{"id":"bgbl1-2021-43-3","kind":"bgbl1","year":2021,"number":43,"date":"2021-07-16T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2021/43#page=30","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2021-43-3/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2021/bgbl1_2021_43.pdf#page=30","order":3,"title":"Verordnung zur Einführung einer Ersatzbaustoffverordnung, zur Neufassung der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung und zur Änderung der Deponieverordnung und der Gewerbeabfallverordnung","law_date":"2021-07-09T00:00:00Z","page":2598,"pdf_page":30,"num_pages":155,"content":["2598                Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nVerordnung\nzur Einführung einer Ersatzbaustoffverordnung,\nzur Neufassung der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung\nund zur Änderung der Deponieverordnung und der Gewerbeabfallverordnung1\nVom 9. Juli 2021\nAuf Grund                                                                                  Artikel 1\n– des § 8 Absatz 2 Satz 1 Nummer 2, des § 10 Ab-                                            Verordnung\nsatz 1 Nummer 2, Nummer 4 Buchstabe a und                                  über Anforderungen an den\nBuchstabe b, Nummer 5, des § 10 Absatz 2 Num-                          Einbau von mineralischen Ersatz-\nmer 1 Buchstabe a, Nummer 5 bis 8, des § 10 Ab-\nbaustoffen in technische Bauwerke\nsatz 4 Nummer 1 und des § 16 Satz 1 Nummer 2,\nNummer 3 in Verbindung mit § 10 Absatz 2 Num-                            (Ersatzbaustoffverordnung –\nmer 5 bis 7 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, von                                    ErsatzbaustoffV)\ndenen § 10 Absatz 1 durch Artikel 1 Nummer 10\nBuchstabe a Doppelbuchstabe aa und bb des Ge-                                          Inhaltsübersicht\nsetzes vom 23. Oktober 2020 (BGBl. I S. 2232) und\n§ 10 Absatz 4 durch Artikel 1 Nummer 10 Buch-                                              Abschnitt 1\nstabe b des Gesetzes vom 23. Oktober 2020 (BGBl. I                              Allgemeine Bestimmungen\nS. 2232) geändert worden ist,\n§ 1   Anwendungsbereich\n– des § 6, des § 8 Absatz 1 und 2 in Verbindung mit                    § 2   Begriffsbestimmungen\nAbsatz 3 und des § 13 Absatz 1 Satz 2 des Bundes-\nBodenschutzgesetzes vom 17. März 1998 (BGBl. I                                             Abschnitt 2\nS. 502) und\nAnnahme von\n– des § 23 Absatz 1 Nummer 3, 7 und 10 und Absatz 2                                   mineralischen Abfällen\nin Verbindung mit § 48 Absatz 1 Satz 2 des Wasser-                  § 3   Annahmekontrolle\nhaushaltsgesetzes, von denen § 23 Absatz 1 zuletzt\ndurch Artikel 1 Nummer 4 Buchstabe a des Geset-                                            Abschnitt 3\nzes vom 6. Oktober 2011 (BGBl. I S. 1986) geändert\nworden ist,                                                                              Herstellen von\nmineralischen Ersatzbaustoffen\nverordnet die Bundesregierung nach Anhörung der be-\nteiligten Kreise sowie im Falle des                                                           Unterabschnitt 1\n– § 8 Absatz 2 Satz 1 Nummer 2 und § 10 Absatz 1                                            Güteüberwachung\nNummer 4 Buchstabe a und b des Kreislaufwirt-                       §  4  Allgemeine Anforderungen an die Güteüberwachung\nschaftsgesetzes und des                                             §  5  Eignungsnachweis\n§  6  Werkseigene Produktionskontrolle\n– § 48 Absatz 1 Satz 2 des Wasserhaushaltsgesetzes\n§  7  Fremdüberwachung\nunter Wahrung der Rechte des Bundestags gemäß                           §  8  Probenahme und Probenaufbereitung\n§ 67 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes sowie des § 48                    §  9  Analytik der Proben\nAbsatz 1 Satz 3 und 4 des Wasserhaushaltsgesetzes:                      § 10  Bewertung der Untersuchungsergebnisse der Güteüber-\nwachung\n1\nNotifiziert gemäß der Richtlinie (EU) 2015/1535 des Europäischen      § 11  Klassifizierung mineralischer Ersatzbaustoffe\nParlaments und des Rates vom 9. September 2015 über ein Informa-      § 12  Dokumentation der Güteüberwachung\ntionsverfahren auf dem Gebiet der technischen Vorschriften und der\nVorschriften für die Dienste der Informationsgesellschaft (ABl. L 241 § 13  Maßnahmen bei in der Güteüberwachung festgestellten\nvom 17.9.2015, S. 1).                                                       Mängeln\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                               2599\nUnterabschnitt 2                                  zu schädlichen Auswirkungen auf Mensch und Um-\nUntersuchung von nicht                                welt im Sinne des § 4 Absatz 1 Nummer 4 letzter\naufbereitetem Bodenmaterial                              Halbsatz des Kreislaufwirtschaftsgesetzes oder\nund nicht aufbereitetem Baggergut                            des § 5 Absatz 1 Nummer 4 des Kreislaufwirt-\n§ 14    Untersuchungspflicht                                               schaftsgesetzes führt,\n§ 15    Bewertung der Untersuchungsergebnisse                          4. Anforderungen an den Einbau dieser mineralischen\n§ 16    Klassifizierung von Bodenmaterial und Baggergut                    Ersatzbaustoffe in technische Bauwerke sowie\n§ 17    Dokumentation\n§ 18    Zwischenlager\n5. Anforderungen an die getrennte Sammlung von\nmineralischen Abfällen aus technischen Bauwerken.\nAbschnitt 4                                     (2) Die Vorschriften dieser Verordnung gelten nicht\nEinbau von                                  für\nmineralischen Ersatzbaustoffen\n1. Bodenschätze, wie Minerale, Steine, Kiese, Sande\n§ 19    Grundsätzliche Anforderungen                                       und Tone, die in Trocken- oder Nassabgrabungen,\n§ 20    Zusätzliche Einbaubeschränkungen bei bestimmten                    Tagebauen oder Brüchen gewonnen werden,\nSchlacken und Aschen\n§ 21    Behördliche Entscheidungen                                     2. die Verwendung mineralischer Ersatzbaustoffe im\n§ 22    Anzeigepflichten                                                   Sinne des § 2 Nummer 1\n§ 23    Ersatzbaustoffkataster                                             a) auf oder in einer durchwurzelbaren Boden-\nschicht, auch dann nicht, wenn die durchwurzel-\nAbschnitt 5                                         bare Bodenschicht im Zusammenhang mit der\nGetrennte Sammlung                                         Errichtung eines technischen Bauwerkes auf-\nvon mineralischen Abfällen                                      oder eingebracht oder hergestellt wird,\n§ 24    Getrennte Sammlung und Verwertung von mineralischen                b) unterhalb oder außerhalb einer durchwurzelbaren\nAbfällen aus technischen Bauwerken\nBodenschicht, ausgenommen in technischen\nAbschnitt 6\nBauwerken,\nGemeinsame Bestimmungen                                       c) als Deponieersatzbaustoffe nach Teil 3 der De-\n§ 25    Lieferschein und Deckblatt\nponieverordnung,\n§ 26    Ordnungswidrigkeiten                                               d) auf Halden oder in Absetzteichen des Bergbaus,\n§ 27    Übergangsvorschriften                                              e) in bergbaulichen Hohlräumen gemäß der Ver-\nAnlage 1   Abkürzungsverzeichnis und Materialwerte für die in                 satzverordnung,\nden Anlagen bezeichneten mineralischen Ersatzbau-\nstoffe                                                          f) im Deichbau,\nAnlage 2   Einsatzmöglichkeiten von mineralischen Ersatzbau-               g) in Gewässern,\nstoffen in technischen Bauwerken\nAnlage 3   Einsatzmöglichkeiten von mineralischen Ersatzbau-\nh) als Ausbauasphalt der Verwertungsklasse A im\nstoffen in spezifischen Bahnbauweisen                              Straßenbau, sofern die „Richtlinien für die um-\nAnlage 4   Art und Turnus der Untersuchungen von minerali-                    weltverträgliche Verwertung von Ausbaustoffen\nschen Ersatzbaustoffen im Rahmen der Güteüber-                     mit teer-/pechtypischen Bestandteilen sowie für\nwachung                                                            die Verwertung von Ausbauasphalt im Straßen-\nAnlage 5   Bestimmungsverfahren                                               bau – RuVA-StB 01, Ausgabe 2001, Fassung\nAnlage 6   Zulässige Überschreitungen                                         2005“ der Forschungsgesellschaft für Straßen-\nAnlage 7   Muster Lieferschein                                                und Verkehrswesen (FGSV) und die „Techni-\nAnlage 8   Muster Deckblatt/Voranzeige/Abschlussanzeige                       schen Lieferbedingungen für Asphaltgranulat\n– TL AG-StB, Ausgabe 2009“ der Forschungsge-\nAbschnitt 1                                        sellschaft für Straßen- und Verkehrswesen\n(FGSV)2 angewendet werden,\nAllgemeine Bestimmungen\ni) in Anlagen des Bundes gemäß § 9a Absatz 3 des\n§1                                             Atomgesetzes in der Fassung der Bekanntma-\nchung vom 15. Juli 1985 (BGBl. I S. 1565), das\nAnwendungsbereich\nzuletzt durch Artikel 3 des Gesetzes vom 7. De-\n(1) Die Vorschriften dieser Verordnung regeln im                           zember 2020 (BGBl. I S. 2760) geändert worden\nHinblick auf mineralische Ersatzbaustoffe im Sinne                            ist,\ndes § 2 Nummer 1 die\n3. die Zwischen- oder Umlagerung mineralischer Er-\n1. Anforderungen an die Herstellung dieser minerali-                       satzbaustoffe im Sinne des § 2 Nummer 1\nschen Ersatzbaustoffe in mobilen und stationären\nAnlagen und an das Inverkehrbringen von minerali-                      a) im Rahmen der Errichtung, der Änderung oder\nschen Ersatzbaustoffen,                                                   der Unterhaltung von baulichen und betriebli-\nchen Anlagen, einschließlich der Seitenentnahme\n2. Anforderungen an die Probenahme und Untersu-                               von Bodenmaterial und Baggergut,\nchung von nicht aufbereitetem Bodenmaterial und\nnicht aufbereitetem Baggergut, das ausgehoben                      2\nRichtlinien, Technische Lieferbedingungen, Technische Vertragsbe-\noder abgeschoben werden soll,                                        dingungen und Merkblätter der Forschungsgesellschaft für Straßen-\nund Verkehrswesen sind im FGSV-Verlag GmbH, Köln, erschienen\n3. Voraussetzungen, unter denen die Verwendung die-                      und beim Deutschen Marken- und Patentamt in München archiviert\nser mineralischen Ersatzbaustoffe insgesamt nicht                    und einsehbar.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2600               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nb) im Tagebau unter vergleichbaren Bodenverhält-                      5. Aufbereitungsanlage:\nnissen und geologischen und hydrogeologischen                        Anlage, in der mineralische Stoffe behandelt, ins-\nBedingungen,                                                         besondere sortiert, getrennt, zerkleinert, gesiebt,\nc) im Rahmen der Sanierung einer schädlichen Bo-                         gereinigt oder abgekühlt werden; als Aufberei-\ndenveränderung oder Altlast oder innerhalb des                       tungsanlage gilt auch eine Anlage, in der minerali-\nGebietes eines für verbindlich erklärten Sanie-                      sche Stoffe in einer für den Einbau in technische\nrungsplans, und                                                      Bauwerke gemäß dieser Vorschrift geeigneten\nForm unmittelbar anfallen;\n4. hydraulisch gebundene Gemische einschließlich ih-\nrer Ausgangs-, Zuschlags- und Zusatzstoffe im Gel-                    6. mobile Aufbereitungsanlage:\ntungsbereich der Landesbauordnungen sowie im                             an wechselnden Standorten betriebene Aufberei-\nBereich der Bundesverkehrswege, soweit diese Ge-                         tungsanlage;\nmische nicht von den Einbauweisen 1, 3 und 5 der\n7. stationäre Aufbereitungsanlage:\nAnlage 2 erfasst sind.\ndauerhaft an demselben Standort betriebene Auf-\n§2                                           bereitungsanlage;\nBegriffsbestimmungen                                  8. Zwischenlager:\nFür diese Verordnung gelten folgende Begriffsbe-                         Anlagen zum Lagern von Bodenmaterial oder Bag-\nstimmungen:                                                                 gergut, die in Anhang 1 Nummern 8.12 und 8.14\nder Verordnung über genehmigungsbedürftige An-\n1. mineralischer Ersatzbaustoff:                                           lagen (4. BImSchV) in der Fassung der Bekanntma-\nmineralischer Baustoff, der                                             chung vom 31. Mai 2017 (BGBl. I S. 1440), die\ndurch Artikel 1 der Verordnung vom 12. Januar\na) als Abfall oder als Nebenprodukt\n2021 (BGBl. I S. 69) geändert worden ist, aufge-\naa) in Aufbereitungsanlagen hergestellt wird                        führt sind;\noder\n9. Überwachungsstelle:\nbb) bei Baumaßnahmen, beispielsweise Rück-                          Die beauftragte Überwachungsstelle, die\nbau, Abriss, Umbau, Ausbau, Neubau und\nErhaltung anfällt,                                             a) nach den „Richtlinien für die Anerkennung von\nPrüfstellen für Baustoffe und Baustoffgemische\nb) unmittelbar oder nach Aufbereitung für den Ein-                          im Straßenbau“, Ausgabe 2015, – RAP Stra 15 –\nbau in technische Bauwerke geeignet und be-                             der Forschungsgesellschaft für Straßen- und\nstimmt ist und                                                          Verkehrswesen (FGSV) für die Fachgebiete D\nc) unmittelbar oder nach Aufbereitung unter die in                          (Gesteinskörnungen) oder I (Baustoffgemische\nden Nummern 18 bis 33 bezeichneten Stoffe                               für Schichten ohne Bindemittel und für den Erd-\nfällt;                                                                  bau) anerkannt ist oder\n2. Gemisch:                                                                b) nach der DIN EN ISO/IEC 17065 „Konformitäts-\nbewertung – Anforderungen an Stellen, die Pro-\nein mineralischer Baustoff, der hergestellt ist aus\ndukte, Prozesse und Dienstleistungen zertifizie-\na) einem mineralischen Ersatzbaustoff und min-                              ren“, Ausgabe Januar 2013, akkreditiert ist;3\ndestens einem sonstigen mineralischen Stoff\n10. Untersuchungsstelle:\noder\nDie beauftragte Untersuchungsstelle, die nach der\nb) aus mehreren mineralischen Ersatzbaustoffen                          DIN EN ISO/IEC 17025 „Allgemeine Anforderungen\nmit oder ohne Zumischung von sonstigen mine-                        an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaborato-\nralischen Stoffen;                                                  rien“, Ausgabe März 2018, akkreditiert ist;\n3. technisches Bauwerk:                                               11. Materialwerte:\njede mit dem Boden verbundene Anlage oder Ein-                          Grenzwerte und Orientierungswerte eines minerali-\nrichtung, die nach einer Einbauweise der Anlage 2                       schen Ersatzbaustoffs oder einer Materialklasse\noder 3 errichtet wird; hierzu gehören insbesondere                      eines mineralischen Ersatzbaustoffs; die Material-\na) Straßen, Wege und Parkplätze,                                        werte für bestimmte Parameter sind in Anlage 1\nfestgesetzt;\nb) Baustraßen,\n12. Eluat:\nc) Schienenverkehrswege,\nwässrige Lösung, die durch eine im Labor durch-\nd) Lager-, Stell- und sonstige befestigte Flächen,                      geführte Auslaugung gewonnen wird;\ne) Leitungsgräben und Baugruben, Hinterfüllungen                   13. Materialklasse:\nund Erdbaumaßnahmen, beispielsweise Lärm-\nund Sichtschutzwälle und                                            Kategorien eines mineralischen Ersatzbaustoffs\nderselben Art und Herkunft, die sich in ihrer Mate-\nf) Aufschüttungen zur Stabilisierung von Böschun-                       rialqualität auf Grund unterschiedlicher Material-\ngen und Bermen;                                                     werte unterscheiden; für bestimmte Kategorien\n4. Inverkehrbringen von mineralischen Ersatzbaustof-                       sind in Anlage 1 Materialklassen festgelegt;\nfen:\n3\nDIN-, EN- und ISO-Normen sind im Beuth Verlag GmbH, Berlin und\nAbgabe eines mineralischen Ersatzbaustoffs an                        Köln, erschienen und beim Deutschen Patent- und Markenamt in\nDritte;                                                              München archivmäßig gesichert niedergelegt und einsehbar.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                     2601\n14. Verwender:                                                         27. Braunkohlenflugasche:\njede natürliche oder juristische Person oder Perso-                    Mineralstoffpartikel, die aus der Feuerung mit\nnenvereinigung, die mineralische Ersatzbaustoffe                       Braunkohle oder Braunkohle mit anteiliger Mitver-\nin technische Bauwerke einbaut;                                        brennung von Abfällen im Rauchgasstrom mitge-\n15. Einbau:                                                                führt und mit Elektrofiltern abgeschieden wurden;\nVerwendung von mineralischen Ersatzbaustoffen in                   28. Hausmüllverbrennungsasche:\ntechnischen Bauwerken;\naufbereitete und gealterte Rost- und Kesselasche\n16. Einbauweisen:                                                          aus Anlagen zur Verbrennung von Haushaltsabfäl-\ndie jeweils in der ersten Spalte der Tabellen der                      len und ähnlichen gewerblichen und industriellen\nAnlagen 2 und 3 bezeichneten Bauweisen;                                Abfällen sowie Abfällen aus privaten und öffentli-\nchen Einrichtungen;\n17. Wasserschutzbereiche:\nWasserschutzgebiete der Klassen I, II, III, III A                  29. Recycling-Baustoff:\nund III B, Heilquellenschutzgebiete der Klassen I,                     mineralischer Baustoff, der durch die Aufbereitung\nII, III und IV sowie Wasservorranggebiete;                             von mineralischen Abfällen hergestellt wird, die\n18. Hochofenstückschlacke:\na) bei Baumaßnahmen, beispielsweise Rückbau,\nGesteinskörnung, die aus der im Hochofenprozess                           Abriss, Umbau, Ausbau, Neubau und Erhaltung\nentstehenden Hochofenschlacke durch Abkühlung                             oder\nund nachfolgende Zerkleinerung und Sortierung\ngewonnen wird;                                                         b) bei der Herstellung mineralischer Bauprodukte\n19. Hüttensand:                                                            angefallen sind;\nglasiger feinkörniger Mineralstoff, der durch                      30. Baggergut:\nschockartige Abkühlung flüssiger Hochofenschla-\nMaterial, das im Rahmen von Unterhaltungs-, Neu-\ncke gewonnen wird;\noder Ausbaumaßnahmen aus oder an Gewässern\n20. Stahlwerksschlacke:                                                    entnommen oder aufbereitet wird oder wurde;\nSchlacke, die bei der Verarbeitung von Roheisen,                       Baggergut kann bestehen aus Sedimenten und\nEisenschwamm und aufbereitetem Stahlschrott zu                         subhydrischen Böden der Gewässersohle, aus\nStahl im Linz-Donawitz-Konverter oder im Elektro-                      dem Oberboden, dem Unterboden oder dem Un-\nofen anfällt, mit Ausnahme von Schlacken aus der                       tergrund im unmittelbaren Umfeld des Gewässer-\nEdelstahlherstellung sowie der im früher verwende-                     bettes oder aus Oberböden im Ufer- und Über-\nten Siemens-Martin-Verfahren angefallenen Schla-                       schwemmungsbereich des Gewässers;\ncken;                                                              31. Gleisschotter:\n21. Gießerei-Kupolofenschlacke:\nBettungsmaterial aus Naturstein, das bei Baumaß-\nSchlacke, die in Eisengießereien beim Schmelzen                        nahmen an Schienenverkehrswegen oberhalb der\nvon Gusseisen in Kupolöfen anfällt;                                    Tragschicht oder des Planums anfällt oder in einer\n22. Kupferhüttenmaterial:                                                  Aufbereitungsanlage behandelt wurde;\nSchlacke, die bei der Herstellung von Kupfer als                   32. Ziegelmaterial:\nStückschlacke oder als Schlackegranulat anfällt;\nZiegelsand, Ziegelsplitt und Ziegelbruch aus sor-\n23. Gießereirestsand:                                                      tenrein erfassten und in einer Aufbereitungsanlage\nrieselfähiger Sand, der in Eisen-, Stahl-, Temper-                     behandelten Abfällen aus Ziegel aus dem thermi-\nund Nichteisenmetall-Gießereien anfällt;                               schen Produktionsprozess (Brennbruch) oder aus\n24. Schmelzkammergranulat aus der Schmelzfeuerung                          sortenrein erfasstem und in einer Aufbereitungsan-\nvon Steinkohle:                                                        lage behandeltem Ziegelabbruch aus Abfällen, die\nbei Baumaßnahmen wie Rückbau, Abriss, Umbau,\nglasiges Granulat, das durch schockartige Abküh-                       Ausbau, Neubau und Erhaltung anfallen;\nlung des bei der Verbrennung von Steinkohle oder\nSteinkohle mit anteiliger Mitverbrennung von Ab-                   33. Bodenmaterial:\nfällen in Kohlenstaubfeuerungen mit flüssigem                          Bodenmaterial im Sinne von § 2 Nummer 6 der\nAscheabzug anfallenden Mineralstoffs entsteht;                         Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung,\n25. Steinkohlenkesselasche:                                                das nach dem Aushub nicht mit anderen Ersatz-\nAsche, die bei der Trockenfeuerung von Steinkohle                      baustoffen als Bodenmaterial vermischt wurde;\noder Steinkohle mit anteiliger Mitverbrennung von                  34. Grundwasserfreie Sickerstrecke:\nAbfällen am Kesselboden über eine Rinne nass\noder trocken abgezogen wurde;                                          der Abstand zwischen der Unterkante des unteren\nEinbauhorizontes des mineralischen Ersatzbau-\n26. Steinkohlenflugasche:                                                  stoffs und dem höchsten zu erwartenden Grund-\nMineralstoffpartikel, die aus der Trocken- oder                        wasserstand. Bei der Einstufung in die nach An-\nSchmelzfeuerung mit Steinkohle oder Steinkohle                         lage 2 festgelegten Konfigurationen der Grundwas-\nmit anteiliger Mitverbrennung von Abfällen im                          serdeckschicht wird der grundwasserfreien Sicker-\nRauchgasstrom mitgeführt und mit Elektrofiltern                        strecke ein Sicherheitsabstand von 0,5 Meter zu-\nabgeschieden wurden;                                                   geschlagen;\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2602               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\n35. Höchster zu erwartender Grundwasserstand:                          schritten werden. Die §§ 8 und 9 gelten entsprechend.\nder höchste gemessene oder aus Messdaten ab-                      Liegen Anhaltspunkte vor, dass die angelieferten mine-\ngeleitete sowie von nicht dauerhafter Grundwas-                   ralischen Abfälle erhöhte Gehalte weiterer, durch die\nserabsenkung unbeeinflusste Grundwasserstand.                     Materialwerte nicht begrenzter Stoffe aufweisen, ist\nauf diese Stoffe zusätzlich analytisch zu untersuchen.\nAbschnitt 2                                    (3) Ergibt die Untersuchung, dass ein Messwert\noder mehrere Messwerte die in Absatz 2 bezeichneten\nAnnahme von mineralischen Abfällen\nMaterialwerte oder Überwachungswerte nach Maß-\ngabe des § 10 überschreiten, dürfen diese Abfälle nicht\n§3\nmit anderen Abfällen oder Materialien gemischt wer-\nAnnahmekontrolle                                 den. Eine getrennte Aufbereitung zur Einhaltung der\n(1) Der Betreiber einer Aufbereitungsanlage, in der                 Materialwerte nach Anlage 1 ist zulässig. Bei erhöhten\nRecycling-Baustoffe hergestellt werden, hat bei der                    Gehalten weiterer Schadstoffe, für die keine Material-\nAnlieferung von mineralischen Abfällen unverzüglich                    werte festgesetzt sind, und die einer ordnungsgemä-\neine Annahmekontrolle durchzuführen und deren Er-                      ßen und schadlosen Verwertung gemäß § 7 Absatz 3\ngebnis zu dokumentieren. Die Annahmekontrolle um-                      des Kreislaufwirtschaftsgesetzes entgegenstehen, gilt\nfasst eine Sichtkontrolle und Feststellungen zur Cha-                  Satz 1 entsprechend.\nrakterisierung, insbesondere die Feststellung\n1. des Namens und der Anschrift des Sammlers oder                                              Abschnitt 3\nBeförderers,                                                         Herstellen von mineralischen Ersatzbaustoffen\n2. der Masse und des Herkunftsbereichs des angelie-\nferten Abfalls,                                                                      Unterabschnitt 1\n3. des Abfallschlüssels gemäß der Anlage der Abfall-                                   Güteüberwachung\nverzeichnis-Verordnung,\n4. der Bezeichnung der Baumaßnahme oder von An-                                                     §4\ngaben zur Anfallstelle,                                                                    Allgemeine\n5. der Zusammensetzung, der Verschmutzung, der                                Anforderungen an die Güteüberwachung\nKonsistenz, des Aussehens, der Farbe und des Ge-\n(1) Der Betreiber einer Aufbereitungsanlage, in der\nruchs.\nmineralische Ersatzbaustoffe hergestellt werden, hat\nDie Annahmekontrolle kann auch weitere Feststellun-                    eine Güteüberwachung durchzuführen. Die Güteüber-\ngen zur Charakterisierung umfassen, insbesondere be-                   wachung besteht aus:\nzüglich der\n1. dem Eignungsnachweis,\n1. Materialwerte nach Anlage 1 Tabellen 1 und 4 und\nÜberwachungswerte nach Anlage 4 Tabelle 2.2 für                    2. der werkseigenen Produktionskontrolle und\nRecycling-Baustoffe und                                            3. der Fremdüberwachung.\n2. Materialwerte nach Anlage 1 Tabellen 3 und 4 für                       (2) Der Betreiber der Aufbereitungsanlage hat den\nBodenmaterial.                                                     Eignungsnachweis und die Fremdüberwachung von\nFür ausgebaute mineralische Ersatzbaustoffe, die nach                  einer Überwachungsstelle durchführen zu lassen.\nArt und Materialklasse eindeutig bestimmt werden                          (3) Abweichend von Absatz 1 bedarf Gleisschotter\nkönnen, gelten die jeweils stoffspezifischen Material-                 in einer Körnung ab 31,5 Millimeter keiner Güteüber-\nwerte nach Anlage 1 Tabelle 1. Für die Ermittlung der                  wachung, sofern er nach organoleptischem Befund\nSchadstoffgehalte in mineralischen Abfällen wesentli-                  nicht belastet ist und ausschließlich als Schotterober-\nche, vorliegende Untersuchungsergebnisse oder aus                      bau nach den Einbauweisen B1 bis B4 der Anlage 3 in\nder Vorerkundung von Bauwerken oder Böden vorlie-                      Gleisbauwerken wieder eingebaut wird. Der Wiederein-\ngende Hinweise auf Schadstoffe sind vom Abfallerzeu-                   bau als Schotteroberbau nach den Einbauweisen B1\nger oder -besitzer dem Betreiber der Anlage bei der                    bis B4 der Anlage 3 im Gleisbauwerk bedarf keiner Er-\nAnlieferung vorzulegen.                                                laubnis nach § 8 Absatz 1 des Wasserhaushaltgeset-\n(2) Besteht bei der Anlieferung von mineralischen                   zes.\nAbfällen in eine Aufbereitungsanlage auf Grund der\n(4) Anforderungen an die Überprüfung der bautech-\nFeststellungen zur Charakterisierung der Verdacht,\nnischen Eigenschaften von mineralischen Ersatzbau-\ndass Materialwerte für Recycling-Baustoffe der\nstoffen nach anderen Vorschriften bleiben unberührt.\nKlasse 3 – RC-3 – nach Anlage 1 Tabelle 1 oder Mate-\nrialwerte, die als Feststoffwerte für Bodenmaterial der\nKlasse F3 – BM-F3 – der Anlage 1 Tabelle 4 angegeben                                                §5\nwerden, überschritten werden, sind diese Abfälle ge-                                       Eignungsnachweis\ntrennt zu lagern und vor der Behandlung von einer Un-\n(1) Der Betreiber der Aufbereitungsanlage hat einen\ntersuchungsstelle getrennt zu beproben und zu unter-\nEignungsnachweis zu erbringen oder einen vorhande-\nsuchen. Gleiches gilt, wenn der Verdacht besteht, dass\nnen Eignungsnachweis nach Maßgabe der Absätze 2\nÜberwachungswerte nach Anlage 4 Tabelle 2.2, oder,\nund 3 zu aktualisieren\nsoweit es sich um nicht aufbereitetes Bodenmaterial\nhandelt, Materialwerte für Bodenmaterial der Klasse                    1. bei der erstmaligen Inbetriebnahme einer mobilen\nF3 – BM-F3 – nach Anlage 1 Tabelle 3 oder 4 über-                          oder stationären Anlage,\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                     2603\n2. nach einer Änderung an einer genehmigungsbedürf-                       (6) Der Betreiber der Aufbereitungsanlage, der\ntigen Anlage gemäß den §§ 15 und 16 des Bundes-                    mineralische Ersatzbaustoffe in einer mobilen Aufbe-\nImmissionsschutzgesetzes,                                          reitungsanlage herstellt, hat der zuständigen Behörde\n3. bei nicht genehmigungsbedürftigen Anlagen nach                      bei jeder neuen Baumaßnahme oder bei jedem sons-\neinem Wechsel der Baumaßnahme oder                                 tigen Wechsel des Einsatzortes unverzüglich Folgen-\ndes zu übermitteln:\n4. wenn andere, nicht vom Eignungsnachweis erfasste\nmineralische Ersatzbaustoffe in der Anlage herge-                  1. den Namen des Betreibers der Aufbereitungsanla-\nstellt werden.                                                         ge,\nDer Eignungsnachweis besteht aus der Erstprüfung\nund der Betriebsbeurteilung.                                           2. den Einsatzort, an dem die Aufbereitungsanlage be-\ntrieben wird, und\n(2) Im Rahmen der Erstprüfung ist von der Über-\nwachungsstelle festzustellen, ob die hergestellten mi-                 3. eine Kopie des Prüfzeugnisses.\nneralischen Ersatzbaustoffe die geltenden Material-\nwerte der Anlage 1 nach Maßgabe des § 10 Absatz 1\nund 2 einhalten und ob sie Schadstoffe nach Anlage 4                                                §6\nTabelle 2.1 enthalten, für die keine Materialwerte fest-                          Werkseigene Produktionskontrolle\ngesetzt sind. Die Erstprüfung umfasst auch die Ermitt-\nlung der in § 10 Absatz 5 genannten Materialwerte. Die                    (1) Sofern diese Verordnung keine Regelungen ent-\nErstprüfung einer Aufbereitungsanlage zur Herstellung                  hält, richten sich Umfang und Durchführung der werks-\nvon Recycling-Baustoffen umfasst zusätzlich die Fest-                  eigenen Produktionskontrolle nach den Anforderungen\nstellung, ob die Überwachungswerte nach Anlage 4                       der „Technischen Lieferbedingungen für Baustoffge-\nTabelle 2.2. eingehalten werden. Der Eignungsnach-                     mische und Böden zur Herstellung von Schichten\nweis für Stahlwerksschlacken, die für einen Einbau                     ohne Bindemittel im Straßenbau“, Anhang A – TL\nnach Anlage 2, Einbauweise 12 vorgesehen sind, um-                     SoB-StB 04, Ausgabe 2004, Fassung 2007 (FGSV).\nfasst zusätzlich den CBR-Versuch nach Anlage 4 Ta-\nbelle 2.3. Die Überwachungsstelle entnimmt alle die                       (2) Der Betreiber der Aufbereitungsanlage hat die für\nnach diesem Absatz notwendigen Proben des in der                       die jeweiligen mineralischen Ersatzbaustoffe geltenden\nAnlage hergestellten mineralischen Ersatzbaustoffs                     Materialwerte der Anlage 1 durch die werkseigene\nnach Maßgabe des § 8 Absatz 1. Die Proben sollen in                    Produktionskontrolle in eigener Verantwortung nach\nGegenwart eines Vertreters des Betreibers der Aufbe-                   dem in der Anlage 4 Tabelle 1 angegebenen Über-\nreitungsanlage entnommen werden. Die Analytik der                      wachungsturnus zu überwachen. Die Probenahme\nProben nach Maßgabe des § 9 hat eine Untersu-                          nach Maßgabe von § 8 Absatz 2 und die Analytik der\nchungsstelle durchzuführen.                                            Proben nach Maßgabe von § 9 hat eine Untersu-\n(3) Die Betriebsbeurteilung hat durch dieselbe Über-                chungsstelle durchzuführen. Ergibt die werkseigene\nwachungsstelle zu erfolgen, die auch die Erstprüfung                   Produktionskontrolle, dass die Materialwerte nicht ein-\ndurchführt. Die Betriebsbeurteilung ist bestanden,                     gehalten werden, hat der Betreiber der Aufbereitungs-\nwenn die Anlage aufgrund ihrer technischen Anlagen-                    anlage die Ursachen zu ermitteln und unverzüglich\nkomponenten, ihrer Betriebsorganisation und perso-                     Maßnahmen zur Abhilfe zu ergreifen. Die betreffende\nnellen Ausstattung geeignet ist und der Betreiber der                  Charge des mineralischen Ersatzbaustoffs ist\nAufbereitungsanlage die Gewähr dafür bietet, dass die\n1. der nächst höheren Materialklasse zuzuordnen, für\nAnforderungen der Abschnitte 2 und 3 Unterabschnitt 1\ndie die Materialwerte eingehalten werden, oder\nerfüllt werden.\n(4) Die Überwachungsstelle hat dem Betreiber der                    2. sofern keine Materialklasse in Anlage 1 definiert ist\nAufbereitungsanlage ein Prüfzeugnis über den er-                           oder eingehalten wird, vorrangig ordnungsgemäß\nbrachten Eignungsnachweis auszustellen. Das Prüf-                          und schadlos zu verwerten oder gemeinwohlver-\nzeugnis muss folgende Angaben enthalten:                                   träglich zu beseitigen.\n1. die Durchführung der Erstprüfung einschließlich der\n(3) Wird im Auftrag eines Betreibers einer stationä-\nProbenahme und der Analyseergebnisse der unter-\nren Aufbereitungsanlage eine mobile Aufbereitungsan-\nsuchten Parameter,\nlage auf dem Betriebsgelände der stationären Aufbe-\n2. eine abschließende Bewertung darüber, ob die Ma-                    reitungsanlage in einem einheitlichen Betriebsablauf\nterialwerte nach Maßgabe des § 10 eingehalten                      betrieben, ist für die Berechnung der festgelegten\nwerden, und                                                        Mengen nach Anlage 4 Tabelle 1 zur Durchführung\n3. das Ergebnis der Betriebsbeurteilung.                               einer werkseigenen Produktionskontrolle die von der\nmobilen Aufbereitungsanlage hergestellte Menge eines\nSind für Parameter aus der Anlage 4 Tabelle 2.1\nmineralischen Ersatzbaustoffs zu der von der stationä-\nund 2.2, die keine Materialwerte sind, Gehalte nach-\nren Aufbereitungsanlage hergestellten Menge des glei-\nweisbar, sind diese Parameter mit den gemessenen\nchen Ersatzbaustoffs zu addieren. In diesen Fällen ent-\nKonzentrationswerten ebenfalls im Prüfzeugnis zu\nfällt eine separate werkseigene Produktionskontrolle\ndokumentieren.\nfür die mobile Anlage.\n(5) Der Betreiber der Aufbereitungsanlage darf\nmineralische Ersatzbaustoffe erst dann in Verkehr brin-                   (4) Fällt der Zeitpunkt der Probenahme im Rahmen\ngen, wenn er das Prüfzeugnis über den erbrachten Eig-                  der werkseigenen Produktionskontrolle mit dem Zeit-\nnungsnachweis von der Überwachungsstelle erhalten                      punkt der Fremdüberwachung zusammen, entfällt die\nhat.                                                                   werkseigene Produktionskontrolle.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2604               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\n§7                                                                       §8\nFremdüberwachung                                             Probenahme und Probenaufbereitung\n(1) Die Probenahme für die Erstprüfung im Rahmen\n(1) Der Betreiber der Aufbereitungsanlage hat die für\ndes Eignungsnachweises nach § 5 Absatz 2 hat nach\ndie jeweiligen mineralischen Ersatzbaustoffe geltenden\nder PN 98 – Richtlinie für das Vorgehen bei physika-\nMaterialwerte der Anlage 1 durch die Fremdüberwa-\nlischen, chemischen und biologischen Untersuchun-\nchung von einer Überwachungsstelle nach dem in der\ngen im Zusammenhang mit der Verwertung/Beseiti-\nAnlage 4 Tabelle 1 angegebenen Überwachungsturnus\ngung von Abfällen, Stand Mai 2019, der Bund/Länder\nüberwachen zu lassen. Abweichend von Anlage 4\nArbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA)4, zu erfolgen. Die\nTabelle 1 beginnt bei mobilen Aufbereitungsanlagen\nProbenahme ist zu protokollieren. Die Probenahme-\nder Überwachungsturnus mit einer Fremdüberwa-\nprotokolle sind fünf Jahre aufzubewahren und der zu-\nchung bei jedem neuen Einsatzort.\nständigen Behörde auf Verlangen vorzulegen. Die Pro-\n(2) Der Betreiber einer Aufbereitungsanlage, in der                 benahme ist von Personen durchzuführen, die über die\nRecycling-Baustoffe hergestellt werden, hat bei jeder                  für die Durchführung der Probenahme erforderliche\nzweiten Fremdüberwachung zusätzlich zu den in                          Fachkunde verfügen. Die Fachkunde kann durch qua-\nAbsatz 1 Satz 1 genannten Materialwerten die Über-                     lifizierte Ausbildung oder langjährige praktische Erfah-\nwachungswerte nach Anlage 4 Tabelle 2.2 von einer                      rung jeweils in Verbindung mit einer erfolgreichen Teil-\nÜberwachungsstelle überwachen zu lassen. Für die                       nahme an einem Probenehmerlehrgang nach LAGA\nBewertung der Untersuchungsergebnisse gilt § 10 ent-                   PN 98 nachgewiesen werden. Die Kenntnisse zur Pro-\nsprechend. Werden die Überwachungswerte über-                          benahme von Haufwerken sind mindestens alle fünf\nschritten, hat der Betreiber der Aufbereitungsanlage                   Jahre durch eine Teilnahme an geeigneten Lehrgängen\ndie Ursache zu ermitteln und Maßnahmen zur Abhilfe                     zu aktualisieren. Bei der Probenahme ist aus der je-\nzu ergreifen. § 6 Absatz 2 Satz 4 Nummer 2 gilt ent-                   weils ersten Produktionscharge von 200 Kubikmeter\nsprechend.                                                             bis 500 Kubikmeter des mineralischen Ersatzbaustoffs\ndie in der Norm angegebene Zahl an Laborproben zu\n(3) Zur Durchführung der Fremdüberwachung ent-                      entnehmen. Im Labor ist aus den entnommenen Labor-\nnimmt die Überwachungsstelle nach Maßgabe des                          proben und nach vorheriger Aliquotierung und Abtren-\n§ 8 Absatz 2 Proben des hergestellten mineralischen                    nung von entsprechenden Rückstellproben durch Mi-\nErsatzbaustoffs. Die Proben sollen in Gegenwart eines                  schen und Homogenisieren jeweils eine Prüfprobe mit\nVertreters des Betreibers der Aufbereitungsanlage ent-                 dem Charakter einer Durchschnittsprobe zu erstellen.\nnommen werden. Die Analytik der Proben nach Maß-                       Die Rückstellproben sind mindestens sechs Monate\ngabe des § 9 hat eine Untersuchungsstelle durchzu-                     aufzubewahren. Ergänzend kann die DIN 19698\nführen. Die Überwachungsstelle hat auch zu prüfen,                     Untersuchung von Feststoffen – Probenahme von\nob die Annahmekontrolle den Anforderungen nach                         festen und stichfesten Materialien – Teile 1 (2014-05)\n§ 3 und die werkseigene Produktionskontrolle den An-                   und 2 (2016-12) herangezogen werden.\nforderungen nach § 6 entspricht.\n(2) Absatz 1 gilt für die Probenahme im Rahmen der\n(4) Über die durchgeführte Fremdüberwachung                         werkseigenen Produktionskontrolle und der Fremd-\nstellt die Überwachungsstelle ein Prüfzeugnis aus. Die-                überwachung nach den §§ 6 und 7 entsprechend. Zu-\nses Prüfzeugnis muss folgende Angaben enthalten:                       sätzlich sind im Rahmen der Fremdüberwachung die\nLaborproben aus der Charge zu entnehmen, die als\n1. die Durchführung der Fremdüberwachung ein-                          erste in Verkehr gebracht werden soll; im Rahmen der\nschließlich der Probenahme und der Analyseergeb-                   werkseigenen Produktionskontrolle sind die Labor-\nnisse der untersuchten Parameter,                                  proben aus der jeweils aktuellen Produktionscharge\nzu entnehmen. Abweichend von Absatz 1 kann die\n2. die Bewertung der werkseigenen Produktionskon-                      Probenahme im Rahmen der werkseigenen Produkti-\ntrolle,                                                            onskontrolle durch einen sachkundigen Probenehmer\nerfolgen, wenn eine Einweisung durch die Untersu-\n3. eine abschließende Bewertung darüber, ob die Ma-\nchungsstelle erfolgt ist und ein Fachkundiger die ord-\nterialwerte nach Maßgabe des § 10 Absatz 1 und 3\nnungsgemäße Probenahme bestätigt.\neingehalten werden, und\n(3) Der mineralische Ersatzbaustoff ist in der Korn-\n4. die Ermittlung der in § 10 Absatz 5 angegebenen                     größenverteilung zu untersuchen, in der er in Verkehr\nMaterialwerte.                                                     gebracht werden soll. Soll der mineralische Ersatzbau-\nstoff in mehreren Körnungen in Verkehr gebracht wer-\n(5) Wird im Auftrag eines Betreibers einer stationä-\nden, kann abweichend von Satz 1 für die Überwa-\nren Aufbereitungsanlage eine mobile Aufbereitungsan-\nchungsverfahren nach § 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 1\nlage auf dem Betriebsgelände der stationären Aufbe-\nbis 3 im Einvernehmen mit der Überwachungsstelle\nreitungsanlage in einem einheitlichen Betriebsablauf\nauch eine den Ersatzbaustoff charakterisierende Prüf-\nbetrieben, ist für die Berechnung der festgelegten\nkörnung in der Korngröße von null Millimeter bis\nMengen nach Anlage 4 Tabelle 1 zur Durchführung ei-\nner Fremdüberwachung die von der mobilen Aufberei-                     4\nDie LAGA Mitteilung 32 (PN 98 – Richtlinie für das Vorgehen bei phy-\ntungsanlage hergestellte Menge eines mineralischen                        sikalischen, chemischen und biologischen Untersuchungen im Zu-\nErsatzbaustoffs zu der von der stationären Aufberei-                      sammenhang mit der Verwertung/Beseitigung von Abfällen) in Ver-\ntungsanlage hergestellten Menge des gleichen Ersatz-                      bindung mit der Handlungshilfe zur Anwendung der LAGA Mitteilung\n32 (LAGA PN 98) vom 5. Mai 2019 ist auf der Internetseite der Bund/\nbaustoffs zu addieren. In diesen Fällen entfällt für die                  Länder Arbeitsgemeinschaft Abfall unter www.laga-online.de hinter-\nmobile Anlage die Fremdüberwachung.                                       legt und einsehbar.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                     2605\n22,4 Millimeter mit einem Massenanteil der Kornfrak-                   und aufbereitete Prüfprobe zu analysieren. Abwei-\ntion kleiner als vier Millimeter von mindestens 45 Mas-                chend von Satz 1 beziehen sich die Materialwerte der\nseprozent für den zu untersuchenden mineralischen                      Anlage 1, die als Feststoffwerte angegeben sind, bei\nErsatzbaustoff herangezogen werden.                                    Bodenmaterial und Baggergut mit weniger als zehn\n(4) Zur Bestimmung der Feststoff- und Eluatkon-                     Volumenprozent mineralischen Fremdbestandteilen\nzentrationen ist die Probenaufbereitung nach der                       auf eine Probe, die aus Feinfraktionen kleiner zwei Mil-\nDIN 19747 „Untersuchung von Feststoffen – Proben-                      limeter besteht. Grobe Materialien mit einer Korngröße\nvorbehandlung, -vorbereitung und -aufarbeitung für                     von mehr als zwei Millimetern, die möglicherweise\nchemische, biologische und physikalische Untersu-                      Schadstoffe enthalten oder denen diese anhaften\nchungen“, Ausgabe Juli 2009, in Verbindung mit der                     können, sind bei Feststoffuntersuchungen aus der\nDIN EN 932-2 „Prüfverfahren für allgemeine Eigen-                      gesamten Laborprobe zu entnehmen und gesondert\nschaften von Gesteinskörnungen – Teil 2: Verfahren                     der Laboruntersuchung zuzuführen. Ihr Masseanteil\nzum Einengen von Laboratoriumsproben“, Ausgabe                         ist zu ermitteln und bei der Bewertung der Unter-\nMärz 1999, vorzunehmen. Abweichend von Satz 1 sind                     suchungsergebnisse einzubeziehen. Die Bestimmung\nzur Bestimmung der Eluatkonzentrationen minerali-                      der Materialwerte für anorganische Schadstoffe, die\nsche Ersatzbaustoffe mit einem Größtkorn von mehr                      als Feststoffwerte angegeben sind, hat aus dem\nals 32 Millimeter nach der DIN 19528, „Elution von                     Königswasser-Extrakt nach der DIN EN 13657,\nFeststoffen – Perkolationsverfahren zur gemeinsamen                    „Charakterisierung von Abfällen – Aufschluss zur an-\nUntersuchung des Elutionsverhaltens von anorgani-                      schließenden Bestimmung des in Königswasser lös-\nschen und organischen Stoffen“, Ausgabe Januar 2009                    lichen Anteils an Elementen in Abfällen“, Ausgabe\noder der DIN 19529 „Elution von Feststoffen – Schüt-                   Januar 2003, zu erfolgen.\ntelverfahren zur Untersuchung des Elutionsverhaltens                      (5) Die Wahl des analytischen Verfahrens zur Be-\nvon anorganischen Stoffen und organischen Stoffen                      stimmung der Feststoffgehalte und der Eluatkonzen-\nmit einem Wasser/Feststoff-Verhältnis von 2 l/kg“,                     trationen richtet sich nach Anlage 5.\nAusgabe Dezember 2015 aufzubereiten.\n§ 10\n§9\nBewertung der\nAnalytik der Proben                                 Untersuchungsergebnisse der Güteüberwachung\n(1) Nach der Probenahme und Probenaufbereitung                         (1) Im Rahmen des Eignungsnachweises werden die\nist zur Überwachung solcher Materialwerte der An-                      nach der DIN 19528, Ausgabe Januar 2009, aus dem\nlage 1, die als Eluatkonzentrationswert angegeben                      Ergebnis des ausführlichen Säulenversuchs berechne-\nsind, aus der jeweiligen Prüfprobe ein Eluat zur Bestim-               ten Eluatkonzentrationen bei einem Wasser-zu-Fest-\nmung der Konzentrationen der relevanten anorgani-                      stoffverhältnis von zwei zu eins mit den Materialwerten\nschen und organischen Parameter in der wässrigen                       der Anlage 1 verglichen. Im Rahmen der Fremdüber-\nLösung herzustellen. Die Herstellung des Eluats hat                    wachung und der werkseigenen Produktionskontrolle\nentweder durch den ausführlichen Säulenversuch oder                    werden die nach der DIN 19528, Ausgabe Januar 2009\nden Säulenkurztest nach der DIN 19528, Ausgabe                         oder der DIN 19529, Ausgabe Dezember 2015 aus dem\nJanuar 2009, oder durch den Schüttelversuch nach                       Eluat bei einem Wasser-zu-Feststoffverhältnis von\nder DIN 19529, Ausgabe Dezember 2015, zu erfolgen.                     zwei zu eins gemessenen Eluatkonzentrationen un-\n(2) Abweichend von Absatz 1 Satz 2 werden beim                      mittelbar mit den Materialwerten der Anlage 1 ver-\nEignungsnachweis die zur Überwachung der Material-                     glichen.\nwerte erforderlichen Eluatkonzentrationen bei einem                       (2) Die Materialwerte nach Anlage 1 mit Ausnahme\nWasser-zu-Feststoffverhältnis von zwei zu eins nach                    der Materialwerte „pH-Wert“ und „elektrische Leit-\nder DIN 19528, Ausgabe Januar 2009, aus dem Ergeb-                     fähigkeit“ gelten im Rahmen des Eignungsnachweises\nnis des ausführlichen Säulenversuchs berechnet.                        als eingehalten, wenn die gemessene Konzentration\n(3) Die beim ausführlichen Säulenversuch oder Säu-                  oder der gemessene Stoffgehalt eines Parameters\nlenkurztest nach der DIN 19528, Ausgabe Januar 2009,                   gleich oder geringer ist als der entsprechende Mate-\nschwer perkolierbaren Feststoffe werden untersucht,                    rialwert.\nindem die Probe im Verhältnis von einem Masseanteil                       (3) Die Materialwerte nach Anlage 1 mit Ausnahme\nder Probe mit vier Masseanteilen Quarzsand ver-                        der Materialwerte „pH-Wert“ und „elektrische Leit-\nmischt, eingebaut und perkoliert wird. Für die Berech-                 fähigkeit“ gelten im Rahmen der werkseigenen Produk-\nnung des Porenanteils für Gemische aus schwer per-                     tionskontrolle und der Fremdüberwachung als einge-\nkolierbaren Stoffen mit Quarzsand zur nachfolgenden                    halten, wenn es bei einem gemessenen Wert innerhalb\nBerechnung der Durchflussraten und Einstellung der                     einer Zeitreihe von fünf aufeinander folgenden Über-\nKontakt- und Aufsättigungszeit werden die Masse des                    prüfungen nur einmalig zu einer Überschreitung des-\nGemisches aus Probenmaterial und Quarzsand und die                     selben Materialwertes gekommen ist. Der Messwert,\nKorndichte von reinem Quarzsand verwendet. Das                         der den Materialwert überschreitet, muss kleiner als\nWasser-zu-Feststoffverhältnis bezieht sich auf die Tro-                der Bezugswert sein. Der Bezugswert ist die Summe\nckenmasse des zu untersuchenden Probenmaterials                        aus dem jeweiligen Materialwert nach Anlage 1 und\nim Gemisch. Bei nicht perkolierbaren Gießereirest-                     der für diesen Materialwert zulässigen Überschreitung\nsanden ist der Schüttelversuch nach DIN 19529, Aus-                    nach Anlage 6. Soweit erst eine Fremdüberwachung\ngabe Dezember 2015, zulässig.                                          durchgeführt wurde, dürfen die festgestellten Material-\n(4) Für Materialwerte der Anlage 1, die als Feststoff-              werte nach Anlage 1 bei dieser nicht überschritten wer-\nwerte angegeben sind, ist die gemäß § 8 generierte                     den.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2606               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\n(4) Zur Überprüfung der Einhaltung der Material-                    Wiederholungsprüfung erneut Überschreitungen der\nwerte von Summenparametern werden die Konzentra-                       Materialwerte festgestellt, hat die Überwachungsstelle\ntionen der bezeichneten Einzelsubstanzen addiert,                      dem Betreiber der Aufbereitungsanlage eine angemes-\nwobei Einzelstoffkonzentrationen unterhalb der analy-                  sene Frist zur Behebung der Mängel zu setzen und die\ntischen Nachweisgrenze unberücksichtigt bleiben und                    zuständige Behörde hierüber schriftlich zu unterrich-\nKonzentrationen oberhalb der Nachweisgrenze, aber                      ten. Nach Ablauf der gesetzten Frist hat die Über-\nunterhalb der Bestimmungsgrenze mit der Hälfte des                     wachungsstelle eine erneute Prüfung durchzuführen.\nWertes der Bestimmungsgrenze in die Summenbildung                      Sofern die Materialwerte bei dieser Prüfung überschrit-\ngehen.                                                                 ten werden, ist die betreffende Charge des minerali-\n(5) Die Materialwerte „pH-Wert“ und „elektrische                    schen Ersatzbaustoffs\nLeitfähigkeit“ sind Orientierungswerte. Bei Abweichun-                 1. der nächst höheren Materialklasse zuzuordnen, für\ngen von mehr als 0,5 Einheiten beim pH-Wert oder                           die die Materialwerte eingehalten werden, oder\nmehr als 10 Prozent bei der elektrischen Leitfähigkeit                 2. sofern keine Materialklasse in Anlage 1 definiert ist\nhat der Betreiber der Aufbereitungsanlage die Ur-                          oder eingehalten wird, vorrangig ordnungsgemäß\nsachen zu ermitteln. Abweichend von Sätzen 1 und 2                         und schadlos zu verwerten oder gemeinwohlver-\nist der Parameter „pH-Wert“ bei Gießereirestsanden                         träglich zu beseitigen.\nein Grenzwert. Bei frisch gebrochenem, reinem Beton-\nmaterial können die Materialwerte „pH-Wert“ und                           (2) Stellt die Überwachungsstelle im Rahmen der\n„elektrische Leitfähigkeit“ unberücksichtigt bleiben,                  Fremdüberwachung Mängel in der Durchführung oder\nwenn die Materialwerte für Sulfat und die übrigen                      der Dokumentation der werkseigenen Produktionskon-\nMaterialwerte für Recycling-Baustoffe der jeweiligen                   trolle fest, hat die Überwachungsstelle dem Betreiber\nMaterialklasse nach Anlage 1 Tabelle 1 eingehalten                     der Aufbereitungsanlage eine angemessene Frist zur\nwerden.                                                                Behebung der Mängel zu setzen. Die Überwachungs-\nstelle hat die zuständige Behörde hierüber schriftlich\n§ 11                                    zu unterrichten. Nach Ablauf der gesetzten Frist hat\ndie Überwachungsstelle eine erneute Überwachung\nKlassifizierung                                durchzuführen. Stellt die Überwachungsstelle erneut\nmineralischer Ersatzbaustoffe                             Mängel fest, so stellt sie die Fremdüberwachung ein\nDer Betreiber der Aufbereitungsanlage hat den                       und teilt dies schriftlich unter Angabe der Gründe\nmineralischen Ersatzbaustoff unverzüglich nach der                     dem Betreiber der Aufbereitungsanlage und der zu-\nBewertung der Untersuchungsergebnisse nach § 10                        ständigen Behörde mit. Der Betreiber der Aufberei-\nAbsatz 1 in eine Materialklasse einzuteilen, sofern in                 tungsanlage darf die mineralischen Ersatzbaustoffe,\nAnlage 1 für einen mineralischen Ersatzbaustoff meh-                   für die die Fremdüberwachung eingestellt ist, nur mit\nrere Materialklassen definiert sind.                                   Zustimmung der zuständigen Behörde zum Zwecke ei-\nner ordnungsgemäßen und schadlosen Verwertung\n§ 12                                    oder gemeinwohlverträglichen Beseitigung in Verkehr\nbringen.\nDokumentation der Güteüberwachung\n(3) Die zuständige Behörde gibt die Aufbereitungs-\n(1) Der Betreiber der Aufbereitungsanlage hat die\nanlagen, für die die Fremdüberwachung eingestellt ist,\nPrüfzeugnisse aus der Güteüberwachung, die Probe-\nauf ihrer Internetseite bekannt.\nnahme- und Probenvorbereitungsprotokolle und die\nUntersuchungsergebnisse nach den §§ 4 bis 10 sowie                        (4) Die Überwachungsstelle darf die Fremdüberwa-\ndie Klassifizierung nach § 11 unverzüglich nach Erhalt                 chung erst dann wiederaufnehmen, wenn der Betreiber\nund fortlaufend zu dokumentieren und ab ihrer Ausstel-                 der Aufbereitungsanlage den Nachweis erbracht\nlung fünf Jahre aufzubewahren. Das Prüfzeugnis über                    hat, dass die Voraussetzungen für die Herstellung und\nden Eignungsnachweis nach § 5 Absatz 4 ist abwei-                      Lieferung von anforderungsgerechten mineralischen\nchend von Satz 1 für die Dauer des Anlagenbetriebs                     Ersatzbaustoffen und einer ordnungsgemäßen werks-\naufzubewahren.                                                         eigenen Produktionskontrolle erfüllt sind. Die Über-\nwachungsstelle teilt dem Betreiber der Aufbereitungs-\n(2) Eine Ausfertigung des Prüfzeugnisses über den\nanlage und der zuständigen Behörde die Wiederauf-\nEignungsnachweis gemäß § 5 Absatz 4 ist der zustän-\nnahme der Fremdüberwachung mit. Die zuständige\ndigen Behörde unverzüglich nach Erhalt schriftlich\nBehörde gibt die Wiederaufnahme der Fremdüber-\noder elektronisch vorzulegen. Die zuständige Behörde\nwachung auf ihrer Internetseite bekannt.\nkann die Aufbereitungsanlagen, die über das Prüfzeug-\nnis nach Satz 1 verfügen, auf ihrer Internetseite be-\nUnterabschnitt 2\nkannt geben. Die übrigen Dokumente nach Absatz 1\nsind auf Verlangen der zuständigen Behörde vorzu-                                       Untersuchung von\nlegen.                                                                    nicht aufbereitetem Bodenmaterial\nund nicht aufbereitetem Baggergut\n§ 13\nMaßnahmen bei in der                                                            § 14\nGüteüberwachung festgestellten Mängeln                                             Untersuchungspflicht\n(1) Stellt die Überwachungsstelle im Rahmen der                        (1) Erzeuger und Besitzer haben nicht aufbereitetes\nFremdüberwachung fest, dass die Materialwerte nicht                    Bodenmaterial und nicht aufbereitetes Baggergut, das\neingehalten werden, wiederholt die Überwachungs-                       in ein technisches Bauwerk eingebaut werden soll,\nstelle unverzüglich die Prüfung. Werden bei der                        unverzüglich nach dem Aushub oder dem Abschieben\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                     2607\nauf die zur Bestimmung einer Materialklasse erforder-                  dokumentieren und ab Ausstellung der Dokumente\nlichen Parameter der Anlage 1 Tabelle 3 von einer Un-                  fünf Jahre aufzubewahren.\ntersuchungsstelle nach Maßgabe des § 8 Absatz 1\n(2) Im Fall des § 14 Absatz 3 sind die Voraussetzun-\nSatz 1 bis 6 und Satz 8 und 9, § 8 Absatz 4 und § 9\ngen des Absehens von einer analytischen Untersu-\nAbsatz 1 und Absatz 3 bis 5 untersuchen zu lassen.\nchung und die Klassifizierung unverzüglich zu doku-\nErgebnisse aus einer in situ-Untersuchung können ver-\nmentieren und ab Ausstellung der Dokumente fünf\nwendet werden, sofern sich die Beschaffenheit des\nJahre aufzubewahren.\nBodens zum Zeitpunkt des Aushubs oder des Abschie-\nbens, insbesondere aufgrund der zwischenzeitlichen                        (3) Die Dokumente sind auf Verlangen der zuständi-\nNutzung, nicht verändert hat. Ergeben sich auf Grund                   gen Behörde vorzulegen.\nvon Herkunft oder bisheriger Nutzung im Rahmen der\nVorerkundung Hinweise auf Belastungen mit in An-                                                   § 18\nlage 1 Tabelle 4 genannten Schadstoffen, haben der\nErzeuger oder Besitzer die Untersuchung zusätzlich                                            Zwischenlager\nauf diese Schadstoffe auszudehnen. Für in Anlage 1                        (1) Wenn nicht aufbereitetes Bodenmaterial oder\nTabelle 4 nicht genannte Schadstoffe gilt Satz 3 in Ver-               nicht aufbereitetes Baggergut in ein Zwischenlager be-\nbindung mit § 16 Absatz 1 Satz 2 entsprechend.                         fördert wird, entfallen die Pflichten des Erzeugers und\n(2) Für die Vorerkundung von Böden in situ, die Vor-                Besitzers nach den §§ 14 bis 17.\nerkundung von Haufwerken am Anfallort sowie die Pro-                      (2) Der Betreiber eines Zwischenlagers ist verpflich-\nbenahme von Böden in situ gilt Abschnitt 4 der Bun-                    tet, eine Annahmekontrolle entsprechend § 3 durchzu-\ndes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung.                              führen, mit der Maßgabe, dass die Eluat- und Fest-\n(3) In den Fällen des § 6 Absatz 6 Nummer 1 und 2                   stoffwerte für Bodenmaterial anzuwenden sind.\nder Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung\n(3) Der Betreiber eines Zwischenlagers hat Boden-\nkann von einer Untersuchung abgesehen werden.\nmaterial oder Baggergut, das in Verkehr gebracht wer-\nden soll, von einer Untersuchungsstelle untersuchen\n§ 15\nzu lassen. Hierbei gelten für die Pflichten und Anforde-\nBewertung der Untersuchungsergebnisse                            rungen an die Probenahme und Untersuchung § 8 Ab-\nDie Materialwerte nach Anlage 1 Tabelle 3 und 4 mit                 satz 1 Satz 1 bis 6 und Satz 8 und 9, § 8 Absatz 4 und\nAusnahme der Materialwerte „pH-Wert“ und „elektri-                     § 9 Absatz 1 und 3 bis 5, an die Bewertung der Unter-\nsche Leitfähigkeit“ gelten als eingehalten, wenn die                   suchungsergebnisse, an die Klassifizierung sowie an\nim Rahmen der Untersuchung gemessene Konzentra-                        die Dokumentation § 14 Absatz 1, §§ 15, 16 Absatz 1\ntion oder der Stoffgehalt eines Parameters gleich oder                 und § 17 entsprechend. Die Menge des jeweils auf\ngeringer ist als der entsprechende Materialwert. § 10                  Grundlage einer Untersuchung in Verkehr gebrachten\nAbsätze 4 und 5 sind entsprechend anzuwenden.                          Bodenmaterials oder Baggerguts darf 3 000 Kubikme-\nter nicht überschreiten.\n§ 16\nKlassifizierung von                                                      Abschnitt 4\nBodenmaterial und Baggergut                                    Einbau von mineralischen Ersatzbaustoffen\n(1) Der Erzeuger oder der Besitzer, der die Unter-\nsuchung nach § 14 Absatz 1 Satz 1 durchgeführt hat,                                                § 19\nhat nicht aufbereitetes Bodenmaterial und nicht aufbe-\nreitetes Baggergut unverzüglich nach der Bewertung                                 Grundsätzliche Anforderungen\nder Untersuchungsergebnisse in eine der in Anlage 1                       (1) Der Bauherr oder der Verwender dürfen minera-\nTabelle 3 bezeichneten Materialklassen einzuteilen.                    lische Ersatzbaustoffe oder Gemische in technische\nWurde die Untersuchung nach § 14 Absatz 1 Satz 3                       Bauwerke nur einbauen, wenn nachteilige Veränderun-\nauf nicht in Anlage 1 Tabelle 4 genannte Parameter                     gen der Grundwasserbeschaffenheit und schädliche\nausgedehnt, legt ein Sachverständiger im Sinne des                     Bodenveränderungen nach Maßgabe der Absätze 2\n§ 18 des Bundes-Bodenschutzgesetzes oder eine Per-                     und 3 nicht zu besorgen sind.\nson mit vergleichbarer Sachkunde, mit Zustimmung\nder zuständigen Behörde, die jeweilige Materialklasse                     (2) Bei mineralischen Ersatzbaustoffen sind nachtei-\nauf Grund der Untersuchungsergebnisse fest.                            lige Veränderungen der Grundwasserbeschaffenheit\nund schädliche Bodenveränderungen nicht zu besor-\n(2) In den Fällen des § 6 Absatz 6 Nummern 1 und 2                  gen, wenn die einzubauenden mineralischen Ersatz-\nder Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung ist                    baustoffe die Anforderungen nach Abschnitt 3 Unter-\ndas Bodenmaterial als BM-0 und das Baggergut als                       abschnitt 1 oder 2 einhalten und\nBG-0 zu klassifizieren.\n1. der Einbau der mineralischen Ersatzbaustoffe nur in\n§ 17                                        den für sie jeweils zulässigen Einbauweisen nach\nAnlage 2 oder 3 erfolgt oder\nDokumentation\n2. Bodenmaterial der Klasse 0 – BM-0 – oder Bagger-\n(1) Der Erzeuger oder der Besitzer, der die Unter-\ngut der Klasse 0 – BG-0 – eingebaut wird.\nsuchung nach § 14 Absatz 1 Satz 1 durchgeführt hat,\nhat das Probenahmeprotokoll, die Untersuchungs-                           (3) Bei Gemischen sind nachteilige Veränderungen\nergebnisse und die Bewertung der Untersuchungs-                        der Grundwasserbeschaffenheit und schädliche Bo-\nergebnisse sowie die Klassifizierung unverzüglich zu                   denveränderungen nicht zu besorgen, wenn\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2608               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\n1. alle im Gemisch enthaltenen mineralischen Ersatz-                   tung, 5. Auflage, Hannover 2009 (KA5) entsprechen\nbaustoffe jeweils die Anforderungen nach Ab-                       oder nach der DIN 18196 „Erd- und Grundbau – Bo-\nschnitt 3 Unterabschnitt 1 oder 2 einhalten und                    denklassifikation für bautechnische Zwecke“, Ausgabe\nMai 2011, als fein- gemischt- oder grobkörniger Boden\n2. unbeschadet des Absatzes 2 Nummer 2 der Einbau\nmit Ausnahme der Gruppen mit den Gruppensymbolen\nnur in einer Einbauweise erfolgt, die für jeden einzel-\nGE, GW, GI, GU und GT zu klassifizieren sein. Bei einer\nnen mineralischen Ersatzbaustoff nach Anlage 2\nbautechnischen Bewertung nach der DIN 18196, Aus-\noder 3 zulässig ist.