{"id":"bgbl2-1956-31-2","kind":"bgbl2","year":1956,"number":31,"date":"1956-11-23T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl2/1956/31#page=4","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl2-1956-31-2/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl2/1956/bgbl2_1956_31.pdf#page=4","order":2,"title":"Gesetz über die Feststellung des Wirtschaftsplans des ERP-Sondervermögens für das Rechnungsjahr 1956 (ERP-Wirtschaftsplangesetz 1956)","law_date":"1956-11-22T00:00:00Z","page":970,"pdf_page":4,"num_pages":41,"content":["970                        Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1956, Teil II\nGesetz über die Feststellung\ndes Wirtschaftsplans des ERP-Sondervermögens für das Rechnungsjahr 1956\n(ERP-Wirtschaftsplangesetz 1956).\nVom 22. November 1956.\nDer Bundestag hat das folgende        Gesetz be-\nschlossen:\n§ 1\nDer diesem Gesetz als Anlage beigefügte Wirt-\nschaftsplan des ERP-Sondervennögens für das\nRechnungsjahr 1956 wird in Einnahmen und Aus-\ngaben auf\n951 600 400 Deutsche Mark\nfestgestellt.\n§ 2\nDieses Gesetz gilt nach Maßgabe des § 13 Abs. 1\ndes Dritten Dberleitungsgesetzes vom 4. Januar 1952\n(Bundesgesetzbl. I S. 1) auch im Land Berlin.\n§ 3\nDieses Gesetz tritt mit Wirkung vom 1. April 1956\nin Kraft.\nDie verfassungsmäßigen Rechte des Bundesrates\nsind gewahrt.\nDas vorstehende Gesetz wird hiermit verkündet.\nBonn, den 22. November 1956.\nDer Bundespräsident\nTheodor Heuss\nDer Stellvertreter des Bundeskanzlers\nund Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit\nBlücher\nDer Bundesminister der Finanzen\nSchäffer","Nr. 31 -  Tag der Ausgabe: Bonn, den 23. November 1956                    971\nWirtschaftsplan\ndes ERP-Sondervermögens\nfür das Rechnungsjahr 1956\nVorwort\nERSTER TEIL\nA. Programmierung der Mittel für das Rechnungsjahr 1956\nI. Bundesrepublik\nIn den vergangenen Jahren wurden die Mittel des ERP-Sondervermögens überwiegend zur Uber-\nwindung der Kriegs- und Kriegsfolgeschäden zahlreicher Wirtschaftszweige verwendet. Die Finan-\nzierungsprogramme für das Bundesgebiet im Rechnungsjahr 1956 verfolgen demgegenüber zunehmend\ndas Ziel, die Rationalisierung und Modernisierung von Betrieben zu fördern.\nDaneben sollen in Fortführung der in den vergangenen Jahren eingeleiteten Kreditprogramme die\nWasser- und die Verkehrswirtschaft weitere Investitionskredite erhalten. Innerhalb der Finanzierungs-\nprogramme soll besonders die mittelständische Wirtschaft berücksichtigt werden, für die bei folgenden\nAusgabeansätzen des Wirtschaftsplans 1956 Mittel in nachstehender Höhe vorgesehen sind:\nKap. 2 Tit. 1\nfür landwirtschaftliche Baumaßnahmen .................................. .            28 250 000 DM\nfür landwirtschaftliche Betriebsmittelkreditprogramme .................... .          2 000 000 DM\nfür Fischwirtschaft .................................................... .              750 000 DM\nfür landwirtschaftliche Betriebsberatung und Berufsförderung                          4 000 000 DM\nKap. 2 Tit. 5 und 8\nfür Handel, Handwerk, Fremdenverkehr und verarbeitende Industrie                     25 400 000 DM\nKap. 2 Tit. 6\nfür Seeschiffahrt                                                                     2 000 000 DM\nKap. 2 Tit. 8\nfür gewerbliche Wirtsd1aft der Vertriebenen, Flüchtlinge und Kriegssach-\ngeschädigten ...................................................... .            25 000 000 DM\nfür Kreditgarantiegemeinschaft des Handels ............................. .              500 000 DM\nfür Handwerk auf dem Lande                                                            1000000 DM\nKap. 2 Tit. 11\nfür Produkti vi tä tssteigerungsprogramm                                              8 850 000 DM\nKap. 4 Tit. 2\nfür Binnenschiffahrt                                                                  3 000 000 DM\n100 750 000 DM\nBei der Bewilligung der Mittel im Laufe des Redmungsjahres 1956 wird den jeweiligen konjunk-\nturellen Verhältnissen Rechnung getragen werden.\nII. Berlin\nDie aus der neuen für Berlin bestimmten amerikanischen Wirtschaftshilfe von 10 000 000 $ anfa1lenden\nGegenwerte von 42 000 000 DM sowie das Berliner Zins- und Tilgu.ngsaufkommen des Rechnungsjahres\n1956 werden weiter für den Aufbau der Berliner Wirtschaft, die Förderung des Absatzes Berliner\nErzeugnisse und die Erhöhung der Beschäftigtenzahl mit dem Ziele der Steigerung der Leistungsfähigkeit\nBerlins und des Lebensstandards seiner Bevölkerung verwendet werden.\nIn Ergänzung zu den vorgenannten Mitteln sollen bis zur Höhe von 100 000 000 DM aus dem Zins-\nund Tilgungsaufkommen in der Bundesrepublik (Kap. 2) zur Finanzierung von Aufträgen westdeutscher\nBesteller an die Berliner Wirtschaft zur Verfügung gestellt werden.","972                                       Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1956, Teil II\nBei der Entscheidung über die im Rahmen der Finanzierungsprogramme zu berücksichtigenden Einzel-\nprojekte werden sowohl die Bedeutung eines Projektes für die Erreichung der wirtschaftspolitischen\nZiele als auch betriebswirtschaftliche Gesichtspunkte in Betracht gezogen. Es müssen jedoch bewußt\nstärkere Risiken - insbesondere entsprechend den mit den amerikanischen Hilfeleistungen verbun-\ndenen Auflag~n - dann in Kauf genommen und Bedenken hinsichtlich der privatwirtschaftlichen Beur-\nteilung von Projekten zurückgestellt werden, wenn die wirtschaftspolitische Bedeutung eines Einzel-\nprojektes in Ansehung der besonderen Lage Berlins die Zurückstellung dieser Bedenken gerechtfertigt\nerscheinen läßt. Insoweit muß unter Umständen auch auf die bankmäßige Absicherung solcher Kredite\nganz oder teilweise verzichtet werden.\n8. Wirtschaftsplan, Kassenwesen und Vermögensnachweisung\n1. Gliederung des Wirtschaftsplans\nDer Wirtschaftsplan gliedert sich in:\nKapitel    1: ERP-Sondervermögen            -   Allgemeiner Teil -\nKapitel   2:  ERP-Sondervermögen            -   Teil Bundesrepublik -\nKapitel   3:  ERP-Sondervermögen            -   Teil Berlin -\nKapitel    4: MSA-Wirtschaftshilfe          -   Anleihe der Export-Import-Bank Washington -\nIm Kapitel 1 sind in der Einnahme die im Rechnungsjahr 1956 voraussichtlich anfallenden DM-Gegen-\nwerte aus der amerikanischen Wirtschaftshilfe 1956/57 und die Entnahmen aus dem Bestand des ERP-\nSondervermögens, in der Ausgabe die Beträge, die für allgemeine Aufwendungen gezahlt werden\nmüssen, veranschlagt.\nKapitel 2 enthält das Zins- und Tilgungsaufkommen in der Bundesrepublik sowie die Ausgabeansätze\nfür die in der Bundesrepublik zu vergebenden Kredite und Zuschüsse.\nZinsen und Tilgungen, die der amerikanischen Mitverfügung unterliegen, sind in der Einnahme\ngesondert veranschlagt worden.\nIm Kapitel 3 sind das Zins- und Tilgungsaufkommen in Berlin sowie die für Berlin vorgesehenen\nKredite und Zuschüsse veranschlagt.\nZinsen und Tilgungen, die der amerikanischen Mitverfügung unterliegen, sind in der Einnahme\ngesondert veranschlagt worden.\nKapitel 4 umfaßt das Zins- und Tilgungsaufkommen der aus der MSA-Wirtschaftsanleihe 1951/52\ngewährten Kredite. Im Rahmen der MSA-Wirtschaftshilfe 1951/52 ist der Bundesrepublik Deutschland\nüber die Export-Import-Bank Washington eine Anleihe in Höhe von 16 900 000 $ gewährt worden; die\nDM-Gegenwerte in Höhe von 70 980 000 DM wurden als Kredite vergeben (siehe Bundeshaushaltsplan\n1952 Einzelplan V außerordentlicher Haushalt Kap. 1 b). Gemäß einer Verwaltungsvereinbarung mit\ndem Bundesminister der Finanzen werden diese Kredite sowie die Zins- und Tilgungseinnahmen aus\ndiesen Krediten, die nicht Bestandteile des ERP-Sondervermögens sind, aus Zweckmäßigkeitsgründen\nbeim ERP-Sondervermögen treuhänderisch verwaftet.\nAus den Zinsen und Tilgungen werden die Zins- und Rückzahlungsverpflichtungen gegenüber den\nUSA erfüllt.\nII. K a s s e n w e s e n -     8 u c h fü h r u n g d e s E R P - S o n d e r v e r m ö g e n s -\nDie Einnahmen und Ausgaben des ERP-Sondervermögens werden beim Bundesminister für wirtschaft-\nliche Zusammenarbeit in einer kaufmännischen Buchführung erfaßt. Die in den Erläuterungen zum\nWirtschaftsplan enthaltenen Hinweise „Siehe Kontengruppe ..... u beziehen sich auf die entsprechen-\nden Buchungsstellen in der Buchführung.\nDas ERP- und das GARIOA-Sammelkonto sowie die von der Bank deutscher Länder geführte ERP/\nGARIOA-Treuhandbuchhaltung werden als „ Verwahrkontenu sinngemäß geführt.\nIII. V e r m ö g e n s n et c h w e i s u n g\nEine Vermögensnachweisung des ERP-Sondervermögens nach dem Stand vom 31. März 1955 ist dem\nWirtschaftsplan als Anlage beigefügt.\nZWEITER TEIL\nIm Vorwort zum Wirtschaftsplan des ERP-Sondervermögens für das Rechnungsjahr 1955 (Bundesge-\nsetzbl. II S. 766) sind der Ursprung, die Art und der Umfang der amerikanischen Hilfeleistungen sowie\ndie Bildung, die Zweckbestimmung und die Verwaltung des ERP-Sondervermögens dargestellt worden.\nIm folgenden wird diese Darstellung fortgeführt und darüber hinaus erstmalig ein Oberblick über die\nVerwendung der aus Mitteln des ERP-Sondervermögens (ERP-Mittel) gewährten Zuschüsse gegeben.","Nr. 31 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 23. November 1956                                                     973\nA. Aufkommen der Mittel nach dem Stand vom 31. März 1955\nI. Umfang der Hilfeleistungen\nAußerhalb der bilateralen Abkommen von 1948 und 1949 sind GARIOA-Hilfen bis zu 1,9 Milliarden\nDollar gewährt worden.\nIm Rahmen der vorgenannten Abkommen sind der Bundesrepublik Deutschland nachstehende Wirt-\nschaftshilfen nach dem Stand vom 30. Juni 1955 (Ende des amerikanischen Haushaltsjahres) zugeteilt\nworden:\nGARIOA                              ECA/MSA/FOA\n$                                      $\n1. Marshallplanjahr 1948/49 (3. 4. 48 bis 30. 6. 49) ....... .                                                      613 500 000\n2. Marshallp]anjahr 1949/50 (1. 7. 49 bis 30. 6. 50) ....... .            172 407 000                               284 726 000\n3. Marshallplanjahr 1950/51 (1. 7. 50 bis 30. 6. 51) ....... .                                                      384 758 000\n4. Marshallplanjahr 1951/52 (1. 7. 51 bis 30. 6. 52) ....... .                                                   .) 106 000 000\nMSA-Wirtschaftshilfe 1952/53 (1. 7. 52 bis 30. 6. 53) ..... .                    144 000                              83 643 000\nMSA/FOA Wirtschaftshilfe 1953/54 (1. 7. 53 bis 30. 6. 54)                                                             15 000 000\nMSA/FOA-Wirtschaftshilfe 1954/55 (1. 7. 54 bis 30. 6. 55) ..                                                          23 500 000\nTechnical Assistance ................................ .                                                                  485 111,69\n172 551 000                             1 511 612 111,69\n•) 16 900 000 $ hiervon sind der Bundesrepublik Deutschland als Anleihe der Export-Import-Bank Washington\ngewährt worden. Der Gegenwert der Anleihe ist nicht Bestandteil des ERP-Sondervermögens.\nII. DM-Aufkommen aus Hilfen seit Inkrafttreten der bilateralen Abkommen\nDas Gegenwertaufkommen beträgt unter Berücksichtigung der bis zum 31. März 1955 in Anspruch\ngenommenen Dollar-Hilfen\n1. aus den ECA/MSA/FOA-Einfuhren rd. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 369 800 000 DM\n2. aus den GARIOA-Einfuhren rd. . ............................................ .                                       984 779 000 DM\n6 354 579 000 DM\nDie bis zur Währungsreform geführten RM-Gegenwertkonten sind auf Grund des Umstellungsgesetzes\n(WiGBl. 1948 Beilage 5 S. 13) erloschen.\nIII. Aufkommen von Zinsen und Tilgungen\nNach § 5 Abs. 2 des ERP-Verwaltungsgesetzes fließen Zinsen und Tilgungen aus Darlehen dem ERP-\nSondervermögen wieder zu. Auch diese Einnahmen werden im Rahmen der Zweckbestimmung des\nERP-Sondervermögens (§ 2 ERP-Verwaltungsgesetz), das einen revolvierenden Fonds darstellt, wieder\nverausgabt. Aus der nachstehenden Aufstellung ergibt sich die Höhe des Zins- und Tilgungsaufkom-\nmens bis zum 31. März 1955. In Spalte 7 der Aufstellung sind die Zinsen und Tilgungen aufgeführt,\nüber deren Verwendung der Verwalter des ERP-Sondervermögens - im Gegensatz zu dem allgemeinen\nZins- und Tilgungsaufkommen - nur mit Zustimmung der FOA/ICA-Mission verfügen konnte. Diese\nEinschränkung besteht auf Grund des sogenannten Zablocki-Amendments nur für Zins- und Tilgungs-\nbeträge aus Krediten, die aus DM-Gegenwerten gewährt wurden, die auf Grund der nach dem 20. Juni\n1952 erteilten Beschaffungsermächtigungen*) angefallen sind.\n•) Im Rahmen der amerikanischen Wirtschaftshilfen werden durch die Regierung der Vereinigten Staaten Be-\nschaffungsermächtigungen für die Einfuhr· von Gütern erteilt.","974                                   Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1956, Teil II\nObersicht über die Zins- und Tllgungseinnahmen In den Rechnungsjahren 1949 bis 1954\nAus der                                            Aus Darlehen,   Bürgschafts-\nRechnungs-          Aus            Aus           zwischen-                           Insgesamt           deren        sicherungs-\nDarlehen      Wertpapieren      zeitl. Anl.     Sonstige         Spalten 2 bis 5 Verwendung\nJahr                                                                                                                  fonds\nd. Konten                                           gebunden ist\nDM             DM                DM              DM                  DM               DM               DM\n1               2               3                4               5                   6                7                8\nA. Zinseinnahmen\nBund\n1949             323 948,45  12 907 573,50                                         13 231 521,95\n1950          69174 613,72   30 005 501,74      1 014 701,27                      100 194 816,73\n1951          78 630 631,19  12 056 250,-       2 396 949,98      166 991,28       93 250 822,45\n1952         166 049 419,18   8 787 500,-       5 204 824,98       79 849,87     180 121 594,03\n1953         164 005 567,16   2 920 571,66      4 006 866,67       16 860,71     170 949 866,20     1 317 213,47\n1954         161 520 332,51  13 281 458,33      8 773 541,67         3 647,98     183 578 980,49    5 447 993,82\n639 704 512,21  79 958 855,23     21 396 884,57      267 349,84     741327601,85       6 765 207,29\nBerlin\n1950           4 644 185,53                                                         4 644185,53\n1951           7 531 210,54                       244 041,67                        7 775 252,21                       164 633,33\n1952          17 322 876,77                     1096640,08                         18 419 516,85                       577 926,73\n1953          24 666 829,01                     2 767 177,43                       27 434 006,44    1210495,25       1045510,98\n1954          27 207 831,22                     2 847 945,19                       30 055 776,41    6 705 361,48       908 711,80\n81 372 933,07                     6 955 804,37                       88 328 737 ,44   7 915 856,73     2 696 782,84\n(Die Zinsen sind\nzur Auffüllung\ndes Fonds\nbestimmt.)\nB. Tllgungsauikommen\nBund\n1951          44 435 300,71                                                        44 435 300,71\n1952          59 414 510,39                                                        59 414 510,39\n1953         134 545 779,61  24 995 592,20                                        159 541 371,81\n1954         224 445 283,18         4 407,80                                      224 449 690,98   10163 000,-\n462 840 873,89  25 000 000,-                                         487 840 873,89   10163 000,-\nBerlin\n1951           5 670 933,51                                                         5 670 933,51\n1952          22 240 100,54                                                        22 240 100,54\n1953          58 062 874,87                                                        58 062 874,87      228 392,10\n1954          97 143 229,59                                                        97 143 229,59    6 546 872,67\n183 117138,51                                                        183 117 138,51    6 775 264,77\nZusammenstellung\nBund                      Berlin\nDM                         DM\n1. Einnahmen, über die die Bundesrepublik Deutschland allein\nverfügungsberechtigt war (Spalte 6)\na) Zinsen ............................................. .               741 327 601,85              88 328 737,44\nb) Tilgungen ........... ; .............................. .             487 840 873,89             183117138,51\n1 229 168 475,74             271 445 875,95\n2. Einnahmen, die der Mitwirkung der FOA/ICA bei der Pro-\ngrammierung gemäß Artikel IV Ziff. 6 bzw. Artikel V Ziff. 4\ndes bilateralen Abkommens unterlagen (Spalte 7)\na) Zinsen ............................................. .                  6 765 207,29              7 915 856,73\nb) Tilgungen .......................................... .                10 163 000,-                6 775 264,77\n16 928 207,29             14 691121,50","Nr. 31 -  Tag der Ausgabe: Bonn, den 23. November 1956                      975\nB. Verwendung der Mittel nach dem Stand vom 31. März 1955\nNach § 5 ERP-Verwaltungsgesetz können die Mittel des ERP-Sondervermögens verwendet werden\nzur Gewährung von Darlehen\nzur Gewährung von Zuschüssen\nzur Obernahme von Bürgschaften\nzum Erwerb von Beteiligungen und Grundstücken ..\nI. Kredite und Beteiligungen\nDie aus der Marshallplanhilfe eingegangenen und in dem ERP-Sondervermögen zusammengefaßten\nGegenwertmittel haben einen wesentlichen Beitrag zum Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft\ngeleistet. Die Auswirkung der Kreditgewährungen aus dem ERP-Sondervermögen auf die wirtschaft-\nliche Entwicklung der Bundesrepublik und Berlins sind in den Tätigkeitsberichten der Bundesregierung\nsowie in den Berichten der Bundesregierung über die Durchführung der Marshallplanhilfe dargestellt\nworden.\nNachstehende Aufstellung gibt einen Ube-rblick über die insgesamt bis zum 31. März 1955 im Rahmen\nder Finanzierungsprogramme ausgezahlten Kreditbeträge und übernommenen Beteiligungen.\nZinsen und\nLfd.                                                   Gegenwerte                       Insgesamt\nWirtschaftszweig                                 Tilgungen\nNr.\nDM in Millionen DM in Millionen DM in Millionen\nBundesgebiet\nKredite:\n1.   Landwirtschaft ........................... .          282,8           44,2           327,0\n2.  Forstwirtschaft ........................... .           11,4                           11,4\n3.  Fischerei ................................•              5,0            1,7             6,7\n4.   Bergbau ................................. .           577,3           30,6           607,9\n5.   Elektrizitätswirtschaft .................... .        848,8           98,2           947,0\n6.   Gas- und Wasserwirtschaft ............... .           106,0           54,8           160,8\n7.   Eis.en und Stahl ..........................•          208,5           40,5           249,0\n8.   Erdöl - Erdgas ......................... .             43,4                           43,4\n9.  Chemische Industrie ..................... .             99,7           44,2           143,9\n10.   Verarbeitende Industrie .................. .         393,4            77,2           470,6\n11.   Nahrungsmittelindustrie .................