) - T\nten ab dem Zeitpunkt ihrer Geltendmachung nicht in der in Ab-       Js, ,L:.i ~ 4t_,....:ll ~ rilil t:;tß .:r .,..:.l c.... J~ .!,.IJ~J t.)ll\\ oh ,j\"'\nsatz 1 vorgesehenen Weise beigelegt werden, so wird sie auf         ~ ~I ö..ula.::il ll J..U4 ~ I ~ I j.s tl_r-11 _;, _,s- _,.-!.:--11 ~\nVerlangen des Investors dem zuständigen Gericht der Vertrags-       ...t' ;L. \\ A 4L«;'y w J ~ \\ Js, ~ f' ~ _,1 ,4..-) Js, ;\\..=..,'il\npartei unterbreitet, in deren Hoheitsgebiet die Kapitalanlage vor-   ·'->?-'il J_,..ul ~ly J J_,..ul .:.,y, ;L.=..,'il ..:.,l$. jl:... ~~ ~\\.ill r' 0. 10\ngenommen wurde, oder einem Schiedsverfahren im Rahmen des\nÜbereinkommens vom 18. März 1965 zur Beilegung von Investi-\ntionsstreitigkeiten zwischen Staaten und Angehörigen anderer\nStaaten unterworfen.\n(3) Der Schiedsspruch ist bindend und unterliegt keinen ande-\nren als den in dem genannten übereinkommen vorgesehenen\nRechtsmitteln oder sonstigen Rechtsbehelfen. Er wird nach\ninnerstaatlichem Recht vollstreckt.\ni .,,:.S, 1,;WI bU.1\nArtikel 12\n.)~J r.J.s. _,1 .>~J ✓ )t;JI J.1\"\"2-! J_,...l.l ~;L... 4L«;\\'I oh~~\nDieses Abkommen gilt unabhängig davon, ob zwischen den                                            .~..\\il...:ll ~ _,...ul ~ ~ _,i 4.:--'l.. ~.> ..:.,ü~\nbeiden Vertragsparteien diplomatische oder konsularische Be-\nziehungen bestehen.\nArtikel 13                                                                  i .,,:.S, ~WI b\\ll\n(1) Dieses Abkommen bedarf der Ratifikation; die Ratifikations-  tri      J 4# ~..l...4:JI Jii; J J.>~ J 4L«;'yl oh Js, ~..l...4:JI ~ -                       \\\nurkunden werden so bald wie möglich ausgetauscht.                                                                                                        .J--1..:..i_,\n(2) Dieses Abkommen tritt dreißig Tage nach Austausch der       Jii; J J.>~ t:-ß .:r L. y. ~~                 ~ 4,it..;'il oh J ~        ~~..,... 1...1.::! - T\nRatifikationsurkunden in Kraft. Es bleibt zehn Jahre lang in Kraft; t l.. Ö.>~ _,j, ö;.AJ .!..lb ~ .>J.l ~ ,..:..,1 Y\"\" fa Ö..U. J_,...11 ~;L... ~ J ~.i..:JI\nnach deren Ablauf verlängert sich die Geltungsdauer auf unbe-        ~~ 4,il.,:il t:-ß .._ki lf.ilfi! i) lff J i:_r ~\\.:S' ~..\\ilA:11 ~ _,..ul '->~1 Ja;\ngrenzte Zeit, sofern nicht eine der beiden Vertragsparteien das     .:r I.Si ...,W. .:r 9lZ'il oh ,lfil _fa_..:.,IY\"\" µ1 öß ,L.,;ü,;1 ~J ,1~ fa\nAbkommen mit einer Frist von zwölf Monaten vor Ablauf schrift-               .1~ ;-!-S- ~! ~..1..o .!.il~ 1 lk>I (---lZ ~ -.:..i _, I.SI i) ~..\\i\\...:11 ~ _,..u1\nlich kündigt. Nac.h Ablauf von zehn Jahren kann das Abkommen\njederzeit mit einer Frist von zwölf Monaten gekündigt werden.\n(3) Für Kapitalanlagen, die bis zum Zeitpunkt des Außerkraft-   J r\" 4,ilZ'il ~h ,~\\             t:-ß ~ ~ _,rll ..:..,1).