{"id":"bgbl2-1992-37-5","kind":"bgbl2","year":1992,"number":37,"date":"1992-10-24T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl2/1992/37#page=11","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl2-1992-37-5/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl2/1992/bgbl2_1992_37.pdf#page=11","order":5,"title":"Bekanntmachung über das Erlöschen völkerrechtlicher Übereinkünfte der Deutschen Demokratischen Republik mit Nigeria","law_date":"1992-09-15T00:00:00Z","page":1063,"pdf_page":11,"num_pages":3,"content":["Nr. 37 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 24. Oktober 1992                        1063\nBekanntmachung\nüber das Erlöschen völkerrechtlicher Übereinkünfte\nder Deutschen Demokratischen Republik mit Nigeria\nVom 15. September 1992\nDie Regierung der Bundesrepublik Deutschland hat durch eine an die Regie-\nrung der Bundesrepublik Nigeria gerichtete Verbalnote vom 9. September 1992\naufgrund der in Artikel 12 des Einigungsvertrages vom 31. August 1990 (BGBI.\n1990 II S. 885) vorgesehenen Konsultationen festgestellt, daß die in der Anlage\nzu dieser Bekanntmachung genannten völkerrechtlichen Übereinkünfte mit Her-\nstellung der Einheit Deutschlands am 3. Oktober 1990 erloschen sind.\nDiese Feststellung schließt nicht aus, daß auch noch andere zwischen der\nDeutschen Demokratischen Republik und Nigeria abgeschlossene völkerrecht-\nliche Übereinkünfte mit der Herstellung der Einheit Deutschlands zum selben\nZeitpunkt erloschen sind.\nDiese Bekanntmachung ergeht im Anschluß an die Bekanntmachung vom\n9. September 1992 (BGBI. II S. 1062).\nBonn, den 15. September 1992\nDer Bundesminister des Auswärtigen\nIm Auftrag\nDr. Eitel\nAnlage\n1. Notenwechsel vom   an. Februar 1973 über die Herstellung diplomatischer Beziehungen\n2. Abkommen vom 9. März 19n zwischen der Regierung der Deutschen Demokra-\ntischen Republik und der Bundesmilitärregierung Nigerias über den planmäßigen\nFluglinienverkehr zwischen ihren jeweiligen Hoheitsgebieten und darüber hinaus\n3. Abkommen vom 9. August 1979 zwischen der Regierung der Deutschen Demokra-\ntischen Republik und der Bundesmilitärregierung der Bundesrepublik Nigeria über die\nwirtschaftliche und industrielle Zusammenarbeit\n4. Abkommen vom 9. August 1979 zwischen der Regierung der Deutschen Demokra-\ntischen Republik und der Bundesmilitärregierung der Bundesrepublik Nigeria Ober die\nBildung einer Gemischten Kommission für wirtschaftliche, technische und kulturelle\nZusammenarbeit\n5. Abkommen vom 9. August 1979 zwischen der Regierung der Deutschen Demokra-\ntischen Republik und der Bundesmilitärregierung der Bundesrepublik Nigeria über die\nwissenschaftlich-technische Zusammenarbeit\n6. Abkommen vorn 16. August 1979 zwischen der Regierung der Deuschen Demokra-\ntischen Republik und der Bundesmilitärregierung der Bundesrepublik Nigeria über die\nZusammenarbeit auf dem Gebiet der Kultur und Bildung\n7. Handelsabkommen vom 19. Juli 1983 zwischen der Regierung der Deutschen Demo-\nkratischen Republik und der Regierung der Bundesrepublik Nigeria\n8. Kreditabkommen vom 3. April 1987 zwischen der Regierung der Deutschen Demokra-\ntischen Republik und der Regierung der Bundesrepublik Nigeria\n9. Konsularvertrag vom 15. April 1987 zwischen der Deutschen Demokratischen Repu-\nblik und der Bundesrepublik Nigeria (GBI. II S. 51)\n10. Arbeitsplan vom 21. März 1988 zwischen der Regierung der Deutschen Demokra-\ntischen Republik und der Regierung der Bundesrepublik Nigeria über die Zusammen-\narbeit auf dem Gebiet der Kultur und Bildung in den Jahren 1988 bis 1990","1064                          Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1992, Teil II\nBekanntmachung\nüber den Geltungsbereich der Konvention\nzum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten\nsowie der Protokolle hierzu\nVom 16. September 1992\n1.