{"id":"bgbl1-2020-14-3","kind":"bgbl1","year":2020,"number":14,"date":"2020-03-27T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2020/14#page=15","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2020-14-3/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2020/bgbl1_2020_14.pdf#page=15","order":3,"title":"Gesetz zur Umsetzung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 26. März 2019 zum Ausschluss der Stiefkindadoption in nichtehelichen Familien","law_date":"2020-03-19T00:00:00Z","page":541,"pdf_page":15,"num_pages":2,"content":["Bundesgesetzblatt Jahrgang 2020 Teil I Nr. 14, ausgegeben zu Bonn am 27. März 2020                541\nGesetz\nzur Umsetzung der Entscheidung\ndes Bundesverfassungsgerichts vom 26. März 2019\nzum Ausschluss der Stiefkindadoption in nichtehelichen Familien\nVom 19. März 2020\nDer Bundestag hat das folgende Gesetz beschlossen:              dem Recht des Staates, in dem der Anzunehmende\nzum Zeitpunkt der Annahme seinen gewöhnlichen\nArtikel 1                                Aufenthalt hat.“\nÄnderung des\n3. In Artikel 23 Satz 1 werden nach dem Wort „Abstam-\nBürgerlichen Gesetzbuchs\nmungserklärung“ das Komma und die Wörter\nDas Bürgerliche Gesetzbuch in der Fassung der Be-               „Namenserteilung oder Annahme als Kind“ durch\nkanntmachung vom 2. Januar 2002 (BGBl. I S. 42, 2909;              die Wörter „oder einer Namenserteilung“ ersetzt.\n2003 I S. 738), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes\nvom 19. März 2020 (BGBl. I S. 540) geändert worden            4. Dem Artikel 229 wird folgender § 52 angefügt:\nist, wird wie folgt geändert:\n„§ 52\n1. § 1746 Absatz 1 Satz 4 wird aufgehoben.\n2. Nach § 1766 wird folgender § 1766a eingefügt:                                  Überleitungsvorschrift\nzum Gesetz zur Umsetzung der\n„§ 1766a\nEntscheidung des Bundesverfassungs-\nAnnahme von Kindern des nichtehelichen Partners                   gerichts vom 26. März 2019 zum Ausschluss\n(1) Für zwei Personen, die in einer verfestigten              der Stiefkindadoption in nichtehelichen Familien\nLebensgemeinschaft in einem gemeinsamen Haus-\nAuf vor dem 31. März 2020 abgeschlossene Vor-\nhalt leben, gelten die Vorschriften dieses Untertitels\ngänge bleibt das bisherige Internationale Privatrecht\nüber die Annahme eines Kindes des anderen Ehe-\nanwendbar.“\ngatten entsprechend.\n(2) Eine verfestigte Lebensgemeinschaft im Sinne\ndes Absatzes 1 liegt in der Regel vor, wenn die Per-                               Artikel 3\nsonen\nÄnderung des\n1. seit mindestens vier Jahren oder                                         Rechtspflegergesetzes\n2. als Eltern eines gemeinschaftlichen Kindes mit\nIn § 14 Absatz 1 Nummer 14 des Rechtspfleger-\ndiesem\ngesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom\neheähnlich zusammenleben. Sie liegt in der Regel          14. April 2013 (BGBl. I S. 778; 2014 I S. 46), das zuletzt\nnicht vor, wenn ein Partner mit einem Dritten ver-        durch Artikel 4 des Gesetzes vom 17. Dezember 2018\nheiratet ist.                                             (BGBl. I S. 2573) geändert worden ist, werden die\n(3) Ist der Annehmende mit einem Dritten ver-          Wörter „die Genehmigung der Einwilligung des Kindes\nheiratet, so kann er das Kind seines Partners nur         zur Annahme nach § 1746 Absatz 1 Satz 4 des Bürger-\nallein annehmen. Die Einwilligung des Dritten in die      lichen Gesetzbuchs,“ gestrichen.\nAnnahme ist erforderlich. § 1749 Absatz 1 Satz 2\nund 3 und Absatz 2 gilt entsprechend.“                                             Artikel 4\nArtikel 2                                                 Änderung des\nÄnderung des Einführungs-                                          Gesetzes über das\ngesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuche                          Verfahren in Familiensachen und in den\nAngelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit\nDas Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetz-\nbuche in der Fassung der Bekanntmachung vom                       § 187 Absatz 4 des Gesetzes über das Verfahren in\n21. September 1994 (BGBl. I S. 2494; 1997 I S. 1061),         Familiensachen und in den Angelegenheiten der frei-\ndas zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 19. März         willigen Gerichtsbarkeit vom 17. Dezember 2008\n2020 (BGBl. I S. 540) geändert worden ist, wird wie           (BGBl. I S. 2586, 2587), das zuletzt durch Artikel 9 des\nfolgt geändert:                                               Gesetzes vom 12. Dezember 2019 (BGBl. I S. 2633)\n1. In Artikel 17b Absatz 5 Satz 1 werden die Wörter           geändert worden ist, wird wie folgt gefasst:\n„Absatz 1 Satz 2 und“ gestrichen.\n„(4) Hat der Anzunehmende in Verfahren nach § 186\n2. Artikel 22 Absatz 1 wird wie folgt gefasst:                seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland, gilt § 5\n„(1) Die Annahme als Kind im Inland unterliegt         Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 des Adoptionswirkungs-\ndem deutschen Recht. Im Übrigen unterliegt sie            gesetzes entsprechend.“","542           Bundesgesetzblatt Jahrgang 2020 Teil I Nr. 14, ausgegeben zu Bonn am 27. März 2020\nArtikel 5                             1. § 2 Absatz 3 wird aufgehoben.\nÄnderung des                             2. In § 3 Absatz 1 Satz 3 werden die Wörter „Abs. 1\nAdoptionswirkungsgesetzes                          Satz 1 bis 3, Abs. 2 und 3“ gestrichen.\nDas Adoptionswirkungsgesetz vom 5. November\n2001 (BGBl. I S. 2950, 2953), das zuletzt durch                                     Artikel 6\nArtikel 22 des Gesetzes vom 20. November 2015\nInkrafttreten\n(BGBl. I S. 2010) geändert worden ist, wird wie folgt\ngeändert:                                                      Dieses Gesetz tritt am 31. März 2020 in Kraft.\nDie verfassungsmäßigen Rechte des Bundesrates\nsind gewahrt.\nDas vorstehende Gesetz wird hiermit ausgefertigt. Es\nist im Bundesgesetzblatt zu verkünden.\nBerlin, den 19. März 2020\nDer Bundespräsident\nSteinmeier\nDie Bundeskanzlerin\nDr. A n g e l a M e r k e l\nDie Bundesministerin\nder Justiz und für Verbraucherschutz\nChristine Lambrecht"]}