{"id":"bgbl2-1982-42-3","kind":"bgbl2","year":1982,"number":42,"date":"1982-12-18T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl2/1982/42#page=7","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl2-1982-42-3/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl2/1982/bgbl2_1982_42.pdf#page=7","order":3,"title":"Bekanntmachung über den Geltungsbereich der Internationalen Übereinkunft zur Unterdrückung des Frauen- und Kinderhandels","law_date":"1982-11-29T00:00:00Z","page":1051,"pdf_page":7,"num_pages":4,"content":["Nr. 42 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 18. Dezember 1982         1051\nBekanntmachung\nüber den Geltungsbereich\ndes Internationalen Fernmeldevertrages\nVom 29. November 1982\nDer Internationale Fernmeldevertrag vom 25. Oktober\n1973 (BGBI. 1976 II S. 1089) ist einschließlich seiner\nAnlagen nach seinem Artikel 45 Nr. 3 zusammen mit\ndem Schlußprotokoll und den Zusatzprotokollen I bis VI\nfür\nÄquatorialguinea               am 30. September 1982\nin Kraft getreten.\nDiese Bekanntmachung ergeht im Anschluß an die\nBekanntmachung vom 4. März 1982 (BGBI. II S. 276).\nBonn, den 29. November 1982\nDer Bundesminister des Auswärtigen\nIm Auftrag\nDr. Fleischhauer\nBekanntmachung\nüber den Geltungsbereich der Internationalen Übereinkunft\nzur Unterdrückung des Frauen- und Kinderhandels\nVom 29. November 1982\nDie folgenden Staaten haben an den nachstehend ge-\nnannten Tagen dem Generalsekretär der Vereinten Na-\ntionen notifiziert, daß sie sich an die Internationale Über-\neinkunft vom 30. September 1921 zur Unterdrückung\ndes Frauen- und Kinderhandels (RGBI. 1924 II S. 180)\ngebunden betrachten, deren Anwendung vor Erlangung\nder Unabhängigkeit durch das Vereinigte Königreich auf\nihr Hoheitsgebiet erstreckt worden war:\nFidschi                            am      12. Juni 1972\nSambia                             am     26. März 1973.\nDiese Bekanntmachung ergeht im Anschluß an die\nBekanntmachung vom 6. September 1976 (BGBI. II\nS.1651).\nBonn, den 29. November 1982\nDer Bundesminister des Auswärtigen\nIm Auftrag\nDr. Fleischhauer","1052                   Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1982, Teil II\nBekanntmachung\nüber das Inkrafttreten des Europäischen Übereinkommens\nüber die Erlangung von Auskünften und Beweisen\nin Verwaltungssachen im Ausland\nVom 29. November 1982\n1.\nNach Artikel 3 Abs. 2 des Gesetzes vom 20. Juli 1981 zu dem Europäischen\nÜbereinkommen vom 24. November 1977 über die Zustellung von Schriftstük-\nken in Verwaltungssachen im Ausland und zu dem Europäischen Überein-\nkommen vom 15. März 1978 über die Erlangung von Auskünften und Bewei-\nsen in Verwaltungssachen im Ausland (BGBI. 1981 II S. 533, 550) wird hiermit\nbekanntgemacht, daß das Europäische Übereinkommen vom 15. März 1978\nüber die Erlangung von Auskünften und Beweisen in Verwaltungssachen im\nAusland nach seinem Artikel 23 Abs. 2 für die\nBundesrepublik Deutschland                              am 1 . Januar 1983\nin Kraft treten wird; die Ratifikationsurkunde ist am 24. September 1982 bei\ndem Generalsekretär des Europarates hinterlegt worden.\nDie Bundesrepublik Deutschland hat bei Hinterlegung der Ratifika-\ntionsurkunde folgende Erklärungen abgegeben:\n1. nach Artikel 1 Abs. 2 des Übereinkommens:\n,,Das Übereinkommen findet bezüglich der an die Bundesrepublik Deutsch-\nland gerichteten Ersuchen Anwendung auf Verfahren über Straftaten,\nderen Verfolgung und Bestrafung im Zeitpunkt des Ersuchens nicht in die\nZuständigkeit der Gerichte fällt. In der Bundesrepublik Deutschland ent-\nsprechen diesen Verfahren die Bußgeldverfahren nach dem Gesetz über\nOrdnungswidrigkeiten (OWiG) in der Fassung der Bekanntmachung vom\n2. Januar 1975 (BGBI. 1 S. 80), zuletzt geändert durch Artikel 4 des\nGesetzes vom 5. Oktober 1978 (BGBI. 1 S. 1645).\nDie Bundesrepublik Deutschland behält sich jedoch vor, in solchen Fällen\ndie Erledigung des Rechtshilfeersuchens unter Hinweis auf das Fehlen der\nGegenseitigkeit zu verweigern.\nDas Übereinkommen findet keine Anwendung auf an die Bundesrepublik\nDeutschland gerichtete Ersuchen, die Steuerordnungswidrigkeiten betref-\nfen.\"                                                   -\n2. nach Artikel 1 Abs. 3 des Übereinkommens:\n„Das Übereinkommen findet keine Anwendung auf an die Bundesrepublik\nDeutschland gerichtete Ersuchen in Außenwirtschaftsangelegenheiten\n(Warenverkehr, Dienstleistungsverkehr, Kapital- und Zahlungsverkehr)\nund für Verbote und Beschränkungen für den Warenverkehr über die\nGrenze.''