{"id":"bgbl1-2021-28-8","kind":"bgbl1","year":2021,"number":28,"date":"2021-06-08T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2021/28#page=106","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2021-28-8/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2021/bgbl1_2021_28.pdf#page=106","order":8,"title":"Verordnung zur Neuordnung lebensmittelrechtlicher Vorschriften über Lebensmittelzusatzstoffe","law_date":"2021-06-02T00:00:00Z","page":1362,"pdf_page":106,"num_pages":5,"content":["1362                 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 28, ausgegeben zu Bonn am 8. Juni 2021\nVerordnung\nzur Neuordnung lebensmittelrechtlicher Vorschriften über Lebensmittelzusatzstoffe1\nVom 2. Juni 2021\nDas Bundesministerium für Ernährung und Landwirt-                                            Artikel 1\nschaft verordnet auf Grund\nVerordnung\n– des § 4 Absatz 3 Nummer 2, des § 7 Absatz 1 Num-                               zur Durchführung unionsrechtlicher\nmer 1 und Absatz 2 Nummer 1, des § 13 Absatz 1                            Vorschriften über Lebensmittelzusatzstoffe\nNummer 2 und Absatz 4 Nummer 1 Buchstabe a,\n(Lebensmittelzusatzstoff-\ndes § 34 Satz 1 Nummer 1 bis 3 und 5 und des\n§ 35 Nummer 1 Buchstabe b Doppelbuchstabe aa,\nDurchführungsverordnung – LMZDV)\nauch in Verbindung mit § 4 Absatz 2 des Lebens-\nmittel- und Futtermittelgesetzbuches in der Fassung                                               §1\nder Bekanntmachung vom 3. Juni 2013 (BGBl. I                                           Anwendungsbereich\nS. 1426), von denen § 4 Absatz 3, § 7 Absatz 1                          (1) Diese Verordnung ist anzuwenden in Ergänzung\nund 2, § 13 Absatz 1 und 4, § 34 Satz 1 und § 35\ndurch Artikel 67 der Verordnung vom 31. August                       1. zu den Regelungen der Verordnung (EG)\n2015 (BGBl. I S. 1474) geändert worden sind, im                          Nr. 1333/2008 des Europäischen Parlaments und\nEinvernehmen mit dem Bundesministerium für Wirt-                         des Rates vom 16. Dezember 2008 über Lebens-\nschaft und Energie,                                                      mittelzusatzstoffe (ABl. L 354 vom 31.12.2008, S. 16;\nL 105 vom 27.4.2010, S. 114; L 322 vom 21.11.2012,\n– des § 13 Absatz 1 Nummer 5 und 6 und Absatz 3                            S. 8; L 123 vom 19.5.2015, S. 122), die zuletzt durch\nSatz 1 Nummer 1 und des § 62 Absatz 1 Nummer 1                           die Verordnung (EU) 2020/1819 (ABl. L 406 vom\nund 2 Buchstabe a, auch in Verbindung mit § 4 Ab-                        3.12.2020, S. 26) geändert worden ist, und der auf\nsatz 2 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetz-                         sie gestützten Rechtsakte der Europäischen Union\nbuches in der Fassung der Bekanntmachung vom                             im Hinblick auf\n3. Juni 2013 (BGBl. I S. 1426), von denen § 13 Ab-\nsatz 1 zuletzt durch Artikel 67 der Verordnung vom                       a) die Verwendung von Lebensmittelzusatzstoffen\n31. August 2015 (BGBl. I S. 1474) und § 62 Absatz 1                         im Sinne des Artikels 3 Absatz 2 Buchstabe a in\nzuletzt durch Artikel 10 des Gesetzes vom 27. Juni                          Verbindung mit Artikel 2 Absatz 2 der Verord-\n2017 (BGBl. I S. 1966) geändert worden sind, sowie                          nung (EG) Nr. 1333/2008 in der jeweils geltenden\nFassung und\n– des § 3 Absatz 1 Satz 1 des Milch- und Margarine-                        b) das Inverkehrbringen und die Kennzeichnung\ngesetzes vom 25. Juli 1990 (BGBl. I S. 1471), der                           von Lebensmittelzusatzstoffen und Lebens-\nzuletzt durch Artikel 2 Nummer 2 des Gesetzes                               mitteln, die Lebensmittelzusatzstoffe enthalten,\nvom 18. Januar 2019 (BGBl. I S. 33) geändert                                sowie\nworden ist, im Einvernehmen mit dem Bundesminis-\nterium für Wirtschaft und Energie:                                   