{"id":"bgbl1-2021-67-1","kind":"bgbl1","year":2021,"number":67,"date":"2021-09-24T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2021/67#page=2","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2021-67-1/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2021/bgbl1_2021_67.pdf#page=2","order":1,"title":"Dritte Verordnung zur Änderung der Solvabilitätsverordnung","law_date":"2021-09-20T00:00:00Z","page":4306,"pdf_page":2,"num_pages":2,"content":["4306           Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 67, ausgegeben zu Bonn am 24. September 2021\nDritte Verordnung\nzur Änderung der Solvabilitätsverordnung1\nVom 20. September 2021\nAuf Grund des § 10 Absatz 1 Satz 1 Nummer 5 und                         anforderungen an Kreditinstitute und zur Änderung\nSatz 3 des Kreditwesengesetzes, von denen Satz 1                            der Verordnung (EU) Nr. 648/2012 (ABl. L 176 vom\nNummer 5 durch Artikel 2 Nummer 24 Buchstabe a                              27.6.2013, S. 1; L 208 vom 2.8.2013, S. 68; L 321\ndes Gesetzes vom 9. Dezember 2020 (BGBl. I S. 2773)                         vom 30.11.2013, S. 6; L 193 vom 21.7.2015, S. 166;\ngeändert worden ist, in Verbindung mit § 1 Nummer 5                         L 20 vom 25.1.2017, S. 3; L 13 vom 17.1.2020, S. 58;\nder Verordnung zur Übertragung von Befugnissen zum                          L 335 vom 13.10.2020, S. 20; L 405 vom 2.12.2020,\nErlass von Rechtsverordnungen auf die Bundesanstalt                         S. 79), die zuletzt durch die Verordnung (EU) 2020/873\nfür Finanzdienstleistungsaufsicht, der zuletzt durch                        (ABl. L 204 vom 26.6.2020, S. 4) geändert worden ist,\nArtikel 1 Nummer 2 der Verordnung vom 25. Januar                            von denjenigen Instituten und Gruppen anzuwenden,\n2018 (BGBl. I S. 184) geändert worden ist, verordnet                        die sich nach der Verordnung (EU) Nr. 575/2013\ndie Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht im                      oder nach dem Kreditwesengesetz an die Vorgaben\nEinvernehmen mit der Deutschen Bundesbank und                               dieser Artikel halten müssen.“\nnach Anhörung der Spitzenverbände der Institute:                         3. In § 13 Absatz 4 Nummer 4 werden in dem Satzteil\nvor Buchstabe a nach den Wörtern „Artikel 150 Ab-\nArtikel 1                                     satz 1 Buchstaben d bis j“ die Wörter „oder nach\nDie Solvabilitätsverordnung vom 6. Dezember 2013                        Artikel 500a Absatz 3“ eingefügt.\n(BGBl. I S. 4168), die zuletzt durch Artikel 1 der Ver-                  4. Die Überschrift von Teil 4 wird wie folgt gefasst:\nordnung vom 19. Februar 2019 (BGBl. I S. 122) ge-\nändert worden ist, wird wie folgt geändert:                                                           „Teil 4\n1. Die Inhaltsübersicht wird wie folgt geändert:                               Nähere Bestimmungen zu den Kapitalpuffern“.\na) Die Angabe zu Teil 4 wird wie folgt gefasst:                     5. Nach § 36 wird folgendes Kapitel 2 eingefügt:\n„Teil 4                                                          „Kapitel 2\nNähere Bestimmungen zu den Kapitalpuffern“.                                Kapitalpuffer für systemische Risiken\nb) Nach der Angabe zu § 36 wird die Angabe zu                                                    § 36a\nKapitel 2 durch die folgenden Angaben ersetzt:\nBerechnung des\n„Kapitel 2                                          Kapitalpuffers für systemische Risiken\nKapitalpuffer für systemische Risiken                          (1) Der Kapitalpuffer für systemische Risiken\n§ 36a Berechnung des Kapitalpuffers für syste-                      nach § 10e Absatz 1 des Kreditwesengesetzes kann\nmische Risiken                                             für folgende Risikopositionen angeordnet werden:\n1. alle im Inland belegenen Risikopositionen;\nKapitel 3\n2. alle im Inland belegenen branchenspezifischen\nKombinierte Kapitalpufferanforderung“.                           