{"id":"bgbl2-1990-43-10","kind":"bgbl2","year":1990,"number":43,"date":"1990-11-16T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl2/1990/43#page=4","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl2-1990-43-10/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl2/1990/bgbl2_1990_43.pdf#page=4","order":10,"title":"Bekanntmachung über das Inkrafttreten des Europäischen Übereinkommens über Staatenimmunität","law_date":"1990-10-24T00:00:00Z","page":1400,"pdf_page":4,"num_pages":11,"content":["1400                       Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1990, Teil II\nor practices that prevent fair competition on   tragspartei Maßnahmen treffen oder zu\na commercial basis in its liner trades.\"        Praktiken greifen sollte, welche die Aus-\nübung eines lauteren Wettbewerbs auf\nkaufmännischer Grundlage in ihrem Linien-\nverkehr behindern würden.\"\nDiese Bekanntmachung ergeht im Anschluß an die Bekanntmachung vom\n27. November 1989 (BGBI. II S. 1059).\nBonn, den 12. Oktober 1990\nDer Bundesminister des Auswärtigen\nIm Auftrag\nDr. Eitel\nBekanntmachung\nüber den Geltungsbereich des Übereinkommens\nzur Errichtung der Weltorganlsatlon für geistiges Eigentum\nVom 22. Oktober 1990\nDas Übereinkommen vom 14. Juli 1967 zur Errichtung\nder Weltorganisation für geistiges Eigentum (BGBI. 1970 II\nS. 293, 295; 1984 II S. 799; 1985 II S. 975) wird nach\nseinem Artikel 15 Abs. 2 für\nSingapur                            am 10. Dezember 1990\nin Kraft treten.\nDiese Bekanntmachung ergeht im Anschluß an die\nBekanntmachung vom 28. November 1989 (BGBI. II\ns. 1062).\nBonn, den 22. Oktober 1990\nDer Bundesminister des Auswärtigen\nIm Auftrag\nFrhr. v. Stein\nBekanntmachung\nüber das Inkrafttreten des Europäischen Übereinkommens\nüber Staatenimmunität\nVom 24. Oktober 1990\nNach Artikel 4 Abs. 2 des Gesetzes vom 22. Januar 1990 zum Europäischen\nÜbereinkommen vom 16. Mai 1972 über Staatenimmunität (BGBI. 1990 II S. 34)\nwird bekanntgemacht, daß das übereinkommen nach seinem Artikel 36 Abs. 3 für\ndie\nBundesrepublik Deutschland                                       am 16. August 1990\nin Kraft getreten ist; die Ratifikationsurkunde ist am 15. Mai 1990 bei der General-\nsekretärin des Europarats hinterlegt worden.\nDie Bu ndesre publik Deutsch I and hat bei Hinter1egung der Ratifika-\ntionsurkunde die folgenden Erklärungen abgegeben:\n„a) Zu Artikel 21 Abs. 4 des Übereinkommens\nZur Feststellung, ob die Bundesrepublik Deutschland oder ein Bundesland die Ent-\nscheidung eines Gerichts eines anderen Vertragsstaats entsprechend Artikel 20 oder","Nr. 43 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 16. November 1990                             1401\nArtikel 25 oder einen Vergleich gemäß Artikel 22 des Übereinkommens zu erfüllen hat,\nist das Landgericht, in dessen Bezirk die Bundesregierung ihren Sitz hat, zuständig.\nb) Zu Artikel 24 des Übereinkommens\nDie Bundesrepublik Deutschland erklärt gemäß Artikel 24 Abs. 1 des Übereinkom-\nmens, daß ihre Gerichte über die Fälle der Artikel 1 bis 13 hinaus in Verfahren gegen\neinen anderen Vertragsstaat in demselben Ausmaß wie in Verfahren gegen Nichtver-\ntragsstaaten entscheiden können. Diese Erklärung läßt die Immunität von der Gerichts-\nbarkeit unberührt, die fremde Staaten hinsichtlich der in Ausübung der Hoheitsgewalt\nvorgenommenen Handlungen (acta iure imperii) genießen.\nc) Zu Artikel 28 Abs. 2 des Übereinkommens\nDie Bundesrepublik Deutschland erklärt gemäß Artikel 28 Abs. 2 des Übereinkom-\nmens, daß sich die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg,\nHessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schles-\nwig-Holstein auf die für die Vertragsparteien geltenden Vorschriften des Übereinkom-\nmens berufen können und die gleichen Pflichten haben wie diese.