{"id":"bgbl2-1992-8-14","kind":"bgbl2","year":1992,"number":8,"date":"1992-03-12T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl2/1992/8#page=14","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl2-1992-8-14/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl2/1992/bgbl2_1992_8.pdf#page=14","order":14,"title":"Bekanntmachung zu dem Europäischen Auslieferungsübereinkommen","law_date":"1992-02-13T00:00:00Z","page":194,"pdf_page":14,"num_pages":3,"content":["------------           -- ------\n194                         Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1992, Teil II\nBekanntmachung\nüber den Geltungsbereich des Wiener Übereinkommens\nüber diplomatische Beziehungen\nVom 12. FebNar 1992\n1.\nDas Wiener Übereinkommen vom 18. April 1961 Ober diplomatische Beziehun-\ngen (BGBI. 1964 II S. 957) ist nach seinem Artikel 51 Abs. 2 für folgende weitere\nStaaten in Kraft getreten:\nEstland                                                    am 20. November 1991\nMarshallinseln                                             am 8. September 1991\nMikronesien, Föderierte Staaten von                        am          29. Mai 1991\nSimbabwe                                                   am          12. Juni 1991.\nII.\nDas Fakultativ-Protokoll vom 18. April 1961 Ober den Erwerb der Staatsan-\ngehörigkeit zum Waener übereinkommen Ober diplomatische Beziehungen\n(BGBI. 1964 II S. 957, 1006) ist nach seinem Artikel VI Abs. 2 für\nEstland                                                     am 20. November 1991\nin Kraft getreten.\nIII.\nDas Fakultativ-Protokoll vom 18. April 1961 Ober die obligatorische Beilegung\nvon Streitigkeiten zum Wiener Übereinkommen Ober diplomatische Beziehungen\n(BGBI. 1964 II S. 957, 1018) ist nach seinem Artikel VIII Abs. 2 für\nEstland                                                     am 20. November 1991\nin Kraft getreten.\nDiese Bekanntmachung ergeht im Anschluß an die Bekanntmachungen vom\n13. August 1990 (BGBI. II S. 873) und vom 18. Juli 1991 (BGBI. II S. 908).\nBonn, den 12. Februar 1992\nDer Bundesminister des Auswärtigen\nIm Auftrag\nDr. Oesterhelt\nBekanntmachung\nzu dem Europäischen Auslieferungsübereinkommen\nVom 13. Februar 1992\nUnter Bezugnahme auf die Vorbehalte Port u g a Is (vgl. die Bekanntmachung\nvom 20. März 1991/ BGBl.11 S. 645) zu dem Europäischen Auslieferungsüberein-\nkommen vom 13. Dezember 1957 (BGBI. 1964 II S. 1369) sind dem Leiter der\nRechtsabteilung beim Europarat folgende weitere Erklärungen notifiziert worden:\n1. von ö s t erreich (mit Schreiben des Ständigen Vertreters Österreichs beim\nEuroparat vom 4. Juni 1991):\n(Übersetzung)\n«...                                         .....\nMe referant a votre circulaire JJ2356C        ich beehre mich, Ihnen unter Bezug-\nTr./24-4 datee du 16 fevrier 1990 concer-     nahme auf Ihr Rundschreiben JJ2356C","Nr. 8 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 12. März 1992                               195\nnant les declarations et reserves formu-        Tr./24-4 vom 16. Februar 1990 zu den\nlees par le Portugal       a  I'egard de la      Erklärungen und Vorbehalten Portugals\nConvention europeenne d'extradition et        a  zum Europäischen Auslieferungsüberein-\nla declaration du Gouvernement de la Re-        kommen und auf die Erklärung der Regie-\npublique Federale d'Allemagne datee du          rung der Bundesrepublik Deutschland\n4 fevrier 1991, j'ai l'honneur de vous infor-    vom 4. Februar 1991 mitzuteilen, daß\nmer que mon Gouvernement se joint             a  meine Regierung sich der deutschen Aus-\nl'interpretation allemande.                      legung anschließt.