{"id":"bgbl2-1994-21-8","kind":"bgbl2","year":1994,"number":21,"date":"1994-05-26T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl2/1994/21#page=7","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl2-1994-21-8/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl2/1994/bgbl2_1994_21.pdf#page=7","order":8,"title":"Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Europäischen Übereinkommens über die Rechtshilfe in Strafsachen","law_date":"1994-04-15T00:00:00Z","page":627,"pdf_page":7,"num_pages":4,"content":["Nr. 21 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 26. Mai 1994                               627\nBekanntmachung\nüber den Geltungsbereich\ndes Europäischen Übereinkommens über die Rechtshilfe in Strafsachen\nVom 15. April 1994\n1.\nDas Europäische Übereinkommen vom 20. April 1959 über die Rechtshilfe in\nStrafsachen (BGBI. 1964 II S. 1369, 1386) wird nach seinem Artikel 27 Abs. 3\nfür\nMalta                                                                       am 1. Juni 1994\nin Kraft treten.\nBei Hinterlegung der Ratifikationsurkunde am 3. März 1994 hat Malta die folgen-\nden Vorbehalte und Erklärungen abgegeben:\n(Übersetzung)\n\"Article 2                                           ,,Artikel 2\nThe Govemment of Malta reserves the right            Die Regierung von Malta behält sich das\nto refuse assistance if the person who is the        Recht vor, die Rechtshilfe zu verweigern,\nsubject of a request for assistance has been         wenn die Person, auf die sich das Rechtshil-\nconvicted or acquitted in Malta of any of-           feersuchen bezieht, in Malta im Zusammen-\nfence which arises from the same fact giving         hang mit einer strafbaren Handlung wegen\nrise to proceedings in the requesting State          desselben Sachverhalts verurteilt oder frei-\nin respect of that person.                           gesprochen worden ist, der dem Verfahren\nbezüglich dieser Person im ersuchenden\nStaat zugrunde liegt.\nArticle 3                                            Artikel 3\nThe Govemment of Malta reserves the right            Die Regierung von Malta behält sich das\nnot to take the evidence of witnesses or             Recht vor, Zeugen nicht zu vernehmen und\nrequire the production of records or other           die Vorlage von Akten und sonstigen\ndocuments where its law recognises in rela-          Schriftstücken nicht zu verlangen, wenn das\ntion thereto privilege, noncompellability or         Recht Maltas in dem Zusammenhang das\nother exemption from giving evidence.                Aussage- oder Zeugnisverweigerungsrecht\noder eine andere Befreiung von der Zeu-\ngenaussage anerkennt.\nArticle 5, paragraph 1                               Artikel 5 Absatz 1\n. The Govemment of Malta reserves the right            Die Regierung von Malta behält sich das\nnot to execute letters rogatory for search or        Recht vor, Rechtshilfeersuchen um Durch-\nseizure if (a) the offence motivating the            suchung und Beschlagnahme nicht zu er-\nletters rogatory is not punishable under both        ledigen, falls a) die dem Rechtshilfeersu-\nthe law of the requesting State and the law          chen zugrunde liegende strafbare Handlung\nof Malta, or (b) the execution of the letters        nicht sowohl nach dem Recht des ersu-\nrogatory is not consistent with the law of           chenden Staates als auch nach dem Recht\nMalta.                                               Maltas strafbar ist oder b) die Erledigung\ndes Rechtshilfeersuchens mit dem Recht\nMaltas unvereinbar ist.\nArticle 7, paragraph 3                               Artikel 7 Absatz 3\nFor the purpose of Article 7, paragraph 3,           Für den Zweck des Artikels 7 Absatz 3\nthe Govemment of Malta requests that the             verlangt die Regierung von Malta, daß die\nsummons to be served on an accused per-              Vorladung für einen Beschuldigten, der sich\nson who is in its territory be transmitted to its    in ihrem Hoheitsgebiet befindet, ihren Be-\nauthorities at least 50 days before the date         hörden mindestens fünfzig Tage vor dem für\nset for appearance.                                  das Erscheinen festgesetzten Zeitpunkt\nübermittelt wird.\nArticle 11                                           Artikel 11\nThe Govemment of Malta is unable to grant            Die Regierung von Malta ist nicht in der\nrequests made unter Article 11.                      