\"\nDas Übereinkommen ist ferner für folgende Staaten in Kraft getreten:\nBelgien                                                                 am 11. Juni 1976\nnach Maßgabe der folgenden, bei Hinterlegung der Ratifikationsurkunde\nabgegebenen Erklärungen:                                                 (Übersetzung)\na\n«Conformement l'article 21, le Gouver-            \"Nach Artikel 21 bezeichnet die belgische\nnement beige designe le «Tribunal de pre-          Regierung das \"Tribunal de premiere in-\nmiere instance» pour statuer sur le point de       stance\" (Gericht erster Instanz) als zustän-\nsavoir si l'Etat beige doit donner effet au        dig für die Feststellung, ob der belgische\njugement etranger.                                 Staat die ausländische Entscheidung zu er-\nfüllen hat.\nSe referant    a  l'article 24, le Gouverne-      Unter Bezugnahme auf Artikel 24 erklärt\nment beige declare qu 'en dehors des cas           die belgische Regierung, daß ihre Gerichte\na\nrelevant des articles 1 13, ses tribunaux         über die Fälle der Artikel 1 bis 13 hinaus in\npourront connaitre de procedures enga-            Verfahren gegen einen anderen Vertrags-\ngees contre un autre Etat contractant dans        staat in demselben Ausmaß wie in Verfah-\nla mesure ou ils peuvent en connaitre             ren gegen Nichtvertragsstaaten entschei-\ncontre les Etats qui ne sont pas parties       a  den können. Diese Erklärung läßt die Immu-\ncette Convention. Cette declaration ne             nität von der Gerichtsbarkeit unberührt, die\na\nporte pas atteinte l'immunite de juridiction      fremde Staaten hinsichtlich der in Aus-\ndont jouissent les Etats etrangers pour les       übung der Hoheitsgewalt vorgenommenen\nactes accomplis dans l'exercice de la puis-       Handlungen (acta iure imperii) genießen.\"\nsance publique (acta jure imperii).»\nLuxemburg                                                             am 12. März 1987\nnach Maßgabe der folgenden, bei Hinterlegung der Ratifikationsurkunde\nabgegebenen Erklärungen:                                                (Übersetzung)\n«1 . La juridiction competente, aux termes        \"1. Das nach Artikel 21 des Übereinkom-\nde l'article 21 de la Convention, pour statuer     mens für die Feststellung darüber, ob eine\nsur le point de savoir si effet doit lttre donne   Entscheidung nach Artikel 20 erfüllt werden\na  un jugement rendu conformement l'arti-  a       muß, zuständige Gericht ist der \"Cour d'ap-\ncle 20, est Ja Cour d'appel de Luxembourg,         pel de Luxembourg\" (Berufungsgerichtshof\njugeant selon la procedure des appels ci-          Luxemburg), der nach dem Verfahren für\nvils, comme en matiere sommaire et ur-             zivilrechtliche Berufungen wie in Bagatell-\ngente. Sa d6cision est susceptible d'un            und Eilsachen entscheidet. Gegen seine\npourvoi en cassation selon les regles ordi-        Entscheidung ist die Revision nach den ge-\nnaires en matiere civile.                          wöhnlichen Vorschriften für Zivilsachen zu-\nlässig.\n2. Conforrnement        a  l'article 24 de la     2. Nach Artikel 24 des Übereinkommens\nConvention, les tribunaux luxembourgeois           können die luxemburgischen Gerichte über\npeuvent connaitre, en dehors des cas rele-         die Fälle der Artikel 1 bis 13 des Überein-\na\nvant des articles 1 13 de la Convention, de        kommens hinaus in Verfahren gegen einen\nprocedures engagees contre un autre Etat           anderen Vertragsstaat in demselben Aus-\ncontractant dans la mesure ou ils peuvent          maß wie in Verfahren gegen Nichtvertrags-\nen connaitre contre des Etats qui ne sont          staaten entscheiden.\"\npas Parties a la Convention.»\nNiederlande                                                              am 22. Mai 1985\n(für das Königreich in Europa)\nnach Maßgabe der folgenden, bei Hinterlegung der Annahmeurkunde ab-\ngegebenen Erklärungen:","1402                          Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1990, Teil II\n(Übersetzung)\n\"I have the honour, with reference to Arti-       „Ich beehre mich, unter Bezugnahme auf\ncle 24, first paragraph, of the European         Artikel 24 Absatz 1 des Europäischen Über-\nConvention on State lmmunity, to declare,        einkommens über Staatenimmunität im Na-\non behalf of the Kingdom of the Netherlands      men des Königreichs der Niederlande zu\nthat in cases not falling within Articles 1 to    erklären, daß seine Gerichte über die Fälle\n13, its courts shall be entitled to entertain    der Artikel 1 bis 13 hinaus in Verfahren\nproceedings against another Contracting           gegen einen anderen Vertragsstaat in dem-\nState to the extent that its courts are entitled selben Ausmaß wie in Verfahren gegen\nto entertain proceedings against States not        Nichtvertragsstaaten entscheiden können.