\nLa Convention europeenne d'extradi-            Das Europäische Auslieferungsüber-\ntion prevoit en son article 11 la possibilite    einkommen sieht in Artikel 11 die fakultati-\nfacultative de refuser l'extradition dans le     ve Möglichkeit vor, die Auslieferung abzu-\ncas ou le crime en vue duquel l'extradition      lehnen, wenn die Straftat, derentwegen\nest requise, peut entrainer la peine capi-       um Auslieferung ersucht wird, nach dem\ntale d'apres la legislation de l'Etat reque-     Recht des ersuchenden Staates mit der\nrant. La Convention ne contient pourtant        Todesstrafe bedroht ist. Das Übereinkom-\npas de disposition similaire pour les            men enthält hingegen keine derartige\npeines privatives de libertes a perpetuite.     Bestimmung für lebenslängliche Freiheits-\nstrafen.\nl'application de la Convention euro-           Die Anwendung des Europäischen Aus-\npeenne d'extradition a l'egard du Portugal      lieferungsübereinkommens auf Portugal\nsans l'interpretation proposee par le Gou-      ohne Berücksichtigung der von der deut-\nvernement allemand aurait comme conse-          schen Regierung vorgeschlagenen Aus-\nquence que l'extradition pour un crime          legung hätte zur Folge, daß die Ausliefe-\nentrainant une peine privative de liberte a     rung wegen einer Straftat, die mit einer\nperpetuite devrait Atre refusee.                lebenslänglichen Freiheitsstrafe bedroht\nist, abgelehnt werden müßte.\nCeci n'est pas compatible avec le sens          Dies ist mit Sinn und Zweck des Über-\net l'objet de la Convention. Cette applica-     einkommens nicht vereinbar. Diese An-\ntion entrainerait le refus regulier de l'extra- wendungsweise würde die regelmäßige\ndition pour les crimes graves et l'autorisa-    Ablehnung einer Auslieferung wegen\ntion de l'extradition pour les crimes relati-   schwerer Straftaten und die Genehmi-\nvement mineurs. Ce resultat contredirait        gung der Auslieferung wegen relativ ge-\nl'objectif de la Convention, c'est-a-dire la    ringfügiger Straftaten nach sich ziehen.\ncooperation des Parties Contractantes en        Dies würde dem Zweck des Übereinkom-\nvue d'une lutte internationale contre le         mens, nämlich der Zusammenarbeit der\ncrime.                                           Vertragsparteien       im   internationalen\n••• »\nKampf gegen das Verbrechen, zuwider-\nlaufen.\n2. von der Schweiz (mit Schreiben des Ständigen Vertreters der Schweiz beim\nEuroparat vom 21. August 1991):\n(Übersetzung)\n« •••\na\nMe referant la reserve formulee par le         ich beehre mich, Ihnen unter Bezug-\nPortugal au sujet de l'article 1•, alinea c,     nahme auf Buchstabe c des Vorbehalts\nde la Convention europeenne d'extradi-            Portugals zu Artikel 1 des Europäischen\ntion, j'ai l'honneur de vous communiquer          Auslieferungsübereinkommens mitzutei-\nque mon gouvemement se rallie la de-  a           len, daß meine Regierung sich der diesbe-\nclaration du gouvernement allemand y re-         züglichen Erklärung der deutschen Regie-\nlative, qui a ete portee   a  votre connais-     rung anschließt, die Ihnen am 4. Februar\nsance en date du 4 fevrier 1991, ainsi qu •  a   1991 zur Kenntnis gebracht wurde, sowie\nla declaration, dont vous avez ete informe      der Erklärung der österreichischen Regie-\nen date du 4 juin 1991, du gouvemement           rung, über die Sie am 4. Juni 1991 infor-\na\nautrichien qui s'est joint l'interpretation      miert wurden und die die deutsche Aus-\nallemande.                                       legung übemimml\nEn fait, la reserve susmentionnee n'est        Der genannte Vorbehalt ist in der Tat\ncompatible avec le senset l'objet de la          mit Sinn und Zweck des Übereinkommens\nConvention que si elle ne s'oppose pas          nur dann vereinbar, wenn er Auslieferun-\na\nsans distinction l'extradition dans tous        gen nicht unterschiedslos in all den Fällen\nles cas ou une peine privative de liberte a      entgegensteht, in denen eine lebensläng-\nperpetuite peut Atre prononcee ou une            liche Freiheitsstrafe verhängt oder eine\nmesure de sOrete ordonnee. Mon