•.:...\\'~ ~ L..:, - r\ntretens dieses Abkommens vorgenommen worden sind, gelten            .:rl;~l'->?\"\\4.:.,.,!J-,r&-Ö..U. \\ T JI \\ .:r.>l_,llr~lJ_,-.i.-~ltr ~\ndie Artikel 1 bis 12 noch für weitere zwanzig Jahre vom Tag des                                                                        .4,il«;'il oh ,t+I t,tß\nAußerkrafttretens des Abkommens an.","Bundesgesetzblatt Jahrgang 1998 Teil II Nr. 13, ausgegeben zu Bonn am 29. April 1998                                                            599\nArtikel 14                                                                                i _rS, ~1)1 Ö.)\\ll\nDieses Abkommen tritt an die Stelle der Vereinbarung über die             ~_,.....;all '--\"l,;L.\\ ..:.,1)..=....')IJ l,,(lkJI ~ l 9l,i;I         Y  9l,i;\\'I o~ Y\nRechtswahrung bei garantierten privaten Kapitalanlagen, die                  r' '\\ V'\\    ..r-'~ 'T ~l_,.ll '.\"\".: '\\tr/ J ..:.r-..li~I 1 ..,.6.J' ~ ß.>-_ !-1. ~ _r.11\n0\nzwischen den Regierungen der beiden Vertragsparteien am                                        ~ I ~ yl,i;\\'1 o..l.A J_,.;-.:, ~},; 1.5' .J~r-1' .y- ._u,:., -.?'J\n5/3/1399/A.H., was dem 2. Februar 1979 entspricht, geschlos-\nsen wurde und die mit dem Inkrafttreten dieses Abkommens\naußer Kraft tritt.\nGeschehen zu Riad am 29. Oktober 1996 bzw. 17/6/1417/A.H.                 J,il_,.ll _., t W ö_;>- \\'I ._s:,~/ W __,i ._;,~_,JI __,i yl...i,.;\\fl..:., Jr\nin zwei Urschriften, jede in arabischer und deutscher Sprache,               .:iw, ~.., ,~, ~ ,y                             ~.,-J,.., ~Lty, ~~ °' °', .n;S,Jr °'\nr,\nwobei jeder Wortlaut gleichermaßen verbindlich ist.                                                                                     .• ,.,.... ~ Js- 4. ~J ~ '\nFür die Bundesrepublik Deutschland\n~:,~)'\\ ~111 ~)~ ✓\nRapke\nFür das Königreich Saudi-Arabien\nÖ,rS- ~..l:1-1 ö:,\\11~:, _,-jl ~.,-)1 ~ I ✓\nDr. lbrahim AI-Assaf","600                Bundesgesetzblatt Jahrgang 1998 Teil II Nr. 13, ausgegeben zu Bonn am 29. April 1998\nProtokoll\nBei der Unterzeichnung des Abkommens zwischen der Bun-\ndesrepublik Deutschland und dem Königreich Saudi-Arabien\nüber die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Kapital-\nanlagen haben die unterzeichneten Bevollmächtigten außerdem\nfolgende Bestimmungen vereinbart, die als Bestandteile des\nAbkommens gelten:\n(1) Zu Artikel 1                                                                                                                                 :J/11 i.>LJJ .-i..;., - '\nErträge aus der Kapitalanlage und im Fall ihrer Wiederanlage        ..:..,1...L:WI ..!,Ll; 4 i ~ ,La JW;...I Ö.lls-1 ;.J1>- ~) JW;... 