•             44,9           29,0            73,9\n12.  Bundesbal}n ............................. .           445,0            51,0           496,0\n13.  Bundespost ..............................•              20,0           15,0            35,0\n14.   Seeschiffahrt ............................ .          137,9          156,0           293,9\n15.  Binnenschiffahrt ......................... .             9,4            7,9            17,3\n16.  Seehäfen ................................ .              4,7                            4,7\n17.  Binnenhäfen ............................. .             11,9            0,3            12,2\n18.  Privatbahnen ............................ .              6,7            3,5            10,2\n19.  Straßenbahnen .......................... .              17,3            0,3            17,6\n20.  Verkehrsgewerbe ........................•                0,7                            0,7\n21.  Wohnungsbau ........................... .             496,2             7,1           503,3\n22.  Kleinindustrie, Handel und Handwerk .... .               8,9           14,7            23,6\n23.  Fremdenverkehr ......................... .              23,6            8,3            31,9\n24.  Vertriebene ............................. .           134,0            21,7           155,7\n25.  Forschung ............................... .                             0,1             0,1\n3937,5           706,3         4643,8\nBeteiligungen:\n1.  Bank für Vertriebene und Geschädigte\n(Lastenausgleichsbank) AG. . ...........•             3,0                            3,0\n2.  Deutsche Siedlungsbank .................. .                             3,0             3,0\n3.  Weltbank (im Innenverhältnis Anteilseigner\nan der Beteiligung der Bundesrepublik) ..                            4,0             4,0\n3,0            7,0            10,0","976                                   Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1956, Teil II\nLfd.                                                    Gegenwerte         Zinsen und    Insgesamt\nWirtschaftszweig                                     Tilgungen\nNr.\nDM in Millionen  DM in Millionen DM in Millionen\nBerlin\nKredite:\n1.  Landwirtschaft                                            2,0                             2,0\n2.  Elektrizi tä tswirtschaf t                             105,0                           105,0\n3.  Gaswirtschaft ........................... .             22,5                            22,5\n4.  Wasserwirtschaft ........................ .              7,0                             7,0\n5.  Elektroindustrie ......................... .           256,7                           256,7\n6.  Maschinenindustrie ...................... .             98,1                            98,1\n7.  Sonstige Industrie ....................... .           150,9                           150,9\n8.  Verkehr und öffentliche Betriebe ......... .            17,5               2,0          19,5\n9.  Post- und Fernmeldewesen ............... .              27,5                            21,5\n10.  Schiffahrt ............................... .              6,0                             6,0\n11.  Wohnungsbau ........................... .               77,9               2,1          80,0\n12.  Kleinindustrie und Handwerk ............ .              46,2               1,5          47,7\n13.  Handel .................................. .               9,4                             9,4\n14.  Fremdenverkehr ......................... .                3,9                             3,9\n15.  Vertriebene ............................. .               3,0              4,4            7,4\n16.  Forschung (industriell) ................... .           11,7                            11,7\n17.  Auftragsfinanzierungskredite ............. .            59,9              93,7         153,6\n18.  Betriebsmittelkredite ..................... .           22,1              23,4          45,5\n19.  Arbeitsbeschaffungsprogramm ............ .             548,0              13,8         561,8\n1475,3             140,9        1616,2\nBeteiligungen:\n1.  Berliner Industriebank AG. .............. .                                5,0            5,0\n2.  Eigenkapitalfinanzierungsprogramm ...... .              27,3               3,8          31,1\n27,3              8,8          36,1\nZusammenstellung\nKredite\nBundesgebiet ..................................... .            3937,5             706,3       4643,8\nBerlin ............................................ .           1475,3             140,9        1616,2\n5412,8             847,2       6260,0\nBeteiligungen\nBundesgebiet ..................................... .                3,0              7,0           10,0\nBerlin ............................................•              27,3               8,8          36,1\n30,3              15,8          46,1\nII. Zu s c h ü s s e\nDie seit 1950 gewährten Zuschüsse verfolgten zunächst das Ziel, zum Wiederaufbau der deutschen\nLandwirtschaft beizutragen, der deutschen Forschung die Möglichkeit zu geben, Anschluß an die Ent-\nwicklung des Auslandes zu gewinnen und zur Verminderung der Arbeitslosigkeit in Berlin beizutra-\ngen. In der Folgezeit wurden auch Zuschüsse für die Durchführung weiterer Aufgaben in anderen Wirt-\nschaftsbereichen bewilligt.\nNach Inkrafttreten des ERP-Verwaltungsgesetzes sollen Zuschüsse nur gewährt werden, wenn sie der\nFörderung und dem Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft (§ 2 ERP-Verwaltungsgesetz) dienen und\nder Bestand des ERP-Sondervermögens in seiner Substanz nicht geschmälert wird (§ 5 Abs. 1 ERP-Ver-\nwaltungsgesetz).\nDie nachstehende Aufstellung gibt einen Uberblick über die insgesamt bis zum 31. März 1955 im\nRahmen der Zuschußprogramme verausgabten Beträge.","Nr. 31 -        Tag der Ausgabe: Bonn, den 23. November 1956                                  977\nAus Gegenwerten      Aus Zinsen        Zusammen\nVerwendungszweck\nDM in Millionen  DM in Millionen    DM in Millionen\nA. Bundesgebiet\nLandwirtschaft                                                               111,3             41,7 1 )\n.153,0\nForschung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .           30, 1              4,7              34,8\nFörderung des dt.-amerik. Handels . . . . . .                                  4,3               1,6               5,9\nZonenrand- u. Sanierungsgebiete . . . . . . . .                                                  2,4               2,4\nProduktivitätssteigerung . . . . . . . . . . . . . . . .                       5,4                                 5,4\nFremdenverkehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .                                     0,3               0,3\nTechnischer Erfahrungsaustausch . . . . . . . .                                 4,5              0,3               4,8\nWohnungsbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .                  0,5                                 0,5\nTransportkosten f. Liebesgaben . . . . . . . . .                    ______________0,5 _________\n33,8                    2)\n___;_         34,3\n189,9             51,5             241,4\nB. Berlin\nLandwirtschaft                                                                  1,6                                1,6\nForschung ............................ .                                      10,6               0,1              10,7\nAbsatzsteigerung ...................... .                                       2,2              0,1               2,3\nWiederaufbauprogramm ............... .                                        34,8              15,8              50,6 .\nAbdeckung .d. Haushaltsdefizits ........ .                                   125,0                              125,0\nBürgschaftssicherungsfonds                                                      1~                                 1~\nVorsorgemaßnahmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . .                        0,3                                 0,3\nSowjetzonenflüchtlinge . . . . . . . . . . . . . . . . .                       0,2.                                0,2\n------------------------\n175, 9             16,0            191,9\nBundesgebiet              241,4\nBerlin                    191,9\n433,3\n1) Davon 32,5 Millionen DM aus sonstigen Mitteln\n2) Davon 0,1 Millionen DM aus sonstigen Mitteln\nDie Zuschüsse sind wie folgt verwendet worden:\n1. Bundesgebiet\na) Landwirtschaft\n1\nMehr als /a der Zuschüsse wurden für Forschung, Ausbildung und Beratung eingesetzt. Diese drei\nGebiete wurden bewußt bevorzugt, weil sie die Grundlagen für den Fortschritt in der Landwirtschaft\nbilden.\nDie landwirtschaftliche Forschung erlitt durch die Kriegsfolgen starke Rückschläge, insbesondere durch\nSachschäden und durch die Isolierung von de·r Forschung des Auslandes. Mit Hilfe der ERP-Zuschüsse\nwurden mehr als 100 Forschungsinstitute und -anstalten des Bundes und der Länder wieder auf- und\nausgebaut sowie mit den notwendigen Apparaturen und sonstigen Einrichtungsgegenständen ausge-\nstattet. In etwa 960 Fällen wurden vordringliche Forschungsvorhaben einschließlich solcher zur Förde-\nrung des wissenschaftlichen Nachwuchses finanziert.\nDurch die Gewährung von ERP-Zuschüssen war es möglich, für jeden Kreis- im Bundesgebiet zusätz-\nlich mindestens einen hauptamtlich tätigen landwirtschaftlichen Berater einzustellen und die Beratungs-\nkräfte durch Ausstattung mit Fahrzeugen und Demonstrationsmitteln beweglicher und leistungsfähiger\nzu machen.\nDie für den Bau von Fachschulen und Beratungsstellen zur Verfügung gestellten ERP-Zuschüsse haben\nin den Ländern der Bundesrepublik die für die Entwicklung der Landwirtschaft verantwortlichen Stel-\nlen zu beachtlichen Eigenleistungen angeregt. Dem Bundeszuschuß von 11 500 000 DM für den Bau von\nLandwirtschaftsschulen steht eine Leistung der Länder von 48 000 000 DM gegenüber. Es wurde dadurch\nerreicht, daß in der Bundesrepublik seit dem Jahre 1949 bei den Landwirtschaftsschulen die Zahl der\nJungenabteilungen eine Zunahme von 68 und die Zahl der Mädchenabteilungen eine Zunahme von 224\nerfahren hat.","978                              Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1956, Teil II\nIm Rahmen des in den Jahren 1951 bis 1954 durchgeführten Grünlandförderungsprogrammes wurden\nder landwirtschaftlichen Praxis durch die Anlage von etwa 40 000 Beispielsflächen und -anlagen die\nMöglichkeiten der Verbesserung der Futtererzeugung auf Wiese, Weide und Acker gezeigt.\nIn Ergänzung hierzu wurden über 6000 Vorführungen über verbesserte Konservierungsmethoden,\n50 Heu- und Gärfutterwettbewerbe sowie eine große Anzahl von Lehrgängen, Lehrfahrten und Lehr-\nschauen durchgeführt.\nDie Mittel dienten außerdem dem Ausbau der Grünlandlehr- und -versuchsanstalten der Länder zu\nZentralstellen der futterbaulichen Fortbildung für Wirtschaftsberater und Praktiker sowie des Ver-\nsuchs- und Sortenprüfungswesens.                                   ·\nAuf dem Gebiet der Landtechnik konnte durch die Einfuhr ausländischer Versuchsmaschinen, beson-\nders aus den USA, die Entwicklung der deutschen Landtechnik in konstruktiver und fertigungsmäßiger\nRichtung wesentlich beeinflußt werden.\nDurch Bereitstellung von 3 300 000 DM ERP-Mitteln wurden rd. 60 000 Betriebe mit über 400 000 Kühen\nfür die Durchführung der freiwilligen Milchleistungsprüfungen neu gewonnen. Diese Maßnahme, ver-\nbunden mit einer intensiven Beratung, fand einen sichtbaren Ausdruck in der in den letzten Jahren\nerzielten Steige,rung der Milchleistung. Während die Jahresmilchleistung je Kuh im Bundesgebiet im\nJahre 1951 nur 2643 kg betrug, ist diese stetig auf 2925 kg im Jahre 1954 angestiegen.\nMit Hilfe von 2 000 000 DM ERP-Zuschüssen wurden im Bundesgebiet neun Zentralbesamungsstationen\nerrichtet. Diese Einrichtungen hatten eine starke Verbreitung der künstlichen Besamung der Rinderbe-\nstände zur Folge. Im Jahre 1952 wurden rd. 660 000 Tiere besamt und im Jahre 1954 über 1 Million.\n600 000 DM wurden für die Errichtung von Schweinemastleistungsprüfungsanstalten und 350 000 DM\nfür Kükenaufzuchtstationen verausgabt.\nDurch die in den Jahren 1951/52 zur Verfügung gestellten 10 000 000 DM wurde die Bekämpfung der\nRindertuberkulose wesentlich gefördert. Den Ländern wurde dadurch die Möglichkeit gegeben, die\nLandwirtschaft bei der Ausmerzung der tb-infizierten Rinder durch Beihilfen zu unterstützen. In allen\nLändern entstanden einzelne Projektgebiete von der Größe eines Molkereieinzugsgebietes bis zur\nGröße eines Landkreises. Diese sogenannten „ tb-freien Inseln\" wirkten beispielhaft auf die Nachbarge-\nbiete und waren der Ausgangspunkt für die weitere Sanierung des deutschen Rinderbestandes. Ent-\nscheidend war, daß die anfängliche Zurückhaltung gegenüber dem von jedem Land eröffneten freiwil-\nligen Verfahren zur Bekämpfung der Rindertuberkulose überwunden und die deutsche Landwirt-\nschaft in zunehmendem Maße zur Mitarbeit an der Sanierung des deutschen Rhderbestandes\ngewonnen werden konnte. Bis zum 30. Juni 1955 haben sich rd. 60 vom Hundert aller Rinderhaltungs-\nbetriebe mit 7 200 000 Tieren dem freiwilligen Bekämpfungsverfahren angeschlossen, von denen weit\nüber die Hälfte amtlich als tb-frei anerkannt sind.\nFür die Förderung der Flurbereinigung standen 15 000 000 DM zur Verfügung, von denen\n12 500 000 DM den Ländern unmittelbar zugeteilt und 2 500 000 DM im Rahmen eines besonderen För-\nderungsprogrammes verwendet worden sind. Die Flurbereinigung erhielt dadurch einen starken Auf-\ntrieb. Es konnten 705 Flurbereinigungsverfahren mit einer Fläche von 365 625 ha gefördert werden.\n32 500 000 DM wurden an Düngemittelsubventionen für das Düngemitteljahr 1951/52 gezahlt.\nb) Forschung\nIm Bereich des Bundesministers für Wirtschaft:\nVon den in den Rechnungsjahren 1950 und 1951 bereitgestellten Zuschüssen für Forschung in Höhe\nvon 25 813 550 DM sind etwa 6 500 000 DM über die Deutsche Forschungsgemeinschaft und etwa\n5 000 000 DM unmittelbar an Institute der deut~chen Hochschulen für die Förderung der Grundlagen-\nforschung vergeben worden; der Rest von rd. 14 300 000 DM wurde für die Förderung der angewandten\nund industrienahen Forschung zur Verfügung gestellt, indem insbesondere die sogenannten industriel-\nlen Forschungsgemeinschaften mittlerer und kleinerer Betriebe in sehr vielen Wirtschaftszweigen unter-\nstützt wurden. Die Mittel dienten überwiegend z~r Wiedereinrichtung der durch Kriegseinwirkung\nzerstörten Forschungslaboratorien; es wurden etwa 750/o der gewährten Zuschüsse für die Beschaffung\nvon wissenschaftlichen Geräten verwendet.\nDie in den Rechnungsjahren 1953 und 1954 zur Verfügung gestellten Zuschüsse in Höhe von\n4 727 000 DM, von denen bis zum Schluß des Rechnungsjahres 1954 rd. 2 900 000 DM verausgabt wor-\nden sind, wurden fast ausschließlich für die Förderung der industriellen Forschungsvereinigungen ver-\nwendet.","Nr. 31 -    Tag der Ausgabe: Bonn, den 23. November 1956                    979\nNach Fachgebieten geordnet, verteilen sich diese Zuschüsse wie folgt:\nRechnungsjahre                                    Rechnungsjahre\n1950/51     1953/54                                1950/51   1953/54\nBergbau                          60/o       15 °/o      Textilindustrie            2 0/o    10 0/o\nErdöl                            1 0/o       2 0/o      Holzverarb. Industrie      4 0/o     5 0/o.\nHüttenwesen                      3 0/o       6 0/o      Energie-Wasser-\nMetallverarbeitende                                       wirtschaft               5 0/o\nIndustrie                     5 0/o       7 0/o      Bauwirtschaft              5 0/o\nMaschinenbau                     4 0/o       8 0/o      Wirtsch. ·wissenschaf t    5 0/o     7 0/o\nMotorenindustrie                 2 0/o                  Rationalisierung           2 0/o     5 0/o\nFahrzeugindustrie                1 0/o                  Techn. Physik\nStahlbau                         1 0/o                    (einschl. PTB)          27 0/o    20 0/o\nFeinmech. opt. Industrie         2 0/o       4 0/o      Gesundheitswesen           3 0/o\nElektroindustrie                 7 0/o       1 0/o      Schiffbau                            1 0/o\nChemische Industrie            14 0/o        6 0/o      Sonstiges                            3 0/o\nKeramische Industrie             1 0/o\nIm Bereich des Bundesministers des Innern:\nFür die Grundlagen- und wirtschaftsnahe Forschung sind an ERP-Zuschüssen rd. 4 600 000 DM zur\nVerfügung gestellt worden. Aus diesen Mitteln wurden 48 Forschungsprojekte über die Max-Planck-\nGesellschaft und 27 Forschungsprojekte über die Deutsche Forschungsgemeinschaft, u. a. für Zwecke\ndes zivilen Luftschutzes, finanziert.\nDie für das Blindenwesen in Höhe von 400 000 DM bereitgestellten Mittel haben wesentlich dazu\nbeigetragen, dem Blindenhandwerk den wirtschaftlichen Konkurrenzkampf durch Gewährung von Bei-\nhilfen zur Beschaffung von Rohstoffe.,n zu erleichtern. Mit den Mitteln für die Forschung auf dem\nGebiet des Blindenwesens wurden neben der Entwicklung eines Erdreliefglobusses für Blinde, eines\nSchreiblesegerätes, eines Feinmeßlineals, einer geräuscharmen Blindenstenographiermaschine, eines\nBlindenschriftsetzgerätes und einer automatischen Rotationspresse für Blindenschrift vor allem die\nEinrichtung und der Betrieb einer Blindenhörbücherei in Marburg (Lahn) gefördert. Weiter war es\nder Blindenhörbücherei möglich, ein Studio zur Herstellung von Tonbandkopien auszustatten.\n34 Vorhaben auf den verschiedenen Gebieten des Gesundheitswesens erhielten rd. 1 030 000 DM.\nZur Finanzierung von baulichen Maßnahmen und zur apparativen Neuausstattung von 3 wissenschaft-\nlichen Instituten des Bundesgesundheitsamtes, und zwar der Laboratorien des Robert-Koch-Institutes,\ndes Institutes für Wasser-, Boden- und Lufthygiene sowie des Max-von-Pettenkofer-Institutes in\nBerlin wurden 950 000 DM verwendet.\nAuf dem Gebiet der Angewandten Geodäsie wurden zur Beschaffung eines Stereoplanigraphen und\nzur teilweisen Finanzierung des Ankaufes eines vollautomatischen Entzerrungsgerätes 185 000 DM\nbereitgestellt.\nIm Bereich des Bundesministers für Verkehr:\nMit ERP-Zuschüssen wurden Untersuchungen zur Verhütung von Ladungsschäden auf Seeschiffen\ndurch Schweißwasser oder durch Selbstentzündung unterstützt. Im Jahre 1955 wurde die erste For-\nschungsreise nach Obersee durchgeführt. Auf einer dreimonatigen Fahrt nach West- und Äquatorial-\nAfrika wurden die im Rahmen des Forschungsprojektes vom Deutschen Wetterdienst entwickelten\nneuartigen Fernmeß-Anzeige- und Schreibgeräte für Temperatur und Feuchte erstmalig an Bord er-\nprobt. Endziel der gesamten Untersuchungen ist die Erstellung einer Lüftungslehre für Seeschiffe\nund die Modernisierung der Belüftungsanlagen von Laderäumen.\nEin für die Schiffahrt und Ernährung gleich wichtiges Problem liegt in den vom Deutschen Hydro-\ngraphischen Institut durchgeführten Untersuchungen der langfristigen Änderungen der ozeanographi-\nschen Elemente in den nordeuropäischen Gewässern und ihrer Folgen in bezug auf die Verlagerung\nder Fischfanggebiete, der Eisgrenzen und der Wassermassen.