{"id":"bgbl1-2018-26-5","kind":"bgbl1","year":2018,"number":26,"date":"2018-07-17T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2018/26#page=35","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2018-26-5/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2018/bgbl1_2018_26.pdf#page=35","order":5,"title":"Verordnung zur Änderung der Bundeswildschutzverordnung","law_date":"2018-06-28T00:00:00Z","page":1159,"pdf_page":35,"num_pages":9,"content":["Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil I Nr. 26, ausgegeben zu Bonn am 17. Juli 2018                1159\nVerordnung\nzur Änderung der Bundeswildschutzverordnung*\nVom 28. Juni 2018\nAuf Grund des § 36 Absatz 1 Nummer 2, 2a, 2b, 4                       letzten oder kranken Wildes und dessen Verbleib\nund 5 in Verbindung mit Absatz 3 und 4 Satz 2 des                        bleiben unberührt.\nBundesjagdgesetzes in der Fassung der Bekannt-\n(2) Die Verbote des Absatzes 1 gelten nicht für\nmachung vom 29. September 1976 (BGBl. I S. 2849),\nTiere oder Teile oder Erzeugnisse solcher Tiere, an\nvon denen Absatz 1 zuletzt durch Artikel 3 Nummer 3\ndenen nach dem 8. November 1985 im Rahmen\ndes Gesetzes vom 6. Dezember 2011 (BGBl. I S. 2557),\nder Ausübung des Jagdrechts Eigentum erworben\nAbsatz 3 durch Artikel 1 Nummer 2 des Gesetzes vom\nwurde. Diese Tiere oder Teile oder Erzeugnisse\n1. November 2016 (BGBl. I S. 2451) und Absatz 4 Satz 2\nsolcher Tiere dürfen jedoch nicht an Dritte gegen\nzuletzt durch Artikel 422 Nummer 2 der Verordnung\nEntgelt abgegeben oder zu diesem Zweck beför-\nvom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474) geändert\ndert, gehalten oder angeboten werden. Ausge-\nworden sind, in Verbindung mit § 1 Absatz 2 des Zu-\nnommen von diesen Beschränkungen sind\nständigkeitsanpassungsgesetzes vom 16. August 2002\n(BGBl. I S. 3165) und dem Organisationserlass vom                        1. Tiere oder Teile oder Erzeugnisse solcher Tiere\n14. März 2018 (BGBl. I S. 374) verordnet das Bundes-                         der in Anlage 2 genannten Arten,\nministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Ein-                     2. Tiere oder Teile oder Erzeugnisse solcher Tiere\nvernehmen mit dem Bundesministerium für Umwelt,                              der in Anlage 3 genannten Arten, soweit die in\nNaturschutz und nukleare Sicherheit:                                         Satz 2 aufgeführten Tätigkeiten nicht zu ge-\nwerbsmäßigen Zwecken erfolgen, sowie\nArtikel 1\n3. in der Natur aufgefundene tote Tiere oder Teile\nDie Bundeswildschutzverordnung vom 25. Oktober                            oder Erzeugnisse solcher Tiere, soweit sie für\n1985 (BGBl. I S. 2040), die zuletzt durch Artikel 3 der                      Zwecke der Forschung oder Lehre verwendet\nVerordnung vom 16. Februar 2005 (BGBl. I S. 258) ge-                         werden.\nändert worden ist, wird wie folgt geändert:\n(3) Die Verbote des Absatzes 1 gelten ferner\n1.   § 2 wird wie folgt gefasst:\nnicht für Tiere oder Teile oder Erzeugnisse solcher\n„§ 2                                   Tiere, die vor dem 9. November 1985 in Überein-\nVerbote                                   stimmung mit den Vorschriften zum Schutz der\nbetreffenden Art erworben worden sind. Dasselbe\n(1) Es ist verboten,                                             gilt im Beitrittsgebiet für den Zeitraum vor dem\n1. Tiere der in Anlage 1 Teil A genannten Arten                     3. Oktober 1990.