\nParty to the present Convention.\nThe    district-court (\" Arrondissements-         Das Bezirksgericht (\"Arrondissements-\nrechtbank\") of The Hague has been desig-          rechtbank\") von Den Haag ist im Sinne des\nnated as the competent court referred to in       Artikels 21 Absatz 1 des Übereinkommens\nArticle 21, first paragraph, of the Conven-       als     zuständiges    Gericht   bezeichnet\ntion.\"                                            worden.\"\nÖsterreich                                                             am 11. Jun! 1976\nnach Maßgabe\na) der folgenden, bei Hinterlegung der Ratifikationsurkunde am 1O. Juli 1974\nabgegebenen Erklärung:\n„Die Republik Österreich erklärt gemäß Artikel 28 Absatz 2 des Europäischen\nÜbereinkommens über Staatenimmunität, daß sich die Länder Burgenland, Kärn-\nten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg und\nWien auf die für die Vertragsstaaten geltenden Vorschriften des Europäischen\nÜbereinkommens über Staatenimmunität berufen können und die gleichen Pflich-\nten haben wie diese.\"\nb) der folgenden weiteren, am 11. Januar 1977 hinterlegten Erklärung vom\n17. Dezember 1976:\n„Die Republik Österreich erklärt gemäß Artikel 21 Absatz 4 des Europäischen\nÜbereinkommens über Staatenimmunität, daß sie zur Feststellung, ob die Republik\nOsterreich die Entscheidung eines Gerichtes eines anderen Mitgliedstaates im\nSinn des Artikels 20 des vorgenannten Übereinkommens zu erfüllen hat, das\nLandesgericht für Zivilrechtssachen Wien als ausschließlich zuständig bezeich-\nnet.\"\nSchweiz                                                             am 7. Oktober 1982\nnach Maßgabe der folgenden, bei Hinterlegung der Ratifikationsurkunde\nabgegebenen Erklärung:\n(Übersetzung)\n«J'ai l'honneur de declarer, au nom du            .,Ich beehre mich, im Namen des schwei-\nConseil federal suisse et conformement          a zerischen Bundesrats nach Artikel 24 des\nl'article 24 de ladite Convention, que les        genannten Übereinkommens zu erklären,\ntribunaux suisses pourront connaitre, en          daß die schweizerischen Gerichte Ober die\ndehors des cas relevant des articles 1 13  a      Fälle der Artikel 1 bis 13 des Übereinkom-\nde 1a Convention, de procedures engagees          mens hinaus in Verfahren gegen einen an-\ncontre un autre Etat contractant dans la          deren Vertragsstaat in demselben Ausmaß\nmesure ou ils peuvent en connaitre contre         wie in Verfahren gegen Nichtvertragsstaa-\ndes Etats qui ne sont pas Parties          a   la ten entscheiden können.\"\nConvention.•\nVereinigtes Königreich                                              am 4. Oktober 1979\nnach Maßgabe\n1. der bei Hinterlegung der Ratifikationsurkunde am 3. Juli 1979\na) erklärten Erstreckung des Übereinkommens auf folgende Hoheitsge-\nbiete:\nBritisches Antarktis-Territorium, Britische Jungfeminseln, Kaiman-\ninseln, Falklandinseln und Nebengebiete, Hongkong, Montserrat, Pit-\ncaim, Henderson, Ducieinsel und Oenoinsel, St. Helena und Neben-\ngebiete, Turks- und Caicosinseln, die britischer Staatshoheit unter-\nstehenden Stützpunktgebiete Akrotiri und Dhekelia auf der Insel Zy-\npern","Nr. 43 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 16. November 1990                             1403\nb) abgegebenen folgenden Erklärung vom 2. Juli 1979:\n(Übersetzung)\n\"1. a) In pursuance of the provisions of         \"1. a) Nach Artikel 24 Absatz 1 des Über-\nparagraph 1 of Article 24 thereof, the United    einkommens erklärt