{"id":"bgbl2-1991-23-2","kind":"bgbl2","year":1991,"number":23,"date":"1991-08-27T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl2/1991/23#page=8","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl2-1991-23-2/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl2/1991/bgbl2_1991_23.pdf#page=8","order":2,"title":"Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Wiener Übereinkommens über diplomatische Beziehungen","law_date":"1991-07-18T00:00:00Z","page":908,"pdf_page":8,"num_pages":3,"content":["908              Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1991, Teil II\nBekanntmachung\nüber den Geltungsbereich des Wiener Übereinkommens\nüber diplomatische Beziehungen\nVom 18. Juli 1991\n1.\nDas Wiener Übereinkommen vom 18. April 1961 über\ndiplomatische Beziehungen (BGBI. 1964 II S. 957) ist nach\nseinem Artikel 51 Abs. 2 für\nAngola                         am   8. September 1990\nin Kraft getreten.\nUnter Bezugnahme auf seinen bei Hinterlegung der\nBeitrittsurkunde zu dem Wiener Übereinkommen über\ndiplomatische Beziehungen im Jahre 1967 gemachten\nVorbehalt zu Artikel 11 Abs. 1 dieses Übereinkommens hat\ndie Mongolei am 19. Juli 1990 die Rücknahme\ndieses Vorbehalts notifiziert.\nII.\nDas Fakultativ-Protokoll vom 18. April 1961 über die\nobligatorische Beilegung von Streitigkeiten zum Wiener\nübereinkommen über diplomatische Beziehungen\n(BGBI. 1964 II S. 957, 1018) ist nach seinem Artikel VIII\nAbs. 2 für\nKuwait                         am        23. März 1991\nin Kraft getreten.\nDiese Bekanntmachung ergeht im Anschluß an die\nBekanntmachungen vom 8. Juni 1967 (BGBI. II S. 1999)\nund vom 13. August 1990 (BGBI. II S. 873).\nBonn, den 18. Juli 1991\nDer Bundesminister des Auswärtigen\nIm Auftrag\nDr. Oesterhelt","Nr. 23 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 27. August 1991                         909\nBekanntmachung\nüber das Inkrafttreten des Zusatzprotokolls\nzum Europäischen Übereinkommen über die Rechtshilfe in Strafsachen\nVom 18. Juli 1991\nNach Artikel 3 Abs. 2 des Gesetzes vom 27. Februar 1990 zum Zusatzprotokoll\nvom 17. März 1978 zum Europäischen Übereinkommen vom 20. April 1959 über\ndie Rechtshilfe in Strafsachen (BGBI. 1990 II S. 124) wird bekanntgemacht, daß\ndas Zusatzprotokoll nach seinem Artikel 5 Abs. 3 für\nDeutschland                                               am             6. Juni 1991\nin Kraft getreten ist; die Ratifikationsurkunde ist am 8. März 1991 bei der\nGeneralsekretärin des Europarats hinterlegt worden.\nBei Hinterlegung der Ratifikationsurkunde hat Deutsch I an d folgendes erklärt:\n„Die Bundesrepublik Deutschland macht gemäß Kapitel IV Artikel 8 Abs. 2 von folgenden\nVorbehalten Gebrauch:\nZu Artikel 2 des Zusatzprotokolls behält sich die Bundesrepublik Deutschland in Überein-\nstimmung mit Artikel 8 Abs. 2 Buchstabe a das Recht vor,\na) die Erledigung von Rechtshilfeersuchen jeder Art in Verfahren wegen Zuwiderhandlun-\ngen gegen Vorschriften über den internationalen Kapital- und Zahlungsverkehr und\nb) die Erledigung von Rechtshilfeersuchen um Durchsuchung oder Beschlagnahme von\nGegenständen in Verfahren wegen sonstiger fiskalischer strafbarer Handlungen\ndavon abhängig zu machen, daß die dem Rechtshilfeersuchen zugrunde liegende strafbare\nHandlung auch nach deutschem Recht strafbar ist oder bei sinngemäßer Umstellung des\nSachverhalts strafbar wäre.\nZu Artikel 8 des Zusatzprotokolls geht die Bundesrepublik im übrigen davon aus, daß auch\nin dem durch das Zusatzprotokoll erweiterten Anwendungsbereich des Übereinkommens\neine Verpflichtung zur Leistung von Rechtshilfe nicht besteht, wenn der Aufwand und die\nKosten, die im Fall der Erledigung des Rechtshilfeersuchens zu erwarten sind, außer\nVerhältnis zu seinem Gegenstand stehen und die Erledigung daher geeignet ist, wesent-\nliche deutsche Interessen zu beeinträchtigen.\"\nDas Zusatzprotokoll ist ferner für folgende Staaten in Kraft getreten:\nDänemark                                                   am             5. Juni 1983\nFinnland                                                   am           30. April 1985\nFrankreich                                                 am             2. Mai 1991\nnach Maßgabe der folgenden, bei Hinterlegung\nder Genehmigungsurkunde abgegebenen Erklärung:\n(Übersetzung)\n«Le Gouvernement de la Republique              ,,Die Regierung der Französischen Repu-\nfran~ise declare que le present Protocole       blik erklärt, daß das Zusatzprotokoll zum\nadditionnel    a la Convention europeenne       Europäischen übereinkommen über die\nd'entraide judiciaire en matiere penale est     Rechtshilfe in Strafsachen auf die euro-\napplicable aux departements europeens et        päischen und die Übersee-Departements\nd'outre-mer de la Republique fran~ise.»         der Französischen Republik anwendbar\nist.