\noder Teile oder Erzeugnisse solcher Tiere zu be-\n(4) Die Verbote des Absatzes 1 gelten ferner\nsitzen,\nnicht für Tiere oder Teile oder Erzeugnisse solcher\n2. Tiere der in Anlage 1 Teil B genannten Arten                     Tiere der in der Anlage 2 genannten Arten und der\noder Teile oder Erzeugnisse solcher Tiere ge-                   Art Wachtel, die in der Gefangenschaft gezüchtet\nwerbsmäßig anzukaufen, zu verkaufen oder zu                     wurden und nicht herrenlos geworden sind.\ntauschen,\n(5) Die nach Landesrecht zuständige Behörde\n3. Tiere der in Anlage 1 Teil C genannten Arten                     kann im Einzelfall Ausnahmen von den Verboten\na) über Nummer 2 hinaus sonst zu erwerben,                      des Absatzes 1 zulassen, soweit dies für die Ver-\nüber sie die tatsächliche Gewalt auszuüben                  wertung beschlagnahmter oder eingezogener Tiere\noder sonst zu verwenden,                                    oder Teile oder Erzeugnisse solcher Tiere erforder-\nlich ist. Sie kann ferner im Einzelfall Ausnahmen\nb) abzugeben, zum Verkauf anzubieten, zu ver-\nvon den Verboten des Absatzes 1 sowie von den\näußern oder sonst in den Verkehr zu bringen,\nVerboten des Absatzes 2 Satz 2 zulassen, soweit\nc) für eine der in Nummer 2 genannten Tätigkei-                 dies\nten zu befördern,\n1. für Zwecke der Forschung oder Lehre,\nsoweit die Handlung nicht bereits nach Num-\nmer 1 oder Nummer 2 verboten ist.                               2. zur Ansiedlung von Tieren in der freien Natur\noder der damit zusammenhängenden Aufzucht\nDas Aneignungsrecht des Jagdausübungsberech-                            oder\ntigten sowie Vorschriften der Länder nach § 36 Ab-\nsatz 2 Nummer 2 des Bundesjagdgesetzes über                         3. aus einem sonstigen vernünftigen Grund für eine\ndas Aufnehmen, die Pflege und die Aufzucht ver-                         Nutzung von Tieren oder Teilen oder Erzeugnis-\nsen solcher Tiere in geringen Mengen\n* Diese Verordnung dient der Umsetzung der Richtlinie 2008/99/EG des     erforderlich ist und Belange des Arten- und Biotop-\nEuropäischen Parlamentes und des Rates vom 19. November 2008\nüber den strafrechtlichen Schutz der Umwelt (ABl. L 328 vom            schutzes sowie Rechtsakte des Rates oder der\n6.12.2008, S. 28).                                                     Kommission der Europäischen Gemeinschaften","1160           Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil I Nr. 26, ausgegeben zu Bonn am 17. Juli 2018\noder Verpflichtungen aus internationalen Arten-        3.  § 6 wird wie folgt geändert:\nschutzübereinkommen nicht entgegenstehen.“                 a) Nummer 1 wird wie folgt gefasst:\n1a. In § 3 Absatz 2 Nummer 2 wird nach den Wörtern                 „1. entgegen § 2 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 ein\n„der Arten Habicht,“ das Wort „Sperber,“ eingefügt.                dort genanntes Tier oder ein Teil oder ein\n2.  Nach § 5 wird folgender § 5a eingefügt:                            Erzeugnis eines solchen Tieres sonst er-\nwirbt, sonst verwendet, in den Verkehr bringt\n„§ 5a                                      oder befördert oder die tatsächliche Gewalt\nStrafvorschriften                                über ein solches Tier, Teil oder Erzeugnis\nausübt,“.\n(1) Nach § 38a Absatz 1 des Bundesjagdgeset-\nzes wird bestraft, wer entgegen § 2 Absatz 1 Satz 1        b) In Nummer 2 werden die Wörter „oder Abs. 3\nNummer 2 ein dort genanntes Tier oder ein Teil                 Nr. 2 Satz 2“ gestrichen.