{"id":"bgbl2-1977-21-8","kind":"bgbl2","year":1977,"number":21,"date":"1977-05-21T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl2/1977/21#page=6","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl2-1977-21-8/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl2/1977/bgbl2_1977_21.pdf#page=6","order":8,"title":"Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Übereinkommens über die Hohe See","law_date":"1977-04-29T00:00:00Z","page":446,"pdf_page":6,"num_pages":2,"content":["446                       Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1977, Teil II\nBekanntmadlung\nüber den Geltungsbereich des Obereinkommens\nüber die Hohe See\nVom 29. April 1977\nI.\nDas Ubereinkommen vom 29. April 1958 über die Hohe See (BGBl.\n1972 II S. 1089) ist nach seinem Artikel 34 Abs. 2 für die\nMongolei                                                    am 14. November 1976\nin Kraft getreten.\nDie Beitrittsurkunde der Mongolei enthält\na) folgenden Vorbehalt zu Artikel 9:\n(Translation)                                  (Ubersetzung)\nThe Government of the Mongolian                 Die Regierung der Mongolischen\nPeople's Republic considers that the            Volksrepublik ist der Auffassung, daß\nprinciple of international law under            der Grundsatz des Völkerrechts, nach\nwhich ships on the high seas are sub-           dem Schiffe auf Hoher See nur der\nject only to the jurisdiction of the flag       Hoheitsgewalt des Flaggenstaats unter-\nStates applies without any restriction          stehen, ohne jegliche Einschränkung\nwhatever to all government ships.               für alle Staatsschiffe gilt.\nund b) folgende Erklärung zu Artikel 15:\n(Translation)                                  (Ubersetzung)\nThe Government of the Mongolian                 Die Regierung der Mongolischen\nPeople's Republic considers that the            Volksrepublik ist der Auffassung, daß\ndefinition of piracy given in article 15        die in Artikel 15 des Ubereinkommens\nof the Convention does not cover acts           enthaltene Definition der Seeräuberei\nwhich under contemporary interna-               Handlungen nicht erfaßt, die nach dem\ntional law should be regarded as acts           gegenwärtigen Völkerrecht als seeräu-\nof piracy and thus does not adequately          berische Handlungen anzusehen sind,\nreflect the requirements that must be           und damit die Bedingungen nicht aus-\nfulfilled in order to fully ensure free-        reichend wiedergibt, die erfüllt sein\ndom of navigation on international              müssen, damit die Freiheit der Schiff-\nwaterways.                                      fahrt auf internationalen Schiffahrts-\nwegen voll gewährleistet ist.\nII.\nDer Ständige Vertreter Aus t r a 1i e n s bei den Vereinten Nationen\nhat am 29. September 1976 gegenüber dem Generalsekretär der Verein-\nten Nationen folgendes erklärt:\n(Ubersetzung)\n\"I am . . . . . . . instructed to place         ,,Ich bin ....... angewiesen worden,\non record the formal objection of the           den förmlichen Einspruch der austra-\nAustralian Government to the reser-             lischen Regierung zu dem Vorbehalt\nvation by the German Democratic Re-             der Deutschen Demokratischen Repu-\npublic concerning Article 9 of the             blik betreffend Artikel 9 des Uber-\nConvention on the High Seas, 1958,              einkommens von 1958 über die Hohe\nand contained in the instrument of              See zu Protokoll zu geben, der in der\naccession of the German Democratic              Beitrittsurkunde der Deutschen Demo-\nRepublic to that Convention.\"                   kratischen Republik zu diesem Uber-\neinkommen enthalten ist.\"\nDie Regierung des Vereinigten Königreichs hat am 10. Januar\n1977 gegenüber dem Generalsekretär der Vereinten Nationen folgendes\nerklärt:\n(Ubersetzung)\n\"The views of the United Kingdom                „Die Ansichten der Regierung des\nGovernment regarding reservations              Vereinigten Königreichs über die im\nand declarations made in connection            Zusammenhang mit diesem Uberein-","Nr. 21 -Tag der Ausgabe: Bonn, den 21. Mai 1977                    447\nwith this Convention were set out in     kommen gemachten Vorbehalte und\nthe letter of the 5th of November 1959   Erklärungen waren in dem Schreiben\nfrom the Permanent Representative of     des Ständigen Vertreters des Verei-\nthe United. Kingdom to the Secretary-    nigten Königreichs vom 5. November\nGeneral of the United Nations.           1959 an den Generalsekretär der Ver-\neinten Nationen dargelegt worden.\nThe United Kingdom Government now        Die Regierung des Vereinigten König-\ndesire to place on record their formal   reichs gibt nunmehr ihren förmlichen\nobjection to the reservation by the      Einspruch gegen den Vorbehalt der\nGovernment of Mongolia concerning        Regierung der Mongolei zu Artikel 9\nArticle 9 of this Convention.\"           des Obereinkommens zu Protokoll.\"\nDie Regierung der Bundes re publik Deuts eh land hat am 2. März\n1977 gegenüber dem Generalsekretär der Vereinten Nationen folgendes\nerklärt:\nDie Regierung der Bundesrepublik Deutschland hält den Vorbehalt der Re-\ngierung der Mongolischen Volksrepublik zu Artikel 9 des Ubereinkommens\nvom 29. April 1958 über die Hohe See und die Erklärung der Regierung der\nMongolischen Volksrepublik zu Artikel 15 des Ubereinkommens, soweit diese\nErklärung sachlich als Vorbehalt zu qualifizieren ist, für nicht vereinbar mit\ndem Ziel und Zweck des Ubereinkommens und daher für nicht annehmbar.\nDurch diese Erklärung wird die völkerrechtliche Geltung des Obereinkommens\nim übrigen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Mongolischen\nVolksrepublik nicht berührt.\nDiese Bekanntmachung ergeht im Anschluß an die Bekanntmachungen\nvom 15. Mai 1975 (BGBl. II S. 843) und vom 16. Juni 1976 (BGBl. II\ns. 1072).\nBonn, den 29. April 1977\nDer Bundesminister des Auswärtigen\nIm Auftrag\nVerbeek"]}