'il ..:.,I...L:\\s. ~\nauch deren Erträge genießen den gleichen Schutz wie die Kapi-                                               .9L.ä;'il oh_} ..:..il 1 W;...')IJ ;.J ~ \\ ~\\..J.I ~\ntalanlage gemäß diesem Abkommen.\n(2) Zu Artikel 2                                                                                                                                  :1,;WI i.>l.JJ 4iL.;.I - T\na) Kapitalanlagen, die in Übereinstimmung mit den Rechtsvor-        ~ ~..lilA.:11 ~ J..UI .;r 1.Si                  ..:.,~.r=J    lü) ~ _;ll ..:.,1 1 W;...'il .)1         (i\nschriften einer Vertragspartei in ihrem Hoheitsgebiet von      jJ J..UI 1.S ~ ~ ✓ ö..lilA.:J.I jJ J..U\\ ..!J,.l; ~ f li JJa;.l ~\\J-1 _;kl.ll\nInvestoren der anderen Vertragspartei vorgenommen wer-                       .9La;')tl o..i.,. ~ ~I U.~I ~\\..J.4                    C:..::.   1.S .J-')I ö..lilA.:11\nden, genießen den vollen Schutz des Abkommens.\nb) Das Abkommen gilt auch in den Gebieten der ausschließ-           ~ 4->JWI J ).-1) '---4\\J..I ~_,L..ci'il Jl,L:.ll                    Jl.la.i  J      9La;')tl ~ (~\nlichen Wirtschaftszone und des Festlandsockels, soweit das      .J _,.i,ll 4.... J'.-.&. ~\\ ö..ü\\...11 4.1 )..ill J_J..ul .:, yl.i.ll ~ ~ -?,' :> )...L:l\\\nVölkerrecht der jeweiligen Vertragspartei die Ausübung von\nsouveränen Rechten oder Hoheitsbefugnissen in diesen\n.Jl,L:.ll o...lA >  4 fWI ~y) )\\ ~:>l:-,JI\nGebieten erlaubt.\n(3) Zu Artikel 3                                                                                                                                  :.WWI i.>LJJ Ül.;.1- ,-\na) Als eine „weniger günstige Behandlung\" im Sinne des Arti-        Ö.lll.1 ~ ~ (öt;I_,.. ji1 U.la...) ...;i                  >    -4»..:ll ~)       >     j81 _r-AJ.      (i\nkels 3 Absatz 3 ist insbesondere folgendes anzusehen: die      Ji r~I „1}1 d_,,.!,          >      .:i _,:i _;,} j.)1>-.) ,b~,;;, U.la... :(T') T'\nunterschiedliche Behandlung im Falle von Einschränkungen        'f.' f 4->i ✓ ~ \\ )i Cl;:;')F\\ JL..) )i .:i _,; _,ll )1 ö\\.kll )i Ö..l&-~I _,\\}1\ndes Bezugs von Roh- und Hilfsstoffen, Energie und Brenn-        ,i}J..UI (JL,;.. JI j>-b ..:.,~\\~_,_;öl:\\ ;,,l1>- ~ : b ~ ~ U.~)\nstoffen sowie Produktions- und Betriebsmitteln aller Art, die  1.A~L,:.,;I ~ ~I p.U.::ll t..l ,~Ll ß1 4,J 4->..,,:-1 p.l..G ~\\ ~.iS'_,\nunterschiedliche Behandlung im Falle von Behinderungen\n..:.,lJ)l,;. y1 _,i t..WI ~ \\ Ji rW' rlh.JI _,i rWI ✓ )'~ _;la=; ~~ )'\ndes Absatzes von Erzeugnissen im In- und Ausland sowie\n. T' Ö.llil ..S-- ~ (öl.;1_,.- jii U.la...) ~ _)i ,t..WI\nsonstige Maßnahmen mit ähnlicher Auswirkung. Maßnah-\nmen, die aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ord-\nnung, der Volksgesundheit oder Sittlichkeit zu treffen sind,\ngelten nicht als „weniger günstige\" Behandlung im Sinne des\nArtikels 3.