\ngabe Mai 2011, sind grobkörnige Böden mit der Aus-\n(4) Der Einbau von mineralischen Ersatzbaustoffen                   nahme der Gruppen mit den Gruppensymbolen GE,\noder Gemischen in technische Bauwerke darf nur in                      GW und GI als Sand und fein- oder gemischtkörnige\ndem für den jeweiligen bautechnischen Zweck erfor-                     Böden mit Ausnahme der Gruppen mit den Gruppen-\nderlichen Umfang erfolgen.                                             symbolen GU und GT als Lehm, Schluff, Ton einzu-\n(5) Gemische dürfen nur zur Verbesserung der bau-                   stufen. Eine günstige Eigenschaft der Grundwasser-\ntechnischen Eigenschaften hergestellt werden.                          deckschicht im Sinne der Anlage 2 oder 3 liegt vor,\nwenn am jeweiligen Einbauort die grundwasserfreie\n(6) In Wasserschutzgebieten der Zone I sowie in                     Sickerstrecke mehr als 1 Meter zuzüglich eines Sicher-\nHeilquellenschutzgebieten der Zone I ist der Einbau                    heitsabstandes von 0,5 Meter beträgt. Eine ungünstige\nvon mineralischen Ersatzbaustoffen oder Gemischen                      Eigenschaft der Grundwasserdeckschicht liegt vor,\nin technische Bauwerke unzulässig. In Wasserschutz-                    wenn bei den mineralischen Ersatzbaustoffen Recyc-\ngebieten der Zone II sowie in Heilquellenschutzgebie-                  ling-Baustoff der Klasse 1 – RC-1, Bodenmaterial der\nten der Zone II dürfen nur die nachstehenden minera-                   Klasse 0 – BM-0, Bodenmaterial der Klasse 0* – BM-0*,\nlischen Ersatzbaustoffe in technische Bauwerke einge-                  Bodenmaterial der Klasse F0* – BM-F0*, Boden-\nbaut werden:                                                           material der Klasse F1 – BM-F1, Baggergut der\n1. Bodenmaterial der Klasse 0 – BM-0 –,                                Klasse 0 – BG-0, Baggergut der Klasse 0* – BG-0*,\nBodenmaterial der Klasse F 1 – BG-F1, Gleis-\n2. Baggergut der Klasse 0 – BG-0 –,                                    schotter der Klasse 0 – GS-0, Gleisschotter der\n3. Schmelzkammergranulat – SKG –,                                      Klasse 1 – GS-1, Stahlwerksschlacke der Klasse 1 –\nSWS-1, Kupferhüttenmaterial der Klasse 1 – CUM-1,\n4. Gleisschotter der Klasse 0 – GS-0 – sowie\nHochofenschlacke der Klasse 1 – HOS-1, Hüttensand –\n5. Gemische mit den unter Nummer 1 bis 4 genannten                     HS, Schmelzkammergranulat – SKG die grundwasser-\nmineralischen Ersatzbaustoffen.                                    freie Sickerstrecke mindestens 0,1 bis 1 Meter und bei\nallen anderen in dieser Verordnung geregelten Stoffen\nIst in einem Wasserschutzgebiet keine Zone II ausge-\noder Materialklassen 0,5 bis 1 Meter, jeweils zuzüglich\nwiesen, gelten in einem Radius von 1 000 Metern um\neines Sicherheitsabstandes von 0,5 Meter beträgt. Der\ndie Wasserfassung die Regelungen des Satzes 2. Der\nBauherr oder der Verwender hat die Beurteilung der\nEinbau von mineralischen Ersatzbaustoffen in Wasser-\nGrundwasserdeckschichten auf der Grundlage einer\nschutzgebieten der Zone III A und Zone III B, in Heil-\nbodenkundlichen Ansprache von Bodenproben oder\nquellenschutzgebieten der Zone III und Zone IV sowie\nvon Baugrunduntersuchungen nach bodenmechani-\nin Wasservorranggebieten darf nur in der jeweils zuläs-\nschen oder bodenkundlichen Normen vorzunehmen.\nsigen Einbauweise nach den Anlagen 2 und 3 erfolgen.\nIst in einem Wasserschutzgebiet nur eine Zone III aus-                    (9) Wälle und Dämme mit definierten technischen\ngewiesen, sind die Regelungen der Zone III A anzu-                     Sicherungsmaßnahmen nach den Einbauweisen 9\nwenden. Regelungen aufgrund der §§ 51 bis 53 des                       und 10 der Anlage 2 sind nach Maßgabe des „Merk-\nWasserhaushaltsgesetzes haben Vorrang. Sofern Re-                      blatts über Bauweisen für technische Sicherungsmaß-\ngelungen nach Satz 6 keine Bestimmungen zu minera-                     nahmen beim Einsatz von Böden und Baustoffen mit\nlischen Ersatzbaustoffen im Sinne von § 2 Absatz 1                     umweltrelevanten Inhaltsstoffen im Erdbau“ – M TS E –\nenthalten, sind die Regelungen dieser Verordnung an-                   (FGSV, Ausgabe 2017) zu planen, zu erstellen und zu\nzuwenden.                                                              kontrollieren. Der Bauherr oder der Verwender hat bau-\nbegleitend die technischen Sicherungsmaßnahmen ge-\n(7) Sofern nach Landesrecht besonders empfind-\nmäß den Anforderungen dieses Merkblatts prüfen zu\nliche Gebiete, wie insbesondere Karstgebiete oder Ge-\nlassen. Für die Prüfung darf der Bauherr nur Prüfstellen\nbiete mit stark klüftigem, besonders wasserwegsamen\nbeauftragen, die je nach Bauweise die Anerkennung für\nUntergrund, per Rechtsverordnung ausgewiesen sind,\ndie Fachgebiete Boden (A), Schichten ohne Binde-\nist in diesen Gebieten der Einbau von Recycling-Bau-\nmittel (I) oder Geokunststoffe (K) gemäß der „Richtlinie\nstoff der Klasse 3 – RC-3, Bodenmaterial der Klasse F3\nfür die Anerkennung von Prüfstellen für Baustoffe und\n– BM-F3, Baggergut der Klasse F 3 – BG-F3 und Gleis-\nBaustoffgemische im Straßenbau“, Ausgabe 2015, –\nschotter der Klasse 3 – GS-3 oder Gemischen, die\nRAP Stra 15 – der Forschungsgesellschaft für Straßen-\ndiese Ersatzbaustoffe enthalten, in technische Bau-\nund Verkehrswesen (FGSV) besitzen. Werden die An-\nwerke unzulässig.\nforderungen nach Satz 1 erfüllt, stellt die beauftragte\n(8) Der Einbau hat oberhalb der in Anlage 2 oder 3                  Prüfstelle dem Bauherrn hierüber ein Prüfzeugnis aus.\nvorgesehenen Grundwasserdeckschicht zu erfolgen.                       Der Bauherr hat, soweit er nicht selbst Grundstücks-\nDiese kann natürlich vorliegen oder hergestellt werden.                eigentümer ist, das Prüfzeugnis dem Grundstücks-\nWird die Grundwasserdeckschicht künstlich herge-                       eigentümer zu übergeben. Der Grundstückseigentümer\nstellt, bedarf dies der Zustimmung der zuständigen Be-                 hat das Prüfzeugnis bis zum Rückbau des Bauwerks\nhörde. Die Bodenart der Grundwasserdeckschicht                         aufzubewahren. Abweichend von den Sätzen 5 und 6\nmuss den Hauptgruppen der Bodenarten Sand, Lehm,                       kann das Prüfzeugnis im Einverständnis mit dem\nSchluff oder Ton gemäß Bodenkundlicher Kartieranlei-                   Grundstückseigentümer auch dem Betreiber, der das\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                     2609\nBauwerk zu wirtschaftlichen Zwecken nutzt, überge-                     vom 4. Mai 2017 (BGBl. I S. 1044) geändert worden ist,\nben und dort aufbewahrt werden.                                        für die hydrogeochemische Einheit, der das Grundwas-\nser gemäß § 5 Absatz 2 der Grundwasserverordnung\n§ 20                                    zuzuordnen ist, naturbedingt oder siedlungsbedingt\nZusätzliche                                 einen oder mehrere Eluatwerte oder den Wert der elek-\nEinbaubeschränkungen                                 trischen Leitfähigkeit der Anlage 1 Tabelle 3 für Boden-\nbei bestimmten Schlacken und Aschen                            material der Klasse F0* – BM-F0* – überschreiten oder\naußerhalb der pH-Bereiche nach Anlage 1 Tabelle 3 für\n(1) Die nachstehend genannten mineralischen Er-                     Bodenmaterial der Klasse F0* – BM-F0* – liegen, kann\nsatzbaustoffe dürfen in technischen Bauwerken nur in                   die zuständige Behörde auf Antrag oder von Amts we-\nMindesteinbaumengen verwendet werden. Einzuhalten                      gen das Gebiet bestimmen und für dieses Gebiet oder\nist eine Mindesteinbaumenge                                            für bestimmte Einbaumaßnahmen in diesem Gebiet\n1. von mindestens 250 Kubikmetern für                                  höhere Materialwerte für Bodenmaterial festlegen, so-\na) Hausmüllverbrennungsasche            der      Klasse       2    weit das einzubauende Bodenmaterial aus diesen Ge-\n– HMVA-2,                                                       bieten stammt. Die Materialwerte sind so festzulegen,\ndass der Einbau des Bodenmaterials nicht dazu geeig-\nb) Stahlwerksschlacke der Klasse 2 – SWS-2,                        net ist, Stoffkonzentrationen im Grundwasser über die\nc) Kupferhüttenmaterial der Klasse 2 – CUM-2,                      Hintergrundwerte hinaus zu erhöhen.\n2. von mindestens 50 Kubikmetern für                                       (5) In Gebieten, in denen naturbedingt oder sied-\na) Braunkohlenflugasche – BFA,                                     lungsbedingt ein oder mehrere Feststoffwerte der An-\nlage 1 Tabelle 3 für Bodenmaterial der Klasse F0* –\nb) Steinkohlenkesselasche – SKA,\nBM-F0* – im Boden flächenhaft überschritten werden,\nc) Steinkohlenflugasche – SFA,                                     kann die zuständige Behörde das Gebiet bestimmen\nd) Hausmüllverbrennungsasche            der      Klasse       1    und für bestimmte Einbauweisen in diesem Gebiet\n– HMVA-1,                                                       höhere Materialwerte für Bodenmaterial, das aus\ndiesem Gebiet stammt, festlegen oder im Einzelfall zu-\ne) Stahlwerksschlacke der Klasse 1 – SWS-1,\nlassen. Höhere Materialwerte nach Satz 1 sind von der\nf) Hochofenstückschlacke der Klasse 2 – HOS-2,                     zuständigen Behörde so zu bemessen, dass sich die\ng) Kupferhüttenmaterial der Klasse 1 – CUM-1,                      stoffliche Situation nicht nachteilig verändert. Die\nSätze 1 und 2 gelten in räumlich abgegrenzten Indus-\nh) Gießereirestsand – GRS sowie\ntriestandorten für Bodenmaterial, das einen oder meh-\ni) Gießerei-Kupolofenschlacke – GKOS.                              rere Feststoffwerte der Anlage 1 Tabelle 3 für Boden-\nSind diese mineralischen Ersatzbaustoffe Teil eines                    material der Klasse F0* – BM-F0* überschreitet und\nGemisches, ist für jeden mineralischen Ersatzbaustoff                  das am Herkunftsort oder in dessen räumlichem Um-\ndie jeweilige Mindesteinbaumenge einzuhalten.                          feld unter vergleichbaren geologischen und hydro-\n(2) Die in Absatz 1 festgelegten Mindesteinbaumen-                  geologischen Bedingungen in ein technisches Bau-\ngen gelten nicht für Instandsetzungs- oder Ergän-                      werk eingebaut werden soll, entsprechend. Gebiete\nzungsmaßnahmen an technischen Bauwerken, wenn                          nach Satz 1 und Standorte nach Satz 3 können von\nder jeweilige mineralische Ersatzbaustoff am Einbauort                 der zuständigen Behörde im Einzelfall der Bewertung\nbereits verwendet wurde.                                               zugrunde gelegt oder allgemein festgelegt werden.\n§ 21                                                                § 22\nBehördliche Entscheidungen                                                   Anzeigepflichten\n(1) Werden die Anforderungen nach den §§ 19                             (1) Der Einbau der in § 20 Absatz 1 genannten\nund 20 eingehalten, bedürfen Einbaumaßnahmen kei-                      mineralischen Ersatzbaustoffe oder ihrer Gemische ist\nner Erlaubnis nach § 8 Absatz 1 des Wasserhaushalts-                   der zuständigen Behörde vom Verwender vier Wochen\ngesetzes.                                                              vor Beginn des Einbaus schriftlich oder elektronisch\nanzuzeigen, wenn das vorgesehene Gesamtvolumen\n(2) Auf Antrag des Bauherrn oder des Verwenders                     der in § 20 Absatz 1 genannten mineralischen Ersatz-\nkann die zuständige Behörde im Einzelfall Einbauwei-                   baustoffe mindestens 250 Kubikmeter beträgt. Die An-\nsen zulassen, die nicht in Anlage 2 oder 3 aufgeführt                  zeige hat nach dem Muster in Anlage 8 – Voranzeige –\nsind, wenn nachteilige Veränderungen der Grundwas-                     zu erfolgen. Satz 1 gilt entsprechend, wenn das Ge-\nserbeschaffenheit und schädliche Bodenveränderun-                      samtvolumen von mindestens 250 Kubikmeter bei der\ngen nicht zu besorgen sind.                                            Verwendung folgender mineralischer Ersatzbaustoffe\n(3) Auf Antrag der Bauherren oder des Verwenders                    erreicht wird:\nkann die zuständige Behörde im Einzelfall die Verwer-                  1. Baggergut der Klasse F3 – BG-F3,\ntung von Stoffen oder Materialklassen, die nicht in der\nErsatzbaustoffverordnung geregelt sind, in techni-                     2. Bodenmaterial der Klasse F3 – BM-F3,\nschen Bauwerken zulassen, wenn nachteilige Verände-                    3. Recycling-Baustoff der Klasse 3 – RC-3.\nrungen der Grundwasserbeschaffenheit und schädli-                          (2) Der Einbau von mineralischen Ersatzbaustoffen\nche Bodenveränderungen nicht zu besorgen sind.                         und ihrer Gemische, mit Ausnahme der in § 19 Absatz 6\n(4) In Gebieten, in denen die Hintergrundwerte im                   Nummer 1 bis 5 genannten Stoffe, in festgesetzten\nGrundwasser im Sinne des § 1 Nummer 2 der Grund-                       Wasserschutzgebieten und Heilquellenschutzgebieten\nwasserverordnung vom 9. November 2010 (BGBl. I                         ist der zuständigen Behörde vom Verwender vier Wo-\nS. 1513), die zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung                   chen vor Beginn des Einbaus schriftlich oder elektro-\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2610               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nnisch anzuzeigen. Die Anzeige hat nach dem Muster in                   des technischen Bauwerks innerhalb eines Jahres mit-\nAnlage 8 zu erfolgen. Regelungen aufgrund der §§ 51                    zuteilen. Sollen die mineralischen Ersatzbaustoffe am\nbis 53 des Wasserhaushaltsgesetzes haben Vorrang.                      Einbauort verbleiben, ist dies der zuständigen Behörde\n(3) In der Voranzeige sind folgende Angaben zu ma-                  unter Angabe der Folgenutzung des Einbauortes eben-\nchen:                                                                  falls mitzuteilen.\n1. die Bezeichnung und Lage der Baumaßnahme,\n§ 23\n2. den Verwender, sofern dieser nicht selbst Bauherr\nErsatzbaustoffkataster\nist,\n3. den Bauherrn,                                                        Die Verwendung anzeigepflichtiger mineralischer Er-\nsatzbaustoffe wird von der zuständigen Behörde in ei-\n4. die Bezeichnung des mineralischen Ersatzbau-                      nem Kataster dokumentiert. In das Kataster sind die\nstoffs sowie der Materialklasse und bei Gemischen                 Angaben der Vor- und der Abschlussanzeige aufzu-\ndie Benennung der einzelnen in dem Gemisch ent-                   nehmen.\nhaltenen mineralischen Ersatzbaustoffe sowie de-\nren Materialklassen,\nAbschnitt 5\n5. Masse und Volumen des einzubauenden minerali-\nschen Ersatzbaustoffes oder der in einem Gemisch                                    Getrennte Sammlung\nenthaltenen mineralischen Ersatzbaustoffe,                                      von mineralischen Abfällen\n6. Nummer und Bezeichnung der Einbauweise nach\nAnlage 2 oder 3 und bei den Einbauweisen 9, 10                                                § 24\nund 16 der Anlage 2 die Beschreibung der geplan-                                    Getrennte Sammlung\nten Deckschichten oder technischen Sicherungs-                              und Verwertung von mineralischen\nmaßnahmen,                                                                 Abfällen aus technischen Bauwerken\n7. Angaben zu dem höchsten zu erwartenden Grund-                        (1) Erzeuger und Besitzer haben die in § 2 Num-\nwasserstand,                                                      mer 18 bis 33 bezeichneten mineralischen Stoffe und\n8. Mächtigkeit und Bodenart der Grundwasserdeck-                     Gemische im Sinne des § 2 Nummer 2, die als Abfälle\nschicht,                                                          bei Rückbau, Sanierung oder Reparatur technischer\nBauwerke anfallen, untereinander und von Abfällen\n9. Lage der Baumaßnahme im Hinblick auf Wasser-\naus Primärbaustoffen getrennt zu sammeln, zu beför-\nschutz-, Heilquellenschutz- oder Wasservorrang-\ndern und nach Maßgabe des § 8 Absatz 1 Satz 1 des\ngebiete nach den Spalten 4 bis 6 der Anlage 2\nKreislaufwirtschaftsgesetzes vorrangig der Vorberei-\noder 3 und\ntung zur Wiederverwendung oder dem Recycling zuzu-\n10. Lageskizze des geplanten Einbauortes.                              führen. Soweit diese Abfälle für den Einbau in techni-\nDer Voranzeige sind geeignete Nachweise über die An-                   sche Bauwerke vorgesehen, jedoch nicht unmittelbar\ngaben nach Satz 1 Nummer 7 bis 9 beizufügen.                           hierfür geeignet sind, haben die Erzeuger und Besitzer\nder in Satz 1 genannten Abfallfraktionen diese einer\n(4) Für mineralische Ersatzbaustoffe, die nach Ab-                  geeigneten Aufbereitungsanlage zuführen.\nsatz 1 oder 2 einer Voranzeige bedürfen, ermittelt der\nVerwender innerhalb von zwei Wochen nach Abschluss                        (2) Eine erneute Verwertung der gemäß Absatz 1\nder Baumaßnahme anhand der zusammengefassten                           Satz 1 getrennt gesammelten mineralischen Ersatz-\nLieferscheine nach § 25 Absatz 1 die tatsächlich ein-                  baustoffe in einem technischen Bauwerk ist möglich,\ngebauten Mengen und Materialklassen der verwende-                      wenn diese nach der Art des mineralischen Ersatzbau-\nten mineralischen Ersatzbaustoffe und übermittelt die                  stoffes sowie seiner Materialklasse eindeutig bestimmt\nAngaben nach dem Muster in Anlage 8 – Abschlussan-                     wurden.\nzeige – unverzüglich schriftlich oder elektronisch an die                 (3) Abweichend von Absatz 1 Satz 1 können Recyc-\nzuständige Behörde.                                                    ling-Baustoffe gemeinsam mit gleichartigen Abfallfrak-\n(5) Die Dokumentation der Vor- und der Abschluss-                   tionen aus Primärbaustoffen gesammelt und befördert\nanzeige gemäß Anlage 8 ersetzt die Verpflichtung zur                   werden.\nErstellung eines Deckblatts nach § 25 Absatz 3. Eine                      (4) Die Pflichten nach Absatz 1 Satz 1 entfallen, so-\nKopie der Vor- und der Abschlussanzeige sind jeweils                   weit die getrennte Sammlung der jeweiligen Abfallfrak-\nvom Verwender zu unterschreiben und, sofern dieser                     tion technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht\nnicht selbst der Bauherr ist, zusammen mit den Liefer-                 zumutbar ist. Technisch nicht möglich ist die getrennte\nscheinen nach § 25 Absatz 1 unverzüglich nach Ab-                      Sammlung insbesondere dann, wenn für eine Aufstel-\nschluss der Einbaumaßnahme an den Bauherrn zu                          lung der Abfallbehälter für die getrennte Sammlung\nübergeben. Die Unterlagen nach Satz 2 sind vom Bau-                    nicht genug Platz zur Verfügung steht. Die getrennte\nherrn, sofern er nicht selbst der Grundstückseigentü-                  Sammlung der in Absatz 1 Satz 1 genannten Abfall-\nmer ist, unverzüglich nach Abschluss der gesamten                      fraktionen ist dann wirtschaftlich nicht zumutbar, wenn\nBaumaßnahme dem Grundstückseigentümer zu über-                         die Kosten für die getrennte Sammlung, insbesondere\ngeben.                                                                 auf Grund einer hohen Verschmutzung oder einer sehr\n(6) Für anzeigepflichtige Ersatzbaustoffe nach Ab-                  geringen Menge der jeweiligen Abfallfraktion, außer\nsatz 1 hat der Grundstückseigentümer oder ein von                      Verhältnis zu den Kosten für eine gemischte Sammlung\nihm beauftragter Dritter nach Ende der bestimmungs-                    stehen. Kosten, die durch technisch mögliche und\ngemäßen Nutzung eines technischen Bauwerkes der                        wirtschaftlich zumutbare Maßnahmen des selektiven\nzuständigen Behörde den Zeitpunkt des Rückbaus                         Rückbaus hätten vermieden werden können, sind bei\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                     2611\nder Prüfung der wirtschaftlichen Zumutbarkeit nicht zu                 den ausgefüllten Lieferschein zu unterschreiben und\nberücksichtigen.                                                       dem Beförderer zu übergeben. Der Beförderer hat\n(5) Die Erzeuger und Besitzer haben die Erfüllung                   den ausgefüllten und unterschriebenen Lieferschein\nder Pflichten nach Absatz 1 oder, im Falle der Abwei-                  dem Verwender zu übergeben.\nchung von diesen Pflichten, das Vorliegen der Voraus-                     (3) Der Verwender hat die im Rahmen einer Bau-\nsetzungen nach Absatz 4 zu dokumentieren. Die Doku-                    maßnahme erhaltenen Lieferscheine unverzüglich nach\nmentation ist wie folgt vorzunehmen:                                   Erhalt zusammenzufügen und mit einem Deckblatt\n1. für die getrennte Sammlung durch Lagepläne, Licht-                  nach dem Muster in Anlage 8 zu dokumentieren. Das\nbilder, Praxisbelege, wie Liefer- oder Wiegescheine                Deckblatt hat folgende Angaben zu enthalten:\noder ähnliche Dokumente;                                           1. den Verwender,\n2. für die Zuführung sowohl der getrennt als auch der                  2. den Bauherrn, sofern dieser nicht selbst Verwender\ngemischt erfassten Abfälle zur Vorbereitung zur                        ist,\nWiederverwendung oder zur Aufbereitung durch\n3. das Datum der Anlieferungen,\neine Erklärung desjenigen, der die Abfälle über-\nnimmt, wobei die Erklärung dessen Namen und An-                    4. die Lageskizze des Einbauortes, Baumaßnahme,\nschrift sowie die Masse und den beabsichtigten                     5. die Bezeichnung der Einbauweisen nach Anlage 2\nVerbleib des Abfalls zu enthalten hat;                                 oder 3 unter Angabe der jeweiligen Nummer,\n3. für das Abweichen von der Pflicht zur getrennten                    6. die Bodenart der Grundwasserdeckschicht wie\nSammlung durch eine Darlegung der technischen                          „Sand“ oder „Lehm, Schluff oder Ton“,\nUnmöglichkeit oder der wirtschaftlichen Unzumut-\n7. Angaben zu dem höchsten zu erwartenden Grund-\nbarkeit.\nwasserstand im Hinblick auf die Eigenschaft „güns-\nDie Dokumentation ist für einen Zeitraum von fünf Jah-                     tig“ oder „ungünstig“ nach Anlage 2 oder 3 und\nren aufzubewahren und auf Verlangen der zuständigen\n8. die Lage der Baumaßnahme im Hinblick auf Was-\nBehörde vorzulegen. Die Pflichten nach den Sätzen 1\nserschutzgebiete, Heilquellenschutzgebiete oder\nbis 3 gelten nicht für Bau- und Abbruchmaßnahmen,\nWasservorranggebiete nach den Spalten 4 bis 6\nbei denen das Volumen der insgesamt anfallenden Ab-\nder Anlage 2 oder 3.\nfälle 50 Kubikmeter nicht überschreitet.\nDer Lieferschein kann für Bodenmaterial der Klasse 0\nAbschnitt 6                                 – BM-0, Bodenmaterial der Klasse 0* – BM-0*, Boden-\nmaterial der Klasse F0* – BM-F0*, Baggergut der\nGemeinsame Bestimmungen                                  Klasse 0 – BG-0, Baggergut der Klasse 0* – BG-0*,\nBaggergut der Klasse F0* – BG-F0* und Schmelzkam-\n§ 25                                    mergranulat – SKG entfallen, wenn die Gesamtmenge\nLieferschein und Deckblatt                             des Einbaus in ein technisches Bauwerk 200 Tonnen\n(1) Der Verbleib eines mineralischen Ersatzbaustoffs                nicht überschreitet. Der Verwender hat das Deckblatt\noder eines Gemisches ist vom erstmaligen Inverkehr-                    unverzüglich nach Abschluss der Einbaumaßnahme zu\nbringen bis zum Einbau in ein technisches Bauwerk zu                   unterschreiben und, sofern er nicht selbst Bauherr ist,\ndokumentieren. Hierzu hat der Betreiber der Aufberei-                  dieses zusammen mit den Lieferscheinen dem Bau-\ntungsanlage oder derjenige, der nicht aufbereitetes                    herrn zu übergeben. Der Bauherr hat, sofern er nicht\nBodenmaterial oder nicht aufbereitetes Baggergut in                    selbst Grundstückseigentümer ist, das Deckblatt und\nVerkehr bringt, spätestens bei der Anlieferung einen                   die Lieferscheine unverzüglich nach Abschluss der ge-\nLieferschein nach dem Muster in Anlage 7 auszustel-                    samten Baumaßnahme dem Grundstückseigentümer\nlen, der folgende Angaben enthalten muss:                              zu übergeben. Sofern es sich bei der Baumaßnahme\num eine kritische Dienstleistung, insbesondere die Ver-\n1. den Inverkehrbringer,                                               legung eines Erdkabels handelt, gilt Satz 5 mit der\n2. Bezeichnung des mineralischen Ersatzbaustoffs so-                   Maßgabe, dass das Deckblatt und die Lieferscheine\nwie der Materialklasse und bei Gemischen die Be-                   dem Betreiber der kritischen Dienstleistung zu überge-\nnennung der einzelnen in dem Gemisch enthaltenen                   ben sind.\nmineralischen Ersatzbaustoffe sowie deren Mate-                       (4) Der Betreiber der Aufbereitungsanlage oder der-\nrialklassen,                                                       jenige, der nicht aufbereitetes Bodenmaterial oder\n3. bei Abfällen die Abfallschlüssel gemäß Abfallver-                   nicht aufbereitetes Baggergut in Verkehr bringt, hat\nzeichnisverordnung,                                                den Lieferschein als Durchschrift oder Kopie ab dem\n4. die Überwachungsstelle oder Untersuchungsstelle,                    Zeitpunkt der Ausstellung fünf Jahre lang aufzubewah-\nren. Der Grundstückseigentümer hat das Deckblatt\n5. Angaben über die Einhaltung von in den Fußnoten\nund die Lieferscheine ab Erhalt so lange aufzubewah-\nder jeweiligen Einbautabelle für bestimmte Einbau-\nren, wie der jeweilige Ersatzbaustoff eingebaut ist.\nweisen nach Anlage 2 oder 3 genannten Anforde-\nDiese Unterlagen sind der zuständigen Behörde auf\nrungen,\nderen Verlangen vorzulegen.\n6. die Liefermenge in Tonnen und Abgabedatum,\n7. die Lieferkörnung oder Bodengruppe und                                                          § 26\n8. den Beförderer.                                                                      Ordnungswidrigkeiten\n(2) Der Betreiber der Aufbereitungsanlage oder der-                    (1) Ordnungswidrig im Sinne des § 69 Absatz 1\njenige, der nicht aufbereitetes Bodenmaterial oder                     Nummer 8 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes handelt,\nnicht aufbereitetes Baggergut in Verkehr bringt, hat                   wer vorsätzlich oder fahrlässig\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2612               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\n1. entgegen § 5 Absatz 5 einen mineralischen Ersatz-                      (3) Ordnungswidrig im Sinne des § 26 Absatz 1\nbaustoff in Verkehr bringt,                                        Nummer 1 des Bundes-Bodenschutzgesetzes handelt,\n2. entgegen § 6 Absatz 2 Satz 1 oder § 7 Absatz 1                      wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 19 Absatz 1\nSatz 1 eine Überwachung nicht, nicht richtig, nicht                oder 6 Satz 1 oder 2 oder § 20 Absatz 1 Satz 1 einen\nvollständig oder nicht rechtzeitig durchführt oder                 mineralischen Ersatzbaustoff einbaut oder verwendet.\nnicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht\nrechtzeitig durchführen lässt,                                                                 § 27\n3. entgegen § 11 oder § 16 Absatz 1 Satz 1, auch in                                     Übergangsvorschriften\nVerbindung mit Satz 2, eine Einteilung nicht richtig                  (1) Betreiber von Aufbereitungsanlagen, die am\nvornimmt,                                                          1. August 2023 in Betrieb sind, haben bis zum 1. De-\nzember 2023 einen Eignungsnachweis gemäß § 5 Ab-\n4. entgegen § 22 Absatz 1 Satz 1, auch in Verbindung\nsatz 1 zu erbringen.\nmit Satz 3, oder § 22 Absatz 2 Satz 1 eine Anzeige\nnicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht                    (2) Abweichend von § 5 Absatz 5 dürfen die Betrei-\nrechtzeitig erstattet oder                                         ber von Aufbereitungsanlagen mineralische Ersatzbau-\nstoffe bis zum 1. Dezember 2023 auch dann in Verkehr\n5. entgegen § 24 Absatz 1 Satz 1 dort genannte Ab-\nbringen, wenn das Prüfzeugnis für einen bestandenen\nfälle nicht richtig sammelt oder nicht richtig beför-\nEignungsnachweis nicht vorliegt.\ndert.\n(3) Diese Verordnung findet keine Anwendung auf\n(2) Ordnungswidrig im Sinne des § 69 Absatz 2\nden Einbau von nicht aufbereitetem Bodenmaterial\nNummer 15 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes handelt,\noder nicht aufbereitetem Baggergut in ein technisches\nwer vorsätzlich oder fahrlässig\nBauwerk, soweit\n1. entgegen § 3 Absatz 1 Satz 1 eine Annahmekon-\n1. der Einbau auf der Grundlage einer Zulassung er-\ntrolle nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht\nfolgt, die vor dem 16. Juli 2021 erteilt wurde und\nrechtzeitig durchführt oder eine Dokumentation\ndie Anforderungen an den Einbau festlegt, oder\nnicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht\nrechtzeitig erstellt,                                              2. der Einbau im Rahmen eines UVP-pflichtigen Vor-\nhabens erfolgt, bei dem der Träger des Vorhabens\n2. entgegen § 3 Absatz 1 Satz 5 ein Untersuchungs-                         die Unterlagen nach § 5 Absatz 1 des Gesetzes über\nergebnis nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder                  die Umweltverträglichkeitsprüfung oder entspre-\nnicht rechtzeitig vorlegt,                                             chenden Vorschriften des Landesrechts der zustän-\n3. entgegen § 12 Absatz 1 Satz 1 oder § 17 Absatz 1                        digen Behörde vor dem 16. Juli 2021 vorgelegt hat\noder 2 oder § 25 Absatz 1 Satz 1 eine Dokumenta-                       und diese Unterlagen Anforderungen an den Einbau\ntion nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht                vorsahen.\nrechtzeitig erstellt, oder                                            (4) Solange keine Möglichkeit besteht, ein elektroni-\n4. entgegen § 14 Absatz 1 Satz 1 eine dort genannte                    sches Kataster zu führen, ist die zuständige Behörde\nUntersuchung nicht, nicht richtig oder nicht recht-                verpflichtet, die angezeigten Verwendungen minerali-\nzeitig durchführt oder durchführen lässt.                          scher Ersatzbaustoffe aufzubewahren.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                        2613\nAnlage 1\n(zu § 2 Nummer 11 und 13, § 3 Absatz 1 Satz 3 Nummer 1 und 2 und Absatz 2 und 3,\n§ 5 Absatz 2, § 6 Absatz 2, § 7 Absatz 1, § 9 Absatz 1 und 4,\n§ 10 Absatz 1, 2 und 3, § 11, § 13 Absatz 1 Nummer 2,\n§ 14 Absatz 1, § 15, § 16 Absatz 1 sowie § 21 Absatz 3, 4 und 5)\nAbkürzungsverzeichnis und Materialwerte\nfür die in den Anlagen bezeichneten mineralischen Ersatzbaustoffe\nMEB                             Mineralischer Ersatzbaustoff\nHOS-1, HOS-2                    Hochofenstückschlacke der Klassen 1, 2\nHS                              Hüttensand\nSWS-1, SWS-2                    Stahlwerksschlacke der Klassen 1, 2\nCUM-1, CUM-2                    Kupferhüttenmaterial der Klassen 1, 2\nGKOS                            Gießerei-Kupolofenschlacke\nGRS                             Gießereirestsand\nSKG                             Schmelzkammergranulat aus der Schmelzfeuerung\nvon Steinkohle\nSKA                             Steinkohlenkesselasche\nSFA                             Steinkohlenflugasche\nBFA                             Braunkohlenflugasche\nHMVA-1, HMVA-2                  Hausmüllverbrennungsasche der Klassen 1, 2\nRC-1, RC-2, RC-3                Recycling-Baustoff der Klassen 1, 2, 3\nBM-0, BM-0*, BM-F0*,            Bodenmaterial der Klassen 0, 0*, F0*, F1, F2, F3\nBM-F1, BM-F2, BM-F3\nBG-0, BG-0*, BG-F0*,            Baggergut der Klassen 0, 0*, F0*, F1, F2, F3\nBG-F1, BG-F2, BG-3\nGS-0, GS-1, GS-2, GS-3          Gleisschotter der Klassen 0, 1, 2, 3\nZM                              Ziegelmaterial\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de\nTabelle 1:\nMaterialwerte für geregelte Ersatzbaustoffe ohne Gleisschotter, Bodenmaterial und Baggergut                                                         2614\nMEB                                    RC-1        RC-2        RC-3         HOS-1    HOS-2     HS      SWS-1    SWS-2    GKOS\nParameter                    Dim.\nBundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\npH-Wert1                                                6 – 13      6 – 13       6 – 13       9 – 12   9 – 12   8 – 12   9 – 13   9 – 13   7 – 12\nElektrische Leitfähigkeit2                 µS/cm        2 500       3 200       10 000        5 000    7 000    4 000    10 000   10 000   1 500\nChlorid                                     mg/l\nSulfat                                      mg/l         600        1 000        3 500        1 300    3 600     350\nFluorid                                     mg/l                                                                          1,1      4,7\nDOC                                         mg/l\nPAK153                                       µg/l        4,0          8,0         25\nPAK164                                      mg/kg         10          15          20\nAntimon                                      µg/l\nArsen                                        µg/l\nBlei                                         µg/l                                                                                           90\nCadmium                                      µg/l\nChrom, ges.                                  µg/l        150         440          900                                     110      190      150\nKupfer                                       µg/l        110         250          500\nMolybdän                                     µg/l                                                                         55       400\nNickel                                       µg/l                                                                                           30\nVanadium                                     µg/l        120         700         1 350                           55       180      450      55\nZink                                         µg/l","Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de\nFortsetzung Tabelle 1:\nMEB                                               CUM-1          CUM-2            GRS             SKG             SKA             SFA             BFA           HMVA-1          HMVA-2\nParameter                             Dim.\npH-Wert1                                                                6 – 10         6 – 10           >9             6 – 10          7 – 12          8 – 13         11 – 13          7 – 13          7 – 13\nBundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nElektrische Leitfähigkeit2                             µS/cm             300            300            2 700          10 – 60          2 100          10 000          15 000           2 000          12 500\nChlorid                                                  mg/l                                                                                                                           160            5 000\nSulfat                                                   mg/l                                                                           600            4 500           2 500            820            3 000\nFluorid                                                  mg/l                                            8,7\nDOC                                                      mg/l                                            30\nPAK153                                                   µg/l\nPAK164                                                 mg/kg\nAntimon                                                  µg/l             25             25                                                                                              10              60\nArsen                                                    µg/l             55             65              65\nBlei                                                     µg/l                                            90\nCadmium                                                  µg/l\nChrom, ges.                                              µg/l                                           110                                            1 000            150             150             460\nKupfer                                                   µg/l             55            110             110                                                                             110            1 000\nMolybdän                                                 µg/l            110            110              55                             400            7 000            400              55             400\nNickel                                                   µg/l                                            30\nVanadium                                                 µg/l                                           200                             230             300                              55             150\nZink                                                     µg/l                                           160\n1\nNur bei GRS Grenzwert, ansonsten stoffspezifischer Orientierungswert; bei Abweichungen ist die Ursache zu prüfen.\n2\nStoffspezifischer Orientierungswert; bei Abweichungen ist die Ursache zu prüfen.\n3\nPAK15: PAK16 ohne Naphthalin und Methylnaphthaline.\n4\nPAK16: stellvertretend für die Gruppe der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) werden nach der Liste der Environmental Protection Agency (EPA) 16 ausgewählte PAK untersucht: Acenaphthen,\nAcenaphthylen, Anthracen, Benzo[a]anthracen, Benzo[a]pyren, Benzo[b]fluoranthen, Benzo[g,h,i]perylen, Benzo[k]fluoranthen, Chrysen, Dibenzo[a,h]anthracen, Fluoranthen, Fluoren, Indeno[1,2,3-cd]pyren, Naphthalin,\nPhenanthren und Pyren.\n2615","Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de\nTabelle 2:\nMaterialwerte für Gleisschotter                                                                                                       2616\nParameter                          Dimension          GS-0             GS-1            GS-2            GS-3\npH1                                                                    6,5 – 10         6,5 – 10        6,5 – 10         5 – 12\nBundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nElektrische Leitfähigkeit1                              µS/cm             500             500              500            1 000\nAtrazin                                                   µg/l            0,2              0,7             3,5              14\nBromacil                                                  µg/l            0,2              0,4             1,2             5,3\nDiuron                                                    µg/l            0,1              0,2             0,8             4,6\nGlyphosat                                                 µg/l            0,2              1,7             17               27\nAMPA                                                      µg/l            2,5              4,5             17               50\nSimazin                                                   µg/l            0,2              1,5             12               27\nsonst. Herbizide2                                         µg/l            0,2              2,1             17               27\nMKW                                                       µg/l            150             160              310             500\nPAK153                                                    µg/l            0,3              2,3             42               50\n1\nStoffspezifischer Orientierungswert, bei Abweichungen ist die Ursache zu prüfen.\n2\nEinzelwerte jeweils für Dimefuron, Flazasulfuron, Flumioxazin, Ethidimuron, Thiazafluron sowie für neu zugelassene Wirkstoffe.\n3\nPAK15: PAK16 ohne Naphthalin und Methylnaphthaline.","Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de\nTabelle 3:\nMaterialwerte für Bodenmaterial1 und Baggergut\nBM-0        BM-0          BM-0\nBM-0*       BM-F0*      BM-F1       BM-F2         BM-F3\nParameter                   Dim.    BG-0         BG-0         BG-0\nBG-0*3      BG-F0*      BG-F1       BG-F2         BG-F3\nSand2    Lehm, Schluff2   Ton2\nBundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nMineralische Fremdbestandteile             Vol.-%   bis 10      bis 10        bis 10    bis 10      bis 50      bis 50      bis 50        bis 50\npH-Wert4                                                                                           6,5 – 9,5   6,5 – 9,5   6,5 – 9,5    5,5 – 12,0\nElektrische Leitfähigkeit.4                µS/cm                                         350         350         500         500          2 000\nSulfat                                      mg/l    2505         2505         2505       2505        2505        450         450          1 000\nArsen                                      mg/kg     10           20           20         20          40          40          40           150\nArsen                                       µg/l                                        8 (13)        12          20          85           100\nBlei                                       mg/kg     40           70           100       140         140         140         140           700\nBlei                                        µg/l                                        23 (43)       35          90         250           470\nCadmium                                    mg/kg     0,4           1           1,5        16          2           2           2             10\nCadmium                                     µg/l                                         2 (4)        3,0         3,0         10            15\nChrom, gesamt                              mg/kg     30           60           100       120         120         120         120           600\nChrom, gesamt                               µg/l                                        10 (19)       15         150         290           530\nKupfer                                     mg/kg     20           40           60         80          80          80          80           320\nKupfer                                      µg/l                                        20 (41)       30         110         170           320\nNickel                                     mg/kg     15           50           70        100         100         100         100           350\nNickel                                      µg/l                                        20 (31)       30          30         150           280\nQuecksilber                                mg/kg     0,2          0,3          0,3        0,6         0,6         0,6         0,6           5\nQuecksilber12                               µg/l                                          0,1\nThallium                                   mg/kg     0,5          1,0          1,0        1,0         2           2           2             7\nThallium12                                  µg/l                                       0,2 (0,3)\nZink                                       mg/kg     60           150          200       300         300         300         300          1 200\nZink                                        µg/l                                       100 (210)     150         160         840          1 600\nTOC                                         M%       17           17           17         17          5           5           5             5\nKohlenwasserstoffe8                        mg/kg                                       300 (600)   300 (600)   300 (600)   300 (600)   1 000 (2 000)\nBenzo(a)pyren                              mg/kg     0,3          0,3          0,3                                                                     2617","Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de\n2618\nBM-0            BM-0                BM-0\nBM-0*             BM-F0*             BM-F1              BM-F2             BM-F3\nParameter                             Dim.             BG-0             BG-0               BG-0\nBG-0*3            BG-F0*             BG-F1              BG-F2             BG-F3\nSand2        Lehm, Schluff2         Ton2\nPAK159                                                      µg/l                                                                     0,2                0,3               1,5                3,8                20\nPAK1610                                                    mg/kg               3                 3                  3                 6                  6                 6                  9                 30\nBundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nNaphthalin und Methylnaphthaline,                           µg/l                                                                      2\ngesamt\nPCB6 und PCB-118                                           mg/kg             0,05               0,05              0,05               0,1\nPCB6 und PCB-118                                            µg/l                                                                    0,01\nEOX11                                                      mg/kg               1                 1                  1                 1\n0 1 Die Materialwerte gelten für Bodenmaterial und Baggergut mit bis zu 10 Volumenprozent (BM und BG) oder bis zu 50 Volumenprozent (BM-F und BG-F) mineralischer Fremdbestandteile im Sinne von § 2 Nummer 8 der\nBundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung mit nur vernachlässigbaren Anteilen an Störstoffen im Sinne von § 2 Nummer 9 der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung. Bodenmaterial der Klasse BM-0 und\nBaggergut der Klasse BG-0 erfüllen die wertebezogenen Anforderungen an das Auf- oder Einbringen gemäß § 7 Absatz 3 der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung. Bodenmaterial der Klasse BM-0 und\nBaggergut der Klasse BG-0 Sand erfüllen die wertebezogenen Anforderungen an das Auf- oder Einbringen gemäß § 8 Absatz 2 der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung; Bodenmaterial der Klasse BM-0* und\nBaggergut der Klasse BG-0* erfüllen die wertebezogenen Anforderungen an das Auf- oder Einbringen gemäß § 8 Absatz 3 Nummer 1 der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung.\n0 2 Bodenarten-Hauptgruppen gemäß Bodenkundlicher Kartieranleitung, 5. Auflage, Hannover 2009 (KA 5); stark schluffige Sande, lehmig-schluffige Sande und stark lehmige Sande sowie Materialien, die nicht boden-\nartspezifisch zugeordnet werden können, sind entsprechend der Bodenart Lehm, Schluff zu bewerten.\n0 3 Die Eluatwerte in Spalte 6 sind mit Ausnahme des Eluatwertes für Sulfat nur maßgeblich, wenn für den betreffenden Stoff der jeweilige Feststoffwert nach Spalte 3 bis 5 überschritten wird. Der Eluatwert für PAK15 und\nNapthalin und Methylnaphtaline, gesamt, ist maßgeblich, wenn der Feststoffwert für PAK16 nach Spalte 3 bis 5 überschritten wird. Die in Klammern genannten Werte gelten jeweils bei einem TOC-Gehalt von ≥ 0,5 %.\n0 4 Stoffspezifischer Orientierungswert; bei Abweichungen ist die Ursache zu prüfen.\n0 5 Bei Überschreitung des Wertes ist die Ursache zu prüfen. Handelt es sich um naturbedingt erhöhte Sulfatkonzentrationen, ist eine Verwertung innerhalb der betroffenen Gebiete möglich. Außerhalb dieser Gebiete ist über\ndie Verwertungseignung im Einzelfall zu entscheiden.\n0 6 Der Wert 1 mg/kg gilt für Bodenmaterial der Bodenarten Sand und Lehm, Schluff. Für Bodenmaterial der Bodenart Ton gilt der Wert 1,5 mg/kg.\n0 7 Bodenmaterialspezifischer Orientierungswert. Der TOC-Gehalt muss nur bei Hinweisen auf erhöhte Gehalte nach den Untersuchungsverfahren in Anlage 5 bestimmt werden. § 6 Absatz 11 Satz 2 und 3 der Bundes-\nBodenschutz- und Altlastenverordnung ist entsprechend anzuwenden. Beim Einbau sind Volumenbeständigkeit und Setzungsprozesse zu berücksichtigen.\n0 8 Die angegebenen Werte gelten für Kohlenwasserstoffverbindungen mit einer Kettenlänge von C10 bis C22. Der Gesamtgehalt bestimmt nach der DIN EN 14039, „Charakterisierung von Abfällen – Bestimmung des Gehalts\nan Kohlenwasserstoffen von C10 bis C40 mittels Gaschromatographie“, Ausgabe Januar 2005 darf insgesamt den in Klammern genannten Wert nicht überschreiten.\n09 PAK15: PAK16 ohne Naphthalin und Methylnaphthaline.\n10\nPAK16: stellvertretend für die Gruppe der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) werden nach der Liste der US-amerikanischen Umweltbehörde, Environmental Protection Agency (EPA), 16 ausgewählte\nPAK untersucht: Acenaphthen, Acenaphthylen, Anthracen, Benzo[a]anthracen, Benzo[a]pyren, Benzo[b]fluoranthen, Benzo[g,h,i]perylen, Benzo[k]fluoranthen, Chrysen, Dibenzo[a,h]anthracen, Fluoranthen, Fluoren,\nIndeno[1,2,3- cd]pyren, Naphthalin, Phenanthren und Pyren.\n11\nBei Überschreitung der Werte sind die Materialien auf fallspezifische Belastungen zu untersuchen.\n12\nBei Quecksilber und Thallium ist für die Klassifizierung in die Materialklassen BM-F0*/BG-F0*, BM-F1/BG-F1, BM-F2/BG-F2, BM-F3/BG-F3 der angegebene Gesamtgehalt maßgeblich. Der Eluatwert der Materialklasse\nBM-0*/BG-0* ist einzuhalten.","Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de\nTabelle 4:\nZusätzliche Materialwerte für spezifische Belastungsparameter von Bodenmaterial und Baggergut.\nZusätzliche Materialwerte für nicht aufbereiteten Bauschutt (zu § 3 Absatz 1 Satz 3 Nummer 1, bei Hinweisen auf diese Schadstoffe anzuwenden).\nParameter                                                   Dim.                BM-F0*, BG-F0*   BM-F1, BG-F1   BM-F2, BG-F2   BM-F3, BG-F3\nAnorganische Stoffe\nBundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nAntimon                                                                                        µg/l                       7,5           7,5            7,5            15\nMolybdän                                                                                       µg/l                       55            55             55             110\nVanadium                                                                                       µg/l                       30            55             450            840\nOrganische Stoffe\nBTEX                                                                                          mg/kg                        1             1              1              1\nEOX                                                                                           mg/kg                        3             3              3             10\nMKW                                                                                            µg/l                       150           160            160            310\nLHKW                                                                                          mg/kg                        1             1              1              1\nCyanide                                                                                       mg/kg                        3             3              3             10\nTributylzinn-Kation                                                                           µg/kg                       20            100            100           1 000\nPhenole                                                                                        µg/l                       12            60             60            2 000\nPCB6 und PCB-118                                                                               µg/l                      0,02           0,02           0,02           0,04\nPCB6 und PCB-118                                                                              mg/kg                      0,15           0,15           0,15           0,5\nChlorphenole, ges.                                                                             µg/l                       1,5           10             10             100\nChlorbenzole, ges.                                                                             µg/l                       1,5           1,7            1,7             4\nAtrazin                                                                                        µg/l                       0,2           0,4            0,5            1,3\nBromacil                                                                                       µg/l                       0,2           0,2            0,3            0,4\nDiuron                                                                                         µg/l                       0,1           0,1            0,2            0,3\nGlyphosat                                                                                      µg/l                       0,2           0,6            2,2            4,0\nAMPA                                                                                           µg/l                       2,5           2,5            2,5            4,0\nSimazin                                                                                        µg/l                       0,2           0,6            1,2            4,0\nsonst. Herbizide1                                                                              µg/l                       0,2           0,7            1,0            4,0\nHexachlorbenzol                                                                                µg/l                      0,02           0,02           0,02           0,04\n2619\n1\nEinzelwerte jeweils für Dimefuron, Flazasulfuron, Flumioxazin, Ethidimuron, Thiazafluron sowie für neu zugelassene Wirkstoffe.","2620               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nAnlage 2\n(zu § 1 Absatz 2 Nummer 3, § 2 Nummer 3 und 16,\n§ 19 Absatz 2, Absatz 3 Nummer 2, Absatz 6 bis 8,\n§ 20, § 21 Absatz 2, § 22 Absatz 1 und 2 sowie\n§ 25 Absatz 1 Nummer 5 und Absatz 3 Nummer 5 bis 8)\nEinsatzmöglichkeiten von\nmineralischen Ersatzbaustoffen in technischen Bauwerken\nErläuterungen\nIn den Einbautabellen werden die Konfigurationen der Grundwasserdeckschichten unterschieden in „ungünstig“,\n„günstig – Sand“ und „günstig – Lehm, Schluff, Ton“.\nDie Konfigurationen der natürlich vorliegenden oder herzustellenden Grundwasserdeckschichten werden wie folgt\nfestgelegt:\nungünstig                                       günstig\nKonfiguration der\nGrundwasserdeckschicht              Sand oder Lehm, Schluff, Ton                    Sand               Lehm, Schluff, Ton\ngrundwasserfreie                    für RC-1, BM-0, BM-0*, BM-F0*,           für alle MEB: > 1 m       für alle MEB: > 1 m\nSickerstrecke                       BM-F1, BG-0, BG-0*, BG-F0*,              zuzüglich eines           zuzüglich eines\nBG-F1, GS-0, GS-1, SWS-1,                Sicherheitsabstandes      Sicherheitsabstandes\nCUM-1, HOS-1, HS,                        von 0,5 m                 von 0,5 m\nSKG:\n≥ 0,1 – 1 m\nfür alle anderen MEB: ≥ 0,5 – 1 m\njeweils zuzüglich eines Sicher-\nheitsabstandes von 0,5 m\nInnerhalb von Wasserschutzbereichen sind die Einsatzmöglichkeiten von mineralischen Ersatzbaustoffen auf\ngünstige Eigenschaften der Grundwasserdeckschichten (Sand oder Lehm, Schluff, Ton, grundwasserfreie Sicker-\nstrecke > 1 Meter) beschränkt.\nBei der Beurteilung der Zulässigkeit von mineralischen Ersatzbaustoffen bei nicht gedeckten Baustraßen in Ver-\nfüllungen sowie bei der Böschungsstabilisierung ist § 8 Absatz 6 Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung\nzu beachten.\nDer Einsatz von mineralischen Ersatzbaustoffen gemäß den Einbauweisen Nummer 7 und 8 ist bei Straßen mit\nEntwässerungsrinnen und vollständiger Entwässerung über das Kanalnetz bei günstigen und ungünstigen Eigen-\nschaften der Grundwasserdeckschichten außerhalb und innerhalb von Wasserschutzbereichen zulässig.\nBei allen Einbauweisen der Tabellen ist berücksichtigt, dass bei Straßen im Bankett- und Böschungsbereich eine\nDurchsickerung stattfindet.\nEintragungen oder Bezeichnungen in den Tabellen:\ngebundene Deckschicht: wasserundurchlässige Schicht oder Bauweise mit\na) Asphalt nach den Anforderungen\n„Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für den Bau von Verkehrsflächenbefestigungen aus\nAsphalt“ – ZTV Asphalt-StB – (FGSV, Ausgabe 2007) oder\nb) Beton nach den Anforderungen\n„Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für den Bau von Tragschichten mit hydraulischen\nBindemitteln und Fahrbahndecken aus Beton“ – ZTV Beton-StB – (FGSV, Ausgabe 2007) oder in vergleichbarer\nAusführung oder\nc) Pflasterdecken oder Plattenbelägen mit dauerhaft wasserdichter Fugenabdichtung nach den Anforderungen\n„Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Fugen in Verkehrsflächen“ – ZTV Fug-StB –\n(FGSV, Ausgabe 2001)\nToB     Tragschicht ohne Bindemittel\nK       zugelassen bei Ausbildung der Bodenabdeckung als Dränschicht (Kapillarsperreneffekt) nach den „Richt-\nlinien für die Anlage von Straßen, Teil: Entwässerung – RAS-Ew“ (FGSV, Ausgabe 2005) oder in analoger\nAusführung zur Bauweise E MTSE\nM       zugelassen bei Ausbildung der Bodenabdeckung als Dränschicht (Kapillarsperreneffekt)\n/       nicht relevant\n+       Einbau zulässig\n–       Einbau unzulässig\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                     2621\nWerden bestimmte Einbauweisen mit mehreren Buchstaben gekennzeichnet, so gelten die Anforderungen kumu-\nlativ.\nWSG III A        Wasserschutzgebiet Zone III A\nWSG III B        Wasserschutzgebiet Zone III B\nHSG III          Heilquellenschutzgebiet der Zone III\nHSG IV           Heilquellenschutzgebiet der Zone IV\nDie Bauweisen A – D und die Bauweise E beziehen sich auf das „Merkblatt über Bauweisen für technische\nSicherungsmaßnahmen beim Einsatz von Böden und Baustoffen mit umweltrelevanten Inhaltsstoffen im Erdbau“\n– MTSE (FGSV, Ausgabe 2017).\nFußnotenregelungen\nMit Fußnoten werden zusätzlich zu den Materialwerten der Anlage 1 einzelne Konzentrationswerte festgelegt, für\ndie sich weitere Einsatzmöglichkeiten von mineralischen Ersatzbaustoffen ergeben. Mineralische Ersatzbaustoffe,\ndie sowohl die Materialwerte aus Anlage 1 als auch die in den Fußnoten festgelegten Konzentrationswerte ein-\nhalten, sind in den mit Fußnoten gekennzeichneten Bauweisen der Einbautabellen, ggf. mit zusätzlichen Ein-\nschränkungen, zulässig.\nEinzelne Fußnoten bezeichnen Einschränkungen der Einsatzmöglichkeiten.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2622               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabellenverzeichnis:\nTabelle  1:  Recycling-Baustoff der Klasse 1 (RC-1)\nTabelle  2:  Recycling-Baustoff der Klasse 2 (RC-2)\nTabelle  3:  Recycling-Baustoff der Klasse 3 (RC-3)\nTabelle  4:  Ziegelmaterial (ZM)\nTabelle  5:  Bodenmaterial der Klassen 0* (BM-0*), F0* (BM-F0*)\nBaggergut der Klassen 0* (BG-0*), F0* (BG-F0*)\nTabelle  6:  Bodenmaterial der Klasse F1 (BM-F1), Baggergut der Klasse F1 (BG-F1)\nTabelle  7:  Bodenmaterial der Klasse F2 (BM-F2), Baggergut der Klasse F2 (BG-F2)\nTabelle  8:  Bodenmaterial der Klasse F3 (BM-F3), Baggergut der Klasse F3 (BG-3)\nTabelle  9:  Gleisschotter der Klasse 0 (GS-0)\nTabelle 10:  Gleisschotter der Klasse 1 (GS-1)\nTabelle 11:  Gleisschotter der Klasse 2 (GS-2)\nTabelle 12:  Gleisschotter der Klasse 3 (GS-3)\nTabelle 13:  Hochofenstückschlacke der Klasse 1 (HOS-1)\nTabelle 14:  Hochofenstückschlacke der Klasse 2 (HOS-2)\nTabelle 15:  Hüttensand (HS)\nTabelle 16:  Stahlwerksschlacke der Klasse 1 (SWS-1)\nTabelle 17:  Stahlwerksschlacke der Klasse 2 (SWS-2)\nTabelle 18:  Gießerei-Kupolofenschlacke (GKOS)\nTabelle 19:  Kupferhüttenmaterial der Klasse 1 (CUM-1)\nTabelle 20:  Kupferhüttenmaterial der Klasse 2 (CUM-2)\nTabelle 21:  Gießereirestsand (GRS)\nTabelle 22:  Schmelzkammergranulat aus der Feuerung von Steinkohle (SKG)\nTabelle 23:  Steinkohlenkesselasche (SKA)\nTabelle 24:  Steinkohlenflugasche (SFA)\nTabelle 25:  Braunkohlenflugasche (BFA)\nTabelle 26:  Hausmüllverbrennungsasche der Klasse 1 (HMVA-1)\nTabelle 27:  Hausmüllverbrennungsasche der Klasse 2 (HMVA-2)\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                         2623\nTabelle 1: Recycling-Baustoff der Klasse 1 (RC-1)\nRecycling-Baustoff der Klasse 1 (RC-1)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig          günstig                               günstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n1   Decke bitumen- oder hydraulisch\ngebunden, Tragschicht bitumen-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\ngebunden\n2   Unterbau unter Fundament- oder\nBodenplatten, Bodenverfesti-\ngung unter gebundener Deck-                  +          +         +       +          +        +         +       +        +\nschicht\n3   Tragschicht mit hydraulischen\nBindemitteln unter gebundener                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nDeckschicht\n4   Verfüllung von Baugruben und\nLeitungsgräben unter gebunde-                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nner Deckschicht\n5   Asphalttragschicht (teilwasser-\ndurchlässig) unter Pflasterdecken\nund Plattenbelägen, Tragschicht              +          +         +       +          +        +         +       +        +\nhydraulisch gebunden (Dränbe-\nton) unter Pflaster und Platten\n6   Bettung, Frostschutz- oder Trag-\nschicht unter Pflaster oder Plat-\nten jeweils mit wasserundurch-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nlässiger Fugenabdichtung\n7   Schottertragschicht (ToB) unter\ngebundener Deckschicht                       +          +         +       +          +        +         +       +        +\n8   Frostschutzschicht (ToB), Bau-\ngrundverbesserung und Unter-\nbau bis 1 m ab Planum jeweils                +1         +         +       +1         +       +1         +       +        +\nunter gebundener Deckschicht\n9   Dämme oder Wälle gemäß Bau-\nweisen A – D nach MTSE sowie\nHinterfüllung von Bauwerken im               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nBöschungsbereich in analoger\nBauweise\n10   Damm oder Wall gemäß Bau-\nweise E nach MTSE                            +          +         +       +          +        +         +       +        +\n11   Bettungssand unter Pflaster oder\nunter Plattenbelägen                         +          +         +       +          +        +         +       +        +\n12   Deckschicht ohne Bindemittel                 +          +         +       +          +        +         +       +        +\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2624               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nRecycling-Baustoff der Klasse 1 (RC-1)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                               innerhalb von\nWasserschutzbereichen                         Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig        günstig                                günstig\nEinbauweise                                                       WSG III A           WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III             HSG IV\nSand     Schluff,\nTon               Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff,  Sand     Schluff, Sand    Schluff,\nTon                Ton             Ton\n1         2         3              4                  5                6\n13    ToB, Baugrundverbesserung,\nBodenverfestigung, Unterbau\nbis 1 m Dicke ab Planum sowie\nVerfüllung von Baugruben und                 +2        +3         +        +2         +3       +2       +3      +3       +\nLeitungsgräben unter Deck-\nschicht ohne Bindemittel\n14    Bauweisen 13 unter Platten-\nbelägen                                      +2        +4         +        +2         +4       +2       +4      +4       +\n15    Bauweisen 13 unter Pflaster                  +2         +         +        +2         +        +2        +       +       +\n16    Hinterfüllung von Bauwerken\noder Böschungsbereich von\nDämmen unter durchwurzelbarer                +2         +         +        +2         +        +2        +       +       +\nBodenschicht sowie Hinterfüllung\nanalog zu Bauweise E des MTSE\n17    Dämme und Schutzwälle ohne\nMaßnahmen nach MTSE unter                    +2         +         +        +2         +        +2        +       +       +\ndurchwurzelbarer Bodenschicht\n1\nZulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 110 µg/l und PAK15 ≤ 2,3 µg/l.