{"id":"bgbl1-2018-17-1","kind":"bgbl1","year":2018,"number":17,"date":"2018-05-23T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2018/17#page=2","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2018-17-1/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2018/bgbl1_2018_17.pdf#page=2","order":1,"title":"Dritte Verordnung zur Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung","law_date":"2018-05-03T00:00:00Z","page":566,"pdf_page":2,"num_pages":4,"content":["566                Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil I Nr. 17, ausgegeben zu Bonn am 23. Mai 2018\nDritte Verordnung\nzur Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung*\nVom 3. Mai 2018\nAuf Grund des § 6 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe c,                  2. § 75 wird wie folgt geändert:\nq, r, v, w und y des Straßenverkehrsgesetzes, von de-                   a) In Nummer 9 werden nach der Angabe „§ 46 Ab-\nnen § 6 Absatz 1 im Satzteil vor Nummer 1 zuletzt                          satz 2“ ein Komma und die Wörter „§ 48a Ab-\ndurch Artikel 1 Nummer 6 Buchstabe a Doppelbuch-                           satz 2 Satz 1“ eingefügt.\nstabe aa des Gesetzes vom 28. November 2014 (BGBl. I\nS. 1802), § 6 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe r durch                       b) In Nummer 13 wird das Wort „oder“ am Ende\nArtikel 1 Nummer 3 Buchstabe a des Gesetzes vom                            durch einen Punkt ersetzt.\n28. November 2016 (BGBl. I S. 2722) und § 6 Absatz 1                    c) Die Nummern 14 und 15 werden aufgehoben.\nNummer 1 Buchstabe w durch Artikel 1 Nummer 6\n3. § 76 Nummer 17 wird wie folgt geändert:\nBuchstabe d Doppelbuchstabe aa und bb des Gesetzes\nvom 28. August 2013 (BGBl. I S. 3313) geändert worden                   a) In Satz 1 werden nach dem Wort „werden“ ein\nsind, verordnet das Bundesministerium für Verkehr und                      Semikolon und die Wörter „davon ausgenommen\ndigitale Infrastruktur:                                                    sind die Regelungen nach Anlage 14 Absatz 2\nNummer 7 und Anlage 15 Absatz 2 Nummer 6“\neingefügt.\nArtikel 1\nb) Die folgenden Sätze werden angefügt:\nÄnderung der\n„Die Bestätigung durch eine unabhängige Stelle\nFahrerlaubnis-Verordnung\nnach Anlage 14 Absatz 2 Nummer 7 ist spätes-\nDie Fahrerlaubnis-Verordnung vom 13. Dezember                           tens zwei Jahre, nachdem erstmals eine unab-\n2010 (BGBl. I S. 1980), die zuletzt durch Artikel 4 der                    hängige Stelle nach § 71a Absatz 2 Satz 1 aner-\nVerordnung vom 2. Januar 2018 (BGBl. I S. 2) geändert                      kannt worden ist, nachzuweisen. Die Bestätigung\nworden ist, wird wie folgt geändert:                                       durch eine unabhängige Stelle nach Anlage 15\nAbsatz 2 Nummer 6 ist spätestens zwei Jahre,\n1. In § 6 Absatz 6 Satz 2 werden nach den Wörtern „im                      nachdem erstmals eine unabhängige Stelle nach\nSinne des Absatzes 3a“ ein Komma und die Wörter                        § 71b Satz 2 in Verbindung mit § 71a Absatz 2\n„die ab dem 19. Januar 2013 und bis zum Ablauf des                     Satz 1 anerkannt worden ist, nachzuweisen. Das\n27. Dezember 2016 erteilt worden sind,“ eingefügt.                     Bundesministerium für Verkehr und digitale Infra-\nstruktur gibt die erstmaligen Anerkennungen mit\n* Diese Verordnung dient der Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/1106       Datum im Verkehrsblatt bekannt. Die Bestätigung\nder Kommission vom 7. Juli 2016 zur Änderung der Richtlinie\n2006/126/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über den           nach Anlage 5 Nummer 2 Satz 2 muss bis zum\nFührerschein (ABl. L 183 vom 8.7.2016, S. 59).                           Ablauf der in Satz 3 genannten Frist vorliegen.“","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil I Nr. 17, ausgegeben zu Bonn am 23. Mai 2018                     567\n4. In Anlage 4 werden in der Tabelle die Nummern 4 bis 5.5 durch die folgenden Nummern 4 bis 5.6 ersetzt:\nEignung oder                     Beschränkungen/Auflagen\nbedingte Eignung                      bei bedingter Eignung\nKrankheiten, Mängel                                 Klassen C, C1,                          Klassen C, C1,\nKlassen A, A1,                         Klassen A, A1,\nCE, C1E, D, D1,                          CE, C1E, D, D1,\nA2, B, BE, AM, L, T                     A2, B, BE, AM, L, T\nDE, D1E, FzF                            DE, D1E, FzF\n„4.    