{"id":"bgbl1-2021-24-5","kind":"bgbl1","year":2021,"number":24,"date":"2021-05-21T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2021/24#page=16","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2021-24-5/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2021/bgbl1_2021_24.pdf#page=16","order":5,"title":"Zweiunddreißigste Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften","law_date":"2021-05-18T00:00:00Z","page":1096,"pdf_page":16,"num_pages":2,"content":["1096 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 24, ausgegeben zu Bonn am 21. Mai 2021\nZweiunddreißigste Verordnung\nzur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften1\nVom 18. Mai 2021\nDie Bundesregierung verordnet auf Grund\n– des § 1 Absatz 2 Satz 1 Nummer 3 des Betäubungsmittelgesetzes in der\nFassung der Bekanntmachung vom 1. März 1994 (BGBl. I S. 358) nach An-\nhörung von Sachverständigen sowie\n– des § 13 Absatz 3 des Betäubungsmittelgesetzes, der zuletzt durch Artikel 4\nNummer 3 Buchstabe c des Gesetzes vom 19. Oktober 2012 (BGBl. I\nS. 2192) geändert worden ist:\nArtikel 1\nÄnderung der\nAnlagen des Betäubungsmittelgesetzes\nDie Anlagen des Betäubungsmittelgesetzes in der Fassung der Bekannt-\nmachung vom 1. März 1994 (BGBl. I S. 358), das zuletzt durch Artikel 1 der\nVerordnung vom 14. Januar 2021 (BGBl. I S. 70) geändert worden ist, wird wie\nfolgt geändert:\n1. In Anlage II werden die folgenden Positionen jeweils alphabetisch in die\nbestehende Reihenfolge eingefügt:\nINN                       andere nicht geschützte                  chemische Namen\noder Trivialnamen                          (IUPAC)\n„–                       Isotonitazen                  N,N-Diethyl-2-{[4-(1-methylethoxy)\n(Iso)                         phenyl]methyl}-5-nitro-1H-\nbenzimidazol-1-ethanamin\n–                        MDMB-4en-PINACA               Methyl{2-[1-(pent-4-en-1-yl)-1H-\nindazol-3-carboxamido]-3,3-\ndimethylbutanoat}\n–                        2-Methyl-AP-237               1-[2-Methyl-4-(3-phenylprop-2-\n(2-Methyl-Bucinnazin)         en-1-yl)piperazin-1-yl]butan-1-on“.\n2. In Anlage III wird die folgende Position alphabetisch in die bestehende\nReihenfolge eingefügt:\nINN                       andere nicht geschützte                  chemische Namen\noder Trivialnamen                          (IUPAC)\n„Remimazolam             –                             Methyl{3-[(4S)-8-brom-1-methyl-\n6-(pyridin-2-yl)-4H-imidazo[1,2-a]\n[1,4]benzodiazepin-4-yl]propanoat}\n– ausgenommen in Zubereitungen, die ohne einen weiteren Stoff der Anlagen I\nbis III als Lyophilisat nur zur parenteralen Anwendung bis zu 20 mg Remi-\nmazolam, berechnet als Base, enthalten –“.\n1\nNotifiziert gemäß der Richtlinie (EU) 2015/1535 des Europäischen Parlaments und des Rates vom\n9. September 2015 über ein Informationsverfahren auf dem Gebiet der technischen Vorschriften und\nder Vorschriften für die Dienste der Informationsgesellschaft (ABl. L 241 vom 17.9.2015, S. 1).","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2021 Teil I Nr. 24, ausgegeben zu Bonn am 21. Mai 2021  1097\nArtikel 2\nÄnderung der\nBetäubungsmittel-Verschreibungsverordnung\n§ 5 der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung vom 20. Januar 1998\n(BGBl. I S. 74, 80), die zuletzt durch Artikel 2 der Verordnung vom 2. Juli 2018\n(BGBl. I S. 1078) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:\n1. Absatz 7 Satz 1 wird wie folgt gefasst:\n„Dem Patienten oder bei dem Patienten ist das vom Arzt verschriebene Sub-\nstitutionsmittel von den in Absatz 10 Satz 1 und 2 bezeichneten Personen\noder dem dort bezeichneten Personal in den in Absatz 10 Satz 1 und 2\ngenannten Einrichtungen zum unmittelbaren Verbrauch zu überlassen, zu\nverabreichen oder gemäß dem in der arzneimittelrechtlichen Zulassung vor-\ngesehenen Verfahren anzuwenden.“\n2. Absatz 10 wird wie folgt geändert:\na) In Satz 1 werden im Satzteil vor der Aufzählung die Wörter „dem Patien-\nten zum unmittelbaren Verbrauch nur überlassen werden von“ durch die\nWörter „nur von folgenden Personen dem Patienten zum unmittelbaren\nVerbrauch überlassen, ihm verabreicht oder bei ihm gemäß dem in der\narzneimittelrechtlichen Zulassung vorgesehenen Verfahren angewendet\nwerden:“ ersetzt.\nb) In Satz 2 wird im Satzteil vor der Aufzählung nach dem Wort „überlassen“\nein Komma und werden die Wörter „ihm verabreicht oder bei ihm gemäß\ndem in der arzneimittelrechtlichen Zulassung vorgesehenen Verfahren\nangewendet“ eingefügt.\nc) In Satz 3 wird nach dem Wort „Verbrauch“ ein Komma und werden die\nWörter „in dessen Verabreichung oder dessen Anwendung gemäß dem in\nder arzneimittelrechtlichen Zulassung vorgesehenen Verfahren“ eingefügt\nund nach dem Wort „wird“ wird ein Semikolon und werden die Wörter\n„eine invasive Verabreichung darf nur durch das in der arzneimittelrecht-\nlichen Zulassung vorgesehene Personal erfolgen“ eingefügt.\nArtikel 3\nInkrafttreten\nDiese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.\nDer Bundesrat hat zugestimmt.\nBerlin, den 18. Mai 2021\nDie Bundeskanzlerin\nDr. A n g e l a M e r k e l\nDer Bundesminister für Gesundheit\nJens Spahn"]}