2. zu den Regelungen der Verordnung (EU)\nNr. 1169/2011 des Europäischen Parlaments und\n1\nDie Verpflichtungen aus der Richtlinie (EU) 2015/1535 des Euro-           des Rates vom 25. Oktober 2011 betreffend die In-\npäischen Parlaments und des Rates vom 9. September 2015 über              formation der Verbraucher über Lebensmittel und\nein Informationsverfahren auf dem Gebiet der technischen Vorschrif-       zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 1924/2006\nten und der Vorschriften für die Dienste der Informationsgesellschaft\n(kodifizierter Text) (ABl. L 241 vom 17.9.2015, S. 1) sind beachtet       und (EG) Nr. 1925/2006 des Europäischen Parla-\nworden.                                                                   ments und des Rates und zur Aufhebung der Richt-\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 28, ausgegeben zu Bonn am 8. Juni 2021                        1363\nlinie 87/250/EWG der Kommission, der Richtlinie                                                 §4\n90/496/EWG des Rates, der Richtlinie 1999/10/EG                                     Nitrite und Nitritpökelsalz\nder Kommission, der Richtlinie 2000/13/EG des\nEuropäischen Parlaments und des Rates, der Richt-                     (1) Nitrite dürfen weder in Betriebe, die Lebensmittel\nlinien 2002/67/ und 2008/5/EG der Kommission und                   herstellen, verbracht werden noch in diesen Betrieben\nder Verordnung (EG) Nr. 608/2004 der Kommission                    aufbewahrt oder gelagert werden. Dieses Verbot gilt\n(ABl. L 304 vom 22.11.2011, S. 18; L 331 vom                       nicht für das Verbringen von Natrium- und Kaliumnitrit\n18.11.2014, S. 41; L 50 vom 21.2.2015, S. 48; L 266                in Betriebe, die Mischungen aus Natrium- oder Kalium-\nvom 30.9.2016, S. 7), die zuletzt durch die Verord-                nitrit mit Kochsalz, jodiertem Kochsalz oder Kochsalz-\nnung (EU) 2015/2283 (ABl. L 327 vom 11.12.2015,                    ersatz (Nitritpökelsalz) herstellen.\nS. 1) geändert worden ist, im Hinblick auf die Kenn-                  (2) Wer Nitritpökelsalz herstellen will, bedarf der Ge-\nzeichnung von vorverpackten Lebensmitteln im                       nehmigung der zuständigen Behörde. Die Geneh-\nSinne des Artikels 2 Absatz 2 Buchstabe e der Ver-                 migung darf nur erteilt werden, wenn der Antragsteller\nordnung (EU) Nr. 1169/2011 in der jeweils geltenden\n1. zuverlässig ist und\nFassung und nicht vorverpackten Lebensmitteln,\ndie jeweils bestimmt sind zur Abgabe an                            2. über die zur ordnungsgemäßen Herstellung von\nNitritpökelsalz erforderlichen Einrichtungen und\na) Endverbraucher im Sinne des Artikels 3 Num-                         Hilfsmittel verfügt.\nmer 18 der Verordnung (EG) Nr. 178/2002 des\nEuropäischen Parlaments und des Rates vom                      Nitritpökelsalz darf nur in Räumen hergestellt werden,\n28. Januar 2002 zur Festlegung der allgemeinen                 die ausschließlich zu diesem Zweck bestimmt sind.\nGrundsätze und Anforderungen des Lebens-\nmittelrechts, zur Errichtung der Europäischen                                               §5\nBehörde für Lebensmittelsicherheit und zur Fest-                                      Kennzeichnung\nlegung von Verfahren zur Lebensmittelsicherheit\n(ABl. L 31 vom 1.2.2002, S. 1), die zuletzt durch                 (1) Nicht vorverpackte Lebensmittel nach § 2 Num-\ndie Verordnung (EU) 2019/1381 (ABl. L 231 vom                  mer 3, die nicht zur Selbstbedienung angeboten wer-\n6.9.2019, S. 1) geändert worden ist, in der jeweils            den, und nicht vorverpackte Lebensmittel nach § 2\ngeltenden Fassung, oder                                        Nummer 1 und 2 dürfen durch den Verantwortlichen\nnach Artikel 8 Absatz 1 oder Absatz 4 Satz 2 der Ver-\nb) Anbieter von Gemeinschaftsverpflegung im Sinne                  ordnung (EU) Nr. 1169/2011 mit dem Ziel der Abgabe\ndes Artikels 2 Absatz 2 Buchstabe d der Verord-                an Endverbraucher oder Anbieter von Gemeinschafts-\nnung (EU) Nr. 1169/2011.                                       