das Vereinigte König-\nKingdom hereby declare that, in cases not        reich hiermit, daß seine Gerichte und die\nfalling within Article 1 to 13, their courts and Gerichte aller Hoheitsgebiete, für die es\nthe courts of any territory in respect of which  Vertragspartei des Übereinkommens ist,\nthey are a Party to the Convention shall be      Ober die Fälle der Artikel 1 bis 13 hinaus in\nentitled to entertain proceedings against        Verfahren gegen einen anderen Vertrags-\nanother Contracting State to the extent that     staat in demselben Ausmaß wie in Verfah-\nthese courts are entitled to entertain pro-      ren gegen Nichtvertragsstaaten entschei-\nceedings against States not Party to the         den können. Diese Erklärung läßt die Immu-\npresent Convention. This declaration is          nität von der Gerichtsbarkeit unberührt, die\nwithout prejudice to the immunity from juris-    fremde Staaten hinsichtlich der in Aus-\ndiction which foreign States enjoy in respect    übung der Hoheitsgewalt vorgenommenen\nof acts performed in the exercise of             Handlungen (acta iure imperii) genießen.\nsovereign authority (acta jure imperii).\nb) In pursuance of the provisions of para-       b) Nach Artikel 19 Absatz 2 erklärt das\ngraph 2 of Article 19, the United Kingdom        Vereinigte Königreich hiermit, daß seine\nhereby declare that their courts, and the        Gerichte und die Gerichte aller Hoheitsge-\ncourts of any territory in respect of which      biete, für die es Vertragspartei des Überein-\nthey are a Party to the Convention, shall not    kommens ist, an Absatz 1 nicht gebunden\nbe bound by the provisions of paragraph 1        sind.\nof that Article.\nc) In pursuance of the provisions of para-       c) Nach Artikel 21 Absatz 4 bezeichnet\ngraph 4 of Article 21, the United Kingdom        das Vereinigte Königreich hiermit folgende\nhereby designate as competent courts:            Gerichte als zuständig:\nin England and Wales - the High Court of         in England und Wales den „High Court of\nJustice;                                         Justice\";\nin Scotland - the Court of Session;              in Schottland den „Court of Session\";\nin Northem lreland - the Suprema Court of        in Nordirtand den „Suprema Court of Judi-\nJudicature;                                      cature\";\nand any other territory in respect of which      und für jedes andere Hoheitsgebiet, für das\nthey are a Party to the Convention - the         es Vertragspartei des Übereinkommens ist,\nSuprema Court of the territory concerned.        das Oberste Gericht des betreffenden Ho-\nheitsgebiets.\nThe question whether effect is to be given to    Die Feststellung, ob eine Entscheidung\na judgment in accordance with paragraph 1        nach Artikel 21 Absatz 1 erfüllt werden muß,\nof Article 21 may however also be justici-       kann jedoch auch von anderen Zivilgerich-\nable in other civil courts in the exercise of    ten in Ausübung ihrer üblichen Gerichtsbar-\ntheir normal jurisdiction.                       keit getroffen werden.\n2.... \"                                          2... .\"\n2. der folgenden weiteren, am 27. November 1987 hinterlegten Erklärungen:\n(Übersetzung)\n\"I have the honour to refer to the European      „Ich beehre mich, auf das am 16. Mai\nConvention on State lmmunity, done at            1972 in Basel beschlossene Europäische\nBasle on 16 May 1972, which the Govem-           Übereinkommen über Staatenimmunität\nment of the United Kingdom of Great Britain      Bezug zu nehmen, das die Regierung des\nand Northem lreland ratlfied on 3 July 1979.     Vereinigten Königreichs Großbritannien und\nIn accordance with Article 38, paragraph 2,      Nordirland am 3. Juli 1979 ratifiziert hat.\nthereof, 1 hereby declare, on behalf of the      Nach Artikel 38 Absatz 2 des Übereinkom-\nGovemment of the United Kingdom, that the        mens erkläre ich hiermit im Namen der Re-\nsaid Convention shall extend to Guemsey,         gierung des Vereinigten Königreichs, daß\nJersey and the lsle of Man.                      sich die Geltung dieses Übereinkommens\nauf Guemsey, Jersey und die Insel Man\nerstreckt.