\nDer Verkehrssicherung auf den Binnenwasserstraßen dienten Modelluntersuchungen, mit deren Hilfe\nder durch Wirbelstrombildung an Kanalabzweigungen und Hafeneinfahrten gefährdete Schiffsbetrieb\nvor Havarien und längeren Verkehrssperren bewahrt werden soll. Zur Verbesserung der Navigation\nvon Binnenschiffen wird die Radar-Technik eingesetzt und ein Gerätemuster mit besonders großem\nNahauflösungsvermögen für die engen Verhältnisse auf Binnenwasserstraßen entwickelt.","980                              Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1956, Teil II\nZur Feststellung der Wirtschaftlichkeit von Motorgüterschiffen im tiefen und flach strömenden\nWasser als Einzelfahrer und schleppender Selbstfahrer wurden Modellversuche in der Versuchs-\nanstalt für Binnenschiffbau in Duisburg gefördert, die den Zweck haben, die technische Entwicklung\nbestimmter Schiffstypen voranzutreiben.\nDer Großversuchsstand der Bundesanstalt für Straßenbau in Köln-Raderthal, an dem experimentell\ndas Problem der Tragfähigkeit von Straßendecken, das Zusammenwirken von Untergrund, Unterbau\nund Decke studiert und der Einfluß des Frostes untersucht werden sollen, erhielt für größere spezielle\nStraßenbauversuche bauliche Ergänzungen und wurde mit besonderen Versuchs- und Meßeinrichtungen\nfür statische und dynamische Belastungen im Werte von 95 000 DM aus ERP-Mitteln ausgerüstet.\nZur Verbesserung und Sicherung der Bremsfähigkeit von schnellfahrenden Kraftfahrzeugen ist ein\nZuschuß zu entsprechenden Entwicklungsarbeiten an Bre_msen gewährt worden.\nDer Förderung des Behälterverkehrs dienten die Bemühungen, einen zusammenlegbaren Groß-\nbehälter von 4 bis 5 cbm Nutzraum und 3 bis 4 t Tragfähigkeit zu finden, der eine freizügige,\nwechselseitige Verwendung sowohl im Eisenbahnb.etrieb wie im Kraftwagentransport erlaubt. Dazu\ngehörten ferner die Durchführung und Auswertung einer von der Studiengesellschaft für Behälterverkehr\ngemeinsam mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie veranstalteten Erhebung über den Groß-\nbehälterverkehr bei der verladenden Wirtschaft.\nc) Förderung des deutsch-amerikanischen Handels\nFür Zwecke der Förderung des Exportes von Unternehmen in der Bundesrepublik und Berlin\nnach Nordamerika (USA und Kanada) wurden ERP-Mittel seit 1950 laufend der „Gesellschaft zur\nFörderung des Deutsch-Amerikanischen Handels m. b. H., Köln\" zur Verfügung gestellt. Diese nadi dem\nPrinzip der Gemeinnützigkeit arbeitende Gesellschaft wurde 1950 mit Unterstützung der Bundesregierung\nund der ECA von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft gegründet, um zur Schließung der\nDollarlücke und zur Deckung lebenswichtiger Einfuhren durdi Dollar-Exporterlöse beizutragen.\nDie Gesellschaft unterhält zur Anbahnung von Geschäftsverbindungen zwisdien westdeutschen, Ber-\nliner und nordamerikanisdien Wirtschaftskreisen neben ihrer Zentrale in Köln Zweigstellen in Mün-\nchen, Frankfurt a. M. und Berlin sowie in New York (USA) und Toronto (Kanada). Sie arbeitet\nin engem Kontakt mit deutschen, amerikanisdieh und kanadisdien Behörden.\nSatzungsgemäß tätigt die Gesellschaft selbst keine Geschäfte. Sie hat die westdeutsche und w..est-\nberliner Ausfuhr neben der Vermittlung bei der Anbahnung und dem Ausbau von Gesdiäftsbezie-\nhungen insbesondere durch Herausgabe von Prospekten und Katalogen, Erstellung von Sonderschauen\nfür Konsumgüter und Vermittlung von Aufträgen zu unterstützen. Wesentlidiste Aufgabe der Ge-\nsellschaft ist die Förderung des Fertigwarenexportes der kleinen und mittleren Betriebe.\nd) Zonenrand- und Sanierungsgebiete\nIm Jahre 1952 wurde durch Maßnahmen der Behörden der sowjetischen Besatzungszone die bis\ndahin gegenseitige Stromversorgung entlang der Zonengrenze unterbrochen. Einzelne Höfe, Ortsteile\nund auch größere Versorgungsgebiete waren plötzlich von der Stromversorgung ausgeschlossen. Der\nAnschluß an das westdeutsche Netz erforderte erhebliche Aufwendungen seitens der westdeutschen\nStromversorgungsunternehmen, ohne daß durch diese Investitionen neue Einnahmequellen erschlossen\nwurden. Um eine dadurch bedingte Strompreiserhöhung in den Zonenrandgebieten zu vermeiden,\nwurden den Unternehmen Zuschüsse in Höhe von rd. 2 000 000 DM zur Verfügung gestellt. Die\nGesamtaufwendungen betrugen im Rahmen dieses Zuschußprogrammes 4 800 000 DM. Zur Deckung\ndieser Kosten wurden neben den Zuschüssen zinsverbilligte ERP-Kredite bereitgestellt.\nIm Rahmen der Maßnahmen, die die 1:.undesregierung im Juni 1954 zur Beendigung der Krise\nim Eisenerzbergbau ergriff, wurden für den besonders betroffenen Siegerländer Spateisensteinberg-\nbau 400 000 DM ERP-Zuschüsse zur Verfügung gestellt. Hierdurch sollten die bei der Stillegung der\nGrube Eisenzecher Zug freiwerdenden Bergleute 'wenigstens zu einem Teil dem Bergbau erhalten\nwerden. Sowohl diese als auch Arbeitskräfte anderer Gruben, die sonst hätten entlassen werden\nmüssen, konnten mit Hilfe des vorgenannten Betrages für dringend notwendige Arbeiten zur Auf-\nsuchung neuer Erzvorräte eingesetzt werden. Die beteiligten Länder Nordrhein-Westfalen und Rhein-\nland-Pfalz stellten ihrerseits 200 000 DM bzw. 300 000 DM für denselben Zweck zur Verfügung.\ne) Produktivitätssteigerung\nIm Rahmen des Produktivitätssteigerungsprogramms sind 3 360 000 DM als deutscher Beitrag an\ndie Europäische Produktivitätszentrale in Paris gezahlt worden.\nFür die Gewährung von Krediten innerhalb des Produktivitätssteigerungsprogramms war die Er-\nstellung von Rationalisierungs-Gutadlten erforderlich. Für die Honorare wurden Zuschüsse bis zu","Nr. 31 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 23. November 1956                         981\n50 vom Hundert gezahlt. Die für die Betriebe (Kreditnehmer im Rahmen der Kreditaktionen) erstell-\nten Gutachten haben sich als besonders nützlich erwiesen, da die Betriebe hierdurch wertvolle An-\nregungen und Hinweise zur Durchführung der beabsichtigten Rationalisierungsmaßnahmen bekommen\nhaben.\nDie Finanzierung des Instituts zur Förderung der Produktivität erfolgte mit ERP-Zuschüssen. Die\nAufgabe des Instituts bestand zunächst darin, die Kreditanträge der an der Kreditaktion für Pro-\nduktivitäts-gonderprojekte interessierten Unternehmungen zu prüfen und eine Auswahl der geeigneten\nProjekte vorzunehmen. Außerdem sollten die Unternehmungen bei der Durchführung ihrer Produktivi-\ntätsmaßnahmen auf technischem, betriebswirtschaftlichem sowie auf dem Gebiet der Förderung der\nmenschlichen Beziehungen im Betrieb beraten werden. Das Institut hat die Auswahl der Produktivitäts-\nsonderprojekte zu einem wesentlichen Teil abgeschlossen. Im Interesse einer wirksamen Förderung der\nfür die Produktivitätssonderprojekte vorgesehenen Maßnahmen sind die Aufgaben des Instituts zur\nFörderung der Produktivität mit Wirkung vom 1. April 1955 auf das Rationalisierungskuratorium der\ndeutschen Wirtschaft übergegangen. Durch die Tätigkeit des Instituts bzw. den Einsatz von qualifizierten\nSachverständigen in den verschiedenen Betriebsbereichen der an der Aktion der Sonderprojekte be-\nteiligten Unternehmungen konnte die Produktivität in vielen Einzelfällen wirksam gefördert werden.\nIn Zukunft soll besonderer Wert auf eine umfassende Beratung der an der vorgenannten Aktion\nbeteiligten Unternehmungen gelegt werden.\nInnerhalb der Produktivitätsmaßnahmen überbetrieblicher und allgemein-wirtschaftlidler Art sind bis\nzum 31. März 1955 rd. 40 Einzelprojekte mit einem Gesamtzuschußbedarf von etwa 4 400 000 DM in An-\ngriff genommen worden. Hervorzuheben sind hierbei Maßnahmen zur Förderung der menschlichen Be-\nziehungen in den Betrieben, Branchenuntersuchungen und Betriebsvergleiche in versdliedenen, vor\nallem konsumnahen Fachzweigen, u. a. im Lebensmittel- und Textilhandel, Maßnahmen zur Förderung\nder Typenverminderung, u. a. bei Haushaltsgeräten, Straßenbaumaschinen, Durchführung von Sachver-\nständigenvorträgen und Lehrgängen zur Verbreitung des Produktivitätsgedankens und der Rationalisie-\nrungserkenntnisse.\nf) Technischer Erfahrungsaustausch\nAuf Grund des Auslandshilfegesetzes (Foreign Assistance Act) in Verbindung mit dem bilateralen\nAbkommen von 1949 gewähren die USA ihre Hilfe auch durch Förderung des Erfahrungsaustausches\n(Technical Assistance). Das Auslandshilfegesetz der USA ist im Jahre 1952 durch das Gesetz über die\ngegenseitige Sicherheit (Mutual Security Act) ersetzt worden, in das die technische Hilfeleistung (Tech-\nnical Exchange) übernommen worden ist.\nDer bis zum 31. März 1955 verausgabe Betrag von rd. 4 500 000 DM wurde verwendet für 318 Pro-\njekte des nationalen Technical Exchange-Programms und für 33 Projekte internationaler Studienreisen\n(EPA-Projekte).\nMit zahlreichen ausländischen Staaten wurde ein wirtschaftlicher und technischer Erfahrungsaustausch\neingeleitet, der sich insbesondere auf eine deutsche Hilfeleistung bei dem wirtschaftlichen Aufbau die-\nser Länder erstrecken soll.\nDie Bundesrepublik entsendet auf Wunsch ausländischer Regierungen Sachverständige zur Erstattung\nvon Gutachten über etwaige noch nicht erschlossene wirtschaftliche Hilfsquellen und lädt ausländische\nExperten zu Aussprachen mit deutschen Fachleuten und zur Besichtigung von Anlagen nach der Bundes-\nrepublik ein.\ng) Wohnungsbau\nZur Vorbereitung, Durchführung, Auswertung und Verbreitung der Ergebnisse eines über das ge-\nsamte Bundesgebiet ausgedehnten Wettbewerbes zur Weiterentwicklung des Wohnungsbaues wurden\nrd. 524 000 DM ERP-Mittel zur Verfügung gestellt.\nIm Sommer 1951 hatte der Bundesminister für Wohnungsbau zusammen mit der ECA-Sondermission\nfür Deutschland alle Kräfte des deutschen Bauwesens in der Bundesrepublik und Berlin -aufgefordert,\nin gemeinsamer Arbeit Pläne mit Kostenangeboten einzureichen, die geeignet waren, die Entwicklung\nim sozialen Wohnungsbau beispielhaft zu fördern. Für dieses große Versuchs- und Vergleichsbauvor-\nhaben, das in 15 deutschen Städten zur Auswirkung kam, hatte das ERP-Sondervermögen 37 500 000 DM\nfür Kredite zur Verfügung gestellt, mit denen die reinen Baukosten von etwa 3300 Wohnungen\nfinanziert worden sind.\nDie Ergebnisse des Wettbewerbs fanden ihren Niederschlag in der ECA-Publikation „Neuer Wohn-\nbauu, Band I, die gleichzeitig in gekürzter Form und in englischer Sprache als Broschüre mit dem\nTitel „Low cost Housing in Germany\" herausgegeben wurde.\nDer ECA-Wettbewerb ergab einen ausgezeichneten Querschnitt durch den deutschen sozialen\nWohnungsbau mit allen seinen zeitbedingten Vor- und Nachteilen. Seine Auswertung erbrachte eine\nZusammenstellung und Kritik über den neuesten Stand des sozialen Wohnungsbaues in Deutschland.","982                              Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1956, Teil II\nh) Transportkosten für Liebesgaben\nGemäß Artikel IV Nr. 5 des bilateralen Abkommens von 1949 hat sich die Bundesrepublik verpflichtet,\ndie Inlandtransportkosten für Liebesgabensendungen aus den USA zu übernehmen. Voraussetzung für\ndie Erstattung der Inlandtransportkosten war, daß die Spenden von amerikanischen Wohlfahrtsverbän-\nden den deutschen freien Wohlfahrtsverbänden zur Verfügung gestellt und die Seefrachten durch die\nRegierung der USA getragen wurden.\nAus organisatorischen Gründen haben sich die amerikanischen Wohlfahrtsverbände in der CRALOG\n(Council of Relief Agencies Licensed for Operation in Germany) zusammengeschlossen; die deutschen\nfreien Wohlfahrtsverbände sind im Zentralausschuß der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege\nfür die Verteilung ausländischer Liebesgaben vereinigt. Neben diesen freien Wohlfahrtsverbänden hat\ndie CARE-Mission für Deutschland eigene Spendenprogramme durchgeführt, die zum größten Teil über\ndie deutschen freien Wohlfahrtsverbände abgewickelt wurden.\nBis Ende 1955 sind eingeführt worden:\ndurch die CRALOG 384 204 319 lbs an Lebens-\nmitteln, Kleidung, Medikamenten und\nanderen Gütern in einem Gesamtwert von . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .           128 000 000 $\ndurch die CARE-Mission für Deutschland 1514 646\nPakete und 5 025 000 lbs Milch und\nButter in einem Gesamtwert von . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . • . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  81 000 000 $\nFür diese Sendungen sind Inlandtransportkosten in Höhe von 33 800 000 DM aus ERP-Mitteln er-\nstattet worden.\nUm den deutsdlen freien Wohlfahrtsverbänden und ausländischen Wohlfahrtsorganisationen, die\nin der Bundesrepublik und in Berlin tätig sind, zu ermöglidlen, auch Spenden aus dem übrigen Aus-\nlande anzunehmen, sind aus ERP-Mitteln die Inlandtransportkosten für solche Sendungen im Gesamt-\nbetrage von rd. 464 000 DM erstattet worden.\nMit diesen Spenden ist ein wesentlicher Beitrag der ausländischen Wohlfahrsorganisationen, ins-\nbesondere der amerikanisdlen, zur Linderung der Not in Deutschland und Berlin in den vergangenen\nJahren geleistet worden.\n2. Berlin\na) Landwirtschaft\nZur Förderung der landwirtschaftlidlen Institute in Berlin sind rd. 956 000 DM verwendet worden,\nweitere 609 000 DM dienten der Finanzierung nachstehender Maßnahmen:\nEinrichtung und finanzielle Unterstützung einer Beratungsstelle für Gartenbau und Landwirtschaft\nDurchführung von Bodenuntersuchungen\nFörderung der Tierzucht\nBekämpfung der Tuberkulose in den Milchviehbeständen\nUnterstützung des Kuratoriums für Technik in der Landwirtschaft\nUnterstützung des Berliner Komitees für Ernährungsfragen.\nb) Forschung\nMit Hilfe der ERP-Zuschüsse wurde der Wiederaufbau der durdl Kriegs- und Nachkriegseinwirkungen\nzerstörten oder beschädigten Berliner Forschungsinstitute in Angriff genommen. Daneben wurden\nForschungsaufträge an Professoren, Dozenten und sonstige Angehörige der Berliner Hochsdlulen\ndurch Zuschüsse gefördert, die u. a. dazu führten, daß bewährte Wissensdlaftler nach Berlin berufen\nwerden konnten. Im Ganzen sind 600 Forschungsvorhaben finanziert worden.\nEtwa 2/3 der in Höhe von mehr als 10 000 000 DM bereitgestellten ERP-Zuschüsse dienten zur Uber-\nnahme der bei Durchführung der Forschungsvorhaben entstandenen Sachkosten, z.B. für die Beschaf-\nfung von wissenschaftlichen Apparaten und Instrumenten und für die Einrichtung von Anlagen in den\nInstituten.\nZahlreiche der mit ERP-Mitteln geförderten Forschungsvorhaben führten zu Ergebnissen von allge-\nmeiner Bedeutung, wie nachstehende Beispiele zeigen:\nZur Kontrolle der Verunreinigung der Flüsse und Gewässer wurde nadl jahrelanger Arbeit das\nGerät „Sauerstofflot\" entwickelt, das den Sauerstoffgehalt des Wassers auf elektrochemischem Wege\nfeststellt.","Nr. 31 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 23. November 1956                      983\nVom Strahleninstitut wurden hochempfindliche Meßgeräte entwickelt, die den Ablauf der Verteilung\ngeringster Mengen radioaktiver Substanzen im menschlichen Körper messen können. Hierdurch besteht\ndie Möglichkeit, neue Erkenntnisse für die Anwendung radioaktiver Isotope in der Medizin zu sammeln.\nZur Prüfung der Verwendung von Werkstoffen und Werkstoffkombinationen für Antriebselemente\ndes Maschinenbaues wurde eine vielseitige Prüfanlage mit Klimaanlage fertiggestellt, die es ermög-\nlicht, eine richtige Wahl der Antriebselemente vorzunehmen und Kostenersparnisse von Millionen DM\nerwarten läßt.\nc) Absatzsteigerung\nEine wesentliche Voraussetzung für die Gesundung der Berliner Wirtschaft war die Förderung\ndes Absatzes Berliner Erzeugnisse. Verschiedene Maßnahmen wurden mit ERP-Mitteln durchgeführt,\nz.B. Gewährung von Zuschüssen an die Berliner Absatzorganisation, Unterstützung der Werbemaß-\nnahmen zugunsten Berlins, Ubernahme der Kosten für ausländische Handelsdelegationen.\nAufgabe der mit rd. 2 000 000 DM unterstützten Berliner Absatzorganisation war es, den Absatz Ber-\nliner Erzeugnisse in der Bundesrepublik und im Ausland durch allgemeine Wirtschaftswerbung und\ngezielte Werbung durch Ansprechen der in Frage kommenden Abnehmerkreise zu fördern. In Zu-\nsammenarbeit mit der Gesellschaft zur Förderung des Deutsch-Amerikanischen Handels mbH. entstand\ndie Sonderaktion USA, die zur Einrichtung eines Berliner Büros in New York mit Gegenbür-o in Berlin\nführte. Im Rahmen dieser Tätigkeit erfolgte eine individuelle Beratung der Berliner Firmen in Fragen\ndes Exports nach den USA und der Erstellung allgemeiner Marktanalysen in den USA.\nMit einem ERP-Zuschuß von 130 000 DM wurde die durch das Rationalisierungskuratorium der deut-\nschen Wirtschaft veranstaltete Schau „Rationelles Schaffen\" errichtet, die auf Grund der Erfolge vom\nSenat von Berlin aus eigenen Haushaltsmitteln fortgeführt wird.\nUm Wirtschaftsdelegationen aus dem Ausland die Möglichkeit zu geben, Einblick. in die wirtschaft-\nliche Situation Berlins zu gewinnen, wurden die Kosten für diese Delegationen in Höhe von rd.\n45 000 DM übernommen. Bisher haben Delegationen aus der Türkei, den Niederlanden, Portugal,\nNorwegen, Beneluxstaaten und Italien Berlin besucht.\nd) Wiederaufbauprogramm\nFür das Wiederaufbauprogramm (früher Arbeitsbeschaffungsprogramm) sind bis zum 31. März 1955\n612 400 000 DM durch das ERP-Sondervermögen ausgezahlt worden. Hiervon entfallen auf Kredite\n86 800 000 DM, auf Zuschüsse 50 600 000 DM. Von dem Differenzbetrag von 475 000 000 DM werden\nvoraussichtlich ca. 200 000 000 DM auf Zuschüsse entfallen.\nDer Zuschußbetrag von 50 600 000 DM ist wie folgt verwendet worden:\nPersonal-\nGesamt-             kosten           Sachkosten\nbetrag\nin Millionen DM\nEnttrümmerung ........................... .             18                 14,4              3,6\nTiefbau .................................. .             8,8                4,4              4,4\nGrünanlagen ............................. .              2                   1,8             0,2\nVerkehr und Betriebe ..................... .            5,3                2,7              2,6\nAngestelltenprogramm .................... .             14,6               14,6\nJugendbeschäftigung ...................... .             1,5                 1,5\nSachkosten ............................... .             0,4                                 0,4\n50,6               39,4             11,2\n· Enttrümmerung\nBerlin hat von seinen bei Kriegsende vorhandenen 45 000 000 cbm Trümmern ca. 27 000 000 cbm\nabgeräumt. Neben der Freimachung von Grundstücken für den Wiederaufl;>au dient die Enttrümmerung\nauch der Gewinnung von Baustoffen (Mauersteinen und aus Ziegelsplitt hergestellten Hohlblocksteinen}.\nDie Erlöse für die so gewonnenen Baumaterialien sind bei den aufgeführten Ausgaben abgesetzt\nworden.\nTiefbau\nDie wachsende Verkehrsdichte in Berlin zwingt zur Anlegung und zum Ausbau von Schnellverkehrs-\nstraßen. U. a. wurden die wichtigsten Verbindungen von Tiergarten und von Reinickendorf nach\nSiemensstadt neu hergestellt.","984                                            Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1956, Teil II\nGrünanlagen\nDie Beseitigung von Kriegsschäden an vorhandenen und die Erstellung von neuen Grünanlagen ist\nfür die geteilte Stadt, deren Bevölkerung nicht die Möglichkeit hat, die Umgebung Berlins aufzusuchen,\nvon besonderer Bedeutung. Weiter wurden umfangreiche Wiederaufforstungsarbeiten durchgeführt.\nVerkehr und Betriebe\nDie den städtischen Betrieben zugewiesenen Mittel dienten in der Hauptsache der Beseitigung von\nKriegs- und Kriegsfolgeschäden und der Anpassung der Verso.rgungs- und Verkehrseinrichtungen an\nden wachsenden Bedarf.\nAngestelltenprogramm\nDer hohe Anteil der älteren zu manuellen Arbeiten nicht mehr fähigen Angestellten an der Gesamt-\narbeitslosenziffer Berlins machte es erforderlich, für diesen Personenkreis besondere Beschäftigungs-\nmöglichkeiten zu finden. Im Rahmen des Arbeitsbeschaffungsprogramms verrichteten sie Arbeiten, die\nsich aus der besonderen Lage Berlins ergaben oder im besonderen Interesse Berlins lagen und nicht zu\nden Pflichtaufgaben der Verwaltung gehörten.