{"id":"bgbl2-1989-35-6","kind":"bgbl2","year":1989,"number":35,"date":"1989-10-20T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl2/1989/35#page=14","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl2-1989-35-6/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl2/1989/bgbl2_1989_35.pdf#page=14","order":6,"title":"Bekanntmachung über das Inkrafttreten des Protokolls Nr. 6 zur Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten über die Abschaffung der Todesstrafe","law_date":"1989-09-27T00:00:00Z","page":814,"pdf_page":14,"num_pages":3,"content":["--------------- ----- ---\n814                                         Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1989, Teil II\nliehen Abgaben frei, die im Zusammenhang mit Abschluß und                                      Artikel 5\nDurchführung des in Artikel 2 erwähnten Vertrags im Königreich\nDie Regierung der Bundesrepublik Deutschland legt besonde-\nLesotho erhoben werden.\nren Wert darauf, daß bei den sich aus der Gewährung der\nFinanzierungsbeiträge ergebenden Lieferungen und Leistungen\ndie wirtschaftlichen Möglichkeiten des Landes Berlin bevorzugt\nArtikel 4                               genutzt werden.\nArtikel 6\nDie Regierung des Königreichs Lesotho überläßt bei den sich\naus der Gewährung der Finanzierungsbeiträge ergebenden                Dieses Abkommen gilt auch für das Land Berlin, sofern nicht\nTransporten von Personen und Gütern im See-, Land- und Luft-        die Regierung der Bundesrepublik Deutschland gegenüber der\nverkehr den Passagieren und Lieferanten die freie Wahl der          Regierung des Königreichs Lesotho innerhalb von drei Monaten\nVerkehrsunternehmen, trifft keine Maßnahmen, welche die Betei-      nach Inkrafttreten des Abkommens eine gegenteilige Erklärung\nligung der Verkehrsunternehmen mit Sitz in dem deutschen Gel-       abgibt.\ntungsbereich dieses Abkommens ausschließen oder erschweren,\nArtikel 7\nund erteilt gegebenenfalls die für eine Beteiligung dieser Ver-\nkehrsunternehmen erforderlichen Genehmigungen.                         Dieses Abkommen tritt am Tag seiner Unterzeichnung in Kraft.\nGeschehen zu Maseru am 21. August 1989 in zwei Urschriften,\njede in deutscher und englischer Sprache wobei jeder Wort1aut\ngleichermaßen verbindlich ist.\nFür die Regierung der Bundesrepublik Deutschland\nv. Schweinitz\nFür die Regierung des Königreichs Lesotho\nLetsi\nBekanntmachung\nüber das Inkrafttreten des Protokolls Nr. 6\nzur Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten\nüber die Abschaffung der Todesstrafe\nVom 27. September 1989\nNach Artikel 3 Abs. 2 des Gesetzes vom 23. Juli 1988 zu dem Protokoll Nr. 6\nvom 28. April 1983 zur Konvention zum Schutze der Menschenrechte und\nGrundfreiheiten über die Abschaffung der Todesstrafe (BGBI. 1988 II S. 662) wird\nbekanntgemacht, daß das Protokoll nach seinem Artikel 8 Abs. 2 für die\nBundesrepublik Deutschland                                     am      1. August 1989\nin Kraft getreten ist; die Ratifikationsurkunde ist am 5. Juli 1989 bei dem General-\nsekretär des Europarats hinterlegt worden.\nBei Hinterlegung der Ratifikationsurkunde hat die                B u n des r e p u b I i k\nDeutsch I an d erklärt,\n\"daß sich nach ihrer Auffassung die Verpflichtungen aus dem Protokoll Nr. 6\nin der Abschaffung der Todesstrafe im Geltungsbereich des jeweiligen\nStaates erschöpfen und nichtstrafrechtliche innerstaatliche Rechtsvor-\nschriften unberührt bleiben. Die Bundesrepublik Deutschland hat ihren Ver-\npflichtungen aus dem Protokoll bereits durch Artikel 102 Grundgesetz\ngenügt.