\n1have the further honour to state that the       Ich beehre mich ferner zu erklären, daß\nnotifications made to your predecessor in        die an Ihren Vorgänger gerichteten Notifika-\nparagraph 1(a) and (b) of Mr Cape's letter of    tionen in Absatz 1 Buchstaben a und b des\n2 July 1979 in connection with the said          Schreibens von Mr Cape vom 2. Juli 1979\nConvention shall apply equally to Guemsey,       im Zusammenhang mit diesem Überein-\nJersey and the lsle of Man as territories in     kommen auch für Guemsey, Jersey und die\nrespect of which the United Kingdom is a         Insel Man als Hoheitsgebiete gelten, für die\nParty to the said Convention.                    das Vereinigte Königreich Vertragspartei\ndes Übereinkommens ist.\nIn addition, in pursuance of the provisions      Außerdem bezeichnet das Vereinigte\nof paragraph 4 of Article 21 of the said         Königreich nach Artikel 21 Absatz 4 des","1404                       Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1990, Teil II\nConvention, the United Kingdom designate         Übereinkommens folgende Gerichte als zu-\nas competent courts:                             ständig:\nIn Guemsey:                                      in Guemsey:\n- in the island of Guemsey: the Royal Court      - auf der Insel Guemsey den \"Royal Court\nof Guemsey;                                      of Guemsey\";\n- in the Island of Aldemey: the Court of         - auf der Insel Aldemey den „Court of\nAldemey;                                         Aldemey\";\n- in the Island of Sark: the Court of the        - auf der Insel Sark den \"Court of the\nSeneschal;                                       Seneschal\";\nIn Jersey:                                       in Jersey:\n- the Royal Court of Jersey;                     - den \"Royal Court of Jersey\";\nIn the lsle of Man:                              auf der Insel Man:\n- the High Court of Justice of the lsle of       - den „High Court of Justice of the lsle of\nMan.                                          Man\".\nThe question whether effect is to be given       Die Feststellung, ob eine Entscheidung\nto a judgment in accordance with para-           nach Artikel 21 Absatz 1 erfüllt werden muß,\ngraph 1 of Article 21 may however also be        kann jedoch auch von anderen Zivilgerich-\njusticiable in other civil courts in the exer-   ten in Ausübung ihrer üblichen Gerichtsbar-\ncise of their normal jurisdiction.               keit getroffen werden.\nZypern                                                                am 11. Juni 1976\nBonn, den 24. Oktober 1990\nDer Bundesminister des Auswärtigen\nIm Auftrag\nDr. Eitel\nBekanntmachung\nüber den Geltungsbereich des Übereinkommens\nzur Verminderung der Staatenlosigkeit\nVom 24. Oktober 1990\nDas übereinkommen vom 30. August 1961 zur Vermin-\nderung der Staatenlosigkeit (BGBI. 1977 II S. 597) ist nach\nseinem Artikel 18 Abs. 2 für die\nLibysch-Arabische Dschamahirija am           14. August 1989\nin Kraft getreten.\nDiese Bekanntmachung ergeht im Anschluß an die\nBekanntmachung vom 25. September 1985 (BGBI. II\ns. 1133).\nBonn, den 24. Oktober 1990\nDer Bundesminister des Auswärtigen\nIm Auftrag\nDr. Eitel","Nr. 43 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 16. November 1990                               1405\nBekanntmachung\nüber den Geltungsbereich des Internationalen Übereinkommens\nzur Beseitigung Jeder Form von Rassendiskriminierung\nVom 24. Oktober 1990\nDas Internationale Übereinkommen vom 7. März 1966 zur Beseitigung jeder\nForm von Rassendiskriminierung (BGBI. 1969 II S. 961) ist nach seinem Arti-\nkel 19 Abs. 2 für folgenden weiteren Staat in Kraft getreten:\nBahrain                                                              am     26. April 1990\nnach Maßgabe des folgenden, bei Hinterlegung der Beitrittsurkunde gemachten\nVorbehalts:\n(Übersetzung)\n\"With reference to article 22 of the Con-       „Unter Bezugnahme auf Artikel 22 des\nvention, the Govemment of the State of           Übereinkommens erklärt die Regierung des\nBahrain declares that, for the submission of     Staates Bahrain, daß für die Verweisung\nany dispute in terms of this article to the      einer Streitigkeit im Sinne dieses Artikels an\njurisdiction of the International Court of       den Internationalen Gerichtshof in jedem\nJustice, the express consent of all the par-     Einzelfall die ausdrückliche Zustimmung\nties to the dispute is required in each case.