{"id":"bgbl2-1955-13-2","kind":"bgbl2","year":1955,"number":13,"date":"1955-05-26T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl2/1955/13#page=12","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl2-1955-13-2/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl2/1955/bgbl2_1955_13.pdf#page=12","order":2,"title":"Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Gesetz betreffend das Abkommen über das Statut der Saar","law_date":"1955-05-20T00:00:00Z","page":644,"pdf_page":12,"num_pages":1,"content":["644                                         Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1955, Teil II\nSeiner Exzellenz                                                                   12. Juni 1953\ndem Generalsekretär der\nVereinten Nationen\nHerrn Dag Ha m rn a r s k j ö 1d\nNew York, N. Y.\nHerr Generalsekretär,\nIch beehre mich, Sie davon in Kenntnis zu setzen, daß meine Regierung mich\nbevollmächtigt hat, das Internationale A.bkommen zur Erleichterung der Einfuhr\nvon Warenmustern und Werbematerial zu unterzeichnen. Eine von dem Herrn\nBundespräsidenten vollzogene Vollmacht liegt bei.\nFerner bin ich beauftragt, bei der Unterzeichnung namens der Regierung der\nBundesrepublik Deutschland folgenden nach Artikel XIV des Abkommens zu-\nlässigen Vorbehalt zu erklär~n:\n„Bei der Unterzeichnung des Internationalen Abkommens zur Erleichterung\nder Einfuhr von Warenmustern und W-erbematerial erkläre ich namens und im\nAuftrag der Regierung der Bundesrepublik Deutschland unter Bezugnahme auf\nArtikel XIV Absatz 1 des genannten Abkommens zu den Bestimmungen des\nArtikels II folgenden Vorbehalt:\nDie Bundesrepublik Deutschland kann gebrannten Kaffee, Kaffee- und Tee-\nauszüge sowie Tabakwaren einschließlich Zigarettenpapier nicht als\nMuster von unerheblichem Wert ansehen. Für diese Erzeugnisse kommen\ndie Vergünstigungen des Artikels II des Internationalen Abkommens zur\nErleichterung der Einfuhr von Warenmustern und Werbematerial bei der\nEinfuhr in das Bundesgebiet nicht in Betracht.\nGemäß Artikel XIV Absatz 3 des Abkommens bitte ich, diesen Vorbehalt allen\nStaaten mitzuteilen, die Vertragspartner des Abkommens werden. u\nGenehmigen Sie, Herr Generalsekretär, den Ausdruck meiner vorzüglichen\nHochachtung.\ngez. Riesser\nEntscheidung des Bundesverfassungsgerichts\nzum Gesetz betreffend das Abkommen über das Statut der Saar.\nAus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts\nvom 4. Mai 1955 - 1 BvF 1/55 - in dem Verfahren\nwegen\nverfassungsrechtlicher Prüfung des Bundesgesetzes\nvom 24. März 1955 betreffend das am 23. Oktober\n1954 in Paris unterzeichnete Abkommen über das\nStatut der Saar (Bundesgesetzbl. II S. 295)\nwird gemäß § 31 Abs. 2 Satz 2 des Gesetzes über\ndas Bundesverfassungsgericht vom 12. März 1951\n(Bundesgesetzbl. I S. 243) nachfolgend der Entschei-\ndungssatz veröffentlicht:\nDas Bundesgesetz vorn 24. März 1955 betreffend\ndas am 23. Oktober 1954 in Paris unterzeichnete\nAbkommen über das Statut der Saar (Bundes-\ngesetzbl. II S. 295) verstößt nicht gegen das Grund-\ngesetz.\nDer vorstehende Entscheidungssatz hat gemäß § 31\nAbs. 2 Satz 1 des Gesetzes über das Bundesverfas-\nsungsgericht Gesetzeskraft.\nBonn, den 20. Mai 1955.\nDer Bundesminister der Justiz\nNeurnayer\nII er ausgebe r: Der Bundesminister der Justiz. - Ver I a g: Bundesanzeiger-Verlags-GmbH., Bonn/Köln - Druck: Bundesdruckerei. Bonn.\nDas Bundesgesetzblatt erscheint in zwei gesonderten Teilen, Teil I und Teil II\nLaufend er Bezug nur durch die Post. Bezugspreis: vierteljährlich für Teil I ~ DM 4,-, für Teil II = DM 3,- (zuzüglich Zustellqel.Jühr}\nEin z e Ist ü c k e je angefangene 24 Seiten DM 0,40 (zuzüglich Versandgebühren) -         Zusendung einzelner Stücke per Streifband gegen\nVoreinsendung des erforderlichen Betrages auf Postscheckkonto „ Bundesanzeiger-Verlags-GmbH.-Bundesgesetzblatt • Köln 3 99.\nPreis dieser Ausqabe .DM 0,40 zuzüglich Versandqebühren"]}