\nJugendbeschäftigung\nFür die zusätzliche Beschäftigung von Lehrlingen wurden Beihilfen in Form verlorener Zuschüsse\ngezahlt, um die Not unter der schulentlassenen Jugend zu lindern und den notwendigen Facharbeiter-\nnachwuchs sicherzustellen. Bis zum 31. März 1955 wurden insgesamt für 3 690 Lehrverträge Beihilfen\ngewährt sowie für sonstige Förderungsmaßnahmen (für Anlernlinge und Praktikanten) Mittel zur Ver-\nfügung gestellt\ne) Haushaltsdefizit\nDer Bund hat dem Land Berlin im Rechnungsjahr 1950 zur Deckung des Fehlbedarfes seines Landes-\nhaushalts neben einem Zuschuß aus dem ordentlichen Haushalt in Höhe von 368 480 OQO DM aus dem\naußerordentlichen Haushalt eine „finanzielle Hilfe für Berlin aus dem ERP-Sondervermögen\" in Höhe\nvon 125 000 000 DM gewährt.\nf) Bürgschaftssicherungsfonds\nZur Absicherung der vom Lande Berlin übernommenen Bürgschaften für Betriebsmittelkredite Berliner\nGeschäftsbanken bis zur Höhe von 100 000 000 DM ist aus ERP-Mitteln ein Bürgschaftssicherungsfonds\nin Höhe von 20 000 000 DM gebildet worden. Der in der vorstehenden Aufstellung nachgewiesene Betrag\nvon rd. 1 162 000 DM stellt die tatsächlich bis zum 31. März 1955 entstandenen Verluste dar. Diese\nVerluste sind durch Zinsen, die aus der zwischenzeitlichen Anlage des Bürgschaftssicherungsfonds\nangefallen sind, gedeckt.\ng) Sowjetzonenflüchtlinge\nDer für Sowjetzonenflüchtlinge bereitgestellte Zuschuß in Höhe von rd. 259 000 DM diente zur Ein-\nrichtung von Notunterkünften in Berlin.\nDRITTER TEIL\nDie Anleiheerlöse aus der der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen der MSA-Wirtschaftshilfe\n1951/52 gewährten Anleihe von 16 900 000 $ werden vom ERP-Sondervermögen treuhänderisch ver-\nwaltet. Nachstehende Aufstellung gibt einen Oberblick über die Anleiheerlöse, über die aus den\ngewährten Krediten aufgekommenen Zinsen und Tilgungen sowie deren Verwendung.\nA. Aufkommen im Rahmen der MSA-Anleihe 1951/1952 nadl dem Stand vom 31. März 1955\nI. MSA-Anleihe\n1. Gegenwerte aus der Anleihe von 16 900 000 $                                                                                            70 980 000 DM\nII. Aufkommen von Zinsen und Tilgungen\n1. Zinsen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .      4 700 000 DM\n2. Tilgungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .         1 930 000 DM\n----------\n77 610 000 DM","Nr. 31 -         Tag der Ausgabe: Bonn, den 23. November 1956                                985\nB. Verwendung der Mittel nach dem Stand vom 31. März 1955\n1. Kredite\ndavon innerhalb des\nRemontageprogramms\n1. Eisen und Stahl .......................... .                                    3 000 000 DM          3 000 000 DM\n2. Erdöl .................................... .                                    8 900 000 DM          8 900 000 DM\n3. Chemie .................................. .                                     5 000 000 DM          5 000 000 DM\n4. verarbeitende Industrie ................... .                                   9 400 000 DM          8 100 000 DM\n5. Bundesbahn .............................. .                                    40 000 000 DM\n6. Bundespost .............................. .                                     5 000 0OODM           5 000 000 DM\n7. Verkehrsgewerbe ........................ .                                        900000DM\n8. Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegssach-\ngeschädigte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .       3 600 000 DM\n---------------------\n75 800 000 DM         30 000 000 DM\nAbkürzungen\nECA       Economic Operations Act\nEconomic Cooperation Administration\nERP        European Recovery Program\nMSA        Mutual Security Act\nMutual Security Agency\nFOA        Foreign Operation Administration\nICA        International Cooperation Administration\nEPA       Europäische Produktivitätszentrale\nPTB       Physikalisch-Technische Bundesanstalt\nbilaterales Abkommen                          Abkommen über wirtschaftliche Zusammenarbeit\nzwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und\nder Bundesrepublik Deutschland vom 15. Dezember\n1949 (Bundesgesetzbl. 1950 S. 10)\nERP- Verwaltungsgesetz                       Gesetz über die Verwaltung des ERP-Sonderver-\nmögens vom 31. August 1953 (Bundesgesetzbl. I\ns. 1312)\nRHO       Reichshaushaltsordnung vom 31. Dezember 1922 (jetzige Fassung: Be-\nkanntmachung vom 14. April 1930 - Reichsgesetzbl. 11\ns. 693)\nZablocki-Amendment                     Artikel 9 (a) des amerikanischen Gesetzes über gegen-\nseitige Sicherheit von 1952 (vgl. Vorwort zweiter\nTeil Abschnitt A Nr. III).","986                             Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1956, Teil II\nBetrag                Betrag\nKap.           Kap.                                                                                             für                   für\nTit.            Tit.                          Gegenstand\n1956                  1955\n-- -\n1956\n--  -     - -\n1955\n------ - - - - - · - - ~ - - - - - - - - - - - ~ ------ - - - - - - - - - - - 1 - - - - - - -\nDM\n-------------- ---\nDM\n--·----------\nl            2                                           3                                                    4                    5\nERP-Sondervermögen\n- Allgemeiner Teil -\n1         1                          I. Einnahme\nDM-Gegenwerteinzahlungen für Lieferungen und\nDienstleistungen auf Grund des bilateralen Abkom-\nmens vom 15. Dezember 1949 ................... .                                    42 000 000            99 933 000\n2         2      Erlöse aus der Abrechnung von Einfuhren vor Inkraft-\ntreten des bilateralen Abkommens ............... .                                   2 800 000             4 300 000\n3         3      Entnahme aus dem Bestand des _ERP-Sondervermögens                                   213 490 500             64 565 300\n20        20      Vermischte Einnahmen ........................... .                                           5 000                5 000\nSumme Einnahmen ............................... .                                   258 295 500            168 803 300\n1         1                           II. Ausgabe\nFür Aufwendungen der Regierung der Vereinigten\nStaaten von Amerika ............................. .                                    2 000 000             3 500 000\nAusgaben dürfen bis zur Höhe von 10 v. H. etwaiger\nMehreinnahmen bei Kap. 1 Tit. 1 überschritten werden.\n2         2      Kosten für die Einziehung von Forderungen und zur\nDurchführung von Prüfungen ................... .                                        300 000              300 000\n3         3      Transportkosten für caritative Sendungen ......... .                                   3 500 000             3 000 000\n4                Dankesspende ................................... .                                        250 000\n(neu)\n10        10      Zinsen für Kredite ............................... .                                      500 000              500 000\n20        20      Vermischte Ausgaben                                                                          5 000                5 000\nSumme Ausgaben ............................... .                                       6 555 000             7 305 000\nAbschluß\nEinnahmen                                                                           258 295 500            168 803 300\nAusgaben                                                                               6 555 000             7 305 000\nUberschuß                                                                           251740500              161498300","Nr. 31 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 23. November 1956                                987\nErläuterungen\n6\nI. Einnahme\nZu TU. 1                                                      Zu Tlt. 3\nVeranschlagt sind die Gegenwerte für eine weitern für         Veranschlagt sind Mittel, die durch Umprogrammierungen\nBerlin bestimmte amerikanische Wirtschaftshilfe in Höhe       freigeworden sind sowie solche, die bereits im Rechnungs-\nvon 10 000 000 $.                                             jahr 1955 kassenmäßig zur Verfügung standen aber erst,\nu. a. auf Grund von Vereinbarungen, mit der ICA im Rech-\nDie Mittel werden der Bundesrepublik Deutschland von          nungsjahr 1956 zur Verausgabung gelangen können.\nden Vereinigten Staaten von Amerika ohne eine Verpflich-\ntung zur Rückzahlung für bestimmte Zwecke mit Auflagen        Aus dem Bestand sollen entnommen werden für:\ngeschenkweise zur Verfügung gestellt. Ihre Verwendung            a) Kap. 2 -Bundesrepublik -    ........•    126 677 500 DM\nist daher zweckgebunden.\nb) Kap.3-Berlin- . .. .. .. .. . . .... ...  86813000DM\nSiehe Kontengruppe 8\n213 490 500 DM\nZu Tlt. 2                                                       Siehe Kontengruppe 0\nAus den Einfuhren bis Ende 1949 stehen dem ERP-Sonder-\nvermögen noch Forderungen gegenüber öffentlichen und        Zu Tit. 20\nprivaten Einführern zu.                                       Der Betrag ist geschätzt.\nSiehe Kontengruppe 8                                          Siehe Kontengruppe 8\nII. Ausgabe\nZu Tit. 1                                                       Inlandtransportkosten werden u. a. folgenden Wohlfahrts-\nGemäß Artikel IV Ziff. 4 des bilateralen Abkommens und        verbänden erstattet:\nden zwischen der Regierung der Vereinigten Staaten von        1. Arbeiterwohlfahrt\nAmerika und der Bundesrepublik Deutschland geführten          2. CARE-Mission für Deutschland\nNotenwechsel vom 14. November 1952/30. Dezember 1952          3. Deutscher Caritasverband\nsind 10 v. H. eines Teils der aufkommenden DM-Gegen-          4. Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband\nwerte an die Regierung der Vereinigten Staaten von\nAmerika zu zahlen.                                            5. Deutsches Rotes Kreuz\n6. Hilfswerk der Evangelischen Kirche in Deutschland\nSiehe Kontengruppe 8\n7. SKAG Arbeitsgemeinschaft skandinavischer Hilfsorgani-\nZu Tit. 2                                                          sationen in Deutschland.\nSiehe Kontengruppe 8\nDie Einziehung der aus der Zeit vor Inkrafttreten des bi-\nlateralen Abkommens dem ERP-Sondervermögen zu-              Zu Tlt. 4\nstehenden Forderungen konnte auch im Rechnungsjahr 1955\nnoch nicht zum Abschluß gelangen. Mit der Einziehung der      Im Rahmen einer Dankesspende des deutschen Volkes für\nForderungen ist die Garantie-Abwicklungs-Gesellschaft         die von den Vereinigten Staaten von Amerika in der Nach-\nmbH., Frankfurt a. M., beauftragt.                            kriegszeit gewährten Hilfeleistungen werden Reise- und\nStudienkos,ten amerikanischer Studierender in Deutschland\nDie Mittel können auch zur Abdeckung von Kosten für die       sowie dabei entstehende sonstige Kosten (z. B. für Tagun-\nEinziehung von sonstigen in Absatz 1 nicht genannten For-     gen) übernommen. Im Rechnungsjahre 1955 sind hierfür\nderungen verwendet werden.                                    150 000 DM bereitgestellt worden (vgl. ERP-Wirtschafts-\nFerner kann im Zusammenhang mit der Gewährung von             plan 1955, Erläuterungen zu Kap. 2 Tit. 10 der Ausgabe).\nKrediten und der Ubernahme von Bürgschaften die Durch-        Siehe Kontengruppe 8\nführung von Prüfungen erforderlich werden.\nSiehe Kontengruppe 8                                        Zu Tlt.10\nVeranschlagt sind die Zinsen für gegebenenfalls gemäß § 10\nZu Tlt. 3                                                       des Gesetzes- über die Verwaltung des ERP-Sonderver-\nmögens vom 31. August 1953 aufzunehmende Kassenkredite.\nDie Inlandtransportkosten für amerikanische Liehesgaben-\nsendungen werden den deutschen freien Wohlfahrtsver-          Siehe Kontengruppe 8\nbänden im Rahmen des bilateralen Abkommens erstattet.\nZu Tit.20\nDaneben werden den Wohlfahrtsverbänden Transport-\nkosten für Liebesgabensendungen aus dem sonstigen Aus-        Der Betrag ist geschätzt.\nlande ersetzt.                                                Siehe Kontengruppe 8","988                                    Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1956, Teil II\nBetrag        Betrag\nKap.       Kap.\nGegenstand                               für           für\nTit.        Tit.\n1956          1955\n__\n19_5_6~ 1_ _19__5___::_5__  _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _D~M       ____ _ _ _DM _ __\n1                                                         1             1\nl            2                                       3                                   4             5\nERP-Sondervermögen\n-   Teil Bundesrepublik -\n2        2                                 I. Einnahme\n1             Erträge aus Beteiligungen ..............•...•.....                        1500 000\n2        2              Zinsen aus Darlehen, Bankguthaben, Wertpapieren,\nsonstigen Anlagen usw .......................... .      177 074 200   174 458 200\n3        3              Zinsen aus Darlehen, über deren Verwendung mit der\nICA vertragliche Bindungen bestehen ........... .         3 800 000     9 870 000\n4        4              Tilgungen von Darlehen und sonstige Rückflüsse ....       287 404 200   430 831 000\n5        5              Tilgungen von Darlehen, über deren Verwendung mit\nder ICA vertragliche Bindungen bestehen ....... .         6 599 700       870 000\n6        6              Vergütungen für die Ubernahme von Bürgschaften ..             150 000       300 000\n7         7             Erlöse, Rückflüsse und Erträge aus Zuwendungen ..             200 000       200 000\n8        8              Vermischte Einnahmen                                             5000          5000\nSumme Einnahmen ............................... .         475 233 100   624 034 200","Nr. 31 -         Tag der Ausgabe: Bonn, den 23. November 1956                                                          989\nErläuterungen\n6\nZu Tit.1                                                                 Zu Tit.4\nDas ERP-Sondervermögen ist beteiligt an der                              Veranschlagt sind:\na) Lastenausgleidlsbank (Bank für Vertrie-                               a) Tilgungen durch die Kreditanstalt für\nbene und Gesdlädigte) mit . . . . . . . . . . .      3 000 000 DM         Wiederaufbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .         257 300 000 DM\nb) Deutsdlen Siedlungsbank mit . . . . . . . . •        l 500 000 DM     b) Tilgungen durch die Lastenausgleichs-\nFerner wird auf folgende zum Teil beste-                                     bank (Bank für Vertriebene und Ge-\nhende, zum Teil beabsidltigte Beteiligun-                                    schädigte) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .     6 562 600 DM\ngen hingewiesen:                                                         c) Tilgungen durch die Finanzierungs AG.,\nSpeyer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .   7 041 600 DM\nc) auf einen im Innenverhältnis über-\nnommenen Anteil an der Beteiligung                                    d) Rückzahlung der Kapitaleinlage bei der\nder Bundesrepublik Deutsdlland an der                                     Deutschen Siedlungsbank . . . . . . . . . . . . •                    1 500 000 DM\nWeltbank in Höhe von . . . . . . . . . . . . . . . 100 000 000 DM     e) Mehreinnahmen . . . .. . . . . . . . . . . . . . . . •               15 000 000 DM\n(vgl. Kap. 2 Tit. 20 der Ausgabe)                                                                                                            287 404 200 DM\nd) auf die im Innenverhältnis zu über-                                   zu Buchst. e)\nnehmende Beteiligung der Bundesrepu-\nblik Deutschland an der International                                 Erfahrungsgemäß fallen durch vorzeitige Tilgungen und\nFinance Corporation in Höhe von ....                15 400 000 DM     sonstige Rückflüsse Mehreinnahmen an, die mit 15 000 000 DM\n(vgl. Kap. 2 Tit. 24 der Ausgabe)                                     geschätzt sind.\ne) auf eine Beteiligung an der Deutsdlen                                 Siehe Kontengruppe 7\nLufthansa A.G. in Höhe von ........ .               30000000DM\n(vgl. Kap. 2 Tit. 25 der Ausgabe)                                   Zu Tit. 5\nAus den vorgenannten Beteiligungen                                       Veranschlagt sind:\nwerden keine Einnahmen erwartet.                                         a) Tilgungen durch die Kreditanstalt für\nSiehe Kontengruppe 8                                                         Wiederaufbau ...................... .                                6 420 000 DM\nb) Tilgungen durch die Lastenausgleichs-\nZu Tit.2                                                                       bank (Bank für Vertriebene und Ge-\nschädigte) .......................... .                                179 700 DM\nVeransdllagt sind:\n6599700DM\na) Zinsen von der Kreditanstalt für Wieder-                              Vgl. Vorwort zweiter Teil Abschnitt A Nr. III\naufbau ............................. .             166 000 000 DM     Siehe Kontengruppe 7\nb) Zinsen von der Lastenausgleidlsbank\n(Bank für Vertriebene und Geschädigte)                 500 000 DM   Zu Tit. 6\nc) Zinsen von der Finanzierungs-AG.,\nSpeyer ............................. .                                Für die Obernahme von Bürgschaften durch das ERP-Son-\n1574 200DM       dervermögen wird grundsätzlidl eine Vergütung erhoben.\nd) Zinsen aus Bankguthaben, Wertpapieren,                                Sie dient insbesondere der Abdeckung etwaign aus der\nsonstigen Anlagen usw .............. .               4000000DM        Bürgschaftsübernahme entstehender Verluste (vgl. Kap. 2\ne) Mehreinnahmen .................... .                 5000000 DM       Tit. 22 der Ausgabe).\n177 074 200 DM     Siehe Kontengruppe 8\nzu Buchst. e)                                                          Zu Tit. 7\nErfahrungsgemäß fallen im Laufe des Rechnungsjahres                      Ober die gewährten Zuwendungen haben die Empfänger\nMehreinnahmen an, die mit 5 000 000 DM geschätzt sind.                   einen Verwendungsnachweis gemäß den Ridltlinien vom\nSiehe Kontengruppe 8                                                     29. April 1953 für Zuwendungen des Bundes an außerhalb\nder Bundesverwaltung stehende Stellen und für den Nach-\nZu Tit.3                                                                   weis der Verwendung der Mittel nach § 64 a Abs. 1 RHO\n(Ministerialblatt des Bundesministers der Finanzen S. 369)\nVeranschlagt sind:                                                       zu führen. Nicht verbrauchte Mittel sind an das ERP-Son-\na) Zinsen von der Kreditanstalt für Wieder-                              dervermögen zurückzuzahlen. Desgleichen sind an das ERP-\naufbau ............................. .               3 620 000 DM     Sondervermögen Erlöse aus dem Verkauf unbrauchbar oder\nb) Zinsen von der Lastenausgleidlsbank                                   entbehrlich gewordener Geräte, Ausstattungsgegenstände\n(Bank für Vertriebene und Geschädigte)                                u. dgl. und Reingewinne aus der Verwertung von For-\n100 000DM\nsdlungsergebnissen (Lizenzgebühren usw.) abzuführen.