{"id":"bgbl2-1988-23-4","kind":"bgbl2","year":1988,"number":23,"date":"1988-06-15T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl2/1988/23#page=6","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl2-1988-23-4/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl2/1988/bgbl2_1988_23.pdf#page=6","order":4,"title":"Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Übereinkommens zum Schutz des Menschen bei der automatischen Verarbeitung personenbezogener Daten","law_date":"1988-05-27T00:00:00Z","page":590,"pdf_page":6,"num_pages":2,"content":["590                                             Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1988, Teil II\nAnlage\nzum Abkommen zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland\nund der Regierung der Republik Burundi\nüber finanzielle Zusammenarbeit\nListe der Waren und Leistungen, die gemäß Artikel 1 Abs. 1 des Regierungsabkommens\nvom 11 . März 1988 aus dem Finanzierungsbeitrag finanziert werden können:\na) Industrielle Roh- und Hilfsstoffe sowie Halbfabrikate,\nb) industrielle Ausrüstungen sowie landwirtschaftliche Maschinen und Geräte,\nc) Ersatz- und Zubehörteile aller Art,\nd) Erzeugnisse der chemischen Industrie, insbesondere Düngemittel, Pflanzenschutz-\nund Schädlingsbekämpfungsmittel, Arzneimittel,\ne) sonstige gewerbliche Erzeugnisse, die für die Entwicklung der Republik Burundi von\nBedeutung sind,\nf)   Beratungsleistungen, Patente und Lizenzgebühren.\n2. Einfuhrgüter, die in dieser Liste nicht enthalten sind, können nur finanziert werden, wenn\ndie vorherige Zustimmung der Regierung der Bundesrepublik Deutschland dafür vor-\nliegt.\n3. Die Einfuhr von Luxusgütern und von Verbrauchsgütern für den privaten Bedarf sowie\nvon Gütern und Anlagen, die militärischen Zwecken dienen, ist von der Finanzierung\naus dem Finanzierungsbeitrag ausgeschlossen.\nBekanntmachuns\nüber den Geltungsbereich des Ubereinkommens\nzum Schutz des Menschen bei der automatischen Verarbeitung\npersonenbezogener Daten\nVom 27. Mal 1988\n1.\nDas Übereinkommen vom 28. Januar 1981 zum Schutz des Menschen bei der\nautomatischen Verarbeitung personenbezogener Daten (BGBI. 1985 II S. 538)\nwird nach seinem Artikel 22 Abs. 3 für folgende weitere Staaten in Kraft treten:\nLuxemburg                                                                  am 1. Juni 1988\nnach Maßgabe der folgenden, bei Hinterlegung der Ratifikationsurkunde\nabgegebenen Erklärungen:\n(Übersetzung)\n«Article 3, paragraphe 2, alinea (a)                                      „Artikel 3 Absatz 2 Buchstabe a\nLe Grand-Duche de Luxembourg declare qu'il se reserve le                 Das Großherzogtum Luxemburg erklärt, daß es sich im Rah-\ndroit, dans les limites de l'article 3 (2) a) de la Convention, de ne     men des Artikels 3 Absatz 2 Buchstabe a des Übereinkommens\npas appliquer la Convention:                                              das Recht vorbehält, das Übereinkommen nicht anzuwenden\na) aux banques de donnees qui en vertu d'une loi ou d'un                  a) auf Datenbanken, die aufgrund eines Gesetzes oder einer\nreglement sont accessibles au public;                                     sonstigen Vorschrift der Öffentlichkeit zugänglich sind,\nb)  a   celles qui contiennent exclusivement des donnees en               b) auf Datenbanken, die ausschließlich mit dem Eigentümer der\nrapport avec le proprietaire de la banque;                                Datenbank zusammenhängende Daten enthalten,\nc)  a celles qui sont etablies pour le compte des institutions de         c) auf Datenbanken, die für Rechnung völkerrechtlicher Einrich-\ndroit international public.                                               tungen angelegt werden.