\n2\nZulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 15 µg/l, Kupfer ≤ 30 µg/l, Vanadium ≤ 30 µg/l und PAK15 ≤ 0,3 µg/l.\n3\nZulässig, wenn Vanadium ≤ 55 µg/l und PAK15 ≤ 2,7 µg/l.\n4\nZulässig, wenn Vanadium ≤ 90 µg/l.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                         2625\nTabelle 2: Recycling-Baustoff der Klasse 2 (RC-2)\nRecycling-Baustoff der Klasse 2 (RC-2)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n1   Decke bitumen- oder hydraulisch\ngebunden, Tragschicht bitumen-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\ngebunden\n2   Unterbau unter Fundament- oder\nBodenplatten, Bodenverfesti-\ngung unter gebundener Deck-                  +          +         +       +          +        +         +       +        +\nschicht\n3   Tragschicht mit hydraulischen\nBindemitteln unter gebundener                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nDeckschicht\n4   Verfüllung von Baugruben und\nLeitungsgräben unter gebunde-                +          +         +       +1        +1        +         +       +        +\nner Deckschicht\n5   Asphalttragschicht (teilwasser-\ndurchlässig) unter Pflasterdecken\nund Plattenbelägen, Tragschicht              +          +         +       +          +        +         +       +        +\nhydraulisch gebunden (Dränbe-\nton) unter Pflaster und Platten\n6   Bettung, Frostschutz- oder Trag-\nschicht unter Pflaster oder Plat-\nten jeweils mit wasserundurch-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nlässiger Fugenabdichtung\n7   Schottertragschicht (ToB) unter\ngebundener Deckschicht                       +          +         +       +          +        +         +       +        +\n8   Frostschutzschicht (ToB), Bau-\ngrundverbesserung und Unter-\nbau bis 1 m ab Planum jeweils                –          +         +        –         +        –         +       +        +\nunter gebundener Deckschicht\n9   Dämme oder Wälle gemäß Bau-\nweisen A – D nach MTSE sowie\nHinterfüllung von Bauwerken im               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nBöschungsbereich in analoger\nBauweise\n10   Damm oder Wall gemäß Bau-\nweise E nach MTSE                            –          +         +        –         +        –         +       +        +\n11   Bettungssand unter Pflaster oder\nunter Plattenbelägen                         +          +         +       +          +        +         +       +        +\n12   Deckschicht ohne Bindemittel6                –          +         +       +          +        +         +       +        +\n13   ToB, Baugrundverbesserung,\nBodenverfestigung, Unterbau bis\n1 m Dicke ab Planum sowie Ver-\nfüllung von Baugruben und Lei-               –          –        +2        –         –        –         –       –       +2\ntungsgräben unter Deckschicht\nohne Bindemittel\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2626                Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nRecycling-Baustoff der Klasse 2 (RC-2)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                               innerhalb von\nWasserschutzbereichen                      Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                                 günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                      WSG III A            WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III              HSG IV\nSand    Schluff,\nTon               Lehm,                Lehm,            Lehm,\nSand    Schluff,     Sand    Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                  Ton              Ton\n1       2         3            4                    5                 6\n14    Bauweisen 13 unter Platten-\nbelägen                                          –       –         +        –         –          –         –       –       +\n15    Bauweisen 13 unter Pflaster                      –      +3         +        –        +3          –        +3      +3       +\n16    Hinterfüllung von Bauwerken\noder Böschungsbereich von\nDämmen unter durchwurzelbarer                    –      +4         +        –        +4          –        +4      +4       +\nBodenschicht sowie Hinterfüllung\nanalog zu Bauweise E des MTSE\n17    Dämme und Schutzwälle ohne\nMaßnahmen nach MTSE unter                        –      +4        +5        –        +4          –        +4      +4       +5\ndurchwurzelbarer Bodenschicht\n1\nDie Verfüllung von Leitungsgräben ist nicht zulässig.\n2\nZulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 280 µg/l, Vanadium ≤ 450 µg/l, Kupfer ≤ 170 µg/l und PAK15 ≤ 3,8 µg/l.\n3\nZulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 360 µg/l und Vanadium ≤ 180 µg/l.\n4\nZulässig, wenn Vanadium ≤ 320 µg/l (Zeile 16) oder zulässig wenn „M“ und Vanadium ≤ 200 µg/l (Zeile 17).\n5\nZulässig wenn „M“.\n6\nNicht zugelassen auf Kinderspielflächen, in Wohngebieten oder Park- und Freizeitanlagen, es gelten die Begriffsbestimmungen gemäß § 2\nNummer 18, 19, 20 BBodSchV.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                         2627\nTabelle 3: Recycling Baustoff der Klasse 3 (RC-3)\nRecycling-Baustoff der Klasse 3 (RC-3)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n1   Decke bitumen- oder hydraulisch\ngebunden, Tragschicht bitumen-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\ngebunden\n2   Unterbau unter Fundament- oder\nBodenplatten, Bodenverfesti-\ngung unter gebundener Deck-                  +          +         +       +          +        +         +       +        +\nschicht\n3   Tragschicht mit hydraulischen\nBindemitteln unter gebundener                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nDeckschicht\n4   Verfüllung von Baugruben und\nLeitungsgräben unter gebunde-                +          +         +        –         –        +         +       +        +\nner Deckschicht\n5   Asphalttragschicht (teilwasser-\ndurchlässig) unter Pflasterdecken\nund Plattenbelägen, Tragschicht              +          +         +        –         –        +         +       +        +\nhydraulisch gebunden (Dränbe-\nton) unter Pflaster und Platten\n6   Bettung, Frostschutz- oder\nTragschicht unter Pflaster oder\nPlatten jeweils mit wasserun-                +          +         +       +          +        +         +       +        +\ndurchlässiger Fugenabdichtung\n7   Schottertragschicht (ToB) unter\ngebundener Deckschicht                       –          –         –        –         –        –         –       –        –\n8   Frostschutzschicht (ToB), Bau-\ngrundverbesserung und Unter-\nbau bis 1 m ab Planum jeweils                –          –         –        –         –        –         –       –        –\nunter gebundener Deckschicht\n9   Dämme oder Wälle gemäß Bau-\nweisen A – D nach MTSE sowie\nHinterfüllung von Bauwerken im               +          +         +        –         –        –         +       +        +\nBöschungsbereich in analoger\nBauweise\n10   Damm oder Wall gemäß Bau-\nweise E nach MTSE                            –          –         –        –         –        –         –       –        –\n11   Bettungssand unter Pflaster oder\nunter Plattenbelägen                         –          –         –        –         –        –         –       –        –\n12   Deckschicht ohne Bindemittel                 –          –         –        –         –        –         –       –        –\n13   ToB, Baugrundverbesserung,\nBodenverfestigung, Unterbau\nbis 1 m Dicke ab Planum sowie\nVerfüllung von Baugruben und                 –          –         –        –         –        –         –       –        –\nLeitungsgräben unter Deck-\nschicht ohne Bindemittel\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2628               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nRecycling-Baustoff der Klasse 3 (RC-3)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n14   Bauweisen 13 unter Platten-\nbelägen                                      –          –         –        –         –        –         –       –        –\n15   Bauweisen 13 unter Pflaster                  –          –         –        –         –        –         –       –        –\n16   Hinterfüllung von Bauwerken\noder Böschungsbereich von\nDämmen unter durchwurzelbarer                –          –         –        –         –        –         –       –        –\nBodenschicht sowie Hinterfüllung\nanalog zu Bauweise E des MTSE\n17   Dämme und Schutzwälle ohne\nMaßnahmen nach MTSE unter                    –          –         –        –         –        –         –       –        –\ndurchwurzelbarer Bodenschicht\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                         2629\nTabelle 4: Ziegelmaterial (ZM)\nZiegelmaterial (ZM)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n12   Deckschicht ohne Bindemittel                 +          +         +       +          +        +         +       +        +\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2630               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 5: Bodenmaterial der Klassen 0* (BM-0*), F0* (BM-F0*) Baggergut der Klassen 0* (BG-0*),\nF0* (BGF0*)\nBodenmaterial der Klassen 0* (BM-0*), F0* (BM-F0*)\nBaggergut der Klassen 0* (BG-0*), F0* (BG-F0*)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n1   Decke bitumen- oder hydraulisch\ngebunden, Tragschicht bitumen-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\ngebunden\n2   Unterbau unter Fundament- oder\nBodenplatten, Bodenverfesti-\ngung unter gebundener Deck-                  +          +         +       +          +        +         +       +        +\nschicht\n3   Tragschicht mit hydraulischen\nBindemitteln unter gebundener                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nDeckschicht\n4   Verfüllung von Baugruben und\nLeitungsgräben unter gebunde-                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nner Deckschicht\n5   Asphalttragschicht (teilwasser-\ndurchlässig) unter Pflasterdecken\nund Plattenbelägen, Tragschicht              +          +         +       +          +        +         +       +        +\nhydraulisch gebunden (Dränbe-\nton) unter Pflaster und Platten\n6   Bettung, Frostschutz- oder Trag-\nschicht unter Pflaster oder Plat-\nten jeweils mit wasserundurch-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nlässiger Fugenabdichtung\n7   Schottertragschicht (ToB) unter\ngebundener Deckschicht                       +          +         +       +          +        +         +       +        +\n8   Frostschutzschicht (ToB), Bau-\ngrundverbesserung und Unter-\nbau bis 1 m ab Planum jeweils                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nunter gebundener Deckschicht\n9   Dämme oder Wälle gemäß Bau-\nweisen A – D nach MTSE sowie\nHinterfüllung von Bauwerken im               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nBöschungsbereich in analoger\nBauweise\n10   Damm oder Wall gemäß Bau-\nweise E nach MTSE                            +          +         +       +          +        +         +       +        +\n11   Bettungssand unter Pflaster oder\nunter Plattenbelägen                         +          +         +       +          +        +         +       +        +\n12   Deckschicht ohne Bindemittel                 +          +         +       +          +        +         +       +        +\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                         2631\nBodenmaterial der Klassen 0* (BM-0*), F0* (BM-F0*)\nBaggergut der Klassen 0* (BG-0*), F0* (BG-F0*)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n13   ToB, Baugrundverbesserung,\nBodenverfestigung, Unterbau\nbis 1 m Dicke ab Planum sowie\nVerfüllung von Baugruben und                 +          +         +       +          +        +         +       +        +\nLeitungsgräben unter Deck-\nschicht ohne Bindemittel\n14   Bauweisen 13 unter Platten-\nbelägen                                      +          +         +       +          +        +         +       +        +\n15   Bauweisen 13 unter Pflaster                  +          +         +       +          +        +         +       +        +\n16   Hinterfüllung von Bauwerken\noder Böschungsbereich von\nDämmen unter durchwurzelbarer                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nBodenschicht sowie Hinterfüllung\nanalog zu Bauweise E des MTSE\n17   Dämme und Schutzwälle ohne\nMaßnahmen nach MTSE unter                    +          +         +       +          +        +         +       +        +\ndurchwurzelbarer Bodenschicht\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2632               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 6: Bodenmaterial der Klasse F1 (BM-F1), Baggergut der Klasse F1 (BG-F1)\nBodenmaterial der Klasse F1 (BM-F1), Baggergut der Klasse F1 (BG-F1)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n1   Decke bitumen- oder hydraulisch\ngebunden, Tragschicht bitumen-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\ngebunden\n2   Unterbau unter Fundament- oder\nBodenplatten, Bodenverfesti-\ngung unter gebundener Deck-                  +          +         +       +          +        +         +       +        +\nschicht\n3   Tragschicht mit hydraulischen\nBindemitteln unter gebundener                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nDeckschicht\n4   Verfüllung von Baugruben und\nLeitungsgräben unter gebunde-                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nner Deckschicht\n5   Asphalttragschicht (teilwasser-\ndurchlässig) unter Pflasterdecken\nund Plattenbelägen, Tragschicht              +          +         +       +          +        +         +       +        +\nhydraulisch gebunden (Dränbe-\nton) unter Pflaster und Platten\n6   Bettung, Frostschutz- oder Trag-\nschicht unter Pflaster oder Plat-\nten jeweils mit wasserundurch-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nlässiger Fugenabdichtung\n7   Schottertragschicht (ToB) unter\ngebundener Deckschicht                       +          +         +       +          +        +         +       +        +\n8   Frostschutzschicht (ToB), Bau-\ngrundverbesserung und Unter-\nbau bis 1 m ab Planum jeweils                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nunter gebundener Deckschicht\n9   Dämme oder Wälle gemäß Bau-\nweisen A – D nach MTSE sowie\nHinterfüllung von Bauwerken im               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nBöschungsbereich in analoger\nBauweise\n10   Damm oder Wall gemäß Bau-\nweise E nach MTSE                            +          +         +       +          +        +         +       +        +\n11   Bettungssand unter Pflaster oder\nunter Plattenbelägen                         +          +         +       +          +        +         +       +        +\n12   Deckschicht ohne Bindemittel                 +          +         +       +          +        +         +       +        +\n13   ToB, Baugrundverbesserung,\nBodenverfestigung, Unterbau\nbis 1 m Dicke ab Planum sowie\nVerfüllung von Baugruben und                 –          +         +        –         +        –         +       +        +\nLeitungsgräben unter Deck-\nschicht ohne Bindemittel\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                         2633\nBodenmaterial der Klasse F1 (BM-F1), Baggergut der Klasse F1 (BG-F1)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n14   Bauweisen 13 unter Platten-\nbelägen                                      –          +         +        –         +        –         +       +        +\n15   Bauweisen 13 unter Pflaster                  –          +         +        –         +        –         +       +        +\n16   Hinterfüllung von Bauwerken\noder Böschungsbereich von\nDämmen unter durchwurzelbarer                –          +         +        –         +        –         +       +        +\nBodenschicht sowie Hinterfüllung\nanalog zu Bauweise E des MTSE\n17   Dämme und Schutzwälle ohne\nMaßnahmen nach MTSE unter                    –          +         +        –         +        –         +       +        +\ndurchwurzelbarer Bodenschicht\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2634               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 7: Bodenmaterial der Klasse F2 (BM-F2), Baggergut der Klasse F2 (BG-F2)\nBodenmaterial der Klasse F2 (BM-F2), Baggergut der Klasse F2 (BG-F2)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n1   Decke bitumen- oder hydraulisch\ngebunden, Tragschicht bitumen-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\ngebunden\n2   Unterbau unter Fundament- oder\nBodenplatten, Bodenverfesti-\ngung unter gebundener Deck-                  +          +         +       +          +        +         +       +        +\nschicht\n3   Tragschicht mit hydraulischen\nBindemitteln unter gebundener                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nDeckschicht\n4   Verfüllung von Baugruben und\nLeitungsgräben unter gebunde-                +          +         +       +1        +1        +         +       +        +\nner Deckschicht\n5   Asphalttragschicht (teilwasser-\ndurchlässig) unter Pflasterdecken\nund Plattenbelägen, Tragschicht              +          +         +       +          +        +         +       +        +\nhydraulisch gebunden (Dränbe-\nton) unter Pflaster und Platten\n6   Bettung, Frostschutz- oder Trag-\nschicht unter Pflaster oder Plat-\nten jeweils mit wasserundurch-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nlässiger Fugenabdichtung\n7   Schottertragschicht (ToB) unter\ngebundener Deckschicht                       +          +         +       +          +        +         +       +        +\n8   Frostschutzschicht (ToB), Bau-\ngrundverbesserung und Unter-\nbau bis 1 m ab Planum jeweils                +2         +         +        –        +2        –        +2       +        +\nunter gebundener Deckschicht\n9   Dämme oder Wälle gemäß Bau-\nweisen A – D nach MTSE sowie\nHinterfüllung von Bauwerken im               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nBöschungsbereich in analoger\nBauweise\n10   Damm oder Wall gemäß Bau-\nweise E nach MTSE                            –          +         +        –         +        –         +       +        +\n11   Bettungssand unter Pflaster oder\nunter Plattenbelägen                         +          +         +       +          +        +         +       +        +\n12   Deckschicht ohne Bindemittel                 –          +         +       +          +        +         +       +        +\n13   ToB, Baugrundverbesserung,\nBodenverfestigung, Unterbau\nbis 1 m Dicke ab Planum sowie\nVerfüllung von Baugruben und                 –          –         +        –         –        –         –       –        +\nLeitungsgräben unter Deck-\nschicht ohne Bindemittel\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                                  2635\nBodenmaterial der Klasse F2 (BM-F2), Baggergut der Klasse F2 (BG-F2)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                                 innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                                   günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                       WSG III A             WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III               HSG IV\nSand      Schluff,\nTon               Lehm,                 Lehm,               Lehm,\nSand     Schluff,    Sand      Schluff,   Sand     Schluff,\nTon                   Ton                 Ton\n1       2          3             4                    5                    6\n14    Bauweisen 13 unter Platten-\nbelägen                                          –      +3          +        –         +3          –         +3       +3         +\n15    Bauweisen 13 unter Pflaster                      –      +4          +        –         +4          –         +4       +4         +\n16    Hinterfüllung von Bauwerken\noder Böschungsbereich von\nDämmen unter durchwurzelbarer                    –      +5          +        –         +5          –         +         +         +\nBodenschicht sowie Hinterfüllung\nanalog zu Bauweise E des MTSE\n17    Dämme und Schutzwälle ohne\nMaßnahmen nach MTSE unter                        –       –          +        –         –           –         –         –         +\ndurchwurzelbarer Bodenschicht\n1\nDie Verfüllung von Leitungsgräben ist nicht zulässig.\n2\nZulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 110 µg/l, Vanadium ≤ 230 µg/l, PAK15 ≤ 2,3 µg/l, Phenole ≤ 90 µg/l und Chlorphenole ≤ 10 µg/l.\n3\nZulässig, wenn Blei ≤ 140 µg/l, Cadmium ≤ 3,0 µg/l, Chrom, ges. ≤ 230 µg/l, Kupfer ≤ 160 µg/l, Nickel ≤ 30 µg/l, Vanadium ≤ 90 µg/l und Zink\n≤ 180 µg/l.\n4\nZulässig, wenn Blei ≤ 220 µg/l, Cadmium ≤ 4,0 µg/l, Nickel ≤ 35 µg/l, Vanadium ≤ 180 µg/l und Zink ≤ 250 µg/l.\n5\nZulässig, wenn „K“.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2636               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 8: Bodenmaterial der Klasse F3 (BM-F3), Baggergut der Klasse F3 (BG-3)\nBodenmaterial der Klasse F3 (BM-F3), Baggergut der Klasse F3 (BG-3)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n1   Decke bitumen- oder hydraulisch\ngebunden, Tragschicht bitumen-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\ngebunden\n2   Unterbau unter Fundament- oder\nBodenplatten, Bodenverfesti-\ngung unter gebundener Deck-                  +          +         +       +          +        +         +       +        +\nschicht\n3   Tragschicht mit hydraulischen\nBindemitteln unter gebundener                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nDeckschicht\n4   Verfüllung von Baugruben und\nLeitungsgräben unter gebunde-                +          +         +        –         –        +         +       +        +\nner Deckschicht\n5   Asphalttragschicht (teilwasser-\ndurchlässig) unter Pflasterdecken\nund Plattenbelägen, Tragschicht              –          +         +        –         –        –         +       +        +\nhydraulisch gebunden (Dränbe-\nton) unter Pflaster und Platten\n6   Bettung, Frostschutz– oder Trag-\nschicht unter Pflaster oder Plat-\nten jeweils mit wasserundurch-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nlässiger Fugenabdichtung\n7   Schottertragschicht (ToB) unter\ngebundener Deckschicht                       –          +         +        –         +        –         +       +        +\n8   Frostschutzschicht (ToB), Bau-\ngrundverbesserung und Unter-\nbau bis 1 m ab Planum jeweils                –          –         +        –         –        –         –       –        +\nunter gebundener Deckschicht\n9   Dämme oder Wälle gemäß Bau-\nweisen A – D nach MTSE sowie\nHinterfüllung von Bauwerken im               +          +         +        –         –        +         +       +        +\nBöschungsbereich in analoger\nBauweise\n10   Damm oder Wall gemäß Bau-\nweise E nach MTSE                            –          +         +        –         +        –         +       +        +\n11   Bettungssand unter Pflaster oder\nunter Plattenbelägen                         –          –         –        –         –        –         –       –        –\n12   Deckschicht ohne Bindemittel                 –          –         –        –         –        –         –       –        –\n13   ToB, Baugrundverbesserung,\nBodenverfestigung, Unterbau\nbis 1 m Dicke ab Planum sowie\nVerfüllung von Baugruben und                 –          –         –        –         –        –         –       –        –\nLeitungsgräben unter Deck-\nschicht ohne Bindemittel\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                                    2637\nBodenmaterial der Klasse F3 (BM-F3), Baggergut der Klasse F3 (BG-3)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                                  innerhalb von\nWasserschutzbereichen                          Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                                   günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                         WSG III A           WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,          HSG III              HSG IV\nSand      Schluff,\nTon                Lehm,                 Lehm,                Lehm,\nSand     Schluff,    Sand     Schluff,     Sand     Schluff,\nTon                   Ton                  Ton\n1         2         3               4                    5                     6\n14    Bauweisen 13 unter Platten-\nbelägen                                         –         –         +1         –         –          –          –         –         +1\n15    Bauweisen 13 unter Pflaster                     –         –         +1         –         –          –          –         –         +1\n16    Hinterfüllung von Bauwerken\noder Böschungsbereich von\nDämmen unter durchwurzelbarer                   –        +2         +3         –        +2          –         +2         –         +2\nBodenschicht sowie Hinterfüllung\nanalog zu Bauweise E des MTSE\n17    Dämme und Schutzwälle ohne\nMaßnahmen nach MTSE unter                       –         –         +4         –         –          –          –         –         +4\ndurchwurzelbarer Bodenschicht\n1\nZulässig, wenn Antimon ≤ 10 µg/l, Blei ≤ 390 µg/l, Cadmium ≤ 10 µg/l, Chrom, ges. ≤ 440 µg/l, Kupfer ≤ 270 µg/l, Molybdän ≤ 55 µg/l, Nickel\n≤ 230 µg/l, Vanadium ≤ 700 µg/l, Zink ≤ 1 300 µg/l, MKW ≤ 230 µg/l, PCB, ges. ≤ 0,02 µg/l, Chlorphenole ≤ 82 µg/l, Chlorbenzole ≤ 1,9 µg/l und\nTributylzinn-Kation ≤ 500 µg/kg.\n2\nZulässig wenn „K“, Nickel ≤ 180 µg/l, Zink ≤ 1 500 µg/l und Tributylzinn-Kation ≤ 500 µg/kg.\n3\nZulässig wenn „K“ und Tributylzinn-Kation ≤ 500 µg/kg.\n4\nZulässig, wenn Antimon ≤ 10 µg/l, Molybdän ≤ 55 µg/l, Chlorbenzole, ges. ≤ 2,0 µg/l, PCB, ges. ≤ 0,02 µg/l und Tributylzinn-Kation ≤ 500 µg/kg.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2638               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 9: Gleisschotter der Klasse 0 (GS-0)\nGleisschotter der Klasse 0 (GS-0)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n1   Decke bitumen- oder hydraulisch\ngebunden, Tragschicht bitumen-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\ngebunden\n2   Unterbau unter Fundament- oder\nBodenplatten, Bodenverfesti-\ngung unter gebundener Deck-                  +          +         +       +          +        +         +       +        +\nschicht\n3   Tragschicht mit hydraulischen\nBindemitteln unter gebundener                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nDeckschicht\n4   Verfüllung von Baugruben und\nLeitungsgräben unter gebunde-                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nner Deckschicht\n5   Asphalttragschicht (teilwasser-\ndurchlässig) unter Pflasterdecken\nund Plattenbelägen, Tragschicht              +          +         +       +          +        +         +       +        +\nhydraulisch gebunden (Dränbe-\nton) unter Pflaster und Platten\n6   Bettung, Frostschutz- oder Trag-\nschicht unter Pflaster oder Plat-\nten jeweils mit wasserundurch-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nlässiger Fugenabdichtung\n7   Schottertragschicht (ToB) unter\ngebundener Deckschicht                       +          +         +       +          +        +         +       +        +\n8   Frostschutzschicht (ToB), Bau-\ngrundverbesserung und Unter-\nbau bis 1 m ab Planum jeweils                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nunter gebundener Deckschicht\n9   Dämme oder Wälle gemäß Bau-\nweisen A – D nach MTSE sowie\nHinterfüllung von Bauwerken im               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nBöschungsbereich in analoger\nBauweise\n10   Damm oder Wall gemäß Bau-\nweise E nach MTSE                            +          +         +       +          +        +         +       +        +\n11   Bettungssand unter Pflaster oder\nunter Plattenbelägen                         +          +         +       +          +        +         +       +        +\n12   Deckschicht ohne Bindemittel                 +          +         +       +          +        +         +       +        +\n13   ToB, Baugrundverbesserung,\nBodenverfestigung, Unterbau\nbis 1 m Dicke ab Planum sowie\nVerfüllung von Baugruben und                 +          +         +       +          +        +         +       +        +\nLeitungsgräben unter Deck-\nschicht ohne Bindemittel\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                         2639\nGleisschotter der Klasse 0 (GS-0)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n14   Bauweisen 13 unter Platten-\nbelägen                                      +          +         +       +          +        +         +       +        +\n15   Bauweisen 13 unter Pflaster                  +          +         +       +          +        +         +       +        +\n16   Hinterfüllung von Bauwerken\noder Böschungsbereich von\nDämmen unter durchwurzelbarer                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nBodenschicht sowie Hinterfüllung\nanalog zu Bauweise E des MTSE\n17   Dämme und Schutzwälle ohne\nMaßnahmen nach MTSE unter                    +          +         +       +          +        +         +       +        +\ndurchwurzelbarer Bodenschicht\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2640               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 10: Gleisschotter der Klasse 1 (GS-1)\nGleisschotter der Klasse 1 (GS-1)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n1   Decke bitumen- oder hydraulisch\ngebunden, Tragschicht bitumen-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\ngebunden\n2   Unterbau unter Fundament- oder\nBodenplatten, Bodenverfesti-\ngung unter gebundener Deck-                  +          +         +       +          +        +         +       +        +\nschicht\n3   Tragschicht mit hydraulischen\nBindemitteln unter gebundener                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nDeckschicht\n4   Verfüllung von Baugruben und\nLeitungsgräben unter gebunde-                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nner Deckschicht\n5   Asphalttragschicht (teilwasser-\ndurchlässig) unter Pflasterdecken\nund Plattenbelägen, Tragschicht              +          +         +       +          +        +         +       +        +\nhydraulisch gebunden (Dränbe-\nton) unter Pflaster und Platten\n6   Bettung, Frostschutz- oder Trag-\nschicht unter Pflaster oder Plat-\nten jeweils mit wasserundurch-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nlässiger Fugenabdichtung\n7   Schottertragschicht (ToB) unter\ngebundener Deckschicht                       +1        +1        +1       +1        +1       +1        +1       +1      +1\n8   Frostschutzschicht (ToB), Bau-\ngrundverbesserung und Unter-\nbau bis 1 m ab Planum jeweils                +1        +1        +1        –        +1        –        +1       +1      +1\nunter gebundener Deckschicht\n9   Dämme oder Wälle gemäß Bau-\nweisen A – D nach MTSE sowie\nHinterfüllung von Bauwerken im               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nBöschungsbereich in analoger\nBauweise\n10   Damm oder Wall gemäß Bau-\nweise E nach MTSE                            +1        +1        +1       +1        +1       +1        +1       +1      +1\n11   Bettungssand unter Pflaster oder\nunter Plattenbelägen                         +1        +1        +1       +1        +1       +1        +1       +1      +1\n12   Deckschicht ohne Bindemittel                 +1        +1        +1       +1        +1       +1        +1       +1      +1\n13   ToB, Baugrundverbesserung,\nBodenverfestigung, Unterbau\nbis 1 m Dicke ab Planum sowie\nVerfüllung von Baugruben und                 –          –        +2        –         –        –         –       –       +2\nLeitungsgräben unter Deck-\nschicht ohne Bindemittel\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                                   2641\nGleisschotter der Klasse 1 (GS-1)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                                  innerhalb von\nWasserschutzbereichen                          Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                                   günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                         WSG III A            WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III               HSG IV\nSand     Schluff,\nTon                Lehm,                Lehm,              Lehm,\nSand      Schluff,   Sand      Schluff,   Sand     Schluff,\nTon                  Ton                 Ton\n1          2           3            4                     5                   6\n14    Bauweisen 13 unter Platten-\nbelägen                                        –          –          +1       –          –          –         –         –        +1\n15    Bauweisen 13 unter Pflaster                    –          +1         +1       –         +1          –        +1        +1        +1\n16    Hinterfüllung von Bauwerken\noder Böschungsbereich von\nDämmen unter durchwurzelbarer                  –          +1         +1       –         +1          –        +1        +1        +1\nBodenschicht sowie Hinterfüllung\nanalog zu Bauweise E des MTSE\n17    Dämme und Schutzwälle ohne\nMaßnahmen nach MTSE unter                      –          +3         +1       –         +3          –        +3        +3        +3\ndurchwurzelbarer Bodenschicht\n1\nZulässig, wenn AMPA ≤ 2,5 µg/l, PAK15 ≤ 1,5 µg/l, Glyphosat, Simazin und sonstige Herbizide ≤ 0,8 µg/l.\n2\nZulässig, wenn Atrazin ≤ 0,5 µg/l, Bromacil ≤ 0,3 µg/l, Diuron ≤ 0,2 µg/l, AMPA ≤ 2,2 µg/l, PAK15 ≤ 1,5 µg/l, Glyphosat, Simazin und sonstige\nHerbizide ≤ 0,8 µg/l.\n3\nZulässig wenn “M“ oder wenn AMPA ≤ 2,5 µg/l, Bromacil ≤ 0,3 µg/l, PAK15 ≤ 1,5 µg/l, Glyphosat, Simazin und sonstige Herbizide ≤ 0,8 µg/l.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2642               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 11: Gleisschotter der Klasse 2 (GS-2)\nGleisschotter der Klasse 2 (GS-2)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n1   Decke bitumen- oder hydraulisch\ngebunden, Tragschicht bitumen-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\ngebunden\n2   Unterbau unter Fundament- oder\nBodenplatten, Bodenverfesti-\ngung unter gebundener Deck-                  +          +         +       +          +        +         +       +        +\nschicht\n3   Tragschicht mit hydraulischen\nBindemitteln unter gebundener                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nDeckschicht\n4   Verfüllung von Baugruben und\nLeitungsgräben unter gebunde-                +          +         +       +1        +1        +         +       +        +\nner Deckschicht\n5   Asphalttragschicht (teilwasser-\ndurchlässig) unter Pflasterdecken\nund Plattenbelägen, Tragschicht              +          +         +       +          +        +         +       +        +\nhydraulisch gebunden (Dränbe-\nton) unter Pflaster und Platten\n6   Bettung, Frostschutz- oder Trag-\nschicht unter Pflaster oder Plat-\nten jeweils mit wasserundurch-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nlässiger Fugenabdichtung\n7   Schottertragschicht (ToB) unter\ngebundener Deckschicht                       +2        +2        +2       +2        +2       +2        +2       +2      +2\n8   Frostschutzschicht (ToB), Bau-\ngrundverbesserung und Unter-\nbau bis 1 m ab Planum jeweils                –         +2        +2        –        +2        –        +2       +2      +2\nunter gebundener Deckschicht\n9   Dämme oder Wälle gemäß Bau-\nweisen A – D nach MTSE sowie\nHinterfüllung von Bauwerken im               +2        +2        +2       +2        +2       +2        +2       +2      +2\nBöschungsbereich in analoger\nBauweise\n10   Damm oder Wall gemäß Bau-\nweise E nach MTSE                            +2        +2        +2       +2        +2       +2        +2       +2      +2\n11   Bettungssand unter Pflaster oder\nunter Plattenbelägen                         +2        +2        +2       +2        +2       +2        +2       +2      +2\n12   Deckschicht ohne Bindemittel                 –         +2        +2       +2        +2       +2        +2       +2      +2\n13   ToB, Baugrundverbesserung,\nBodenverfestigung, Unterbau\nbis 1 m Dicke ab Planum sowie\nVerfüllung von Baugruben und                 –          –         –        –         –        –         –       –        –\nLeitungsgräben unter Deck-\nschicht ohne Bindemittel\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                                        2643\nGleisschotter der Klasse 2 (GS-2)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                                   innerhalb von\nWasserschutzbereichen                             Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                                    günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                            WSG III A            WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III               HSG IV\nSand     Schluff,\nTon                 Lehm,               Lehm,                 Lehm,\nSand       Schluff,   Sand     Schluff,   Sand      Schluff,\nTon                  Ton                   Ton\n1          2          3                4                   5                    6\n14    Bauweisen 13 unter Platten-\nbelägen                                          –          –          –         –          –          –         –          –          –\n15    Bauweisen 13 unter Pflaster                      –          –          +3        –          –          –         –          –         +3\n16    Hinterfüllung von Bauwerken\noder Böschungsbereich von\nDämmen unter durchwurzelbarer                    –         +4          +4        –          +4         –        +4         +4         +4\nBodenschicht sowie Hinterfüllung\nanalog zu Bauweise E des MTSE\n17    Dämme und Schutzwälle ohne\nMaßnahmen nach MTSE unter                        –          –          +5        –          –          –         –          –         +5\ndurchwurzelbarer Bodenschicht\n1\nDie Verfüllung von Leitungsgräben ist nicht zulässig.\n2\nZulässig, wenn Glyphosat, Simazin, sonstige Herbizide ≤ 4,0 µg/l und PAK15 ≤ 4,5 µg/l.\n3\nZulässig, wenn Atrazin ≤ 2,2 µg/l, Bromacil ≤ 0,6 µg/l, Diuron ≤ 0,4 µg/l, AMPA, ≤ 5,2 µg/l, Glyphosat, Simazin, sonstige Herbizide ≤ 4,0 µg/l und\nPAK15 ≤ 4,5 µg/l.\n4\nZulässig wenn „K“, Glyphosat, Simazin, sonstige Herbizide ≤ 4,0 µg/l und PAK15 ≤ 4,5 µg/l.\n5\nZulässig wenn „M“, Atrazin ≤ 2,2 µg/l, Bromacil ≤ 0,7 µg/l, Diuron ≤ 0,5 µg/l, AMPA, ≤ 6,8 µg/l, Glyphosat, Simazin, sonstige Herbizide ≤ 4,0 µg/l\nund PAK15 ≤ 4,5 µg/l.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2644               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 12: Gleisschotter der Klasse 3 (GS-3)\nGleisschotter der Klasse 3 (GS-3)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n1   Decke bitumen- oder hydraulisch\ngebunden, Tragschicht bitumen-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\ngebunden\n2   Unterbau unter Fundament- oder\nBodenplatten, Bodenverfesti-\ngung unter gebundener Deck-                  +          +         +       +          +        +         +       +        +\nschicht\n3   Tragschicht mit hydraulischen\nBindemitteln unter gebundener                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nDeckschicht\n4   Verfüllung von Baugruben und\nLeitungsgräben unter gebunde-                +          +         +        –         –        +         +       +        +\nner Deckschicht\n5   Asphalttragschicht (teilwasser-\ndurchlässig) unter Pflasterdecken\nund Plattenbelägen, Tragschicht              –          +         +        –         –        –         –       +        +\nhydraulisch gebunden (Dränbe-\nton) unter Pflaster und Platten\n6   Bettung, Frostschutz- oder Trag-\nschicht unter Pflaster oder Plat-\nten jeweils mit wasserundurch-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nlässiger Fugenabdichtung\n7   Schottertragschicht (ToB) unter\ngebundener Deckschicht                       –          +         +        –         +        –         +       +        +\n8   Frostschutzschicht (ToB), Bau-\ngrundverbesserung und Unter-\nbau bis 1 m ab Planum jeweils                –          –        +1        –         –        –         –       –       +1\nunter gebundener Deckschicht\n9   Dämme oder Wälle gemäß Bau-\nweisen A – D nach MTSE sowie\nHinterfüllung von Bauwerken im               +          +         +        –         –        +         +       +        +\nBöschungsbereich in analoger\nBauweise\n10   Damm oder Wall gemäß Bau-\nweise E nach MTSE                            –          +         +        –         +        –         +       +        +\n11   Bettungssand unter Pflaster oder\nunter Plattenbelägen                         –          –         –        –         –        –         –       –        –\n12   Deckschicht ohne Bindemittel                 –          –         –        –         –        –         –       –        –\n13   ToB, Baugrundverbesserung,\nBodenverfestigung, Unterbau\nbis 1 m Dicke ab Planum sowie\nVerfüllung von Baugruben und                 –          –         –        –         –        –         –       –        –\nLeitungsgräben unter Deck-\nschicht ohne Bindemittel\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                              2645\nGleisschotter der Klasse 3 (GS-3)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                                  innerhalb von\nWasserschutzbereichen                           Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                                   günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                         WSG III A           WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III              HSG IV\nSand      Schluff,\nTon                 Lehm,              Lehm,           Lehm,\nSand      Schluff,  Sand     Schluff, Sand    Schluff,\nTon               Ton             Ton\n1         2          3               4                  5                6\n14    Bauweisen 13 unter Platten-\nbelägen                                       –         –          –         –           –        –         –      –       –\n15    Bauweisen 13 unter Pflaster                   –         –          –         –           –        –         –      –       –\n16    Hinterfüllung von Bauwerken\noder Böschungsbereich von\nDämmen unter durchwurzelbarer                 –         –          +2        –           –        –         –      –       +2\nBodenschicht sowie Hinterfüllung\nanalog zu Bauweise E des MTSE\n17    Dämme und Schutzwälle ohne\nMaßnahmen nach MTSE unter                     –         –          –         –           –        –         –      –       –\ndurchwurzelbarer Bodenschicht\n1\nZulässig, wenn AMPA ≤ 34 µg/l, Atrazin ≤ 12 µg/l, Bromacil ≤ 3,7 µg/l und Diuron ≤ 2,6 µg/l.\n2\nZulässig wenn „K“, AMPA ≤ 31 µg/l, Bromacil ≤ 3,9 µg/l und Diuron ≤ 3,2 µg/l.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2646               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 13: Hochofenstückschlacke der Klasse 1 (HOS-1)\nHochofenstückschlacke der Klasse 1 (HOS-1)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n1   Decke bitumen- oder hydraulisch\ngebunden, Tragschicht bitumen-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\ngebunden\n2   Unterbau unter Fundament- oder\nBodenplatten, Bodenverfesti-\ngung unter gebundener Deck-                  +          +         +       +          +        +         +       +        +\nschicht\n3   Tragschicht mit hydraulischen\nBindemitteln unter gebundener                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nDeckschicht\n4   Verfüllung von Baugruben und\nLeitungsgräben unter gebunde-                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nner Deckschicht\n5   Asphalttragschicht (teilwasser-\ndurchlässig) unter Pflasterdecken\nund Plattenbelägen, Tragschicht              +          +         +       +          +        +         +       +        +\nhydraulisch gebunden (Dränbe-\nton) unter Pflaster und Platten\n6   Bettung, Frostschutz- oder Trag-\nschicht unter Pflaster oder Plat-\nten jeweils mit wasserundurch-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nlässiger Fugenabdichtung\n7   Schottertragschicht (ToB) unter\ngebundener Deckschicht                       +          +         +       +          +        +         +       +        +\n8   Frostschutzschicht (ToB), Bau-\ngrundverbesserung und Unter-\nbau bis 1 m ab Planum jeweils                +          +         +        –         –        –         +       +        +\nunter gebundener Deckschicht\n9   Dämme oder Wälle gemäß Bau-\nweisen A – D nach MTSE sowie\nHinterfüllung von Bauwerken im               +          +         +        –         –        –         +       +        +\nBöschungsbereich in analoger\nBauweise\n10   Damm oder Wall gemäß Bau-\nweise E nach MTSE                            +          +         +        –         –        –         +       +        +\n11   Bettungssand unter Pflaster oder\nunter Plattenbelägen                         +          +         +       +          +        +         +       +        +\n12   Deckschicht ohne Bindemittel                 +          +         +        –         –        +         +       +        +\n13   ToB, Baugrundverbesserung,\nBodenverfestigung, Unterbau\nbis 1 m Dicke ab Planum sowie\nVerfüllung von Baugruben und                 –         +1        +1        –        +1        –        +1       +1      +1\nLeitungsgräben unter Deck-\nschicht ohne Bindemittel\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                                  2647\nHochofenstückschlacke der Klasse 1 (HOS-1)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                                 innerhalb von\nWasserschutzbereichen                         Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                                  günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                        WSG III A           WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III             HSG IV\nSand      Schluff,\nTon               Lehm,                Lehm,               Lehm,\nSand    Schluff,    Sand      Schluff,   Sand    Schluff,\nTon                  Ton                 Ton\n1         2          3             4                     5                  6\n14    Bauweisen 13 unter Platten-\nbelägen                                         –        +2          +2        –        +2         –         +2        +2        +2\n15    Bauweisen 13 unter Pflaster                     –        +3          +3        –        +3         –         +3        +3        +3\n16    Hinterfüllung von Bauwerken\noder Böschungsbereich von\nDämmen unter durchwurzelbarer                  +4        +4          +4        –        +4         –         +4        +4        +4\nBodenschicht sowie Hinterfüllung\nanalog zu Bauweise E des MTSE\n17    Dämme und Schutzwälle ohne\nMaßnahmen nach MTSE unter                       /         /           /        /         /         /          /         /         /\ndurchwurzelbarer Bodenschicht\n1\nFür Baugrundverbesserung, Bodenverfestigung, Unterbau bis 1 m ab Planum und zur Verfüllung von Leitungsgräben gilt einschränkend: nur\nzulässig, wenn Sulfat ≤ 1 230 mg/l; zur Verfüllung von Baugruben gilt einschränkend: nur zulässig, wenn Sulfat ≤ 800 mg/l.\n2\nFür Baugrundverbesserung, Bodenverfestigung, Unterbau bis 1 m ab Planum und zur Verfüllung von Leitungsgräben gilt einschränkend: nur\nzulässig, wenn Sulfat ≤ 980 mg/l; zur Verfüllung von Baugruben gilt einschränkend: nur zulässig, wenn Sulfat ≤ 740 mg/l.\n3\nFür ToB gilt einschränkend: Nur zulässig, wenn Sulfat ≤ 1 100 mg/l; für Baugrundverbesserung, Bodenverfestigung, Unterbau bis 1 m ab Planum\nund zur Verfüllung von Leitungsgräben gilt einschränkend: nur zulässig, wenn Sulfat ≤ 840 mg/l; zur Verfüllung von Baugruben gilt einschrän-\nkend: nur zulässig, wenn Sulfat ≤ 700 mg/l.\n4\nZulässig wenn „K“ oder wenn Sulfat ≤ 860 mg/l.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2648               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 14: Hochofenstückschlacke der Klasse 2 (HOS-2)\nHochofenstückschlacke der Klasse 2 (HOS-2)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n1   Decke bitumen- oder hydraulisch\ngebunden, Tragschicht bitumen-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\ngebunden\n2   Unterbau unter Fundament- oder\nBodenplatten, Bodenverfesti-\ngung unter gebundener Deck-                  +          +         +        –         –        +         +       +        +\nschicht\n3   Tragschicht mit hydraulischen\nBindemitteln unter gebundener                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nDeckschicht\n4   Verfüllung von Baugruben und\nLeitungsgräben unter gebunde-                +          +         +        –         –        +         +       +        +\nner Deckschicht\n5   Asphalttragschicht (teilwasser-\ndurchlässig) unter Pflasterdecken\nund Plattenbelägen, Tragschicht              +          +         +       +          +        +         +       +        +\nhydraulisch gebunden (Dränbe-\nton) unter Pflaster und Platten\n6   Bettung, Frostschutz- oder Trag-\nschicht unter Pflaster oder Plat-\nten jeweils mit wasserundurch-               +          +         +        –         –        +         +       +        +\nlässiger Fugenabdichtung\n7   Schottertragschicht (ToB) unter\ngebundener Deckschicht                       +          +         +       +          +        +         +       +        +\n8   Frostschutzschicht (ToB), Bau-\ngrundverbesserung und Unter-\nbau bis 1 m ab Planum jeweils                +          +         +        –         –        –         –       –        +\nunter gebundener Deckschicht\n9   Dämme oder Wälle gemäß Bau-\nweisen A – D nach MTSE sowie\nHinterfüllung von Bauwerken im               +          +         +        –         –        –         –       –        +\nBöschungsbereich in analoger\nBauweise\n10   Damm oder Wall gemäß Bau-\nweise E nach MTSE                            +          +         +        –         –        –         –       –        +\n11   Bettungssand unter Pflaster oder\nunter Plattenbelägen                         +          +         +       +          +        +         +       +        +\n12   Deckschicht ohne Bindemittel                 +          +         +        –         –        +         +       +        +\n13   ToB, Baugrundverbesserung,\nBodenverfestigung, Unterbau\nbis 1 m Dicke ab Planum sowie\nVerfüllung von Baugruben und                 –          –         –        –         –        –         –       –        –\nLeitungsgräben unter Deck-\nschicht ohne Bindemittel\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                          2649\nHochofenstückschlacke der Klasse 2 (HOS-2)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                    WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,             Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand     Schluff,\nTon                Ton               Ton\n1          2         3             4                 5                  6\n14    Bauweisen 13 unter Platten-\nbelägen                                    –          –         –        –         –        –         –       –         –\n15    Bauweisen 13 unter Pflaster                –          –         –        –         –        –         –       –         –\n16    Hinterfüllung von Bauwerken\noder Böschungsbereich von\nDämmen unter durchwurzelbarer              +1        +1        +1        –        +1        –        +1       +1       +1\nBodenschicht sowie Hinterfüllung\nanalog zu Bauweise E des MTSE\n17    Dämme und Schutzwälle ohne\nMaßnahmen nach MTSE unter                   /         /         /        /         /        /         /        /         /\ndurchwurzelbarer Bodenschicht\n1\nZulässig wenn „K“.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2650               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 15: Hüttensand (HS)\nHüttensand (HS)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n1   Decke bitumen- oder hydraulisch\ngebunden, Tragschicht bitumen-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\ngebunden\n2   Unterbau unter Fundament- oder\nBodenplatten, Bodenverfesti-\ngung unter gebundener Deck-                  +          +         +       +          +        +         +       +        +\nschicht\n3   Tragschicht mit hydraulischen\nBindemitteln unter gebundener                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nDeckschicht\n4   Verfüllung von Baugruben und\nLeitungsgräben unter gebunde-                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nner Deckschicht\n5   Asphalttragschicht (teilwasser-\ndurchlässig) unter Pflasterdecken\nund Plattenbelägen, Tragschicht              +          +         +       +          +        +         +       +        +\nhydraulisch gebunden (Dränbe-\nton) unter Pflaster und Platten\n6   Bettung, Frostschutz- oder Trag-\nschicht unter Pflaster oder Plat-\nten jeweils mit wasserundurch-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nlässiger Fugenabdichtung\n7   Schottertragschicht (ToB) unter\ngebundener Deckschicht                       +          +         +       +          +        +         +       +        +\n8   Frostschutzschicht (ToB), Bau-\ngrundverbesserung und Unter-\nbau bis 1 m ab Planum jeweils                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nunter gebundener Deckschicht\n9   Dämme oder Wälle gemäß Bau-\nweisen A – D nach MTSE sowie\nHinterfüllung von Bauwerken im               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nBöschungsbereich in analoger\nBauweise\n10   Damm oder Wall gemäß Bau-\nweise E nach MTSE                            +          +         +       +          +        +         +       +        +\n11   Bettungssand unter Pflaster oder\nunter Plattenbelägen                         +          +         +       +          +        +         +       +        +\n12   Deckschicht ohne Bindemittel                 +          +         +       +          +        +         +       +        +\n13   ToB, Baugrundverbesserung,\nBodenverfestigung, Unterbau\nbis 1 m Dicke ab Planum sowie\nVerfüllung von Baugruben und                 +1         +         +       +1         +       +1         +       +        +\nLeitungsgräben unter Deck-\nschicht ohne Bindemittel\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                         2651\nHüttensand (HS)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                       Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                              günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                    WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III           HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,             Lehm,             Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1         2         3             4                 5                 6\n14    Bauweisen 13 unter Platten-\nbelägen                                    +1         +         +       +1         +       +1        +        +        +\n15    Bauweisen 13 unter Pflaster                +1         +         +       +1         +       +1        +        +        +\n16    Hinterfüllung von Bauwerken\noder Böschungsbereich von\nDämmen unter durchwurzelbarer              +2         +         +       +2         +       +2        +        +        +\nBodenschicht sowie Hinterfüllung\nanalog zu Bauweise E des MTSE\n17    Dämme und Schutzwälle ohne\nMaßnahmen nach MTSE unter                  +3         +         +       +3         +       +3        +        +        +\ndurchwurzelbarer Bodenschicht\n1\nZulässig, wenn Vanadium ≤ 30 µg/l.\n2\nZulässig wenn „K“ oder wenn Vanadium ≤ 30 µg/l.\n3\nZulässig wenn „M“ oder wenn Vanadium ≤ 30 µg/l.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2652               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 16: Stahlwerksschlacke der Klasse 1 (SWS-1)\nStahlwerksschlacke der Klasse 1 (SWS-1)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n1   Decke bitumen- oder hydraulisch\ngebunden, Tragschicht bitumen-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\ngebunden\n2   Unterbau unter Fundament- oder\nBodenplatten, Bodenverfesti-\ngung unter gebundener Deck-                  +          +         +       +          +        +         +       +        +\nschicht\n3   Tragschicht mit hydraulischen\nBindemitteln unter gebundener                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nDeckschicht\n4   Verfüllung von Baugruben und\nLeitungsgräben unter gebunde-                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nner Deckschicht\n5   Asphalttragschicht (teilwasser-\ndurchlässig) unter Pflasterdecken\nund Plattenbelägen, Tragschicht              +          +         +       +          +        +         +       +        +\nhydraulisch gebunden (Dränbe-\nton) unter Pflaster und Platten\n6   Bettung, Frostschutz- oder Trag-\nschicht unter Pflaster oder Plat-\nten jeweils mit wasserundurch-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nlässiger Fugenabdichtung\n7   Schottertragschicht (ToB) unter\ngebundener Deckschicht                       +          +         +       +          +        +         +       +        +\n8   Frostschutzschicht (ToB), Bau-\ngrundverbesserung und Unter-\nbau bis 1 m ab Planum jeweils                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nunter gebundener Deckschicht\n9   Dämme oder Wälle gemäß Bau-\nweisen A – D nach MTSE sowie\nHinterfüllung von Bauwerken im               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nBöschungsbereich in analoger\nBauweise\n10   Damm oder Wall gemäß Bau-\nweise E nach MTSE                            +          +         +       +          +        +         +       +        +\n11   Bettungssand unter Pflaster oder\nunter Plattenbelägen                         +          +         +       +          +        +         +       +        +\n12   Deckschicht ohne Bindemittel7                +          +         +       +          +        +         +       +        +\n13   ToB, Baugrundverbesserung,\nBodenverfestigung, Unterbau\nbis 1 m Dicke ab Planum sowie\nVerfüllung von Baugruben und                 +1        +2         +        –        +2        –        +2       +2       +\nLeitungsgräben unter Deck-\nschicht ohne Bindemittel\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                             2653\nStahlwerksschlacke der Klasse 1 (SWS-1)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                                innerhalb von\nWasserschutzbereichen                       Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                                 günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A            WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III              HSG IV\nSand      Schluff,\nTon               Lehm,                Lehm,             Lehm,\nSand     Schluff,    Sand    Schluff,   Sand    Schluff,\nTon                 Ton               Ton\n1         2         3             4                   5                  6\n14    Bauweisen 13 unter Platten-\nbelägen                                     +1        +3         +        –        +3          –        +3       +3        +\n15    Bauweisen 13 unter Pflaster                 +1         +         +       +1         +         +1         +        +        +\n16    Hinterfüllung von Bauwerken\noder Böschungsbereich von\nDämmen unter durchwurzelbarer               +4         +         +       +4         +         +4         +        +        +\nBodenschicht sowie Hinterfüllung\nanalog zu Bauweise E des MTSE\n17    Dämme und Schutzwälle ohne\nMaßnahmen nach MTSE unter                   +5        +6         +        –        +6          –        +6       +6        +\ndurchwurzelbarer Bodenschicht\n1\nZulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 15 µg/l und Vanadium ≤ 30 µg/l.\n2\nZulässig, wenn Vanadium ≤ 55 µg/l.\n3\nZulässig, wenn Vanadium ≤ 90 µg/l.\n4\nZulässig wenn „K“, Chrom, ges. ≤ 65 µg/l und Vanadium ≤ 130 µg/l; oder wenn Chrom, ges. ≤ 15 µg/l und Vanadium ≤ 30 µg/l.\n5\nZulässig wenn „M“, Chrom, ges. ≤ 25 µg/l und Vanadium ≤ 50 µg/l; oder wenn Chrom, ges. ≤ 15 µg/l und Vanadium ≤ 30 µg/l.\n6\nZulässig wenn „M“ oder wenn Vanadium ≤ 120 µg/l.\n7\nZugelassen, wenn das zum Einbau vorgesehene Korngrößengemisch bei Einstufung nach dem CBR-Wert der Klasse CBR 50/25 nach DIN EN\n14227-2, „Hydraulisch gebundene Gemische – Anforderungen – Teil 2: Schlackengebundene Gemische“ Ausgabe August 2013, entspricht.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2654               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 17: Stahlwerksschlacke der Klasse 2 (SWS-2)\nStahlwerksschlacke der Klasse 2 (SWS-2)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n1   Decke bitumen- oder hydraulisch\ngebunden, Tragschicht bitumen-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\ngebunden\n2   Unterbau unter Fundament- oder\nBodenplatten, Bodenverfesti-\ngung unter gebundener Deck-                  +          +         +        –         –        +         +       +        +\nschicht\n3   Tragschicht mit hydraulischen\nBindemitteln unter gebundener                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nDeckschicht\n4   Verfüllung von Baugruben und\nLeitungsgräben unter gebunde-                +          +         +        –         –        +         +       +        +\nner Deckschicht\n5   Asphalttragschicht (teilwasser-\ndurchlässig) unter Pflasterdecken\nund Plattenbelägen, Tragschicht              +          +         +       +          +        +         +       +        +\nhydraulisch gebunden (Dränbe-\nton) unter Pflaster und Platten\n6   Bettung, Frostschutz- oder Trag-\nschicht unter Pflaster oder Plat-\nten jeweils mit wasserundurch-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nlässiger Fugenabdichtung\n7   Schottertragschicht (ToB) unter\ngebundener Deckschicht                       +          +         +       +          +        +         +       +        +\n8   Frostschutzschicht (ToB), Bau-\ngrundverbesserung und Unter-\nbau bis 1 m ab Planum jeweils                +1         +         +       +1         +       +1         +       +        +\nunter gebundener Deckschicht\n9   Dämme oder Wälle gemäß Bau-\nweisen A – D nach MTSE sowie\nHinterfüllung von Bauwerken im               +          +         +        –         –        +         +       +        +\nBöschungsbereich in analoger\nBauweise\n10   Damm oder Wall gemäß Bau-\nweise E nach MTSE                            +          +         +       +          +        +         +       +        +\n11   Bettungssand unter Pflaster oder\nunter Plattenbelägen8                        +          +         +       +          +        +         +       +        +\n12   Deckschicht ohne Bindemittel8,        9      –          +         +        –         –        +         +       +        +\n13   ToB, Baugrundverbesserung,\nBodenverfestigung, Unterbau\nbis 1 m Dicke ab Planum sowie\nVerfüllung von Baugruben und                 –          –        +2        –         –        –         –       –       +2\nLeitungsgräben unter Deck-\nschicht ohne Bindemittel8\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                             2655\nStahlwerksschlacke der Klasse 2 (SWS-2)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                                innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                                 günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                      WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III             HSG IV\nSand     Schluff,\nTon               Lehm,               Lehm,              Lehm,\nSand    Schluff,   Sand     Schluff,   Sand    Schluff,\nTon                  Ton               Ton\n1         2          3             4                   5                  6\n14    Bauweisen 13 unter Platten-\nbelägen8                                     –        +3         +2        –        +3         –         +3        –       +3\n15    Bauweisen 13 unter Pflaster8                 –        +4         +2        –        +4         –         +4        –       +4\n16    Hinterfüllung von Bauwerken\noder Böschungsbereich von\nDämmen unter durchwurzelbarer                –        +5         +6        –        +5         –         +5       +5       +5\nBodenschicht sowie Hinterfüllung\nanalog zu Bauweise E des MTSE8\n17    Dämme und Schutzwälle ohne\nMaßnahmen nach MTSE unter                    –        +7         +7        –        +7         –         +7       +7       +7\ndurchwurzelbarer Bodenschicht8\n1\nZulässig, wenn Vanadium ≤ 230 µg/l und Chrom, ges. ≤ 110 µg/l.