\nc) Zinsen von der Berliner Industrie-\nbank AG ........................... .                   80 000 DM     Siehe Kontengruppe 8\n3 800 000DM    Zu Tit. 8\nVgl. Vorwort zweiter Teil Abschnitt A Nr. III                            Der Betrag ist geschätzt.\nSiehe Kontengruppe 8                                                     Siehe Kontengruppe 8","990                      Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1956, Teil II\nBetrag     Betrag\nKap.    Kap.\nGegenstand                                               für        für\nTit.    Tit.\n1956       1955\n1956    1955                                                                                 DM         DM\n1       2                                       3                                                       5\n'\n(2)  (2)                         II. Ausgabe\nIn Abweichung von den allgemein \"geltenden Kon-\nditionen dürfen Kredite, insbesondere zugunsten von\nVertriebenen, Flüchtlingen (einschließlich solcher\nnichtdeutscher Staatsangehörigkeit) und Unternehmen\nin Notstandsgebieten, zu erleichterten Bedingungen\n(Zinssatz, Tilgung, Absicherung) gewährt werden, so-\nfern nur durch derartige Bedingungen der Kredit-\nzweck erreicht werden kann.\nAus Zuschußmitteln des ERP-Sondervermögens an-\ngeschaffte bewegliche Sachen, an denen das ERP-Son-\ndervermögen Eigentum erworben hat bzw. erwirbt,\nkönnen im Einvernehmen mit dem Bundesminister\nder Finanzen unentgeltlich der Deutschen Forschungs-\ngemeinschaft, Bad Godesberg, oder Forschungsinsti-\ntuten übereignet werden.\nFörderungsmaßnahmen für die Land-, Forst- und Fisch-\nwirtschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ......... . 45 250 000 49 500 000\nBindungsermächtigung: Bis zur Höhe von 45 000 000 DM\n2    2  Förderungsmaßnahmen für den Bergbau ........... .                              20 000 000 28 000 000","Nr. 31 -   Tag der Ausgabe: Bonn, den 23. November 1956                             991\nErläuterungen\nZu Kap.2                                                           zu Buchst. dl\nIm Wirtschaftsplan für das Rechnungsjahr 1955 waren im           Für den Bau von Kuttern und Loggern sind vom ERP-Son-\nKap. 2 Bindungsermächtigungen auf das Zins- und Tilgungs-        dervermögen in · den Rechnungsjahren 1954 und 1955\naufkommen des Rechnungsjahres 1956 bei folgenden Titeln          5 000 000 DM zur Verfügung gestellt worden. Mit dem für\nvorgesehen:                                                      das Rechnungsjahr 1956 veranschlagten Betrag von\nTit. 2 ......... . 20 OOOOOODM                     750 000 DM soll das Kutterprogramm fortgesetzt werden.\nTit. 3 ......... . 50 000 000 DM·\nTit. 6 ......... . 85 000 000 DM                   zu Buchst. e)\nTit. 7 ......... . 40000000DM                      Der Zuschuß soll u. a. für folgende Aufgaben verwendet\nTit. 8 ......... . 100 000 000 DM                  werden:\nTit. 20 ......... . 60000000DM\n1. Landwirtschaftlicher Beratungsdienst\n355 000 000 DM                 2. Forschung\nIn Höhe von 239 100 000 DM sind im Laufe des Rechnungs-          3. Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses\njahres 1955 im Rahmen dieser Bindungsermächtigungen              4. Landfrauen- und Gartenbauberatung\nKreditzusagen erteilt worden.\n5. Auswertungs- und Informationsdienst (AID)\n6. Landwirtschaftliches Schulwesen\nZu Tit. 1\nWeitere Mittel für die vorgenannten Verwendungszwecke\nVeranschlagt sind:                                               sind im Bundeshaushalt 1956 - Epl. 10 - veranschlagt.\nKredite für                                                   Im Kap. 2 Tit. 3 sind 15 000 000 DM für die ländliche Strom-\na) landwirtschaftliche Baumaßnahmen .         28 250 000 DM   versorgung und im Tit. 8 1 000 000 DM für das Handwerk\nb) landwirtschaftliche Betriebsmittelkre-                     auf dem Lande veranschlagt. Mittel für den Ausbau der\nditprogramme .................... .         2 000 000 DM   Wasserversorgungs- und Abwasserbeseitigungsanlagen auf\nc) den ländlichen Wirtschaftswegebau •        10 000 000 DM   dem Lande sind in dem bei Tit. 3 vorgesehenen Betrage von\n120 000 000 DM enthalten\nd) die Fischwirtschaft ................ .        750 000 DM\n(Vgl. Erläuterungen zu Tit. 3 Buchst. c).\nZuschüsse für\nZur Durchführung der Maßnahmen auf Grund des Berichts\ne) die landwirtschaftliche Wirtschafts-                       über die Lage der Landwirtschaft sollen weitere lang- und\nberatung und Berufsförderung ..... .        4 250 000 DM   mittelfristige Investitionskredite aus Mitteln des ERP-Son-\n45 250 000 DM   dervermögens des Rechnungsjahres 1957 bereits im laufen-\nzu Buchst. a)                                                    den Rechnungsjahr zugesagt werden.\nSiehe Kontengruppen 3 und 8\nDie Mittel dienen u. a. dem Aufbau ländlicher Wirtschafts-\ngebäude und der Auflockerung der Dörfer. 10 000 000 DM\nsollen für die Schaffung gesunder Milchviehstallungen ver-     Zu Tit. 2\nwendet werden.                                                   Nach den Richtlinien der Hohen Behörde der Europäischen\nzu Buchst. b)                                                    Gemeinschaft für Kohle und Stahl für die Vergabe von\nKrediten aus der von der Hohen Behörde beschafften\nIm Rahmen des Betrages werden von den Banken vertrie-            Dollaranleihe mußten neben den Eigenmitteln deutscher\nbenen, geflüchteten und kriegssachgeschädigten Landwirten        Bergbauunternehmen aus anderen Finanzierungsquellen\nBetriebsmittelkredite gewährt.                                   120 000 000 DM aufgebracht werden. Da die Kreditanstalt für\nWiederaufbau nur in der Lage war, einen Betrag von\nzu Buchst. c)                                                    100 000 000 DM aufzubringen und damit die Möglid1keiten\nDurch die Gewährung von 10 000 000 DM soll die Durch-            der Kapitalbeschaffung ausgeschöpft waren, mußte der Rest-\nführung eines Gesamtprogramms von 30 000 000 DM ermög-           betrag von 20 000 000 DM vom ERP-Sondervermögen über-\nlicht werden. Für die Restfinanzierung werden Beiträge der       nommen werden.\nBauträger, Gemeinden, Länder und der Bundesanstalt für           Die veranschlagten Mittel sind im Rahmen der im Rech-\nArbeitslosenversicherung und -vermittlung erwartet.              nungsjahr 1955 bei Kap. 2 Tit. 2 vorgesehenen Bindungs-\nIn erster Linie wird der Wegebau in den Zonenrand-, Sanie-       ermächtigung in Höhe von 20 000 000 DM der Kreditanstalt\nrungs- und sonstigen Schwerpunktgebieten gefördert               für Wiederaufbau zugesagt worden.\nwerden.                                                          Siehe Kontengruppe 3","992                                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1956, Teil II\nBetrag        Betrag\nKap.            Kap.\nGegenstand                                für           für\nTit.            Tit.\n1956          1955\n-\n1956            1955\n--- ~ - - - - - - - -                                                              DM            DM\n-           --~\n1               2                                     3\n'             5\n(2)          (2)\n3            3          Förderungsmaßnahmen für die Energie- und Wasser-\nwirtsdlaft ..................................... .      146 800 000   101000000\nBindungsermächtigung: Bis zur Höhe von 55 000 000 DM\n4            4          Förderungsmaßnahmen für die Eisen- und Stahl- so-\nwie sonstige Grundstoffindustrie ................ .       4 000 000    28 000 000\n5            5          Förderungsmaßnahmen für die verarbeitende Industrie        29 600 000    47 000 000\nDie Mittel des Titels 5 sind mit denen des Titels 8\ndec:kungsfähig.\n6            6          Förderungsmaßnahmen für die Bundesbahn, Bundes-\npost und die Verkehrswirtsdlaft ................. .      98 200 000   110 000 000\nBindungsermächtigung: Bis zur Höhe von 75 000 000 DM","Nr. 31 -        Tag der Ausgabe: Bonn, den 23. November 1956                                                          993\nErläuterungen\nZu Tit.3                                                               zu Buchst. a) und b)\nVeranschlagt sind:                                                   In den Notstandsgebieten und in den dem Saargebiet benach-\nKredite für                                                       barten Kreisen des Landes Rheinland-Pfalz sind die Mittel\na) die Elektrizitätswirtschaft ......... .        15 000 000 DM   auch noch für den Wirtschaftsaufbau vorgesehen.\nb) die Gaswirtschaft .................•            1800 000 DM    Siehe Kontengruppe 3\nc) die Wasserwirtschaft .............. .         130 000 000 DM\nZu Tit. 6\n146 800 000 DM\nzu Buchst. a)                                                        Veranschlagt sind:\nDer Betrag von 15 000 000 DM dient zum weiteren Ausbau                  Kredite für\nder Stromversorgung auf dem Lande zugunsten der Ratio-                  a) die Bundesbahn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .               50 000 000 DM\nnalisierung der Landwirtschaft. Hierfür sind in den Rech-               b) die Bundespost . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .             20 000 000 DM\nnungsjahren 1954· und 1955 aus Mitteln des ERP-Sonder-                  c) die Seeschiffahrt . . . . . . . . . . . . . . . . . . .              25 000 000 DM\nvermögens bereits 16 000 000 DM zur Verfügung gestellt                  d) die sonstigen Verkehrsbetriebe . . . . •                              2 500 000 DM\nworden.                                                                 e) die Staustufe Niederlahnstein ....... ___7_0_0_0_0_0_D_M_\nzu Buchst. b)                                                                                                                                   98 200 000 DM\nDie Mittel sollen zur Durchführung von Investitionen im              zu Buchst. a)\nLande Rheinland-Pfalz bereitgestellt werden.                         Der Betrag von 50 000 000 DM ist die 2. Rate auf das Drei-\nzu Buchst. c)                                                        jahresprogramm der Deutschen Bundesbahn in einer Ge-\n120 000 000 DM sind für das im Rechnungsjahr 1954 aus                samthöhe von 150 000 000 DM. 50 000 000 DM wurden im\nMitteln des ERP-Sondervermögens anfinanzierte Investi-               Rechnungsjahr 1955 zur Verfügung gestellt. Dieses Pro-\ntionsprogramm der Wasserwirtschaft in Höhe von                       gramm umfaßt Maßnahmen zur\n1 000 000 000 DM vorgesehen und sollen der zentralen                 1. Rationalisierunq der Zugförderung (Beschaffung von\nWasserversorgung und Abwasserbeseitigung in den Städten                  Diesellok und Ellok)\nund auf dem Lande dienen. Die vorgesehenen Maßnahmen                 2. Rationalisierung des Sicherungswesens\nerstrecken sich insbesondere auf die Reinhaltung des Ober-           3. Mechanisierung des Ladegeschäftes.\nflächenwassers. 50 000 000 DM sind bereits im Rechnungs-\njahr 1955 durch Ausnutzung der im ERP-Wirtschaftsplan                zu Buchst. b)\n1955 enthaltenen Bindungsermächtigung zugesagt worden.               Die Mittel werden von der Deutschen Bundespost zur Teil-\nEin weiterer Betrag von 10 000 000 DM soll für die Errich-           finanzierung von Aufträgen an die Berliner Fernmelde-\ntung und den Ausbau von Abwasserreinigungsanlagen der                industrie verwendet.\nIndustrie verwendet werden, soweit diese Vorhaben im                 zu Buchst. c)\nöffentlichen Interesse liegen.\nIm Rechnungsjahr 1955 ist als 1. Rate ein Betrag von\nZur Durchführung der Maßnahmen auf Grund des Berichts                20 000 000 DM für ein neues Programm in Höhe von ins-\nüber die Lage der Landwirtschaft sollen weitere lang- und            gesamt 90 000 000 DM zum Wiederaufbau der deutschen\nmittelfristige Investitionskredite aus Mitteln des ERP-Son-          Handelsflotte bereitgestellt worden. Für das Rechnungsjahr\ndervermögens des Rechnungsjahres 1957 bereits im laufen-\nden Rechnungsjahr zugesagt werden.                                   1956 sind bei diesem Titel und bei Kap. 4 Tit 2 insgesamt\n26 300 000 DM veranschlagt. 20 000 000 DM bilden die 2. Rate\nSiehe Kontengruppe 3                                                 des Gesamtprogramms. Hieraus sollen Neu- und Umbauten\nZu Tit.4                                                               auf deutschen Werften sowie der Ankauf von Schiffen, auch\nVeranschlagt sind:                                                   im Auslande, finanziert werden. Aus dem Gesamtbetrage\nKredite für Eisen und Stahl . . . . . . . . . . .   4 000 000 DM   sollen Kredite bis zur Höhe von 5 000 000 DM für die Finan-\nzierung von Aufträqen westdeutscher Besteller an Berliner\nMit diesem Betrag sollen Schlußfinanzierungen von Pro-               Unternehmen zur Herste1lung und Lieferung von Motoren\njekten, die mit Mitteln des ERP-Sondervermögens anfinan-             vergeben werden. 1 300 000 DM sind u. a. für die Finan-\nziert wurden, durchgeführt werden.                                   zierung von Ersatzbauten vorgesehen.\nSiehe Kontengruppe 3\nzu Buchst. d)\nZu Tit.5                                                               Zur Beschleunigung des Umschlages in den Seehäfen sind\nVeranschlagt sind:                                                   weitere Rationalisierungsmaßnahmen in den verkehrswirt-\nKredite für                                                        schaftlichen Betrieben erforderlich.\na) die     mittelständische   gewerbliche\nWirtschaft ........................•                           zu Buchst. e)\n25 400 000 DM\nb) die verarbeitende Industrie ........ .           4 200 000 DM   Auf Grund der im Bundeshaushaltsplan 1955 - Kap. A 1203,\nTit. 747 - enthaltenen Bindungsermächtigung soll ein Kredit\nzu Buchst. a)                                        29 600 000 DM   von 1 300 000 DM zur anteiligen Finanzierung des Ausbaues\nder Staustufe Niederlahnstein gewährt werden. Die Mittel\nVornehmlich sollen Rationalisierungs- und Modernisierungs-           sollen im Rechnungsjahre 1956 mit 700 000 DM, im Rech-\nmaßnahmen der mittelständischen gewerblichen Wirtschaft             nungsjahre 1957 mit 600 000 DM bereitgestellt werden.\ngefördert werden. Aus diesen Mitteln sollen auch Kredite\nan den Handel, das Handwerk und den Fremdenverkehr                  Wie bereits in den Rechnungsjahren 1954 und 1955 sollen\ngewährt werden. Da eine Aufteilung auf diese Wirtschafts-            auch im Rechnungsjahre 1956 zur Durchführung langfristiger\nzweige und die verarbeitende Industrie im voraus nicht              Investitionsprogramme vertragliche Bindungen auf das Zins-\nerfolgen kann, sind die Mittel gemeinsam bei Tit. 5 ver-            und Tilgungsaufkommen des Rechnungsjahres 1957 für\nanschlagt. Durch die vorgesehene Deckungsfähigkeit mit               1. die Deutsche Bundesbahn bis zur Höhe\ndem Tit. 8 können die auf den Handel, das Handwerk                      von . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50 000 000 DM\nund den Fremdenverkehr entfallenden Mittel für Kredite              2. die Deutsche Bundespost zuqunsten der\nauf den letzteren Titel übertragen werden.                               Auftragsvergabe nach Berlin bis zur\nzu Buchst. b)                                                           Höhe von . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .          20 000 000 DM\nMit diesem Betrag sollen Modernisierungs- und Rationali-            3. die Seeschiffahrt bis zur Höhe von                                        5 000 000 DM\nsierungsvorhaben der verarbeitenden Industrie, die nicht                 eingegangen werden.\nmittelständischen Charakter hat, finanziert werden.                 Siehe Kontengruppe 3","994                       Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1956, Teil II\nBetrag            Betrag\nKap.    Kap.\nGegenstand                              für               für\nTit.    Tit.                                                              1956              1955\n~ -\n1956    1955 --                                                            DM\n-------   ~- ----\nDM\n-----   --\n1       2                                3                                 4                5\n(2)  (2)\n7    7     Förderungsmaßnahmen für den Wohnungsbau           ...... 13 561 000         1000000\n8    8     Förderungsmaßnahmen für die sonstige gewerbliche\nWirtschaft ......................................      40 021 500        36 800 000\nBindungsermächtigung: Bis zur Höhe von 25 000 000 DM\n9    9     Förderungsmaßnahmen für die Forschung       ..........     3 200 000        3 260 000\n1","Nr. 31 -  Tag der Ausgabe: Bonn, den 23. November 1956                               995\nErläuterungen\n6\nZu Tit. 7                                                         der Vertriebenen, Flüchtlinge und Kriegssachgeschädigten\nwird weiter im Rahmen der in nachstehenden Titeln veran-\nDie Bank deutscher Länder hatte das Wohnungsbaupro-             schlagten Kreditprogramme berücksichtigt:\ngramm 1950 der Bundesregierung in Höhe von 180 000 000\nDM vorfinanziert. Durch Teilablösung aus DM-Gegenwerten         Kap. 2 Tit. 1 - landwirtschaftliche Betriebs-\naus der amerikanischen Wirtschaftshilfe und durch Tilgun-                       mittelkreditprogramme - .•      2 000 000 DM\ngen auf Kredite des Wohnungsbauprogramms 1950 betrug\ndie Vorfinanzierungshilfe am 31. Dezember 1955 noch             Kap. 2 Tit. 6 - Seeschiff ahrt - ..........•    2 000 OOODM\n32 244 000 DM, die aus Mitteln des ERP-Sondervermögens          Kap. 4 Tit. 2 - Binnenschiffahrt                2 000 000 DM\nwie folgt abgedeckt werden soll:\n6 000 000 DM\nIm Rechnungsjahre 1956                        13 561 000 DM     zu Buchst. f)\nim Rechnungsjahre 1957                        13 645 000 DM     Im Zuge der Rationalisierungsmaßnahmen auf dem lande\nim Rechnungsjahre 1958                         5 038 000 DM     sollen die Mittel insbesondere zur Durchführung von Schu-\nlungslehrgängen und Fortbildungsmaßnahmen in den Hand-\nSiehe Kontengruppe 3                                            werken auf dem Lande verwendet werden. Für den gleichen\nVerwendungszweck wurden bereits im Rechnungsjahre 1955\nZu Tit. 8                                                         1000000 DM zur Verfügung gestellt.\nVeranschlagt sind:                                              zu Buchst. g)\nKredite für                                                   Der Zuschuß ist zur teilweisen Bestreitung der Personal-\na) den Handel ....................... .        400000DM -     und Sachkosten der Gesellschaft bestimmt. Weitere Mittel\nsind im Bundeshaushaltsplan Kap. 09 02 Tit. 606 veranschlagt.\nb) den Fremdenverkehr .............. .       3 000 OOODM\nzu Buchst. h)\nc) den Außenhandel ................. .     10 000 OOODM\nDer Treuhandgesellschaft der Vertriebenen mbH. ist eine\nd) die gewerbliche Wirtschaft der Ver-                        Bearbeitungsgebühr bis zur Höhe von ½ 0/o der übernom-\ntriebenen, Flüchtlinge und Kriegssach-                    menen Beteiligungen zugesagt worden. Sie übernimmt Be-\ngeschädigten ...................... .   