\"   aller Streitparteien erforderlich ist.\"\nDiese Bekanntmachung ergeht im Anschluß an die Bekanntmachung vom\n25. Mai 1990 (BGBI. II S. 596).\nBonn, den 24. Oktober 1990\nDer Bundesminister des Auswärtigen\nIm Auftrag\nDr. Eitel","1406                      Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1990, Teil II\nBekanntmachung\nüber den Geltungsbereich des Abkommens\nüber die Rechtsstellung der Flüchtlinge\nund des Protokolls über die Rechtsstellung der Flüchtlinge\nVom 24. Oktober 1990\n,.\nDas Abkommen vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge\n(BGBI. 1953 II S. 559) ist nach seinem Artikel 43 Abs. 2 für\nBelize                                                am 25. September 1990\nin Kraft getreten.\nBe I i z e hat bei Hinterlegung der Beitrittsurkunde erklärt, daß es sich für die\nZwecke seiner Vertragsverpflichtungen durch die Formulierung b des Artikels 1\nAbschnitt B Absatz 1 des Abkommens (,,Ereignisse, die vor dem 1. Januar 1951\nin Europa oder anderswo eingetreten sind\") als gebunden betrachtet.\nII.\nDas Protokoll vom 31. Januar 1967 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge\n(BGBI. 1969 II S. 1293) ist nach seinem Artikel VIII Abs. 2 für\nBelize                                                        am   27. Juni 1990\nin Kraft getreten.\nDiese Bekanntmachung ergeht im Anschluß an die Bekanntmachungen vom\n27. Juli 1989 (BGBI. II S. 709) und vom 17. Juli 1990 (BGBI. II S. 713).\nBonn, den 24. Oktober 1990\nDer Bundesminister des Auswärtigen\nIm Auftrag\nDr. Eitel","Nr. 43 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 16. November 1990                   1407\nBekanntmachung\nüber den Geltungsbereich des Übereinkommens\nüber die Sklaverei und des Änderungsprotokolls hierzu\nsowie des Zusatzübereinkommens\nüber die Abschaffung der Sklaverei, des Sklavenhandels\nund sklavereiähnlicher Einrichtungen und Praktiken\nVom 25. Oktober 1990\n1.\nDas Übereinkommen vom 25. September 1926 über die Sklaverei in der\nFassung des Änderungsprotokolls vom 7. Dezember 1953 (BGBI. 1972 II\nS. 1473) ist nach seinem Artikel 12 Abs. 2 für\nBahrain                                                    am    27. März 1990\nin Kraft getreten.\nSt. Lucia hat dem Generalsekretär der Vereinten Nationen am 14. Februar\n1990 notifiziert, daß es sich mit Wirkung vom 22. Februar 1979, dem Tage der\nErlangung seiner Unabhängigkeit, an die nachstehenden Übereinkünfte gebun-\nden betrachtet, deren Anwendung vor Erlangung der Unabhängigkeit durch das\nVereinigte Königreich auf sein Hoheitsgebiet erstreckt worden war:\na) Übereinkommen vom 25. September 1926 über die Sklaverei (RGBI. 1929 II\ns. 63)\nb) Protokoll vom 7. Dezember 1953 zur Änderung des Übereinkommens vom\n25. September 1926 über die Sklaverei (BGBI. 1972 II S. 1069)\nDementsprechend ist St. Lucia auch Vertragspartei des Übereinkommens in\nder Fassung des Änderungsprotokolls (BGBI. 1972 II S. 1473).\nII.\nDas Zusatzübereinkommen vom 7. September 1956 über die Abschaffung der\nSklaverei, des Sklavenhandels und sklavereiähnlicher Einrichtungen und Prakti-\nken (BGBI. 1958 II S. 203) ist nach seinem Artikel 13 Abs. 2 für folgende weitere\nStaaten in Kraft getreten:\nBahrain                                                    am    27. März 1990\nLibysch-Arabische Dschamahirija                           am      16. Mai 1989.