Lage, Ersuchen nach Artikel 11 stattzu-\ngeben.","628                        Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II\nArticle 12                                         Artikel 12\nThe Govemment of Malta will only consider          Die Regierung von Malta wird die Gewäh-\nthe granting of immunity under Article 12          rung von Schutz nach Artikel 12 nur in Er-\nwhere this is specifically requested by the        wägung ziehen, wenn die Person, für die\nperson to whom the immunity would appfy            der Schutz gelten würde, oder die zuständi-\nor by the appropriate authorities of the State     gen Behörden des um Rechtshilfe ersuch-\nfrom whom assistance is requested. A re-           ten Staates dies besonders beantragen.\nquest for immunity will not be granted where       Einern Antrag auf Schutz wird nicht statt-\nthe Govemment of Malta considers that              gegeben, wenn die Regierung von Malta\ngranting it would not be in the public in-         der Ansicht ist, daß die Schutzgewährung\nterest.                                            nicht im öffentlichen Interesse wäre.\nArticle 15, paragraph 6                            Artikel 15 Absatz 6\nThe Govemment of Malta notifies that all           Die Regierung von Malta teilt mit, daß alle\nrequests for assistance should be sent to lt       ihr übermittelten RechtshiHeersuchen an\naddressed to the Attomey General.                  den Attomey General (Generalstaatsan-\nwalt) zu richten sind.\nArticle 16, paragraph 2                            Artikel 16 Absatz 2\nThe Government of Malta declares that re-          Die Regierung von Malta erklärt, daß ihr die\nquests and annexed documents should be.            Ersuchen und die beigefügten Schriftstücke\naddressed to it accompanied by a transla-          mit einer Übersetzung in die englische\ntion into English.                                 Sprache übermittelt werden sollen.\nArticle 21                                         Artikel 21\nThe Govemment of Malta reserves the right          Die Regierung von Malta behält sich das\nnot to apply Article 21.                           Recht vor, Artikel 21 nicht anzuwenden.\nArticle 24                                         Artikel 24\nIn accordance with Article 24 for the pur-         Nach Artikel 24 betrachtet die Regierung\nposes of the Convention, the Govemment            von Malta folgende Behörden als Justizbe-\nof Malta deems the following to be \"judicial       hörden im Sinne des Übereinkommens:\nauthorities\":\n- Magistrates Courts, the Juvenile Court,          - die Magistrates Courts (erstinstanzliche\nthe Criminal Court and the Court of Cri-           Gerichte für Strafsachen niederer Ord-\nminal Appeal;                                      nung), den Juvenile Court (Jugendge-\nricht), den Criminal Court (Gericht für\nStrafsachen) und den Court of Criminal\nAppeal (Berufungsgericht für Straf-\nsachen);\n- the Attomey General, Deputy Attorney             - den Attomey General (Generalstaats-\nGeneral, Assistant to the Attomey Gen-             anwalt), den Deputy Attomey General\neral and Senior Counsel for the Repu-              (stellvertretender Generalstaatsanwalt),\nblic;                                              den Assistant to the Attomey General\n(Assistent des Generalstaatsanwalts)\nund den Senior Counsel for the Repu-\nblic;\n- Magistrates.\"                                    - die Magistrates (Richter an erstinstanz-\nlichen Gerichten).\"\nII.\nIn Ergänzung seiner bei Hinterlegung der Ratifikationsurkunde am 2. Okto-\nber 1976 abgegebenen Erklärung zu Artikel 24 des Übereinkommens hat\nDeutschland dem Generalsekretariat des Europarats am 3. Dezember 1993\ndie folgenden weiteren Justizbehörden im Sinne des Übereinkommens notifiziert\n(vgl. die Bekanntmachung vom 8. November 1976, BGBI. II S. 1799):\nDas Ministerium der Justiz des Landes Brandenburg, 14460 Potsdam;\nder Minister für Justiz, Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Meck-\nlenburg-Vorpommern, 19053 Schwerin;\ndas Sächsische Staatsministerium der Justiz, 01098 Dresden;\ndas Ministerium der Justiz des Landes Sachsen-Anhalt, 39043 Magdeburg;\ndas Thüringer Ministerium für Justiz, Bundes- und Europaangelegenheiten,\n99094 Erfurt.","Nr. 21 -Tag der Ausgabe: Bonn, den 26. Mai 1994                              629\nDiese Bekanntmachung ergeht im Anschluß an die Bekanntmachung vom\n20. Dezember 1993 (BGBl.1994 II S. 297).