25 000 000 DM     teiligungen an Unternehmen von Vertriebenen und Flücht-\nZuschüsse für                                                 lingen im Rahmen der ihr von der Lastenausgleichsbank\n(Bank für Vertriebene und Geschädigte) aus Mitteln des\ne) den Handel ....................... .        100 000 DM     ERP-Sondervermögens bereitgestellten Kredite.\nf) das Handwerk auf dem lande ..... .       1 000 OOODM      Der Lastenausgleichsbank (Bank für Vertriebene und Ge-\nschädigte) sind 4 400 000 DM als Kredit mit folgender Zweck-\ng) die Gesellschaft zur Förderung des                         bestimmung gewährt worden:\nDeutsch-Amerikanischen Handels mbH.        500 000 DM\nh) Treuhandgesellschaft für Vertriebene                      aa) Erwerb eines Anteils in Höhe von 100 000 DM an der\nmbH .............................. .                           Treuhandgesellschaft der Vertriebenen mbH., Bonn,\n21500 DM\nbb) Gewährung von Krediten bis zur Höhe von 4 300 000 DM\n40 021500 DM           an die Treuhandgesellschaft der Vertriebenen mbH. zum\nzu Buchst. a) und e)                                                 Erwerb von Beteiligungen an Unternehmen von Ver-\nDer Betrag von 400 000 DM ist zur Gewährung von Dar-                 triebenen und Flüchtlingen.\nlehen an die Kreditgarantiegemeinschaften des Handels zur       Im ERP-Wirtschaftsplan 1955 war zur Durchführung lang-\nAufstockung deren Haftungsfonds bestimmt. Hierfür sind          fristiger Exportgeschäfte eine Bindungsermächtigung bis\nbereits 1000000 DM aus Mitteln des ERP-Sondervermögens          zur Höhe von 100 000 000 DM vorgesehen, auf die Kredit-\nzur Verfügung gestellt worden.                                  zusagen in Höhe von 79 100 000 DM erteilt worden sind.\nDer Zuschuß von 100 000 DM ist zur Deckung der Anlauf-          Die infolge anderweitiger Finanzierungsmöglichkeiten frei-\nkosten der Kreditgarantiegemeinschaften vorgesehen, sofern      werdenden Kreditbeträge sollen wiederum zur Finanzierung\ner nicht ebenfalls als Kredit zur Aufstockung der Haftungs-     langfristiger Exportgeschäfte zugunsten von Entwicklungs-\nfonds verwendet wird.                                           ländern verwendet werden. Die Bindungsermächtigung be-\nzieht sich auf das Zins- und Tilgungsaufkommen der\nzu Buchst. b)                                                   Rechnungsjahre 1958 bis 1960.\nDie Mittel werden neben den für mittelständische Fremden-       Siehe Kontengruppen 3 und 8\nverkehrsbetriebe (vgl. Erläuterungen zu Kap. 2 Tit. 5 der\nAusgabe) vorgesehenen Beträgen zur Fortführung der In-        Zu Tit.9\nvestitionen in Betrieben des devisenbringenden Fremden-         Die Mittel sind als Zuschuß für die wirtschaftsnahe For-\nverkehrs verwendet.                                             schung veranschlagt und dienen vornehmlich zur Finanzie-\nrung solcher Forschungsvorhaben, die für den Wiederaufbau\nzu Buchst. c)                                                   und die Fortentwicklung der deutschen Wirtschaft von Be-\nVeranschlagt sind Kredite insbesondere an Außenhandels-         deutung sind. Für die Verwendung der Zuschüsse gelten die\nunternehmen zum Zwecke des Erwerbs, der Errichtung, des         Richtlinien vom 29. April 1953 für Zuwendungen des Burries\nAusbaues und des Anlaufes von Auslandsniederlassungen.          an außerhalb der Bundesverwaltung stehende Stellen und\nAuf Grund der im ERP-Wirtschaftsplan 1955 enthaltenen           für den Nachweis der Verwendung der Mittel nach § 64 a\nBindungsermächtigung ist ein Betrag von 7 500 000 DM für        Abs. I RHO (Ministerialblatt des Bundesministers der Finan-\ndie Finanzierung von Investitionen im Zusammenhang mit          zen S. 369).\nder Wiedererrichtung von Auslandsniederlassungen zuge-\nsagt worden.                                                    Die Beschlußfassung über die Einzelvorhaben erfolgt gemäß\n§ 16 des ERP-Verwaltungsgesetzes auf Vorschlag der zu-\nzu Buchst. d)                                                   ständigen Fachressorts. Hierbei sind die Länder durch einen\nDie bei diesem Titel veranschlagten Mittel werden „1ach den     Vertreter der Ständigen Konferenz der Kultusminister ver-\nfür diesen Bereich bisher geltenden Richtlinien verwendet       treten.\nund zu erleichterten Bedingungen vergeben. Die Wirtschaft       Siehe Kontengruppe 8","996                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1956, Teil II\nBetrag      Betrag\nKap.    Kap.\nGegenstand                             für         für\nTit.    Tit.\n1956        1955\n1956    1955                                                            DM           DM\nl       2                               3                               4           5\n(2)  (2)\n10  10   Maßnahmen zur Förderung des Erfahrungsaustausches          2 250 000   1730300\n11  11   Maßnahmen zur Förderung der Produktivität ..... .          8 850 000   5 520 000\nMinderausgaben bei Tit. 11 können zur Verstärkung der\nbei Kap. 3 Tit. 27 veranschlagten Mittel verwendet\nwerden.\n20· 20   Beitrag des ERP-Sondervermögens zur Erfüllung der\nVerpflichtungen des Bundes als Mitglied der Inter-\nnationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung\n(Weltbank) .................................... .       30 000 000  20 000 000\n21  21   Maßnahmen zur Verstärkung der haftenden Mittel der\nKreditanstalt für Wiederaufbau ................. .                 150 000 000\n22  22   Inanspruchnahme aus Gewährleistungs- und Bürg-\nsdlaftsverträgen ............................... .       3 000 000   5 000 000\n23  23   Bürgschaftssicherungsfonds für Investitions- und Be-\ntriebsmittelkredite ............................. .                  1000000\n24       Beitrag des ERP-Sondervermögens zur Erfüllung der\n(neu)          Verpflichtungen des Bundes als Mitglied der Inter-\nnationalen Finanz-Corporation .................. .      15 400 000\nDie Mittel des Titels 24 sind mit denen des Titels 30\ndedmngsfähig.","Nr. 31 -   Tag der Ausgabe: Bonn, den 23. November 1956                                997\nErläuterungen\n6\nZu Tit.10                                                         Für das im Rechnungsjahre 1955 begonnene 2. Zuschußpro-\nVeranschlagt sind:                                             gramm über insgesamt 15 000 000 DM sollen in den Rech-\nKredite für                                                  nungsjahren 1955 bis 1957 je 5 000 000 DM zur Verfügung\na) den Praktikantenaustausch                   250 000 DM    ge,stellt werden. 15 °/o dieser Mittel sind für Maßnahmen\nzur Förderung der Produktivität in Berlin vorgesehen. (Vgl.\nZuschüsse für                                                Kap. 3 Tit. 27 der Ausgabe.) Die Mittel dienen u. a. für be-\nb) die Förderung der wirtschaftlichen Be-                   triebswirtschaftliche Untersuchungen, Maßnahmen zur Ver-\nziehungen mit dem Auslande               2 000 000 DM   besserung der menschlichen Beziehungen in den Betrieben,\n2 250 000DM    Förderung des Betriebsberatungswesens und der Rationali-\nzu Buchst. a)                                                  sierung der Betriebe.\nMit dem Betrage von 250 000 DM soll bei der Karl-Duis-\nberg-Gesellschaft für Nachwuchsförderung e. V. ein Umlauf-     Die Maßnahmen werden durch das Rationalisierungskura-\nfonds gebildet werden, aus dem Darlehen an Werkstuden-         torium der deutschen Wirtschaft durchgeführt.\nten insbesondere zur Bezahlung von Uberfahrtkosten nach        zu Buchst. a) und b)\nden USA gewährt werden.\nzu Buchst. b)                                                  Die Mittel unterliegen der Mitverfügung durch die ICA.\nAus den bisher bereitsgestellten Mitteln in Höhe von           Siehe Kontengruppen 3 und 8\n1200000 DM sind 34 Projekte finanziert worden. In 26 Fäl-\nlen sind deutsche Experten und Sachverständige nach dem\nAuslande entsandt worden, während in 8 Fällen ausländische   Zu Tit.20\nSachverständige in die Bundesrepublik zum Studium der          Auf Grund des Beschlusses der Bundesregierung vom\ndeutschen Wirtsdlaft eingeladen wurden. Insgesamt wurde        28. August 1953 hat das ERP-Sondervermögen einen Anteil\nmit 18 Ländern der Erfahrungsaustausch durchgeführt.           von 100 000 000 DM der von der Bundesrepublik an die\nAuch die für das Rechnungsjahr 1956 veranschlagten Mittel      Weltbank zu zahlenden DM-Subskriptionen zu überneh.nen.\nsollen in erster Linie dienen für die Ubernahme von            In den Rechnungsjahren 1954 und 1955 sind hiervon\naa) Kosten, die im Zusammenhang mit der Tätigkeit von          40 000 000 DM veranschlagt worden. Der Restbetrag von\nBeratern und Gutachtern im Auslande entstehen,            60 000 000 DM soll an den Bundeshaushalt in Höhe von je\n30 000 000 DM in den Rechnungsjahren 1956 und 1957 ge-\nbb) Reisekosten ausländischer Sachverständiger nach und        zahlt werden. (Vgl. Bundeshaushaltsplan 1956 Kap. A 60 02\nderen Aufenthaltskosten in der Bundesrepublik ein-        Tit. 41 und 683.)\nschließlich der entstehenden sächlichen Kosten.\nWeitere Mittel sind imBundeshaushalt-Kap.0902, Tit.613-        Siehe Kontengruppe 4\nveranschlagt\nSiehe Kontengruppen 3 und 8                                  Zu Tit.22\nNach § 2 des Dritten Gesetzes über die Obernahme von\nZu Tit.11                                                        Sicherheitsleistungen und Gewährleistungen zur Förderung\nVeranschlagt sind:                                             der deutschen Wirtsdlaft vom 6. Dezember 1954 (Bundes-\nKredite für                                                  gesetzbl. I S. 365) ist der Bundesminister für wirtschaftliche\nZusammenarbeit ermächtigt, zu Lasten des ERP-Sonderver-\na) den gewerblichen Mittelstand               4 600 000 DM   mögens Sicherheitsleistungen, Gewährleistungen und Bürg-\nZuschüsse für                                                schaften bis zum Gesamtbetrage von 200 000 000 DM nach\nb) Maßnahmen zur Förderung der Pro-                          Maßgabe des § 2 des ERP-Verwaltungsgesetzes zu über-\nduktivität ......................... .    4 250 000DM    nehmen. Bürgschaften sind bisher in Höhe von rd.\n22 000 000 DM übernommen worden. Die veranschlagten\nzu Buchs~ a)                                    8 850 000 DM   Mittel sind zur Deckung etwaiger Inanspruchnahmen des\nDie Mittel dienen zur Fortsetzung der seit 1953 laufenden      ERP-Sondervermögens aus solchen Verträgen vorgesehen.\nKreditaktionen zur Steigerung der Produktivität in Mittel-     (Vgl. auch Kap. 3 Tit. 22 der Ausgabe.)\nund Kleinbetrieben.                                            Siehe Kontengruppe 8\nzu Buchst. b)\nAus dem im Rechnungsjahre 1953 begonnenen 1. Zuschuß-        Zu Tit. 24\nprogramm in Höhe von 17 800 000 DM sind verausgabt bzw.\nbereitgestellt worden:                                         Auf Grund des Gesetzes betreffend das .Abkommen über\ndie Internationale Finanz-Corporation und betreffend\naa) an die Europäische Produktivitätszen-                      Gouverneure und Direktoren in der Internationalen Bank\ntrale ............................... .    3360000DM      für Wiederaufbau und Entwicklung, in der Internationalen\nbb) für die Maßnahmen zur Förderung des                        Finanz-Corporation und im Internationalen Währungsfonds\"\nErfahrungsaustausches im Rahmen des                       vom 12. Juli 1956 (Bundesgesetzbl. II S. 747) hat sich die Bun-\nbilateralen Abkommens ............ .       4 300 00ODM    desrepublik Deutschland verpflichtet, der Internationalen\ncc) für die Beratung und Begutachtung                          Finanz-Corporation mit einem Kapital von 3 655 000 $ = rd.\ninnerhalb der Produktivitätskreditpro-                    15 400 000 DM beizutreten. Dieser Betrag ist im Bundeshaus-\ngramme ............................ .      3 500 000 DM   haltsplan 1955 bei Kap. A 60 03 Tit. 893 veranschlagt. Das\ndd) für überbetriebliche Untersuchungen                        ERP-Sondervermögen wird den Betrag an den Bundeshaus-\nzur Steigerung der Produktivität .....     5 640 000 DM   halt aus Mehreinnahmen des Rechnungsjahres 1956 erstat-\nee) für die Bekämpfung der Rindertuber-                        ten. Ein etwa im Rechnungsjahre 1956 nicht geleisteter Bei-\nkulose ............................. .     1000000 DM     trag wird im Rechnungsjahre 1957 gezahlt werden.\n17 800 00ODM    Siehe Kontengruppe 4","998                       Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1956, Teil II\nBetrag              Betrag\nKap.      Kap.\nGegenstand                                für                 für\nTit.     Tit.\n1956                1955\n1956\n~-----\n1955\n-----\nDM                  DM\n----- -     -- ------\n1         2                               3                                  4                   5\n(2)    (2)\n25          Kredit an die Kreditanstalt für Wiederaufbau zwecks\n(neu)           Erwerb einer Beteiligung an der Deutschen Luft-\nhansa A.G ..................................... .          7 500 000\n26          Kosten für die Bearbeitung von Bürgschaften ....... .             50 000\n(neu)\n30     30   Wirtschaftliche Förderungsmaßnahmen aller Art ... .        105 223 100          35 449 200\nDie Mittel des Titels sind mit denen der Titel 1 bis 11\ndeckungsfähig.\nBindungsermäditigung: Bis zur Höhe von 50 000 000 DM\n40     40   Vermischte Ausgaben                                                 5 000             5 000\nSumme Ausgaben ............................... .           572 910 600         623 264 500\nAbschluß\nEinnahmen ...................................... .         475 233 100         624 034 200\nAusgaben ....................................... .         572 910 600         623 264 500\nZuschuß/Uberschuß ............................... .         97 677 500             769 700","Nr. 31 -  Tag der Ausgabe: Bonn, den 23. November 1956                                999\nErläuterungen\n-----------------------------------------                                                                 ---- ---\n6\nZu Tit.25                                                            Auch über die Verwendung von Einnahmen aus Umpro-\nZur anteiligen Finanzierung der 3. Ausbaustufe der Deut-           grammierungen oder vorzeitigen Tilgungen kann erst nach\nschen Lufthansa AG. soll aus Mitteln des ERP-Sonderver-            Eingang der Beträge entschieden werden.\nmögens eine Beteiligung am Grundkapital der Gesellschaft\nbis zur Höhe von 30 000 000 DM erworben werden. In Höhe            In dem veranschlagten Betrage sind weitere 15 000 000 DM\ndes veranschlagten Betrages wird der Kreditanstalt für             enthalten, die zur Finanzierung von Aufträgen westdeut-\nv\\'.'_iederaufbau ein Kredit zum Erwerb der Beteiligung ge-        scher Besteller an Berliner Unternehmen verwendet wer-\nwahrt werden. Es ist vorgesehen, daß diese Beteiligung zu          den. Eine Aufteilung des Betrages auf die einzelnen Wirt-\neinem frühestmöglichen Zeitpunkt veräußert wird.                   schaftsbereiche ist erst nach Festlegung der zu finanzieren-\nden Aufträge möglich.\nSiehe Kontengruppe 3\nAus diesen Mitteln können auch in besonderen Fällen im\nZu Tit.26                                                            Rahmen des § 5 Abs. 2 ERP-Verwaltungsgesetz verlorene\nFür Bürgschaften, welche die durchleitenden Kreditinstitute        Zuschüsse gewährt werden.\nim Auftrage und für Rechnung des ERP-Sondervermögens\noder auf Grund einer Rückbürgschaft des ERP-Sonderver-             Von den der amerikanischen Mitverfügung unterliegenden\nmögens gemäß § 2 des Dritten Gesetzes über die Uber-               Mitteln sollen für die Finanzierung des Wohnungsbaues\nnahme von Sicherheitsleistungen und Gewährleistungen zur           50 000 000 DM verwendet werden. Die Zustimmung der ICA-\nFörderung der deutschen Wirtschaft vom 6. Dezember 1954            Mission ist unter der Voraussetzung in Aussicht gestellt\n(Bundesgesetzbl. I S. 365) übernehmen, erhalten sie eine           worden, daß der Betrag von 50 000 000 DM in den Rech-\nBearbeitungsgebühr.                                                nungsjahren 1958 und 1959 wieder für die Zwecke zur Ver-\nSiehe Kontengruppe 8                                               fügung stehen wird, die anläßlich der Schenkung des\nBetrages vereinbart worden sind. Aus diesem Grunde ist\nZu Tit.30                                                            eine Bindungsermächtigung auf das Zins- und Tilgungsauf-\nVon dem Gesamtbetrage von 105 223 100 DM unterliegen               kommen der Rechnungsjahre 1958 und 1959 erforderlich.\n78 040 000 DM den Bestimmungen des Zablocki Amend-                 Siehe Kontengruppen 2, 3 und 8\nments (vgl. Vorwort zweiter Teil Abschnitt A Nr. III), zu\nderen Verwendung die Zustimmung der !CA-Mission erfor-           Zu Tlt. 40\nderlich ist. Sie wird erst dann erteilt, wenn die Mittel ka,s-     Der Betrag ist geschätzt.\nsenmäßig zur Verfügung stehen.                                     Siehe Kontengruppe 8","1000                    Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1956, Teil II\nBetrag           Betrag\nKap.   Kap.\nGegenstand                             für              für\nTit.   Tit.\n1956             1955\n1956   1955                                                           DM- - - - 1 - - -DM-----\n2                                                               4                5\nERP-Sondervermögen\n-  Teil Berlin -\n3   3                      I. Einnahme\n1   Erträge aus Beteiligungen ........................ .\nl:i\n2   2   Zinsen aus Darlehen, Bankguthaben, Wertpapieren,\nsonstigen Anlagen usw ......................... .      34 940 000      30 409 000\n3   3   Zinsen aus Darlehen, über deren Verwendung mit der\nICA vertragliche Bindungen bestehen ........... .       9 600 000      11617000\n4   4   Tilgungen von Darlehen und sonstige Rückflüsse ... .    130 245 900     138 358 700\n5   5   Tilgungen von Darlehen, über deren Verwendung mit\nder ICA vertragliche Bindungen bestehen ....... .      30 800 000      21360000\n6    6   Ablösungen, Erträge und sonstige Einnahmen aus der\nEigenkapitalfinanzierung ....................... .      2 000 000        2 000 000\n7   7   Vergütungen für die Ubernahme von Bürgschaften ..           150 000          300 000\n8   8   Entnahme aus dem Bestand des ERP-Sondervermögens\nund Zinsen aus der Anlage der Bürgschafts-\nsicherungsfonds im Rechnungsjahr 1956 ......... .       1500000         2 500 000\n9    9   Erlöse, Rückflüsse und Erträge aus Zuwendungen .. .         200 000          200 000\n10   10   Vermischte Einnahmen                                           5000             5 000\nSumme Einnahmen ............................... .       209 440 900     206 749 700","Nr. 31 -            Tag der Ausgabe: Bonn, den 23. November 1956                                                    1001\nErläuterungen\nZu Tit.1                                                                               Zu Tit.5\nDas ERP-Sondervermögen ist an der Berliner Industrie-                                  Veranschlagt sind:\nbank AG. mit 5 000 00-0 DM beteiligt. Die Beteiligung soll im\nRechnungsjahre 1956 um 500 000 DM auf 5 500 000 DM er-                                a) Tilgungen durch die Berliner Industrie-\nhöht werden (vgl. Kap. 3 Tit. 24 der Ausgabe). Im laufen-                                 bank AG. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 800 000 DM\nden Rechnungsjahre werden voraussichtlich dem ERP-Son-                                b) Tilgungen durch die Lastenausgleichs-\ndervermögen keine Gewinne zufließen.                                                      