\n2\nZulässig, wenn Molybdän ≤ 55 µg/l und Fluorid ≤ 1,1 mg/l.\n3\nZulässig, wenn Molybdän ≤ 55 µg/l, Vanadium ≤ 90 µg/l und Fluorid ≤ 1,1 mg/l.\n4\nZulässig, wenn Molybdän ≤ 55 µg/l, Vanadium ≤ 180 µg/l und Fluorid ≤ 1,1 mg/l.\n5\nZulässig wenn „K“ und Molybdän ≤ 220 µg/l oder wenn Molybdän ≤ 55 µg/l, Vanadium ≤ 320 µg/l und Fluorid ≤ 1,1 mg/l.\n6\nZulässig wenn „K“ und Molybdän ≤ 220 µg/l oder wenn Molybdän ≤ 55 µg/l und Fluorid ≤ 1,1 mg/l.\n7\nZulässig wenn „M“ Molybdän ≤ 90 µg/l, Vanadium ≤ 200 µg/l und Fluorid ≤ 1,9 mg/l oder wenn Molybdän ≤ 55 µg/l, Vanadium ≤ 120 µg/l und\nFluorid ≤ 1,1 mg/l.\n8\nNicht zugelassen auf Kinderspielflächen, in Wohngebieten oder Park- und Freizeitanlagen, es gelten die Begriffsbestimmungen gemäß § 2\nNummer 18, 19, 20 BBodSchV.\n9\nZugelassen, wenn das zum Einbau vorgesehene Korngrößengemisch bei Einstufung nach dem CBR-Wert der Klasse CBR 50/25 nach DIN EN\n14227-2, Ausgabe August 2013, entspricht.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2656               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 18: Gießerei-Kupolofenschlacke (GKOS)\nGießerei-Kupolofenschlacke (GKOS)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n1   Decke bitumen- oder hydraulisch\ngebunden, Tragschicht bitumen-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\ngebunden\n2   Unterbau unter Fundament- oder\nBodenplatten, Bodenverfesti-\ngung unter gebundener Deck-                  +          +         +       +          +        +         +       +        +\nschicht\n3   Tragschicht mit hydraulischen\nBindemitteln unter gebundener                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nDeckschicht\n4   Verfüllung von Baugruben und\nLeitungsgräben unter gebunde-                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nner Deckschicht\n5   Asphalttragschicht (teilwasser-\ndurchlässig) unter Pflasterdecken\nund Plattenbelägen, Tragschicht              +          +         +        –         –        +         +       +        +\nhydraulisch gebunden (Dränbe-\nton) unter Pflaster und Platten\n6   Bettung, Frostschutz- oder Trag-\nschicht unter Pflaster oder Plat-\nten jeweils mit wasserundurch-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nlässiger Fugenabdichtung\n7   Schottertragschicht (ToB) unter\ngebundener Deckschicht                       +          +         +       +          +        +         +       +        +\n8   Frostschutzschicht (ToB), Bau-\ngrundverbesserung und Unter-\nbau bis 1 m ab Planum jeweils                –          +         +        –         +        –         +       +        +\nunter gebundener Deckschicht\n9   Dämme oder Wälle gemäß Bau-\nweisen A – D nach MTSE sowie\nHinterfüllung von Bauwerken im               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nBöschungsbereich in analoger\nBauweise\n10   Damm oder Wall gemäß Bau-\nweise E nach MTSE                            +          +         +       +          +        +         +       +        +\n11   Bettungssand unter Pflaster oder\nunter Plattenbelägen                         +          +         +       +          +        +         +       +        +\n12   Deckschicht ohne Bindemittel                 +          +         +       +          +        +         +       +        +\n13   ToB, Baugrundverbesserung,\nBodenverfestigung, Unterbau\nbis 1 m Dicke ab Planum sowie\nVerfüllung von Baugruben und                 +1         +         +       +1         +       +1         +       +        +\nLeitungsgräben unter Deck-\nschicht ohne Bindemittel\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                          2657\nGießerei-Kupolofenschlacke (GKOS)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                             innerhalb von\nWasserschutzbereichen                       Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                      WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,           Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff, Sand    Schluff,\nTon                Ton             Ton\n1        2         3             4                 5                6\n14    Bauweisen 13 unter Platten-\nbelägen                                       +1        +         +       +1         +       +1         +      +       +\n15    Bauweisen 13 unter Pflaster                   +1        +         +       +1         +       +1         +      +       +\n16    Hinterfüllung von Bauwerken\noder Böschungsbereich von\nDämmen unter durchwurzelbarer                  –        +         +       +          +        +         +      +       +\nBodenschicht sowie Hinterfüllung\nanalog zu Bauweise E des MTSE\n17    Dämme und Schutzwälle ohne\nMaßnahmen nach MTSE unter                     +1        +         +       +1         +       +1         +      +       +\ndurchwurzelbarer Bodenschicht\n1\nZulässig, wenn Blei ≤ 35 µg/l, Chrom, ges. ≤ 15 µg/l und Vanadium ≤ 30 µg/l.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2658               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 19: Kupferhüttenmaterial der Klasse 1 (CUM-1)\nKupferhüttenmaterial der Klasse 1 (CUM-1)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n1   Decke bitumen- oder hydraulisch\ngebunden, Tragschicht bitumen-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\ngebunden\n2   Unterbau unter Fundament- oder\nBodenplatten, Bodenverfesti-\ngung unter gebundener Deck-                  +          +         +        –         –        +         +       +        +\nschicht\n3   Tragschicht mit hydraulischen\nBindemitteln unter gebundener                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nDeckschicht\n4   Verfüllung von Baugruben und\nLeitungsgräben unter gebunde-                +          +         +        –         –        +         +       +        +\nner Deckschicht\n5   Asphalttragschicht (teilwasser-\ndurchlässig) unter Pflasterdecken\nund Plattenbelägen, Tragschicht              +          +         +       +          +        +         +       +        +\nhydraulisch gebunden (Dränbe-\nton) unter Pflaster und Platten\n6   Bettung, Frostschutz- oder Trag-\nschicht unter Pflaster oder Plat-\nten jeweils mit wasserundurch-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nlässiger Fugenabdichtung\n7   Schottertragschicht (ToB) unter\ngebundener Deckschicht                       +          +         +       +          +        +         +       +        +\n8   Frostschutzschicht (ToB), Bau-\ngrundverbesserung und Unter-\nbau bis 1 m ab Planum jeweils                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nunter gebundener Deckschicht\n9   Dämme oder Wälle gemäß Bau-\nweisen A – D nach MTSE sowie\nHinterfüllung von Bauwerken im               +          +         +        –         –        +         +       +        +\nBöschungsbereich in analoger\nBauweise\n10   Damm oder Wall gemäß Bau-\nweise E nach MTSE                            +          +         +        –         –        +         +       +        +\n11   Bettungssand unter Pflaster oder\nunter Plattenbelägen                         –          –         –        –         –        –         –       –        –\n12   Deckschicht ohne Bindemittel                 –          –         –        –         –        –         –       –        –\n13   ToB, Baugrundverbesserung,\nBodenverfestigung, Unterbau\nbis 1 m Dicke ab Planum sowie\nVerfüllung von Baugruben und                 –          –         –        –         –        –         –       –        –\nLeitungsgräben unter Deck-\nschicht ohne Bindemittel\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                         2659\nKupferhüttenmaterial der Klasse 1 (CUM-1)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n14   Bauweisen 13 unter Platten-\nbelägen                                      –          –         –        –         –        –         –       –        –\n15   Bauweisen 13 unter Pflaster                  –          –         –        –         –        –         –       –        –\n16   Hinterfüllung von Bauwerken\noder Böschungsbereich von\nDämmen unter durchwurzelbarer                –          –         –        –         –        –         –       –        –\nBodenschicht sowie Hinterfüllung\nanalog zu Bauweise E des MTSE\n17   Dämme und Schutzwälle ohne\nMaßnahmen nach MTSE unter                    –          –         –        –         –        –         –       –        –\ndurchwurzelbarer Bodenschicht\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2660               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 20: Kupferhüttenmaterial der Klasse 2 (CUM-2)\nKupferhüttenmaterial der Klasse 2 (CUM-2)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n1   Decke bitumen- oder hydraulisch\ngebunden, Tragschicht bitumen-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\ngebunden\n2   Unterbau unter Fundament- oder\nBodenplatten, Bodenverfesti-\ngung unter gebundener Deck-                  +          +         +        –         –        +         +       +        +\nschicht\n3   Tragschicht mit hydraulischen\nBindemitteln unter gebundener                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nDeckschicht\n4   Verfüllung von Baugruben und\nLeitungsgräben unter gebunde-                +          +         +        –         –        +         +       +        +\nner Deckschicht\n5   Asphalttragschicht (teilwasser-\ndurchlässig) unter Pflasterdecken\nund Plattenbelägen, Tragschicht              +          +         +       +          +        +         +       +        +\nhydraulisch gebunden (Dränbe-\nton) unter Pflaster und Platten\n6   Bettung, Frostschutz- oder Trag-\nschicht unter Pflaster oder Plat-\nten jeweils mit wasserundurch-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nlässiger Fugenabdichtung\n7   Schottertragschicht (ToB) unter\ngebundener Deckschicht                       +          +         +       +          +        +         +       +        +\n8   Frostschutzschicht (ToB), Bau-\ngrundverbesserung und Unter-\nbau bis 1 m ab Planum jeweils                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nunter gebundener Deckschicht\n9   Dämme oder Wälle gemäß Bau-\nweisen A – D nach MTSE sowie\nHinterfüllung von Bauwerken im               +          +         +        –         –        +         +       +        +\nBöschungsbereich in analoger\nBauweise\n10   Damm oder Wall gemäß Bau-\nweise E nach MTSE                            +          +         +        –         –        +         +       +        +\n11   Bettungssand unter Pflaster oder\nunter Plattenbelägen                         –          –         –        –         –        –         –       –        –\n12   Deckschicht ohne Bindemittel                 –          –         –        –         –        –         –       –        –\n13   ToB, Baugrundverbesserung,\nBodenverfestigung, Unterbau\nbis 1 m Dicke ab Planum sowie\nVerfüllung von Baugruben und                 –          –         –        –         –        –         –       –        –\nLeitungsgräben unter Deck-\nschicht ohne Bindemittel\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                         2661\nKupferhüttenmaterial der Klasse 2 (CUM-2)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n14   Bauweisen 13 unter Platten-\nbelägen                                      –          –         –        –         –        –         –       –        –\n15   Bauweisen 13 unter Pflaster                  –          –         –        –         –        –         –       –        –\n16   Hinterfüllung von Bauwerken\noder Böschungsbereich von\nDämmen unter durchwurzelbarer                –          –         –        –         –        –         –       –        –\nBodenschicht sowie Hinterfüllung\nanalog zu Bauweise E des MTSE\n17   Dämme und Schutzwälle ohne\nMaßnahmen nach MTSE unter                    –          –         –        –         –        –         –       –        –\ndurchwurzelbarer Bodenschicht\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2662               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 21: Gießereirestsand (GRS)\nGießereirestsand (GRS)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n1   Decke bitumen- oder hydraulisch\ngebunden, Tragschicht bitumen-               +          +         +        –         –        +         +       +        +\ngebunden\n2   Unterbau unter Fundament- oder\nBodenplatten, Bodenverfesti-\ngung unter gebundener Deck-                  +          +         +        –         –        –         –       –        –\nschicht\n3   Tragschicht mit hydraulischen\nBindemitteln unter gebundener                +          +         +        –         –        +         +       +        +\nDeckschicht\n4   Verfüllung von Baugruben und\nLeitungsgräben unter gebunde-                +          +         +        –         –        –         –       –        –\nner Deckschicht\n5   Asphalttragschicht (teilwasser-\ndurchlässig) unter Pflasterdecken\nund Plattenbelägen, Tragschicht              +          +         +        –         –       +1        +1       +1      +1\nhydraulisch gebunden (Dränbe-\nton) unter Pflaster und Platten\n6   Bettung, Frostschutz- oder Trag-\nschicht unter Pflaster oder Plat-\nten jeweils mit wasserundurch-               +          +         +        –         –        –         –       –        –\nlässiger Fugenabdichtung\n7   Schottertragschicht (ToB) unter\ngebundener Deckschicht                       +          +         +        –         –        –         –       –        –\n8   Frostschutzschicht (ToB), Bau-\ngrundverbesserung und Unter-\nbau bis 1 m ab Planum jeweils                –          +         +        –         –        –         –       –        –\nunter gebundener Deckschicht\n9   Dämme oder Wälle gemäß Bau-\nweisen A – D nach MTSE sowie\nHinterfüllung von Bauwerken im               +          +         +        –         –        –         –       –        –\nBöschungsbereich in analoger\nBauweise\n10   Damm oder Wall gemäß Bau-\nweise E nach MTSE                            +          +         +        –         –        –         –       –        –\n11   Bettungssand unter Pflaster oder\nunter Plattenbelägen                         +          +         +       +          +        +         +       +        +\n12   Deckschicht ohne Bindemittel                 –          +         +        –         –        +         +       +        +\n13   ToB, Baugrundverbesserung,\nBodenverfestigung, Unterbau\nbis 1 m Dicke ab Planum sowie\nVerfüllung von Baugruben und                 –         +2        +2        –         –        –        +2       +2      +2\nLeitungsgräben unter Deck-\nschicht ohne Bindemittel\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                                2663\nGießereirestsand (GRS)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                                 innerhalb von\nWasserschutzbereichen                          Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                                   günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                          WSG III A            WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,           HSG III              HSG IV\nSand    Schluff,\nTon                 Lehm,               Lehm,           Lehm,\nSand      Schluff,    Sand    Schluff, Sand    Schluff,\nTon                 Ton             Ton\n1         2         3               4                   5                6\n14    Bauweisen 13 unter Platten-\nbelägen                                         –        +3         +3        –           –         –        +3     +3       +3\n15    Bauweisen 13 unter Pflaster                     –        +4         +4        –           –         –        +4     +4       +4\n16    Hinterfüllung von Bauwerken\noder Böschungsbereich von\nDämmen unter durchwurzelbarer                   –        +5         +5        –           –         –        +5     +5       +5\nBodenschicht sowie Hinterfüllung\nanalog zu Bauweise E des MTSE\n17    Dämme und Schutzwälle ohne\nMaßnahmen nach MTSE unter                       –        +6         +6        –           –         –        +6     +6       +6\ndurchwurzelbarer Bodenschicht\n1\nAsphalttragschicht (teilwasserdurchlässig) unter Pflasterdecken und Plattenbelägen ist nicht zulässig.\n2\nZulässig, wenn Arsen ≤ 20 µg/l, Vanadium ≤ 55 µg/l und Fluorid ≤ 1,1 mg/l.\n3\nZulässig, wenn Arsen ≤ 35 µg/l, Vanadium ≤ 90 µg/l und Fluorid ≤ 1,1 mg/l.\n4\nZulässig, wenn Arsen ≤ 55 µg/l, Vanadium ≤ 180 µg/l und Fluorid ≤ 1,1 mg/l.\n5\nZulässig wenn „K“ und Fluorid ≤ 1,9 mg/l oder wenn Arsen ≤ 40 µg/l, Vanadium ≤ 120 µg/l und Fluorid ≤ 1,1 mg/l.\n6\nZulässig wenn „M“ und Fluorid ≤ 1,9 mg/l oder wenn Arsen ≤ 40 µg/l, Vanadium ≤ 120 µg/l und Fluorid ≤ 1,1 mg/l.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2664               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 22: Schmelzkammergranulat aus der Feuerung von Steinkohle (SKG)\nSchmelzkammergranulat aus der Feuerung von Steinkohle (SKG)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n1   Decke bitumen- oder hydraulisch\ngebunden, Tragschicht bitumen-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\ngebunden\n2   Unterbau unter Fundament- oder\nBodenplatten, Bodenverfesti-\ngung unter gebundener Deck-                  +          +         +       +          +        +         +       +        +\nschicht\n3   Tragschicht mit hydraulischen\nBindemitteln unter gebundener                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nDeckschicht\n4   Verfüllung von Baugruben und\nLeitungsgräben unter gebunde-                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nner Deckschicht\n5   Asphalttragschicht (teilwasser-\ndurchlässig) unter Pflasterdecken\nund Plattenbelägen, Tragschicht              +          +         +       +          +        +         +       +        +\nhydraulisch gebunden (Dränbe-\nton) unter Pflaster und Platten\n6   Bettung, Frostschutz- oder Trag-\nschicht unter Pflaster oder Plat-\nten jeweils mit wasserundurch-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nlässiger Fugenabdichtung\n7   Schottertragschicht (ToB) unter\ngebundener Deckschicht                       +          +         +       +          +        +         +       +        +\n8   Frostschutzschicht (ToB), Bau-\ngrundverbesserung und Unter-\nbau bis 1 m ab Planum jeweils                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nunter gebundener Deckschicht\n9   Dämme oder Wälle gemäß Bau-\nweisen A – D nach MTSE sowie\nHinterfüllung von Bauwerken im               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nBöschungsbereich in analoger\nBauweise\n10   Damm oder Wall gemäß Bau-\nweise E nach MTSE                            +          +         +       +          +        +         +       +        +\n11   Bettungssand unter Pflaster oder\nunter Plattenbelägen                         +          +         +       +          +        +         +       +        +\n12   Deckschicht ohne Bindemittel                 +          +         +       +          +        +         +       +        +\n13   ToB, Baugrundverbesserung,\nBodenverfestigung, Unterbau\nbis 1 m Dicke ab Planum sowie\nVerfüllung von Baugruben und                 +          +         +       +          +        +         +       +        +\nLeitungsgräben unter Deck-\nschicht ohne Bindemittel\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                         2665\nSchmelzkammergranulat aus der Feuerung von Steinkohle (SKG)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n14   Bauweisen 13 unter Platten-\nbelägen                                      +          +         +       +          +        +         +       +        +\n15   Bauweisen 13 unter Pflaster                  +          +         +       +          +        +         +       +        +\n16   Hinterfüllung von Bauwerken\noder Böschungsbereich von\nDämmen unter durchwurzelbarer                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nBodenschicht sowie Hinterfüllung\nanalog zu Bauweise E des MTSE\n17   Dämme und Schutzwälle ohne\nMaßnahmen nach MTSE unter                    +          +         +       +          +        +         +       +        +\ndurchwurzelbarer Bodenschicht\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2666               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 23: Steinkohlenkesselasche (SKA)\nSteinkohlenkesselasche (SKA)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,             Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand     Schluff,\nTon                Ton               Ton\n1          2         3             4                 5                  6\n1   Decke bitumen- oder hydraulisch\ngebunden, Tragschicht bitumen-               /          /         /        /         /        /         /        /         /\ngebunden\n2   Unterbau unter Fundament- oder\nBodenplatten, Bodenverfesti-\ngung unter gebundener Deck-                  +          +         +       +          +        +         +       +         +\nschicht\n3   Tragschicht mit hydraulischen\nBindemitteln unter gebundener                +          +         +       +          +        +         +       +         +\nDeckschicht\n4   Verfüllung von Baugruben und\nLeitungsgräben unter gebunde-                +          +         +        –         –        +         +       +         +\nner Deckschicht\n5   Asphalttragschicht1 (teilwasser-\ndurchlässig) unter Pflasterdecken\nund Plattenbelägen, Tragschicht              +          +         +        –         –        +         +       +         +\nhydraulisch gebunden (Dränbe-\nton) unter Pflaster und Platten\n6   Bettung, Frostschutz- oder Trag-\nschicht unter Pflaster oder Plat-\nten jeweils mit wasserundurch-               +          +         +       +          +        +         +       +         +\nlässiger Fugenabdichtung\n7   Schottertragschicht (ToB) unter\ngebundener Deckschicht                       +          +         +       +          +        +         +       +         +\n8   Frostschutzschicht (ToB), Bau-\ngrundverbesserung und Unter-\nbau bis 1 m ab Planum jeweils                –          +         +        –         +        –         +       +         +\nunter gebundener Deckschicht\n9   Dämme oder Wälle gemäß Bau-\nweisen A – D nach MTSE sowie\nHinterfüllung von Bauwerken im               +          +         +        –         –        +         +       +         +\nBöschungsbereich in analoger\nBauweise\n10   Damm oder Wall gemäß Bau-\nweise E nach MTSE                            +          +         +        –         –        +         +       +         +\n11   Bettungssand unter Pflaster oder\nunter Plattenbelägen                         +          +         +       +          +        +         +       +         +\n12   Deckschicht ohne Bindemittel                 /          /         /        /         /        /         /        /         /\n13   ToB, Baugrundverbesserung,\nBodenverfestigung, Unterbau\nbis 1 m Dicke ab Planum sowie\nVerfüllung von Baugruben und                 –          –         –        –         –        –         –       –         –\nLeitungsgräben unter Deck-\nschicht ohne Bindemittel\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                        2667\nSteinkohlenkesselasche (SKA)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                            innerhalb von\nWasserschutzbereichen                     Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                              günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                    WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,        HSG III            HSG IV\nSand    Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,           Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff, Sand    Schluff,\nTon                Ton             Ton\n1        2         3            4                 5                6\n14    Bauweisen 13 unter Platten-\nbelägen                                        –        –         –       –         –        –         –      –        –\n15    Bauweisen 13 unter Pflaster                    –        –         –       –         –        –         –      –        –\n16    Hinterfüllung von Bauwerken\noder Böschungsbereich von\nDämmen unter durchwurzelbarer                  –       +2        +2       –        +2        –        +2      +2      +2\nBodenschicht sowie Hinterfüllung\nanalog zu Bauweise E des MTSE\n17    Dämme und Schutzwälle ohne\nMaßnahmen nach MTSE unter                      –        –         –       –         –        –         –      –        –\ndurchwurzelbarer Bodenschicht\n1\nSKA ist für Asphalttragschichten nicht relevant.\n2\nZulässig wenn „K“ und Molybdän ≤ 220 µg/l.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2668               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 24: Steinkohlenflugasche (SFA)\nSteinkohlenflugasche (SFA)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,             Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand     Schluff,\nTon                Ton               Ton\n1          2         3             4                 5                  6\n1   Decke bitumen- oder hydraulisch\ngebunden, Tragschicht bitumen-               +          +         +       +          +        +         +       +         +\ngebunden\n2   Unterbau unter Fundament- oder\nBodenplatten, Bodenverfesti-\ngung unter gebundener Deck-                  –          –         –        –         –        –         –       –         –\nschicht\n3   Tragschicht mit hydraulischen\nBindemitteln unter gebundener                +          +         +       +          +        +         +       +         +\nDeckschicht\n4   Verfüllung von Baugruben und\nLeitungsgräben unter gebunde-                –          –         –        –         –        –         –       –         –\nner Deckschicht\n5   Asphalttragschicht (teilwasser-\ndurchlässig) unter Pflasterdecken\nund Plattenbelägen, Tragschicht              +          +         +        –         –        –         –       –         –\nhydraulisch gebunden (Dränbe-\nton) unter Pflaster und Platten\n6   Bettung, Frostschutz- oder Trag-\nschicht unter Pflaster oder Plat-\nten jeweils mit wasserundurch-               /          /         /        /         /        /         /        /         /\nlässiger Fugenabdichtung\n7   Schottertragschicht (ToB) unter\ngebundener Deckschicht                       /          /         /        /         /        /         /        /         /\n8   Frostschutzschicht (ToB), Bau-\ngrundverbesserung und Unter-\nbau bis 1 m ab Planum jeweils                –          –         –        –         –        –         –       –         –\nunter gebundener Deckschicht\n9   Dämme oder Wälle gemäß Bau-\nweisen A – D nach MTSE sowie\nHinterfüllung von Bauwerken im               –          –         –        –         –        –         –       –         –\nBöschungsbereich in analoger\nBauweise\n10   Damm oder Wall gemäß Bau-\nweise E nach MTSE                            –          –         –        –         –        –         –       –         –\n11   Bettungssand unter Pflaster oder\nunter Plattenbelägen                         /          /         /        /         /        /         /        /         /\n12   Deckschicht ohne Bindemittel                 /          /         /        /         /        /         /        /         /\n13   ToB, Baugrundverbesserung,\nBodenverfestigung, Unterbau\nbis 1 m Dicke ab Planum sowie\nVerfüllung von Baugruben und                 –          –         –        –         –        –         –       –         –\nLeitungsgräben unter Deck-\nschicht ohne Bindemittel\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                          2669\nSteinkohlenflugasche (SFA)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,             Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand     Schluff,\nTon                Ton               Ton\n1          2         3             4                 5                  6\n14   Bauweisen 13 unter Platten-\nbelägen                                      –          –         –        –         –        –         –       –         –\n15   Bauweisen 13 unter Pflaster                  –          –         –        –         –        –         –       –         –\n16   Hinterfüllung von Bauwerken\noder Böschungsbereich von\nDämmen unter durchwurzelbarer                –          –         –        –         –        –         –       –         –\nBodenschicht sowie Hinterfüllung\nanalog zu Bauweise E des MTSE\n17   Dämme und Schutzwälle ohne\nMaßnahmen nach MTSE unter                    /          /         /        /         /        /         /        /         /\ndurchwurzelbarer Bodenschicht\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2670               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 25: Braunkohlenflugasche (BFA)\nBraunkohlenflugasche (BFA)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n1   Decke bitumen- oder hydraulisch\ngebunden, Tragschicht bitumen-               +          +         +       +          +        +         +       +        +\ngebunden\n2   Unterbau unter Fundament- oder\nBodenplatten, Bodenverfesti-\ngung unter gebundener Deck-                  +          +         +        –         –        –         –       –        –\nschicht\n3   Tragschicht mit hydraulischen\nBindemitteln unter gebundener                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nDeckschicht\n4   Verfüllung von Baugruben und\nLeitungsgräben unter gebunde-                +          +         +        –         –        –         –       –        –\nner Deckschicht\n5   Asphalttragschicht (teilwasser-\ndurchlässig) unter Pflasterdecken\nund Plattenbelägen, Tragschicht              +          +         +        –         –        –         –       –        –\nhydraulisch gebunden (Dränbe-\nton) unter Pflaster und Platten\n6   Bettung, Frostschutz- oder Trag-\nschicht unter Pflaster oder Plat-\nten jeweils mit wasserundurch-               +          +         +        –         –        +         +       +        +\nlässiger Fugenabdichtung\n7   Schottertragschicht (ToB) unter\ngebundener Deckschicht                       +          +         +       +          +        +         +       +        +\n8   Frostschutzschicht (ToB), Bau-\ngrundverbesserung und Unter-\nbau bis 1 m ab Planum jeweils                –          +         +        –         +        –         +       +        +\nunter gebundener Deckschicht\n9   Dämme oder Wälle gemäß Bau-\nweisen A – D nach MTSE sowie\nHinterfüllung von Bauwerken im               +          +         +        –         –        –         –       –        –\nBöschungsbereich in analoger\nBauweise\n10   Damm oder Wall gemäß Bau-\nweise E nach MTSE                            +          +         +        –         –        –         –       –        –\n11   Bettungssand unter Pflaster oder\nunter Plattenbelägen                         –          +         +        –         –        +         +       +        +\n12   Deckschicht ohne Bindemittel                 –          –         –        –         –        –         –       –        –\n13   ToB, Baugrundverbesserung,\nBodenverfestigung, Unterbau\nbis 1 m Dicke ab Planum sowie\nVerfüllung von Baugruben und                 –          –         –        –         –        –         –       –        –\nLeitungsgräben unter Deck-\nschicht ohne Bindemittel\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                         2671\nBraunkohlenflugasche (BFA)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n14   Bauweisen 13 unter Platten-\nbelägen                                      –          –         –        –         –        –         –       –        –\n15   Bauweisen 13 unter Pflaster                  –          –         –        –         –        –         –       –        –\n16   Hinterfüllung von Bauwerken\noder Böschungsbereich von\nDämmen unter durchwurzelbarer                –          –         –        –         –        –         –       –        –\nBodenschicht sowie Hinterfüllung\nanalog zu Bauweise E des MTSE\n17   Dämme und Schutzwälle ohne\nMaßnahmen nach MTSE unter                    –          –         –        –         –        –         –       –        –\ndurchwurzelbarer Bodenschicht\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2672               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 26: Hausmüllverbrennungsasche der Klasse 1 (HMVA-1)\nHausmüllverbrennungsasche der Klasse 1 (HMVA-1)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n1   Decke bitumen- oder hydraulisch\ngebunden, Tragschicht bitumen-               +          +         +        –         –        +         +       +        +\ngebunden\n2   Unterbau unter Fundament- oder\nBodenplatten, Bodenverfesti-\ngung unter gebundener Deck-                  +          +         +        –         –        +         +       +        +\nschicht\n3   Tragschicht mit hydraulischen\nBindemitteln unter gebundener                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nDeckschicht\n4   Verfüllung von Baugruben und\nLeitungsgräben unter gebunde-                +          +         +        –         –        +         +       +        +\nner Deckschicht\n5   Asphalttragschicht (teilwasser-\ndurchlässig) unter Pflasterdecken\nund Plattenbelägen, Tragschicht              +          +         +       +          +        +         +       +        +\nhydraulisch gebunden (Dränbe-\nton) unter Pflaster und Platten\n6   Bettung, Frostschutz- oder Trag-\nschicht unter Pflaster oder Plat-\nten jeweils mit wasserundurch-               +          +         +        –         –        +         +       +        +\nlässiger Fugenabdichtung\n7   Schottertragschicht (ToB) unter\ngebundener Deckschicht                       +          +         +       +          +        +         +       +        +\n8   Frostschutzschicht (ToB), Bau-\ngrundverbesserung und Unter-\nbau bis 1 m ab Planum jeweils                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nunter gebundener Deckschicht\n9   Dämme oder Wälle gemäß Bau-\nweisen A – D nach MTSE sowie\nHinterfüllung von Bauwerken im               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nBöschungsbereich in analoger\nBauweise\n10   Damm oder Wall gemäß Bau-\nweise E nach MTSE                            +          +         +       +          +        +         +       +        +\n11   Bettungssand unter Pflaster oder\nunter Plattenbelägen                         –          –         –        –         –        –         –       –        –\n12   Deckschicht ohne Bindemittel                 –          –         –        –         –        –         –       –        –\n13   ToB, Baugrundverbesserung,\nBodenverfestigung, Unterbau\nbis 1 m Dicke ab Planum sowie\nVerfüllung von Baugruben und                 –          +         +        –         +        –         +       +        +\nLeitungsgräben unter Deck-\nschicht ohne Bindemittel2\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                              2673\nHausmüllverbrennungsasche der Klasse 1 (HMVA-1)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                                 innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                                  günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                      WSG III A           WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,           HSG III             HSG IV\nSand     Schluff,\nTon                Lehm,               Lehm,              Lehm,\nSand      Schluff,   Sand     Schluff,   Sand    Schluff,\nTon                  Ton               Ton\n1         2         3               4                   5                  6\n14    Bauweisen 13 unter Platten-\nbelägen2                                    –         +         +          –         +         –          +        +       +\n15    Bauweisen 13 unter Pflaster2                –         +         +          –         +         –          +        +       +\n16    Hinterfüllung von Bauwerken\noder Böschungsbereich von\nDämmen unter durchwurzelbarer               +1        +         +          –         +         –          +        +       +\nBodenschicht sowie Hinterfüllung\nanalog zu Bauweise E des MTSE2\n17    Dämme und Schutzwälle ohne\nMaßnahmen nach MTSE unter                   –         +         +          –         +         –          +        +       +\ndurchwurzelbarer Bodenschicht2\n1\nZulässig, wenn „K“ und Chrom, ges. ≤ 65 µg/l.\n2\nNicht zugelassen auf Kinderspielflächen, in Wohngebieten oder Park- und Freizeitanlagen, es gelten die Begriffsbestimmungen gemäß § 2\nNummer 18, 19, 20 BBodSchV.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2674               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 27: Hausmüllverbrennungsasche der Klasse 2 (HMVA-2)\nHausmüllverbrennungsasche der Klasse 2 (HMVA-2)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\n1   Decke bitumen- oder hydraulisch\ngebunden, Tragschicht bitumen-               +          +         +        –         –        +         +       +        +\ngebunden\n2   Unterbau unter Fundament- oder\nBodenplatten, Bodenverfesti-\ngung unter gebundener Deck-                  +          +         +        –         –        +         +       +        +\nschicht\n3   Tragschicht mit hydraulischen\nBindemitteln unter gebundener                +          +         +       +          +        +         +       +        +\nDeckschicht\n4   Verfüllung von Baugruben und\nLeitungsgräben2 unter gebunde-               +          +         +        –         –        +         +       +        +\nner Deckschicht\n5   Asphalttragschicht (teilwasser-\ndurchlässig) unter Pflasterdecken\nund Plattenbelägen, Tragschicht              +          +         +       +          +        +         +       +        +\nhydraulisch gebunden (Dränbe-\nton) unter Pflaster und Platten\n6   Bettung2, Frostschutz- oder\nTragschicht unter Pflaster oder\nPlatten jeweils mit wasserun-                +          +         +        –         –        +         +       +        +\ndurchlässiger Fugenabdichtung\n7   Schottertragschicht (ToB) unter\ngebundener Deckschicht                       +          +         +       +          +        +         +       +        +\n8   Frostschutzschicht (ToB), Bau-\ngrundverbesserung und Unter-\nbau bis 1 m ab Planum jeweils                +1         +         +       +1         +       +1         +       +        +\nunter gebundener Deckschicht\n9   Dämme oder Wälle gemäß Bau-\nweisen A – D nach MTSE sowie\nHinterfüllung von Bauwerken im               +          +         +        –         –        +         +       +        +\nBöschungsbereich in analoger\nBauweise\n10   Damm oder Wall gemäß Bau-\nweise E nach MTSE                            –          +         +        –         –        –         +       +        +\n11   Bettungssand unter Pflaster oder\nunter Plattenbelägen                         –          –         –        –         –        –         –       –        –\n12   Deckschicht ohne Bindemittel                 –          –         –        –         –        –         –       –        –\n13   ToB, Baugrundverbesserung,\nBodenverfestigung, Unterbau\nbis 1 m Dicke ab Planum sowie\nVerfüllung von Baugruben und                 –          –         –        –         –        –         –       –        –\nLeitungsgräben unter Deck-\nschicht ohne Bindemittel\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                              2675\nHausmüllverbrennungsasche der Klasse 2 (HMVA-2)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                                innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                                günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                      WSG III A           WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III             HSG IV\nSand     Schluff,\nTon               Lehm,               Lehm,              Lehm,\nSand      Schluff,   Sand     Schluff,   Sand    Schluff,\nTon                  Ton               Ton\n1          2         3             4                   5                  6\n14    Bauweisen 13 unter Platten-\nbelägen                                      –          –         –        –         –         –          –        –       –\n15    Bauweisen 13 unter Pflaster                  –          –         –        –         –         –          –        –       –\n16    Hinterfüllung von Bauwerken\noder Böschungsbereich von\nDämmen unter durchwurzelbarer                –          –         –        –         –         –          –        –       –\nBodenschicht sowie Hinterfüllung\nanalog zu Bauweise E des MTSE\n17    Dämme und Schutzwälle ohne\nMaßnahmen nach MTSE unter                    –          –         –        –         –         –          –        –       –\ndurchwurzelbarer Bodenschicht\n1\nZulässig, wenn Kupfer ≤ 230 µg/l und Chrom, ges. ≤ 110 µg/l.\n2\nNicht zugelassen auf Kinderspielflächen, in Wohngebieten oder Park- und Freizeitanlagen, es gelten die Begriffsbestimmungen gemäß § 2\nNummer 18, 19, 20 BBodSchV.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2676                Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nAnlage 3\n(zu § 2 Nummer 3 und 16, § 4 Absatz 3,\n§ 19 Absatz 2, Absatz 3 Nummer 2, Absatz 6 bis 8,\n§ 20, § 21 Absatz 2, § 22 Absatz 1 und 2 sowie\n§ 25 Absatz 1 Nummer 5 und Absatz 3 Nummer 5 bis 8)\nEinsatzmöglichkeiten von\nmineralischen Ersatzbaustoffen in spezifischen Bahnbauweisen\nErläuterungen\nDie in diesem Anhang bezeichneten Bahnbauweisen beziehen sich auf die Richtlinie 836.4108 der Deutschen\nBahn AG „Erdbauwerke und sonstige geotechnische Bauwerke; Bauweisen für den Einsatz mineralischer Ersatz-\nbaustoffe“, Ausgabe 2020.5\nDie Beurteilung der Zulässigkeit von mineralischen Ersatzbaustoffen bei der „Hydraulisch gebundenen Trag-\nschicht der Bahnbauweise Feste Fahrbahn“ nach Richtlinie 836.4108 (Bild 5 in der Richtlinie) erfolgt analog zur\nEinbauweise „Tragschicht mit hydraulischen Bindemitteln unter gebundener Deckschicht“ nach Anlage 2 Num-\nmer 3 der jeweiligen Tabellen für die betreffenden mineralischen Ersatzbaustoffe.\nDie Beurteilung der Zulässigkeit von mineralischen Ersatzbaustoffen in den Bahnbauweisen „Dämme gemäß\nBauweise C und D nach der Richtlinie 836.4108 (Bilder 6 bis 11 in der Richtlinie) sowie „Hinterfüllungen von\nBauwerken im Böschungsbereich in analoger Bauweise“ erfolgt analog zur Einbauweise „Dämme oder Wälle\ngemäß Bauweisen C und D nach MTSE sowie Hinterfüllung von Bauwerken im Böschungsbereich in analoger\nBauweise“ nach Anlage 2 Nummer 9 der jeweiligen Tabellen für die betreffenden mineralischen Ersatzbaustoffe,\nwenn im Bereich der bei den Bahnbauweisen fehlenden dichten Fahrbahndecke ein witterungsunempfindliches\nDichtungselement gemäß MTSE – Bauweise C auf den Dammkörper aufgebracht wird und dieses den gesamten\nDammkörper umschließt. Bei der Bauweise D überdeckt das witterungsunempfindliche Dichtungselement den\nKern bis zum Böschungsbereich.\nAußerhalb von Wasserschutzbereichen werden in den Einbautabellen die Konfigurationen der Grundwasserdeck-\nschichten unterschieden in „ungünstig“, „günstig – Sand“ und „günstig – Lehm, Schluff, Ton“.\nDie Konfigurationen der natürlich vorliegenden oder herzustellenden Grundwasserdeckschichten werden gemäß\nden Erläuterungen zu Anlage 2 festgelegt.\nInnerhalb von Wasserschutzbereichen sind die Einsatzmöglichkeiten von mineralischen Ersatzbaustoffen auf\ngünstige Eigenschaften der Grundwasserdeckschichten (Sand oder Lehm, Schluff, Ton, grundwasserfreie Sicker-\nstrecke > 1 m) beschränkt.\nEintragungen oder Bezeichnungen in den Tabellen:\n/                nicht relevant\n+                Einbau zulässig\n–                Einbau unzulässig\nWSG III A        Wasserschutzgebiet Zone III A\nWSG III B        Wasserschutzgebiet Zone III B\nHSG III          Heilquellenschutzgebiet der Zone III\nHSG IV           Heilquellenschutzgebiet der Zone IV\nFußnotenregelungen\nMit Fußnoten werden zusätzlich zu den Materialwerten der Anlage 1 einzelne Konzentrationswerte festgelegt, bei\nderen Einhaltung sich weitere Einsatzmöglichkeiten von mineralischen Ersatzbaustoffen ergeben. Mineralische\nErsatzbaustoffe, die sowohl die Materialwerte aus Anlage 1 als auch die in den Fußnoten festgelegten Konzen-\ntrationswerte einhalten, sind in den mit Fußnoten gekennzeichneten Bauweisen der Einbautabellen, ggf. mit zu-\nsätzlichen Einschränkungen, zulässig.\nEinzelne Fußnoten bezeichnen Einschränkungen der Einsatzmöglichkeiten.\n5\nDie Richtlinie 836.4108 der Deutschen Bahn AG ist auf der Internetseite der Deutschen Bahn AG https://mediendienste.extranet.deutschebahn.\ncom/TM/PDF/2020-03-04_Ril%20836.4108_Bahnbauweisen%20f%C3%BCr%20den%20Einsatz%20mineralischer%20Ersatzbaustoffe_Ent-\nwurf.pdf veröffentlicht und bei der Deutschen Nationalbibliothek archivmäßig gesichert niedergelegt und einsehbar.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                     2677\nTabellenverzeichnis:\nTabelle 1: Bodenmaterial der Klassen 0*(BM-0*), F0*(BM-F0*), Baggergut der Klassen 0* (BG-0*), F0* (BG-F0*); Gleisschotter\nder Klasse 0 (GS-0); Schmelzkammergranulat aus der Feuerung von Steinkohle (SKG)\nTabelle 2: Bodenmaterial der Klasse F1 (BM-F1), Baggergut der Klasse F1 (BG-F1)\nTabelle 3: Bodenmaterial der Klasse 2 (BM-F2), Baggergut der Klasse F2 (BG-F2)\nTabelle 4: Bodenmaterial der Klasse F3 (BM-F3), Baggergut der Klasse F3 (BG-F3)\nTabelle 5: Gleisschotter der Klasse 1 (GS-1)\nTabelle 6: Gleisschotter der Klasse 2 (GS-2)\nTabelle 7: Gleisschotter der Klasse 3 (GS-3)\nTabelle 8: Recycling-Baustoff der Klasse 1 (RC-1)\nTabelle 9: Recycling-Baustoff der Klasse 2 (RC-2)\nTabelle 10: Recycling-Baustoff der Klasse 3 (RC-3)\nTabelle 11: Stahlwerksschlacke der Klasse 1 (SWS-1)\nTabelle 12: Stahlwerksschlacke der Klasse 2 (SWS-2)\nTabelle 13: Hochofenstückschlacke der Klasse 1 (HOS-1)\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2678               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 1: Bodenmaterial der Klassen 0* (BM-0*), F0* (BM-F0)*, Baggergut der Klassen 0* (BG-0*),\nF0* (BG-F0*); Gleisschotter der Klasse 0 (GS-0); Schmelzkammergranulat aus der Feuerung\nvon Steinkohle (SKG)\nBodenmaterial der Klassen 0* (BM-0*), F0* (BM-F0)*, Baggergut der Klassen 0* (BG-0*), F0* (BG-F0*)\nGleisschotter der Klasse 0 (GS-0),\nSchmelzkammergranulat aus der Feuerung von Steinkohle (SKG)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\nB1   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise Standard Damm                          +          +         +       +          +        +         +       +        +\nB2   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise Standard Einschnitt                    +          +         +       +          +        +         +       +        +\nB3   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise H                                      +          +         +       +          +        +         +       +        +\nB4   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise H modifiziert                          +          +         +       +          +        +         +       +        +\nB5   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise                       +          +         +       +          +        +         +       +        +\nStandard Damm\nB6   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise Stan-                 +          +         +       +          +        +         +       +        +\ndard Einschnitt\nB7   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise H                     +          +         +       +          +        +         +       +        +\nB8   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise H                     +          +         +       +          +        +         +       +        +\nmodifiziert\nB9   Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise H                           +          +         +       +          +        +         +       +        +\nB10 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise H modifiziert               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nB11 Spezielle Bodenschicht der\nBahnbauweise H                               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nB12 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Standard Damm                          +          +         +       +          +        +         +       +        +\nB13 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Standard Einschnitt                    +          +         +       +          +        +         +       +        +\nB14 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise H                                      +          +         +       +          +        +         +       +        +\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                         2679\nBodenmaterial der Klassen 0* (BM-0*), F0* (BM-F0)*, Baggergut der Klassen 0* (BG-0*), F0* (BG-F0*)\nGleisschotter der Klasse 0 (GS-0),\nSchmelzkammergranulat aus der Feuerung von Steinkohle (SKG)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\nB15 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise H modifiziert                          +          +         +       +          +        +         +       +        +\nB16 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise Feste Fahr-                 +          +         +       +          +        +         +       +        +\nbahn\nB17 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Feste Fahrbahn                         +          +         +       +          +        +         +       +        +\nB18 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise Feste Fahr-\nbahn mit Randwegabdichtung                   +          +         +       +          +        +         +       +        +\noberhalb der FSS\nB19 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Feste Fahrbahn mit                     +          +         +       +          +        +         +       +        +\nRandwegabdichtung\nB20 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nunterhalb Planumsschutzschicht\n(PSS) bzw. PSS der Bahnbau-                  +          +         +       +          +        +         +       +        +\nweise E 1\nB21 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 1 mit Dichtungselement               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nauf dem Planum\nB22 Tragschicht als witterungsun-\nempfindliches Dichtungselement               +          +         +       +          +        +         +       +        +\nder Bahnbauweise E 2\nB23 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 2                                    +          +         +       +          +        +         +       +        +\nB24 Planumsschutzschicht (PSS)\nund Unterbau (Damm) der                      +          +         +       +          +        +         +       +        +\nBahnbauweise E 3a\nB25 Planumsschutzschicht (PSS) der\nBahnbauweise E 3b                            +          +         +       +          +        +         +       +        +\nB26 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 3b                                   +          +         +       +          +        +         +       +        +\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2680               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 2: Bodenmaterial der Klasse F1 (BM-F1), Baggergut der Klasse F1 (BG-F1)\nBodenmaterial der Klasse F1 (BM-F1), Baggergut der Klasse F1 (BG-F1)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,             Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand     Schluff,\nTon                Ton               Ton\n1          2         3             4                 5                  6\nB1   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise Standard Damm                           /         /         /        /         /        /         /        /         /\nB2   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise Standard Einschnitt                     /         /         /        /         /        /         /        /         /\nB3   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise H                                       /         /         /        /         /        /         /        /         /\nB4   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise H modifiziert                           /         /         /        /         /        /         /        /         /\nB5   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise Stan-                 –          +         +        –         +        –         +       +         +\ndard Damm\nB6   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise Stan-                 –          +         +        –         +        –         +       +         +\ndard Einschnitt\nB7   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise H                     –          +         +        –         +        –         +       +         +\nB8   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise H                     –          +         +        –         +        –         +       +         +\nmodifiziert\nB9   Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise H                           –          +         +        –         +        –         +       +         +\nB10 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise H modifiziert               –          +         +        –         +        –         +       +         +\nB11 Spezielle Bodenschicht der\nBahnbauweise H                               +1         +         +       +1         +       +1         +       +         +\nB12 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Standard Damm                          –          +         +        –         +        –         +       +         +\nB13 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Standard Einschnitt                    –          +         +        –         +        –         +       +         +\nB14 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise H                                      –          +         +        –         +        –         +       +         +\nB15 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise H modifiziert                          +2         +         +       +2         +       +2         +       +         +\nB16 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise Feste Fahr-                 +3         +         +       +3         +       +3         +       +         +\nbahn\nB17 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Feste Fahrbahn                         –          +         +        –         +        –         +       +         +\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                                2681\nBodenmaterial der Klasse F1 (BM-F1), Baggergut der Klasse F1 (BG-F1)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                                  innerhalb von\nWasserschutzbereichen                           Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                                   günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                        WSG III A            WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,          HSG III              HSG IV\nSand      Schluff,\nTon                 Lehm,                Lehm,            Lehm,\nSand      Schluff,  Sand       Schluff, Sand    Schluff,\nTon                  Ton              Ton\n1          2         3                4                    5                6\nB18 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise Feste Fahr-\nbahn mit Randwegabdichtung                  +          +         +          +         +          +         +        +       +\noberhalb der FSS\nB19 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Feste Fahrbahn mit                   +3          +         +         +3         +         +3         +        +       +\nRandwegabdichtung\nB20 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nunterhalb Planumsschutzschicht\n(PSS) bzw. PSS der Bahnbau-                 –          +         +          –         +          –         +        +       +\nweise E 1\nB21 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 1 mit Dichtungselement              +          +         +          +         +          +         +        +       +\nauf dem Planum\nB22 Tragschicht als witterungsun-\nempfindliches Dichtungselement             +2          +         +         +2         +         +2         +        +       +\nder Bahnbauweise E 2\nB23 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 2                                   –          +         +          –         +          –         +        +       +\nB24 Planumsschutzschicht (PSS)\nund Unterbau (Damm) der                     –          +         +          –         +          –         +        +       +\nBahnbauweise E 3a\nB25 Planumsschutzschicht (PSS) der\nBahnbauweise E 3b                           –          +         +          –         +          –         +        +       +\nB26 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 3b                                  –          +         +          –         +          –         +        +       +\n1\nZulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 120 µg/l.\n2\nZulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 100 µg/l, Chlorphenole, ges. ≤ 10 µg/l, PAK15 ≤ 2,0 µg/l und Phenole ≤ 80 µg/l.\n3\nZulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 130 µg/l.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2682               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 3: Bodenmaterial der Klasse 2 (BM-F2), Baggergut der Klasse F2 (BG-F2)\nBodenmaterial der Klasse 2 (BM-F2), Baggergut der Klasse F2 (BG-F2)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,             Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand     Schluff,\nTon                Ton               Ton\n1          2         3             4                 5                  6\nB1   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise Standard Damm                           /         /         /        /         /        /         /        /         /\nB2   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise Standard Einschnitt                     /         /         /        /         /        /         /        /         /\nB3   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise H                                       /         /         /        /         /        /         /        /         /\nB4   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise H modifiziert                           /         /         /        /         /        /         /        /         /\nB5   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise Stan-                 –         +2         +        –        +2        –        +2       +2        +\ndard Damm\nB6   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise Stan-                 –         +2         +        –        +2        –        +2       +2        +\ndard Einschnitt\nB7   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise H                     –          +         +        –         +        –         +       +         +\nB8   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise H                     –          +         +        –         +        –         +       +         +\nmodifiziert\nB9   Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise H                           –          +         +        –         +        –         +       +         +\nB10 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise H modifiziert               –          +         +        –         +        –         +       +         +\nB11 Spezielle Bodenschicht der\nBahnbauweise H                               +1         +         +       +1         +       +1         +       +         +\nB12 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Standard Damm                          –         +2         +        –        +2        –        +2       +2        +\nB13 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Standard Einschnitt                    –         +2         +        –        +2        –        +2       +2        +\nB14 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise H                                      –          +         +        –         +        –         +       +         +\nB15 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise H modifiziert                          –          +         +        –         +        –         +       +         +\nB16 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise Feste Fahr-                 +1         +         +       +1         +       +1         +       +         +\nbahn\nB17 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Feste Fahrbahn                         –          +         +        –         +        –         +       +         +\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                                  2683\nBodenmaterial der Klasse 2 (BM-F2), Baggergut der Klasse F2 (BG-F2)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                                  innerhalb von\nWasserschutzbereichen                          Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                                    günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                         WSG III A            WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,           HSG III             HSG IV\nSand      Schluff,\nTon                 Lehm,               Lehm,              Lehm,\nSand      Schluff,  Sand      Schluff,   Sand    Schluff,\nTon                 Ton                Ton\n1        2          3                4                   5                  6\nB18 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise Feste Fahr-\nbahn mit Randwegabdichtung                    +        +          +          +          +         +         +         +       +\noberhalb der FSS\nB19 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Feste Fahrbahn mit                     +1        +          +         +1          +        +1         +         +       +\nRandwegabdichtung\nB20 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nunterhalb Planumsschutzschicht\n(PSS) bzw. PSS der Bahnbau-                   –        +          +          –          +         –         +         +       +\nweise E 1\nB21 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 1 mit Dichtungselement                +        +          +          +          +         +         +         +       +\nauf dem Planum\nB22 Tragschicht als witterungsun-\nempfindliches Dichtungselement               +1        +          +         +1          +        +1         +         +       +\nder Bahnbauweise E 2\nB23 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 2                                     –        +          +          –          +         –         +         +       +\nB24 Planumsschutzschicht (PSS)\nund Unterbau (Damm) der                       –       +2          +          –         +2         –        +2        +2       +\nBahnbauweise E 3a\nB25 Planumsschutzschicht (PSS) der\nBahnbauweise E 3b                             –        +          +          –          +         –         +         +       +\nB26 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 3b                                    –        +          +          –          +         –         +         +       +\n1\nZulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 120 µg/l, Vanadium ≤ 230 µg/l, PAK15 ≤ 2,3 µg/l, Chlorphenole, ges. ≤ 12 µg/l und Phenole ≤ 90 µg/l.