\"\nDas Protokoll ist ferner für folgende Staaten in Kraft getreten:\nDänemark                                                       am        1. März 1985\nFrankreich                                                     am        1. März 1986\nIsland                                                         am          1.Juni1987\nItalien                                                        am      1.Januar1989\nLuxemburg                                                      am         1. März 1985","Nr. 35 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 20. Oktober 1989                             815\nNiederlande                                                     am           1. Mai 1986\n(für das Königreich in Europa, die Nieder1ändischen Antillen und Aruba)\nnach Maßgabe der folgenden, bei Hinterlegung der Annahmeurkunde\nabgegebenen Erklärung:\n(Übersetzung)\n\"On the occasion of the deposit today of the      \"Anläßlich der heutigen Hinterlegung der\ninstrument of acceptance by the Kingdom of      Annahmeurkunde zu dem am 28. April\nthe Netherlands of Protocol N° 6 to the          1983 in Straßburg beschlossenen Protokoll\nConvention for the Protection of Human           Nr. 6 zur Konvention zum Schutze der Men-\nRights and Fundamental Freedoms concer-         schenrechte und Grundfreiheiten über die\nning the Abolition of the Oeath Penalty,        Abschaffung der Todesstrafe durch das\ndone at Strasbourg on 28 April 1983, 1have       Königreich der Niederlande beehre ich\nthe honour to state, on behalf of the Govem-     mich, im Namen der Regierung des König-\nment of the Kingdom of the Netherlands,          reichs der Niederlande zu erklären, daß\nthat the bills for the abolition of capital     die Gesetzentwürfe zur Abschaffung der\npunishment, insofar as it is still provided for Todesstrafe, soweit diese im niederländi-\nunder Dutch military law and Dutch regula-      schen Militärrecht und in niederländischen\ntions goveming wartime offences, have            Rechtsvorschriften über in Kriegszeiten\nbeen before Parliament since 1981. lt           begangene Straftaten noch vorgesehen ist,\nshould be noted, however, that under the        seit 1981 dem Parlament vorliegen. Es wird\nprovisions of the Constitution of the Nether-   jedoch darauf hingewiesen, daß nach den\nlands, which came into force on 17              Bestimmungen der am 17. Februar 1983 in\nFebruary 1983, capital punishment may not       Kraft getretenen Verfassung der Nieder-\nbe imposed.                                      lande die Todesstrafe nicht verhängt wer-\nden darf.\nNorwegen                                                        am 1. November 1988\nOsterreich                                                      am         1. März 1985\nPortugal                                                        am 1. November 1986\nSan Marino                                                      am          1. April 1989\nSchweden                                                        am         1. März 1985\nSchweiz                                                         am 1. November 1987\nnach Maßgabe der folgenden, bei Hinterlegung der Ratifikationsurkunde\nabgegebenen Erklärung:\n(Übersetzung)\n• ...\nA l'occasion du depOt de l'instrument de         Anläßlich der Hinterlegung der Ratifika-\nratification du Protocole additionnel No. 6   a  tionsurkunde zum Zusatzprotokoll Nr. 6 zur\nla Convention de sauvegarde des droits de        Konvention zum Schutze der Menschen-\nl'homme et des libertes fondamentales con-       rechte und Grundfreiheiten über die\ncemant l'abolition de la peine de mort, nous     Abschaffung der Todesstrafe beehren wir\navons l'honneur, au nom du Conseil federal       uns, Ihnen im Namen des schweizerischen\nsuisse, de vous faire la communication sui-      Bundesrats folgende Mitteilung zu Artikel 2\nvante au titre de l'article 2 de ce Protocole:   des Protokolls zu machen.\nL'ordre juridique suisse permet, d'une part,     Die schweizerische Rechtsordnung erlaubt\nla reintroduction de la peine de mort en         zum einen die Wiedereinführung der Todes-\ntemps de guerre ou en cas de danger de           strafe in Kriegszeiten oder im Fall unmittel-\nguerre imminent, en application des articles     barer Kriegsgefahr in Anwendung der Arti-\n5 et 27 du Code penaJ militaire du 13 juin       kel 5 und 27 des Militärstrafgesetzes vom\n1927.                                            