bank (Bank für Vertriebene und Ge-\nWegen der Erträge aus Beteiligungen im Rahmen des Eigen-                                  schädigte) im Rahmen ihres Berliner\nkapitalfinanzierungsprogramms vgl. Tit. 6 der Einnahme und                                Geschäftsbereichs ....................•\nTit. 20 a der Ausgabe.                                                                c) Tilgungen durch die Deutsche Bundes-\nSiehe Kontengruppe 8                                                                      post (Landespostdirektion Berlin)                                 2 500 000 DM\nd) Tilgungen durch das Land Berlin . . . . . •                          500 000 DM\nZu Tit. 2\n30800 000 DM\nVeranschlagt sind:\nVgl. Vorwort zweiter Teil Abschnitt A Nr. III\na) Zinsen von der Berliner Industrie-\nbank AG ............................ .                           26700000DM       Siehe Kontengruppe 7\nb) Zinsen von der Lastenausgleichsbank\n(Bank für Vertriebene und Geschädigte)                                          Zu Tit.6\nim Rahmen ihres Berliner Geschäfts-                                               Nach einer Vereinbarung mit der MSA-Sondermission vom\nbereichs ............................. .                                          15./19. Juni 1953 sind die aus dem Programm \"Eigenkapital-\nc) Zinsen vom Land Berlin ............. .                              1500000DM      finanzierung\" anfallenden Einnahmen dem gleichen Ver-\nd) Zinsen von der Deutschen Bundesbahn                                                wendungszweck wieder zuzuführen (vgl. Kap. 3 Tit. 20 a der\nim Rahmen des Auftragsfinanzierungs-                                              Ausgabe). Aus diesem Grunde sind die Einnahmen dieses\nprogramms .......................... .                              220 OOODM     Titels gesondert veranschlagt.\ne) Zinsen von der Deutschen Bundespost\n(Landespostdirektion Berlin) ......... .                              20 000 DM   Siehe Kontengruppen 7 und 8\nf) Zinsen aus Bankguthaben, Wertpapieren,\nsonstigen Anlagen usw .............. .                            1500 OOODM    Zu Tit. 7\ng) Mehreinnahmen ..................... .                              5 000 000 DM    Für die Ubernahme von Bürgschaften durch das ERP-Son-\n34 940 000 DM    dervermögen wird grundsätzlich eine Vergütung erhoben.\nzu Buchst. g)                                                                         Sie dient insbesondere der Abdeckung etwaiger aus der\nErfahrungsgemäß fallen im Laufe des Rechnungsjahres                                   Bürgschaftsübernahme entstehender Verluste (vgl. Kap. 3\nMehreinnahmen an, die mit 5 000 000 DM geschätzt sind.                                Tit. 22 der Ausgabe).\nSiehe Kontengruppe 8                                                                   Siehe Kontengruppe 8\nZu Tit.3                                                                               Zu Tit.8\nVeranschlagt sind:                                                                     Zur Deckung der vom Land Berlin für mittelfristige Betriebs-\na) Zinsen von der Berliner Industrie-                                                 mittelkredite bis zu einer Höhe von 100 000 000 DM über-\nbank AG. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .   9 100 000 DM    nommenen oder noch zu übernehmenden Bürgschaften ist\nb) Zinsen von der Lastenausgleichsbank                                                 aus Mitteln des ERP-Sondervermögens ein Bürgschafts-\n(Bank für Vertriebene und Geschädigte)                                            sicherungsfonds in Höhe von 20 000 000 DM gebildet wor-\nim Rahmen ihres Berliner Geschäfts-                                                den. (Siehe Voranschlag der Einnahmen und Ausgaben des\nbereichs ............................ .                                            ERP-Sondervermögens für das Rechnungsjahr 1950 und Bun-\nc) Zinsen vom Land Berlin . . . . . . . . . . . . . .                    200 000 DM    deshaushalt 1952 Epl. 5 a o H Kap. 1 a Tit. 26 B.)\nd) Zinsen von der Deutschen Bundespost                                                 Die aus der Anlage des Bürgschaftssicherungsfonds erziel-\n(Landespostdirektion Berlin) . . . . . . . . . .                     300 000 DM    ten Zinsen sind zur Auffüllung des Bürgschaftssicherungs-\n9600000DM       fonds zu verwenden (vgl. Kap. 3 Tit. 23 der Ausgabe).\nVgl. Vorwort zweiter Teil Abschnitt A Nr. III                                         Siehe Kontengruppen 1 und 8\nSiehe Kontengruppe 8\nZu Tit.9\nZu Tit. 4                                                                                Ober die gewährten Zuwendungen haben die Empfänger\nVeranschlagt sind:                                                                     einen Verwendungsnachweis gemäß den Richtlinien vom\na) Tilgungen durch die Berliner Industrie-                                             29. April 1953 für Zuwendungen des Bundes an außerhalb\nbank AG ............................ .                           121200000 DM      der Bundesverwaltung stehende Stellen und für den Nach-\nb) Tilgungen durch die Lastenausgleichs-                                               weis der Verwendung der Mittel nach § 64 a Abs. 1 RHO\nbank (Bank für Vertriebene und Ge-                                                 (Ministerialblatt des Bundesministers der Finanzen S. 369)\nschädigte) im Rahmen ihres Berliner                                                zu führen. Nicht verbrauchte Mittel sind an das ERP-Sonder-\nGeschäftsbereichs .................... .                             795 900 DM    vermögen zurückzuzahlen. Desgleichen sind an das ERP-\nc) Tilgungen durch das Land Berlin ..... .                             2 000 OOODM     Sondervermögen Erlöse aus dem Verkauf unbraud1bar oder\nd) Tilgungen durch die Deutsche Bundes-                                                entbehrlich gewordener Geräte, Ausstattungsgegenstände\npost (Landespostdirektion Berlin) .... .                           1250000 DM      u. dgl. und Reingewinne aus der Verwertung von For-\ne) Mehreinnahmen ..................... .                               5000000DM       schungsergebnissen (Lizenzgeibühren usw.) abzuführen.\nSiehe Kontengruppe 8\n130 245 900 DM\nZU  Buchst. f)\nErfahrungsgemäß fallen im Laufe des Rechnungsjahres                                  Zu Tit.10\nMehreinnahmen an, die mit 5 000 000 DM geschätzt sind.                                 Der Betrag ist geschätzt.\nSiehe Kontengruppe 7                                                                  Siehe Kontengruppe 8","1002                                     Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1956, Teil II\nBetrag          Betrag\nKap.          Kap.\nfür             für\nTit.         Tit.                                  Gegenstand\n1956            1955\n----\n1956     -\n1955 ----    -                                                               DM              DM\n-           --\n--                                                         --\n1            2                                           3                                4               5\n(3)       (3)                                  II. Ausgabe\nIn Anbetracht der besonderen politischen Situation\nBerlins können im Rahmen der veranschlagten Mittel\nKredite gewährt oder Beteiligungen \"übernommen\nwerden, bei denen die üblichen bankmäßigen und be-\ntriebswirtschaftlichen Voraussetzungen nicht oder\nnicht in vollem Umfange vorliegen, die jedoch im Hin-\nblick auf die politische Zielsetzung der Berlinhilfe ge-\nrechtfertigt erscheinen.\nIn Abweichung von den allgemein geltenden Kondi-\ntionen können Kredite sowie Beteiligungen und son-\nstige Finanzierungsmaßnahmen zu erleichterten Be-\ndingungen gewährt werden, sofern nur durch derar-\ntige Bedingunger der Kreditzweck erreicht werden\nkann.\nNeben den Maßnahmen zur Schaffung neuer Ar-\nbeitsplätze sind auch Finanzierungshilfen an finanziell\ngefährdete Unternehmen zum Zwecke der Erhaltung\nvon Arbeitsplätzen zulässig.\nDie mit der Berlinhilfe verbundenen Auflagen der\namerikanischen Regierung sind hierbei zu berücksich-\ntigen.\nAus Zuschußmitteln des ERP-Sondervermögens an-\ngeschaffte bewegliche Sachen, an denen das ERP-\nSondervermögen Eigentum erworben hat bzw. er-\nwirbt, können im Einvernehmen mit dem Bundesmi-\nnister der Finanzen unentgeltlich der Deutschen· For-\nschungsgemeinschaft, Bad Godesberg, ·oder Forschungs-\ninstituten übereignet werden.\nZur Förderung der Berliner Wirtschaft durch Gewäh-\nrung von Investitions- und Betriebsmittelkrediten\nsowie durch sonstige Kreditmaßnahmen ......... .         136 675 900     133 677 700\nDie Mittel sind mit denen der Titel 2 und 3 deckungs-\nfähig. Ersparnisse bei Titel 1 können zur Verstärkung\nder bei Kap. 3 Tit. 4 veransc:hlagten Mittel verwendet\nwerden.\nBindungsermäc:htigung: Bis zur Höhe von 50 000 000 DM\n2        2            Für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen ............... .          151800000        94 880 000\nDie Mittel sind mit denen der Titel 1 und 3 deckungs-\nfähig.\nBindungsermächtigung: Bis zur Höhe von 50 000 000 DM\n3        3            Sonstige wirtschaftliche Förderungsmaßnahmen .....                 5 000        300 000\nDie Mittel sind mit denen der Titel 1 und 2 deckungs-\nfähig.\n·4        4            Maßnahmen zur Förderung der Forschung und wirt-\nschaftlich bedeutender kultureller Einrichtungen ..        3 268 000       3 300 000","Nr. 31 -          Tag der Ausgabe: Bonn, den 23. November 1956                             1003\nErläuterungen\n6\nZu Kap. 3                                                                  zu Buchst. a)\nIm Wirtschaftsplan für das Rechnungsjahr 1955 waren im                   Mit den Mitteln werden Aufträge von Unternehmen in der\nKap. 3 Bindungsermächtigungen auf das Zins- und Tilgungs-                Bundesrepublik an die Berliner Wirtschaft teilweise finan-\naufkommen des Rechnungsjahres 1956 bis zur Höhe von je                   ziert. Das Auftragsfinanzierungsprogramm bildet einen\n50 000 000 DM bei den Tit. 1 und 2 vorgesehen.                           wesentlichen Bestandteil der Förderungsmaßnahmen des\nZur Förderung der Auftragsvergabe von Unternehmen in                     ERP-Sondervermögens zugunsten Berlins. Es dient der Ab-\nder Bundesrepublik an die' Berliner Wirtschaft sollen im                 satzförderung und der Verbesserung der Berliner Zahlungs-\nRahmen der bei Kap. 2 veranschlagten Mittel Kredite bis                  bilanz.\nzur Höhe von 75 000 000 DM zum Zwecke der Auftrags-                      zu Buchst. b)\nfinanzierung vergeben werden. Darüber hinaus sollen aus\nMitteln des Kap. 2 25 000 000 DM zur Bildung eines Liqui-                Das Wiederaufbauprogramm für das Rechnungsjahr 1956 ist\nditätsgarantiefonds verwendet werden. (Vgl. Kap. 3 Tit. 28               vom Senat von Berlin mit 200 000 000 DM veranschlagt. Der\nder Ausgabe). Zinsen und Tilgungen aus diesen Mitteln                    vom ERP-Sondervermögen bereitzustellende Betrag von\nfließen dem Aufkommen in der Bundesrepublik (Kap. 2)                     70 500 000 DM soll für folgende Maßnahmen verwendet\nwieder zu.                                                               werden:\nDie bei den einzelnen Titeln ausgebrachte Deckungsfähig-                 a) Enttrümmerung\nkeit ist erforderlich, um zweckentsprechende Verwendungen                b) Schaffung von Grünflächen\nder Mittel sowie etwa notwendig werdende Umprogram-\nmierungen nach den jeweiligen Bedürfnissen zu ermög-                     c) Hoch- und Tiefbau\nlic:hen und den mit einer geschenkweisen Wirtschaftshilfe                d) Beschäftigung .und Schulung von Angestellten und\nverbundenen Auflagen der amerikanischen Regierung zu                         Jugendlichen.\nentsprechen.                                                             Das im Jahre 1950 begonnene Notstandsprogramm wird seit\n1955 als Wiederaufbauprogramm weitergeführt. Im Laufe\nZu Tit.1                                                                   der letzten Jahre ist eine Verlagerung des Schwergewichts\nDie Berliner Wirtschaft hat weiterhin einen erheblichen Be-              von reinen Notstandsarbeiten auf werteschaffende Beschäf-\ndarf an Investitions- und Betriebsmittelkrediten, der noc:h              tigungsmaßnahmen erfolgt. Neben der Förderung des Woh-\nnicht aus Kapitalmarktmitteln gedeckt werden kann. Die an                nungsbaues, des Ausbaues der öffentlichen Versorgungs-\nKlein-, Mittel- und Großbetriebe zu gewährenden Kredite                  und Verkehrsbetriebe werden die Mittel für solche Investi-\nsollen sowohl der Erweiterung der Produktion, der Schaf-                 tionen eingesetzt, die die Voraussetzungen für die Stei-\nfung und Erhaltung von Arbeitsplätzen als auch der Absatz-               gerung der industriellen Produktion schaffen.\nförderung dienen.                                                        Daneben ist die Weiterführung der Maßnahmen zur Be-\nDie besondere Lage der Berliner Wirtschaft erfordert, daß                schäftigung von arbeitslosen Angestellten notwendig. Durch\nKredite zu erleichterten Bedingungen gewährt werden, bei                 den Verlust zentraler Verwaltungsstellen ist die Zahl, ins-\ndenen Verzinsung und Tilgung von dem Gewinn der ein-                     besondere der älteren arbeitslosen Angestellten unverhält-\nzelnen Unternehmen abhängig sind und auf eine bank-                      nismäßig hoch. Zur Förderung der Beschäftigung von älteren\nmäßige Sicherheit ganz oder teilweise verzichtet werden                  Angestellten sollen erstmalig Einarbeitungszuschüsse an\nkann. Zum Zwecke der Schaffung und Erhaltung von Arbeits-                Berliner Unternehmen für jeden neu eingestellten, bisher\nplätzen können auc:h Vereinbarungen über Rangrücktritte                  arbeitslosen Angestellten gezahlt werden.\nder Forderungen des ERP-Sondervermögens hinter Forde-                    Aus diesen Mitteln können auch im Rahmen des § 5 Abs. 2\nrungen sonstiger Gläubiger getroffen werden.                             ERP-Verwaltungsgesetz Zuschüsse gewährt werden.\nIn Sonderfällen können auc:h im Rahmen des § 5 Abs. 2                    Um der Berliner Wirtschaft die Hereinnahme weiterer Auf-\nERP-Verwaltungsgesetz Zuschüsse gewährt werden.                    -     träge zu ermöglichen, ist es notwendig, bereits im Rech-\nDas langfristige Investitionskreditprogramm soll auch im                 nungsjahre 1956 vertragliche Bindungen auf das Zins- und\nRechnungsjahre 1957 fortgeführt werden. Um bereits im                    Tilgungsaufkommen des Rechnungsjahres 1957 bis zur Höhe\nRec:hnungsjahre 1956 die Inangriffnahme solcher Investi-                 von 50 000 000 DM einzugehen.\ntionsprojekte zu ermöglichen, für die die Mittel erst im                 Siehe Kontengruppen 2, 3 und 8\nRechnungsjahre 1957 zur Verfügung zu stehen brauchen, ist\neine Ermächtigung zum Eingehen vertraglicher Bindungen                 Zu Tit.3\nbis zur Höhe von 50 000 000 DM erforderlich.-\nDer Betrag ist geschätzt.\nSiehe Kontengruppen 2 und 3\nSiehe Kontengruppe 8\nZu Tit.2\nZu Tit.4\nVeranschlagt sind:\nVeranschlagt sind Zuschüsse für Vorhaben der wirtschafts-\na} für Auftragsfinanzierungen . . . . . . . . . . . .  81300000 DM       nahen und Grundlagenforschung sowie zum weiteren Wie-\nb) für das Wiederaufbauprogramm . . . . . . .          70 500 000 DM     deraufbau der Berliner Forschungsinstitute.\n151800000 DM       Siehe Kontengruppe 8","1004                       Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1956, Teil II\nBetrag      Betrag\nKap.    Kap.\nfür         für\nTit.    Tit.                       Gegenstand\n1956        1955\n1956\n----,~-\n1955-~-1------------------------11---~ ----~•-------\nDM           DM\n1       2                                3                                4           5\n(3)  (3)\n20   20     Eigenkapitalfinanzierungsprogramm\na) Erwerb von Beteiligungen, beteiligungsähnlichen\nRechten und sonstigen Vermögenswerten ....... .        2 000 000  52 000 000\nAusgaben dürfen bis zur Höhe etwaiger Mehrein-\nnahmen bei Kap. 3 Tit. 6 überschritten werden.\nErsparnisse bei Tit. 20 a können zur Verstärkung\nder bei Tit. 1 veransdllagten Titel verwendet\nwerden.\nb) Erwerb von Beteiligungen, beteiligungsähnlichen\nRechten und sonstigen Vermögenswerten durch\nUmwandlung bereits gewährter Kredite ........ .       38 000 000  46 605 000\n21   21     Kosten für die Ubernahme von Beteiligungen und Be-\narbeitung von Krediten zu erleichterten Bedingun-\ngen ........................................... .          500 000   1250000\n22    22    Inanspruchnahme aus Gewährleistungs- und Bürg-\nschaftsverträgen ............................... .      3 000 000   5 000 000\n23    23    Auffüllung des Bürgschaftssicherungsfonds für Be-\ntriebsmittelkredite ............................. .      1500000     2 500 000\n24    24    Beteiligung an der Berliner Industriebank AG ...... .        500 000\n25   25     Kosten für Prüfungen, Beratungen und Untersuchun-\ngen sowie Kosten und Gebühren für die Rechtsver-\nfolgung von Ansprüchen des ERP-Sondervermögens             500 000     500 000\n26   26     Bildung eines Bürgschaftssicherungsfonds für Investi-\ntionskredite ..................................... .                19 000 000\n27    27    Maßnahmen zur Förderung der Produktivität ...... .           750 000  10 000 000\n28          Bildung eines Liquiditätsgarantiefonds für Auftrags-\n(neu)            finanzierungen ................................ .      25 000 000\n30    30    Vermischte Ausgaben ............................ .              5000        5 000\nSumme Ausgaben ............................... .         363 503 900 369 017 700\nAbschluß\nEinnahmen ...................................... .       209 440 900 206 749 700\nAusgaben ...............•.........•..............        363 503 900 369 017 700\nZuschuß ......................................... .      154 063 000 162 268 000","Nr. 31 -   Tag der Ausgabe: Bonn, den 23. November 1956                            1005\nErläuterungen\nZu Tit. 20                                                         Berliner Geschäftsbanken bis zur Höhe von 100 000 000 DM\ngebildet worden ist. (Vgl. Erläuterungen zu Kap. 3 Tit. 8\nZu Untertit. a)\nder Einnahme.)\nNach dem Stand vom 30. September 1955 sind innerhalb\nSiehe Kontengruppe 0\ndes Eigenkapitalfinanzierungsprogramms in einer Gesamt-\nhöhe von 100 000 000 DM 51 Beteiligungen von insgesamt         Zu Tit.24\n32 889 564,67 DM von der Berliner Industriebank AG. im\neigenen Namen für Rechnung des ERP-Sondervermögens                Es ist vorgesehen, einen Teil von Aktien der Berliner\nerworben worden. Die Veranschlagung der Mittel erfolgte          Industriebank AG. zu erwerben. Damit wird die Beteiligung\nim ERP-Wirtschaftsplan 1954 bei Kap. 3 Tit. 20 der Ausgabe.      des ERP-Sondervermögens an der Berliner Industriebank\nAG. 5 500 000 DM betragen. Der Senat von Berlin wird seine\nDer am Schluß des Rechnungsjahres 1955 vorhandene Rest           Beteiligung an der Berliner Industriebank AG. durch den\nwird als Ausgaberest in das Rechnungsjahr 1956 über-             Ankauf von Aktien gleicht alls erhöhen.\ntragen.