\n2\nZulässig, wenn Arsen ≤ 45 µg/l, Blei ≤ 195 µg/l, Cadmium ≤ 4,8 µg/l, Nickel ≤ 50 µg/l, Vanadium ≤ 120 µg/l und Zink ≤ 270 µg/l.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2684               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 4: Bodenmaterial der Klasse F3 (BM-F3), Baggergut der Klasse F3 (BG-F3)\nBodenmaterial der Klasse F3 (BM-F3), Baggergut der Klasse F3 (BG-F3)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,             Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand     Schluff,\nTon                Ton               Ton\n1          2         3             4                 5                  6\nB1   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise Standard Damm                          /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB2   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise Standard Einschnitt                    /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB3   Schotteroberbau der Bahnbau-                 /          /         /        /         /        /         /        /         /\nweise H\nB4   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise H modifiziert                          /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB5   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise Stan-                 –          –         +        –         –        –         –       –         +\ndard Damm\nB6   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise Stan-                 –          –         +        –         –        –         –       –         +\ndard Einschnitt\nB7   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise H                     –          –         +        –         –        –         –       –         +\nB8   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise H                     –         +1         +        –        +1        –        +1       +1        +\nmodifiziert\nB9   Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise H                           –         +1         +        –        +1        –        +1       +1        +\nB10 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise H modifiziert               –          +         +        –         +        –         +       +         +\nB11 Spezielle Bodenschicht der\nBahnbauweise H                               –          +         +        –         +        –         +       +         +\nB12 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Standard Damm                          –          –         +        –         –        –         –       –         +\nB13 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Standard Einschnitt                    –          –         +        –         –        –         –       –         +\nB14 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise H                                      –         +2         +        –        +2        –        +2       +2        +\nB15 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise H modifiziert                          –          +         +        –         +        –         +       +         +\nB16 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise Feste Fahr-                 –          +         +        –         +        –         +       +         +\nbahn\nB17 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Feste Fahrbahn                         –         +1         +        –        +1        –        +1       +1        +\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                           2685\nBodenmaterial der Klasse F3 (BM-F3), Baggergut der Klasse F3 (BG-F3)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                             innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                       WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,        HSG III             HSG IV\nSand    Schluff,\nTon               Lehm,              Lehm,           Lehm,\nSand     Schluff,  Sand     Schluff, Sand    Schluff,\nTon                Ton             Ton\n1          2         3            4                  5                6\nB18 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise Feste Fahr-\nbahn mit Randwegabdichtung                   –          +         +       –         +         –         +      +       +\noberhalb der FSS\nB19 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Feste Fahrbahn mit                     –          +         +       –         +         –         +      +       +\nRandwegabdichtung\nB20 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nunterhalb Planumsschutzschicht\n(PSS) bzw. PSS der Bahnbau-                  –          +         +       –         +         –         +      +       +\nweise E 1\nB21 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 1 mit Dichtungselement               –          +         +       –         +         –         +      +       +\nauf dem Planum\nB22 Tragschicht als witterungsun-\nempfindliches Dichtungselement               –          +         +       –         +         –         +      +       +\nder Bahnbauweise E 2\nB23 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 2                                    –          +         +       –         +         –         +      +       +\nB24 Planumsschutzschicht (PSS)\nund Unterbau (Damm) der                      –          –         +       –         –         –         –      –       +\nBahnbauweise E 3a\nB25 Planumsschutzschicht (PSS) der\nBahnbauweise E 3b                            –         +3         +       –        +3         –        +3     +3       +\nB26 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 3b                                   –         +3         +       –        +3         –        +3     +3       +\n1\nZulässig, wenn Nickel ≤ 170 µg/l, und Zink ≤ 1 400 µg/l.\n2\nZulässig, wenn Cadmium ≤ 13 µg/l, Nickel ≤ 110 µg/l, Vanadium ≤ 640 µg/l und Zink ≤ 850 µg/l.\n3\nZulässig, wenn Nickel ≤ 140 µg/l und Zink ≤ 1 200 µg/l.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2686               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 5: Gleisschotter der Klasse 1 (GS-1)\nGleisschotter der Klasse 1 (GS-1)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\nB1   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise Standard Damm                          –          +         +        –         +        –         +       +        +\nB2   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise Standard Einschnitt                    –          +         +        –         +        –         +       +        +\nB3   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise H                                      –          +         +        –         +        –         +       +        +\nB4   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise H modifiziert                          –          +         +        –         +        –         +       +        +\nB5   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise Stan-                 –          +         +        –         +        –         +       +        +\ndard Damm\nB6   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise Stan-                 –          +         +        –         +        –         +       +        +\ndard Einschnitt\nB7   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise H                     –          +         +        –         +        –         +       +        +\nB8   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise H                     –          +         +        –         +        –         +       +        +\nmodifiziert\nB9   Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise H                           –          +         +        –         +        –         +       +        +\nB10 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise H modifiziert               –          +         +        –         +        –         +       +        +\nB11 Spezielle Bodenschicht der\nBahnbauweise H                               +1         +         +       +1         +       +1         +       +        +\nB12 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Standard Damm                          –          +         +        –         +        –         +       +        +\nB13 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Standard Einschnitt                    –          +         +        –         +        –         +       +        +\nB14 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise H                                      –          +         +        –         +        –         +       +        +\nB15 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise H modifiziert                          +2         +         +       +2         +       +2         +       +        +\nB16 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise Feste Fahr-                 +3         +         +       +3         +       +3         +       +        +\nbahn\nB17 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Feste Fahrbahn                         –          +         +        –         +        –         +       +        +\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                            2687\nGleisschotter der Klasse 1 (GS-1)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                                innerhalb von\nWasserschutzbereichen                          Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                                 günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                        WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,          HSG III            HSG IV\nSand      Schluff,\nTon                Lehm,              Lehm,           Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff, Sand    Schluff,\nTon                Ton             Ton\n1         2         3               4                 5                6\nB18 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise Feste Fahr-\nbahn mit Randwegabdichtung                   +         +         +          +         +        +         +      +       +\noberhalb der FSS\nB19 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Feste Fahrbahn mit                    +3         +         +         +3         +       +3         +      +       +\nRandwegabdichtung\nB20 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nunterhalb Planumsschutzschicht\n(PSS) bzw. PSS der Bahnbau-                  –         +         +          –         +        –         +      +       +\nweise E 1\nB21 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 1 mit Dichtungselement               +         +         +          +         +        +         +      +       +\nauf dem Planum\nB22 Tragschicht als witterungsun-\nempfindliches Dichtungselement              +1         +         +         +1         +       +1         +      +       +\nder Bahnbauweise E 2\nB23 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 2                                    –         +         +          –         +        –         +      +       +\nB24 Planumsschutzschicht (PSS)\nund Unterbau (Damm) der                      –         +         +          –         +        –         +      +       +\nBahnbauweise E 3a\nB25 Planumsschutzschicht (PSS) der\nBahnbauweise E 3b                            –         +         +          –         +        –         +      +       +\nB26 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 3b                                   –         +         +          –         +        –         +      +       +\n1\nZulässig, wenn Glyphosat, Simazin und sonstige Herbizide ≤ 1,2 µg/l.\n2\nZulässig, wenn Glyphosat, Simazin, sonstige Herbizide ≤ 1,0 µg/l und PAK15 ≤ 2,0 µg/l.\n3\nZulässig, wenn Glyphosat, Simazin und sonstige Herbizide ≤ 1,3 µg/l.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2688               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 6: Gleisschotter der Klasse 2 (GS-2)\nGleisschotter der Klasse 2 (GS-2)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\nB1   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise Standard Damm                          –          –        +1        –         –        –         –       –       +1\nB2   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise Standard Einschnitt                    –          –        +2        –         –        –         –       –       +2\nB3   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise H                                      –         +3         +        –        +3        –        +3       +3       +\nB4   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise H modifiziert                          –          +         +        –         +        –         +       +        +\nB5   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise Stan-                 –          –         –        –         –        –         –       –        –\ndard Damm\nB6   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise Stan-                 –          –         –        –         –        –         –       –        –\ndard Einschnitt\nB7   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise H                     –          –         –        –         –        –         –       –        –\nB8   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise H                     –          +         +        –         +        –         +       +        +\nmodifiziert\nB9   Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise H                           –          +         +        –         +        –         +       +        +\nB10 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise H modifiziert               –          +         +        –         +        –         +       +        +\nB11 Spezielle Bodenschicht der\nBahnbauweise H                               –          +         +        –         +        –         +       +        +\nB12 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Standard Damm                          –          –         –        –         –        –         –       –        –\nB13 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Standard Einschnitt                    –          –         –        –         –        –         –       –        –\nB14 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise H                                      –          +         +        –         +        –         +       +        +\nB15 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise H modifiziert                          –          +         +        –         +        –         +       +        +\nB16 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise Feste Fahr-                 –          +         +        –         +        –         +       +        +\nbahn\nB17 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Feste Fahrbahn                         –          +         +        –         +        –         +       +        +\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                                       2689\nGleisschotter der Klasse 2 (GS-2)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                                     innerhalb von\nWasserschutzbereichen                             Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                                      günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                          WSG III A             WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,           HSG III                HSG IV\nSand      Schluff,\nTon                 Lehm,                  Lehm,                Lehm,\nSand      Schluff,    Sand       Schluff,   Sand      Schluff,\nTon                   Ton                  Ton\n1         2           3               4                      5                    6\nB18 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise Feste Fahr-\nbahn mit Randwegabdichtung                    –         +           +         –           +          –          +         +          +\noberhalb der FSS\nB19 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Feste Fahrbahn mit                      –         +           +         –           +          –          +         +          +\nRandwegabdichtung\nB20 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nunterhalb Planumsschutzschicht\n(PSS) bzw. PSS der Bahnbau-                   –         +           +         –           +          –          +         +          +\nweise E 1\nB21 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 1 mit Dichtungselement                –         +           +         –           +          –          +         +          +\nauf dem Planum\nB22 Tragschicht als witterungsun-\nempfindliches Dichtungselement                –         +           +         –           +          –          +         +          +\nder Bahnbauweise E 2\nB23 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 2                                     –         +           +         –           +          –          +         +          +\nB24 Planumsschutzschicht (PSS)\nund Unterbau (Damm) der                       –         –          +4         –           –          –          –          –        +4\nBahnbauweise E 3a\nB25 Planumsschutzschicht (PSS) der\nBahnbauweise E 3b                             –         +           +         –           +          –          +         +          +\nB26 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 3b                                    –         +           +         –           +          –          +         +          +\n1\nZulässig, wenn AMPA ≤ 7,3 µg/l, Glyphosat ≤ 5,5 µg/l, Atrazin ≤ 2,0 µg/l, Bromacil ≤ 0,8 µg/l, Diuron ≤ 0,5 µg/l, Simazin ≤ 5,8 µg/l und sonstige\nHerbizide ≤ 5,3 µg/l.\n2\nZulässig, wenn AMPA, Glyphosat ≤ 5,8 µg/l, Atrazin ≤ 1,5 µg/l, Bromacil ≤ 0,7 µg/l, Diuron ≤ 0,4 µg/l, Simazin ≤ 4,1 µg/l, sonstige Herbizide\n≤ 3,7 µg/l und PAK15 ≤ 28 µg/l.\n3\nZulässig, wenn AMPA ≤ 14 µg/l, Atrazin ≤ 3,0 µg/l, Bromacil ≤ 1,0 µg/l, Diuron ≤ 0,7 µg/l und Simazin ≤ 9,6 µg/l.\n4\nZulässig, wenn AMPA, Glyphosat, Simazin und sonstige Herbizide ≤ 10,3 µg/l.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2690               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 7: Gleisschotter der Klasse 3 (GS-3)\nGleisschotter der Klasse 3 (GS-3)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\nB1   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise Standard Damm                          –          –         –        –         –        –         –       –        –\nB2   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise Standard Einschnitt                    –          –         –        –         –        –         –       –        –\nB3   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise H                                      –          –         –        –         –        –         –       –        –\nB4   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise H modifiziert                          –          –        +1        –         –        –         –       –       +1\nB5   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise Stan-                 –          –         –        –         –        –         –       –        –\ndard Damm\nB6   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise Stan-                 –          –         –        –         –        –         –       –        –\ndard Einschnitt\nB7   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise H                     –          –         –        –         –        –         –       –        –\nB8   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise H                     –          –        +1        –         –        –         –       –       +1\nmodifiziert\nB9   Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise H                           –          –         –        –         –        –         –       –        –\nB10 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise H modifiziert               –          +         +        –         +        –         +       +        +\nB11 Spezielle Bodenschicht der\nBahnbauweise H                               –          –        +2        –         –        –         –       –       +2\nB12 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Standard Damm                          –          –         –        –         –        –         –       –        –\nB13 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Standard Einschnitt                    –          –         –        –         –        –         –       –        –\nB14 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise H                                      –          –         –        –         –        –         –       –        –\nB15 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise H modifiziert                          –          +         +        –         +        –         +       +        +\nB16 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise Feste Fahr-                 –          –         +        –         –        –         –       –        +\nbahn\nB17 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Feste Fahrbahn                         –          –        +3        –         –        –         –       –       +3\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                         2691\nGleisschotter der Klasse 3 (GS-3)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                       Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,        HSG III            HSG IV\nSand      Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,           Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff, Sand    Schluff,\nTon                Ton             Ton\n1         2          3            4                 5                6\nB18 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise Feste Fahr-\nbahn mit Randwegabdichtung                  –         +          +       –         +        –         +      +        +\noberhalb der FSS\nB19 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Feste Fahrbahn mit                    –         +          +       –         +        –         +      +        +\nRandwegabdichtung\nB20 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nunterhalb Planumsschutzschicht\n(PSS) bzw. PSS der Bahnbau-                 –         +          +       –         +        –         +      +        +\nweise E 1\nB21 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 1 mit Dichtungselement              –         +          +       –         +        –         +      +        +\nauf dem Planum\nB22 Tragschicht als witterungsun-\nempfindliches Dichtungselement              –         +          +       –         +        –         +      +        +\nder Bahnbauweise E 2\nB23 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 2                                   –         +          +       –         +        –         +      +        +\nB24 Planumsschutzschicht (PSS)\nund Unterbau (Damm) der                     –         –          –       –         –        –         –      –        –\nBahnbauweise E 3a\nB25 Planumsschutzschicht (PSS) der\nBahnbauweise E 3b                           –         –          –       –         –        –         –      –        –\nB26 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 3b                                  –         –          –       –         –        –         –      –        –\n1\nZulässig, wenn AMPA ≤ 27 µg/l.\n2\nZulässig, wenn AMPA ≤ 45 µg/l, Bromacil ≤ 5,2 µg/l und Diuron ≤ 3,9 µg/l.\n3\nZulässig, wenn AMPA ≤ 34 µg/l, Bromacil ≤ 4,2 µg/l und Diuron ≤ 3,5 µg/l.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2692               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 8: Recycling-Baustoff der Klasse 1 (RC-1)\nRecycling-Baustoff der Klasse 1 (RC-1)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,             Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand     Schluff,\nTon                Ton               Ton\n1          2         3             4                 5                  6\nB1   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise Standard Damm                           /         /         /        /         /        /         /        /         /\nB2   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise Standard Einschnitt                     /         /         /        /         /        /         /        /         /\nB3   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise H                                       /         /         /        /         /        /         /        /         /\nB4   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise H modifiziert                           /         /         /        /         /        /         /        /         /\nB5   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise Stan-                 +1         +         +       +1         +       +1         +       +         +\ndard Damm\nB6   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise Stan-                 +1         +         +       +1         +       +1         +       +         +\ndard Einschnitt\nB7   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise H                     +1         +         +       +1         +       +1         +       +         +\nB8   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise H                     +1         +         +       +1         +       +1         +       +         +\nmodifiziert\nB9   Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise H                           +1         +         +       +1         +       +1         +       +         +\nB10 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise H modifiziert               +1         +         +       +1         +       +1         +       +         +\nB11 Spezielle Bodenschicht der\nBahnbauweise H                                /         /         /        /         /        /         /        /         /\nB12 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Standard Damm                          +1         +         +       +1         +       +1         +       +         +\nB13 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Standard Einschnitt                    +1         +         +       +1         +       +1         +       +         +\nB14 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise H                                      +1         +         +       +1         +       +1         +       +         +\nB15 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise H modifiziert                          +2         +         +       +2         +       +2         +       +         +\nB16 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise Feste Fahr-                 +2         +         +       +2         +       +2         +       +         +\nbahn\nB17 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Feste Fahrbahn                         +1         +         +       +1         +       +1         +       +         +\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                            2693\nRecycling-Baustoff der Klasse 1 (RC-1)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                               innerhalb von\nWasserschutzbereichen                         Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                                 günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                       WSG III A           WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,          HSG III             HSG IV\nSand     Schluff,\nTon               Lehm,               Lehm,           Lehm,\nSand     Schluff,  Sand     Schluff, Sand    Schluff,\nTon                Ton             Ton\n1         2         3              4                  5                6\nB18 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise Feste Fahr-\nbahn mit Randwegabdichtung                   +         +         +         +         +         +         +      +       +\noberhalb der FSS\nB19 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Feste Fahrbahn mit                    +2         +         +        +2         +        +2         +      +       +\nRandwegabdichtung\nB20 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nunterhalb Planumsschutzschicht\n(PSS) bzw. PSS der Bahnbau-                 +1         +         +        +1         +        +1         +      +       +\nweise E 1\nB21 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 1 mit Dichtungselement               +         +         +         +         +         +         +      +       +\nauf dem Planum\nB22 Tragschicht als witterungsun-\nempfindliches Dichtungselement              +2         +         +        +2         +        +2         +      +       +\nder Bahnbauweise E 2\nB23 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 2                                   +1         +         +        +1         +        +1         +      +       +\nB24 Planumsschutzschicht (PSS)\nund Unterbau (Damm) der                     +1         +         +        +1         +        +1         +      +       +\nBahnbauweise E 3a\nB25 Planumsschutzschicht (PSS) der\nBahnbauweise E 3b                           +1         +         +        +1         +        +1         +      +       +\nB26 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 3b                                  +1         +         +        +1         +        +1         +      +       +\n1\nZulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 25 µg/l, Kupfer ≤ 50 µg/l, Vanadium ≤ 50 µg/l und PAK15 ≤ 0,5 µg/l.\n2\nZulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 100 µg/l und PAK15 ≤ 2 µg/l.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2694               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 9: Recycling-Baustoff der Klasse 2 (RC-2)\nRecycling-Baustoff der Klasse 2 (RC-2)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,             Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand     Schluff,\nTon                Ton               Ton\n1          2         3             4                 5                  6\nB1   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise Standard Damm                          /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB2   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise Standard Einschnitt                    /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB3   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise H                                      /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB4   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise H modifiziert                          /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB5   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise Stan-                 –         +1         +        –        +1        –        +1       +1        +\ndard Damm\nB6   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise Stan-                 –         +2         +        –        +2        –        +2       +2        +\ndard Einschnitt\nB7   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise H                     –         +3         +        –        +3        –        +3       +3        +\nB8   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise H                     –          +         +        –         +        –         +       +         +\nmodifiziert\nB9   Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise H                           –          +         +        –         +        –         +       +         +\nB10 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise H modifiziert               –          +         +        –         +        –         +       –         +\nB11 Spezielle Bodenschicht der\nBahnbauweise H                               /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB12 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Standard Damm                          –         +2         +        –        +2        –        +2       +2        +\nB13 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Standard Einschnitt                    –         +2         +        –        +2        –        +2       +2        +\nB14 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise H                                      –          +         +        –         +        –         +       +         +\nB15 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise H modifiziert                          –          +         +        –         +        –         +       +         +\nB16 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise Feste Fahr-                 –          +         +        –         +        –         +       +         +\nbahn\nB17 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Feste Fahrbahn                         –          +         +        –         +        –         +       +         +\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                          2695\nRecycling-Baustoff der Klasse 2 (RC-2)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                               innerhalb von\nWasserschutzbereichen                       Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                        WSG III A        WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,          HSG III           HSG IV\nSand    Schluff,\nTon               Lehm,              Lehm,           Lehm,\nSand      Schluff, Sand     Schluff, Sand    Schluff,\nTon               Ton             Ton\n1          2         3             4                 5                6\nB18 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise Feste Fahr-\nbahn mit Randwegabdichtung                  –          +         +        –          +       –         +      +       +\noberhalb der FSS\nB19 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Feste Fahrbahn mit                    –          +         +        –          +       –         +      +       +\nRandwegabdichtung\nB20 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nunterhalb Planumsschutzschicht\n(PSS) bzw. PSS der Bahnbau-                 –          +         +        –          +       –         +      +       +\nweise E 1\nB21 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 1 mit Dichtungselement              –          +         +        –          +       –         +      +       +\nauf dem Planum\nB22 Tragschicht als witterungsun-\nempfindliches Dichtungselement              –          +         +        –          +       –         +      +       +\nder Bahnbauweise E 2\nB23 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 2                                   –          +         +        –          +       –         +      +       +\nB24 Planumsschutzschicht (PSS)\nund Unterbau (Damm) der                     –         +3         +        –         +3       –        +3     +3       +\nBahnbauweise E 3a\nB25 Planumsschutzschicht (PSS) der\nBahnbauweise E 3b                           –          +         +        –          +       –         +      +       +\nB26 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 3b                                  –          +         +        –          +       –         +      +       +\n1\nZulässig, wenn Vanadium ≤ 170 µg/l.\n2\nZulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 320 µg/l, Kupfer ≤ 230 µg/l und Vanadium ≤ 120 µg/l.\n3\nZulässig, wenn Vanadium ≤ 340 µg/l.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2696               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 10: Recycling-Baustoff der Klasse 3 (RC-3)\nRecycling-Baustoff der Klasse 3 (RC-3)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,             Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand     Schluff,\nTon                Ton               Ton\n1          2         3             4                 5                  6\nB1   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise Standard Damm                          /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB2   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise Standard Einschnitt                    /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB3   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise H                                      /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB4   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise H modifiziert                          /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB5   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise Stan-                 –          –        +1        –         –        –         –       –        +1\ndard Damm\nB6   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise Stan-                 –          –        +2        –         –        –         –       –        +2\ndard Einschnitt\nB7   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise H                     –          –         +        –         –        –         –       –         +\nB8   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise H                     –         +3         +        –        +3        –        +3       +3        +\nmodifiziert\nB9   Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise H                           –          –         +        –         –        –         –       –         +\nB10 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise H modifiziert               –          +         +        –         +        –         +       +         +\nB11 Spezielle Bodenschicht der\nBahnbauweise H                               /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB12 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Standard Damm                          –          –         –        –         –        –         –       –         –\nB13 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Standard Einschnitt                    –          –         –        –         –        –         –       –         –\nB14 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise H                                      –          –         +        –         –        –         –       –         +\nB15 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise H modifiziert                          –          +         +        –         +        –         +       +         +\nB16 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise Feste Fahr-                 –          +         +        –         +        –         +       +         +\nbahn\nB17 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Feste Fahrbahn                         –          +         +        –         +        –         +       +         +\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                         2697\nRecycling-Baustoff der Klasse 3 (RC-3)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                      Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                              günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                      WSG III A         WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III           HSG IV\nSand    Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,           Lehm,\nSand    Schluff, Sand     Schluff, Sand    Schluff,\nTon               Ton             Ton\n1          2         3            4                 5                6\nB18 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise Feste Fahr-\nbahn mit Randwegabdichtung                  –          +         +        –         +       –         +      +        +\noberhalb der FSS\nB19 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Feste Fahrbahn mit                    –          +         +        –         +       –         +      +        +\nRandwegabdichtung\nB20 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nunterhalb Planumsschutzschicht\n(PSS) bzw. PSS der Bahnbau-                 –          +         +        –         +       –         +      +        +\nweise E 1\nB21 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 1 mit Dichtungselement              –          +         +        –         +       –         +      +        +\nauf dem Planum\nB22 Tragschicht als witterungsun-\nempfindliches Dichtungselement              –          +         +        –         +       –         +      +        +\nder Bahnbauweise E 2\nB23 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 2                                   –          +         +        –         +       –         +      +        +\nB24 Planumsschutzschicht (PSS)\nund Unterbau (Damm) der                     –          –         +        –         –       –         –      –        +\nBahnbauweise E 3a\nB25 Planumsschutzschicht (PSS) der\nBahnbauweise E 3b                           –         +2         +        –        +2       –        +2      +2       +\nB26 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 3b                                  –         +2         +        –        +2       –        +2      +2       +\n1\nZulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 840 µg/l und Vanadium ≤ 1 340 µg/l.\n2\nZulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 650 µg/l, Kupfer ≤ 390 µg/l und Vanadium ≤ 1 030 µg/l.\n3\nZulässig, wenn Vanadium ≤ 1 250 µg/l.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2698               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 11: Stahlwerksschlacke der Klasse 1 (SWS-1)\nStahlwerksschlacke der Klasse 1 (SWS-1)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,             Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand     Schluff,\nTon                Ton               Ton\n1          2         3             4                 5                  6\nB1   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise Standard Damm                           /         /         /        /         /        /         /        /         /\nB2   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise Standard Einschnitt                     /         /         /        /         /        /         /        /         /\nB3   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise H                                       /         /         /        /         /        /         /        /         /\nB4   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise H modifiziert                           /         /         /        /         /        /         /        /         /\nB5   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise Stan-                 +1        +2         +        –        +2        –        +2       +2        +\ndard Damm\nB6   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise Stan-                 +1        +2         +        –        +2        –        +2       +2        +\ndard Einschnitt\nB7   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise H                      /         /         /        /         /        /         /        /         /\nB8   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise H                      /         /         /        /         /        /         /        /         /\nmodifiziert\nB9   Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise H                            /         /         /        /         /        /         /        /         /\nB10 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise H modifiziert                /         /         /        /         /        /         /        /         /\nB11 Spezielle Bodenschicht der\nBahnbauweise H                                /         /         /        /         /        /         /        /         /\nB12 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Standard Damm                           /         /         /        /         /        /         /        /         /\nB13 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Standard Einschnitt                     /         /         /        /         /        /         /        /         /\nB14 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise H                                       /         /         /        /         /        /         /        /         /\nB15 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise H modifiziert                           /         /         /        /         /        /         /        /         /\nB16 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise Feste Fahr-                 +          +         +       +          +        +         +       +         +\nbahn\nB17 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Feste Fahrbahn                         –          +         +        –         +        –         +       +         +\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                         2699\nStahlwerksschlacke der Klasse 1 (SWS-1)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                      Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                              günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                    WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,        HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3            4                 5                 6\nB18 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise Feste Fahr-\nbahn mit Randwegabdichtung                 +          +         +      +          +        +         +       +        +\noberhalb der FSS\nB19 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Feste Fahrbahn mit                   +          +         +      +          +        +         +       +        +\nRandwegabdichtung\nB20 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nunterhalb Planumsschutzschicht\n(PSS) bzw. PSS der Bahnbau-                –          +         +       –         +        –         +       +        +\nweise E 1\nB21 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 1 mit Dichtungselement             +          +         +      +          +        +         +       +        +\nauf dem Planum\nB22 Tragschicht als witterungsun-\nempfindliches Dichtungselement             +          +         +      +          +        +         +       +        +\nder Bahnbauweise E 2\nB23 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 2                                  –          +         +       –         +        –         +       +        +\nB24 Planumsschutzschicht (PSS)\nund Unterbau (Damm) der                    –          +         +       –         +        –         +       +        +\nBahnbauweise E 3a\nB25 Planumsschutzschicht (PSS) der\nBahnbauweise E 3b                          –          +         +       –         +        –         +       +        +\nB26 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 3b                                 –          +         +       –         +        –         +       +        +\n1\nZulässig, wenn Chrom, ges. ≤ 25 µg/l und Vanadium ≤ 50 µg/l.\n2\nZulässig, wenn Vanadium ≤ 130 µg/l.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2700               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 12: Stahlwerksschlacke der Klasse 2 (SWS-2)\nStahlwerksschlacke der Klasse 2 (SWS-2)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,             Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand     Schluff,\nTon                Ton               Ton\n1          2         3             4                 5                  6\nB1   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise Standard Damm                          /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB2   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise Standard Einschnitt                    /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB3   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise H                                      /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB4   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise H modifiziert                          /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB5   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise Stan-                 –         +1         +        –        +1        –        +1       +1        +\ndard Damm\nB6   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise Stan-                 –         +1         +        –        +1        –        +1       +1        +\ndard Einschnitt\nB7   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise H                     /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB8   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise H mo-                 /          /         /        /         /        /         /        /         /\ndifiziert\nB9   Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise H                           /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB10 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise H modifiziert               /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB11 Spezielle Bodenschicht der\nBahnbauweise H                               /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB12 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Standard Damm                          /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB13 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Standard Einschnitt                    /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB14 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise H                                      /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB15 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise H modifiziert                          /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB16 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise Feste Fahr-                 –          +         +        –         +        –         +       +         +\nbahn\nB17 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Feste Fahrbahn                         –         +2         +        –        +2        –        +2       +2        +\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                         2701\nStahlwerksschlacke der Klasse 2 (SWS-2)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                       Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                       WSG III A        WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,          HSG III           HSG IV\nSand    Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,           Lehm,\nSand   Schluff, Sand     Schluff, Sand    Schluff,\nTon               Ton             Ton\n1         2         3             4                 5                6\nB18 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise Feste Fahr-\nbahn mit Randwegabdichtung                  +         +         +         +         +       +         +      +        +\noberhalb der FSS\nB19 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Feste Fahrbahn mit                    –         +         +         –         +       –         +      +        +\nRandwegabdichtung\nB20 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nunterhalb Planumsschutzschicht\n(PSS) bzw. PSS der Bahnbau-                 –         +2        +         –        +2       –        +2      +2       +\nweise E 1\nB21 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 1 mit Dichtungselement              +         +         +         +         +       +         +      +        +\nauf dem Planum\nB22 Tragschicht als witterungsun-\nempfindliches Dichtungselement              –         +         +         –         +       –         +      +        +\nder Bahnbauweise E 2\nB23 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 2                                   –         +2        +         –        +2       –        +2      +2       +\nB24 Planumsschutzschicht (PSS)\nund Unterbau (Damm) der                     –         +3        +         –        +3       –        +3      +3       +\nBahnbauweise E 3a\nB25 Planumsschutzschicht (PSS) der\nBahnbauweise E 3b                           –         +4        +         –        +4       –        +4      +4       +\nB26 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 3b                                  –         +4        +         –        +4       –        +4      +4       +\n1\nZulässig, wenn Molybdän ≤ 90 µg/l, Vanadium ≤ 130 µg/l und Fluorid ≤ 1,9 mg/l.\n2\nZulässig, wenn Molybdän ≤ 240 µg/l, Vanadium ≤ 150 µg/l und Fluorid ≤ 4,4 mg/l.\n3\nZulässig, wenn Molybdän ≤ 120 µg/l, Vanadium ≤ 340 µg/l und Fluorid ≤ 2,6 mg/l.\n4\nZulässig, wenn Molybdän ≤ 180 µg/l und Fluorid ≤ 3,9 mg/l.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2702               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 13: Hochofenstückschlacke der Klasse 1 (HOS-1)\nHochofenstückschlacke der Klasse 1 (HOS-1)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,             Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand     Schluff,\nTon                Ton               Ton\n1          2         3             4                 5                  6\nB1   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise Standard Damm                          /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB2   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise Standard Einschnitt                    /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB3   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise H                                      /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB4   Schotteroberbau der Bahnbau-\nweise H modifiziert                          /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB5   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise Stan-                 –          +         +        –         –        –         –       –         +\ndard Damm\nB6   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise Stan-                 –          +         +        –         –        –         –       –         +\ndard Einschnitt\nB7   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise H                     /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB8   Planumsschutzschicht (PSS,\nKG 1) der Bahnbauweise H                     /          /         /        /         /        /         /        /         /\nmodifiziert\nB9   Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise H                           /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB10 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise H modifiziert               /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB11 Spezielle Bodenschicht der\nBahnbauweise H                               /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB12 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Standard Damm                          /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB13 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Standard Einschnitt                    /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB14 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise H                                      /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB15 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise H modifiziert                          /          /         /        /         /        /         /        /         /\nB16 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise Feste Fahr-                 –          +         +        –         –        –         –       –         +\nbahn\nB17 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Feste Fahrbahn                         –          +         +        –         –        –         –       –         +\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                         2703\nHochofenstückschlacke der Klasse 1 (HOS-1)\nEigenschaft der Grundwasserdeckschicht\naußerhalb von                              innerhalb von\nWasserschutzbereichen                        Wasserschutzbereichen\nun-\ngünstig                               günstig\ngünstig\nEinbauweise                                                     WSG III A          WSG III B\nWasser-\nvorranggebiete\nLehm,         HSG III            HSG IV\nSand     Schluff,\nTon              Lehm,              Lehm,            Lehm,\nSand     Schluff, Sand     Schluff,  Sand    Schluff,\nTon                Ton              Ton\n1          2         3             4                 5                 6\nB18 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nder Bahnbauweise Feste Fahr-\nbahn mit Randwegabdichtung                   –          +         +        –         –        –         –       –        +\noberhalb der FSS\nB19 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise Feste Fahrbahn mit                     –          +         +        –         –        –         –       –        +\nRandwegabdichtung\nB20 Frostschutzschicht (FSS, KG 2)\nunterhalb Planumsschutzschicht\n(PSS) bzw. PSS der Bahnbau-                  –          +         +        –         –        –         –       –        +\nweise E 1\nB21 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 1 mit Dichtungselement               –          +         +        –         –        –         –       –        +\nauf dem Planum\nB22 Tragschicht als witterungsun-\nempfindliches Dichtungselement               –          +         +        –         –        –         –       –        +\nder Bahnbauweise E 2\nB23 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 2                                    –          +         +        –         –        –         –       –        +\nB24 Planumsschutzschicht (PSS)\nund Unterbau (Damm) der                      –          +         +        –         –        –         –       –        +\nBahnbauweise E 3a\nB25 Planumsschutzschicht (PSS) der\nBahnbauweise E 3b                            –          +         +        –         –        –         –       –        +\nB26 Unterbau (Damm) der Bahnbau-\nweise E 3b                                   –          +         +        –         –        –         –       –        +\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de\nAnlage 4\n(zu § 3 Absatz 1 Satz 3 und Absatz 2,                                                                                                                                                 2704\n§ 5 Absatz 2 und 4, § 6 Absatz 2 und 3 sowie § 7 Absatz 1, 2 und 5)\nArt und Turnus der Untersuchungen von\nmineralischen Ersatzbaustoffen im Rahmen der Güteüberwachung\nBundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 1: Untersuchungsverfahren und Turnus\nTeilschritt               Untersuchungsverfahren                                                          Turnus\nEignungsnachweis (EgN)            ausführlicher Säulenver-\nsuch (DIN 19528, Aus-                                                            Einmalig\ngabe Januar 2009)\nwerkseigene Produktions-          Zur Herstellung des            alle vier Produktionswochen,   alle acht Produktionswochen,   Bei Erfüllung von Fußnote 1 alle 13 Produktions-\nkontrolle (WPK)                   Eluats Säulenkurztest          mindestens alle angefangenen   mindestens alle angefangenen   wochen, mindestens alle angefangenen 20 000\n(DIN 19528, Ausgabe            5 000 Tonnen, jedoch maximal   10 000 Tonnen, jedoch maxi-    Tonnen, jedoch maximal sechs pro Jahr für CUM,\nJanuar 2009)                   36 pro Jahr für RC, HMVA,      mal 18 pro Jahr für CUM,       GKOS, GRS, HOS, HS, SFA, BFA, SWS, SKG, SKA\noder                           GS, BM aus Aufbereitungs-      GKOS, GRS, HOS, HS, SFA,       und alle acht Produktionswochen, mindestens alle\nSchüttelversuch                anlagen, BG                    BFA, SWS, SKG, SKA             angefangenen 10 000 Tonnen, jedoch maximal 18\n(DIN 19529, Ausgabe                                                                          pro Kalenderjahr für RC, HMVA, GS, BM aus\nDezember 2015)                                                                               Aufbereitungsanlagen, BG\nFremdüberwachung (FÜ)             Zur Herstellung des            alle 13 Produktionswochen,     alle 26 Produktionswochen,     Bei Erfüllung von Fußnote 1 alle 26 Produktions-\nEluats Säulenkurztest          mindestens alle angefangenen   mindestens alle angefangenen   wochen, mindestens alle angefangenen 60 000\n(DIN 19528, Ausgabe            15 000 Tonnen, jedoch maxi-    30 000 Tonnen, jedoch maxi-    Tonnen, jedoch maximal drei pro Jahr für CUM,\nJanuar 2009)                   mal zwölf pro Jahr für RC,     mal sechs pro Jahr für CUM,    GKOS, GRS, HOS, HS, SFA, BFA, SWS, SKG, SKA\noder                           HMVA, GS, BM aus Auf-          GKOS, GRS, HOS, HS, SFA,       und alle 26 Produktionswochen, mindestens alle\nSchüttelversuch                bereitungsanlagen, BG          BFA, SWS, SKG, SKA             angefangenen 30 000 Tonnen, jedoch maximal\n(DIN 19529, Ausgabe                                                                          sechs pro Kalenderjahr für RC, HMVA, GS, BM aus\nDezember 2015)                                                                               Aufbereitungsanlagen, BG\n1\nFür Mitglieder einer durch die zuständige Behörde anerkannten Güteüberwachungsgemeinschaft.","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                      2705\nTabelle 2: Im Rahmen des Eignungsnachweises zu untersuchende Parameter\n2.1    Eluatwerte im ausführlichen Säulenversuch nach DIN 19528, Ausgabe Januar 2009\nSFA                BM\nMEB                    HOS       HS       SWS     CUM      GKOS      GRS     SKG     SKA           HMVA RC           GS\nBFA                BG\nParameter       Dim.\npH-Wert                      X        X        X         X        X       X        X       X        X   X     X        X  X\nel. Leitf.      