Herz- und Gefäßkrank-\nheiten\n4.1.1 Herzrhythmusstörungen mit             nein                  nein                –                      –\nanfallsweiser Bewusstseins-\ntrübung oder Bewusstlosig-\nkeit\n4.1.2 – nach erfolgreicher Be-               ja,                   ja,      Kontrollen gemäß Kontrollen gemäß\nhandlung durch Arznei-       kardiologische        kardiologische   Begutachtungs-         Begutachtungs-\nmittel oder Herzschritt-     Untersuchung          Untersuchung         leitlinien             leitlinien\nmacher\n4.2    Hypertonie\n(zu hoher Blutdruck)\n4.2.1 Erhöhter Blutdruck mit                nein                  nein                –                      –\nzerebraler Symptomatik\nund/oder Sehstörungen\n4.2.2 Blutdruckwerte                    in der Regel           Einzelfall-     regelmäßige            regelmäßige\n≥ 180 mmHg systolisch                 ja,            entscheidung,        ärztliche              ärztliche\nund/oder ≥ 110 mmHg             fachärztliche         fachärztliche      Kontrollen             Kontrollen\ndiastolisch                    Untersuchung          Untersuchung\n4.3    Hypotonie\n(zu niedriger Blutdruck)\n4.3.1 In der Regel kein Krank-                ja                    ja                –                      –\nheitswert\n4.4    Akutes Koronarsyndrom\n(Herzinfarkt)\n4.4.1 EF > 35%                               ja,             Fahreignung              –                      –\nbei komplikations-        kann sechs\nlosem Verlauf,            Wochen\nkardiologische       nach dem Ereig-\nUntersuchung        nis gegeben sein,\nkardiologische\nUntersuchung\n4.4.2 EF ≤ 35% oder akute               Fahreignung          in der Regel             –                      –\ndekompensierte Herz-         kann vier Wochen              nein,\ninsuffizienz im Rahmen        nach dem Ereig-        kardiologische\neines akuten Herzinfarktes   nis gegeben sein,       Untersuchung\nkardiologische\nUntersuchung\n4.5    Herzleistungsschwäche\ndurch angeborene oder\nerworbene Herzfehler\noder sonstige Ursachen\n4.5.1 NYHA I (Herzerkrankung                 ja,                   ja,                –                  jährlich\nohne körperliche Limitation)    fachärztliche       wenn EF > 35%,                            kardiologische\nUntersuchung           fachärztliche                              Kontroll-\nUntersuchung                            untersuchungen\n4.5.2 NYHA II (leichte Einschrän-            ja,                   ja,                –                  jährlich\nkung der körperlichen           fachärztliche       wenn EF > 35%,                            kardiologische\nLeistungsfähigkeit)            Untersuchung           fachärztliche                              Kontroll-\nUntersuchung                            untersuchungen\n4.5.3 NYHA III (Beschwerden                   ja                  nein                –                      –\nbei geringer körperlicher       (wenn stabil),\nBelastung)                      fachärztliche\nUntersuchung","568            Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil I Nr. 17, ausgegeben zu Bonn am 23. Mai 2018\nEignung oder                      Beschränkungen/Auflagen\nbedingte Eignung                      bei bedingter Eignung\nKrankheiten, Mängel                                   Klassen C, C1,                          Klassen C, C1,\nKlassen A, A1,                           Klassen A, A1,\nCE, C1E, D, D1,                          CE, C1E, D, D1,\nA2, B, BE, AM, L, T                       A2, B, BE, AM, L, T\nDE, D1E, FzF                           DE, D1E, FzF\n4.5.4 NYHA IV (Beschwerden                   nein                   nein               –                     –\nin Ruhe)\n4.6   Periphere arterielle\nVerschlusskrankheit\n4.6.1 – bei Ruheschmerz                      nein                   nein               –                     –\n4.6.2 – nach Intervention               Fahreignung            Fahreignung             –                     –\nnach 24 Stunden nach einer Woche,\nfachärztliche\n(internistische/\nchirurgische)\nUntersuchung\n4.6.3 – nach Operation                  Fahreignung            Fahreignung             –                     –\nnach einer Woche                nach\nvier Wochen,\nfachärztliche\n(internistische/\nchirurgische)\nUntersuchung\n4.6.4 Aortenaneurysma                       keine                  keine               –                     –\n– asymptomatisch               Einschränkung,          Einschränkung\nfachärztliche            bei einem\n(internistische/        Aortendurch-\nchirurgische)             messer\nUntersuchung              bis 5,5 cm.