verpflegung nur in den Verkehr gebracht werden oder\n(2) Diese Verordnung regelt das Verbringen, Aufbe-                  durch den Verantwortlichen nach Artikel 8 Absatz 3 der\nwahren und Lagern von Nitriten sowie die Anforderun-                   Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 nur abgegeben wer-\ngen an das Herstellen von Nitritpökelsalz.                             den, wenn die bei ihrer Herstellung verwendeten\nLebensmittelzusatzstoffe in der nach Absatz 2 be-\n§2                                      zeichneten Art und Weise mit den folgenden Angaben\ngekennzeichnet werden:\nBegriffsbestimmungen\n1. bei Lebensmitteln mit Farbstoffen durch die An-\nNicht vorverpackte Lebensmittel im Sinne dieser                          gabe „mit Farbstoff“,\nVerordnung sind Lebensmittel, die\n2. bei Lebensmitteln mit Lebensmittelzusatzstoffen,\n1. ohne Verpackung zum Verkauf angeboten werden,                            die zur Konservierung verwendet werden, durch\n2. auf Wunsch des Endverbrauchers oder des An-                              die Angabe „mit Konservierungsstoff“ oder „kon-\nbieters von Gemeinschaftsverpflegung am Ver-                            serviert“,\nkaufsort verpackt werden oder                                        3. bei Lebensmitteln mit Lebensmittelzusatzstoffen,\ndie als Antioxidationsmittel verwendet werden,\n3. im Hinblick auf ihren unmittelbaren Verkauf vor-\ndurch die Angabe „mit Antioxidationsmittel“,\nverpackt werden.\n4. bei Lebensmitteln mit Nitrat oder Nitritpökelsalz\n§3                                           können die Angaben nach Nummer 2 und 3 durch\nfolgende Angaben ersetzt werden:\nBier\na) für Lebensmittel mit Nitritpökelsalz durch die\nBei der Herstellung von Bier, das unter der Bezeich-                         Angabe „mit Nitritpökelsalz“,\nnung „nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut“\noder unter gleichsinnigen Angaben in den Verkehr ge-                        b) für Lebensmittel mit Natrium- oder Kaliumnitrat,\nbracht wird, dürfen als Lebensmittelzusatzstoffe nur                            auch gemischt, durch die Angabe „mit Nitrat“\nverwendet werden:                                                               und\nc) für Lebensmittel mit Nitritpökelsalz und Natrium-\n1. bei der Herstellung von Bier abgefangenes Kohlen-\noder Kaliumnitrat, jeweils auch gemischt, durch\ndioxid oder\ndie Angabe „mit Nitritpökelsalz und Nitrat“,\n2. Kohlendioxid und Stickstoff, wenn\n5. bei Lebensmitteln mit Lebensmittelzusatzstoffen,\na) sie bis auf technisch unvermeidbare Mengen                           die als Geschmacksverstärker verwendet werden,\nnicht in das Bier übergehen und                                     durch die Angabe „mit Geschmacksverstärker“,\nb) durch die Verwendung keine Erhöhung des                           6. bei Oliven mit Eisen-II-gluconat (E 579) oder Eisen-\nKohlensäuregehaltes des Bieres eintritt.                            II-lactat (E 585) durch die Angabe „geschwärzt“,\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","1364               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 28, ausgegeben zu Bonn am 8. Juni 2021\n7. bei frischem Obst und Gemüse mit Lebensmittel-                     3. bei Lebensmitteln mit Lebensmittelzusatzstoffen, die\nzusatzstoffen der Nummern E 445, E 471, E 473,                       nach Artikel 20 der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011\nE 474, E 901 bis E 905 und E 914, die zur Ober-                      nicht im Zutatenverzeichnis aufgeführt werden\nflächenbehandlung verwendet werden, durch die                        müssen.