\noder ein Erzeugnis eines solchen Tieres gewerbs-       4.  Die Anlagen 1 bis 5 werden wie aus dem Anhang zu\nmäßig ankauft, verkauft oder tauscht.                      dieser Verordnung ersichtlich gefasst.\n(2) Nach § 38a Absatz 2 des Bundesjagdgeset-\nzes wird bestraft, wer entgegen § 2 Absatz 1 Satz 1                             Artikel 2\nNummer 1 ein dort genanntes Tier oder ein Teil            Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung\noder ein Erzeugnis eines solchen Tieres besitzt.“      in Kraft.\nDer Bundesrat hat zugestimmt.\nBonn, den 28. Juni 2018\nDie Bundesministerin\nfür Ernährung und Landwirtschaft\nJulia Klöckner","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil I Nr. 26, ausgegeben zu Bonn am 17. Juli 2018          1161\nAnhang zu Artikel 1 Nummer 4\nAnlage 1\n(zu § 2 Absatz 1)\nListe der von den Verboten erfassten Wildarten\nTeil A (Besitz)\n1. Haarwild\nWisent (Bison bonasus L.)\n2. Federwild\nAuerwild (Tetrao urogallus L.)\nBirkwild (Lyrurus tetrix L.)\nHaselwild (tetrastes bonasia L.)\nAlpenschneehuhn (Lagopus mutus MONTIN)\nWeißwangengans (Branta leucopsis)\nZwergsäger (Mergus albellus)\nSchwarzkopfmöwe (Larus melanocephalus Natt.)\nZwergmöwe (Larus minutus)\nTeil B (Handel)\n1. Haarwild\nWisent (Bison bonasus L.)\n2. Federwild\nWachtel (Coturnix coturnix L.)\nAuerwild (tetrao urogallus L.)\nBirkwild (Lyrurus tetrix L.)\nHaselwild (Tetrastes bonasia L.)\nAlpenschneehuhn (Lagopus mutus MONTIN)\nTürkentaube (Streptopelia decaocto)\nHohltaube (Columbo oeanas)\nHöckerschwan (Cygnus olor GMEL.)\nKurzschnabelgans (Anser brachyrhynchus)\nWeißwangengans (Branta leucopsis)\nSaatgans (Anser fabalis LATHAM)\nKanadagans (Branta canadensis)\nRingelgans (Branta bernicla)\nEiderente (Somateria mollissima)\nEisente (Clangula hyemalis)\nKolbenente (Netta rufina)\nSchellente (Bucephala clangula)\nSchnatterente (Anas strepera)\nReiherente (Aythya fuligula)\nZwergsäger (Mergus albellus)\nGänsesäger (Mergus merganser)\nMittelsäger (Mergus serrator)\nBlässhuhn (Fulica atra L.)\nSchwarzkopfmöwe (Larus melanocephalus Natt.)\nZwergmöwe (Larus minutus)\nLachmöwe (Larus ridibundus)\nSturmmöwe (Larus canus)","1162 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil I Nr. 26, ausgegeben zu Bonn am 17. Juli 2018\nSilbermöwe (Larus argentatus)\nMantelmöwe (Larus marinus)\nHeringsmöwe (Larus fuscus L.)\nSteppenmöwe (Larus cachinnans)\nTeil C (Besitz und Handel)\n1. Haarwild\nWisent (Bison bonasus L.)\nSteinwild (Capra ibex L.)\nSchneehase (Lepus timidus L.)\nMurmeltier (Marmota marmota L.)\nSeehund (Phoca vitulina L.)\n2. Federwild\nRebhuhn (Perdix perdix L.)\nFasan (Phasianus colchicus L.)\nWachtel (Coturnix coturnix L.)\nAuerwild (Tetrao urogallus L.)\nBirkwild (Lyrurus tetrix L.)\nHaselwild (Tetrastes bonasia L.)\nAlpenschneehuhn (Lagopus mutus MONTIN)\nWildtruthuhn (Meleagris gallopavo L.)\nHohltaube (Columba oenas L.)\nRingeltaube (Columba palumbus L.)\nTürkentaube (Streptopelia decaocto FRIVALDSKY)\nHöckerschwan (Cygnus olor GMELIN)\nGraugans (Anser anser L.)\nBlässgans (Anser albifrons SCOPOLI)\nSaatgans (Anser fabalis LATHAM)\nKurzschnabelgans (Anser brachyrhynchos BAILLON)\nWeißwangengans (Branta leucopsis)\nKanadagans (Branta canadensis L.)\nStockente (Anas platyrhynchos L.)\nLöffelente (Anas clypeata L.)\nSchnatterente (Anas strepera L.)\nPfeifente (Anas penolope L.)\nKrickente (Anas crecca L.)\nSpießente (Anas acuta L.)\nKolbenente (Netta rufina PALLAS)\nBergente (Aythya marila L.)\nReiherente (Aythya fuligula L.)\nTafelente (Aythya ferina L.)\nSchellente (Bucephala clangula L.)