·\nGriechenland                                               am           12. April 1982\nIsland                                                     am 18. September 1984\nItalien                                                    am       24. Februar 1986\nnach Maßgabe der folgenden, bei Hinterlegung\nder Ratifikationsurkunde abgegebenen Erklärung:\n(Übersetzung)\n(Traduction) (Original: italien)                (Übersetzung) (Original: Italienisch)\nConformement a I' article 8 du Protocole,      Nach Artikel 8 des Protokolls bestätigt\nl'ltalie confirme la declaration faite en vertu Italien die auf Grund des Artikels 24 des\nde l'article 24 de la Convention, et demande    Übereinkommens abgegebene Erklärung","910                            Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1991, Teil II\nd'integrer   a la liste des autorites judiciaires           und ersucht darum, folgende Behörden in\nitaliennes:                                                 die Liste der italienischen Justizbehörden\naufzunehmen:\n- le juge de l'application des peines;                      - den Strafvollstreckungsrichter,\n- la section de l'application des peines.                   - die Strafvollstreckungskammer.\nNiederlande*)                                                            am              12. April 1982\n(für das Königreich in Europa)\nunter Erstreckung auf Aruba\nmit Wirkung vom 1. Januar 1986\nNorwegen                                                                  am             11. März 1987\nÖsterreich                                                                am               31. Juli 1983\nnach Maßgabe des folgenden Vorbehalts und der nachstehenden Erklärung,\ndie bei Hinterlegung der Ratifikationsurkunde gemacht bzw. abgegeben\nwurden:\n\"Die Republik Österreich erklärt gemäß Artikel 8 Abs. 2 des Protokolls, Kapitel I nur\nhinsichtlich Abgaben-, Steuer- und Zollstrafsachen anzunehmen.\nAuf Grund des österreichischen Vorbehaltes zu Artikel 2 lit. b des Übereinkommens\nsowie unter Bedachtnahme auf Artikel 8 Abs. 1 des Protokolls erklärt die Republik\nösterreich, daß Rechtshilfe in Anwendung des Kapitels I dieses Protokolls nur unter\nder Bedingung geleistet wird, daß entsprechend den in den österreichischen Rechts-\nvorschriften vorgesehenen Geheimhaltungspflichten die im Rahmen der Rechtshilfe\nerhaltenen Auskünfte und Beweise nur in dem Strafverfahren, für das um Rechtshilfe\nersucht worden ist, sowie in den mit diesem Verfahren in unmittelbarem Zusammen-\nhang stehenden Abgaben-, Steuer- oder Zollverfahren verwendet werden.\"\nSchweden                                                                  am              12. April 1982\nTürkei                                                                    am              27. Juni 1990\nDas Zusatzprotokoll wird weiterhin in Kraft treten für\nSpanien                                                                   am 11. September 1991\nnach Maßgabe der folgenden, bei Hinterlegung\nder Ratifikationsurkunde abgegebenen Erklärung:\n(Übersetzung)\n(Traduction) (Original: espagnol)                           (Übersetzung) (Original: Spanisch)\nLe Gouvernement espagnol declare con-                       Die spanische Regierung erklärt nach\na\nformement l'article 8, paragraphe 2 qu'il                    Artikel 8 Absatz 2, daß sie sich das Recht\nse reserve le droit de ne pas executer les                   vorbehält, einem Rechtshilfeersuchen um\ncommissions rogatoires aux fins de perqui-                   Durchsuchung oder Beschlagnahme von\nsition ou saisie d'objets en matiere d'infrac-               Gegenständen in bezug auf fiskalische\ntions fiscales.                                              strafbare Handlungen nicht zu entsprechen.\nSoweit die Vorbehalte und Erklärungen betroffen sind, die von Vertragsparteien\ndieses Zusatzprotokolls zu dem Europäischen übereinkommen vom\n20. April 1959 über die Rechtshilfe in Strafsachen (BGBI. 1964 II S. 1369, 1386)\ngemacht bzw. abgegeben wurden, ergeht diese Bekanntmachung im Anschluß\nan die Bekanntmachung vom 11. März 1986 (BGBI. II S. 544).\nBonn, den 18. Juli 1991\nDer Bundesminister des Auswärtigen\nIm Auftrag\nDr. Oesterhelt\n\") Der von den Niederlanden bei Hinterlegung der Annahmeurkunde im Jahre 1982 gemachte Vorbehalt nach Artikel 8\nAbs. 2 Buchstabe a des Protokolls ist - für das Königreich in Europa und Aruba - mit Wirkung vom 6. Juli 1990\nzurückgenommen worden."]}