{"id":"bgbl1-2020-58-5","kind":"bgbl1","year":2020,"number":58,"date":"2020-12-07T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2020/58#page=38","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2020-58-5/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2020/bgbl1_2020_58.pdf#page=38","order":5,"title":"Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (zum Sechzehnten Gesetz zur Änderung des Atomgesetzes)","law_date":"2020-11-26T00:00:00Z","page":2652,"pdf_page":38,"num_pages":1,"content":["2652 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2020 Teil I Nr. 58, ausgegeben zu Bonn am 7. Dezember 2020\nEntscheidung des Bundesverfassungsgerichts\nAus dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 29. September\n2020 – 1 BvR 1550/19 – wird folgende Entscheidungsformel veröffentlicht:\n1. Die Beschwerdeführerinnen sind dadurch in ihrem Grundrecht aus Artikel 14\nAbsatz 1 des Grundgesetzes verletzt, dass der Gesetzgeber auch für den\nZeitraum nach dem 30. Juni 2018 weder durch das Sechzehnte Gesetz zur\nÄnderung des Atomgesetzes vom 10. Juli 2018 (Bundesgesetzblatt I\nSeite 1122) noch durch ein anderes Gesetz eine Neuregelung in Kraft ge-\nsetzt hat, die eine im Wesentlichen vollständige Verstromung der den Kern-\nkraftwerken in Anlage 3 Spalte 2 zum Atomgesetz zugewiesenen Elektrizi-\ntätsmengen sicherstellt oder einen angemessenen Ausgleich für nicht mehr\nverstrombare Teile dieser Elektrizitätsmengen gewährt (vgl. BVerfGE 143,\n246 <248, Nummer 1 der Entscheidungsformel>).\n2. Der Gesetzgeber bleibt zur Neuregelung verpflichtet.\nDie vorstehende Entscheidungsformel hat gemäß § 31 Absatz 2 des Bun-\ndesverfassungsgerichtsgesetzes Gesetzeskraft.\nBerlin, den 26. November 2020\nDie Bundesministerin\nder Justiz und für Verbraucherschutz\nChristine Lambrecht"]}