\nb) Die Bestimmungen des Artikels 3 verpflichten eine Vertrags-       ~ J..UI I.S\"\"'I) ~ ~ I J-_,.!:-ll                   e· ö..lilA;.. ~J; r ö„\\.11 1~i r )N (y\npartei nicht, steuerliche Vergünstigungen, Befreiungen und      _} .ki,j ~ _;ll Y..,.;a.ll ..:..,~\\ )\\ ..:.,1,w-'JI _,1 41 )1 ,.s j-- 'JI ö..lil.dl\nErmäßigungen, welche gemäß den Steuergesetzen nur den in              .~\\) _) ~ \\ ~ \\ ..r'~'i\\) ..:..,lS' .,.;..LI Y,~I ~l_,.i jk\nihrem Hoheitsgebiet ansässigen natürlichen Personen und\nGesellschaften gewährt werden, auf im Hoheitsgebiet der\nanderen Vertragspartei ansässige natürliche Personen und\nGesellschaften auszudehnen.\nc) Die Vertragsparteien werden im Rahmen ihrer innerstaat-\nlichen Rechtsvorschriften Anträge auf die Einreise und den\nAufenthalt von Personen der einen Vertragspartei, die im\nZusammenhang mit einer Kapitalanlage in das Hoheitsgebiet\nder anderen Vertragspartei einreisen wollen, wohlwollend\nprüfen; das gleiche gilt für Arbeitnehmer der einen Vertrags-\npartei, die im Zusammenhang mit einer Kapitalanlage in das\nHoheitsgebiet der anderen Vertragspartei einreisen und sich\ndort aufhalten wollen, um eine Tätigkeit als Arbeitnehmer\nauszuüben. Auch Anträge auf Erteilung der Arbeitserlaubnis\nwerden wohlwollend geprüft.\n(4) Zu Artikel 4                                                                                                                                :~')' i.>LJJ ai..;.1. t\nEin Investor hat einen Anspruch auf Entschädigung, wenn durch        4-::,i ~ ._s=.ll 45\" _,.!JI _} jJ _,..ul J•-J.:l ~ ~_,.:l4 41.hll r=,-U .J>--!\nstaatliche Maßnahmen in das Unternehmen, das Gegenstand der                                       .W~ IJ? 1.S.ll.ä°)FI i..._,,.J\"':o-!,!,l.b~ t....l:.&- 1 W;...\\fl\nKapitalanlage ist, eingegriffen und dadurch seine wirtschaftliche\nSubstanz erheblich beeinträchtigt wird.","Bundesgesetzblatt Jahrgang 1998 Teil II Nr. 13, ausgegeben zu Bonn am 29. April 1998                                                                     601\n(5) Zu Artikel 7                                                                                                                                         :~WI iJWJ UL.;,1 -      o\nAls „unverzüglich\" durchgeführt im Sinne des Artikels 7 gilt ein                 öjA.11    o..:U. J':>\\>- { ..ü Jl5' bl V ö.)ll\\ ._j-AA ~ (.lh.il ~) f' ..ü J._.,-.:.ll ~\nTransfer, der innerhalb einer Frist erfolgt, die normalerweise zur               .y öJ§.ill öj.ill i-4 J , ~ )' J.~1 ..::..,1.1.r:-1 rll'} ö.)\\s. y )k... ~ W-\nBeachtung der Transferförmlichkeiten erforderlich ist. Die Frist\n.J'° Jl>- ._s~ ..j:!_,,+-!JI jJ~'}i ~ _}._.,..