\nDie Berliner Industriebank AG. hatte zum Stand per 31. De-\nDer veranschlagte Betrag von 2 000 000 DM ist zur Uber-\nzember 1954 ein Bilanzvolumen von 889 338 583,64 DM bei\nnahme von neuen Beteiligungen aus etwaigen Ablösungen,\neinem Aktienkapital von 10 000 000 DM. Der Anteil des\nErträgen und sonstigen Einnahmen des auf Grund ameri-            ERP-Sondervermögens an den Ausleihungen der Berliner\nkanischer Auflagen revolvierenden Eigenkapitalfinanzie-          Industriebank AG. betrug 96,6 v. H.\nrungsfonds vorgesehen. (Vgl. Kap. 3 Tit. 6 der Einnahme.)\nSiehe Kontengruppe 4\nzu Untertit. b)\nDie in den Rechnungsjahren 1954 und 1955 bis zu                Zu Tit. 25\n50 000 000 DM veranschlagte Umwandlung bereits gewähr-           Zur Beurteilung der aus Mitteln des ERP-Sondervermögens\nter Kredite in Beteiligungen usw. ist nur bis zu einer Höhe      bereits in Berlin finanzierten oder noch zu finanzierenden\nvon 12 000 000 DM ausgenutzt worden. Zur Durchführung            Investitionsprojekte und zur laufenden Uberwachung der\ndieses mit der MSA-Mission vereinbarten Programms wurde          gewährten Kredite sind fachliche Gutachten erforderlich.\nder Restbetrag von 38 000 000 DM im Rechnungsjahre 1956          Darüber hinaus sollen Berliner Unternehmen durch Be-\nerneut veranschlagt.                                             ratungen gefördert werden. Die Zweckmäßigkeit des Ein-\nSiehe Kontengruppe 2                                             satzes der Mittel des ERP-Sondervermögens erfordert auch\ndie Durchführung von Untersuchungen über die Lage der\nZu Tit. 21                                                         Berliner Wirtschaft und ihrer Bereiche. Weitere Kosten und\nGebühren können durch die Rechtsverfolgung von An-\nFür die Ubernahme von Beteiligungen im Rahmen des                sprüchen des ERP-Sondervermögens entstehen.\nEigenkapitalfinanzierungsprogramms und die Bearbeitung\nvon Krediten zu erleichterten Bedingungen erhält die Ber-        Siehe Kontengruppe 8\nliner Industriebank AG. eine Bearbeitungsgebühr. Ferner\nsind die hierbei entstehenden baren Auslagen zu erstatten.     Zu Tit. 27\nSiehe Kontengruppe 8                                             Aus dem 2. Zuschußprogramm für Maßnahmen zur Förde-\nrung der Produktivität in Höhe von 15 000 000 DM sind\nZu Tit. 22                                                         15 v. H. der Mittel für Berlin vorgesehen. Auf die Erläu-\nterungen zu Kap. 2 Tit. 11 der Ausgabe wird Bezug\nNach § 2 des Dritten Gesetzes über die Ubernahme von             genommen.\nSicherheitsleistungen und Gewährleistungen zur Förderung\nder deutschen Wirtschaft vom 6. Dezember 1954 (Bundes-           Siehe Kontengruppe 8\ngesetzbl. I S. 365) ist der Bundesminister für wirtschaftliche\nZusammenarbeit ermächtigt, zu Lasten des ERP-Sonder-           Zu Tit.28\nvermögens Sicherheitsleistungen, Gewährleistungen und            Zur Refinanzierung von Krediten, die Berliner Geschäfts-\nBürgschaften bis zum Gesamtbetrage von 200 000 000 DM            banken im Rahmen des Auftragsfinanzierungsprogramms\nnach Maßgabe des § 2 des ERP-Verwaltungsgesetzes zu              aus eigenen Mitteln gewähren, soll ein Liquiditätsgarantie-\nübernehmen. Die veranschlagten Mittel sind zur Deckung           fonds gebildet werden. Die Mittel werden, solange der\netwaiger Inanspruchnahmen des ERP-Sondervermögens aus            Fonds besteht, revolvierend eingesetzt.\nsolchen Verträgen vorgesehen. (Vgl. auch Kap. 2 Tit. 22 der\nAusgabe.)                                                        Die Mittel stammen aus dem Zins- und Tilgungsaufkommen\nin der Bundesrepublik.\nSiehe Kontengruppe 8\nSiehe Kontengruppe 3\nZu Tit. 23\nZu Tit.30\nDie Mittel dienen zur Auffüllung des Bürgschaftssicherungs-\nfonds von 20 000 000 DM, der zur Deckung der vom Land            Der Betrag ist geschätzt.\nBerlin übernommenen Bürgschaften für Betriebsmittelkredite       Siehe Kontengruppe 8","1006                                    Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1956, Teil II\nBetrag     Betrag\nKap.              Kap.\nfür        für\nTit.              Tit.                               Gegenstand\n1956       1955\n1956              1955\n,                                          DM        DM\n~      ----- ------    ---~-              - -  ---------------- --                             -                     . --\nl                 2                                             3                               4          5\nMSA-Wirtschaitshilfe\nAnleihe der Export-Import-Bank\nWashington\n4              4                               I. Einnahme\n1            -        Entnahme aus dem Bestand                 ........................      952 800      -\n(neu)\n2              1      Zinsen aus Darlehen            ..............................        3 860 000 2 250 000\n3              2      1ilgungen von Darlehen                ..........................     3 818 100 2 050 000\nSumme Einnahmen            ................................          8 630 900 4 300 000\nII. Ausgabe\n1                     Abführung an den Bundeshaushalt ................. .                    887 300\n(neu)\n2                     Kredite   ......................................... .                7 743 600 4 300 000\nAusgaben dürfen nur in Höhe der Einnahmen bei\nKap. 4 unter Abzug der Ausgaben bei Tit. 1 geleistet\nund bis zur Höhe etwaiger Mehreinnahmen übersduit-\nten werden.\nDie Mittel sind übertragbar.\n8 630 900 4 300 000\nAbschluß\nEinnahmen                                                            8 630 900 4 300 000\nAusgaben .................................•......                    8 630 900 4 300 000","Nr. 31 -            Tag der Ausgabe: Bonn, den 23. November 1956                                                             1007\nErläuterungen\nZu Kap. 4\nVgl. Vorwort 1. Teil BI\n1. Einnahme\nZu Tit.1                                                                                    Zu Tit. 3\nIm Rechnungsjahre 1955 sind vorzeitige Tilgungen erfolgt,                                   Veranschlagt sind:\nderen Verwendung erst für das Rechnungsjahr 1956 vor-                                       Tilgungen durch die Kreditanstalt für Wieder-\ngesehen ist.                                                                                aufbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 690 000 DM\nSiehe Kontengruppe 9                                                                        Tilgungen durch die Lastenausgleichsbank\n(Bank für Vertriebene und Geschädigte)                                           128 100 DM\nZu Tit. 2\n3 818 100 DM\nVeranschlagt sind:                                                                          Siehe Kontengruppe 9\nZinsen von der Kreditanstalt für Wieder-\naufbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .       3 760 000 DM\nZinsen von der Lastenausgleichsbank\n(Bank für Vertriebene und Geschädigte)                                       100 000 DM\n3 860 OOODM\nSiehe Kontengruppe 9\nII. Ausgabe\nZu Tit.1                                                                                      zu Buchst. a)\nDie Anleihe ist auf Grund des Gesetzes über die Aufnahme                                    Der Betrag ist zur Aufstockung der den deutschen freien\neines Kredits durch den Bund im Rahmen der von den Ver-                                     Wohlfahrtsverbänden zum Auf- und Ausbau ihrer Anstalten\neinigten Staaten gewährten Wirtschaftshilfe vom 23. Mai                                     gewährten Kredite von 1000000 DM und für soziale Ein-\n1952 (Bundesgesetzbl. I S. 301) aufgenommen worden. Nach                                    richtungen, die nicht von den deutschen freien Wohlfahrts-\nden vertraglichen Vereinbarungen ist die Anleihe ab 1. Juli                                 verbänden betreut werden, vorgesehen. (Vgl. ERP-Wirt-\n1956 mit 2½ v. H. zu verzinsen. Die erste Tilgungsrate ist                                  schaftsplan 1954 Kap. 4 Tit. 1 der Ausgabe.)\nam 30. Juni 1960 fällig.\nDa die DM-Gegenwerte der Anleihe vom ERP-Sonderver-                                         zu Buchst. b)\nmögen nur treuhänderisch für den Bund verwaltet werden,                                     Die Mittel sind für den Neubau, die Motorisierung und\nsind die an die Export-Import-Bank Washington zu zahlen-                                    Modernisierung von Binnenschiffen bestimmt.\nden Zinsen dem Bundeshaushalt zur Verfügung zu stellen.\nIn diesem Programm sollen vornehmlich solche Binnen-\nSiehe Kontengruppe 9                                                                        schiff er berücksichtigt werden, die infolge der Kriegsereig-\nnisse oder durch die politische Entwicklung ihre selbstän-\nZu Tit.2                                                                                      dige Existenz verloren haben.\nVeranschlagt sind:                                                                          zu Buchst. c)\nKredite                                                                                   Hierzu wird auf die Erläuterungen zu Kap. 2 Tit. 6 der Aus-\na) zur Förderung von Wohlfahrtseinrich-                                                  gabe Bezug genommen.\ntungen ............................. .                               1443 600 DM      Siehe Kontengruppe 9\nb) für die Binnenschiffahrt .............. .                             5000000DM\nc) für die Seeschiff ahrt ................. .                            1300 OOODM\n7 743 600DM","1008                         Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1956, Teil II\nAbschluß\ni\nKap.                 Gegenstand                    Einnahmen       Ausgaben   Überschuß  Zuschuß\nDM             DM         DM         DM\n1   ERP-Sondervermögen -  Allgemeiner Teil -      258 295 500      6 555 000 251740500      -\n2   ERP-Sondervermögen -  Teil Bundesrepublik -   475 233 100    572 910 6QO     -      97 677 500\n3   ERP-Sondervermögen -  Teil Berlin -           209 440 900    363 503 900    -      154 063 000\n942 969 500    942 969 500 251740500 251740500\n4   MSA-Wirtschaftshilfe\nAnleihe der Export-Import-Bank Washington      8 630 900      8 630 900     -          -\n951600400      951600400   251740500 251140 500\nAnlage\nNachweisung\ndes ERP-Sondervermögens\nnach dem Stand vom 31. März 1955\nZusammenstellung der Vermögenswerte und Verpfliditungen\nnach dem Stand vom 31. März 1955\nAufgliederung der Bankguthaben\nErläuterungen","Zusammenstellung der Vermögenswerte und Verpflichtungen nach dem Stand vom 31.März 1955\nAktiva\nPassiva\nA. Bankguthaben (siehe Anlage)                                 853 554 461,37 DM       A.  Vermögensbestand•)                                          6 430 100 239,04 DM\nB. Forderungen aus gewährten Krediten                                                   B.  Verpflichtungen\n1. gegen die Kreditanstalt für Wiederaufbau .......... .     3 467 489 552,45 DM       1.  aus zugesagten Zuschüssen ...............•........•                 34 884,48 DM\n2. gegen die Berliner Industriebank AG ............... .        863 637 165,42 DM       2.  gegenüber der Berliner Industriebank AG. zur Zah-\n3. gegen die Lastenausgleichsbank (Bank für Vertriebene                                     lung von Bearbeitungsgebühren ................... .                 39 963,13 DM\nund Geschädigte) ................................. .        139 499 839,48 DM\n4. gegen die Deutsche Bundesbahn ................... .            56 500 000,- DM\n5. gegen die Deutsche Bundespost .................... .           31500 000,- DM\n6. gegen die Deutsche Bundespost                                                                                                                                                      z'.\"1\n(Landespostdirektion Berlin) ....................... .\n7. gegen die Finanzierungs-AG., Speyer .............. .\n(davon 40000000 DM Kredite an die Deutsche Bundes-\n11 583 700,- DM\n41 877 250,- DM                                                                                                     -w\nbahn)                                                                                                                                                                            ..,\n111\n8. gegen das Land Berlin ............................ .          756 728 182,74 DM                                                                                                 (Q\nC.  Sonstige Forderungen                                                                                                                                                              0..\n(D\n'\"1\n1.   Zinsforderungen .................................. .          12 534 775,68 DM\n2.   Tilgungsforderungen .............................. .           7 371 702,87 DM                                                                                                   >\ni::\n{I)\n3.   gegen die Einfuhr- und Vorratsstelle für Getreide und                                                                                                                        <.Q\nFuttermittel ...................................... .        36 000 000,- DM                                                                                                     111\nO\"\n(D\n4. gegen die Kreditanstalt für Wiederaufbau - Sonder-\neinlage - ........................................ .        123 584 258,- DM                                                                                                     t,:j\n0\n5. Sonstige ......................................... .             1314198,64 DM                                                                                                    ::::,\nD. Beteiligungen                                                                                                                                                                  .?\n0..\n1. an der Lastenausgleichsbank (Bank für Vertriebene                                                                                                                                 (D\n::::,\nund Geschädigte) ................................. .            3 000 000,-  DM                                                                                                  1-..)\n2. an der Deutschen Siedlungsbank ................... .             3 000 000,-  DM                                                                                                  ~\n3. an der Berliner Industriebank AG. ................. .            5 000 000,-  DM                                                                                                 z0\n4. Anteil an der Beteiligung des Bundes an der Weltbank              4 000 000,-  DM                                                                                                <\n(D\nE. Wertpapiere                                                                                                                                                                     !3O\"\n1. 30/oige Ausgleichsforderungen gegen das Land Berlin              2 000 000,- DM                                                                                                 (D\n2. Unverzinsliche Schatzanweisungen der Deutschen\nBundesbahn ...................................... .           1O 000 000,- DM\n-\n'\"1\ncc:..,,\nO')\n.o\n6 430 175 086,65 DM\n6 430 175 086,65 DM\n•) Vermögensbestand am 31. März 19511                                 6 156 330 725,16 DM\nIn der vorstehenden Zusammenstellung sind nachstehende\nmögensrechtlich als Verwahrkonten anzusehen sind:            in  der   kaufmännischen Buchführung    des ERP-Sondervermögens    erfaßte Konten  nicht enthalten,   da   sie  ver-\n1. ERP-Sammelkonto einschließlich Unterkonto Sicher-\nheitsleistung ..................................... .                              1.   Verpflichtungen  aus  Einfuhren  vor Inkrafttreten des\n30 571 796,13 DM           bilateralen Abkommens ........................... .\n2. GARIOA-Sammelkonto ........................... .                                                                                                         51 464  573,38    DM\n817 584,74 DM\n-g\n3. Konto GARIOA-Alt .............................. .              28 483 519,43 DM\n4. Forderungen aus Einfuhren vor Inkrafttreten des\nbilateralen Abkommens ........................... .          53 390 298,65 DM                                                                                                (,0","1010                                  Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1956, Teil II\nAufgliederung der Bankguthaben\n1. ERP-Sonderkonto einschließlich Unterkonten ............................. .                                   72 439 052,39 DM\n2. GARIOA-Sonderkonto einschließlich Unterkonten ........................ .                                    145 962 906,24 DM\n3. Verteilungskonten bei der Bank deutscher Länder ....................... .                                   274 572 316,40 DM\n4. Verteilungskonten bei der Berliner Zentralbank .......................... .                                 158 729 977,71 DM\n5. Konten \"Bürgschaftssicherungsfonds\" .................................... .                                   11 534 584,20 DM\n6. Zins- und Tilgungskonten .............................................. .                                   172 875 493,93 DM\n7. Zwischenzeitliche Anlage bei Hauptleihinstituten                                                             17 440 130,50 DM\n853 554 461,37 DM\nErläuterungen\nzu 1 und 2\nUber die auf den Sonderkonten befindlichen Guthaben kann nur im Einvernehmen mit der ICA-Sonder-\nmission verfügt werden (zweckgebundene Mittel).\nzu 3 und 4\nDie den Hauptleihinstituten, dem Senat von Berlin und den einzelnen Bundesressorts zugesagten Kre-\ndit- und Zuschußbeträge werden auf Verteilungskonten zur Verfügung gestellt. Die Abrufe er-\nfolgen nach dem jeweiligen Bedarf.\nDie auf den Konten bei der Berliner Zentralbank gehaltenen Mittel bilden gleichzeitig einen Liquidi-\ntätsfonds zur Refinanzierung mittelfristiger Auftragsfinanzierungs- und Betriebsmittelkredite (zweckge-\nbundene Mittel).\nzu 5\nZur Deckung der vom Land Berlin übernommenen und noch zu übernehmenden Bürgschaften ist aus\nMitteln des ERP-Sondervermögens ein Bürgschaftssicherungsfonds in Höhe von 20 000 000 DM gebildet\nworden. Ein Teil dieser Mittel ist zwischenzeitlich angelegt (Zweckgebundene Mittel).\nzu 6\nDie auf den Zins- und Tilgungskonten befindlichen Guthaben werden für neue Investitionsprogramme\nund Zuschüsse wieder verausgabt.\nzu 7\nDie bei den Hauptleihinstituten zwischenzeitlich angelegten Mittel werden im Rechnungsjahre 1956 zur\nBedienung von Kreditermächtigungen verwendet.\nHerausgeber: Der Bundesminister der Justiz - Ver 1 a g: Bundesanzeiger-Verlags-GmbH., Bonn/Köln - Druck: Bundesdruckerei, Bonn.\nDas Bundesgesetzblatt erscheint in zwei gesonderten Teilen, Teil I und Teil II\nLaufend er Bezug nur durch die Post. Bezugspreis: vierteljährlich für Teil I = DM 4,-, für Teil II = DM 3,- (zuzüglich Zustellgebühr).\nEinzelstücke je angefangene 24 Seiten DM 0,40 (zuzüglich Versandgebühren) - Zusendung einzelner Stücke per Streifband gegen\nVoreinsendung des erforderlichen Betrages auf Postscheckkonto .Bundesgesetzblatt\" Köln 3 99.\nPreis dieser Ausgabe DM 0,80 zuzüglich Versandgebühren."]}