Risikopositionen\n2. § 1 Absatz 1 wird wie folgt gefasst:                                         a) des Mengengeschäfts gegenüber natürlichen\n„(1) Die §§ 3 bis 23 dieser Verordnung sind er-                            Personen, die durch Grundpfandrechte auf\ngänzend zu den Artikeln 92 bis 386 der Verordnung                             Wohnimmobilien besichert sind;\n(EU) Nr. 575/2013 des Europäischen Parlaments                              b) gegenüber juristischen Personen, die durch\nund des Rates vom 26. Juni 2013 über Aufsichts-                               Grundpfandrechte auf gewerbliche Immobi-\n1\nlien besichert sind;\nDiese Verordnung dient der Anpassung der in Ergänzung der Verord-\nnung (EU) Nr. 575/2011 erlassenen näheren Bestimmungen zu Kapi-               c) gegenüber juristischen Personen mit Aus-\ntalpuffern gemäß § 10 Absatz 1 Satz 1 Nummer 5 des Kreditwesen-                  nahme der in Buchstabe b genannten Risiko-\ngesetzes, soweit diese Anpassung durch die Richtlinie (EU) 2019/878\ndes Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Mai 2019 zur                   positionen;\nÄnderung der Richtlinie 2013/36/EU im Hinblick auf von der An-\nwendung ausgenommene Unternehmen, Finanzholdinggesellschaf-\nd) gegenüber natürlichen Personen mit Aus-\nten, gemischte Finanzholdinggesellschaften, Vergütung, Aufsichts-                nahme der in Buchstabe a genannten Risiko-\nmaßnahmen und -befugnisse und Kapitalerhaltungsmaßnahmen                         positionen;\n(ABl. L 150 vom 7.6.2019, S. 253; L 212 vom 3.7.2020, S. 20)\n– CRD V –, die durch die Richtlinie (EU) 2021/338 (ABl. L 68 vom          3. alle in anderen Staaten des Europäischen Wirt-\n26.2.2021, S. 14) geändert worden ist, sowie durch die Verordnung             schaftsraums belegenen Risikopositionen, für die\n(EU) 2019/876 des Europäischen Parlaments und des Rates vom\n§ 10e Absatz 2 Satz 5 und Absatz 5 des Kredit-\n20. Mai 2019 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 in Be-\nzug auf die Verschuldungsquote, die strukturelle Liquiditätsquote,            wesengesetzes gilt;\nAnforderungen an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbind-\nlichkeiten, das Gegenparteiausfallrisiko, das Marktrisiko, Risikoposi-\n4. branchenspezifische Risikopositionen nach Num-\ntionen gegenüber zentralen Gegenparteien, Risikopositionen gegen-             mer 2, die sich in anderen Staaten des Euro-\nüber Organismen für gemeinsame Anlagen, Großkredite, Melde- und               päischen Wirtschaftsraums befinden, jedoch\nOffenlegungspflichten und der Verordnung (EU) Nr. 648/2012 (ABl.              lediglich um die Anerkennung eines von einem\nL 150 vom 7.6.2019, S. 1; L 13 vom 17.1.2020, S. 58) – CRR II –,\ndie durch die Verordnung (EU) 2020/873 (ABl. L 204 vom 26.6.2020,             anderen Staat des Europäischen Wirtschafts-\nS. 4) geändert worden ist, erforderlich geworden ist.                         raums angeordneten Kapitalpuffers für systemi-","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 67, ausgegeben zu Bonn am 24. September 2021           4307\nsche Risiken nach § 10e Absatz 8 des Kredit-                     mäß § 10i Absatz 3 Satz 3 Nummer 1 bis 3\nwesengesetzes zu ermöglichen;                                    des Kreditwesengesetzes,\n5. in Drittstaaten belegene Risikopositionen oder               2. zuzüglich der Gewinne zum Jahresende, die\n6. Teilgruppen einer der in Nummer 2 genannten                       nicht im harten Kernkapital gemäß Artikel 26\nKategorien von Risikopositionen.                                 Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013\nenthalten sind, abzüglich etwaiger Gewinn-\n(2) Die Institute berechnen den Kapitalpuffer für                 ausschüttungen oder Zahlungen infolge einer\nsystemische Risiken nach § 10e Absatz 1 des Kredit-                  Maßnahme gemäß § 10i Absatz 3 Satz 3\nwesengesetzes wie folgt:                                             Nummer 1 bis 3 des Kreditwesengesetzes,“.\n\u0001                            b) Absatz 3 wird wie folgt gefasst:\n„(3) Liegt das von dem Institut vorgehaltene\nDabei steht                                                     und nicht zur Einhaltung der Eigenmittelanforde-\n1. BSR für den Kapitalpuffer für systemische Risiken,           rungen nach Artikel 92 Absatz 1 Buchstabe a, b\nund c der Verordnung (EU) Nr. 575/2013, der\n2. rT für die Pufferquote, die für den Gesamtrisiko-\nzusätzlichen Eigenmittelanforderungen zur Ab-\nbetrag des Instituts gilt,\ndeckung anderer Risiken als des Risikos einer\n3. ET für den gemäß Artikel 92 Absatz 3 der Ver-                übermäßigen Verschuldung nach § 6c des Kredit-\nordnung (EU) Nr. 575/2013 berechneten Gesamt-               wesengesetzes und der erhöhten Eigenmittel-\nrisikobetrag eines Instituts,                               anforderungen nach § 10 Absatz 3 und 4 des\n4. i für den Index, der eine der Teilgruppen von                Kreditwesengesetzes verwendete harte Kernka-\nRisikopositionen nach Absatz 1 anzeigt,                     pital, ausgedrückt als Prozentsatz des Gesamt-\nrisikobetrags im Sinne von Artikel 92 Absatz 3\n5. ri für die Pufferquote, die für den Gesamtrisiko-\nder Verordnung (EU) Nr. 575/2013, innerhalb des\nbetrag der Teilgruppe der Risikopositionen i gilt,\nund                                                         1. ersten (das heißt des untersten) Quartils der\nkombinierten Kapitalpufferanforderung, so be-\n6. Ei für den Risikobetrag eines Instituts für die Teil-\nträgt der Faktor 0;\ngruppe der Risikopositionen i, der gemäß Arti-\nkel 92 Absatz 3 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013            2. zweiten Quartils der kombinierten Kapital-\nberechnet wurde.“                                               pufferanforderung, so beträgt der Faktor 0,2;\n6. Das bisherige Kapitel 2 wird Kapitel 3 und die Über-            3. dritten Quartils der kombinierten Kapital-\nschrift wird wie folgt gefasst:                                     pufferanforderung, so beträgt der Faktor 0,4;\n„Kapitel 3                               4. obersten Quartils der kombinierten Kapital-\npufferanforderung, so beträgt der Faktor 0,6.“\nKombinierte Kapitalpufferanforderung“.\nc) In Absatz 4 Satz 1 wird in dem Satzteil vor dem\n7. § 37 wird wie folgt geändert:                                   Doppelpunkt das Wort „Kapitalpuffer-Anforde-\na) Absatz 2 Nummer 1 und 2 wird wie folgt gefasst:              rung“ durch das Wort „Kapitalpufferanforderung“\n„1. den Zwischengewinnen, die nicht im harten               ersetzt.\nKernkapital gemäß Artikel 26 Absatz 2 der\nVerordnung (EU) Nr. 575/2013 enthalten sind,                              Artikel 2\nabzüglich etwaiger Gewinnausschüttungen             Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung\noder Zahlungen infolge einer Maßnahme ge-        in Kraft.\nBonn, den 20. September 2021\nDer Präsident\nder Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht\nMark Branson"]}