\nSt. Lu c i a hat dem Generalsekretär der Vereinten Nationen am 14. Februar\n1990 ferner notifiziert, daß es sich mit Wirkung vom 22. Februar 1979, dem Tage\nder Erlangung seiner Unabhängigkeit, an das Zusatzübereinkommen vom\n7. September 1956 über die Abschaffung der Sklaverei, des Sklavenhandels und\nsklavereiähnlicher Einrichtungen und Praktiken gebunden betrachtet, dessen\nAnwendung vor Erlangung der Unabhängigkeit durch das Vereinigte Königreich\nauf sein Hoheitsgebiet erstreckt worden war.\nDiese Bekanntmachung ergeht im Anschluß an die Bekanntmachung vom\n24. Februar 1989 (BGBI. II S. 247).\nBonn, den 25. Oktober 1990\nDer Bundesminister des Auswärtigen\nIm Auftrag\nDr. Eitel","1408                                   Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1990, Teil II\nBekanntmachung\nüber den Geltungsbereich des Protokolls\nüber die Vorrechte und lmmunltäten der Internationalen Seefunksatelliten-Organisation (INMARSAT)\nVom 25. Oktober 1990\nDas Protokoll vom 1. Dezember 1981 über die Vorrechte und lmmunitäten der\nInternationalen Seefunksatelliten-Organisation (INMARSAT) - BGBI. 1984 II\nS. 596 - ist nach seinem Artikel 21 Abs. 1 für\nIndonesien                                                       am 14. Dezember 1989\nnach Maßgabe der folgenden, bei Hinterlegung der Beitrittsurkunde gemachten\nVorbehalte in Kraft getreten:\n(Übersetzung)\n\"The following reservations were made             „Zu Artikel 2 Absatz 3 Buchstabe b und zu\nwith regard to Articles 2, (3) (b), 4, 7, 8, 9,  den Artikeln 4, 7, 8, 9, 10, 11 und 17 wurden\n10, 11 and 17:                                   folgende Vorbehalte gemacht:\n1. The capacity of lnmarsat to acquire and       1. Die Fähigkeit der INMARSAT, insbe-\ndispose, in particular, of immovable             sondere unbewegliche Vermögenswer-\nproperty shall be exercised with due re-         te zu erwerben und darüber zu verfü-\ngard to the lndonesian laws and regula-          gen, wird unter gebührender Berück-\ntions.                                           sichtigung der indonesischen Gesetze\nund sonstigen Vorschriften wahrge-\nnommen.\n2. The exemption from taxes and duties           2. Die Befreiung von Steuern und sonsti-\nprovided in Article 4 accorded to lnmar-         gen Abgaben nach Artikel 4 wird der\nsat are subject to the lndonesian laws           INMARSAT nach Maßgabe der indone-\nand regulations.                                 sischen Gesetze und sonstigen Vor-\nschriften gewährt.\n3. The privileges and immunities accorded        3. Die der INMARSAT nach den Artikeln 7,\nto lnmarsat as prescribed in Articles 7,         8, 9, 1O und 11 gewährten Vorrechte\n8, 9, 10 and 11 respectively, shall be           und lmmunitäten werden unter gebüh-\nexercised with due regard to the lndone-         render Berücksichtigung der indonesi-\nsian laws and regulations.                       schen Gesetze und sonstigen Vorschrif-\nten wahrgenommen.\n4. Any dispute arising out of the interpreta-    4. Jede in Artikel 17 vorgesehene Streitig-\ntion or implementation of this Protocol          keit über die Auslegung oder Anwen-\nprovided in Article 17, shall be settled         dung dieses Protokolls wird durch Ver-\nthrough negotiation or consultation.\"            handlungen oder Konsultationen bei-\ngelegt.\"\nDiese Bekanntmachung ergeht im Anschluß an die Bekanntmachung vom\n26. Januar 1989 (BGBI. II S. 226).\nBonn, den 25. Oktober 1990\nDer Bundesminister des Auswärtigen\nIm Auftrag\nDr. Eitel","Nr. 43 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 16. November 1990                             1409\nBekanntmachung\nüber den Geltungsbereich des Europäischen Übereinkommens\nüber die Gewährung ärztlicher Betreuung an Personen bei vorübergehendem Aufenthalt\nVom 25. Oktober 1990\n1.