\nAngabe „gewachst“,                                                  (4) Vorverpackte Tafelsüßen dürfen an Endver-\n8. bei Fleischerzeugnissen mit Lebensmittelzusatz-                    braucher nur abgegeben werden, wenn\nstoffen der Nummern E 338 bis E 341, E 343                       1. im Fall des Artikels 23 Absatz 2 der Verordnung (EG)\nund E 450 bis E 452 durch die Angabe „mit Phos-                      Nr. 1333/2008 ihre Bezeichnung, auch in Verbin-\nphat“,                                                               dung mit Artikel 23 Absatz 5, mit den dort bezeich-\n9. bei Lebensmitteln mit Süßungsmitteln mit Aus-                          neten Angaben versehen ist, und\nnahme von Tafelsüßen durch den Hinweis „mit                      2. im Fall des Artikels 23 Absatz 3 der Verordnung (EG)\nSüßungsmittel(n)“,                                                   Nr. 1333/2008 ihre Kennzeichnung, auch in Verbin-\n10. bei Tafelsüßen durch den Hinweis „auf der Grund-                       dung mit Artikel 23 Absatz 5, mit den dort bezeich-\nlage von …“, ergänzt durch die Bezeichnung der                       neten Angaben versehen ist.\nverwendeten Süßungsmittel,                                          (5) Für die Kennzeichnung von vorverpackten\n11. bei Lebensmitteln mit Aspartam (E 951) oder                        Getränken mit einem Alkoholgehalt von mehr als\nAspartam-Acesulfamsalz (E 962) durch den Hin-                    1,2 Volumenprozent gelten Absatz 1 Nummer 1 bis 3\nweis „enthält eine Phenylalaninquelle“,                          und Absatz 3 Nummer 1 entsprechend mit der Maß-\n12. bei Lebensmitteln mit über 10 Prozent zugesetz-                    gabe, dass die Angaben gemäß Artikel 12 Absatz 2\nten, mehrwertigen Alkoholen der Nummern E 420,                   der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 bereitzustellen sind.\nE 421, E 953 und E 965 bis E 968 durch den Hin-                     (6) Für frisches Obst und Gemüse,\nweis „kann bei übermäßigem Verzehr abführend                     1. das nicht vorverpackt im Sinne des § 2 Nummer 3\nwirken“.                                                             und zur Selbstbedienung angeboten wird oder das\n(2) Die Angaben nach Absatz 1 sind bereitzustellen:                     vorverpackt angeboten wird und\n1. nach Maßgabe des Artikels 12 Absatz 2 der Ver-                      2. für das kein Zutatenverzeichnis nach Artikel 19\nordnung (EU) Nr. 1169/2011 oder des § 4 Absatz 3                       Absatz 1 Buchstabe a der Verordnung (EU)\nund 4 der Lebensmittelinformations-Durchführungs-                      Nr. 1169/2011 vorgeschrieben ist und ein Zutaten-\nverordnung vom 5. Juli 2017 (BGBl. I S. 2272),                         verzeichnis nicht freiwillig angegeben ist,\ndie zuletzt durch Artikel 4 der Verordnung vom                     gilt Absatz 1 Nummer 7 entsprechend mit der Maß-\n18. November 2020 (BGBl. I S. 2504) geändert                       gabe, dass die Angaben gemäß Artikel 12 Absatz 2\nworden ist,                                                        der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 bereitzustellen sind.\n2. soweit Angaben nach § 4 Absatz 2 der Lebens-\nmittelinformations-Durchführungsverordnung ver-                                                 §6\npflichtend sind, in gleicher Art und Weise und über                                        Straftaten\ndas identische Medium, wie die Angaben nach § 4\nAbsatz 2 der Lebensmittelinformations-Durchfüh-                       (1) Nach § 59 Absatz 1 Nummer 21 Buchstabe a des\nrungsverordnung bereitzustellen sind, und                          Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches wird be-\nstraft, wer\n3. im Fall von nicht vorverpackten Lebensmitteln, die\ndurch Einsatz von Fernkommunikationstechniken                      1. entgegen § 4 Absatz 1 Satz 1 Nitrite verbringt, auf-\nzum Verkauf angeboten werden, gemäß Artikel 14                         bewahrt oder lagert,\nAbsatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011.                        