\n1. Die Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte\nund Grundfreiheiten (BGBI. 1952 II S. 685, 953), ergänzt durch das Protokoll\nNr. 2 vom 6. Mai 1963 (BGBI. 1968 II S. 1111, 1112) ist in ihrer durch das\nProtokoll Nr. 3 vom 6. Mai 1963 (BGBI. 1968 II S. 1111, 1116) und durch das\nProtokoll Nr. 5 vom 20. Januar 1966 (BGBI. 196811 S. 1111, 1120) geänderten\nFassung nach Artikel 66 Abs. 3 der Konvention,\n2. das Zusatzprotokoll vom 20. März 1952 zur Konvention zum Schutze der\nMenschenrechte und Grundfreiheiten (BGBI. 195611 S. 1879) ist nach seinem\nArtikel 6,\n3. das Protokoll Nr. 4 vom 16. September 1963 zur Konvention zum Schutze der\nMenschenrechte und Grundfreiheiten (BGBI. 1968 II S. 422) ist nach seinem\nArtikel 7 Abs. 1\nfür die\nTschechoslowakei                                                         am 18. März 1992\nnach Maßgabe des folgenden, bei Hinterlegung der Ratifikationsurkunde\nangebrachten Vorbehalts\nin Kraft getreten:\n(Übersetzung)\n\"The Czech and Slovak Federal Republic               .,Die Tschechische und Slowakische Föde-\nin accordance with Article 64 of the Conven-         rative Republik macht nach Artikel 64 der\ntion for the Protection of Human Rights and          Konvention zum Schutze der Menschen-\nFundamental Freedoms makes a reserva-                rechte und Grundfreiheiten einen Vorbehalt\ntion in respect of Articles 5 and 6 to the           zu den Artikeln 5 und 6 dahingehend, daß\neffect that those articles shall not hinder to       diese Artikel die Verhängung von Diszipli-\nimpose disciplinary penitentiary measures            narstrafen nach Artikel 17 des Gesetzes\nin accordance with Article 17 of the Act No.         über bestimmte Wehrdienstbedingungen,\n76/1959 of Collection of Laws, on Certain            Nr. 76/1959 der Gesetzessammlung, nicht\nService Conditions of Soldiers.\"                     verhindern.\"\nGleichzeitig hat die T s c h e c h o s I o w a k e i mit Erklärung vom 13. März 1992\ndie Zuständigkeit der Europäischen Kommission für Menschenrechte nach Arti-\nkel 25 und die Zuständigkeit des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte\nnach Artikel 46 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Men-\nschenrechte und Grundfreiheiten - letztere unter der Bedingung der Gegenseitig-\nkeit -\nmit Wirkung vom 18. März 1992\nfür einen Zeitraum von fünf Jahren, der sich stillschweigend um jeweils weitere\n5 Jahre vertängert, sofern nicht die Tschechoslowakei ihre Erklärung vor Ablauf\ndes jeweiligen Zeitraums zurücknimmt, anerkannt.\nDie Erklärung der Tschechoslowakei erstreckt sich auch auf die Artikel 1 bis 4\ndes Protokolls Nr. 4 vom 16. September 1963 zu dieser Konvention.\nFerner hat die T s c h e c h o s I o w a k e i am 8. April 1992 folgende Erklärung\nabgegeben:\n(Übersetzung)\n«La Republique federative tcheque et                 ,.Die Tschechische und Slowakische Föde-\nslovaque, se referant      a l'article 64, para-     rative Republik beehrt sich, unter Bezug-\ngraphe 2 de la Convention de Sauvegarde              nahme auf Artikel 64 Absatz 2 der Konven-\ndes Droits et des Libertes fondamentales,           tion zum Schutze der Menschenrechte und\nconclue    a  Rome le 4 novembre 1950 et             Grundfreiheiten, die am 4. November 1950\nratifiee par la Republique Federative Tche-          in Rom geschlossen und von der Tschechi-\nque et Slovaque le 18 