\nDas Europäische Übereinkommen vom 17. Oktober 1980 über die Gewährung\närztlicher Betreuung an Personen bei vorübergehendem Aufenthalt (BGBI. 1985 II\nS. 58; 1986 II S. 548) ist nach seinem Artikel 13 Abs. 4 für\nItalien                                                              am 1. Oktober 1989\nnach Maßgabe der folgenden, bei Hinterlegung der Ratifikationsurkunde ab-\ngegebenen Erklärung in Kraft getreten:\n(Übersetzung)\n«le Gouvernement italien estime que les          .,Die italienische Regierung ist der Auffas-\ndispositions de l'Accord Europeen concer-         sung, daß das am 17. Oktober 1980 in Genf\nnant l'octroi des soins medicaux aux per-         beschlossene Europäische übereinkom-\nsonnes en sejour temporaire, fait a Geneve        men über die Gewährung ärztlicher Betreu-\nle 17 octobre 1980, s'appliquent aux ressor-     ung an Personen bei vorübergehendem\ntissants des Pays adherents qui sont cou-         Aufenthalt auf die Staatsangehörigen der\nverts par leurs regimes respectifs de secu-       beitretenden Länder Anwendung findet, die\nrite sociale, et qui se rendent temporaire-       durch ihr jeweiliges System der Sozialen\nment     a  l'etranger pour tourisme, etude,      Sicherheit gedeckt sind und sich zum\nstages, ou pour d'autres brefs sejours,    a      Zweck einer Reise, eines Studiums oder\nl'exclusion des travailleurs detaches, ou         eines Praktikums oder zu sonstigen Kurz-\nd'autres personnes soumises a des re-             zeitaufenthalten vorübergehend ins Aus-\ngimes speciaux».                                  land begeben, mit Ausnahme der entsand-\nten Arbeitnehmer oder anderer Personen,\nfür die besondere Regelungen gelten.\"\nII.\nUnter Bezugnahme auf die im vorstehenden Abschnitt wiedergegebene Er-\nklärung Italiens hat die Bundesrepublik Deutsch land mit Schreiben vom\n25. Juli 1990 dem Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes folgende\nErklärung vom 18. Juni 1990 notifiziert:\n„Die Bundesrepublik Deutschland weist den Vorbehalt, den die Italienische Republik\nanläßlich der Ratifikation des Europäischen Übereinkommens vom 17. Oktober 1980 über\ndie Gewährung ärztlicher Betreuung an Personen bei vorübergehendem Aufenthalt ab-\ngegeben hat, als mit Ziel und Zweck des Übereinkommens unvereinbar zurück.\"\nDiese Bekanntmachung ergeht im Anschluß an die Bekanntmachung vom\n22. September 1987 (BGBI. II S. 602).\nBonn, den 25. Oktober 1990\nDer Bundesminister des Auswärtigen\nIm Auftrag\nDr. Eitel","1410                                 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1990, Teil II\nBekanntmachun~\nüber den Geltungsbereich des Übereinkommens\nzur Verhütung der Meeresverschmutzung\ndurch das Einbringen durch Schiffe und Luftfahrzeuge\nsowie des Zusatzprotokolls vom 2. März 1983\nzur Änderung dieses Übereinkommens\nund über das Inkrafttreten von Änderungen der Anlagen I und II des Übereinkommens\nVom 25. Oktober 1990\n1.\nDas Vereinigte Königreich hat der Regierung von Norwegen die\nErstreckung\na) des Übereinkommens vom 15. Februar 1972 zur Verhütung der Meeres-\nverschmutzung durch das Einbringen durch Schiffe und Luftfahrzeuge\n(BGBI. 19TT II S. 165) auf Jersey am 27. Januar 1976 mit Wirkung vom\n26. Februar 1976\nund\nb) des Protokolls vom 2. März 1983 zur Änderung dieses Übereinkommens\n(BGBI. 1986 II S. 998) auf Guemsey, Insel Man, Jersey bei Hinterlegung der\nRatifikationsurkunde am 15. Mai 1987 und mit Wirkung von diesem Tag\nnotifiziert.\nII.\nNach § 4 Abs. 3 der Ersten Verordnung vom 25. Juni 1986 über die Inkraft-\nsetzung von Änderungen der Anlagen I und II des Übereinkommens vom\n15. Februar 1972 zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch das Einbringen\ndurch Schiffe und Luftfahrzeuge (BGBI. 1986 II S. 719) wird bekanntgemacht,\ndaß§ 1 dieser Verordnung\nam 11. Mai 1990\nin Kraft getreten ist. An diesem Tag sind die Änderungen der Anlagen I und II des\nin der Verordnung genannten Übereinkommens nach dessen Artikel 18 Abs. 2 für\ndie\nBundesrepublik Deutschland\nin Kraft getreten. Die Zustimmung der Bundesrepublik Deutschland zu diesen\nÄnderungen ist der Regierung von Norwegen am 24. Oktober 1986 notifiziert\nworden.\nDie Änderungen sind ferner am 11. Mai 1990 für folgende Staaten in Kraft\ngetreten:\nBelgien\nDänemark\nohne Erstreckung auf die Färöer und Grönland\nFinnland\nFrankreich\nIrland\nIsland\nNiederlande\n(für das Königreich in Europa)\nNorwegen\nPortugal\nSchweden\nSpanien\nVereinigtes Königreich\nmit Erstreckung auf Guemsey, Insel Man, Jersey"]}