2. ohne Genehmigung nach § 4 Absatz 2 Satz 1 Nitrit-\n(3) Die Angaben nach Absatz 1 Nummer 1 bis 8                            pökelsalz herstellt oder\nkönnen entfallen:                                                      3. entgegen § 4 Absatz 2 Satz 3 Nitritpökelsalz her-\n1. bei Lebensmitteln mit einem Verzeichnis der Zu-                         stellt.\ntaten, das den Anforderungen an die Angaben nach                      (2) Nach § 58 Absatz 3 Nummer 2, Absatz 4 bis 6\nArtikel 9 Absatz 1 Buchstabe b in Verbindung mit                   des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches wird\nArtikel 18 der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 ent-                  bestraft, wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen\nspricht,                                                           Artikel 5 in Verbindung mit Artikel 4 Absatz 5 in\n2. bei Lebensmitteln, bei denen alle bei der Herstel-                  Verbindung mit Artikel 14 in Verbindung mit Anhang II\nlung des Lebensmittels verwendeten Lebensmittel-                   Teil A Abschnitt 2 Nummer 1 der Verordnung (EG)\nzusatzstoffe entsprechend Anhang VII Teil C der                    Nr. 1333/2008 des Europäischen Parlaments und des\nVerordnung (EU) Nr. 1169/2011 mit der Bezeich-                     Rates vom 16. Dezember 2008 über Lebensmittel-\nnung ihrer Klasse, gefolgt von ihrer speziellen Be-                zusatzstoffe (ABl. L 354 vom 31.12.2008, S. 16; L 105\nzeichnung oder ihrer E-Nummer in einem Aushang                     vom 27.4.2010, S. 114; L 322 vom 21.11.2012, S. 8;\nin der Verkaufsstätte, in einer schriftlichen Aufzeich-            L 138 vom 24.5.2013, S. 20; L 123 vom 19.5.2015,\nnung oder in vom Lebensmittelunternehmer bereit-                   S. 122; L 214 vom 13.8.2015, S. 30; L 165 vom\ngestellten elektronischen Informationsangeboten,                   23.6.2016, S. 24; L 282 vom 19.10.2016, S. 84; L 82\ndie dem Endverbraucher unmittelbar und leicht zu-                  vom 26.3.2018, S. 18; L 60 vom 28.2.2019, S. 35), die\ngänglich sind, angegeben werden; auf die schrift-                  zuletzt durch die Verordnung (EU) 2020/771 (ABl. L 184\nliche Aufzeichnung oder die elektronischen Informa-                vom 12.6.2020, S. 25) geändert worden ist,\ntionsangebote muss bei dem Lebensmittel oder in                    a) einen Lebensmittelzusatzstoff, der den niederge-\neinem Aushang hingewiesen werden, oder                                 legten Spezifikationen nicht entspricht, die im An-\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 28, ausgegeben zu Bonn am 8. Juni 2021                      1365\nhang der Verordnung (EU) Nr. 231/2012 der Kom-                        lich unmittelbar geltender Rechtsakte der Euro-\nmission vom 9. März 2012 mit Spezifikationen für                      päischen Gemeinschaft oder der Europäischen\ndie in den Anhängen II und III der Verordnung (EG)                    Union, Stoffe nur nach Maßgabe dieser Verordnung\nNr. 1333/2008 des Europäischen Parlaments und                         zugesetzt werden.“\ndes Rates aufgeführten Lebensmittelzusatzstoffe\n(ABl. L 83 vom 22.3.2012, S. 1; L 189 vom 14.7.2016,               2. § 6 wird aufgehoben.\nS. 59; L 292 vom 27.10.2016, S. 50), die zuletzt\n3. In § 25 Absatz 4 Satz 2 werden die Wörter „§ 9 der\ndurch die Verordnung (EU) 2020/771 (ABl. L 184\nZusatzstoff-Zulassungsverordnung“ durch die Wör-\nvom 12.6.2020, S. 25) geändert worden ist, genannt\nter „§ 5 der Lebensmittelzusatzstoff-Durchführungs-\nsind,\nverordnung“ ersetzt.\nb) ein Lebensmittel, in dem ein Lebensmittelzusatz-\nstoff vorhanden ist, der den niedergelegten Spezifi-               4. In § 26 Absatz 3 wird die Angabe „§ 6 Satz 3,“ ge-\nkationen nicht entspricht, die im Anhang der Verord-                  strichen.