µS/cm        X        X        X         X        X       X        X       X        X   X     X        X  X\nChlorid          mg/l        X                 X         X        X                X       X        X   X     X        X\nSulfat           mg/l        X        X        X         X        X                X       X        X   X     X        X  X\nFluorid          mg/l                          X         X        X       X                         X\nDOC              mg/l        X        X        X         X        X       X        X       X        X   X     X        X  X\nPAK15             µg/l                                                    X                                   X        X  X\nMKW               µg/l                                                                                        X        X  X\nPhenole           µg/l                                                                                        X        X  X\nAntimon           µg/l       X        X        X         X        X       X        X       X        X   X     X        X  X\nArsen             µg/l       X        X        X         X        X       X        X       X        X   X     X        X  X\nBlei              µg/l       X        X        X         X        X       X        X       X        X   X     X        X  X\nCadmium           µg/l       X        X        X         X        X       X        X       X        X   X     X        X  X\nChrom,\nges.              µg/l       X        X        X         X        X       X        X       X        X   X     X        X  X\nKupfer            µg/l       X        X        X         X        X       X        X       X        X   X     X        X  X\nMolybdän          µg/l       X        X        X         X        X       X        X       X        X   X     X        X  X\nNickel            µg/l       X        X        X         X        X       X        X       X        X   X     X        X  X\nVanadium          µg/l       X        X        X         X        X       X        X       X        X   X     X        X  X\nZink              µg/l       X        X        X         X        X       X        X       X        X   X     X        X  X\nAtrazin           µg/l                                                                                                    X\nBromacil          µg/l                                                                                                    X\nDiuron            µg/l                                                                                                    X\nGlysophat         µg/l                                                                                                    X\nAMPA              µg/l                                                                                                    X\nSimazin           µg/l                                                                                                    X\nsonstige\nHerbizide1        µg/l                                                                                                    X\n1\nDimefuron, Flazasulfuron, Flumioxazin, Ethidimuron, Thiazafluron sowie neu zugelassene Wirkstoffe.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2706                Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\n2.2     Überwachungswerte (Feststoffwerte) bei RC-Baustoffen\nParameter                     Dim.\nArsen                                 mg/kg             40\nBlei                                  mg/kg            140\nChrom                                 mg/kg            120\nCadmium                               mg/kg               2\nKupfer                                mg/kg             80\nQuecksilber                           mg/kg            0,6\nNickel                                mg/kg            100\nThallium                              mg/kg               2\nZink                                  mg/kg            300\nKohlenwasserstoffe1                   mg/kg         300 (600)\nPCB6 und PCB-118                      mg/kg           0,15\n1\nDer angegebene Wert gilt für Kohlenwasserstoffverbindung mit einer Kettenlänge von C10 bis C22. Der Gesamtgehalt (C10 – C40) bestimmt nach\nder DIN EN 14039, Ausgabe Januar 2005, darf insgesamt den in Klammern genannten Wert nicht überschreiten. Überschreitungen die auf\nAsphaltanteile zurückzuführen sind, stellen kein Ausschlusskriterium dar.\n2.3     CBR-Versuch, zu § 5 Absatz 2 Satz 4\nErmittlung des CBR-Wertes              DIN EN 13286-47, „Ungebundene und hydraulisch gebundene Gemische – Teil 47:\nPrüfverfahren zur Bestimmung des CBR-Wertes (California bearing ratio), des\ndirekten Tragindex (IBI) und des linearen Schwellwertes“, Ausgabe Juli 2012\nDer CBR-Versuch erfolgt grundsätzlich an dem Gemisch mit der für den Einbau\nvorgesehenen Korngrößenverteilung, das Größtkorn ist dabei auf 31,5 mm zu\nbegrenzen. Der Anteil > 31,5 mm wird durch einen gewichtsmäßig gleich großen\nAnteil 11,2/31,5 mm ersetzt.\nEinstufung nach dem                    Abschnitt 7.2 der DIN EN 14227-2, Ausgabe August 2013\nCBR-Wert und                           Es sind zehn Probekörper herzustellen. An fünf Probekörpern wird unmittelbar nach\nErmittlung der CBR-Klasse              der Herstellung der CBR-Wert nach DIN EN 13286-47, Ausgabe Juli 2012, ermittelt.\nFünf weitere Probekörper (Parallelproben) werden von der Herstellung an 28 Tage\nlang bis zur Prüfung in einem Feuchtraum mit einer relativen Feuchte von\nmindestens 95 Prozent bei einer Temperatur von 20 ± 1 °C ohne Luftzirkulation\ngelagert und dann ebenfalls im CBR-Versuch geprüft.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                          2707\nAnlage 5\n(zu § 9 Absatz 5)\nBestimmungsverfahren\nDie Auswahl des Untersuchungsverfahrens zur Messung der zu bestimmenden Parameter nach Anlage 1 erfolgt\nanhand der nachfolgenden Tabelle. In begründeten Fällen sind gleichwertige Verfahren nach dem Stand der Tech-\nnik zulässig, sofern die Gleichwertigkeit durch erfolgreiche Teilnahme an Ringversuchen oder nach DIN 38402-71,\n„Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser-, und Schlammuntersuchung – Allgemeine Angaben\n(Gruppe A) – Teil 71: Gleichwertigkeit von zwei Analyseverfahren aufgrund des Vergleiches von Analyseergeb-\nnissen und deren statistischer Auswertung; Vorgehensweise für quantitative Merkmale mit kontinuierlichem Wer-\ntespektrum“, Ausgabe November 2002, nachgewiesen werden kann.\nDie Bestimmungsgrenze eines gewählten Analysenverfahrens muss um mindestens einen Faktor von drei kleiner\nsein als der Materialwert des entsprechenden Parameters. Die Ermittlung der Nachweis- und Bestimmungsgrenze\nerfolgt nach ISO/TS 13530 (Wasserbeschaffenheit – Anleitung zur analytischen Qualitätssicherung für die che-\nmische und physikalisch-chemische Wasseruntersuchung, Ausgabe März 2009) oder nach DIN 32645 „Chemi-\nsche Analytik, Nachweis-, Erfassungs- und Bestimmungsgrenze, Ermittlung unter Wiederholbedingungen, Be-\ngriffe, Verfahren, Auswertung“, Ausgabe November 2008.\nBewertungs-\nParameter            Dimension                                   Norm                        Normbezeichnung\nrelevanter Bereich\nDIN EN ISO 10523         Wasserbeschaffenheit – Bestimmung\npH-Wert                                        5 – 13           (April 2012)             des pH-Werts (ISO 10523:2008);\nDeutsche Fassung EN ISO 10523:2012\nDIN EN 27888             Wasserbeschaffenheit; Bestimmung\nelektrische Leitfähig-                                          (November 1993)          der elektrischen Leitfähigkeit\nµS/cm       200 – 12 500                                   (ISO 7888:1985); Deutsche Fassung\nkeit\nEN 27888:1993\nDIN EN ISO 10304-1 Wasserbeschaffenheit – Bestimmung\n(Juli 2009)              von gelösten Anionen mittels Flüssig-\nChlorid                                    160 – 5 000                                   keits-Ionenchromatographie – Teil 1:\nSulfat                          mg/l       200 – 2 500                                   Bestimmung von Bromid, Chlorid,\nFluorid                                        1 – 80                                    Fluorid, Nitrat, Nitrit, Phosphat und\nSulfat (ISO 10304-1:2007); Deutsche\nFassung EN ISO 10304-1:2009\nDIN 38405-4              Deutsche Einheitsverfahren zur\n(Juli 1985)              Wasser-, Abwasser- und Schlamm-\nFluorid                         mg/l           1 – 80                                    untersuchung Anionen (Gruppe D);\nBestimmung von Fluorid (D 4)\nDIN EN 1484              Wasseranalytik – Anleitungen zur Be-\n(April 2019)             stimmung des gesamten organischen\nDOC                             mg/l         30 – 200                                    Kohlenstoffs (TOC) und des gelösten\norganischen Kohlenstoffs (DOC);\nDeutsche Fassung EN 1484:1997\nDIN EN 15936             Schlamm, behandelter Bioabfall,\n(November 2012)          Boden und Abfall – Bestimmung des\ngesamten organischen Kohlenstoffs\n(TOC) mittels trockener Verbrennung;\nDeutsche Fassung EN 15936:2012\nTOC                          Masse %            1–5\nDIN 19539                Untersuchung von Feststoffen –\n(Dezember 2016)          Temperaturabhängige Differenzierung\ndes Gesamtkohlenstoffs (TOC400,\nROC, TIC900)\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2708               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nBewertungs-\nParameter             Dimension                                  Norm                         Normbezeichnung\nrelevanter Bereich\nDIN EN ISO 17294-2 Wasserbeschaffenheit – Anwendung\n(Januar 2017)            der induktiv gekoppelten Plasma-\nMassenspektrometrie (ICP-MS) –\nTeil 2: Bestimmung von ausgewählten\nAntimon                                      10 – 150                                    Elementen einschließlich Uran-Isotope\nArsen                                        10 – 120                                    (ISO 17294-2:2016); Deutsche\nBlei                                         20 – 470                                    Fassung EN ISO 17294-2:2016\nCadmium                                        2 – 15\nChrom, ges.                                 10 – 1 100\nµg/l\nKupfer                                      20 – 2 000\nMolybdän                                    55 – 7 000\nNickel                                       20 – 280           DIN EN ISO 11885         Wasserbeschaffenheit – Bestimmung\nVanadium                                    30 – 1 350          (September 2009)         von ausgewählten Elementen durch\nZink                                       100 – 1 600                                   induktiv gekoppelte Plasma-Atom-\nEmissionsspektrometrie (ICP-OES)\n(ISO 11885:2007); Deutsche Fassung\nEN ISO 11885:2009\nDIN EN 16171             Schlamm, behandelter Bioabfall und\n(Januar 2017)            Boden – Bestimmung von Elementen\nmittels Massenspektrometrie mit in-\nArsen                                        10 – 150                                    duktiv gekoppeltem Plasma (ICP-MS);\nBlei                                         40 – 700                                    Deutsche Fassung EN 16171:2016\nCadmium                                      0,4 – 10\nDIN EN 16170\nChrom, ges.                                  30 – 600\nmg/kg                            (Januar 2017)\nKupfer                                       20 – 320                                    Schlamm, behandelter Bioabfall und\nNickel                                       50 – 350                                    Boden – Bestimmung von Elementen\nThallium                                      0,5 – 7                                    mittels optischer Emissionsspektro-\nZink                                        60 – 1 200                                   metrie mit induktiv gekoppeltem\nPlasma (ICP-OES); Deutsche Fassung\nEN 16170:2016\nDIN EN ISO 17294-2 Wasserbeschaffenheit – Anwendung\n(Januar 2017)            der induktiv gekoppelten Plasma-\nMassenspektrometrie (ICP-MS) –\nTeil 2: Bestimmung von ausgewählten\nElementen einschließlich Uran-Isotope\n(ISO 17294-2:2016); Deutsche\nFassung EN ISO 17294-2:2016\nQuecksilber                     µg/l             0,1\nDIN EN ISO 12846         Wasserbeschaffenheit – Bestimmung\n(August 2012)            von Quecksilber – Verfahren mittels\nAtomabsorptionsspektrometrie (AAS)\nmit und ohne Anreicherung (ISO\n12846:2012); Deutsche Fassung\nEN ISO 12846:2012\nDIN EN 16171             Schlamm, behandelter Bioabfall und\n(Januar 2017)            Boden – Bestimmung von Elementen\nmittels Massenspektrometrie mit in-\nduktiv gekoppeltem Plasma (ICP-MS);\nDeutsche Fassung EN 16171:2016\nQuecksilber                    mg/kg          0,2 – 5\nDIN EN ISO 12846         Wasserbeschaffenheit – Bestimmung\n(August 2012)            von Quecksilber – Verfahren mittels\nAtomabsorptionsspektrometrie (AAS)\nmit und ohne Anreicherung (ISO\n12846:2012); Deutsche Fassung\nEN ISO 12846:2012\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                        2709\nBewertungs-\nParameter             Dimension                                   Norm                        Normbezeichnung\nrelevanter Bereich\nDIN EN ISO 17993         Wasserbeschaffenheit – Bestimmung\n(März 2004)              von 15 polycyclischen aromatischen\nKohlenwasserstoffen (PAK) in Wasser\ndurch HPLC mit Fluoreszenzdetektion\nnach Flüssig-Flüssig-Extraktion (ISO\n17993:2002); Deutsche Fassung\nEN ISO 17993:2003\nPAK                             µg/l         0,2 – 50           DIN 38407-39             Deutsche Einheitsverfahren zur\n(September 2011)         Wasser-, Abwasser- und Schlamm-\nuntersuchung – Gemeinsam erfass-\nbare Stoffgruppen (Gruppe F) – Teil 39:\nBestimmung ausgewählter polycyc-\nlischer aromatischer Kohlenwasser-\nstoffe (PAK) – Verfahren mittels Gas-\nchromatographie und massenspektro-\nmetrischer Detektion (GC-MS)\n(F 39)\nDIN ISO 18287            Bodenbeschaffenheit – Bestimmung\n(Mai 2006)               der polycyclischen aromatischen\nKohlenwasserstoffe (PAK) – Gas-\nchromatographisches Verfahren mit\nNachweis durch Massenspektrometrie\n(GC-MS) (ISO 18287:2006).\nPAK                            mg/kg         0,2 – 30           DIN EN 16181             Schlamm, behandelter Bioabfall und\n(August 2019)            Boden – Bestimmung von polycyc-\nlischen aromatischen Kohlenwasser-\nstoffen (PAK) mittels Gaschromato-\ngraphie (GC) und Hochleistungs-Flüs-\nsigkeitschromatographie (HPLC);\nDeutsche Fassung EN16181:2019\nDIN 38407-37             Deutsche Einheitsverfahren zur Was-\n(November 2013)          ser-, Abwasser- und Schlammunter-\nsuchung – Gemeinsam erfassbare\nStoffgruppen (Gruppe F) Teil 37: Be-\nPCB\n(PCB-28, -52, -101,                                                                      stimmung von Organochlorpestiziden,\nµg/l       0,01 – 0,04                                   Polychlorbiphenylen und Chlorbenzo-\n-138, -153, -180)\n+ PCB-118                                                                                len in Wasser – Verfahren mittels Gas-\nchromatographie und massenspektro-\nmetrischer Detektion (GC-MS) nach\nFlüssig-Flüssig-Extraktion (F37)\nDIN EN 16167             Boden, behandelter Bioabfall und\n(Juni 2019)              Schlamm – Bestimmung von poly-\nchlorierten Biphenylen (PCB) mittels\nPCB\n(PCB-28, -52, -101,                                                                      Gaschromatographie mit Massen-\nmg/kg        0,05 – 0,5                                   spektrometrie-Kopplung (GC-MS) und\n-138, -153, -180)\n+ PCB-118                                                                                Gaschromatographie mit Elektronen-\neinfangdetektion (GC-ECD); Deutsche\nFassung EN 16167:2018+AC:2019\nDIN EN ISO 9377-2        Wasserbeschaffenheit – Bestimmung\nMKW                                                             (Juli 2001)              des Kohlenwasserstoff-Index – Teil 2:\n(n-Alkane C10 – C39,                                                                     Verfahren nach Lösemittelextraktion\nIsoalkane, Cyclo-               µg/l        150 – 500                                    und Gaschromatographie\nalkane und aroma-                                                                        (ISO 9377-2:2000); Deutsche Fassung\ntische KW)                                                                               EN ISO 9377-2:2000\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2710               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nBewertungs-\nParameter             Dimension                                   Norm                        Normbezeichnung\nrelevanter Bereich\nDIN EN 14039             Charakterisierung von Abfällen – Be-\n(Januar 2005)            stimmung des Gehalts an Kohlen-\nwasserstoffen von C10 bis C40 mittels\nGaschromatographie; Deutsche\nFassung EN 14039:2004 in Verbindung\nKohlenwasserstoffe             mg/kg       300 – 2 000                                   mit LAGA-Mitteilung 35, Bestimmung\ndes Gehaltes an Kohlenwasserstoffen\nin Abfällen – Untersuchungs- und\nAnalysenstrategie (LAGA-Richtlinie\nKW/04), Stand: 15. Dezember 2009,\nISBN: 978-3-503-08396-1\nDIN EN ISO 22155         Bodenbeschaffenheit – Gaschromato-\nBTEX                                                            (Juli 2016)              graphische Bestimmung flüchtiger\n(Benzol, Toluol,                                                                         aromatischer Kohlenwasserstoffe,\nEthylbenzol,                   mg/kg              1                                      Halogenkohlenwasserstoffe und aus-\no-, m-, p-Xylol,                                                                         gewählter Ether – Statisches Dampf-\nStyrol, Cumol)                                                                           raum-Verfahren (ISO 22155:2016);\nDeutsche Fassung EN ISO 22155:2016\nDIN 38414-17             Deutsche Einheitsverfahren zur Was-\n(Januar 2017)            ser-, Abwasser- und Schlammunter-\nsuchung – Schlamm und Sedimente\nEOX                            mg/kg           3 – 10                                    (Gruppe S); Teil 17 Bestimmung von\nextrahierbaren organisch gebundenen\nHalogenen (EOX) (S 17)\nDIN EN ISO 22155         Bodenbeschaffenheit – Gaschromato-\n(Juli 2016)              graphische Bestimmung flüchtiger\nLHKW                                                                                     aromatischer Kohlenwasserstoffe,\n(Summe der halogen.                                                                      Halogenkohlenwasserstoffe und aus-\nmg/kg              1                                      gewählter Ether Statisches Dampf-\nC1- und C2- Kohlen-\nwasserstoffe)                                                                            raum-Verfahren (ISO 22155:2016;\nDeutsche Fassung EN ISO\n22155:2016)\nDIN 38407-27             Deutsche Einheitsverfahren zur\n(Oktober 2012)           Wasser-, Abwasser- und Schlamm-\nuntersuchung – Gemeinsam erfass-\nbare Stoffgruppen (Gruppe F) – Teil 27:\nPhenole                         µg/l        12 – 2 000                                   Bestimmung ausgewählter Phenole\nin Grund- und Bodensickerwasser,\nwässrigen Eluaten und Perkolaten\n(F 27)\nDIN EN 12673             Wasserbeschaffenheit – Gas-\n(Mai 1999)               chromatographische Bestimmung\nChlorphenole, ges.              µg/l          1 – 100                                    einiger ausgewählter Chlorphenole\nin Wasser; Deutsche Fassung EN\n12673:1998\nDIN 38407-37             Deutsche Einheitsverfahren zur\n(November 2013)          Wasser-, Abwasser- und Schlamm-\nuntersuchung – Gemeinsam erfass-\nbare Stoffgruppen (Gruppe F) Teil 37:\nBestimmung von Organochlorpestizi-\nChlorbenzole, ges.              µg/l            1–4                                      den, Polychlorbiphenylen und Chlor-\nbenzolen in Wasser – Verfahren mittels\nGaschromatographie und massen-\nspektrometrischer Detektion (GC-MS)\nnach Flüssig-Flüssig-Extraktion (F37)\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                       2711\nBewertungs-\nParameter             Dimension                                   Norm                        Normbezeichnung\nrelevanter Bereich\nDIN 38407-37             Deutsche Einheitsverfahren zur\n(November 2013)          Wasser-, Abwasser- und Schlamm-\nuntersuchung – Gemeinsam erfass-\nbare Stoffgruppen (Gruppe F) Teil 37:\nBestimmung von Organochlorpestizi-\nHexachlorbenzol                 µg/l       0,02 – 0,04                                   den, Polychlorbiphenylen und Chlor-\nbenzolen in Wasser – Verfahren mittels\nGaschromatographie und massen-\nspektrometrischer Detektion (GC-MS)\nnach Flüssig-Flüssig-Extraktion (F37)\nAtrazin                         µg/l         0,1 – 1,1          DIN EN ISO 11369         Wasserbeschaffenheit – Bestimmung\n(November 1997)          ausgewählter Pflanzenbehandlungs-\nBromacil                        µg/l         0,1 – 0,6                                   mittel – Verfahren mit der Hochauf-\nDiuron                          µg/l        0,05 – 0,3                                   lösungs-Flüssigkeitschromatographie\nmit UV-Detektion nach Fest-Flüssig-\nSimazin                         µg/l         0,1 – 2,4                                   Extraktion (ISO 1369:1997); Deutsche\nFassung EN ISO 11369:1997\nDimefuron                       µg/l         0,1 – 0,6\nFlumioxazin                     µg/l         0,1 – 0,6          DIN EN ISO 27108         Wasserbeschaffenheit – Bestimmung\n(Dezember 2013)          ausgewählter Pflanzenschutzmittel und\nBiozidprodukte – Verfahren mittels\nFestphasenmikroextraktion (SPME)\ngefolgt von der Gaschromatographie\nund Massenspektrometrie (GC-MS)\n(ISO 27108:2010); Deutsche Fassung\nEN ISO 27108:2013\nFlazasulfuron                   µg/l         0,1 – 0,6\nWasserbeschaffenheit – Bestimmung\nausgewählter organischer Stickstoff-\nDIN EN ISO 10695         und Phosphorverbindungen – Gas-\n(November 2000)          chromatographische Verfahren (ISO\n10695:2000); Deutsche Fassung EN\nISO 10695:2000\nDIN 38407-22             Deutsche Einheitsverfahren zur\n(Oktober 2001)           Wasser-, Abwasser- und Schlammun-\ntersuchung – Gemeinsam erfassbare\nGlyphosat                       µg/l         0,1 – 1,5                                   Stoffgruppen (Gruppe F) Teil 22:\nBestimmung von Glyphosat und\nAMPA                            µg/l         0,1 – 0,6                                   Aminomethylphosphonsäure (AMPA)\nin Wasser durch Hochleistungs-\nFlüssigkeitschromatographie (HPLC),\nNachsäulenderivatisierung und\nFluoreszenzdetektion (F 22)\nDIN EN ISO 23161         Bodenbeschaffenheit – Bestimmung\n(April 2019)             ausgewählter Organozinnverbindun-\nTributylzinn-Kation            µg/kg      10 – > 1 000                                   gen – Gaschromatographisches Ver-\nfahren\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2712               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nAnlage 6\n(zu § 10 Absatz 3 Satz 3)\nZulässige Überschreitungen\nzulässige\nParameter                                 Dim.               Bestimmungsbereich\nÜberschreitung in %\nChlorid, Sulfat, Fluorid jeweils                             mg/l                                                    25\nDOC                                                          mg/l                                                      0\nPAK                                                           µg/l                                                   65\n≤ 20\nmg/kg                                                    40\nmg/kg                        > 20                        20\nChlorbenzole                                                  µg/l                                                   20\nChlorphenole                                                  µg/l                                                   20\nHexachlorbenzol                                               µg/l                                                   20\nPhenole (H16)                                                 µg/l                                                   20\nPhenolindex                                                   µg/l                                                   50\nMetalle                                                       µg/l                                                   50\nmg/kg                                                    30\nCyanide                                                     mg/kg                                                    30\nTributylzinn-Kation                                         µg/kg                                                    30\nTOC                                                          M%                                                      30\nEOX                                                         mg/kg                                                    20\nMKW                                                         mg/kg                                                    30\nµg/l                                                   30\nBTEX                                                          µg/l                                                   30\nmg/kg                                                    20\nLHKW                                                          µg/l                                                   30\nmg/kg                                                    20\nPCB                                                           µg/l                                                   40\nmg/kg                                                    30\naromatische Chlorkohlenwasserstoffe                           µg/l                                                   30\nHerbizide                                                     µg/l                                                   30\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                        2713\nAnlage 7\n(zu § 25 Absatz 1 Satz 2)\nMuster Lieferschein\n1. Betreiber der Aufbereitungsanlage, Inverkehrbringer von unaufbereitetem Bodenmaterial oder\nsonstiger Inverkehrbringer des mineralischen Ersatzbaustoffes oder des Gemisches (Hauptsitz des\nBetriebes)\n1.1   Firma/Körperschaft …\n1.2   Straße und Hausnummer …\n1.3   Postleitzahl …\n1.4   Ort …\n1.5   Telefon und Telefax …\n1.6   E-Mail …\n2. Art und Beschaffenheit des mineralischen Ersatzbaustoffes oder des Gemisches\n2.1   ☐ Mineralischer Ersatzbaustoff\n2.1.1    Bezeichnung des mineralischen Ersatzbaustoffes, Abkürzung und Materialklasse …\n2.2   ☐ Gemisch\n2.2.1    In dem Gemisch enthaltene mineralische Ersatzbaustoffe, zugehörige Kurzbezeichnung(en),\nKlasse(n) sowie deren Anteile …\n2.3   Soweit es sich um Abfälle handelt Abfallschlüssel gemäß Abfallverzeichnisverordnung (zum Zwecke der\nZuordenbarkeit z. B. bei bestehenden Registerpflichten) …\n3. Güteüberwachende Stelle\n3.1   Name …\n3.2   Straße und Hausnummer …\n3.3   Postleitzahl …\n3.4   Ort …\n3.5   Staat …\n4. Anforderungen für bestimmte Einbauweisen\n4.1   Angaben über die Einhaltung von in den Fußnoten der jeweiligen Einbautabelle für bestimmte Einbau-\nweisen nach Anlage 2 oder 3 genannten Anforderungen …\n5. Angaben zur Lieferung\n5.1   Liefermenge (in Tonnen) …\n5.2   Abgabedatum …\n5.3   Lieferkörnung oder Bodengruppe ….\n6. Beförderer des mineralischen Ersatzbaustoffes oder des Gemisches (Hauptsitz des Betriebes)\n6.1   Name/Firma/Körperschaft …\n6.2   Straße und Hausnummer …\n6.3   Postleitzahl …\n6.4   Ort …\n6.5   Staat …\n6.6   Telefon und Telefax …\n6.7   E-Mail …\n7. Datum und Unterschrift\n7.1   Datum …\n7.2   Unterschrift des Inverkehrbringers (als Versicherung der Richtigkeit getroffener Angaben) …\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2714               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nAnlage 8\n(zu § 22 Absatz 1 Satz 1, § 22 Absatz 2, § 22 Absatz 4 und § 25 Absatz 3)\nMuster Deckblatt/Voranzeige/Abschlussanzeige\nBezeichnung der Baumaßnahme: …\nKoordinaten des Einbaus: …\n☐ Es handelt sich um das Deckblatt nach § 25 Absatz 3 Satz 1:\nEs sind Angaben zu den Nummern 1, 2, 4, 5, 8, 9 und 10 erforderlich.\n☐ Es handelt sich um die Voranzeige nach § 22 Absatz 1 Satz 1 oder Absatz 2 Satz 1:\nEs sind Angaben zu den Nummern 1, 2, 3, 4, 5, 8, 9 und 10 erforderlich.\n☐ Es handelt sich um die Abschlussanzeige nach § 22 Absatz 4:\nEs sind Angaben zu den Nummern 1, 2, 6, 7 und 8 erforderlich.\n1. ☐ Verwender des mineralischen Ersatzbaustoffes oder des Gemisches (Hauptsitz des Betriebes)\n1.1   Firma/Körperschaft …\n1.2   Straße und Hausnummer …\n1.3   Postleitzahl …\n1.4   Ort …\n1.5   Staat …\n1.6   Telefon und Telefax …\n1.7   E-Mail …\n☐ Der Verwender ist zugleich Bauherr (in diesem Fall weiter unter 3.)\n2. Bauherr (wenn dieser nicht selbst Verwender ist)\n2.1   Firma/Körperschaft …\n2.2   Straße und Hausnummer …\n2.3   Postleitzahl …\n2.4   Ort …\n2.5   Staat …\n2.6   Telefon und Telefax …\n2.7   E-Mail …\n(Im Falle des Deckblatts nach § 25 Absatz 3 Satz 1 weiter unter 4., im Falle der Abschlussanzeige nach § 22\nAbsatz 4 weiter unter 6.)\n3. Angaben zur Art der Ersatzbaustoffe und zum Umfang der Maßnahme\n3.1   ☐ Mineralische Ersatzbaustoffe\n3.1.1    Bezeichnung, Materialklasse des Ersatzbaustoffes sowie geplante Masse und Volumen der\nBaumaßnahme\n3.2   ☐ Gemische\n3.2.1    Benennung und Materialklassen und Anteile der einzelnen in dem Gemisch enthaltenen\nmineralischen Ersatzbaustoffe sowie geplante Masse und Volumen der Baumaßnahme …\n4. Einbauweisen\n4.1   Nummer und Bezeichnung der Einbauweisen nach Anlage 2 oder 3 EBV …\n5. Grundwasserstand, Grundwasserdeckschichten, Schutzgebiete\n5.1   Angaben zu dem höchsten zu erwartenden Grundwasserstand …\n5.2   Angaben zur Mächtigkeit der Grundwasserdeckschicht …\n5.3   Angaben zur Bodenart der Grundwasserdeckschicht …\n5.4   Lage der Baumaßnahme bezüglich Wasserschutzgebieten, Heilquellenschutzgebieten oder Wasser-\nvorranggebieten nach den Spalten 4 bis 6 der Anlage 2 oder 3 EBV …\n(Im Falle der Voranzeige nach § 22 Absatz 1 oder Absatz 2 Satz 1 weiter unter 8.)\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                     2715\n6. Zusammenfassung der Angaben aus den Lieferscheinen\n6.1   Tatsächlich eingebaute Menge in Tonnen: …\n6.2   Datum / Zeitraum der Anlieferungen: am …/von … bis …\n6.3   Anzahl der Lieferscheine: …\n6.4   ☐ Mineralischer Ersatzbaustoff\n6.4.1    Bezeichnung und Materialklasse eingebaute(r) mineralische(r) Ersatzbaustoff(e) …\n6.5   ☐ Gemisch\n6.5.1    Benennung der einzelnen in dem verwendeten Gemisch enthaltenen mineralischen Ersatz-\nbaustoffe sowie deren Materialklassen und Anteile: …\n(Im Falle der Abschlussanzeige nach § 22 Absatz 4 weiter unter 7.2.)\n7. Übergabe von Dokumenten\n7.1   Das Deckblatt wurde dem Grundstückseigentümer übergeben am: …\n7.2   Der/Die Lieferschein(e) wurde(n) dem Grundstückseigentümer übergeben am: …\n8. Datum und Unterschrift\n8.1   Datum …\n8.2   Unterschrift des Verwenders (als Versicherung der Richtigkeit getroffener Angaben) …\n(Im Falle der Voranzeige nach § 22 Absatz 1 oder Absatz 2 Satz 1 weiter bei den Anlagen ab 9.)\n(Im Falle des Deckblatts nach § 25 Absatz 3 Satz 1 weiter bei den Anlagen unter 10.)\nAnlagen:\n9. Geeignete Nachweise über die Angaben nach Nummer 5.1 bis 5.4\n10. Lageskizze\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2716               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nArtikel 2                                                            Abschnitt 5\nBundes-Bodenschutz-                                                    Gemeinsame Bestimmungen\nund Altlastenverordnung\n(BBodSchV)                                      § 25   Fachbeirat Bodenuntersuchungen\n§ 26   Ordnungswidrigkeiten\nInhaltsübersicht                                  § 27   Zugänglichkeit technischer Regeln und Normen\nAbschnitt 1                                  § 28   Übergangsregelung\nAllgemeine Vorschriften\nAnlage 1    Vorsorgewerte und Werte zur Beurteilung von Mate-\nrialien\n§ 1 Anwendungsbereich\nAnlage 2    Prüf- und Maßnahmenwert\n§ 2 Begriffsbestimmungen\nAnlage 3    Untersuchungsverfahren\nAbschnitt 2                                  Anlage 4    Technische Regeln und Normen\nVorsorge gegen das\nEntstehen schädlicher Bodenveränderungen                                                      Abschnitt 1\n§  3  Besorgnis schädlicher Bodenveränderungen                                           Allgemeine Vorschriften\n§  4  Vorsorgeanforderungen\n§  5  Zulässige Zusatzbelastung\n§1\n§  6  Allgemeine Anforderungen an das Auf- oder Einbringen\nvon Materialien auf oder in den Boden                                                Anwendungsbereich\n§ 7 Zusätzliche Anforderungen an das Auf- oder Einbringen\nvon Materialien auf oder in eine durchwurzelbare Boden-             (1) Diese Verordnung regelt nähere Anforderungen,\nschicht                                                          insbesondere\n§ 8 Zusätzliche Anforderungen an das Auf- oder Einbringen\nvon Materialien unterhalb oder außerhalb einer durchwur-         1. zur Vorsorge gegen das Entstehen schädlicher\nzelbaren Bodenschicht                                                Bodenveränderungen, einschließlich Anforderungen\nan das Auf- oder Einbringen von Materialien auf\nAbschnitt 3                                      oder in den Boden sowie Vorsorgewerte und zuläs-\nAbwehr und                                       sige Zusatzbelastungen,\nSanierung schädlicher\nBodenveränderungen und Altlasten                                2. zur Gefahrenabwehr bei Bodenerosion,\nUnterabschnitt 1                              3. zur Untersuchung, Bewertung und Sanierung von\nGefahrenabwehr bei Bodenerosion                             schädlichen Bodenveränderungen und Altlasten,\neinschließlich Anforderungen an Sanierungsunter-\n§ 9 Gefahrenabwehr bei Bodenerosion durch Wasser oder                      suchungen und Sanierungsplanung sowie Prüf-\nWind\nund Maßnahmenwerte,\nUnterabschnitt 2                              4. an die Vorerkundung, Probennahme und -analyse.\nUntersuchung, Bewertung und Sanierung\nschädlicher Bodenveränderungen und Altlasten                       (2) Diese Verordnung gilt nicht für\n§ 10  Erforderlichkeit von Untersuchungen                              1. den Einbau von mineralischen Ersatzbaustoffen in\n§ 11  Allgemeine Anforderungen an Untersuchungen                           technische Bauwerke, soweit dieser nach Maßgabe\n§ 12  Orientierende Untersuchung                                           der Ersatzbaustoffverordnung vom 9. Juli 2021\n§ 13  Detailuntersuchung                                                   (BGBl. I S. 2598) erfolgt,\n§ 14  Sickerwasserprognose                                             2. das Auf- oder Einbringen von Baggergut unterhalb\n§ 15  Bewertung                                                            oder außerhalb einer durchwurzelbaren Boden-\n§ 16  Sanierungsuntersuchungen und Sanierungsplanung                       schicht im Deichbau,\n§ 17  Sanierungsmaßnahmen, Schutz- und Beschränkungsmaß-\nnahmen, natürliche Schadstoffminderung                           3. das Auf- oder Einbringen von Materialien unterhalb\noder außerhalb einer durchwurzelbaren Boden-\nAbschnitt 4                                      schicht auf Halden oder in Absetzteichen des Berg-\nVorerkundung, Probennahme und -analyse                                  baus sowie die Herstellung einer durchwurzelbaren\nBodenschicht auf Halden des Kalibergbaus, soweit\n§ 18 Vorerkundung                                                          auf der Halde nicht eine regelmäßige Nutzung durch\n§ 19 Allgemeine Anforderungen an die Probennahme                           Park- und Freizeitanlagen geplant ist,\n§ 20 Besondere Anforderungen an die Probennahme aus\nBöden in situ                                                    4. das Einbringen von Materialien in bergbauliche\n§ 21 Besondere Anforderungen an die Probennahme aus Hauf-                  Hohlräume gemäß der Versatzverordnung,\nwerken\n§ 22 Zusätzliche wirkungspfadbezogene Anforderungen an die             5. das Einbringen von Materialien in Anlagen des Bun-\nProbennahme bei orientierenden Untersuchungen und                    des gemäß § 9a Absatz 3 des Atomgesetzes in der\nDetailuntersuchungen                                                 Fassung der Bekanntmachung vom 15. Juli 1985\n§ 23 Konservierung, Transport und Aufbewahrung von Proben;                 (BGBl. I S. 1565), das zuletzt durch Artikel 3 des\nProbenvorbehandlung, -vorbereitung und -aufarbeitung                 Gesetzes vom 12. Mai 2021 (BGBl. I S. 1087) geän-\n§ 24 Physikalisch-chemische und chemische Analyse                          dert worden ist,\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                     2717\n6. das Auf- oder Einbringen von Materialien nach den                    9. Störstoffe: in der Regel Gegenstände im Bodenma-\nVorschriften des Dünge- und Pflanzenschutzrechts.                       terial oder im Baggergut, die deren Verwertungs-\neignung nachteilig beeinflussen können, insbe-\n§2                                          sondere behandeltes Holz, Kunststoffe, Glas und\nBegriffsbestimmungen                                    Metallteile;\nFür diese Verordnung gelten folgende Begriffsbe-                    10. Erosionsfläche: Fläche, von der Bodenmaterial\nstimmungen:                                                                durch Wind oder Wasser abgetragen wird;\n1. Bodenansprache: Beschreibung von Bodenhori-\n11. Schadstoffe: Stoffe und Stoffgemische, die auf\nzonten und -profilen sowie die bodenkundliche\nGrund ihrer Gesundheitsschädlichkeit, Ökotoxizität\nund sensorische Beurteilung von Bodenproben in\noder anderer Eigenschaften geeignet sind, in Ab-\ndem Umfang, in dem er jeweils für den vorsorgen-\nhängigkeit von ihren Gehalten oder Konzentratio-\nden Bodenschutz oder für die Gefahrenbeurteilung\nnen unter Berücksichtigung ihrer Bioverfügbarkeit\nnach dieser Verordnung erforderlich ist;\nund Langlebigkeit, schädliche Bodenveränderun-\n2. Oberboden: oberer Teil des Mineralbodens, der ei-                      gen oder sonstige Gefahren herbeizuführen;\nnen der jeweiligen Bodenbildung entsprechenden\nAnteil an Humus und Bodenorganismen enthält                        12. Expositionsbedingungen: durch örtliche Umstände\nund der sich meist durch dunklere Bodenfarbe                           und die Grundstücksnutzung im Einzelfall geprägte\nvom Unterboden abhebt, in der Regel Ah-, Aa-,                          Art und Weise, in der Schutzgüter der Wirkung von\nAl-, Ac- und Ap-Horizonte; die organischen                             Schadstoffen oder physikalischen Einwirkungen\nO- und L-Horizonte zählen zum Oberboden im                             ausgesetzt sein können;\nSinne dieser Verordnung; Mutterboden im Sinne\ndes § 202 Baugesetzbuch entspricht dem Ober-                       13. Wirkungspfad: Weg eines Schadstoffes von der\nboden;                                                                 Schadstoffquelle bis zu dem Ort einer möglichen\nWirkung auf ein Schutzgut;\n3. Unterboden: Bereich zwischen Oberboden und\nUntergrund, der im Allgemeinen die B-Horizonte                     14. Einwirkungsbereich: Bereich, in dem von einem\numfasst, je nach Bodentyp auch P-, T-, S-, G-,                         Grundstück im Sinne des § 2 Absatz 4 bis 6 des\nM-, und Yo-Horizonte;                                                  Bundes-Bodenschutzgesetzes oder von einem\n4. Untergrund: Bereich unterhalb des Unterbodens                          schädlich veränderten Boden im Sinne des § 2 Ab-\nmit durch Verwitterung und Bodenbildung nicht                          satz 3 des Bundes-Bodenschutzgesetzes Einwir-\nbeeinflusstem Gestein, einschließlich Lockersedi-                      kungen auf Schutzgüter zu erwarten sind oder in\nmenten, der in der Regel das Ausgangsgestein                           dem durch Einwirkungen auf den Boden die Be-\nder Bodenbildung darstellt; in der Regel C-Hori-                       sorgnis des Entstehens schädlicher Bodenverän-\nzonte; auch H-, G- und S-Horizonte, wenn bei                           derungen hervorgerufen wird;\nStau- und Grundwasserböden sowie Mooren keine                      15. Sickerwasserprognose: Abschätzung der von ei-\nC-Horizonte erkennbar sind und mehr als die Hälfte                     ner Verdachtsfläche, altlastverdächtigen Fläche,\nder Horizontmächtigkeit tiefer als 120 Zentimeter                      schädlichen Bodenveränderung oder Altlast aus-\nunterhalb der Erdoberfläche liegt;                                     gehenden oder zu erwartenden Schadstoffeinträge\n5. durchwurzelbare Bodenschicht: Bodenschicht, die                        über das Sickerwasser in das Grundwasser, unter\nvon den Pflanzenwurzeln in Abhängigkeit von den                        Berücksichtigung von Konzentrationen und Frach-\nnatürlichen Standortbedingungen durchdrungen                           ten und bezogen auf den Ort der Beurteilung;\nwerden kann; sie schließt in der Regel den Ober-\nboden und den Unterboden ein;                                      16. Ort der Beurteilung: für den Wirkungspfad Boden-\nGrundwasser der Übergangsbereich von der was-\n6. Bodenmaterial: Material aus dem Oberboden, dem\nserungesättigten zur wassergesättigten Boden-\nUnterboden oder dem Untergrund, das ausgeho-\nzone;\nben, abgeschoben, abgetragen oder in einer Auf-\nbereitungsanlage behandelt wird oder wurde;                        17. natürliche Schadstoffminderung: Ergebnis biologi-\n7. Baggergut: Material, das im Rahmen von Unterhal-                       scher, chemischer oder physikalischer Prozesse,\ntungs-, Neu- und Ausbaumaßnahmen oder bei                              die ohne menschliches Eingreifen zu einer Verrin-\nMaßnahmen der Errichtung, Unterhaltung oder                            gerung der Masse, des Volumens, der Fracht, der\nStilllegung von Anlagen in, an, über und unter                         Konzentration, der Toxizität oder der Mobilität ei-\noberirdischen Gewässern entnommen wurde;                               nes Schadstoffes im Boden oder im Grundwasser\nBaggergut kann bestehen aus Sedimenten und                             führen;\nMaterial aus subhydrischen Böden der Gewässer-\nsohle, aus dem Oberboden, dem Unterboden oder                      18. Kinderspielflächen: Aufenthaltsbereiche für Kinder,\ndem Untergrund im unmittelbaren Umfeld des Ge-                         die regelmäßig zum Spielen genutzt werden, ohne\nwässerbettes oder aus Material aus Oberböden im                        den Spielsand von Sandkästen;\nUfer- und Überschwemmungsbereich des Gewäs-                        19. Wohngebiete: dem Wohnen dienende Gebiete,\nsers;                                                                  einschließlich Hausgärten und sonstiger Gärten\n8. mineralische Fremdbestandteile: mineralische Be-                       gleichartiger Nutzung, auch wenn sie nicht im\nstandteile im Bodenmaterial oder im Baggergut,                         Sinne der Baunutzungsverordnung als Wohngebiet\ndie keine natürlichen Bodenausgangssubstrate                           planungsrechtlich dargestellt oder festgesetzt sind,\nsind, insbesondere Beton, Ziegel, Keramik, Bau-                        ausgenommen Park- und Freizeitanlagen, Kinder-\nschutt, Straßenaufbruch und Schlacke;                                  spielflächen sowie befestigte Verkehrsflächen;\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2718               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\n20. Park- und Freizeitanlagen:                                         Bodenschutzgesetzes Pflichtigen nachteilige Auswir-\nkungen auf die Bodenfunktionen erwarten lassen.\na) Anlagen für soziale, gesundheitliche oder sport-\nliche Zwecke, insbesondere öffentliche und\n§4\nprivate Grünanlagen, einschließlich Bolzplätzen\nund Sportflächen,                                                             Vorsorgeanforderungen\nb) unbefestigte Flächen, die regelmäßig zugänglich                  (1) In den Fällen des § 3 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1,\nsind und vergleichbar zu den in Buchstabe a ge-               auch unter Berücksichtigung von Absatz 2, haben die\nnannten Anlagen genutzt werden;                               nach § 7 Satz 1 des Bundes-Bodenschutzgesetzes\nPflichtigen Vorkehrungen zu treffen, um weitere durch\n21. Industrie- und Gewerbegrundstücke: unbefestigte                    sie auf dem Grundstück und in dessen Einwirkungsbe-\nFlächen von Arbeits- und Produktionsstätten, die                 reich verursachte Schadstoffeinträge zu vermeiden\nnur während der Arbeitszeit genutzt werden;                      oder wirksam zu vermindern, soweit dies wegen der\nräumlichen, langfristigen oder komplexen Auswirkun-\n22. Ackerflächen: Flächen zum Anbau von Ackerkultu-                    gen geboten und auch im Hinblick auf den Zweck der\nren, einschließlich Gemüse und Feldfutter, hierzu                Nutzung des Grundstücks verhältnismäßig ist. Dazu\nzählen auch erwerbsgärtnerisch genutzte Flächen;                 gehören auch technische Vorkehrungen an Anlagen\n23. Nutzgärten: Hausgarten-, Kleingarten- und sons-                    oder Verfahren sowie Maßnahmen zur Untersuchung\ntige Gartenflächen, die zum Anbau von Nahrungs-                  und Überwachung von Böden.\npflanzen genutzt werden;                                            (2) Einträge von Schadstoffen im Sinne des § 3 Ab-\nsatz 1 Satz 1 Nummer 2, für die keine Vorsorgewerte\n24. Grünlandflächen: landwirtschaftlich genutzte Flä-                  festgesetzt sind, sind, soweit technisch möglich und\nchen, auf denen Gräser oder andere krautige Pflan-               unabhängig vom Zweck der Nutzung des Grund-\nzen eingesät sind oder natürlich wachsen und die                 stückes wirtschaftlich vertretbar, zu begrenzen. Dies\nbeweidet oder zur Futtergewinnung genutzt wer-                   gilt insbesondere für die Stoffe, die nach der Gefahr-\nden.                                                             stoffverordnung in der Fassung der Bekanntmachung\nvom 26. November 2010 (BGBl. I S. 2010, 1643, 1644),\nAbschnitt 2                                 die zuletzt durch Artikel 148 des Gesetzes vom\n29. März 2017 (BGBl. I S. 626) geändert worden ist,\nVorsorge gegen das Entstehen                              als krebserzeugend, erbgutverändernd oder fortpflan-\nschädlicher Bodenveränderungen                             zungsgefährdend eingestuft sind. Im Übrigen gelten\ndie Maßgaben von Absatz 1.\n§3                                         (3) In den Fällen des § 3 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3\nhaben die nach § 7 Satz 1 des Bundes-Bodenschutz-\nBesorgnis schädlicher Bodenveränderungen                          gesetzes Pflichtigen Vorkehrungen zu treffen, um die\nphysikalischen Einwirkungen zu vermeiden oder wirk-\n(1) Das Entstehen schädlicher Bodenveränderungen\nsam zu vermindern, soweit dies auch im Hinblick auf\nist in der Regel zu besorgen, wenn\nden Zweck der Nutzung des Grundstücks verhältnis-\n1. Böden Schadstoffgehalte aufweisen, die die Vorsor-                  mäßig ist. Auf Verlangen der zuständigen Behörde sind\ngewerte nach Anlage 1 Tabelle 1 oder 2 überschrei-                 Untersuchungen der physikalischen Bodeneigenschaf-\nten,                                                               ten am Standort durchzuführen. Satz 2 gilt nicht für\nunvermeidbare Einwirkungen bei Einhaltung des § 17\n2. eine erhebliche Anreicherung von anderen Schad-                     Absatz 1 des Bundes-Bodenschutzgesetzes.\nstoffen in Böden erfolgt, die auf Grund ihrer krebs-\nerzeugenden, erbgutverändernden, fortpflanzungs-                      (4) Zur Einhaltung der sich aus den Absätzen 1, 2\ngefährdenden oder toxischen Eigenschaften in                       und 3 ergebenden Anforderungen kann die zuständige\nbesonderem Maße geeignet sind, schädliche Bo-                      Behörde nach § 10 Absatz 1 Satz 1 des Bundes-Bo-\ndenveränderungen herbeizuführen,                                   denschutzgesetzes die erforderlichen Maßnahmen\ntreffen.\n3. physikalische Einwirkungen den Boden verändern\n(5) Bei Vorhaben, bei denen auf einer Fläche von\nund dadurch die natürlichen Funktionen sowie die\nmehr als 3 000 Quadratmetern Materialien auf oder in\nNutzungsfunktion als Standort für die land- oder\ndie durchwurzelbare Bodenschicht auf- oder einge-\nforstwirtschaftliche Nutzung erheblich beeinträch-\nbracht werden, Bodenmaterial aus dem Ober- oder\ntigt werden können, oder\nUnterboden ausgehoben oder abgeschoben wird oder\n4. Stoffeinträge den Bodenzustand irreversibel verän-                  der Ober- und Unterboden dauerhaft oder vorüberge-\ndern und dadurch die Bodenfunktionen erheblich                     hend vollständig oder teilweise verdichtet wird, kann\nbeeinträchtigt werden können.                                      die für die Zulassung des Vorhabens zuständige\nBehörde im Benehmen mit der für den Bodenschutz\n(2) Bei Böden mit naturbedingt oder großflächig                     zuständigen Behörde von dem nach § 7 Satz 1 des\nsiedlungsbedingt erhöhten Schadstoffgehalten besteht                   Bundes-Bodenschutzgesetzes Pflichtigen die Beauf-\nbei Überschreiten von Vorsorgewerten nach Anlage 1                     tragung einer bodenkundlichen Baubegleitung nach\nTabelle 1 oder 2 die Besorgnis des Entstehens                          DIN 19639 im Einzelfall verlangen. Satz 1 gilt entspre-\nschädlicher Bodenveränderungen nur dann, wenn eine                     chend, wenn das Vorhaben einer Anzeige an eine Be-\nerhebliche Freisetzung von Schadstoffen oder zusätz-                   hörde bedarf oder von einer Behörde durchgeführt\nliche Einträge durch die nach § 7 Satz 1 des Bundes-                   wird.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                     2719\n§5                                         (4) Eine schädliche Bodenveränderung im Sinne des\nZulässige Zusatzbelastung                              Absatzes 2 ist auch dann nicht zu besorgen, wenn in\nGebieten oder räumlich abgegrenzten Industriestand-\n(1) Werden Vorsorgewerte nach Anlage 1 Tabelle 1                    orten mit erhöhten Schadstoffgehalten in Böden Bo-\noder 2 bei einem Schadstoff überschritten, ist insoweit                denmaterial mit erhöhten Schadstoffgehalten innerhalb\nunter Berücksichtigung der zu erwartenden Gesamt-                      des Gebietes oder Standortes umgelagert wird und die\nfracht eine Zusatzbelastung bis zur Höhe der in An-                    in § 2 Absatz 2 Nummer 1 und 3 Buchstabe b und c\nlage 1 Tabelle 3 festgelegten jährlichen Frachten des                  des Bundes-Bodenschutzgesetzes genannten Boden-\nSchadstoffes zulässig. Dabei sind die Einwirkungen auf                 funktionen nicht zusätzlich beeinträchtigt werden\nden Boden über Luft und Gewässer sowie unmittelbare                    sowie die stoffliche Situation am Ort des Auf- oder\nEinträge zu beachten.                                                  Einbringens nicht nachteilig verändert wird. Gebiete\n(2) Wenn die in Anlage 1 Tabelle         3 festgelegte zu-          und Standorte im Sinne des Satzes 1 können von der\nlässige Zusatzbelastung bei einem           Schadstoff über-           zuständigen Behörde im Einzelfall der Bewertung zu-\nschritten ist, sind die naturbedingt        oder großflächig           grunde gelegt oder allgemein festgelegt werden. Die\nsiedlungsbedingten Vorbelastungen            des Bodens im             zuständige Behörde kann Ausnahmen von § 7 Absatz 3\nEinzelfall zu berücksichtigen.                                         zulassen. Die Sätze 1 bis 3 gelten für Gebiete, die\nSätze 1 und 2 gelten für räumlich abgegrenzte Indus-\n(3) Die in Anlage 1 Tabelle 3 festgelegten Frachten                 triestandorte mit jeweils mehr als 10 Volumenprozent\nbestimmen nicht die Zusatzbelastungen im Sinne des                     mineralischer Fremdbestandteile in Böden entspre-\n§ 3 Absatz 3 Satz 2 des Bundes-Bodenschutzgeset-                       chend.\nzes.\n(5) Die nach § 7 Satz 1 des Bundes-Bodenschutz-\n§6                                      gesetzes Pflichtigen haben Materialien, die auf oder in\nden Boden oder zur Herstellung einer durchwurzelba-\nAllgemeine Anforderungen                               ren Bodenschicht auf- oder eingebracht werden sollen,\nan das Auf- oder Einbringen                             spätestens vor dem Auf- oder Einbringen nach den\nvon Materialien auf oder in den Boden                         nachfolgenden Vorschriften zu untersuchen oder un-\n(1) Die §§ 6 bis 8 gelten für das Auf- oder Einbringen              tersuchen zu lassen, soweit dies nicht bereits erfolgt\nvon Materialien auf oder in den Boden, insbesondere                    ist. Die Materialien sind mindestens auf die in Anlage 1\nim Rahmen der Rekultivierung, der Wiedernutzbarma-                     Tabelle 1 und 2 dieser Verordnung aufgeführten Stoffe\nchung, des Landschaftsbaus, der landwirtschaftlichen                   analytisch zu untersuchen. Liegen Anhaltspunkte vor,\nund gartenbaulichen Folgenutzung und der Herstellung                   dass die Materialien erhöhte Gehalte weiterer Stoffe\neiner durchwurzelbaren Bodenschicht insbesondere                       aufweisen, ist auf diese zusätzlich analytisch zu unter-\nauf technischen Bauwerken im Sinne des § 2 Num-                        suchen. Darüber hinaus kann die zuständige Behörde\nmer 3 der Ersatzbaustoffverordnung und auf Deichen.                    auch Untersuchungen des Ortes des Auf- oder Einbrin-\nDie §§ 6 bis 8 gelten nicht für das Auf- oder Einbringen               gens anordnen. Probennahme und -analyse sind nach\nvon Materialien auf oder in den Boden im Rahmen der                    Abschnitt 4 durchzuführen.\nSanierung von schädlichen Bodenveränderungen und                          (6) Von einer analytischen Untersuchung von Bo-\nAltlasten, soweit die Materialien im Bereich derselben                 denmaterial und Baggergut nach Absatz 5 Satz 2 und 3\nschädlichen Bodenveränderung oder Altlast oder in-                     kann abgesehen werden, wenn\nnerhalb des Gebietes eines für verbindlich erklärten\nSanierungsplans umgelagert werden.                                     1. sich bei einer Vorerkundung nach § 18 durch einen\nSachverständigen im Sinne des § 18 des Bundes-\n(2) Das Auf- und Einbringen von Materialien oder die                    Bodenschutzgesetzes oder durch eine Person mit\nHerstellung einer durchwurzelbaren Bodenschicht ist                        vergleichbarer Sachkunde keine Anhaltspunkte er-\nnur zulässig, wenn                                                         geben, dass die Materialien die Vorsorgewerte nach\n1. nach Art, Menge, Schadstoffgehalten, Schadstoff-                        Anlage 1 Tabelle 1 und 2 dieser Verordnung über-\nkonzentrationen und physikalischen Eigenschaften                       schreiten und keine Hinweise auf weitere Belastun-\nder Materialien sowie nach den Schadstoffgehalten                      gen der Materialien vorliegen,\nder Böden am Ort des Auf- und Einbringens das                      2. die im Rahmen der jeweiligen Maßnahme angefal-\nEntstehen einer schädlichen Bodenveränderung                           lene Menge nicht mehr als 500 Kubikmeter beträgt\nnach § 3 nicht zu besorgen ist und                                     und sich nach Inaugenscheinnahme der Materialien\n2. mindestens eine der in § 2 Absatz 2 Nummer 1 und                        am Herkunftsort und auf Grund der Vornutzung der\nNummer 3 Buchstabe b und c des Bundes-Boden-                           betreffenden Grundstücke keine Anhaltspunkte er-\nschutzgesetzes genannten Bodenfunktionen nach-                         geben, dass die Materialen die in Nummer 1 ge-\nhaltig verbessert, gesichert oder wiederhergestellt                    nannten Werte überschreiten und keine Hinweise\nwird.                                                                  auf weitere Belastungen der Materialien vorliegen\noder\n(3) Eine schädliche Bodenveränderung im Sinne des\nAbsatzes 2 ist aufgrund von Schadstoffgehalten nicht                   3. die Materialien am Herkunftsort oder in dessen\nzu besorgen, wenn Bodenmaterial oder Baggergut am                          räumlichen Umfeld oder innerhalb eines Gebietes\nHerkunftsort oder in dessen räumlichen Umfeld unter                        im Sinne des Absatzes 4 umgelagert werden, das\nvergleichbaren Bodenverhältnissen sowie geologi-                           Vorliegen einer Altlast oder sonstigen schädlichen\nschen und hydrogeologischen Bedingungen umgela-                            Bodenveränderung aufgrund von Schadstoffgehal-\ngert wird und das Vorliegen einer Altlast oder sonstigen                   ten auszuschließen ist und durch die Umlagerung\nschädlichen Bodenveränderung aufgrund von Schad-                           das Entstehen einer schädlichen Bodenveränderung\nstoffgehalten auszuschließen ist.                                          nicht zu besorgen ist.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2720               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\n(7) Die nach § 7 Satz 1 des Bundes-Bodenschutz-                     bis 3 gelten nicht für die Umlagerung von Materialien\ngesetzes Pflichtigen haben die Untersuchungsergeb-                     im Rahmen des Braunkohletagebaus.\nnisse nach Absatz 5 oder das Vorliegen der Voraus-\n(12) Die zuständige Behörde kann Nachweise über\nsetzungen des Absatzes 6 spätestens vor dem Auf-\ndie Erfüllung der Anforderungen nach den Absätzen 9\noder Einbringen zu dokumentieren. Die Dokumente\nbis 11 verlangen.\nsind nach Beendigung der Auf- oder Einbringungs-\nmaßnahme zehn Jahre aufzubewahren und der zustän-\ndigen Behörde auf Verlangen vorzulegen.                                                             §7\n(8) Die nach § 7 Satz 1 des Bundes-Bodenschutz-                                   Zusätzliche Anforderungen\ngesetzes Pflichtigen müssen das Auf- oder Einbringen                        an das Auf- oder Einbringen von Materialien\nvon Materialien nach § 7 oder § 8 Absatz 1 bis 3, Ab-                     auf oder in eine durchwurzelbare Bodenschicht\nsatz 5 bis 6 und Absatz 8 in einem Volumen von mehr\nals 500 Kubikmetern der zuständigen Behörde mindes-                       (1) Die nach § 7 Satz 1 des Bundes-Bodenschutz-\ntens zwei Wochen vor Beginn der Auf- oder Einbrin-                     gesetzes Pflichtigen dürfen für das Auf- oder Einbrin-\ngungsmaßnahme unter Angabe der Lage der Auf- oder                      gen auf oder in eine durchwurzelbare Bodenschicht\nEinbringungsfläche, der Art und Menge der Materialien                  sowie für die Herstellung einer durchwurzelbaren Bo-\nsowie des Zwecks der Maßnahme anzeigen, es sei                         denschicht nur\ndenn, die Maßnahme bedarf einer behördlichen Zu-                       1. Bodenmaterial und Baggergut sowie\nlassung oder Anzeige nach anderen Rechtsvorschrif-\nten. Die Länder können abweichende Regelungen                          2. Gemische von Materialien nach Nummer 1 mit sol-\ntreffen.                                                                   chen Abfällen, die die stofflichen Qualitätsanforde-\nrungen nach § 3 Absatz 2 Satz 1, § 3a Satz 2 und\n(9) Beim Auf- oder Einbringen oder der Herstellung                      § 4 Absatz 1, Absatz 3 Satz 1 bis 3, Absatz 4, auch\neiner durchwurzelbaren Bodenschicht sowie beim Um-                         in Verbindung mit § 5 Absatz 1 der Bioabfallverord-\noder Zwischenlagern von Materialien sind Verdichtun-                       nung sowie nach § 8 Absatz 1, Absatz 2 Satz 1 und\ngen, Vernässungen und sonstige nachteilige Einwir-                         § 11 der Klärschlammverordnung erfüllen,\nkungen auf den Boden durch geeignete Maßnahmen\nzu vermeiden oder wirksam zu vermindern. Die ent-                      verwenden. Mineralische Fremdbestandteile in Boden-\nsprechenden Anforderungen der DIN 19639, der DIN                       material und Baggergut sind zulässig, sofern sie\n19731 und der DIN 18915 sind zu beachten. Die                          bereits beim Anfall enthalten waren und ihr Anteil\nSätze 1 und 2 gelten nicht für Verdichtungen, die im                   10 Volumenprozent nicht überschreitet. Störstoffe sind\nRahmen der bergbaulichen Gewinnung erforderlich                        nur in einem vernachlässigbaren und unvermeidbaren\nsind.                                                                  Anteil zulässig.\n(10) Beim Auf- oder Einbringen von Materialien sind                    (2) Eine schädliche Bodenveränderung im Sinne des\ndie Anforderungen an einen guten Bodenaufbau und                       § 6 Absatz 2 ist aufgrund von Schadstoffgehalten nicht\nein stabiles Bodengefüge zu beachten. Die verwende-                    zu besorgen, wenn die nach Absatz 1 zur Verwendung\nten Materialien müssen unter Berücksichtigung des je-                  zulässigen Materialien die Vorsorgewerte nach An-\nweiligen Ortes des Auf- oder Einbringens geeignet                      lage 1 Tabelle 1 und 2 dieser Verordnung einhalten\nsein, die für den Standort erforderlichen Bodenfunktio-                oder nach Anlage 1 Tabelle 3 der Ersatzbaustoffver-\nnen sowie die chemischen und physikalischen Eigen-                     ordnung als Bodenmaterial der Klasse 0 oder Bagger-\nschaften des Bodens zu sichern oder herzustellen. Die                  gut der Klasse 0 – BM-0 oder BG-0 – klassifiziert wur-\nentsprechenden Anforderungen der DIN 19639 und der                     den und auf Grund der Herkunft und der bisherigen\nDIN 19731 sind zu beachten.                                            Nutzung keine Hinweise auf weitere Belastungen der\n(11) Vor dem Auf- oder Einbringen von Materialien in                Materialien vorliegen. Sind die Anforderungen nach\nden Unterboden oder Untergrund ist bei Hinweisen auf                   Satz 1 erfüllt, bedarf das Auf- oder Einbringen keiner\nerhöhte Gehalte an organischem Kohlenstoff der                         Erlaubnis nach § 8 Absatz 1 des Wasserhaushaltsge-\nGehalt an organischem Kohlenstoff nach Anlage 3                        setzes.\nTabelle 1 zu bestimmen. Beträgt der Gehalt mehr als\n(3) Bei der Herstellung einer durchwurzelbaren\n1 Masseprozent, dürfen die Materialien nur auf- oder\nBodenschicht mit landwirtschaftlicher oder gartenbau-\neingebracht werden, wenn der organische Kohlenstoff\nlicher Folgenutzung sollen im Hinblick auf künftige un-\nin den Materialien natürlich vorkommt oder auf einen\nvermeidliche Schadstoffeinträge durch Bewirtschaf-\nzulässigen Anteil an mineralischen Fremdbestandteilen\ntungsmaßnahmen oder atmosphärische Schadstoff-\nzurückzuführen ist und die Materialien nicht aus dem\neinträge die Schadstoffgehalte in der entstandenen\nOberboden stammen. Es ist sicherzustellen, dass\ndurchwurzelbaren Bodenschicht 70 Prozent der jewei-\ndurch Abbauprozesse der organischen Substanz, ins-\nligen Vorsorgewerte nach Anlage 1 Tabelle 1 und 2\nbesondere auch nach dem Auf- oder Einbringen, keine\nnicht überschreiten. Satz 1 gilt nicht für die Umlage-\nschädlichen Bodenveränderungen zu besorgen sind\nrung von Bodenmaterial im Rahmen der Wiedernutz-\nund die Nährstoffzufuhr nach Menge und Verfügbarkeit\nbarmachung von Tagebauen.\nunter Berücksichtigung der zu erwartenden Abbau-\nprozesse dem Bedarf der vorhandenen oder künftigen                        (4) Die nach § 7 Satz 1 des Bundes-Bodenschutz-\nVegetation angepasst ist. Das Einbringen von nähr-                     gesetzes Pflichtigen haben beim Auf- oder Einbringen\nstoffreichen organischen Materialien, insbesondere                     von nach Absatz 1 zur Verwendung zulässigen Mate-\nKlärschlamm, Kompost oder Gärsubstrate, in den                         rialien auf landwirtschaftlich einschließlich gartenbau-\nUnterboden oder Untergrund ist auch im Gemisch mit                     lich genutzten Böden dafür Sorge zu tragen, dass die\nBodenmaterial, Baggergut oder anderen mineralischen                    Ertragsfähigkeit der Böden nachhaltig gesichert oder\nMaterialien unzulässig. Die Anforderungen der Sätze 1                  wiederhergestellt wird.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                     2721\n(5) Die Nährstoffzufuhr durch das Auf- oder Einbrin-                schadlose Verwertung erfolgt und das Entstehen einer\ngen der Materialien ist nach Menge und Verfügbarkeit                   schädlichen Bodenveränderung nicht zu besorgen ist.\ndem Pflanzenbedarf der Folgevegetation anzupassen,\num insbesondere Nährstoffeinträge in Gewässer zu                                                    §8\nvermeiden. Die entsprechenden Anforderungen der                                        Zusätzliche Anforderungen\nDIN 18919 sind zu beachten.                                                         