{"id":"bgbl1-2018-15-4","kind":"bgbl1","year":2018,"number":15,"date":"2018-04-30T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2018/15#page=7","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2018-15-4/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2018/bgbl1_2018_15.pdf#page=7","order":4,"title":"Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (zu den §§ 19, 20, 21, 22, 23, 27, 76, 79 Absatz 5, § 93 Absatz 1 Satz 2 des Bewertungsgesetzes)","law_date":"2018-04-23T00:00:00Z","page":531,"pdf_page":7,"num_pages":1,"content":["Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil I Nr. 15, ausgegeben zu Bonn am 30. April 2018 531\nEntscheidung des Bundesverfassungsgerichts\nAus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 10. April 2018\n– 1 BvL 11/14, 1 BvL 12/14, 1 BvL 1/15, 1 BvR 639/11 und 1 BvR 889/12 –\nwird die folgende Entscheidungsformel veröffentlicht:\n1. Die §§ 19, 20, 21, 22, 23, 27, 76, 79 Absatz 5, § 93 Absatz 1 Satz 2 des\nBewertungsgesetzes in Verbindung mit Artikel 2 Absatz 1 Satz 1 und Satz 3\ndes Gesetzes zur Änderung des Bewertungsgesetzes in der Fassung des\nArtikels 2 des Gesetzes vom 22. Juli 1970 (Bundesgesetzblatt I Seite 1118)\nsind, soweit sie bebaute Grundstücke außerhalb des Bereichs der Land- und\nForstwirtschaft und außerhalb des in Artikel 3 des Einigungsvertrags genann-\nten Gebiets betreffen, jedenfalls seit dem 1. Januar 2002 unvereinbar mit\nArtikel 3 Absatz 1 Grundgesetz.\n2. Der Gesetzgeber ist verpflichtet, eine Neuregelung spätestens bis zum\n31. Dezember 2019 zu treffen. Bis zu diesem Zeitpunkt dürfen die als unver-\neinbar mit Artikel 3 Absatz 1 Grundgesetz festgestellten Regeln über die\nEinheitsbewertung weiter angewandt werden. Nach Verkündung einer Neu-\nregelung dürfen die beanstandeten Regelungen für weitere fünf Jahre ab der\nVerkündung, längstens aber bis zum 31. Dezember 2024 angewandt werden.\n3. Für Kalenderjahre nach Ablauf der Fortgeltungsfristen dürfen auch auf be-\nstandskräftige Bescheide, die auf den als verfassungswidrig festgestellten\nBestimmungen des Bewertungsgesetzes beruhen, keine Belastungen mehr\ngestützt werden.\nDie vorstehende Entscheidungsformel hat gemäß § 31 Absatz 2 des Bundes-\nverfassungsgerichtsgesetzes Gesetzeskraft.\nBerlin, den 23. April 2018\nDie Bundesministerin\nder Justiz und für Verbraucherschutz\nKatarina Barley"]}