\nnung (EU) Nr. 231/2012 genannt sind, oder\nc) in Verbindung mit der Bemerkung im Anhang der                                                Artikel 3\nVerordnung (EU) Nr. 231/2012\naa) einen Lebensmittelzusatzstoff, der unter Ver-                                         Änderung der\nwendung von Ethylenoxid sterilisiert worden ist,                            Milcherzeugnisverordnung\noder\nDie Milcherzeugnisverordnung vom 15. Juli 1970\nbb) ein Lebensmittel, das einen unter Verwendung                   (BGBl. I S. 1150), die zuletzt durch Artikel 21 der Ver-\nvon Ethylenoxid sterilisierten Lebensmittelzu-                ordnung vom 5. Juli 2017 (BGBl. I S. 2272) geändert\nsatzstoff enthält,                                            worden ist, wird wie folgt geändert:\nin Verkehr bringt.\n1. § 3 Absatz 1 Satz 2 wird aufgehoben.\n§7                                     2. § 5 wird wie folgt gefasst:\nOrdnungswidrigkeiten\n„§ 5\n(1) Wer eine in § 6 Absatz 1 bezeichnete Handlung\nfahrlässig begeht, handelt nach § 60 Absatz 1 Num-                                      Verwendung von Vitaminen\nmer 2 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches\nordnungswidrig.                                                              (1) Bei der Herstellung von Milcherzeugnissen\n(2) Ordnungswidrig im Sinne des § 60 Absatz 2                          dürfen die in Anlage 2 aufgeführten Vitamine für\nNummer 26 Buchstabe a des Lebensmittel- und Futter-                       die dort bezeichneten Zwecke verwendet werden.\nmittelgesetzbuches handelt, wer vorsätzlich oder fahr-                    Der Gehalt an den Vitaminen darf die in der\nlässig                                                                    Anlage 2 angegebenen Höchstmengen nicht über-\nschreiten.\n1. entgegen § 5 Absatz 1 Nummer 1 bis 3, jeweils auch\nin Verbindung mit Absatz 5, entgegen § 5 Absatz 1                        (2) Milchstreichfetterzeugnisse im Sinne der\nNummer 4 bis 6 oder 7, auch in Verbindung mit Ab-                     Nummern 2 und 3 der Anlage 2 sind Milchstreich-\nsatz 6, oder entgegen § 5 Absatz 1 Nummer 8 bis 12                    fette im Sinne des Abschnittes A Nummer 2 bis 4\nein Lebensmittel in den Verkehr bringt oder abgibt                    der Anlage II des Anhangs VII der Verordnung (EU)\noder                                                                  Nr. 1308/2013 des Europäischen Parlaments und\n2. entgegen § 5 Absatz 4 eine Tafelsüße abgibt.                           des Rates vom 17. Dezember 2013 über eine\ngemeinsame Marktorganisation für landwirtschaft-\n(3) Ordnungswidrig im Sinne des § 60 Absatz 4\nliche Erzeugnisse und zur Aufhebung der Verord-\nNummer 2 Buchstabe a des Lebensmittel- und Futter-\nnungen (EWG) Nr. 922/72, (EWG) Nr. 234/79, (EG)\nmittelgesetzbuches handelt, wer gegen die Verord-\nNr. 1037/2001 und (EG) Nr. 1234/2007 (ABl. L 347\nnung (EG) Nr. 1333/2008 verstößt, indem er vorsätzlich\nvom 20.12.2013, S. 671; L 189 vom 27.6.2014,\noder fahrlässig entgegen Artikel 21 Absatz 1 Satz 1 in\nS. 261; L 130 vom 19.5.2016, S. 18; L 34 vom\nVerbindung mit Artikel 22 Absatz 1, 2 oder 3 oder ent-\n9.2.2017, S. 41; L 106 vom 6.4.2020, S. 12), die zu-\ngegen Artikel 23 Absatz 1 einen Lebensmittelzusatz-\nletzt durch die Verordnung (EU) 2017/2393 (ABl.\nstoff in Verkehr bringt.\nL 350 vom 29.12.2017, S. 15) geändert worden ist.\nArtikel 2                                       (3) Die in Anlage 2 aufgeführten Vitamine dürfen\nÄnderung der                                     auch zur Herstellung von beigegebenen Lebens-\nmitteln verwendet werden.\nDiätverordnung\nDie Diätverordnung in der Fassung der Bekanntma-                          (4) Abweichend von § 16 Absatz 1 Satz 1 des\nchung vom 28. April 2005 (BGBl. I S. 1161), die zuletzt                   Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes\ndurch Artikel 22 der Verordnung vom 5. Juli 2017                          besteht nicht die Verpflichtung, den Gehalt an den\n(BGBl. I S. 2272) geändert worden ist, wird wie folgt                     nach den Absätzen 1 und 3 verwendeten Vitaminen\ngeändert:                                                                 kenntlich zu machen. § 3 Absatz 2 Nummer 3 bleibt\n1. § 5 Absatz 1 wird wie folgt gefasst:                                   unberührt.