-:.ll; __,.,lJ-1 ~ \\ {-..L..i; ~}_j\nbeginnt mit der Einreichung eines entsprechenden Antrags und\n.Jly'}I\ndarf unter keinen Umständen zwei Monate überschreiten.\n(6) Zu Artikel 11                                                                                                                               :i _rS- 4!J~I iJWJ liL.;,1 - '\\\nEin Investor aus Saudi-Arabien, der in Deutschland eine Kapital-                 Ji ~lll _} ..::..,l;l..!::...,I ',!..U ._s.iJI ~.) _,-11 ~.,.JI ~ I .:.,,- r-=--JJ .-~-\nanlage besitzt, kann auch nach der Entscheidung einer Streitig-                  ~ j.:i ✓ t,1)1 .)~ )} ~\\;..;\\ ~ ~\\ ~ ._j>- J_,...ul ~ ~\nkeit durch ein deutsches Gericht ein internationales Schieds-                    ~.) _,-11 4-.,.JI ~ I . } JL..!::...,\\ ',!...U ._s...ul ~lll .:.,,- r=---Li ~ J .l:-illl\ngericht anrufen. Ein Investor aus Deutschland, der in Saudi-\n~.1-Ji~'}~,~~J't')l~.1-.:.ii_,iJ_,..u,~~Ji\nArabien eine Kapitalanlage besitzt, hat das Recht, ein inter-\n~.) _,....J, 4-.,.JI ~ I . } t,µ1 ~I..::.., ;...L.,.:,l L. l~I J„...u, ~.ill t')'\nnationales Schiedsgericht anzurufen oder die Streitigkeit dem\n·tl)l i..i.,. .)~ IA)}\nörtlichen Gericht zu unterbreiten; er kann die Streitigkeit jedoch\nnicht einem internationalen Schiedsgericht unterbreiten, wenn\nein örtliches Gericht in Saudi-Arabien eine Entscheidung über die\nStreitigkeit gefällt hat.\n(7) Bei Beförderungen von Gütern und Personen, die im Zusam-                     Jü ,..::..,IJL..!::...,'}I ~~ k )1 __,.,~--;, _,i tLJI ~ Jtj.1 ~ WS' - V\nmenhang mit einer Kapitalanlage stehen, wird eine Vertragspartei                ._s ~ )tl ö..ül...11 4l _,.ill ~L:JI j.iJI ..;.,L-..,. Y' ~ _,1 ~ '} ö..ül...11 4l _,..u1\ndie Transportunternehmen der anderen Vertragspartei weder\nausschalten noch behindern und die zur Durchführung der\n-JiJ'                                                      r  „\n,..:u. J!..o JL......;J ~ j')U, e,uw, )...L.,.:,½ _,z .!.ll~    rl:il' .:r\nTransporte erforderlichen Genehmigungen erteilen.\n(8) Die Vertragsparteien vereinbaren, auf Ersuchen einer der                    ..::..,l;JW..... ..w js- , ~ .,si ~ js- .~ Jl;..ül...11 .:.,L:J _,...ul .jlj - A\nVertragsparteien Beratungen abzuhalten, um Streitigkeiten im                         .ylä;'}I ~ _,i ~ ~ .,si l.!..ilJ. _,i ylä;'}½ ~ t'} ._si ~_,.-:l\nZusammenhang mit diesem Abkommen zu lösen oder Ange-\nlegenheiten in bezug auf die Auslegung oder Anwendung des\nAbkommens zu erörtern.\nGeschehen zu Riad am 29. Oktober 1996 bzw. 17/6/1417/A.H.\nin zwei Urschriften, jede in deutscher und arabischer Sprache,\nwobei jeder Wortlaut gleichermaßen verbindlich ist.\nFür die Bundesrepublik Deutschland\n~.)\\.i'}I ~UI ~J~ .y-\nRap k e\nFür das Königreich Saudi-Arabien\nö_r!J, ~..l:L\\ ö.)U\\~.) _,....JI   4-.,.JI ~ I ✓\nDr. lbrahim AI-Assaf"]}