{"id":"bgbl1-2021-34-1","kind":"bgbl1","year":2021,"number":34,"date":"2021-06-25T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2021/34#page=2","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2021-34-1/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2021/bgbl1_2021_34.pdf#page=2","order":1,"title":"Gesetz zur Änderung des Tierschutzgesetzes – Verbot des Kükentötens","law_date":"2021-06-18T00:00:00Z","page":1826,"pdf_page":2,"num_pages":2,"content":["1826               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 34, ausgegeben zu Bonn am 25. Juni 2021\nGesetz\nzur Änderung des Tierschutzgesetzes – Verbot des Kükentötens*\nVom 18. Juni 2021\nDer Bundestag hat das folgende Gesetz beschlossen:                        marktungsnormen für Geflügelfleisch (ABl. L 157\nvom 17.6.2008, S. 46; L 8 vom 13.1.2009, S. 33),\nArtikel 1                                       die zuletzt durch die Verordnung (EU) Nr. 519/2013\nÄnderung des                                        (ABl. L 158 vom 10.6.2013, S. 74) geändert wor-\nTierschutzgesetzes                                     den ist, und\n4. für Küken,\nDas Tierschutzgesetz in der Fassung der Bekannt-\nmachung vom 18. Mai 2006 (BGBl. I S. 1206, 1313),                             a) die zur Verwendung in Tierversuchen bestimmt\ndas zuletzt durch Artikel 280 der Verordnung vom                                  sind oder\n19. Juni 2020 (BGBl. I S. 1328) geändert worden ist,                          b) deren Gewebe oder Organe dazu bestimmt\nwird wie folgt geändert:                                                          sind, zu wissenschaftlichen Zwecken verwen-\n1. Nach § 4b wird folgender § 4c eingefügt:                                       det zu werden.“\n„§ 4c                                 2. Nach § 21 Absatz 6 wird folgender Absatz 6a ein-\ngefügt:\n(1) Es ist verboten, Küken von Haushühnern der\nArt Gallus gallus zu töten.                                               „(6a) Das Bundesministerium berichtet bis zum\n31. März 2023 dem zuständigen Fachausschuss\n(2) Das Verbot gilt nicht                                          des Deutschen Bundestages über den Stand der\n1. für den Fall, dass eine Tötung der Küken                            Entwicklung von Verfahren und Methoden zur Ge-\nschlechtsbestimmung im Hühnerei vor dem siebten\na) nach tierseuchenrechtlichen Bestimmungen\nvorgeschrieben oder angeordnet worden ist                     Bebrütungstag.“\noder\nArtikel 2\nb) im Einzelfall aus Gründen des Tierschutzes er-\nWeitere Änderung\nforderlich ist,\ndes Tierschutzgesetzes\n2. für nicht schlupffähige Küken,\nDas Tierschutzgesetz, das zuletzt durch Artikel 1\n3. für Stubenküken nach Artikel 1 Nummer 1 Buch-                    dieses Gesetzes geändert worden ist, wird wie folgt\nstabe a der Verordnung (EG) Nr. 543/2008                       geändert:\nder Kommission vom 16. Juni 2008 mit                           1. Dem § 4c wird folgender Absatz 3 angefügt:\nDurchführungsvorschriften zur Verordnung (EG)\nNr. 1234/2007 des Rates hinsichtlich der Ver-                        „(3) Ab dem siebten Bebrütungstag ist es verbo-\nten, bei oder nach der Anwendung eines Verfahrens\n* Notifiziert gemäß der Richtlinie (EU) 2015/1535 des Europäischen         zur Geschlechtsbestimmung im Hühnerei\nParlaments und des Rates vom 9. September 2015 über ein Informa-         1. einen Eingriff an einem Hühnerei vorzunehmen,\ntionsverfahren auf dem Gebiet der technischen Vorschriften und der\nVorschriften für die Dienste der Informationsgesellschaft (ABl. L 241       der den Tod des Hühnerembryos verursacht,\nvom 17.9.2015, S. 1).                                                       oder\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 34, ausgegeben zu Bonn am 25. Juni 2021                      1827\n2. einen Abbruch des Brutvorgangs vorzunehmen,                                                Artikel 3\nder den Tod des Hühnerembryos verursacht.“\nInkrafttreten\n2. Nach § 18 Absatz 1 Nummer 6 wird folgende Num-\nmer 6a eingefügt:                                                      (1) Dieses Gesetz tritt vorbehaltlich des Absatzes 2\nam 1. Januar 2022 in Kraft.\n„6a. entgegen § 4c Absatz 3 einen dort genannten\nEingriff oder Abbruch vornimmt,“.                                (2) Artikel 2 tritt am 1. Januar 2024 in Kraft.\nDie verfassungsmäßigen Rechte des Bundesrates\nsind gewahrt.\nDas vorstehende Gesetz wird hiermit ausgefertigt.\nEs ist im Bundesgesetzblatt zu verkünden.\nBerlin, den 18. Juni 2021\nDer Bundespräsident\nSteinmeier\nDie Bundeskanzlerin\nDr. A n g e l a M e r k e l\nDie Bundesministerin\nfür Ernährung und Landwirtschaft\nJulia Klöckner\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de"]}