\nBonn, den 15. April 1994\nAuswärtiges Amt\nIm Auftrag\nDr. Schürmann\nBekanntmachung\nüber den Geltungsbereich\ndes Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge\nund des Protokolls über die Rechtsstellung der Flüchtlinge\nVom 18. April 1994\n1.\nDas Abkommen vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge\n(BGBI. 1953 II S. 559) ist nach seinem Artikel 43 Abs. 2 für folgende weitere\nStaaten in Kraft getreten:\nArmenien                                                     am         4. Oktober  1993\nBahamas                                                      am     14. Dezember    1993\nBulgarien                                                    am        10. August   1993\nSt. Vincent und die Grenadinen                               am         1. Februar  1994\nTadschikistan                                                am            7. März  1994\nnach Maßgabe der bei Hinterlegung der Beitrittsurkunden jeweils abgegebenen\nErklärung, wonach die genannten Vertragsstaaten nach Artikel 1 Abschnitt B\nAbs. 1 des Abkommens die in Artikel 1 Abschnitt A enthaltenen Worte\n(Übersetzung)\n\"events occurring before 1 January 1951\"         „Ereignisse, die vor dem 1. Januar 1951\neingetreten sind\"\nin dem Sinne verstehen, daß es sich um\n(Übersetzung)\n\"events occurring in Europe or etsewhere         „Ereignisse, die vor dem 1. Januar 1951 in\nbefore 1 January 1951\"                           Europa oder anderswo eingetreten sind\"\nhandelt.\nFerner haben die Bahamas bei Hinterlegung ihrer Beitrittsurkunde folgenden\nVorbehalt angebracht:\n(Übersetzung)\n\"Aefugees and their dependants would             „Flüchtlinge und ihre unterhaltsberechtigten\nnorrnally be subjected to the same laws and      Angehörigen unterliegen in der Regel den-\nregulations relating generally to the employ-    selben Gesetzen und sonstigen Vorschrif-\nment of non-Bahamians within the Com-            ten, die sich allgemein auf die Beschäfti-\nmonwealth of The Bahamas, so long as             gung von Nicht-Bahamaern innerhalb des\nthey have not acquired status in the Com-        Commonwealth der Bahamas beziehen, so-\nmonwealth of The Bahamas.•                       lange sie nicht die entsprechende Rechts-\nstellung im Commonwealth der Bahamas\nerworben haben.\"\nDie T s c h e chi s c h e Re p u b I i k hat dem Generalsekretär der Vereinten\nNationen am 11. Mai 1993 ihre R echt s nach f o I g e zu diesem Abkommen\nnotifiziert. Dementsprechend ist die Tschechische Republik mit Wirkung vom","630                      Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1994, Teil II\n1. Januar 1993, dem Tag der Erlangung ihrer Unabhängigkeit, Vertragspartei\ndieser Übereinkunft geworden.\nII.\nDas Protokoll vom 31. Januar 1967 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge\n(BGBI. 1969 II S. 1293) ist nach seinem Artikel VIII Abs. 2 für folgende weitere\nStaaten in Kraft getreten:\nArmenien                                               am            6. Juli 1993\nBahamas                                                am 15. September      1993\nBulgarien                                              am           12. Mai  1993\nTadschikistan                                          am 7. Dezember        1993.\nDie T s c h e chi s c h e Re p u b I i k hat dem Generalsekretär der Vereinten Natio-\nnen am 11. Mai 1993 ihre Rechts nach f o I g e zu diesem Protokoll notifiziert.\nDementsprechend ist die Tschechische Republik mit Wirkung vom 1. Januar\n1993, dem Tag der Erlangung ihrer Unabhängigkeit, Vertragspartei dieser Über-\neinkunft geworden.\nDiese Bekanntmachung ergeht im Anschluß an die Bekanntmachungen vom\n25. März 1992 (BGBI. II S. 339) und vom 17. September 1993 (BGBI. II\ns. 2167).\nBonn, den 18. April 1994\nAuswärtiges Amt\nIm Auftrag\nDr. Schürmann\nBekanntmachung\nüber den Geltungsbereich\ndes Übereinkommens über die gegenseitige Anerkennung\nder Beschußzelchen für Handfeuerwaffen\nVom 18. Aprll 1994\nDie S I o w a k e i hat der belgischen Regierung am\n3. März 1994 ihre Rechtsnachfolge zu dem Überein-\nkommen vom 1. Juli 1969 über die gegenseitige Anerken-\nnung der Beschußzeichen für Handfeuerwaffen (BGBI.\n1971 II S. 989) notifiziert. Dementsprechend ist die Slowa-\nkei mit Wirkung vom 1. Januar 1993, dem Tag der Erlan-\ngung ihrer Unabhängigkeit, Vertragspartei dieses Überein-\nkommens geworden.\nDiese Bekanntmachung ergeht im Anschluß an die\nBekanntmachungen vom 17. November 1972 (BGBI. II\nS. 1624) und vom 11. Juni 1993 (BGBI. II S. 933).\nBonn, den 18. April 1994\nAuswärtiges Amt\nIm Auftrag\nDr. Schürmann"]}