13. Juni 1927.\nL'ordre juridique suisse perrnet, d'autre        Die schweizerische Rechtsordnung erlaubt\npart, la reintroduction de la peine de mort      zum anderen die Wiedereinführung der\npar le biais du droit de necessite. Le Conseil   Todesstrafe im Weg des Notrechts. In die-\nfederal a procede de la sorte le 28 mai          ser Weise ist der Bundesrat am 28. Mai\n1940, en legiferant par le biais d'une ordon-    1940 verfahren, als er durch den Erlaß einer\nnance prise en vertu des pleins pouvoirs         Verordnung aufgrund der Vollmachten,\nque lui avait accordes I' Assemblee federale     die ihm die Bundesversammlung am\nle 30 aoOt 1939, au debut de la Oeuxieme         30. August 1939 zu Beginn des 2. Welt-\nguerre mondiale.                                 kriegs erteilt hatte, gesetzgeberisch tätig\nwurde.\nEn temps de guerre ou de danger imminent         In Kriegszeiten oder bei unmittelbarer\nde guerre, au sens de l'article 2 du Proto-      Kriegsgefahr im Sinne des Artikels 2 des\ncole additionnel No. 6, la peine de mort         Zusatzprotokolls Nr. 6 könnte somit in der","816                                                          Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1989, Teil II\nHerausgeber· Der Bundesminister der Justiz - Verlag: Bundesanzeiger Verlags-\nges.m.b.H. - Druck: Bundesdruckerei Zweigbetrieb Bonn.\nBundesgesetzblatt Teil I enthält Gesetze, Verordnungen und sonstige Veröffent-\nltchungen von wesentlicher Bedeutung.\nBundesgesetzblatt Teil II enthält\na) völkerrechtliche Vereinbarungen und Verträge mit der DDR und die zu ihrer\nInkraftsetzung oder Durchsetzung erlassenen Rechtsvorschriften sowie damit\nzusammenhängende Bekanntmachungen,\nb) Zolltaritvorschriften.\nlaufender Bezug nur im Verlagsabonnement. Postanschrift für Abonnements-\nbestellungen sowie Bestellungen bereits erschienener Ausgaben: Bundesgesetz-\nblatt, Postfach 13 20, 5300 Bonn 1, Tel. (02 28) 3 82 08 - 0.\nBezugspreis für Teil I und Teil II halbjährlich je 74,75 DM. Einzelstücke je angefan-\ngene 16 Seiten 2,35 DM zuzüglich Versandkosten. Dieser Preis gilt auch für\nBundesgesetzblätter, die vOf dem 1. Januar 1989 ausgegeben worden sind.\nLieferung gegen Voreinsendung des Betrages auf das Postgirokonto Bundes-\ngesetzblatt Köln 3 99-509, BLZ 370 100 50, oder gegen VOfausrechnung.\nPreis dieser Ausgabe ohne Anlageband: 3,35 DM (2,35 DM zuzüglich 1,00 DM\nVersandkosten), bei Lieferung gegen VOf8usrechnung 4,35 DM.\nPreis des Anlagebandes: 8,45 DM (7,05 DM zuzüglich 1,40 DM Versandkosten),\nbei Lieferung gegen Vorausrechnung 9,45 DM.\nBundesanzeiger Yertagsges.m.b.H.   Postfach 13 20 · 5300 Bonn 1\nIm Bezugspreis ist die Mehrwertsteuer enthalten; der angewandte Steuersatz\nbeträgt 7%.                                                                                              Postvertrfebatück · Z 1918 A  Gebühr bezahtt\npourrait donc tltre appliquee en Suisse dans                 Schweiz die Todesstrafe in den Fällen\nles cas prevus par la legislation ordinaire                  angewendet werden, die in den ordent-\n(art. 5 et 27 CPM) ou par la legislation adop-               lichen Rechtsvorschriften (Artikel 5 und 27\ntee par le Conseil federal en vertu du droit                 des Militärstrafgesetzes) oder in den vom\nde necessite.                                                Bundesrat aufgrund des Notrechts erlas-\nsenen Rechtsvorschriften vorgesehen sind.\nLe cas echeant, le Conseil federal vous                      Gegebenenfalls wird Sie der Bundesrat\ncommuniquerait immediatement l'entree en                     vorn Inkrafttreten der oben bezeichneten\nvigueur des dispositions legislatives visees                  Rechtsvorschriften sofort unterrichten ... \"\nplus haut .....\nSpanien                                                                   am          1 . März 1985.\nBonn, den 27. September 1989\nDer Bundesminister des Auswärtigen\nIm Auftrag\nDr. Eitel"]}