an das Auf- oder Einbringen von\n(6) Das Auf- oder Einbringen von Materialien auf                              Materialien unterhalb oder außerhalb\noder in eine bestehende durchwurzelbare Boden-                                   einer durchwurzelbaren Bodenschicht\nschicht ist nicht zulässig auf Flächen, die die in § 2                    (1) Die nach § 7 Satz 1 des Bundes-Bodenschutz-\nAbsatz 2 Nummer 1 oder 2 des Bundes-Bodenschutz-                       gesetzes Pflichtigen dürfen für das Auf- oder Einbrin-\ngesetzes genannten Bodenfunktionen im besonderen                       gen unterhalb oder außerhalb einer durchwurzelbaren\nMaße erfüllen. Das Auf- oder Einbringungsverbot gilt                   Bodenschicht nur\nauch für Böden in\n1. Bodenmaterial ohne Oberboden und\n1. Wäldern,                                                          2. Baggergut, das aus Sanden und Kiesen besteht und\n2. Wasserschutzgebieten und Heilquellenschutzge-                         dessen Feinkornanteil, der kleiner als 63 Mikrometer\nbieten der Zonen I und II,                                           ist, höchstens 10 Masseprozent beträgt,\n3. Naturschutzgebieten,                                              verwenden. Mineralische Fremdbestandteile sind zu-\nlässig, sofern sie bereits beim Anfall enthalten waren\n4. Nationalparks,\nund ihr Anteil 10 Volumenprozent nicht überschreiten.\n5. nationalen Naturmonumenten,                                       Störstoffe sind nur in einem vernachlässigbaren und\n6. Biosphärenreservaten,                                             unvermeidbaren Anteil zulässig. Ist bei der Umlagerung\nvon Bodenmaterial in Braunkohletagebauen der ge-\n7. Naturdenkmälern,                                                  sonderte Abtrag des Oberbodens mit einem unverhält-\n8. geschützten Landschaftsbestandteilen,                             nismäßigen Aufwand verbunden, darf abweichend von\nSatz 1 Nummer 1 Bodenmaterial mit Oberboden unter-\n9. Natura 2000-Gebieten und\nhalb der durchwurzelbaren Bodenschicht verwendet\n10. gesetzlich geschützten Biotopen im Sinne des § 30                  werden.\ndes Bundesnaturschutzgesetzes sowie                                 (2) Eine schädliche Bodenveränderung im Sinne des\n11. den Kernzonen von Naturschutzgroßprojekten des                     § 6 Absatz 2 ist aufgrund von Schadstoffgehalten nicht\nBundes von gesamtstaatlicher Bedeutung.                          zu besorgen, wenn die Materialien die Vorsorgewerte\nnach Anlage 1 Tabelle 1 und 2 dieser Verordnung ein-\nDie für den Schutz der in den Sätzen 1 und 2 Nummer 2\nhalten oder nach Anlage 1 Tabelle 3 der Ersatzbau-\nbis 11 genannten Flächen zuständige Behörde und im\nstoffverordnung als Bodenmaterial der Klasse 0 oder\nFalle des Satzes 2 Nummer 1 die Forstbehörde kann\nBaggergut der Klasse 0 Sand – BM-0 oder BG-0 Sand –\nim Benehmen mit der für den Bodenschutz zuständi-\nklassifiziert wurden und auf Grund von Herkunft und\ngen Behörde Abweichungen von den Verboten der\nbisheriger Nutzung keine Hinweise auf weitere Belas-\nSätze 1 und 2 zulassen, wenn das Auf- oder Einbringen\ntungen der Materialien vorliegen.\naus land- oder forstwirtschaftlichen Gründen, aus\nGründen des Naturschutzes und der Landschafts-                            (3) Bei der Verfüllung einer Abgrabung oder eines\npflege oder zum Schutz des Grundwassers erforderlich                   Tagebaus und beim Massenausgleich im Rahmen ei-\nist. Regelungen aufgrund der §§ 51 bis 53 des Wasser-                  ner Baumaßnahme ist eine schädliche Bodenverände-\nhaushaltsgesetzes bleiben unberührt.                                   rung auch dann nicht zu besorgen, wenn\n(7) Beim Auf- oder Einbringen von                                   1. die Materialien die Werte nach Anlage 1 Tabelle 4\ndieser Verordnung einhalten oder nach Anlage 1\n1. abgetragenem Bodenmaterial nach Erosionsereig-                          Tabelle 3 der Ersatzbaustoffverordnung als Boden-\nnissen,                                                                material der Klasse 0* oder Baggergut der Klasse 0* –\n2. Bodenmaterial aus der Reinigung landwirtschaft-                         BM-0* oder BG-0* – klassifiziert wurden,\nlicher Ernteprodukte oder                                          2. auf Grund von Herkunft und bisheriger Nutzung\n3. Baggergut aus der Unterhaltung von Entwässe-                            keine Hinweise auf weitere Belastungen der Mate-\nrungsgräben                                                            rialien vorliegen,\nim räumlichen Umfeld des Herkunftsortes unter ver-                     3. die Materialien gemessen vom tiefsten Punkt der\ngleichbaren Bodenverhältnissen sowie geologischen                          Auf- oder Einbringung in einem Abstand von min-\nund hydrogeologischen Bedingungen ist eine schäd-                          destens 1 Meter zum höchsten aus Messdaten er-\nliche Bodenveränderung im Sinne des § 6 Absatz 2                           mittelten oder abgeleiteten sowie jeweils von nicht\naufgrund von Schadstoffgehalten nicht zu besorgen.                         dauerhafter, künstlicher Grundwasserabsenkung\nÜberschreiten die Materialien die Vorsorgewerte nach                       unbeeinflussten Grundwasserstand am Auf- und\nAnlage 1 Tabelle 1 und 2 nicht erheblich und sollen                        Einbringungsort zuzüglich eines Sicherheitsab-\nMaterialien nach Satz 1 Nummer 2 nicht im räumlichen                       stands von 0,5 Meter auf- oder eingebracht werden\nUmfeld des Herkunftsortes auf- oder eingebracht                            und\nwerden oder ist der Herkunftsort der Materialien nicht                 4. oberhalb der auf- oder eingebrachten Materialien\nmehr eindeutig zuzuordnen, kann die für den Boden-                         eine mindestens 2 Meter mächtige durchwurzelbare\nschutz zuständige Behörde im Einzelfall das Auf- oder                      Bodenschicht gemäß den Anforderungen der §§ 6\nEinbringen gestatten, wenn nachgewiesen wird, dass                         und 7 aufgebracht wird, soweit auf der betreffenden\ntrotz der Überschreitung eine ordnungsgemäße und                           Fläche nicht ein technisches Bauwerk errichtet wer-\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2722               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nden soll. Die zuständige Behörde kann im Einzelfall                in bestehende Bodenkataster oder sonstige Verzeich-\ngeringere Mächtigkeiten gestatten, wenn nachge-                    nisse aufgenommen werden. Die Sätze 1 bis 5 gelten\nwiesen ist, dass eine schädliche Bodenveränderung                  entsprechend für das Auf- oder Einbringen anderer als\nnicht zu besorgen ist.                                             der in Absatz 1 genannten mineralischen Materialien,\n(4) Sind die Anforderungen nach Absatz 2 oder 3                     die die Werte nach Anlage 1 Tabelle 4 und 5 einhalten\nerfüllt, bedarf das Auf- oder Einbringen keiner Erlaub-                oder nicht erheblich überschreiten und sich als Aus-\nnis nach § 8 Absatz 1 des Wasserhaushaltsgesetzes.                     gangsmaterial für eine Bodenbildung eignen. Absatz 3\nNummer 4 gilt entsprechend.\n(5) Bei Vorliegen der Voraussetzungen nach Ab-\n(8) Die Länder können Regelungen treffen, dass\nsatz 2 ist das Auf- und Einbringen von Materialien\nauch andere als die in Absatz 1 genannten Materialien\nabweichend von Absatz 2 nicht zulässig in Wasser-\nzur Verfüllung genutzt werden und Überschreitungen\nschutzgebieten der Zone I und Heilquellenschutzge-\nder Werte nach Anlage 1 Tabellen 4 und 5 zulässig\nbieten der Zone I. Bei Vorliegen der Voraussetzungen\nsind, wenn nachgewiesen wird, dass eine ordnungsge-\nnach Absatz 3 ist das Auf- und Einbringen von Mate-\nmäße und schadlose Verwertung erfolgt.\nrialien abweichend von Absatz 3 nicht zulässig in\n1. Wasserschutzgebieten der Zonen I und II,                                                    Abschnitt 3\n2. Heilquellenschutzgebieten der Zonen I und II,                                       Abwehr und Sanierung\n3. empfindlichen Gebieten, wie insbesondere Karstge-                     schädlicher Bodenveränderungen und Altlasten\nbieten und Gebieten mit stark klüftigem, besonders\nwasserwegsamem Untergrund.                                                           Unterabschnitt 1\nDie für den Schutz der in den Sätzen 1 und 2 genann-                        Gefahrenabwehr bei Bodenerosion\nten Flächen zuständige Behörde kann im Benehmen\nmit der für den Bodenschutz zuständigen Behörde Ab-                                                 §9\nweichungen von den Sätzen 1 und 2 zulassen, wenn\nGefahrenabwehr bei\ndas Auf- oder Einbringen zum Schutz des Grundwas-\nBodenerosion durch Wasser oder Wind\nsers erforderlich ist. In empfindlichen Gebieten nach\nSatz 2 Nummer 3 kann das Auf- oder Einbringen von                         (1) Von dem Vorliegen einer schädlichen Bodenver-\nMaterialien bis zur Höhe der Vorsorgewerte für die Bo-                 änderung auf Grund von Bodenerosion durch Wasser\ndenart Ton nach Anlage 1 Tabelle 1 und 2 auch zuge-                    oder Wind ist insbesondere auszugehen, wenn erheb-\nlassen werden, wenn günstige Materialeigenschaften                     liche Mengen Bodenmaterial von einer Erosionsfläche\nund Standortbedingungen vorliegen. Regelungen auf-                     durch Oberflächenabfluss oder Abwehung abgetragen\ngrund der §§ 51 bis 53 des Wasserhaushaltsgesetzes                     wurden und weitere erhebliche Bodenabträge zu er-\nbleiben unberührt.                                                     warten sind.\n(6) Die für die Zulassung der Verfüllung einer Abgra-               Weitere Bodenabträge nach einem Erosionsereignis\nbung oder eines Tagebaus zuständige Behörde kann                       sind im Sinne des Satzes 1 zu erwarten, wenn\nim Einvernehmen mit der für den Bodenschutz zustän-                    1. in den zurückliegenden zehn Jahren bereits mindes-\ndigen Behörde das Auf- oder Einbringen anderer als                         tens in einem weiteren Fall erhebliche Mengen Bo-\nder in Absatz 1 genannten mineralischen Materialien                        denmaterial von derselben Erosionsfläche abgetra-\ngestatten, wenn sie die Anforderungen nach Absatz 2                        gen wurden oder\noder 3 erfüllen und die Werte nach Anlage 1 Tabelle 5\neinhalten, dies bau- oder betriebstechnisch erforder-                  2. sich aus den Standortdaten und den Daten über die\nlich ist und der Anteil der Materialien 5 Prozent des                      langjährigen Niederschlags- oder Wind- und Witte-\nim Rahmen des Vorhabens jährlich verfüllten Volumens                       rungsverhältnisse des Gebietes ergibt, dass in ei-\nnicht überschreitet.                                                       nem Zeitraum von zehn Jahren mit hinreichender\nWahrscheinlichkeit erneut mit Bodenabträgen ge-\n(7) Die für die Zulassung der Verfüllung einer Abgra-                   mäß Satz 1 zu rechnen ist.\nbung zuständige Behörde kann im Einvernehmen mit\nder für den Bodenschutz zuständigen Behörde das                           (2) Anhaltspunkte für das Vorliegen einer schäd-\nAuf- oder Einbringen von in Absatz 1 genannten Mate-                   lichen Bodenveränderung auf Grund von Bodenerosion\nrialien gestatten, die die Werte nach Anlage 1 Tabelle 4               durch Wasser oder Wind ergeben sich insbesondere,\nnicht erheblich überschreiten, wenn nachgewiesen ist,                  wenn sich auf einer Fläche Erosionsformen oder -schä-\ndass trotz der Überschreitung eine ordnungsgemäße                      den in erheblichem Ausmaß zeigen oder außerhalb ei-\nund schadlose Verwertung erfolgt. Dabei sind die                       ner möglichen Erosionsfläche gelegene Bereiche durch\nStandortverhältnisse, insbesondere die geologischen                    erhebliche Mengen abgetragenen Bodenmaterials be-\nund hydrogeologischen Bedingungen, die natürlichen                     frachtet wurden.\nBodenfunktionen des Untergrundes und der Umge-                            (3) Bestehen Anhaltspunkte nach Absatz 2, hat die\nbung sowie etwa bereits vorhandene Verfüllkörper zu                    zuständige Behörde festzustellen, auf welche Erosi-\nberücksichtigen. Die für die Zulassung zuständige                      onsfläche der Bodenabtrag zurückzuführen ist und ab-\nBehörde kann von dem Träger des Vorhabens, soweit                      zuschätzen, in welchem Umfang Bodenmaterial ab-\nerforderlich, die Durchführung von Eigenkontrollmaß-                   getragen wurde und mit welcher Wahrscheinlichkeit\nnahmen, insbesondere Boden- und Wasseruntersu-                         weitere Bodenabträge zu erwarten sind. Besteht auf\nchungen sowie die Einrichtung und den Betrieb von                      Grund dieser Ermittlungen der hinreichende Verdacht\nMessstellen verlangen. § 15 Absatz 2 Satz 2 bis 4                      einer schädlichen Bodenveränderung, kann die zustän-\nund Absatz 3 des Bundes-Bodenschutzgesetzes gel-                       dige Behörde Anordnungen nach § 9 Absatz 2 des\nten entsprechend. Der Standort des Vorhabens kann                      Bundes-Bodenschutzgesetzes treffen.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                     2723\n(4) Zur Bewertung der Erosionsgefährdung ist in der                    (3) Bestehen Anhaltspunkte für das Vorliegen einer\nRegel die DIN 19708 oder die DIN 19706 heranzuzie-                     Altlast oder einer schädlichen Bodenveränderung, soll\nhen.                                                                   die altlastverdächtige Fläche oder die Verdachtsfläche\nzunächst einer orientierenden Untersuchung nach § 12\n(5) Wird die Erosionsfläche landwirtschaftlich ge-\nunterzogen werden.\nnutzt, soll die nach Landesrecht zuständige landwirt-\nschaftliche Beratungsstelle bei ihrer Beratungstätigkeit                  (4) Konkrete Anhaltspunkte, die den hinreichenden\neinzelfallbezogene erosionsmindernde Maßnahmen für                     Verdacht einer schädlichen Bodenveränderung oder\ndie Bewirtschaftung der Erosionsfläche empfehlen.                      Altlast im Sinne des § 9 Absatz 2 Satz 1 des Bundes-\nMaßnahmen zur Gefahrenabwehr im Einzelfall werden                      Bodenschutzgesetzes begründen, liegen in der Regel\nvon der zuständigen Behörde nach § 10 Absatz 1                         vor, wenn Untersuchungen eine Überschreitung von\nSatz 1 des Bundes-Bodenschutzgesetzes im Einver-                       Prüfwerten nach Anlage 2 Tabelle 2 bis 4 oder 6 bis 8\nnehmen mit der zuständigen Landwirtschaftsbehörde                      ergeben oder wenn auf Grund einer Sickerwasserprog-\ngetroffen. Maßnahmen nach Satz 2 können auch sol-                      nose eine Überschreitung von Prüfwerten nach An-\nche sein, die sich aus den Grundsätzen der guten fach-                 lage 2 Tabelle 2 oder 3 zu erwarten ist.\nlichen Praxis nach § 17 Absatz 2 des Bundes-Boden-\nschutzgesetzes ergeben.                                                   (5) Besteht der hinreichende Verdacht einer schäd-\nlichen Bodenveränderung oder Altlast, soll eine Detail-\nuntersuchung nach § 13 durchgeführt werden. Von ei-\nUnterabschnitt 2                                   ner Detailuntersuchung kann abgesehen werden, wenn\nUntersuchung, Bewertung                                     Gefahren, erhebliche Nachteile oder erhebliche Beläs-\nund Sanierung schädlicher                                   tigungen nach Feststellung der zuständigen Behörde\nBodenveränderungen und Altlasten                                    mit einfachen Mitteln abgewehrt oder auf andere Weise\nbeseitigt werden können.\n§ 10                                       (6) Wenn auf Grund der örtlichen Umstände oder\nErforderlichkeit von Untersuchungen                           nach den Ergebnissen von Bodenluft- oder Deponie-\ngasuntersuchungen Anhaltspunkte für die Ausbreitung\n(1) Anhaltspunkte im Sinne des § 9 Absatz 1 Satz 1                  von flüchtigen Schadstoffen aus einer Verdachtsfläche\ndes Bundes-Bodenschutzgesetzes für das Vorliegen                       oder altlastverdächtigen Fläche in Gebäude bestehen,\neiner Altlast bestehen bei einem Altstandort insbeson-                 soll im Rahmen der Detailuntersuchung eine Unter-\ndere, wenn auf Grundstücken über einen längeren Zeit-                  suchung der Innenraumluft erfolgen; die Aufgaben\nraum oder in erheblicher Menge mit Schadstoffen                        und Befugnisse anderer Behörden bleiben unberührt.\numgegangen wurde und die jeweilige Betriebs-, Be-\nwirtschaftungs- oder Verfahrensweise oder Störungen                       (7) Im Rahmen von Untersuchungsanordnungen\ndes bestimmungsgemäßen Betriebs nicht unerhebliche                     nach § 9 Absatz 2 Satz 1 des Bundes-Bodenschutz-\nEinträge solcher Stoffe in den Boden vermuten lassen.                  gesetzes können auch wiederkehrende Untersuchun-\nDie jeweilige Betriebsweise lässt einen solchen Ein-                   gen der Schadstoffausbreitung und der hierfür maßge-\ntrag insbesondere vermuten, wenn die angewendeten                      benden Umstände angeordnet werden.\nSicherheitsmaßnahmen erheblich vom heutigen Stand\nder Technik abweichen. Bei Altablagerungen sind                                                    § 11\ndiese Anhaltspunkte insbesondere dann gegeben,\nAllgemeine Anforderungen an Untersuchungen\nwenn die Art des Betriebs oder der Zeitpunkt der Still-\nlegung den Verdacht nahelegen, dass Abfälle nicht                         (1) Bei der Festlegung des Untersuchungsumfangs\nsachgerecht behandelt, gelagert oder abgelagert wur-                   sind alle verfügbaren Informationen, insbesondere die\nden.                                                                   Kenntnisse oder begründeten Vermutungen über das\n(2) Absatz 1 Satz 1 gilt für schädliche Bodenverän-                 Vorkommen bestimmter Schadstoffe und deren Vertei-\nderungen durch Schadstoffe entsprechend. Anhalts-                      lung, die sich im Sinne des § 4 Absatz 4 des Bundes-\npunkte für das Vorliegen einer schädlichen Bodenver-                   Bodenschutzgesetzes ergebenden Schutzbedürfnisse\nänderung ergeben sich auch durch Hinweise auf                          sowie die sonstigen beurteilungserheblichen örtlichen\nUmstände zu berücksichtigen.\n1. den Eintrag von Schadstoffen über einen längeren\nZeitraum oder in erheblicher Menge über die Luft                      (2) Bei der Untersuchung zum Wirkungspfad Bo-\noder Gewässer oder durch eine Aufbringung erheb-                   den-Mensch sind als Nutzungen zu unterscheiden:\nlicher Frachten an Abfällen oder Abwässern auf                     1. Kinderspielflächen,\nBöden,\n2. Wohngebiete,\n2. eine erhebliche Freisetzung von Schadstoffen aus\nBöden mit naturbedingt höheren Gehalten,                           3. Park- und Freizeitanlagen sowie\n3. erhöhte Schadstoffgehalte in Nahrungs- oder Fut-                    4. Industrie- und Gewerbegrundstücke.\nterpflanzen am Standort oder                                          (3) Bei der Untersuchung zum Wirkungspfad Bo-\n4. das Austreten von Wasser mit erheblichen Frachten                   den-Nutzpflanze sind als Nutzungen zu unterscheiden:\nan Schadstoffen aus Böden oder Altablagerungen                     1. Ackerflächen und Nutzgärten sowie\nsowie aus Erkenntnissen auf Grund allgemeiner Unter-\n2. Grünlandflächen.\nsuchungen oder von Erfahrungswerten aus Vergleichs-\nsituationen insbesondere zur Ausbreitung von Schad-                       (4) Probennahme und -analyse sind nach Ab-\nstoffen.                                                               schnitt 4 durchzuführen.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2724               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\n§ 12                                    Ergänzend kann die zuständige Behörde eine Einmi-\nOrientierende Untersuchung                              schungsprognose verlangen.\n(1) Ziel der orientierenden Untersuchung ist, auf der                  (6) Die Detailuntersuchung kann auch die Ermittlung\nGrundlage der Ergebnisse der Erfassung mit Hilfe                       natürlich ablaufender Abbau- und Rückhalteprozesse\nörtlicher Untersuchungen, insbesondere Messungen,                      umfassen, soweit sie als Standortbedingungen bei\nfestzustellen, ob ein hinreichender Verdacht für das                   der Gefährdungsabschätzung zu berücksichtigen sind.\nVorliegen einer Altlast oder einer schädlichen Boden-\nveränderung besteht.                                                                               § 14\n(2) Bei altlastverdächtigen Altablagerungen sollen                                   Sickerwasserprognose\nneben der Charakterisierung des Schadstoffpotenzials                      (1) Die Prognose der Stoffkonzentration für einen\ndes Ablagerungsmaterials insbesondere Untersuchun-                     Prüfwertvergleich am Ort der Beurteilung kann, auch\ngen der vom Abfallkörper ausgehenden Wirkungen                         unter Anwendung von Stofftransportmodellen, vorge-\ndurch Ausgasung leichtflüchtiger Stoffe und Deponie-                   nommen werden\ngas hinsichtlich des Übergangs von Schadstoffen in                     1. auf der Grundlage von Materialuntersuchungen\ndas Grundwasser durchgeführt werden.                                       durch Elution mit Wasser in Verbindung mit einer\n(3) Wird bei Untersuchungen für den Wirkungspfad                        Transportprognose,\nBoden-Grundwasser ein Prüfwert nach Anlage 2 Ta-                       2. durch Rückschlüsse oder Rückrechnungen aus\nbelle 1 oder 3 am Ort der Probennahme überschritten,                       Untersuchungen im Grundwasserabstrom unter\nsoll durch eine Sickerwasserprognose abgeschätzt                           Berücksichtigung der Stoffkonzentration im Grund-\nwerden, ob zu erwarten ist, dass die Konzentration                         wasseranstrom, der Verdünnung, des Schadstoff-\ndieses Schadstoffs im Sickerwasser am Ort der Beur-                        verhaltens in der wasserungesättigten und der\nteilung den Prüfwert nach Anlage 2 Tabelle 2 oder 3                        wassergesättigten Bodenzone sowie des Schad-\nübersteigen wird. Ergänzend kann die Einmischung                           stoffinventars im Boden oder\ndes Sickerwassers in das Grundwasser berücksichtigt\nwerden.                                                                3. auf der Grundlage von in situ-Untersuchungen.\n(2) Wenn im Einzelfall ein Eindringen von sauren\n§ 13                                    Sickerwässern, ein Eindringen von Lösevermittlern\nDetailuntersuchung                                oder eine Änderung des Reduktions- und Oxidations-\nPotentials zu erwarten ist, sollen entsprechende\n(1) Ziel der Detailuntersuchung ist, mit Hilfe vertie-              weitere Extraktions-, Elutions- oder Perkolationsver-\nfender und weitergehender Untersuchungen eine ab-                      fahren angewendet werden.\nschließende Gefährdungsabschätzung zu ermöglichen.\nSie dient insbesondere der Feststellung von Menge                         (3) Bei der Prognose ist insbesondere die Abbau-\nund räumlicher Verteilung von Schadstoffen, ihrer                      und Rückhaltewirkung der wasserungesättigten Zone\nmobilen oder mobilisierbaren Anteile, ihrer Ausbrei-                   zu berücksichtigen. Hierbei sind insbesondere fol-\ntungsmöglichkeiten im Boden, in Gewässern und in                       gende Kriterien maßgebend:\nder Luft sowie der Möglichkeit ihrer Aufnahme durch                    1. Länge der Sickerstrecke,\nMenschen, Tiere und Pflanzen.                                          2. Bodenart,\n(2) Bei Detailuntersuchungen soll festgestellt wer-                 3. Gehalt an organischer Substanz,\nden, ob sich aus räumlich begrenzten Anreicherungen\nvon Schadstoffen innerhalb einer Verdachtsfläche oder                  4. pH-Wert,\naltlastverdächtigen Fläche Gefahren ergeben und ob                     5. Sickerwasserrate,\nund wie eine Abgrenzung von nicht belasteten Flächen                   6. Grundwasserneubildungsrate sowie\ngeboten ist.\n7. Mobilität, Mobilisierbarkeit und Abbaubarkeit der\n(3) Im Rahmen der Detailuntersuchung sollen die für                     Stoffe.\ndie jeweils betroffenen Wirkungspfade im Sinne des\n§ 11 Absatz 2 und 3 maßgeblichen Expositionsbedin-                        (4) Bei direkter Beprobung und Untersuchung von\ngungen und die bedeutsamen resorptionsverfügbaren,                     Sickerwasser und Grundwasser ist bei der Bewertung\nmobilen oder mobilisierbaren Anteile der Schadstoff-                   die witterungsbedingte Variabilität der ermittelten\ngehalte ermittelt werden. Die Resorptionsverfügbarkeit                 Stoffkonzentrationen zu berücksichtigen.\nist nach der DIN 19738 zu bestimmen.                                      (5) Bei der Einmischungsprognose gemäß § 12\n(4) Bei altlastverdächtigen Altablagerungen sollen                  Absatz 3 und § 13 Absatz 5 soll die Einmischung des\ninsbesondere Untersuchungen der vom Abfallkörper                       Sickerwassers in das Grundwasser über eine pau-\nausgehenden Wirkungen hinsichtlich des Übergangs                       schale Einmischtiefe von einem Meter rechnerisch\nvon Schadstoffen in das Grundwasser durch Rück-                        berücksichtigt werden. Die Bezugsfläche dieses anre-\nschlüsse und Rückrechnung aus Abstrom-Messungen                        chenbaren Grundwasservolumens ist diejenige, auf der\nim Grundwasser unter Berücksichtigung insbesondere                     Prüfwertüberschreitungen im Sickerwasser festgestellt\nauch der Schadstoffkonzentration im Anstrom durch-                     oder abgeschätzt werden.\ngeführt werden.\n§ 15\n(5) Ergibt sich auf Grund einer Abschätzung nach\n§ 12 Absatz 3 der hinreichende Verdacht einer schäd-                                           Bewertung\nlichen Bodenveränderung oder Altlast, sollen durch                        (1) Die Ergebnisse der Untersuchungen nach den\neine weitergehende Sickerwasserprognose die Schad-                     §§ 12 bis 14 sind unter Beachtung der Umstände des\nstoffeinträge in das Grundwasser abgeschätzt werden.                   Einzelfalls, insbesondere anhand der Prüf- und Maß-\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                     2725\nnahmenwerte nach Anlage 2 unter Berücksichtigung                       Bundes-Bodenschutzgesetzes erreicht werden kann,\nder jeweiligen Anwendungshinweise, zu bewerten. Die                    inwieweit Veränderungen des Bodens nach der Sanie-\nPrüf- und Maßnahmenwerte nach Anlage 2 Tabelle 4                       rung verbleiben und welche rechtlichen, organisatori-\nbis 8 gelten für die in Anlage 3 Tabelle 3 genannten                   schen und finanziellen Umstände für die Durchführung\nBeprobungstiefen. Für die dort für den Wirkungspfad                    der Maßnahmen von Bedeutung sind.\nBoden-Nutzpflanze jeweils genannten größeren Bepro-\n(2) Im Rahmen von Sanierungsuntersuchungen sind\nbungstiefen sind die 1,5-fachen Werte maßgeblich.\ndie geeigneten, erforderlichen und angemessenen\n(2) Werden nach den durchgeführten Untersuchun-                     Maßnahmen unter Berücksichtigung von Maßnahmen-\ngen und Prognosen die in Anlage 2 Tabelle 1 bis 4                      kombinationen zu ermitteln. Insbesondere sind die Eig-\nund 6 bis 8 festgelegten Prüfwerte nicht überschritten,                nung der Verfahren, deren technische Durchführbar-\nbesteht insoweit nicht der Verdacht einer schädlichen                  keit, Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Nachhaltigkeit,\nBodenveränderung oder Altlast.                                         der erforderliche Zeitaufwand, die Wirkungsdauer der\n(3) Die Ergebnisse der Detailuntersuchung sind un-                  Maßnahmen und deren Überwachungsmöglichkeiten,\nter Beachtung der Umstände des Einzelfalls daraufhin                   die Erfordernisse der Nachsorge und die Nachbesse-\nzu bewerten, inwieweit Sanierungs-, Schutz- oder Be-                   rungsmöglichkeiten, die Auswirkungen auf die Betrof-\nschränkungsmaßnahmen im Sinne des § 2 Absatz 7                         fenen im Sinne des § 12 Satz 1 des Bundes-Boden-\nund 8 des Bundes-Bodenschutzgesetzes erforderlich                      schutzgesetzes und auf die Umwelt, Zulassungs-\nsind. Treffen im Einzelfall alle bei der Ableitung eines               erfordernisse sowie die Entstehung, Verwertung und\nPrüfwertes angenommenen ungünstigen Umstände                           Beseitigung von Abfällen zu prüfen und miteinander\nzusammen, können Maßnahmen bereits dann erforder-                      zu vergleichen. Die Ergebnisse der Prüfung und das\nlich sein, wenn der Gehalt oder die Konzentration eines                danach vorzugswürdige Maßnahmenkonzept sind mit\nSchadstoffes geringfügig oberhalb des jeweiligen Prüf-                 einer Abschätzung der Kosten darzustellen.\nwertes liegt.                                                             (3) Bei der Erstellung eines Sanierungsplans sind\n(4) Wenn in dieser Verordnung für einen Schadstoff                  die Maßnahmen nach § 13 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3\nkein Prüf- oder Maßnahmenwert festgelegt ist, sind für                 des Bundes-Bodenschutzgesetzes textlich und zeich-\nseine Bewertung die zur Ableitung der festgelegten                     nerisch vollständig darzustellen. Im Sanierungsplan ist\nPrüf- und Maßnahmenwerte dieser Verordnung heran-                      darzulegen, dass die vorgesehenen Maßnahmen ge-\ngezogenen Methoden und Maßstäbe zu beachten.                           eignet sind, dauerhaft Gefahren, erhebliche Nachteile\nDie Methoden und Maßstäbe sind im Bundesanzeiger                       oder erhebliche Belästigungen für den Einzelnen oder\nNummer 161a vom 28. August 1999 veröffentlicht.                        die Allgemeinheit zu vermeiden. Darzustellen sind ins-\nbesondere auch die Auswirkungen der Maßnahmen auf\n(5) Erfolgt innerhalb einer Verdachtsfläche oder alt-\ndie Umwelt und die voraussichtlichen Kosten sowie die\nlastverdächtigen Fläche auf Teilflächen eine von der\nerforderlichen Zulassungen, auch soweit ein verbindli-\nvorherrschenden Nutzung abweichende empfind-\ncher Sanierungsplan nach § 13 Absatz 6 des Bundes-\nlichere Nutzung, sind diese Teilflächen nach den für\nBodenschutzgesetzes diese nicht einschließen kann.\nihre Nutzung festgelegten Prüf- und Maßnahmenwer-\nten zu bewerten.                                                          (4) Über die in § 13 Absatz 1 Satz 1 des Bundes-\n(6) Naturbedingt erhöhte Gehalte an Schadstoffen                    Bodenschutzgesetzes aufgeführten Angaben hinaus\nbegründen nur dann den Verdacht einer schädlichen                      soll ein Sanierungsplan Angaben enthalten zu\nBodenveränderung, wenn diese Stoffe durch Einwir-                        1. den Standortverhältnissen,\nkungen auf den Boden in erheblichem Umfang freige-\nsetzt wurden oder werden. Bei Böden mit großflächig                      2. der äußeren Abgrenzung des Sanierungsplans so-\nsiedlungsbedingt erhöhten Schadstoffgehalten kann                           wie dem Einwirkungsbereich, der durch die Altlast\nein Vergleich dieser Gehalte mit den im Einzelfall ermit-                   und die Schadstoffausbreitung bereits betroffen ist\ntelten Schadstoffgehalten in die Gefahrenbeurteilung                        oder der durch die vorgesehenen Maßnahmen zu\neinbezogen werden.                                                          prognostizieren ist,\n(7) Neben dem Eintrag über das Sickerwasser sind                      3. der technischen Ausgestaltung von Sanierungs-\nauch Einträge von Schadstoffen über die Bodenluft                           maßnahmen sowie Art und Umfang sonstiger Maß-\noder über flüssige Phasen in das Grundwasser bei                            nahmen, den Elementen und dem Ablauf der Sa-\nder Bewertung zu berücksichtigen.                                           nierung,\n(8) Bei der Bewertung der Untersuchungsergeb-                         4. fachspezifischen Berechnungen zu den Maßnah-\nnisse und der Entscheidung über die zu treffenden                           menkomponenten,\nMaßnahmen ist zu berücksichtigen, ob erhöhte Schad-                      5. den Eigenkontrollmaßnahmen zur Überprüfung der\nstoffkonzentrationen im Sickerwasser oder andere                            sachgerechten Ausführung und Wirksamkeit der\nSchadstoffausträge auf Dauer nur geringe Schadstoff-                        vorgesehenen Maßnahmen,\nfrachten und nur lokal begrenzt erhöhte Schadstoff-\nkonzentrationen in Gewässern erwarten lassen.                            6. den zu behandelnden Mengen und den Transport-,\nVerwertungs- und Entsorgungswegen,\n§ 16                                      7. den getroffenen behördlichen Entscheidungen und\nSanierungs-                                       den geschlossenen öffentlich-rechtlichen Verträ-\nuntersuchungen und Sanierungsplanung                                 gen, die sich auf die Erfüllung der Pflichten nach\n§ 4 des Bundes-Bodenschutzgesetzes auswirken,\n(1) Ziel von Sanierungsuntersuchungen ist, anhand\neines Sanierungsziels zu ermitteln, mit welchen Maß-                     8. den behördlichen Zulassungserfordernissen für die\nnahmen eine Sanierung im Sinne des § 4 Absatz 3 des                         durchzuführenden Maßnahmen,\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2726               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\n9. den für eine Verbindlichkeitserklärung nach § 13                  hörde auf Verlangen vorzulegen. § 17 Absatz 3 des\nAbsatz 6 des Bundes-Bodenschutzgesetzes durch                     Bundes-Bodenschutzgesetzes bleibt unberührt.\ndie zuständige Behörde geforderten Angaben und\n(6) Maßnahmen zur Abwehr gegenwärtiger Gefah-\nUnterlagen sowie\nren können von der zuständigen Behörde auch ohne\n10. dem Zeitplan und den Kosten.                                       vorherige Untersuchung ergriffen oder angeordnet\n(5) Soll Bodenmaterial im Rahmen der Sanierung im                   werden.\nBereich derselben schädlichen Bodenveränderung\noder Altlast oder innerhalb des Gebietes eines für ver-                                        Abschnitt 4\nbindlich erklärten Sanierungsplans umgelagert werden,\nsind die Anforderungen nach § 4 Absatz 3 des Bundes-                        Vorerkundung, Probennahme und -analyse\nBodenschutzgesetzes zu erfüllen.\n§ 18\n§ 17                                                           Vorerkundung\nSanierungsmaßnahmen,\n(1) Die Vorerkundung von Böden in situ und von\nSchutz- und Beschränkungs-\nMaterialien in Haufwerken dient\nmaßnahmen, natürliche Schadstoffminderung\n(1) Dekontaminations- und Sicherungsmaßnahmen                       1. einer Einschätzung der Beschaffenheit der Böden\nmüssen gewährleisten oder wesentlich dazu beitragen,                       und Materialien, insbesondere zur Ermittlung des\ndass durch im Boden oder in Altlasten verbleibende                         erforderlichen Untersuchungsumfangs und analy-\nSchadstoffe und deren Umwandlungsprodukte dauer-                           tischen Untersuchungsbedarfs,\nhaft keine Gefahren, erheblichen Nachteile oder erheb-                 2. als Grundlage einer repräsentativen Probennahme,\nlichen Belästigungen für den Einzelnen oder die Allge-                     insbesondere zur Entwicklung einer geeigneten Pro-\nmeinheit bestehen.                                                         bennahmestrategie und\n(2) Wenn Schadstoffe nach § 4 Absatz 5 des Bun-                     3. der Bewertung der Ergebnisse analytischer Unter-\ndes-Bodenschutzgesetzes zu beseitigen sind und eine                        suchungen, insbesondere bei deren Übertragung\nVorbelastung besteht, sind von den nach § 4 Absatz 3, 5                    auf den Untersuchungsraum.\noder 6 des Bundes-Bodenschutzgesetzes Pflichtigen\ngrundsätzlich die Leistungen zu verlangen, die sie                        (2) Im Rahmen der Vorerkundung sind vorhandene\nohne Vorbelastung zu erbringen hätten. Die zuvor be-                   Hintergrundinformationen zu ermitteln und auszuwer-\nstehenden Nutzungsmöglichkeiten des Grundstücks                        ten. Hierzu zählen aktuelle und historische Unterlagen,\nsollen wiederhergestellt werden.                                       Luftbilder und Karten sowie Auskünfte und Stellung-\nnahmen zuständiger Behörden.\n(3) Nach Abschluss einer Dekontaminationsmaß-\nnahme ist das Erreichen des Sanierungsziels gegen-                        (3) Die gewonnenen Erkenntnisse sind durch eine\nüber der zuständigen Behörde nachzuweisen. Die                         Inaugenscheinnahme auf ihre Plausibilität zu überprü-\nWirksamkeit von Sicherungsmaßnahmen ist für den                        fen und, soweit dies für das weitere Vorgehen erforder-\nvon der zuständigen Behörde bestimmten Zeitraum                        lich ist, zu vertiefen und zu ergänzen. Im Rahmen der\nzu überwachen und zu gewährleisten sowie gegenüber                     Inaugenscheinnahme sind insbesondere Auffälligkeiten\nder zuständigen Behörde nachzuweisen.                                  in Hinblick auf anthropogene Veränderungen der Bö-\n(4) Im Rahmen der Entscheidung über Sanierungs-                     den zu dokumentieren.\nmaßnahmen kann die natürliche Schadstoffminderung                         (4) Bei der Vorerkundung sind die Anforderungen\nberücksichtigt werden, wenn                                            der DIN 19731 zu beachten.\n1. die Schadstoffminderungsprozesse identifiziert und                     (5) Liegen keine geeigneten bodenbezogenen Infor-\nhinreichend quantifizierbar sind,                                  mationen vor, soll eine bodenkundliche Kartierung\n2. die voraussichtliche Zeitdauer sowie Prognoseun-                    oder Bodenansprache auf der Grundlage der „Arbeits-\nsicherheiten beachtet werden,                                      hilfe für die Bodenansprache im vor- und nachsorgen-\nden Bodenschutz – Auszug aus der Bodenkundlichen\n3. Zwischenziele und Überwachungsmaßnahmen fest-\nKartieranleitung KA 5“ in dem Umfang durchgeführt\ngelegt werden und\nwerden, der für die jeweilige Fragestellung erforderlich\n4. Verdünnungsprozesse im Gesamtkonzept nur eine                       ist.\nuntergeordnete Rolle spielen.\n(5) Auf land- oder forstwirtschaftlich genutzten Flä-                                           § 19\nchen kommen bei schädlichen Bodenveränderungen\nAllgemeine\noder Altlasten insbesondere Schutz- und Beschrän-\nAnforderungen an die Probennahme\nkungsmaßnahmen durch Anpassungen der Nutzung\nund der Bewirtschaftung von Böden sowie Maßnah-                           (1) Die Probennahme ist von Sachverständigen im\nmen zur Veränderungen der Bodenbeschaffenheit in                       Sinne des § 18 des Bundes-Bodenschutzgesetzes\nBetracht. Über Art und Umfang der Maßnahmen ist                        oder Personen mit vergleichbarer Sachkunde zu ent-\nzwischen den zuständigen Behörden Einvernehmen                         wickeln und zu begründen, zu begleiten und zu doku-\nherzustellen. Über die Durchführung der getroffenen                    mentieren. Die Probennahme ist von einer nach DIN EN\nSchutz- und Beschränkungsmaßnahmen sind von den                        ISO/IEC 17025 oder DIN EN ISO/IEC 17020 akkredi-\nnach § 4 Absatz 3, 5 oder 6 des Bundes-Bodenschutz-                    tierten oder nach Regelungen der Länder gemäß § 18\ngesetzes Pflichtigen Aufzeichnungen zu führen, zehn                    Satz 2 des Bundes-Bodenschutzgesetzes notifizierten\nJahre lang aufzubewahren und der zuständigen Be-                       Untersuchungsstelle durchzuführen.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                     2727\n(2) Die Probennahme muss sicherstellen, dass die                       (3) Zur Probengewinnung sind Verfahren anzuwen-\nzu untersuchenden Böden oder Materialien, dem Ziel                     den, die in der DIN EN ISO 22475-1 und der DIN ISO\nder Untersuchung entsprechend, hinreichend reprä-                      10381-2 aufgeführt sind.\nsentativ erfasst werden.\n(3) Die Probennahme hat insbesondere das jewei-                                                 § 21\nlige Ziel der Untersuchung, die örtlichen Umstände,                                   Besondere Anforderungen\ndie Eigenarten des zu untersuchenden Materials, die                             an die Probennahme aus Haufwerken\nzu untersuchenden Parameter sowie den erforderli-                         (1) Die Beprobung von Haufwerken ist gemäß der\nchen Umfang an Genauigkeit und Zuverlässigkeit der                     „Richtlinie für das Vorgehen bei physikalischen, chemi-\nErgebnisse zu berücksichtigen. Die Hinweise der DIN                    schen und biologischen Untersuchungen im Zusam-\nISO 10381-1 sind zu berücksichtigen.                                   menhang mit der Verwertung/Beseitigung von Abfäl-\n(4) Liegen Hinweise auf Inhomogenitäten oder Hete-                  len“ (LAGA PN 98) vorzunehmen.\nrogenitäten in dem zu untersuchenden Boden in situ                        (2) Die gemäß LAGA PN 98 im Regelfall vorgese-\noder in dem zu untersuchenden Haufwerk vor, ist für                    hene Anzahl von Laborproben kann für größere Char-\ndie Probennahme, soweit möglich, eine für die jewei-                   gen von Bodenmaterial, wie aufgemietete Homogen-\nlige Fragestellung geeignete Untergliederung in Teilbe-                bereiche im Sinne der DIN 18300, in Abstimmung mit\nreiche vorzunehmen.                                                    der zuständigen Behörde im Einzelfall verringert wer-\n(5) Vermutete Schadstoffanreicherungen sind ge-                     den, wenn insbesondere durch eine Vorerkundung\nzielt zu beproben. Die Zahl und die räumliche Anord-                   oder Vor-Ort-Analytik eine homogene Schadstoffver-\nnung der Probennahmestellen sind so zu planen, dass                    teilung hinreichend belegt ist.\neine räumliche Abgrenzung von Schadstoffanreiche-\nrungen erfolgen, ein Belastungsverdacht geklärt und                                                § 22\neine mögliche Gefahr bewertet werden kann.                                                     Zusätzliche\n(6) Wenn die jeweilige Fragestellung Mischproben                            wirkungspfadbezogene Anforderungen\nerfordert, sollen diese in der Regel aus 20 Einzelstich-                       an die Probennahme bei orientierenden\nproben je Teilbereich hergestellt werden.                                    Untersuchungen und Detailuntersuchungen\n(7) Bei vorbereitenden Schritten zur Gewinnung der                     (1) Beim Wirkungspfad Boden-Mensch sind im Rah-\nFeldprobe, wie der Grobsortierung, der Grobzerkleine-                  men der Festlegung der Probennahmestellen und der\nrung und der Klassierung des zu untersuchenden Ma-                     Beprobungstiefe auch Ermittlungen zu den im Einzelfall\nterials, sind die Hinweise der DIN 19747 zu beachten.                  vorliegenden Expositionsbedingungen vorzunehmen,\ninsbesondere über die\n(8) Grobe Materialien mit einer Korngröße von mehr\n1. tatsächliche Nutzung der Fläche nach Art, Häufig-\nals 2 Millimetern sowie Fremdbestandteile und Stör-\nkeit und Dauer,\nstoffe, die möglicherweise Schadstoffe enthalten oder\ndenen diese anhaften können, sind bei Feststoffunter-                  2. Zugänglichkeit der Fläche,\nsuchungen aus der gesamten Probenmenge zu ent-                         3. Versiegelung der Fläche und über den Aufwuchs,\nnehmen und gesondert der Laboruntersuchung zu-\n4. Möglichkeit der inhalativen Aufnahme von Boden-\nzuführen. Ihr Masseanteil an dem beprobten Boden-\npartikeln und\nhorizont oder der Schichteinheit ist zu ermitteln, zu\ndokumentieren und bei der Bewertung der Messer-                        5. Relevanz weiterer Wirkungspfade.\ngebnisse einzubeziehen.                                                   (2) Beim Wirkungspfad Boden-Mensch gilt für die\n(9) Die Probennahme bei Bodenluft- und Deponie-                     Beurteilung der Gefahren durch orale und dermale Auf-\ngasuntersuchungen richtet sich nach Anlage 3 Ta-                       nahme die Beprobungstiefe nach Anlage 3 Tabelle 3.\nbelle 8.                                                               Werden leichtflüchtige Schadstoffe untersucht, um ge-\nmäß § 10 Absatz 6 Anhaltspunkte für die Ausbreitung\n§ 20                                    dieser Stoffe in Gebäude hinein zu ermitteln, richten\nsich die Beprobungstiefen nach dem dazu verwende-\nBesondere Anforderungen                                ten Expositionsszenario (Boden-Bodenluft-Innenraum-\nan die Probennahme aus Böden in situ                           luft). Für die inhalative Aufnahme von Bodenpartikeln\n(1) Böden sind in der Regel horizontweise zu bepro-                 sind in der Regel die obersten 2 Zentimeter des Bo-\nben. Grundlage für die Ermittlung der Horizontabfolge                  dens maßgebend. Bei Überschreitung der Prüfwerte\nist die „Arbeitshilfe für die Bodenansprache im vor-                   ist zur Bewertung der inhalativen Wirkung die Fein-\nund nachsorgenden Bodenschutz – Auszug aus der                         kornfraktion bis 63 Mikrometer heranzuziehen.\nBodenkundlichen Kartieranleitung KA 5“. Ist eine ein-                     (3) Beim Wirkungspfad Boden-Mensch kann bei\ndeutige Horizontansprache nicht möglich, sind für den                  Flächen unter 500 Quadratmetern sowie in Hausgärten\nWirkungspfad Boden-Nutzpflanze die Beprobungstie-                      oder sonstigen Gärten entsprechender Nutzung auf\nfen nach Anlage 3 Tabelle 3 heranzuziehen.                             eine Teilung verzichtet werden. Für Flächen über\n(2) Zur Bestimmung der Beprobungstiefe für den                      10 000 Quadratmetern sollen mindestens jedoch zehn\nWirkungspfad Boden-Mensch gilt bei Untersuchung                        Teilflächen beprobt werden.\nauf anorganische und schwerflüchtige organische                           (4) Beim Wirkungspfad Boden-Nutzpflanze ist bei\nSchadstoffe die Anlage 3 Tabelle 3. Sind in den Bepro-                 Ackerflächen oder Grünlandflächen mit annähernd\nbungstiefen Horizontwechsel vorhanden, ist zusätzlich                  gleichmäßiger Bodenbeschaffenheit und Schadstoff-\neine Beprobung nach Horizonten vorzunehmen, wenn                       verteilung auf Flächen bis 10 Hektar in der Regel für\ndies für die jeweilige Fragestellung erforderlich ist.                 jeweils 1 Hektar, mindestens aber von drei Teilflächen,\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2728               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nje eine Mischprobe nach § 19 Absatz 6 entsprechend                     sind neben der Summe auch die zugrunde gelegten\nden Beprobungstiefen zu entnehmen. Bei Flächen un-                     Einzelergebnisse anzugeben. Für die Summenbildung\nter 5 000 Quadratmetern kann auf eine Teilung verzich-                 bleiben Ergebnisse unterhalb der Bestimmungsgrenze\ntet werden. Für Flächen über 10 Hektar sollen mindes-                  unberücksichtigt.\ntens jedoch zehn Teilflächen beprobt werden. In Nutz-\n(4) Die Bestimmung der Gehalte an anorganischen\ngärten soll die Probennahme in der Regel durch Ent-\nSchadstoffen hinsichtlich\nnahme einer grundstücksbezogenen Mischprobe nach\n§ 19 Absatz 6 für jede Beprobungstiefe erfolgen.                       1. der Vorsorgewerte nach Anlage 1 Tabelle 1,\n(5) Beim Wirkungspfad Boden-Grundwasser ist zur                     2. der Feststoffwerte nach Anlage 1 Tabelle 4,\nFeststellung der vertikalen Schadstoffverteilung die\nwasserungesättigte Bodenzone bis unterhalb einer                       3. der Prüfwerte für den Wirkungspfad Boden-Mensch\nmutmaßlichen Schadstoffanreicherung unter be-                              nach Anlage 2 Tabelle 4, mit Ausnahme der Cyanide\nsonderer Berücksichtigung der Zone schwankender                            und von Chrom VI,\nGrundwasserstände zu beproben. Im Untergrund dür-\n4. der Prüf- und Maßnahmenwerte für Arsen und\nfen abweichend von § 20 Absatz 1 Satz 1 Proben aus\nQuecksilber für den Wirkungspfad Boden-Nutz-\nTiefenintervallen bis zu 1 Meter entnommen werden. In\npflanze auf Ackerflächen und in Nutzgärten im Hin-\nbegründeten Fällen ist die Zusammenfassung engräu-\nblick auf die Pflanzenqualität nach Anlage 2 Ta-\nmiger Bodenhorizonte oder -schichten bis zu 1 Meter\nbelle 6 und\nTiefenintervall zulässig. Die Beprobungstiefe ist zu ver-\nringern, wenn erkennbar wird, dass bei Durchbohrung                    5. der Prüf- und Maßnahmenwerte für den Wirkungs-\nvon Wasser stauenden Schichten im Untergrund eine                          pfad Boden-Nutzpflanze auf Grünlandflächen im\nhierdurch entstehende Verunreinigung des Grundwas-                         Hinblick auf die Pflanzenqualität nach Anlage 2 Ta-\nsers zu besorgen ist. Ist das Durchbohren von Wasser                       belle 7\nstauenden Schichten erforderlich, sind besondere\nSicherungsmaßnahmen zu ergreifen.                                      hat aus dem Königswasser-Extrakt nach der mit den\nVerfahren nach Nummer 9.2 der DIN EN 13657 oder\n§ 23                                    nach der DIN EN 16174 mit den in Anlage 3 Tabelle 4\nangegebenen Verfahren zu erfolgen.\nKonservierung, Transport und\nAufbewahrung von Proben; Proben-                                 (5) Die Bestimmung der Gehalte an Cyaniden und\nvorbehandlung, -vorbereitung und -aufarbeitung                       Chrom VI hinsichtlich der Prüfwerte für den Wirkungs-\npfad Boden-Mensch nach Anlage 2 Tabelle 4 hat mit\n(1) Für die Auswahl von Probengefäßen sowie für\nden in Anlage 3 Tabelle 4 angegebenen Verfahren zu\nKonservierung, Transport und Aufbewahrung von Pro-\nerfolgen.\nben sind die DIN ISO 10381-1, die DIN 19747 und die\nDIN EN ISO 5667-3 zu beachten.                                            (6) Die Bestimmung der Gehalte an anorganischen\n(2) Das Vorgehen bei der Probenvorbehandlung, der                   Schadstoffen hinsichtlich\nProbenvorbereitung und der Probenaufarbeitung für                      1. der Prüf- und Maßnahmenwerte für Blei, Cadmium\nchemische, biologische oder physikalische Untersu-                         und Thallium für den Wirkungspfad Boden-Nutz-\nchungen von Feststoffproben aus Böden und Materia-                         pflanze auf Ackerflächen und in Nutzgärten im Hin-\nlien richtet sich nach der DIN 19747.                                      blick auf die Pflanzenqualität nach Anlage 2 Ta-\n(3) Repräsentative Teile der Proben sind mindes-                        belle 6 und\ntens bis zum Abschluss des Verfahrens als Rück-\n2. der Prüfwerte auf Ackerflächen im Hinblick auf\nstellproben nach der DIN 19747 aufzubewahren. Die\nWachstumsbeeinträchtigungen bei Kulturpflanzen\nzuständige Behörde kann Art und Umfang der Rück-\nnach Anlage 2 Tabelle 8\nstellung nach den Erfordernissen des Einzelfalls fest-\nlegen.                                                                 hat aus dem Ammoniumnitrat-Extrakt nach der DIN\nISO 19730 mit den in Anlage 3 Tabelle 4 angegebenen\n§ 24                                    Verfahren zu erfolgen.\nPhysikalisch-chemische                                  (7) Die Bestimmung der Gehalte an organischen\nund chemische Analyse                                Schadstoffen hinsichtlich\n(1) Die physikalisch-chemische und chemische\n1. der Vorsorgewerte nach Anlage 1 Tabelle 2,\nAnalyse der Proben ist durch eine nach DIN EN\nISO/IEC 17025 akkreditierte Untersuchungsstelle                        2. der Prüf- und Maßnahmenwerte für den Wirkungs-\ndurchzuführen.                                                             pfad Boden-Mensch nach Anlage 2 Tabelle 4 und 5\n(2) Die Bestimmung der physikalisch-chemischen                          sowie\nEigenschaften hat nach Anlage 3 Tabelle 1 zu erfolgen.                 3. der Prüf- und Maßnahmenwerte für den Wirkungs-\n(3) Zur Bestimmung der Schadstoffgehalte sind aus                       pfad Boden-Nutzpflanze nach Anlage 2 Tabelle 6\nden nach § 23 vorbehandelten, vorbereiteten und auf-                       und 7\ngearbeiteten Proben gemäß den nachfolgenden Ab-\nhat mit den in Anlage 3 Tabelle 5 angegebenen Verfah-\nsätzen Extrakte und Eluate herzustellen und zu analy-\nren zu erfolgen.\nsieren. Die Schadstoffgehalte sind auf Trockenmasse\nzu beziehen, die bei 105 °C nach der DIN EN 14346                         (8) Die Bestimmung der flüchtigen Schadstoffe in\nMethode A gewonnen wurde. Bei summarischen                             der Bodenluft hat mit den in Anlage 3 Tabelle 8 ange-\nMessgrößen, wie etwa PCB, LHKW, BTEX und PAK,                          gebenen Analyseverfahren zu erfolgen.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                        2729\n(9) Die Bestimmung der Konzentration anorgani-                         (2) In den Fachbeirat sind fachlich qualifizierte und\nscher Schadstoffe hinsichtlich                                         erfahrene Personen aus Bundes- und Landesbehör-\n1. der Eluatwerte nach Anlage 1 Tabelle 4 und 5 sowie                  den, aus der Wissenschaft sowie aus Wirtschaftsberei-\nchen, die vom Vollzug dieser Verordnung berührt sind,\n2. der Prüfwerte für den Wirkungspfad Boden-Grund-                     zu berufen. Der Fachbeirat soll nicht mehr als zwölf\nwasser am Ort der Probennahme nach Anlage 2 Ta-                    Mitglieder umfassen. Die Mitglieder des Fachbeirats\nbelle 1 und im Sickerwasser am Ort der Beurteilung                 sind nicht weisungsgebunden und nehmen zu den ih-\nnach Anlage 2 Tabelle 2                                            nen vorgelegten Fragen auf Grund ihrer fachlichen\nhat mit den in Anlage 3 Tabelle 6 angegebenen Verfah-                  Qualifikation und Erfahrung Stellung. Die Mitglied-\nren zu erfolgen. Für die Herstellung von Eluaten mit                   schaft ist ehrenamtlich.\nWasser sind die in Anlage 3 Tabelle 2 angegebenen\n(3) Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz\nVerfahren anzuwenden.\nund nukleare Sicherheit beruft die Mitglieder des Fach-\n(10) Die Bestimmung der Konzentration organischer                   beirats. Der Fachbeirat gibt sich eine Geschäftsord-\nSchadstoffe hinsichtlich                                               nung und wählt aus seiner Mitte eine Vorsitzende oder\n1. der Eluatwerte nach Anlage 1 Tabelle 4 und                          einen Vorsitzenden. Die Geschäftsordnung bedarf der\nZustimmung des Bundesministeriums für Umwelt,\n2. der Prüfwerte für den Wirkungspfad Boden-Grund-\nNaturschutz und nukleare Sicherheit.\nwasser am Ort der Probennahme und im Sickerwas-\nser am Ort der Beurteilung nach Anlage 2 Tabelle 3\n§ 26\nhat mit den in Anlage 3 Tabelle 7 angegebenen Verfah-\nren zu erfolgen. Absatz 9 Satz 2 gilt entsprechend.                                      Ordnungswidrigkeiten\n(11) Abweichend von § 23 und den vorstehenden                          Ordnungswidrig im Sinne des § 26 Absatz 1 Num-\nAbsätzen dürfen auch andere Verfahren und Methoden                     mer 1 des Bundes-Bodenschutzgesetzes handelt, wer\nzur Probennahme, -vorbehandlung, -vorbereitung und                     vorsätzlich oder fahrlässig\n-aufarbeitung sowie zur physikalisch-chemischen und                    1. entgegen § 6 Absatz 2, § 7 Absatz 6 Satz 1, auch in\nchemischen Analyse angewendet werden, wenn deren                           Verbindung mit Satz 2, oder § 8 Absatz 5 Satz 1\nGleichwertigkeit und praktische Eignung                                    oder 2 Material aufbringt oder einbringt,\n1. durch den Fachbeirat Bodenuntersuchungen allge-                     2. entgegen § 6 Absatz 5 Satz 1 eine Untersuchung\nmein festgestellt und die Feststellung durch das                       nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht\nBundesministerium für Umwelt, Naturschutz und                          rechtzeitig durchführt und nicht, nicht richtig, nicht\nnukleare Sicherheit im Bundesanzeiger veröffent-                       vollständig oder nicht rechtzeitig durchführen lässt,\nlicht wurde oder\n3. entgegen § 6 Absatz 7 Satz 1 eine Dokumentation\n2. vom Anwender im Einzelfall gegenüber der zustän-                        nicht, nicht richtig oder nicht rechtzeitig erstellt,\ndigen Behörde nachgewiesen wird.\n4. entgegen § 6 Absatz 7 Satz 2 ein Dokument nicht\nAbschnitt 5                                     oder nicht mindestens zehn Jahre aufbewahrt oder\nnicht oder nicht rechtzeitig vorlegt,\nGemeinsame Bestimmungen\n5. entgegen § 6 Absatz 8 Satz 1 eine Anzeige nicht,\nnicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig\n§ 25\nerstattet oder\nFachbeirat Bodenuntersuchungen\n6. entgegen § 7 Absatz 1 Satz 1 oder § 8 Absatz 1\n(1) Beim Bundesministerium für Umwelt, Natur-                           Satz 1 ein Material oder ein Gemisch verwendet.\nschutz und nukleare Sicherheit wird ein Fachbeirat Bo-\ndenuntersuchungen (FBU) eingerichtet. Er hat die Auf-                                               § 27\ngabe, Erkenntnisse über fortschrittliche Verfahren und\nMethoden, deren praktische Eignung zur Erfüllung der                                          Zugänglichkeit\nAnforderungen der §§ 10 bis 15 und des Abschnitts 4                                technischer Regeln und Normen\ngesichert erscheint, sowie über deren Anwendung zu-                       (1) Die in dieser Verordnung genannten DIN- und\nsammenzustellen. Zu diesem Zweck kann der Fachbei-                     ISO-Normen, Normentwürfe und VDI-Richtlinien sind\nrat insbesondere                                                       in Anlage 4 mit ihrer vollständigen Bezeichnung aufge-\n1. Maßstäbe zur Beurteilung der Gleichwertigkeit und                   führt und können bei der Beuth-Verlag GmbH, 10772\npraktischen Eignung von Verfahren und Methoden                     Berlin, bezogen werden. Die „Arbeitshilfe für die\nzur Probennahme, -vorbehandlung, -vorbereitung                     Bodenansprache im vor- und nachsorgenden Boden-\nund -aufarbeitung sowie zur physikalisch-chemi-                    schutz – Auszug aus der Bodenkundlichen Kartieran-\nschen und chemischen Analyse aufstellen,                           leitung KA 5“; Hannover 2009, kann bei der E. Schwei-\nzerbart’sche Verlagsbuchhandlung, 70176 Stuttgart,\n2. die Gleichwertigkeit und praktische Eignung von\nbezogen werden.\nVerfahren und Methoden zur Probennahme, -vorbe-\nhandlung, -vorbereitung und -aufarbeitung sowie                       (2) Die in Absatz 1 genannten technischen Regeln\nzur physikalisch-chemischen und chemischen Ana-                    und Normen sind bei der Deutschen Nationalbibliothek\nlyse allgemein feststellen und                                     archivmäßig gesichert niedergelegt.\n3. Empfehlungen zur Eignung von Qualitätssiche-                           (3) Verweisungen auf Entwürfe von technischen\nrungsmaßnahmen einschließlich der zulässigen Er-                   Normen in den Anlagen beziehen sich jeweils auf die\ngebnisunsicherheit von Verfahren und Methoden im                   Fassung, die zu dem in der Verweisung angegebenen\nSinne der Nummern 1 und 2 abgeben.                                 Zeitpunkt veröffentlicht ist.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2730               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\n§ 28                                    auf oder in den Boden auf- oder eingebracht, sind die\nÜbergangsregelung                                 Anforderungen dieser Verordnung erst ab dem 1. Au-\ngust 2031 einzuhalten.\n(1) Werden Materialien bei Verfüllungen von Abgra-\nbungen auf Grund von Zulassungen, die vor dem                             (2) Die sich aus § 19 Absatz 1 Satz 1 und 2 erge-\n16. Juli 2021 erteilt wurden und die Anforderungen an                  benden allgemeinen Anforderungen an die Proben-\ndie auf- oder einzubringenden Materialien festlegen,                   nahme sind ab dem 1. August 2028 einzuhalten.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                                  2731\nAnlage 1\n(zu § 3 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und Absatz 2,\n§ 5, § 6 Absatz 5 Satz 2 und Absatz 6 Nummer 1, § 7 Absatz 2, 3 und 5,\n§ 8 Absatz 2, Absatz 3 Nummer 1, Absatz 6 Nummer 1 und Absatz 7 Satz 1 und 6,\n§ 24 Absatz 4 Nummer 1 und 2, Absatz 7 Nummer 1, Absatz 9 Nummer 1 und Absatz 10 Nummer 1)\nVorsorgewerte und Werte zur Beurteilung von Materialien\nTabelle 1: Vorsorgewerte für anorganische Stoffe1\nVorsorgewert bei Bodenart2        Vorsorgewert bei Bodenart2        Vorsorgewert bei Bodenart2\nStoff\nSand                         Lehm/Schluff                            Ton\n[mg/kg TM]\nArsen                                                  10                                20                                 20\nBlei3                                                  40                                70                               100\nCadmium4                                                0,4                                1                                 1,5\nChromgesamt                                            30                                60                               100\nKupfer                                                 20                                40                                 60\nNickel5                                                15                                50                                 70\nQuecksilber                                             0,2                                0,3                               0,3\nThallium                                                0,5                                1                                 1\nZink6                                                  60                               150                               200\n1\nDie Vorsorgewerte finden für Böden und Materialien mit einem nach Anlage 3 Tabelle 1 bestimmten Gehalt an organischem Kohlenstoff (TOC-\nGehalt) von mehr als 9 Masseprozent keine Anwendung. Für diese Böden und Materialien müssen die maßgeblichen Werte im Einzelfall in\nAnlehnung an regional vergleichbarer Bodenverhältnisse abgeleitet werden.\n2\nBodenarten-Hauptgruppen gemäß Bodenkundlicher Kartieranleitung, 5. Auflage, Hannover 2009 (KA 5); stark schluffige Sande, lehmig-schluffige\nSande und stark lehmige Sande sind entsprechend der Bodenart Lehm/Schluff zu bewerten.\n3\nBei Blei gelten bei einem pH-Wert < 5,0 bei der Bodenart Ton die Vorsorgewerte der Bodenart Lehm/Schluff und bei der Bodenart Lehm/Schluff\ndie Vorsorgewerte der Bodenart Sand.\n4\nBei Cadmium gelten bei einem pH-Wert < 6,0 bei der Bodenart Ton die Vorsorgewerte der Bodenart Lehm/Schluff und bei der Bodenart\nLehm/Schluff die Vorsorgewerte der Bodenart Sand.\n5\nBei Nickel gelten bei einem pH-Wert < 6,0 bei der Bodenart Ton die Vorsorgewerte der Bodenart Lehm/Schluff und bei der Bodenart\nLehm/Schluff die Vorsorgewerte der Bodenart Sand.\n6\nBei Zink gelten bei einem pH-Wert < 6,0 bei der Bodenart Ton die Vorsorgewerte der Bodenart Lehm/Schluff und bei der Bodenart Lehm/Schluff\ndie Vorsorgewerte der Bodenart Sand.\nTabelle 2: Vorsorgewerte für organische Stoffe\nVorsorgewert bei                           Vorsorgewert bei\nStoff\nTOC-Gehalt ≤ 4 %                      TOC-Gehalt > 4 % bis 9 %1\n[mg/kg TM]\nSumme aus PCB6 und PCB-1182                                                 0,05                                       0,1\nBenzo(a)pyren                                                               0,3                                        0,5\nPAK163                                                                      3                                          5\n1\nFür Böden mit einem TOC-Gehalt von mehr als 9 Masseprozent müssen die maßgeblichen Werte im Einzelfall abgeleitet werden.