\nBrandente (Tadorna tadorna L.)\nEisente (Clangula hyemalis L.)\nSamtente (Melanitta fusca L.)\nTrauerente (Melanitta nigra L.)\nEiderente (Somateria mollissima L.)\nMittelsäger (Mergus serrator L.)\nGänsesäger (Mergus merganser L.)","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil I Nr. 26, ausgegeben zu Bonn am 17. Juli 2018 1163\nZwergsäger (Mergus albellus)\nSchwarzkopfmöwe (Larus melanocephalus Natt.)\nZwergmöwe (Larus minutus)\nDreizehenmöwe (Rissa tridactyla L.)\nHaubentaucher (Podiceps cristatus L.)\nGraureiher (Ardea cinerea L.)","1164           Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil I Nr. 26, ausgegeben zu Bonn am 17. Juli 2018\nAnlage 2\n(zu § 2 Absatz 2 Satz 3 Nummer 1)\nListe der von bestimmten Verboten ausgenommenen Wildarten\nRebhuhn (Perdix perdix L.)\nFasan (Phasianus colchicus L.)\nRingeltaube (Columba palumbus L.)\nGraugans (Anser anser L.)\nStockente (Anas platyrhynchos L.)\nPfeifente (Anas penelope L.)\nKrickente (Anas crecca L.)\nSpießente (Anas acuta L.)\nTafelente (Aythya ferina L.)\nBlässhuhn (Fulica atra L.)","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil I Nr. 26, ausgegeben zu Bonn am 17. Juli 2018        1165\nAnlage 3\n(zu § 2 Absatz 2 Satz 3 Nummer 2)\nListe der von bestimmten Verboten ausgenommenen Wildarten\nbei Tätigkeiten nicht zu gewerbsmäßigen Zwecken\nBlässgans (Anser albifrons SCOPOLI)\nReiherente (Aythya fuligula L.)\nWaldschnepfe (Scolopax rusticola L.)","1166           Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil I Nr. 26, ausgegeben zu Bonn am 17. Juli 2018\nAnlage 4\n(zu § 3 Absatz 1)\nListe der Greife und Falken, deren Haltung beschränkt ist\nFischadler (Pandion haliaetus L.)\nWespenbussard (Pernis apivorus L.)\nSchwarzmilan (Milvus migrans BODDAERT)\nRotmilan (Milvus milvus L.)\nSeeadler (Haliaeetus albicilla L.)\nRohrweihe (Circus aeruginosus L.)\nKornweihe (Circus cyaneus L.)\nWiesenweihe (Circus pygargus L.)\nSperber (Accipiter nisus L.)\nHabicht (Accipiter gentilis L.)\nMäusebussard (Buteo buteo L.)\nRauhfußbussard (Buteo lagopus BRUENNICH)\nSteinadler (Aquila chrysaetos L.)\nTurmfalke (Falco tinnunculus L.)\nRotfußfalke (Falco vespertinus L.)\nMerlin (Falco columbarius L.)\nBaumfalke (Falco subbuteo L.)\nWanderfalke (Falco peregrinus TUNSTALL)","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil I Nr. 26, ausgegeben zu Bonn am 17. Juli 2018        1167\nAnlage 5\n(zu § 4 Absatz 1 und § 5)\nListe der kennzeichnungspflichtigen Wildarten\n1. Haarwild\nSteinwild (Capra ibex L.)\nSchneehase (Lepus timidus L.)\nMurmeltier (Marmota marmota L.)\nSeehund (Phoca vitulina L.)\n2. Federwild\nWachtel (Coturnix coturnix L.)\nAuerwild (Tetrao urogallus L.)\nBirkwild (Lyrurus tetrix L.)\nRackelwild (Lyrurus tetrix x Tetrao urogallus)\nHaselwild (Tetrastes bonasia L.)\nAlpenschneehuhn (Lagopus mutus MONTIN)\nHohltaube (Columba oenas L.)\nKurzschnabelgans (Anser brachyrhynchos BAILLON)\nWeißwangengans (Branta leucopsis BECHSTEIN)\nLöffelente (Anas clypeata L.)\nSchnatterente (Anas strepera L.)\nKolbenente (Netta rufina PALLAS)\nSchellente (Bucephala clangula L.)\nBrandente (Tadorna tadorna L.)\nEisente (Clangula hyemalis L.)\nEiderente (Somateria mollissima L.)\nMittelsäger (Mergus serrator L.)\nGänsesäger (Mergus merganser L.)\nZwergsäger (Mergus albellus L.)\nSchwarzkopfmöwe (Larus melanocephalus TEMMINCK)\nZwergmöwe (Larus minutus PALLAS)\nDreizehenmöwe (Rissa tridactyla L.)\nHaubentaucher (Podiceps cristatus L.)\nGraureiher (Ardea cinerea L.)\nKolkrabe (Corvus corax L.)"]}