“\n„(1) Bei der Gewinnung, Herstellung und Zube-                   3. In § 7 Absatz 2 wird das Wort „Zusatzstoffe“ durch\nreitung diätetischer Lebensmittel dürfen, vorbehalt-                  das Wort „Vitamine“ ersetzt.\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de","1366               Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 28, ausgegeben zu Bonn am 8. Juni 2021\n4. Die Anlage 2 wird wie folgt geändert:                                                        Artikel 6\na) Die Überschrift wird wie folgt gefasst:                                                 Änderung der\n„Anlage 2                                                                    Verordnung zur Durchführung\n(zu § 5 Absatz 1)                                                            des Vorläufigen Biergesetzes\nVitamine“.                                 In § 17 Absatz 1 Satz 2 der Verordnung zur Durch-\nführung des Vorläufigen Biergesetzes in der Fassung\nb) In Nummer 1 wird das Wort „Zusatzstoffe“ durch\nder Bekanntmachung vom 29. Juli 1993 (BGBl. I\ndas Wort „Vitamine“ ersetzt.\nS. 1422), die zuletzt durch Artikel 2 der Verordnung\nvom 8. Dezember 2000 (BGBl. I S. 1686) geändert\nArtikel 4                                 worden ist, wird das Wort „Zusatzstoff-Zulassungs-\nÄnderung der                                  verordnung“ durch das Wort „Lebensmittelzusatz-\nKäseverordnung                                  stoff-Durchführungsverordnung“ ersetzt.\nDie Käseverordnung in der Fassung der Bekanntma-                                             Artikel 7\nchung vom 14. April 1986 (BGBl. I S. 412), die zuletzt\ndurch Artikel 18 der Verordnung vom 5. Juli 2017                                              Änderung der\n(BGBl. I S. 2272) geändert worden ist, wird wie folgt                           Alkoholhaltige Getränke-Verordnung\ngeändert:                                                                 In § 10 Absatz 6 der Alkoholhaltige Getränke-\n1. § 14 Absatz 1 Satz 2 wird aufgehoben.                               Verordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom\n30. Juni 2003 (BGBl. I S. 1255), die zuletzt durch Arti-\n2. § 23 Satz 4 wird aufgehoben.                                        kel 15 der Verordnung vom 5. Juli 2017 (BGBl. I\n3. In der Anlage 1 Abschnitt A wird die Spalte 3 zu den                S. 2272) geändert worden ist, wird das Wort „Zusatz-\nStandardsorten Camembert und Brie jeweils wie                       stoff-Zulassungsverordnung“ durch das Wort „Lebens-\nfolgt gefasst:                                                      mittelzusatzstoff-Durchführungsverordnung“ ersetzt.\n„Reifung nur mit Kulturen von Penicillium camembertii\nArtikel 8\n(Camembertschimmel) und Geotrichum candidum\n(Milchschimmel)“.                                                               Inkrafttreten, Außerkrafttreten\nDiese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung\nArtikel 5                                 in Kraft. Gleichzeitig treten die Zusatzstoff-Zulas-\nsungsverordnung vom 29. Januar 1998 (BGBl. I S. 230,\nÄnderung der\n231), die zuletzt durch Artikel 23 der Verordnung vom\nButterverordnung                                 5. Juli 2017 (BGBl. I S. 2272) geändert worden ist, und\n§ 2 Absatz 4 und § 5 Absatz 5 der Butterverordnung                  die Zusatzstoff-Verkehrsverordnung vom 29. Januar\nvom 3. Februar 1997 (BGBl. I S. 144), die zuletzt durch                1998 (BGBl. I S. 230, 269), die zuletzt durch Artikel 2\nArtikel 19 der Verordnung vom 5. Juli 2017 (BGBl. I                    der Verordnung vom 28. März 2011 (BGBl. I S. 530)\nS. 2272) geändert worden ist, werden aufgehoben.                       geändert worden ist, außer Kraft.\nDer Bundesrat hat zugestimmt.\nBonn, den 2. Juni 2021\nDie Bundesministerin\nfür Ernährung und Landwirtschaft\nJulia Klöckner\nDas Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de"]}