\n2\nSumme aus PCB6 und PCB-118: Stellvertretend für die Gruppe der polychlorierten Biphenyle (PCB) werden für PCB-Gemische sechs Leit-\nKongenere nach Ballschmiter (PCB-Nummer 28, 52, 101, 138, 153, 180) sowie PCB-118 untersucht.\n3\nPAK16: Stellvertretend für die Gruppe der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) werden nach der Liste der Environmental\nProtection Agency (EPA) 16 ausgewählte PAK untersucht: Acenaphthen, Acenaphthylen, Anthracen, Benzo[a]anthracen, Benzo[a]pyren, Benzo\n[b]fluoranthen, Benzo[g,h,i]perylen, Benzo[k]fluoranthen, Chrysen, Dibenzo[a,h]anthracen, Fluoranthen, Fluoren, Indeno[1,2,3-cd]pyren, Naph-\nthalin, Phenanthren und Pyren.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2732                Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 3: Zulässige zusätzliche jährliche Frachten an Schadstoffen über alle Eintragspfade\nStoff                           Fracht\n[g/ha·a]\nArsen                                               35\nBlei                                              200\nCadmium                                              5\nChromgesamt                                       150\nKupfer                                            300\nNickel                                              75\nQuecksilber                                          1\nThallium                                             1,5\nZink                                            1 200\nBenzo(a)pyren                                        1\nTabelle 4: Werte zur Beurteilung von Materialien für das Auf- oder Einbringen unterhalb oder außerhalb\neiner durchwurzelbaren Bodenschicht\nHinweis: Die Eluatwerte sind mit Ausnahme des Eluatwertes für Sulfat nur maßgeblich, wenn für den betreffenden\nStoff der jeweilige Vorsorgewert nach Tabelle 1 oder 2 überschritten wird.\nStoff                                Feststoffwert                                Eluatwert\nbei TOC-Gehalt               bei TOC-Gehalt\n< 0,5 %                      ≥ 0,5 %\n[mg/kg TM]                                    [µg/l]\nAnorganische Stoffe\nArsen                                                              20                               8                           13\nBlei                                                            140                                23                           43\nCadmium                                                             1                               2                            4\nChromgesamt                                                     120                                10                           19\nKupfer                                                             80                              20                           41\nNickel                                                          100                                20                           31\nQuecksilber                                                         0,6                             0,1                          0,1\nThallium                                                            1                               0,2                          0,3\nZink                                                            300                              100                           210\nSulfat1                                                                                     250 000                       250 000\nOrganische Stoffe\nSumme aus PCB6 und PCB-118                                          0,1                             0,01                         0,01\nPAK16                                                               6\nPAK152                                                                                              0,23                         0,23\nNaphthalin und Methylnaphthaline                                                                    23                           23\nExtrahierbare organisch gebundene                                   1\nHalogene (EOX)4\n1\nBei Überschreitung des Wertes ist die Ursache zu prüfen. Handelt es sich um naturbedingt erhöhte Sulfatkonzentrationen, ist eine Verwertung\ninnerhalb der betroffenen Gebiete möglich. Außerhalb dieser Gebiete ist über die Verwertungseignung im Einzelfall und in Abstimmung mit der\nzuständigen Behörde zu entscheiden.\n2\nPAK15: PAK16 ohne Naphthalin und Methylnaphthaline.\n3\nEluatwert ist maßgeblich, wenn der Vorsorgewert von PAK16 nach Anlage 1 Tabelle 2 überschritten wird.\n4\nBei Überschreitung des Wertes sind die Materialien auf fallspezifische Belastungen hin zu untersuchen.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                        2733\nTabelle 5: Werte für zusätzlich zu untersuchende Stoffe beim Auf- oder Einbringen von Materialien mit\nmehr als 10 % Volumenprozent mineralischer Fremdbestandteile unterhalb oder außerhalb\neiner durchwurzelbaren Bodenschicht\nStoff                              Feststoffwert                             Eluatwert\nbei TOC-Gehalt             bei TOC-Gehalt\n< 0,5 %                    ≥ 0,5 %\n[mg/kg TM]                                 [µg/l]\nAntimon                                                          4                          5                          5\nKobalt                                                         50                         26                         62\nMolybdän                                                         4                        35                         35\nSelen                                                            3                          5                          5\nVanadium                                                      200                         20                         35\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2734                Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nAnlage 2\n(zu § 10 Absatz 4, § 12 Absatz 3, § 15 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2,\n§ 24 Absatz 4 Nummer 3, 4 und 5, Absatz 5 und 6 Nummer 1 und 2,\nAbsatz 7 Nummer 2 und 3, Absatz 9 Nummer 2 und Absatz 10 Nummer 2)\nPrüf- und Maßnahmenwert\nTabelle 1: Prüfwerte für anorganische Stoffe für den Wirkungspfad Boden-Grundwasser am Ort der\nProbennahme\nPrüfwert bei                         Prüfwert bei\nStoff\nTOC-Gehalt < 0,5%                     TOC-Gehalt ≥ 0,5%\n[µg/l]\nAntimon                                                                   10                                    10\nArsen                                                                     15                                    25\nBlei                                                                      45                                    85\nBor                                                                    1 000                                1 000\nCadmium                                                                    4                                      7,5\nChromgesamt                                                               50                                    50\nChromVI                                                                    8                                      8\nKobalt                                                                    50                                   125\nKupfer                                                                    50                                    80\nMolybdän                                                                  70                                    70\nNickel                                                                    40                                    60\nQuecksilber                                                                1                                      1\nSelen                                                                     10                                    10\nZink                                                                     600                                   600\nCyanidegesamt                                                             50                                    50\nCyanidleicht  freisetzbar                                                 10                                    10\nFluorid                                                                1 500                                1 500\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                    2735\nTabelle 2: Prüfwerte für anorganische Stoffe für den Wirkungspfad Boden-Grundwasser im Sickerwasser\nam Ort der Beurteilung\nStoff                        Prüfwert\n[µg/l]\nAntimon                                            5\nArsen                                             10\nBlei                                              10\nBor                                          1 000\nCadmium                                            3\nChromgesamt                                       50\nChromVI                                            8\nKobalt                                            10\nKupfer                                            50\nMolybdän                                          35\nNickel                                            20\nQuecksilber                                        1\nSelen                                             10\nZink                                             600\nCyanidegesamt                                     50\nCyanideleicht   freisetzbar                       10\nFluorid                                      1 500\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2736               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 3: Prüfwerte für organische Stoffe für den Wirkungspfad Boden-Grundwasser am Ort der\nProbennahme und im Sickerwasser am Ort der Beurteilung\nStoff                                                            Prüfwert\n[µg/l]\nAldrin                                                                                                      0,03\nSumme alkylierte Benzole (BTEX)1                                                                           20\nBenzol                                                                                                      1\nSumme Chlorbenzole                                                                                          2\nChlorethen (Vinylchlorid)                                                                                   0,5\nSumme Chlorphenole                                                                                          2\nHexachlorbenzol (HCB)                                                                                       0,1\nSumme Kohlenwasserstoffe2                                                                                 200\nSumme leichtflüchtige Halogenkohlenwasserstoffe (LHKW)3                                                    20\nSumme Tri- und Tetrachlorethen                                                                             10\nMethyl-tertiär-butylether (MTBE)                                                                           10\nSumme Nonylphenole (=4-Nonylphenol, verzweigt und Nonylphenol-\nIsomere)                                                                                                    3\nPentachlorphenol (PCP)                                                                                      0,1\nPhenol                                                                                                     80\nSumme aus PCB6 und PCB 118                                                                                  0,01\nPAK154                                                                                                      0,2\nNaphthalin und Methylnaphthaline                                                                            2\n2,4-Dinitrotoluol                                                                                           0,05\n2,6-Dinitrotoluol                                                                                           0,05\n2,4,6-Trinitrotoluol (TNT)                                                                                  0,2\n2,2‘, 4,4‘, 6,6‘-Hexanitrodiphenylamin (Hexyl)                                                              2\n1,3,5-Trinitro-hexahydro-1,3,5-triazin (Hexogen)                                                            1\nNitropenta (Pentaerythrityltetranitrat (PETN))                                                             10\nPerfluorbutansäure (PFBA)                                                                                  10\nPerfluorhexansäure (PFHxA)                                                                                  6\nPerfluoroktansäure (PFOA)                                                                                   0,1\nPerfluornonansäure (PFNA)                                                                                   0,06\nPerfluorbutansulfonsäure (PFBS)                                                                             6\nPerfluorhexansulfonsäure (PFHxS)                                                                            0,1\nPerfluoroktansulfonsäure (PFOS)                                                                             0,1\n1\nSumme Benzol, Toluol, Ethylbenzol und Xylole.\n2\nSumme der Kohlenwasserstoffe, die zwischen n-Dekan (C 10) und n-Tetracontan (C 40) von der gaschromatographischen Säule eluieren.\n3\nSumme leichtflüchtiger Halogenkohlenwasserstoffe (LHKW): Summe der halogenierten C1- und C2-Kohlenwasserstoffe; einschließlich Trihalo-\ngenmethane. Der Prüfwert für Chlorethen ist zusätzlich einzuhalten.\n4\nPAK15: PAK16 ohne Naphthalin und Methylnaphthaline.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                                2737\nTabelle 4: Prüfwerte für den Wirkungspfad Boden-Mensch\nIndustrie- und\nKinder-                                Park- und\nStoff                                                  Wohngebiete                              Gewerbe-\nspielflächen                           Freizeitanlagen\ngrundstücke\n[mg/kg TM]\nAntimon                                                              50                  100                 250                250\nArsen                                                                25                    50                125                140\nBlei                                                               200                   400               1 000              2 000\nCadmium                                                              101                   201                 50                60\nCyanide                                                              50                    50                  50               100\nChromgesamt2                                                       200                   400                 400                200\nChromVI2                                                           130                   250                 250                130\nKobalt                                                             300                   600                 600                300\nNickel                                                               70                  140                 350                900\nQuecksilber                                                          10                    20                  50               100\nThallium                                                               5                   10                  25               –\nAldrin                                                                 2                    4                  10               –\n2,4-Dinitrotoluol                                                      3                    6                  15                50\n2,6-Dinitrotoluol                                                      0,2                  0,4                 1                  5\nDDT (Dichlordiphenyltrichlorethan)                                   40                    80                200                400\nHexachlorbenzol                                                        4                    8                  20               200\nHexachlorcyclohexan (HCH-Gemisch oder\nβ-HCH)                                                                 5                   10                  25               400\n2,2‘, 4,4‘, 6,6‘-Hexa-nitrodiphenylamin (Hexyl)                    150                   300                 750              1 500\n1,3,5-Trinitro-hexahydro-1,3, 5-triazin\n(Hexogen)                                                          100                   200                 500              1 000\nNitropenta                                                         500                 1 000               2 500              5 000\nPentachlorphenol                                                     50                  100                 250                500\nPolyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe\n(PAK16) vertreten durch Benzo(a)pyren3                                 0,5                  1                   1                  5\nPCB6                                                                   0,4                  0,8                 2                40\n2,4,6 Trinitrotoluol (TNT)                                           20                    40                100                200\n1\nIn Haus- und Kleingärten, die sowohl als Aufenthaltsbereiche für Kinder als auch für den Anbau von Nahrungspflanzen genutzt werden, gilt für\nCadmium ein Prüfwert von 2,0 mg/kg Trockenmasse.\n2\nBei Überschreitung der Prüfwerte für Chromgesamt ist der Anteil an ChromVI zu messen und anhand der Prüfwerte für Chrom VI zu bewerten.\n3\nDer Boden ist auf alle PAK16 hin zu untersuchen. Die Prüfwerte beziehen sich auf den Gehalt an Benzo(a)pyren im Boden. Benzo(a)pyren\nrepräsentiert dabei die Wirkung typischer PAK-Gemische auf ehemaligen Kokereien, ehemaligen Gaswerksgeländen und ehemaligen Teermisch-\nwerken/-ölläger. Weicht das PAK-Muster oder der Anteil von Benzo(a)pyren an der Summe der Toxizitätsäquivalente im zu bewertenden Einzel-\nfall deutlich von diesen typischen PAK-Gemischen ab, so ist dies bei der Anwendung der Prüfwerte zu berücksichtigen. Liegen die siedlungs-\nbedingten Hintergrundwerte oberhalb der Prüfwerte für Benzo(a)pyren, ist dies bei der Bewertung der Untersuchungsergebnisse gemäß § 15 zu\nberücksichtigen.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2738                Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 5: Maßnahmenwerte für den Wirkungspfad Boden-Mensch\nIndustrie- und\nKinderspiel-                             Park- und\nStoff                                                  Wohngebiete                              Gewerbe-\nflächen                           Freizeitanlagen\ngrundstücke\n[ng WHO-TEQ1/kg TM]\nSumme der Dioxine/Furane (PCDD/F) und\ndl-PCB2                                                             100               1 000              1 000              10 000\n1\nToxizitätsäquivalente, berechnet unter Verwendung der Toxizitätsäquivalenzfaktoren (WHO-TEF) von 2005.\n2\nSumme der Dioxine (polychlorierte Dibenzo-para-dioxine (PCDD) und polychlorierte Dibenzofurane (PCDF)) und dioxinähnlichen polychlorierten\nBiphenyle (dl-PCB) nach der DIN EN 16190:2019-10.\nTabelle 6: Prüf- und Maßnahmenwerte für den Wirkungspfad Boden-Nutzpflanze auf Ackerflächen und in\nNutzgärten im Hinblick auf die Pflanzenqualität\nStoff                               Extraktionsverfahren                   Prüfwert            Maßnahmenwert\n[mg/kg TM]\nArsen                                          Königswasser (KW)                                 2001                        –\nBlei                                           Ammoniumnitrat (AN)                                   0,1                     –\nCadmium                                        AN                                                   –                   0,04/0,12\nQuecksilber                                    KW                                                    5                       –\nThallium                                       AN                                                    0,1                     –\nBenzo(a)pyren                                  siehe Anlage 3 Tabelle 5                              1                       –\nDDT (Dichlordiphenyl-trichlorethan)            siehe Anlage 3 Tabelle 5                              1                       –\n1\nBei Böden mit zeitweise reduzierenden Verhältnissen gilt ein Prüfwert von 50 mg/kg.\n2\nAuf Flächen mit Brotweizenanbau oder Gemüseanbau gilt ein Maßnahmenwert von 0,04 mg/kg; ansonsten gilt ein Maßnahmenwert von\n0,1 mg/kg.\nTabelle 7: Prüf- und Maßnahmenwerte für den Wirkungspfad Boden-Nutzpflanze auf Grünlandflächen im\nHinblick auf die Pflanzenqualität\nStoff                               Extraktionsverfahren                   Prüfwert            Maßnahmenwert\n[mg/kg TM]\nArsen                                          KW                                                  50                        –\nBlei                                           KW                                                   –                      1 200\nCadmium                                        KW                                                   –                       201\nKupfer                                         KW                                                   –                     1 3002\nNickel                                         KW                                                   –                      1 900\nQuecksilber                                    KW                                                   –                        2\nThallium                                       KW                                                   –                       15\nHexachlorbenzol                                siehe Anlage 3 Tabelle 5                           0,5                        –\nHexachlorcyclohexan, gesamt                    siehe Anlage 3 Tabelle 5                           0,05                       –\nPCB6                                           siehe Anlage 3 Tabelle 5                             –                       0,2\n[ng WHO-TEQ/kg TM]\nPCDD/F3                                        siehe Anlage 3 Tabelle 5                            15                        –\n1\nBei Flächen mit pH-Werten unter pH 5 gilt ein Maßnahmenwert von 15 mg/kg.\n2\nBei Grünlandnutzung durch Schafe gilt ein Maßnahmenwert von 200 mg/kg.\n3\nSumme der Dioxine, Furane (PCDD/F): polychlorierte Dibenzo-para-dioxine (PCDD) und polychlorierte Dibenzofurane (PCDF)) ausgedrückt in\nWHO-TEQ (2005).\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                     2739\nTabelle 8: Prüfwerte für den Wirkungspfad Boden-Nutzpflanze auf Ackerflächen im Hinblick auf\nWachstumsbeeinträchtigungen bei Kulturpflanzen\nStoff                                   Extraktionsverfahren                       Prüfwert\n[mg/kg TM]\nArsen                                                         Ammoniumnitrat (AN)                              0,4\nKupfer                                                                   AN                                    1\nNickel                                                                   AN                                    1,5\nZink                                                                     AN                                    2\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2740               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nAnlage 3\n(zu § 6 Absatz 11 Satz 1, § 15 Absatz 1 Satz 2, § 19 Absatz 9,\n§ 20 Absatz 1 Satz 3 und 4, § 24 Absatz 2 und 4 bis 10)\nUntersuchungsverfahren\nTabelle 1: Verfahren zur Bestimmung der physikalisch-chemischen Eigenschaften\nEigenschaft                                     Methode                                     Norm\nBestimmung der Trockenmasse                 feldfrische oder luftgetrocknete              DIN EN 14346:2007-03\nBodenproben                                   Verfahren A\nDIN EN 15934:2012-11\nOrganischer Kohlenstoff und                 luftgetrocknete Bodenproben                   DIN EN 15936:2012-11\nGesamtkohlenstoff nach trockener                                                          DIN 19539:2016-12\nVerbrennung\nOrganischer Kohlenstoff (TOC 400)           luftgetrocknete Bodenproben                   DIN 19539:2016-12\nnach trockener Verbrennung\nbis 400 °C\npH-Wert (CaCl2)                             Suspension der feldfrischen oder              DIN EN 15933:2012-11\nluftgetrockneten Bodenprobe in\nCaCl2-Lösung;\nKonzentration (CaCl2): 0,01 mol/l\nBodenart                                    Fingerprobe im Gelände                        Bodenkundliche Kartieranleitung,\n5. Auflage Hannover 2009 (KA 5);\nArbeitshilfe für die Bodenansprache\nim vor- und nachsorgenden Boden-\nschutz, Hannover 2009; DIN ISO\n11277:2002-08\nKorngrößenverteilung/Bodenart               Siebung, Dispergierung, Pipett-Ana-           DIN ISO 11277:2002-08\nlyse\nSiebung, Dispergierung, Aräometer-            DIN ISO 11277:2002-08\nmethode                                       DIN EN ISO 17892-4:2017-04\nRohdichte                                   Trocknung einer volumengerecht                DIN EN ISO 11272:2017-07\nentnommenen Bodenprobe bei\n105 °C, rückwiegen\nTabelle 2: Verfahren zur Herstellung von Eluaten mit Wasser\nVerfahren                                Verfahrenshinweise                                Norm\nAnorganische und organische Stoffe\nElution mit Wasser durch Schüttel-          Flüssigkeits-Feststoffverhältnis 2:1          DIN 19528:2009-01\nverfahren oder Säulenschnellver-                                                          DIN 19529:2015-12\nfahren\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                        2741\nTabelle 3: Nutzungsorientierte Beprobungstiefe bei Untersuchungen zu den Wirkungspfaden Boden-\nMensch und Boden-Nutzpflanze\nWirkungspfad                                  Nutzungsarten                                      Beprobungstiefe\nBoden-Mensch                          Kinderspielflächen, Wohngebiete                                          0 – 10 cm1\n10 – 30 cm2\nPark- und Freizeitanlagen                                                0 – 10 cm1\nIndustrie- und Gewerbegrundstücke                                        0 – 10 cm1\nBoden-Nutzpflanze                     Ackerflächen, Nutzgärten                                                 0 – 30 cm3\n30 – 60 cm\nGrünlandflächen                                                          0 – 10 cm4\n10 – 30 cm\n1\nKontaktbereich für orale und dermale Schadstoffaufnahme, zusätzlich 0 – 2 cm bei Relevanz des inhalativen Aufnahmepfades.\n2\n30 cm durchschnittliche Mächtigkeit aufgebrachter Bodenschichten, zugleich von Kindern erreichbare Tiefe.\n3\nBei abweichender Mächtigkeit des Bearbeitungshorizontes bis zur Untergrenze des Bearbeitungshorizontes.\n4\nBei abweichender Mächtigkeit des Hauptwurzelbereiches bis zur Untergrenze des Hauptwurzelbereiches.\nTabelle 4: Verfahren zur Bestimmung anorganischer Stoffgehalte\nStoff                                       Methode                                               Norm\nAntimon, Arsen, Blei,                 ICP-Atomemissionsspektrometrie                         DIN ISO 22036:2009-06\nCadmium, Chromgesamt,                 (ICP-AES/ICP-OES)\nKobalt, Kupfer, Nickel,\nMolybdän, Selen, Thallium,            induktiv gekoppelte Plasma-Atom-Emissi-                DIN EN ISO 11885:2009-09\nVanadium, Zink                        onsspektrometrie (ICP-OES)                             DIN EN 16170:2017-01\nICP-Massenspektrometrie (ICP-MS)                       DIN EN 16171:2017-01\nmöglich, Berücksichtigung von spektralen               DIN EN ISO 17294-2:2017-01\nStörungen bei hohen Matrixkonzentrationen\nerforderlich\nArsen                                 ICP-AES/ICP-OES                                        DIN ISO 22036:2009-06\nICP-MS                                                 DIN EN ISO 17294-2:2017-01\nHydrid-Atom-absorptionsspektrometrie                   E DIN ISO 17378-2:2017-01\n(Hydrid-AAS)                                           DIN ISO 20280:2010-05\nQuecksilber                           AAS-Kaltdampftechnik; bei der Proben-                  DIN EN ISO 15586:2004-02\nvorbehandlung darf die Trocknungs-\ntemperatur 40 ºC nicht überschreiten\nICP-MS                                                 DIN EN ISO 17294-2:2017-01\nChromVI                               alkalisches Heiß-Extraktionsverfahren mit              DIN EN 15192:2007-02\nNatronlauge (0,5 mol/l)/Na2CO3-Lösung\n(0,28 mol/l)\nCyanide                               Verfahren mittels kontinuierlicher Durch-              DIN EN ISO 17380:2013-10\nflussanalyse\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2742               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 5: Verfahren zur Bestimmung organischer Stoffgehalte\nStoff                                      Methode                                         Norm\nPAK16                                Extraktion mit Aceton, Zugeben von Petro- DIN ISO 18287:2006-05\nBenzo(a)pyren                        lether, Entfernen des Acetons, chromato-             DIN EN 16181:2019-08\ngraphische Reinigung des Petroletherex-\ntraktes; Quantifizierung mittels GC-MS oder\nAufnahme des Petroletherextraktes in Ace-\ntonitril; Quantifizierung mittels HPLC mit UV/\nDAD bzw. FLD\nHexachlorbenzol                      Extraktion mit Aceton/ Cyclohexan-Gemisch DIN ISO 10382:2003-05\noder Aceton/Petrolether, ggf. chromatogra-\nphische Reinigung nach Entfernen des Ace-\ntons; Quantifizierung mittels GC-ECD oder\nGC-MS\nPentachlorphenol                     Soxhlet-Extraktion mit Heptan oder Aceton/ DIN ISO 14154:2005-12\nHeptan (50:50); Derivatisierung mit Essig-\nsäureanhydrid; Quantifizierung mittels GC-\nECD oder GC-MS\nAldrin,                              Extraktion mit Aceton/ Cyclohexan-Gemisch DIN ISO 10382:2003-05\nDDT,                                 oder Aceton/Petrolether, ggf. chromatogra-\nHexachlorcyclohexan (HCH-            phische Reinigung nach Entfernen des Ace-\nGemisch oder β-HCH)                  tons; Quantifizierung mittels GC-ECD oder\nGC-MS\nPCB6                                 Extraktion mit Aceton/ Cyclohexan-Gemisch DIN ISO 10382:2003-05\noder Aceton/Petrolether, ggf. chromatogra- DIN EN 16167:2019-06\nphische Reinigung nach Entfernen des Ace-\ntons; Quantifizierung mittels GC-ECD oder\nGC-MS\nPCDD/F,                              Soxhlet-Extraktion der Proben mit Toluol,            DIN 38414-24:2000-10\ndl-PCB                               chromatographische Reinigung; Quantifizie- DIN EN 16190:2019-10\nrung mittels HR GC-MS\n2,4-Dinitrotoluol,                   Extraktion mit Methanol oder Acetonitril und         DIN ISO 11916-1:2014-11\n2,6-Dinitrotoluol,                   Quantifizierung mittels HPLC mit UV/DAD              DIN ISO 11916-2:2014-11\n2,2', 4,4', 6,6'-Hexanitro-          oder Extraktion mit Methanol, Umlösen in\ndiphenylamin (Hexyl),                Toluol und Quantifizierung mittels GC-ECD            für Hexogen und Hexyl ausschließ-\n1,3,5-Trinitro-hexahydro-            oder GC-MS                                           lich: DIN ISO 11916-1:2014-11\n1,3,5-triazin (Hexogen),\nNitropenta,\n2,4,6-Trinitrotoluol (TNT)\nEOX                                  Die extrahierbare organisch gebundenen               DIN 38414-17:2017-01\nHalogene werden nach Gefriertrocknung\nund Extraktion mit z. B. Hexan erfasst und\nim Sauerstoffstrom verbrannt. Die Tempe-\nratur im Verbrennungsraum während der\ngesamten Analysenzeit muss mindestens\n950 °C betragen (Gerät, z. B. Microcoulo-\nmeter)\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                    2743\nTabelle 6: Verfahren zur Bestimmung der Konzentration anorganischer Stoffe\nStoff                                      Methode                                         Norm\nAntimon, Arsen, Barium, Blei, ICP-AES/ICP-OES                                             DIN ISO 22036:2009-06\nBor, Cadmium, Chrom ge-\nsamt, Kobalt, Kupfer, Molyb-         ICP-MS   möglich                                     DIN EN ISO 17294-2:2017-01\ndän, Nickel, Selen, Thallium,\nVanadium, Zink\nArsen, Antimon                       AAS-Graphitrohr                                      DIN EN ISO 15586:2004-02\nICP-AES/ICP-OES                                      DIN ISO 22036:2009-06\nICP-MS                                               DIN EN ISO 17294-2:2017-01\nChromVI                              Trennung und Bestimmung analog der                   DIN EN 15192:2007-02\nBehandlung der Extraktionslösung\nQuecksilber                          AAS                                                  DIN EN 16175-1:2016-12\nDIN EN ISO 12846:2012-08\nICP-MS                                               DIN EN ISO 17294-2:2017-01\nAtomfluoreszenz-spektrometrie (AFS)                  DIN EN 16175-2:2016-12\nDIN EN ISO 17852:2008-04\nSelen                                ICP-AES/ICP-OES                                      DIN ISO 22036:2009-06\nICP-MS                                               DIN EN ISO 17294-2:2017-01\nCyanidegesamt                        Spektralphotometrie                                  DIN 38405-13:2011-04\nDIN EN ISO 14403-1:2012-10\nDIN EN ISO 14403-2:2012-10\nCyanideleicht   freisetzbar          Spektralphotometrie                                  DIN 38405-13:2011-04\nDIN EN ISO 14403-1:2012-10\nDIN EN ISO 14403-2:2012-10\nFluorid, Sulfat                      Fluoridsensitive Elektrode                           DIN 38405-4:1985-07\nIonenchromatographie                                 DIN EN ISO 10304-1:2009-07\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2744               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nTabelle 7: Verfahren zur Bestimmung der Konzentration organischer Stoffe\nStoff                                      Methode                                         Norm\nBTEX1                                GC-FID (Matrixbelastung beachten),                   DIN 38407-43:2014-10\nHS-GC-MS\nPurge und Trap-Anreicherung und                      DIN EN ISO 15680:2004-04\nthermischer Desorption\nAnthracen                            HPLC-F, GC-MS                                        DIN EN ISO 17993:2004-03\nDIN 38407-39:2011-09\nBenzo(a)pyren                        HPLC-F, GC-MS                                        DIN EN ISO 17993:2004-03\nDIN 38407-39:2011-09\nBenzol                               HS-GC-MS,                                            DIN 38407-43:2014-10\nHS-SPME GC-MS                                        DIN EN ISO 17943:2016-10\nSumme Chlorbenzole                   GC-MS                                                DIN 38407-37:2013-11\nChlorethen (Vinylchlorid)            HS-SPME GC-MS                                        DIN EN ISO 17943:2016-10\nSumme Chlorphenole                   GC-ECD, GC-MS                                        DIN EN 12673:1999-05\nPentachlorphenol                     GC-ECD, GC-MS                                        DIN EN 12673:1999-05\nHexachlorbenzol (HCB)                GC-MS                                                DIN 38407-37:2013-11\nSumme Kohlenwasserstoffe2            Extraktion mit Petrolether, gaschromato-             DIN EN ISO 9377-2:2001-07\ngraphische Quantifizierung\nLHKW3                                GC-MS                                                DIN 38407-43:2014-10\nGC                                                   DIN EN ISO 10301:1997-08\nHS-SPME GC-MS                                        DIN EN ISO 17943:2016-10\nMethyl-tertiär-butylether            GC-MS,                                               DIN 38407-43:2014-10\n(MTBE)                               HS-SPME GC-MS                                        DIN EN ISO 17943:2016-10\nNaphthalin und Methyl-               GC-MS                                                DIN  38407-39:2011-09\nnaphthaline                          Purge und Trap-Anreicherung und                      DIN  EN ISO 15680:2004-04\nthermischer Desorption                               DIN  38407-43:2014-10\nGC-MS                                                DIN  EN ISO 17943:2016-10\nHS-SPME GC-MS\nSumme Nonylphenol                    GC-MS                                                DIN EN ISO 18857-1:2007-02\n(= 4-Nonylphenol, verzweigt,\nund Nonylphenol-Isomere)\nPhenole                              GC-MS                                                DIN 38407-27:2012-10\nSumme aus PCB6 und                   GC-MS                                                DIN 38407-37:2013-11\nPCB-118\nPAK16                                HPLC-F,                                              DIN EN ISO 17993:2004-03\nGC-MS                                                DIN 38407-39: 2011-09\nSumme aus Tri- und Tetra-            GC-MS                                                DIN 38407-43:2014-10\nchlorethen                           HS-SPME GC-MS                                        DIN EN ISO 17943:2016-10\nPerfluorbutansäure (PFBA),           Verfahren mittels Hochleistungs-Flüssig-             DIN 38407-42:2011-03\nPerfluoroktansäure (PFOA),           keitschromatographie und massenspektro-              DIN 38414-14:2011-08\nPerfluornonansäure (PFNA),           metrischer Detektion (HPLC-MS/MS) nach\nPerfluorbutansulfonsäure             Fest-Flüssig-Extraktion\n(PFBS), Perfluorhexansäure\n(PFHxA), Perfluorhexansulfon-\nsäure (PFHxS), Perfluoroktan-\nsulfonsäure (PFOS)\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                             2745\nStoff                                      Methode                                           Norm\n2,4-Dinitrotoluol,                  HPLC mit UV-Detektion                                 DIN EN ISO 22478:2006-07\n2,6-Dinitrotoluol,\n2,2', 4,4', 6,6'-Hexanitro-\ndiphenylamin (Hexyl),\n1,3,5-Trinitro-hexahydro-\n1,3,5-triazin (Hexogen),\nNitropenta,\n2,4,6-Trinitrotoluol (TNT)\n1\nBTEX: Summe Benzol, Toluol, Ethylbenzol und Xylole.\n2\nSumme der Kohlenwasserstoffe, die zwischen n-Dekan (C 10) und n-Tetracontan (C 40) von der gaschromatographischen Säule eluieren.\n3\nLHKW, gesamt: Leichtflüchtige Halogenkohlenwasserstoffe, d. h. Summe der halogenierten C1- und C2-Kohlenwasserstoffe; einschließlich\nTrihalogenmethane.\nTabelle 8: Bodenluft- und Deponiegasuntersuchung\nStoff                                      Methode                                           Norm\nBTEX, LHKW, leichtflüchtige         Messplanung Bodenluft                                 VDI 3865-1:2005-06\naliphatische Kohlenwasser-\nstoffe (Alkane, Cycloalkane         Probennahmetechnik, Messstellen                       VDI 3865-2:1998-01\nund Alkene mit 5 bis 10 C-          Anreicherungstechnik                                  VDI 3865-3:1998-06\nAtomen), MTBE\nDirektmesstechnik                                     VDI 3865-4:2000-12\nCO2, CH4, O2, N2, H2S, NH3          Messplanung                                           VDI 3860-4:2012-06\nBestimmung der Haupt- und Spuren-                     VDI 3860-2:2019-05\nkomponenten\nDiffuse CH4-Ausgasung; oberflächennahe                VDI 3860-3:2017-11\nCH4-Bestimmung\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2746               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nAnlage 4\n(zu § 27 Absatz 1 Satz 1)\nTechnische Regeln und Normen\nDIN 18300:2019-09\nVOB Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen – Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für\nBauleistungen (ATV) – Erdarbeiten\nDIN EN ISO 17892-4:2017-04\nGeotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben – Teil 4: Bestimmung der Korn-\ngrößenverteilung\nDIN 18915:2018-06\nVegetationstechnik im Landschaftsbau – Bodenarbeiten\nDIN 18919:2016-12\nVegetationstechnik im Landschaftsbau – Instandhaltungsleistungen für die Entwicklung und Unterhaltung von\nVegetation (Entwicklungs- und Unterhaltungspflege)\nDIN 19639:2019-09\nBodenschutz bei der Planung und Durchführung von Bauvorhaben\nDIN 19706:2013-02\nBodenbeschaffenheit – Ermittlung der Erosionsgefährdung von Böden durch Wind\nDIN 19708:2017-08\nBodenbeschaffenheit – Ermittlung der Erosionsgefährdung von Böden durch Wasser mit Hilfe der ABAG\nDIN 19731:1998-05\nBodenbeschaffenheit – Verwertung von Bodenmaterial\nDIN 19747:2009-07\nUntersuchung von Feststoffen – Probenvorbehandlung, -vorbereitung und -aufarbeitung für chemische, biologi-\nsche und physikalische Untersuchungen\nDIN 19528:2009-01\nElution von Feststoffen – Perkolationsverfahren zur gemeinsamen Untersuchung des Elutionsverhaltens von an-\norganischen und organischen Stoffen\nDIN 19529:2015-12\nElution von Feststoffen – Schüttelverfahren zur Untersuchung des Elutionsverhaltens von anorganischen und\norganischen Stoffen mit einem Wasser/Feststoff-Verhältnis von 2 l/kg\nDIN 19539:2016-12\nUntersuchung von Feststoffen – Temperaturabhängige Differenzierung des Gesamtkohlenstoffs (TOC400, ROC,\nTIC900)\nDIN 19738:2017-06\nBodenbeschaffenheit – Resorptionsverfügbarkeit von organischen und anorganischen Schadstoffen aus kontami-\nniertem Bodenmaterial\nDIN 32645:2008-11\nChemische Analytik – Nachweis-, Erfassungs- und Bestimmungsgrenze unter Wiederholbedingungen – Begriffe,\nVerfahren, Auswertung\nDIN 38405-4:1985-07\nDeutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung; Anionen (Gruppe D); Bestim-\nmung von Fluorid (D 4)\nDIN 38405-13:2011-04\nDeutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung – Anionen (Gruppe D) – Teil 13:\nBestimmung von Cyaniden (D 13)\nDIN 38407-27:2012-10\nDeutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung – Gemeinsam erfassbare Stoff-\ngruppen (Gruppe F) – Teil 27: Bestimmung ausgewählter Phenole in Grund- und Bodensickerwasser, wässrigen\nEluaten und Perkolaten (F 27)\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                     2747\nDIN 38407-37:2013-11\nDeutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung – Gemeinsam erfassbare Stoff-\ngruppen (Gruppe F) – Teil 37: Bestimmung von Organochlorpestiziden, Polychlorbiphenylen und Chlorbenzolen in\nWasser – Verfahren mittels Gaschromatographie und massenspektrometrischer Detektion (GC-MS) nach Flüssig-\nFlüssig-Extraktion (F 37)\nDIN 38407-39:2011-09\nDeutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung – Gemeinsam erfassbare Stoff-\ngruppen (Gruppe F) – Teil 39: Bestimmung ausgewählter polycyclischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK) –\nVerfahren mittels Gaschromatographie und massenspektrometrischer Detektion (GC-MS) (F 39)\nDIN 38407-42:2011-03\nDeutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung – Gemeinsam erfassbare Stoff-\ngruppen (Gruppe F) – Teil 42: Bestimmung ausgewählter polyfluorierter Verbindungen (PFC) in Wasser – Verfahren\nmittels Hochleistungs-Flüssigkeitschromatographie und massenspektrometrischer Detektion (HPLC-MS/MS)\nnach Fest-Flüssig-Extraktion (F 42)\nDIN 38407-43:2014-10\nDeutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung – Gemeinsam erfassbare Stoff-\ngruppen (Gruppe F) – Teil 43: Bestimmung ausgewählter leichtflüchtiger organischer Verbindungen in Wasser –\nVerfahren mittels Gaschromatographie und Massenspektrometrie nach statischer Headspacetechnik (HS-GC-\nMS) (F 43)\nDIN 38414-8:1985-06\nDeutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung; Schlamm und Sedimente\n(Gruppe S); Bestimmung des Faulverhaltens (S 8)\nDIN 38414-14:2011-08\nDeutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung – Schlamm und Sedimente\n(Gruppe S) – Teil 14: Bestimmung ausgewählter polyfluorierter Verbindungen (PFC) in Schlamm, Kompost und\nBoden – Verfahren mittels Hochleistungs-Flüssigkeitschromatographie und massenspektrometrischer Detektion\n(HPLC-MS/MS) (S 14)\nDIN 38414-17:2017-01\nDeutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung – Schlamm und Sedimente\n(Gruppe S) – Teil 17: Bestimmung von extrahierbaren organisch gebundenen Halogenen (EOX) (S 17)\nDIN 38414-24:2000-10\nDeutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung – Schlamm und Sedimente\n(Gruppe S) – Teil 24: Bestimmung von polychlorierten Dibenzodioxinen (PCDD) und polychlorierten Dibenzofura-\nnen (PCDF) (S 24)\nDIN EN 12673:1999-05\nWasserbeschaffenheit – Gaschromatographische Bestimmung einiger ausgewählter Chlorphenole in Wasser;\nDeutsche Fassung EN 12673:1998\nDIN EN 13657:2003-01\nCharakterisierung von Abfällen – Aufschluß zur anschließenden Bestimmung des in Königswasser löslichen An-\nteils an Elementen in Abfällen; Deutsche Fassung EN 13657:2002\nDIN EN 14346:2007-03\nCharakterisierung von Abfällen – Berechnung der Trockenmasse durch Bestimmung des Trockenrückstandes\noder des Wassergehaltes; Deutsche Fassung EN 14346:2006\nDIN EN 15192:2007-02\nCharakterisierung von Abfällen und Boden – Bestimmung von sechswertigem Chrom in Feststoffen durch alka-\nlischen Aufschluss und Ionenchromatographie mit photometrischer Detektion; Deutsche Fassung EN 15192:2006\nDIN EN 15933:2012-11\nSchlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung des pH-Werts; Deutsche Fassung EN 15933:2012\nDIN EN 15934:2012-11\nSchlamm, behandelter Bioabfall, Boden und Abfall – Berechnung des Trockenmassenanteils nach Bestimmung\ndes Trockenrückstands oder des Wassergehalts; Deutsche Fassung EN 15934:2012\nDIN EN 15936:2012-11\nSchlamm, behandelter Bioabfall, Boden und Abfall – Bestimmung des gesamten organischen Kohlenstoffs (TOC)\nmittels trockener Verbrennung; Deutsche Fassung EN 15936:2012\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2748               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nDIN EN 16167:2019-06\nBoden, behandelter Bioabfall und Schlamm – Bestimmung von polychlorierten Biphenylen (PCB) mittels Gas-\nchromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung (GC-MS) und Gaschromatographie mit Elektroneneinfang-\ndetektion (GC-ECD); Deutsche Fassung EN 16167:2018+AC:2019\nDIN EN 16170:2017-01\nSchlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung von Spurenelementen mittels optischer Emissions-\nspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-OES); Deutsche Fassung EN 16170:2016\nDIN EN 16171:2017-01\nSchlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung von Spurenelementen mittels Massenspektrometrie\nmit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-MS); Deutsche Fassung EN 16171:2016\nDIN EN 16174:2012-11\nSchlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Aufschluss von mit Königswasser löslichen Anteilen von Elementen;\nDeutsche Fassung EN 16174:2012\nDIN EN 16175-1:2016-12\nSchlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung von Quecksilber – Teil 1: Kaltdampf-Atomabsorptions-\nspektrometrie (CV-AAS); Deutsche Fassung EN 16175-1:2016\nDIN EN 16175-2:2016-12\nSchlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung von Quecksilber – Teil 2: Kaltdampf-Atomfluoreszenz-\nspektrometrie (CV-AFS); Deutsche Fassung EN 16175-2:2016\nDIN EN 16181:2019-08\nBoden, behandelter Bioabfall und Schlamm – Bestimmung von polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstof-\nfen (PAK) mittels Gaschromatographie (GC) und Hochleistungs-Flüssigkeitschromatographie (HPLC); Deutsche\nFassung EN 16181:2018\nDIN EN 16190:2019-10\nBoden, behandelter Bioabfall und Schlamm – Bestimmung von Dioxinen und Furanen sowie Dioxin-vergleich-\nbaren polychlorierten Biphenylen mittels Gaschromatographie und hochauflösender massenspektrometrischer\nDetektion (HR GC-MS); Deutsche Fassung EN 16190:2018\nDIN EN ISO 5667-3:2019-07\nWasserbeschaffenheit – Probenahme – Teil 3: Konservierung und Handhabung von Wasserproben (ISO\n5667-3:2018); Deutsche Fassung EN ISO 5667-3:2018\nDIN EN ISO 9377-2:2001-07\nWasserbeschaffenheit – Bestimmung des Kohlenwasserstoff-Index – Teil 2: Verfahren nach Lösemittelextraktion\nund Gaschromatographie (ISO 9377-2:2000); Deutsche Fassung EN ISO 9377-2:2000\nDIN EN ISO 10301:1997-08\nWasserbeschaffenheit – Bestimmung leichtflüchtiger halogenierter Kohlenwasserstoffe – Gaschromatographische\nVerfahren (ISO 10301:1997); Deutsche Fassung EN ISO 10301:1997\nDIN EN ISO 10304-1:2009-07\nWasserbeschaffenheit – Bestimmung von gelösten Anionen mittels Flüssigkeits-Ionenchromatographie – Teil 1:\nBestimmung von Bromid, Chlorid, Fluorid, Nitrat, Nitrit, Phosphat und Sulfat (ISO 10304-1:2007); Deutsche Fas-\nsung EN ISO 10304-1:2009\nDIN EN ISO 11272:2017-07\nBodenbeschaffenheit – Bestimmung der Trockenrohdichte (ISO 11272:2017); Deutsche Fassung EN ISO\n11272:2017\nDIN EN ISO/IEC 17020:2012-07\nKonformitätsbewertung – Anforderungen an den Betrieb verschiedener Typen von Stellen, die Inspektionen\ndurchführen (ISO/IEC 17020:2012); Deutsche und Englische Fassung EN ISO/IEC 17020:2012\nDIN EN ISO 11885:2009-09\nWasserbeschaffenheit – Bestimmung von ausgewählten Elementen durch induktiv gekoppelte Plasma-Atom-\nEmissionsspektrometrie (ICP-OES) (ISO 11885:2007); Deutsche Fassung EN ISO 11885:2009\nDIN EN ISO 12846:2012-08\nWasserbeschaffenheit – Bestimmung von Quecksilber – Verfahren mittels Atomabsorptionsspektrometrie (AAS)\nmit und ohne Anreicherung (ISO 12846: 2012); Deutsche Fassung EN ISO 12846:2012\nDIN EN ISO 14403-1:2012-10\nWasserbeschaffenheit – Bestimmung von Gesamtcyanid und freiem Cyanid mittels Fließanalytik (FIA und CFA) –\nTeil 1: Verfahren mittels Fließinjektionsanalyse (FIA) (ISO 14403-1:2012); Deutsche Fassung EN ISO 14403-1:2012\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                     2749\nDIN EN ISO 14403-2:2012-10\nWasserbeschaffenheit – Bestimmung von Gesamtcyanid und freiem Cyanid mittels Fließanalytik (FIA und CFA) –\nTeil 2: Verfahren mittels kontinuierlicher Durchflussanalyse (CFA) (ISO 14403-2:2012); Deutsche Fassung EN ISO\n14403-2:2012\nDIN EN ISO 15586:2004-02\nWasserbeschaffenheit – Bestimmung von Spurenelementen mittels Atomabsorptionsspektrometrie mit dem Gra-\nphitrohr-Verfahren (ISO 15586:2003); Deutsche Fassung EN ISO 15586:2003\nDIN EN ISO 15680:2004-04\nWasserbeschaffenheit – Gaschromatographische Bestimmung einer Anzahl monocyclischer aromatischer Koh-\nlenwasserstoffe, Naphthalin und einiger chlorierter Substanzen mittels Purge und Trap-Anreicherung und ther-\nmischer Desorption (ISO 15680:2003); Deutsche Fassung EN ISO 15680:2003\nDIN EN ISO/IEC 17025:2018-03\nAllgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien (ISO/IEC 17025:2017); Deutsche\nund Englische Fassung EN ISO/IEC 17025:2017\nDIN EN ISO 17892-4:2017-04\nGeotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben – Teil 4: Bestimmung der Korn-\ngrößenverteilung (ISO 17892-4:2016); Deutsche Fassung EN ISO 17892-4:2016\nDIN EN ISO 17294-2:2017-01\nWasserbeschaffenheit – Anwendung der induktiv gekoppelten Plasma-Massenspektrometrie (ICP-MS) – Teil 2:\nBestimmung von ausgewählten Elementen einschließlich Uran-Isotope (ISO 17294-2:2016); Deutsche Fassung\nEN ISO 17294-2:2017\nDIN EN ISO 17380:2013-10\nBodenbeschaffenheit – Bestimmung des Gehalts an Gesamtcyanid und leicht freisetzbarem Cyanid – Verfahren\nmittels kontinuierlicher Durchflussanalyse (ISO 17380:2013); Deutsche Fassung EN ISO 17380:2013\nDIN EN ISO 17852:2008-04\nWasserbeschaffenheit – Bestimmung von Quecksilber – Verfahren mittels Atomfluoreszenzspektrometrie (ISO\n17852:2006); Deutsche Fassung EN ISO 17852:2008\nDIN EN ISO 17943:2016-10\nWasserbeschaffenheit – Bestimmung flüchtiger organischer Verbindungen in Wasser – Verfahren mittels Head-\nspace-Festphasenmikroextraktion (HS-SPME) gefolgt von der Gaschromatographie und Massenspektrometrie\n(GC-MS) (ISO 17943:2016); Deutsche Fassung EN ISO 17943:2016\nDIN EN ISO 17993:2004-03\nWasserbeschaffenheit – Bestimmung von 15 polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) in Wasser\ndurch HPLC mit Fluoreszenzdetektion nach Flüssig-Flüssig-Extraktion (ISO 17993:2002); Deutsche Fassung EN\nISO 17993:2003\nDIN EN ISO 18857-1:2007-02\nWasserbeschaffenheit- Bestimmung ausgewählter Alkylphenole – Teil 1: Verfahren für nichtfiltrierte Proben mittels\nFlüssig-Flüssig-Extraktion und Gaschromatographie mit massenselektiver Detektion (ISO 18857-1:2005); Deut-\nsche Fassung EN ISO 18857-1:2006\nDIN EN ISO 22475-1:2007-01\nGeotechnische Erkundung und Untersuchung – Probenentnahmeverfahren und Grundwassermessungen – Teil 1:\nTechnische Grundlagen der Ausführung (ISO 22475-1:2006); Deutsche Fassung EN ISO 22475-1:2006\nDIN EN ISO 22478:2006-07\nWasserbeschaffenheit – Bestimmung ausgewählter Explosivstoffe und verwandter Verbindungen – Verfahren mit-\ntels Hochleistungs-Flüssigkeitschromatographie (HPLC) mit UV-Detektion (ISO 22478:2006); Deutsche Fassung\nEN ISO 22478:2006\nDIN ISO 10381-1:2003-08\nBodenbeschaffenheit – Probenahme – Teil 1: Anleitung zur Aufstellung von Probenahmeprogrammen (ISO\n10381-1:2002)\nDIN ISO 10381-2:2003-08\nBodenbeschaffenheit – Probenahme – Teil 2: Anleitung für Probenahmeverfahren (ISO 10381-2:2002)\nDIN ISO 10382:2003-05\nBodenbeschaffenheit – Bestimmung von Organochlorpestiziden und polychlorierten Biphenylen – Gaschromato-\ngraphisches Verfahren mit Elektroneneinfang-Detektor (ISO 10382:2002)\nDIN ISO 11262:2012-04\nBodenbeschaffenheit – Bestimmung von Gesamtcyanid (ISO 11262:2011)\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2750               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nDIN ISO 11277:2002-08\nBodenbeschaffenheit – Bestimmung der Partikelgrößenverteilung in Mineralböden – Verfahren mittels Siebung\nund Sedimentation (ISO 11277:1998 + ISO 11277:1998 Corrigendum 1:2002)\nDIN ISO 11352:2013-03\nWasserbeschaffenheit – Abschätzung der Messunsicherheit beruhend auf Validierungs- und Kontrolldaten (ISO\n11352:2012)\nDIN ISO 11916-1:2014-11\nBodenbeschaffenheit – Bestimmung von ausgewählten Explosivstoffen und verwandten Verbindungen – Teil 1:\nVerfahren mittels Hochleistungs-Flüssigkeitschromatographie (HPLC) und UV-Detektion (ISO 11916-1:2013)\nDIN ISO 11916-2:2014-11\nBodenbeschaffenheit – Bestimmung von ausgewählten Explosivstoffen und verwandten Verbindungen – Teil 2:\nVerfahren mittels Gaschromatographie (GC) und Elektronen-Einfang-Detektion (ECD) oder massenspektrometri-\nscher Detektion (MS) (ISO 11916-2:2013)\nDIN ISO 14154:2005-12\nBodenbeschaffenheit – Bestimmung von ausgewählten Chlorphenolen – Gaschromatographisches Verfahren mit\nElektronen-Einfang-Detektion (ISO 14154:2005)\nE DIN ISO 17378-2:2017-01\nWasserbeschaffenheit – Bestimmung von Arsen und Antimon – Teil 2: Atomabsorptionsspektrometrie mit Hydrid-\nbildung (HG-AAS) (ISO 17378-2:2014)\nDIN ISO 18287:2006-05\nBodenbeschaffenheit – Bestimmung der polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) – Gaschromato-\ngraphisches Verfahren mit Nachweis durch Massenspektrometrie (GC-MS) (ISO 18287:2006)\nDIN ISO 19730:2009-07\nBodenbeschaffenheit – Extraktion von Spurenelementen aus Böden mit Ammoniumnitratlösung (ISO 19730:2008)\nDIN ISO 20280:2010-05\nBodenbeschaffenheit – Bestimmung von Arsen, Antimon und Selen in Königswasser-Bodenextrakten mittels\nelektrothermischer oder Hydrid-Atomabsorptionsspektrometrie (ISO 20280:2007)\nDIN ISO 22036:2009-06\nBodenbeschaffenheit – Bestimmung von Spurenelementen in Bodenextrakten mittels Atomemissionsspektrome-\ntrie mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-AES) (ISO 22036:2008)\nLAGA PN 98:2019-05\nRichtlinie für das Vorgehen bei physikalischen, chemischen und biologischen Untersuchungen im Zusammen-\nhang mit der Verwertung/Beseitigung von Abfällen; Mitteilungen Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) 32;\n2002\nVDI 3865 Blatt 1:2005-06\nMessen organischer Bodenverunreinigungen – Messplanung für die Untersuchung der Bodenluft auf leichtflüch-\ntige organische Verbindungen\nVDI 3865 Blatt 2:1998-01\nMessen organischer Bodenverunreinigungen – Techniken für die aktive Entnahme von Bodenluftproben\nVDI 3865 Blatt 3:1998-06\nMessen organischer Bodenverunreinigungen – Gaschromatographische Bestimmung von niedrigsiedenden orga-\nnischen Verbindungen in Bodenluft nach Anreicherung an Aktivkohle oder XAD-4 und Desorption mit organi-\nschem Lösungsmittel\nVDI 3860 Blatt 1:2006-05\nMessen von Deponiegas – Grundlagen\nVDI 3860 Blatt 2:2019-05\nMessen von Deponiegasen – Messungen im Gaserfassungssystem\nVDI 3860 Blatt 3:2017-11\nMessen von Deponiegasen – Messung von Methan an der Deponieoberfläche mittels Saugglockenverfahren\nVDI 3865 Blatt 4:2000-12\nMessen organischer Bodenverunreinigungen – Gaschromatographische Bestimmung von niedrigsiedenden orga-\nnischen Verbindungen in Bodenluft durch Direktmessung\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021                     2751\nArtikel 3                                       den Deponieklassen kann durch eine Beprobung\nund Abfalluntersuchung nach Anhang 4 erfolgen.“\nÄnderung der\nDeponieverordnung                                      2. § 8 wird wie folgt geändert:\nDie Deponieverordnung vom 27. April 2009 (BGBl. I                       a) In Absatz 1 Satz 5 werden nach den Wörtern „ei-\nS. 900), die zuletzt durch Artikel 2 der Verordnung vom                       nes Abfalls“ die Wörter „, ausgenommen Abfälle\n30. Juni 2020 (BGBl. I S. 1533) geändert worden ist,                          nach § 6 Absatz 1a Nummer 1 und Nummer 2,“\nwird wie folgt geändert:                                                      eingefügt.\n1. In § 6 wird nach Absatz 1 folgender Absatz 1a an-                       b) In Absatz 2 Satz 1 werden nach dem Wort „ent-\ngefügt:                                                                    halten,“ die Wörter „bei Abfällen nach § 6 Ab-\nsatz 1a Nummer 1 und Nummer 2“ eingefügt.\n„(1a) Folgende mineralische Ersatzbaustoffe im\nc) Nach Absatz 8 wird folgender Absatz 8a einge-\nSinne von § 2 Nummer 1 der Ersatzbaustoffverord-\nfügt:\nnung vom 9. Juli 2021 (BGBl. I S. 2598), die als\nAbfall anfallen und die nach Abschnitt 3 Unter-                               „(8a) Überprüfungen nach Absatz 3 und Kon-\nabschnitt 1 der Ersatzbaustoffverordnung güteüber-                         trollen nach Absatz 5, ausgenommen diejenigen\nwacht und klassifiziert sind oder nicht aufbereitetes                      nach Satz 4, sind für Abfälle nach § 6 Absatz 1a\nBodenmaterial und nicht aufbereitetes Baggergut,                           Nummer 1 und Nummer 2 nicht erforderlich. Ab-\ndas nach Abschnitt 3 Unterabschnitt 2 der Ersatz-                          weichend von Absatz 1 Satz 1 Nummer 6 bis 8\nbaustoffverordnung untersucht und klassifiziert ist,                       und Nummer 12 sowie von Absatz 4 Satz 1 Num-\ngelten ohne Beprobung nach Anhang 4 bei Anliefe-                           mer 3 ist für diese Abfälle die Einhaltung der\nrung zur Deponie als                                                       Materialwerte der Anlage 1 der Ersatzbaustoff-\nverordnung und gegebenenfalls die Klasse des\n1. nicht gefährliche Abfälle, die die Zuordnungskri-\nmineralischen Ersatzbaustoffs jeweils durch die\nterien des Anhangs 3 Nummer 2 für die Deponie-\nDokumentation nach § 12 Absatz 1 Satz 1 der Er-\nklasse I einhalten\nsatzbaustoffverordnung nachzuweisen. Für nicht\na) Bodenmaterial der           Klasse     F2     oder     F3            aufbereitetes Bodenmaterial und nicht aufberei-\n– BM-F2, BM-F3 –,                                                    tetes Baggergut ist die Einhaltung der Material-\nb) Baggergut der Klasse                 F2      oder      F3            werte der Anlage 1 der Ersatzbaustoffverordnung\n– BG-F2, BG-F3 –,                                                    und die Klasse des Bodenmaterials oder des\nBaggerguts durch die Dokumente nach § 17 der\nc) Stahlwerksschlacke der Klasse 1 oder 2\nErsatzbaustoffverordnung nachzuweisen.“\n– SWS-1, SWS-2,\nd) Hochofenstückschlacke der Klasse 1 oder 2                                             Artikel 4\n– HOS-1, HOS-2 –,\nÄnderung der\ne) Hüttensand – HS –,\nGewerbeabfallverordnung\nf) Gießereikupolofenschlacke – GKOS –,\nNach § 8 Absatz 1 der Gewerbeabfallverordnung\ng) Gießereirestsand der Klasse 1 – GRS-1 –,                      vom 18. April 2017 (BGBl. I S. 896), die zuletzt durch\nh) Kupferhüttenmaterial der Klasse 1 oder 2                      Artikel 5 Absatz 2 des Gesetzes vom 23. Oktober 2020\n– CUM-1, CUM-2 –,                                             (BGBl. I S. 2232) geändert worden ist, wird folgender\nAbsatz 1a eingefügt:\ni) Steinkohlenkesselasche – SKA –,\n„(1a) Soweit beim Rückbau, bei der Sanierung oder\nj) Braunkohlenflugasche – BFA –,                                 bei der Reparatur technischer Bauwerke Stoffe nach\nk) Hausmüllverbrennungsasche der Klasse 1                        § 2 Nummer 18 bis 29 und 32 der Ersatzbaustoffver-\noder 2 – HMVA-1, HMVA-2,                                      ordnung vom 9. Juli 2021 (BGBl. I S. 2598) als Abfälle\nl) Recycling-Baustoff der Klasse 1, 2 oder 3                     anfallen, gilt für die Getrenntsammlung, die Vorberei-\n– RC-1, RC-2, RC-3 –                                          tung zur Wiederverwendung und das Recycling dieser\nAbfälle ausschließlich § 24 der Ersatzbaustoffverord-\nm) Gleisschotter der Klasse 2 oder 3 – GS-2,                     nung.“\nGS-3 –\noder                                                                                     Artikel 5\n2. als Inertabfälle, die die Zuordnungskriterien des                      Inkrafttreten, Außerkrafttreten\nAnhangs 3 Nummer 2 für die Deponieklasse 0\n(1) Diese Verordnung tritt am 1. August 2023 in\neinhalten\nKraft. Gleichzeitig tritt die Bundes-Bodenschutz- und\na) Bodenmaterial der Klasse 0, 0*, F0* oder F1                   Altlastenverordnung vom 12. Juli 1999 (BGBl. I\n– BM-0, BM-0*, BM-F0*, BM-F1 –,                               S. 1554), die zuletzt durch Artikel 126 der Verordnung\nb) Baggergut der Klasse 0, 0*, F0* oder F1                       vom 19. Juni 2020 (BGBl. I S. 1328) geändert worden\n– BG-0, BG-0*, BG-F0*, BG-F1 –,                               ist, außer Kraft.\nc) Gleisschotter der Klasse 0 oder 1 – GS-0,                        (2) Die Bundesregierung überprüft auf der Grund-\nGS-1 – und                                                    lage der abfallwirtschaftlichen Entwicklung bis zum\n1. August 2025 die Auswirkungen des Vollzugs der\nd) Schmelzkammergranulat – SKG –.                                Regelungen auf die Verwertung mineralischer Abfälle\nEine andere Zuordnung der in Satz 1 Nummer 1                        und setzt Folgerungen gegebenenfalls durch Anpas-\nund 2 genannten mineralischen Ersatzbaustoffe zu                    sungen der Verordnung um.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","2752               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 16. Juli 2021\nBundesanzeiger Verlag GmbH · Postfach 10 05 34 · 50445 Köln\nG 5702 · PVST · Deutsche Post AG · Entgelt bezahlt\n(3) Die Bundesregierung führt ein wissenschaftlich                   – die Entwicklung der Deponiemengen der in den Re-\nbegleitetes Monitoring durch, das insbesondere                            gelungsbereich der Verordnung fallenden minerali-\n– eine Bestandsaufnahme,                                                  schen Abfälle,\n– die Evaluierung der Werteregelungen des Fachkon-                      – die Wiederverwendungspotentiale der Ersatzbau-\nzeptes der Ersatzbaustoffverordnung,                                    stoffe mit höheren Schadstoffgesamtgehalten im\nsecond-life sowie\n– die Evaluierung der Werteregelungen der Bundesbo-\ndenschutz- und Altlastenverordnung,                                   – die Ableitung von Indikatoren und Parametern, um\n– die tatsächliche Nutzung von mineralischen Ersatz-                      die zukünftige Entwicklung des Recyclings und der\nbaustoffen unter Berücksichtigung der in bautechni-                     Verwertung mineralischer Ersatzbaustoffe in einem\nschen Normen und Regelwerken festgelegten geeig-                        fortlaufenden Monitoring zu verfolgen,\nneten Bauweisen sowie regionaler Verfügbarkeiten                     umfasst und berichtet bis zum 1. August 2027 dem\nund Märkte,                                                          Deutschen Bundestag über die Ergebnisse.\nDer Bundesrat hat zugestimmt.\nBerlin, den 9. Juli 2021\nDie Bundeskanzlerin\nDr. A n g e l a M e r k e l\nDie Bundesministerin\nfür Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit\nSvenja Schulze\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de"]}