\n3. nach Artikel 2 Abs. 1 Satz 2 des Übereinkommens:\n„In der Bundesrepublik Deutschland werden die Aufgaben nach diesem\nÜbereinkommen durch zentrale Behörden wahrgenommen, die von den\nLändern bestimmt wurden.\nFür die Erledigung von Amtshilfeersuchen nach diesem Übereinkommen ist\ndie zentrale Behörde des Landes zuständig, in dessen Gebiet die ersuchte\nAmtshandlung vorzunehmen ist.","Nr. 42 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 18. Dezember 1982           1053\nZentrale Behörde ist für\nBaden-Württemberg:           Regierungspräsidium Freiburg\nKaiser-Josef-Straße 167\nD - 7800 Freiburg\nBayern:                      Regierung der Oberpfalz in Regensburg\nPostfach 3 22\nEmmeramsplatz 8\nD - 8400 Regensburg\nBerlin:                     Regierender Bürgermeister\n- Senatskanzlei -\nJohn F. Kennedy-Platz (Rathaus)\nD - 1000 Berlin 62\nBremen:                      Senator für Inneres\nContrescarpe 22-24\nD - 2800 Bremen\nHamburg:                     Freie und Hansestadt Hamburg\n- Justizbehörde -\nDrehbahn 36\nD - 2000 Hamburg 36\nHessen:                      Hessischer Minister des Innern\nFriedrich-Ebert-Allee 12\nD - 6200 Wiesbaden\nNiedersachsen:               Niedersächsisches Landesverwaltungsamt\nAuestraße 14\nPostfach 107\nD - 3000 Hannover\nNordrhein-Westfalen:         Regierungspräsident Köln\nZeughausstraße 4-8\n0- 5000 Köln\nRheinland-Pfalz:             Bezirksregierung Trier\nPostfach 13 20\nD - 5500 Trier\nSaarland:                    Minister des Innern\nBismarckstraße 19\nD - 6600 Saarbrücken\nSchleswig-Holstein:          Innenminister des Landes Schleswig-Holstein\nPostfach 11 33\nD - 2300 Kiel 1 \"\n4. nach Artikel 9 Abs. 2 des Übereinkommens:\n„Die Bundesrepublik Deutschland weist darauf hin, daß die nach Artikel 2\nAbs. 1 Satz 2 des Übereinkommens bestimmten zentralen Behörden der\nEntgegennahme eines Amtshilfeersuchens widersprechen können, wenn\nes weder in deutscher Sprache abgefaßt noch von einer Übersetzung in die\ndeutsche Sprache begleitet ist.\"\n5. nach Artikel 22 des Übereinkommens:-\n,,Die Bundesrepublik Deutschland widerspricht der Durchführung von Er-\nhebungen durch diplomatische und konsularische Vertreter des ersuchen-\nden Staates in ihrem Hoheitsgebiet.\"\nII.\nDas Europäische Übereinkommen vom 15. März 1978 über die Erlangung\nvon Auskünften und Beweisen in Verwaltungssachen im Ausland wird ferner\nfür\nBelgien                                                 am 1. Januar 1983\nPortugal                                                am 1. Januar 1983\nin Kraft treten","1054                      Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1982, Teil II\nBe I g i e n hat bei Hinterlegung der Ratifikationsurkunde folgende Erklärung\nabgegeben:\n(Übersetzung)\n«Article 2                                    „Artikel 2\nLe Gouvernement beige designe com-             Die belgische Regierung bezeichnet als\nme autorite centrale et comme autorite        zentrale Behörde und als Absendebehör-\nexpeditrice le Ministere des Affaires et-     de das Ministerium für Auswärtige Ange-\nrangeres, du Commerce exterieur et de la      legenheiten, Außenhandel und Zusam-\nCooperation au Developpement, 2, rue          menarbeit bei der Entwicklu~g (Ministere\nQuatre Bras, 1000 Bruxelles - Ministerie      des Affaires etrangeres, du Commerce\nvan Buitenlandse Zaken, Buitenlandse          exterieur et de la Cooperation au Deve-\nHandel en Ontwikkelingssamenwerking,          loppement/Ministerie van Buitenlandse\nQuatre Brasstraat, 2, 1000 Brussel.           Zaken, Buitenlandse Handel en Ontwik-\nkelingssamenwerking), 2, rue Quatre\nBras, 1000 Brüssel.\nArticle 22                                    Artikel 22\nLe Gouvernement beige n'admet en               Die belgische Regierung läßt die Erledi-\nBelgique l'execution de commissions ro-        gung von Rechtshilfeersuchen durch Di-\ngatoires par des agents diplomatiques ou       plomaten oder Konsularbeamte nur unter\ndes fonctionnaires consulaires:                der Voraussetzung zu,\ni) qu'a la condition qu'aucune mesure de       i) daß keine Zwangsmaßnahme getrof-\ncontrainte ne soit exercee, et                 fen wird und\nii) que la commission rogatoire ne con-        ii) daß das Rechtshilfeersuchen nur An-\ncerne que des ressortissants de l'Etat         gehörige des Entsendestaats betrifft.''\nd'envoi.»\nPortugal hat nach Artikel 2 Abs. 1 des Übereinkommens die\n\"Direccäo Geral dos Servicos Judiciarios Civis,\nMinisterio da Justica,\"\nPraca do Comercio,\n1100 Lisboa\nPortugal''\nals zentrale Behörde bestimmt.\nBonn, den 29. November 1982\nDer Bundesminister des Auswärtigen\nIm Auftrag\nDr. Fleischhauer"]}