\nArticle 13, paragraphe 2, alinea (a)                                      Artikel 13 Absatz 2 Buchstabe a\nLe Grand-Duche de Luxembourg designe comme autorite                      Das Großherzogtum Luxemburg bezeichnet als zuständige\ncompetente pour accorder I' assistance pour la mise en ceuvre de          Behörde für die Hilfeleistung bei der Durchführung dieses Über-\ncette Convention:                                                         einkommens die\nla Commission consultative instituee par la loi du 31 mars 1979           Commission consultative instituee par la loi du 31 mars 1979\nreglementant l'utilisation des donnees nominatives dans les traite-       reglementant l'utilisation des donnees nominatives dans les traite-\nments informatiques c/o Ministare de la Justice, L-2910 Luxem-            ments informatiques c/o Ministare de la Justice, L-291 O Luxem-\nbourg. »                                                                  burg.\"","Nr. 23 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 15. Juni 1988                              591\nÖsterreich                                                                 am 1. Juli 1988\nnach Maßgabe der folgenden, bei Hinterlegung der Aatifikationsurkunde\nabgegebenen Interpretationserklärungen und nachstehend wiedergegebe-\nnen weiteren Mitteilungen:\n„ Interpretative Erklärungen\nZu Art. 2 lit. c:\nDie Republik Österreich geht davon aus, daß der Begriff „Bekanntgeben\" den\nBegriffen „Übermitteln\" und „Überlassen\" des§ 3 Z 9 und Z 10 des Österreichischen\nDatenschutzgesetzes in der Fassung der Novelle BGBI. Nr. 370/1986 entspricht.\nZu Art. 5 lit. e:\nDie Republik Österreich geht davon aus, daß dieser Verpflichtung durch die\nRegelungen des Österreichischen Datenschutzgesetzes über die Löschung von\nDaten auf Antrag des Betroffenen im vollen Umfang entsprochen ist.\nZu Art. 9 Abs. 2:\nDie Republik Österreich geht davon aus, daß sich der Inhalt der Wendung „durch\ndas Recht der Vertragspartei vorgesehen\" im Einleitungssatz des Art. 9 Abs. 2 der\nKonvention mit dem Inhalt der Wendung „gesetzlich vorgesehen\" in Art. 8 Abs. 2 der\nEuropäischen Menschenrechtskonvention deckt und daß es daher mit der Konvention\nvereinbar ist, wenn nach dem österreichischen Grundrecht auf Datenschutz eine\nEinschränkung dieses Grundrechts nur dann zulässig ist, wenn sie vom Gesetz\nvorgesehen wird.\nDie Republik Österreich geht weiters davon aus, daß die Einschränkung zugunsten\nder „Währungsinteressen des Staates\" in Art. 9 Abs. 2 lit. a der Konvention in\nVerbindung mit der Einschränkung des Abs. 2 lit. b in seinem Umfang der in Art. 8\nAbs. 2 der Europäischen Menschenrechtskonvention enthaltenen Einschränkung\nzugunsten des „wirtschaftlichen Wohles eines Landes\" entspricht.\"\n„Mitteilungen\n1. Entsprechend dem Art. 13 Abs. 2 wirrt mitgeteilt, daß die für die Hilfeleistung bei der\nDurchführung dieses Übereinkommens zuständige Behörde in Österreich ist:\nBundeskanzleramt\nBallhausplatz 2\nA-1014 Wien\n2. Gemäß Art. 3 Abs. 2 lit. b wird bekanntgegeben, daß Österreich dieses Überein-\nkommen auch auf Informationen über Personengruppen, Vereinigungen, Stiftun-\ngen, Gesellschaften, Körperschaften oder andere Stellen anwendet, die unmittel-\nbar oder mittelbar aus natürlichen Personen bestehen, unabhängig davon, ob\ndiese Stellen Rechtspersönlichkeit besitzen oder nicht üuristische Personen oder\nPersonengemeinschaften im Sinne des § 3 Z 2 des Datenschutzgesetzes).\"\nII.\nNach einer Mitteilung des Generalsekretärs des Europarats vom 17. März 1988\nhat das V e r e i n i g t e K ö n i g r e i c h in Abänderung seiner bisherigen Zuständig-\nkeitsregelung (vgl. die Bekanntmachung vom 18. Dezember 1987/BGBI. 1988 II\nS. 72) als zuständige Behörde nach Artikel 13 Abs. 2 Buchstabe a des Überein-\nkommens nunmehr bezeichnet:\nThe Data Protection Registrar\nSpringfield House\nWater Lane\nWilmslow\nCheshire SK9 SAX\nDiese Bekanntmachung ergeht im Anschluß an die Bekanntmachung vom\n18. Dezember 1987 (BGBI. 1988 II S. 72).\nBonn, den 27. Mai 1988\nDer Bundesminister des Auswärtigen\nIm Auftrag\nDr. Oeste rh e lt"]}