gouver-           Maßregel der Sicherung und Besserung\nnement comprend egalement la reserve             angeordnet werden kann. Meine Regie-\nen ce sens que I'extradition ne sera refu-       rung versteht den Vorbehalt auch in dem\nsee que si, conformement au droit de             Sinne, daß die Auslieferung nur dann ab-\nl'Etat requerant, la personne condamnee          gelehnt wird, wenn der zu einer lebens-\na une peine privative de liberte a perpe-        länglichen Freiheitsstrafe Verurteilte nach\ntuite ne dispose d'aucun moyen lui per-          dem Recht des ersuchenden Staates kei-\nmettant d'obtenir, apres avoir subi une          ne Möglichkeit hat, nach Verbüßung eines\npartie determinee de la peine ou de la           bestimmten Teils der Strafe bzw. Maß-","196                                                          Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1992, Teil 11\nHerausgeber: Der Bundesminister der Justiz - Verlag: Bundesanzeiger Verlags-\nges.m.b.H. - Druck: Bundesdruckerei Zweigbetrieb Bonn.\nBundesgesetzblatt Teil I enthält Gesetze, Verordnungen und sonstige Veröffent-\nlichungen von wesentlicher Bedeutung.\nBundesgesetzblatt Teil II enthält\na) völkerrechtliche Vereinbarungen und die zu ihrer Inkraftsetzung oder Durch-\nsetzung erlassenen Rechtsvorschriften sowie damit zusammenhängende\nBekanntmachungen,\nb) Zolltarifvorschriften.\nlaufender Bezug nur im Verlagsabonnement. Postanschrift für Abonnements-\nbestellungen sowie Bestellungen bereits erschienener Ausgaben:\nBundesanzeiger Verlagsges.m.b.H., Postfach 13 20, 5300 Bonn 1\nTelefon: (0228) 38208-0, Telefax: (0228) 38208-36\nBezugspreis für Teil I und Teil II halbjährlich je 81,48 DM. Einzelstücke je angefan-\ngene 16 Seiten 2,56 DM zuzüglich Vensandkosten. Dieser Preis gilt auch für\nBundesgesetzblätter, die vor dem 1. Januar 1990 ausgegeben WOf'den sind.\nLieferung gegen Voreinsendung des Betrages auf das Postgirokonto Bundes-\ngesetzblatt Köln 3 99-509, BLZ 370 100 50, oder gegen Vorautrechnung.\nPreis dieser Ausgabe ohne Anlagebände: 6,12 DM (5,12 DM zuzüglich 1,00 DM\nVersandkosten), bei Lieferung gegen Vorausrechnung 7,12 DM.\nPreis des Anlagebandes (ECE-Regelung Nr. 25): 8,68 DM (7,68 DM zuzüglich\n1,00 DM Versandkosten), bei Lieferung gegen Vorausrechnung 9,68 DM.\nPreis des Anlagebandes (ECE-Regelung Nr. 35): 3,56 DM (2,56 DM zuzüglich\n1,00 DM Versandkosten), bei Lieferung gegen Vorausrechnung 4,56 DM.\nPreis des Anlagebandes (ECE-Regelung Nr. 75): 8,68 DM (7,68 DM zuzüglich\n1,00 DM Versandkosten), bei Lieferung gegen Vorausrechnung 9,68 DM.                              Bundesanzeiger Verlagages.m.b.H. • Postfach 13 20 • 5300 Bonn 1\nIm Bezugspreis ist die Mehrwertsteuer enthalten; der angewandte Steuersatz                               Postvertrtebatück · Z 1998 A · Gebühr bezahlt\nbeträgt 7%.\nmesure, l'examen par un tribunal d'un                   regal eine gerichtliche Prüfung einer et-\neventual sursis avec mise                a  l'epreuve   waigen Aussetzung der Reststrafe auf Be-\npour le raste de la sanction.                           währung herbeizuführen .\n• • •»\nDiese Bekanntmachung ergeht im Anschluß an die Bekanntmachungen vom\n20. März 1991 (BGBI. II S. 645) und vom 30. Juli 1991 (BGBI. II S. 916).\nBonn, den 13. Februar 1992\nDer Bundesminister des Auswärtigen\nIm Auftrag\nDr. Oesterhelt\nBekanntmachung\nüber den Geltungsbereich des Abkommens\nzur friedlichen Erledigung lntematlonaler Streitfälle\nVom 13. Februar 1992\nDas Abkommen vom 18. Oktober 1907 zur friedlichen\nEr1edigung internationaler Streitfälle (RGBI. 191 O S. 5) ist\nnach seinem Artikel 95 für\nJordanien                               am        27.Januar 1992\nin Kraft getreten.\nDiese Bekanntmachung ergeht im Anschluß an die\nBekanntmachung vom 28. Januar 1987 (BGBI. II S. 139).\nBonn, den 13. Februar 1992\nDer Bundesminister des Auswärtigen\nIm Auftrag\nDr. Oesterhelt"]}