mars 1992, a l'hon-            schen und Slowakischen Föderativen Re-\nneur de lui faire savoir que la teneur de            publik am 18. März 1992 ratifiziert wurde,\nl'article 17 de la Loi sur certaines conditions      mitzuteilen, daß Artikel 17 des Gesetzes","Nr. 37 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 24. Oktober 1992                                 1065\nde service des militaires, No 76/1959 du             über bestimmte Wehrdienstbedingungen,\nRecueil des Lois, est la suivante:                  Nr. 76/1959 der Gesetzessammlung, fol-\ngenden Wortlaut hat:\nArticle 17                                           Artikel 17\nPeines disciplinaires                                 Disziplinarstrafen\n1. Les peines disciplinaires sont: bläme,           (1) Disziplinarstrafen sind Verweis, Über-\npeines de simple police, peines privatives           tretungsstrafen, Freiheitsstrafen, Rückstu-\nde liberte, peine d'abaissement du grade             fung um einen Dienstgrad und bei Unteroffi-\nd'un degre et chez les sous-officiers egale-        zieren auch Herabstufung im Dienstgrad.\nment peine de degradation.\n2. Les peines disciplinaires privatives de           (2) Disziplinarfreiheitsstrafen sind Arrest\nliberte sont: arrets apres le service, arrAts et     nach dem Dienst, Arrest und Hausarrest.\na\narrets domicile.\n3. Le delai maximum d'une peine discipli-            (3) Die Höchstdauer einer Disziplinarfrei-\nnaire privative de liberte est fixe      a  21      heitsstrafe beträgt 21 Tage.\"\njours.»\nII.\nDas Protokoll Nr. 6 vom 28. April 1983 zur Konvention zum Schutze der\nMenschenrechte und Grundfreiheiten über die Abschaffung der Todesstrafe\n(BGBI. 1988 II S. 662) ist nach seinem Artikel 8 Abs. 2 für die\nTschechoslowakei                                                              am 1. April 1992\nin Kraft getreten.\nBe I g i e n hat mit Erklärung vom 10. Juni 1992 die Zuständigkeit der Europäi-\nschen Kommission für Menschenrechte nach Artikel 25\nmit Wirkung vom 30. Juni 1992\nund die Zuständigkeit des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte nach\nArtikel 46 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschen-\nrechte\nmit Wirkung vom 29. Juni 1992\nfür weitere 5 Jahre\nmit der Maßgabe anerkannt, daß sich diese Unterwerfungserklärungen auch auf\ndie Artikel 1 bis 4 des Protokolls Nr. 4 vom 16. September 1963 zu der Konven-\ntion erstrecken.\nNorwegen hat mit Erklärung vom 7. August 1992 die Zuständigkeit der\nEuropäischen Kommission für Menschenrechte nach Artikel 25 und die Zustän-\ndigkeit des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte nach Artikel 46 der\nKonvention - letztere unter der Bedingung der Gegenseitigkeit -\nmit Wirkung vom 29. Juni 1992\nfür weitere 5 Jahre\nmit der Maßgabe anerkannt, daß sich diese Unterwerfungserklärungen auch auf\ndie Artikel 1 bis 4 des Protokolls Nr. 4 vom 16. September 1963 zu der Konven-\ntion erstrecken.\nZypern hat mit Erklärung vom 7. Juli 1992 die Zuständigkeit der Europäi-\nschen Kommission für Menschenrechte und des Europäischen Gerichtshofs für\nMenschenrechte nach Artikel 6 Abs. 2 des Protokolls Nr. 4 vom 16. September\n1963 zu der Konvention - letztere unter der Bedingung der Gegenseitigkeit -\nmit Wirkung vom 1. August 1992\nfür 3 Jahre\nanerkannt.\nDiese Bekanntmachung ergeht im Anschluß an die Bekanntmachungen vom\n15. Oktober 1987 (BGBI. II S. 712), vom 30. Juli 1990 (BGBI. II S. 806), vom\n26. März 1991 (BGBI. II S. 652) und vom 10. Juli 1991 (BGBI. II S. 835, 867).\nBonn, den 16. September 1992\nDer Bundesminister des Auswärtigen\nIm Auftrag\nDr. Schürmann"]}