\nKeine\nFahreignung\nbei einem\nAortendurch-\nmesser > 5,5 cm,\nfachärztliche\n(internistische/\nchirurgische)\nUntersuchung\nund Kontrollen\ndes Aneurysma-\ndurchmessers\n4.6.5 Aortenaneurysma                   Fahreignung            Fahreignung             –                Kontrollen\n– nach erfolgreicher              zwei bis vier          drei Monate                          des Aneurysma-\nOperation/Intervention           Wochen           nach dem Eingriff,                         durchmessers\nnach dem Eingriff,         fachärztliche\nfachärztliche        (internistische/\n(internistische/         chirurgische)\nchirurgische)        Untersuchung\nUntersuchung\n5.    Diabetes mellitus\n(Zuckerkrankheit)\n5.1   Neigung zu schweren                    nein                   nein               –                     –\nStoffwechselentgleisungen\n5.2   Bei erstmaliger Stoff-                  ja,                    ja,               –                     –\nwechselentgleisung             nach Einstellung       nach Einstellung\noder neuer Einstellung\n5.3   Bei ausgeglichener Stoff-                ja                    ja,               –               regelmäßige\nwechsellage unter Therapie                             bei guter Stoff-                            ärztliche\nmit oralen Antidiabetika                              wechselführung                              Kontrollen\nmit niedrigem Hypoglykämie-                                   ohne\nrisiko                                                Unterzuckerung\nüber drei Monate","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil I Nr. 17, ausgegeben zu Bonn am 23. Mai 2018                       569\nEignung oder                      Beschränkungen/Auflagen\nbedingte Eignung                      bei bedingter Eignung\nKrankheiten, Mängel                                   Klassen C, C1,                           Klassen C, C1,\nKlassen A, A1,                          Klassen A, A1,\nCE, C1E, D, D1,                          CE, C1E, D, D1,\nA2, B, BE, AM, L, T                      A2, B, BE, AM, L, T\nDE, D1E, FzF                             DE, D1E, FzF\n5.4    Bei medikamentöser                      ja,                    ja,               –               fachärztliche\nTherapie mit hohem Hypo-        bei ungestörter        bei guter Stoff-                         Begutachtung\nglykämierisiko (z. B. Insulin)  Hypoglykämie-         wechselführung                            alle drei Jahre,\nwahrnehmung            ohne schwere                             regelmäßige\nUnterzuckerung                                ärztliche\nüber drei Monate                              Kontrollen\nund ungestörter\nHypoglykämie-\nwahrnehmung\n5.5    Wiederholt auftretende            für die Dauer       Keine wiederholt     regelmäßige           regelmäßige\nschwere Hypoglykämien im       von drei Monaten schwere Hypo-                ärztliche              ärztliche\nWachzustand                         nach dem               glykämie         Kontrollen             Kontrollen\nletzten Ereignis        in den letzten\nnicht geeignet.        zwölf Monaten.\nEine stabile Stoff- Unter besonders\nwechsellage und             günstigen\neine ungestörte           Umständen\nHypoglykämie-              ggf. auch\nwahrnehmung             kürzere Frist\nsind sicher-             möglich.\nzustellen,           Der Zeitraum\nfachärztliche        bis zur Wieder-\nBegutachtung              erlangung\nder Fahreignung\nbeträgt\nmindestens\ndrei Monate,\nfachärztliche\nBegutachtung\n5.6    Bei Komplikationen siehe\nauch Nummer 1, 4, 6, 10“.\n5. In Anlage 4a werden im einleitenden Satz die Wörter „in der Fassung vom 31. März 2017 (VkBl. S. 226)“ durch\ndie Wörter „in der Fassung vom 15. September 2017 (VkBl. S. 884)“ ersetzt.\n6. In Anlage 5 Nummer 2 Satz 2 werden die Wörter „bis zum Ablauf des 31.12.2018“ gestrichen.\nArtikel 2\nBekanntmachungserlaubnis\nDas Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur kann den Wort-\nlaut der Fahrerlaubnis-Verordnung in der vom 24. Mai 2018 an geltenden Fas-\nsung im Bundesgesetzblatt bekannt machen.\nArtikel 3\nInkrafttreten\nDiese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.\nDer Bundesrat hat zugestimmt.\nBerlin, den 3. Mai 2018\nDer Bundesminister\nfür Verkehr und digitale Infrastruktur\nAndreas Scheuer"]}