{"id":"bgbl1-2017-79-3","kind":"bgbl1","year":2017,"number":79,"date":"2017-12-22T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2017/79#page=6","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2017-79-3/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2017/bgbl1_2017_79.pdf#page=6","order":3,"title":"Verordnung über den Umgang mit Nährstoffen im Betrieb und zur Änderung weiterer Vorschriften","law_date":"2017-12-14T00:00:00Z","page":3942,"pdf_page":6,"num_pages":18,"content":["3942            Bundesgesetzblatt Jahrgang 2017 Teil I Nr. 79, ausgegeben zu Bonn am 22. Dezember 2017\nVerordnung\nüber den Umgang mit Nährstoffen im Betrieb und zur Änderung weiterer Vorschriften\nVom 14. Dezember 2017\nDas Bundesministerium für Ernährung und Landwirt-               über die nach § 11a Absatz 2 des Düngegesetzes zu\nschaft verordnet auf Grund                                         erstellende betriebliche Stoffstrombilanz.\n– des § 11 Absatz 3 Nummer 7 und 8 des Dünge-                         (2) Diese Verordnung gilt für\ngesetzes, der durch Artikel 370 Nummer 2 der Ver-               1. Betriebe mit mehr als 50 Großvieheinheiten je Be-\nordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474) ge-                   trieb oder mit mehr als 30 Hektar landwirtschaft-\nändert worden ist, im Einvernehmen mit dem Bun-                     licher Nutzfläche bei einer Tierbesatzdichte von je-\ndesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und                     weils mehr als 2,5 Großvieheinheiten je Hektar,\nReaktorsicherheit und dem Bundesministerium für\nWirtschaft und Energie unter Wahrung der Rechte                 2. viehhaltende Betriebe, die die in Nummer 1 festge-\ndes Bundestages,                                                    setzten Schwellenwerte unterschreiten, wenn dem\nBetrieb im jeweiligen Bezugsjahr nach § 3 Absatz 2\n– des § 11a Absatz 2 Satz 4 bis 6, auch in Verbindung                  Satz 3 außerhalb des Betriebs anfallender Wirt-\nmit § 15 Absatz 6 Satz 1 des Düngegesetzes, von                     schaftsdünger zugeführt wird, und\ndenen § 11a Absatz 2 Satz 4 bis 6 durch Artikel 1\nNummer 6 des Gesetzes vom 5. Mai 2017 (BGBl. I                  3. Betriebe, die eine Biogasanlage unterhalten und mit\nS. 1068) eingefügt worden ist, im Einvernehmen mit                  einem viehhaltenden Betrieb nach Nummer 1 oder\ndem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,                      Nummer 2 in einem funktionalen Zusammenhang\nBau und Reaktorsicherheit unter Wahrung der                         stehen, wenn dem Betrieb im jeweiligen Bezugsjahr\nRechte des Bundestages:                                             nach § 3 Absatz 2 Satz 3 Wirtschaftsdünger aus die-\nsem Betrieb oder sonst außerhalb des Betriebs an-\nfallender Wirtschaftsdünger zugeführt wird.\nArtikel 1\n(3) Ab dem 1. Januar 2023 gilt diese Verordnung\nVerordnung                              auch für\nüber den Umgang mit Nährstoffen                         1. Betriebe mit mehr als 20 Hektar landwirtschaftlicher\nim Betrieb und betriebliche Stoffstrombilanzen                       Nutzfläche oder mehr als 50 Großvieheinheiten je\n(Stoffstrombilanzverordnung – StoffBilV)                        Betrieb,\nInhaltsübersicht                             2. Betriebe, die die in Nummer 1 festgesetzten Schwel-\nlenwerte unterschreiten, wenn dem Betrieb im jewei-\n§1    Geltungsbereich                                                  ligen Bezugsjahr nach § 3 Absatz 2 Satz 3 außerhalb\n§2    Begriffsbestimmungen                                             des Betriebs anfallender Wirtschaftsdünger zuge-\n§3    Grundsätze für den nachhaltigen und ressourceneffizienten        führt wird, und\nUmgang mit Nährstoffen im Betrieb\n3. Betriebe, die eine Biogasanlage unterhalten und mit\n§4    Ermittlung der dem Betrieb zugeführten Nährstoffmengen\nan Stickstoff und Phosphor                                       einem Betrieb nach Nummer 1 oder Nummer 2 in\n§5    Ermittlung der vom Betrieb abgegebenen Nährstoffmengen           einem funktionalen Zusammenhang stehen, wenn\nan Stickstoff und Phosphor                                       dem Betrieb im jeweiligen Bezugsjahr nach § 3 Ab-\n§6    Erstellung und Bewertung der betrieblichen Stoffstrom-           satz 2 Satz 3 Wirtschaftsdünger aus diesem Betrieb\nbilanzen                                                         oder sonst außerhalb des Betriebs anfallender Wirt-\n§7    Aufzeichnungen                                                   schaftsdünger zugeführt wird.\n§8    Ordnungswidrigkeiten\nAnlage 1    Stickstoff- und Phosphor-/Phosphatgehalte in pflanz-                               §2\nlichen und tierischen Erzeugnissen, Futtermitteln,                       Begriffsbestimmungen\nSaatgut einschließlich Pflanzgut und Vermehrungs-\nmaterial, landwirtschaftlichen Nutztieren sowie Stick-    Im Sinne dieser Verordnung sind:\nstoffzufuhr durch Leguminosen\n1. landwirtschaftlich genutzte Flächen:\nAnlage 2    Jährliche betriebliche Stoffstrombilanz\nAnlage 3    Dreijährige betriebliche Stoffstrombilanz                  pflanzenbaulich genutztes Ackerland, gartenbaulich\nAnlage 4    Ermittlung des für den Betrieb zulässigen Bilanzwertes     genutzte Flächen, Grünland und Dauergrünland,\nfür Stickstoff                                             Obstflächen, Flächen, die der Erzeugung schnell-\nwüchsiger Forstgehölze zur energetischen Nutzung\n§1                                    dienen, weinbaulich genutzte Flächen, Hopfen-\nflächen und Baumschulflächen; zur landwirtschaft-\nGeltungsbereich\nlich genutzten Fläche gehören auch befristet aus\n(1) Diese Verordnung regelt zur näheren Bestim-                     der landwirtschaftlichen Erzeugung genommene\nmung der Anforderungen an die gute fachliche Praxis                    Flächen, soweit diesen Flächen Düngemittel, Boden-\nbeim Umgang mit Nährstoffen im Sinne des § 11a Ab-                     hilfsstoffe, Kultursubstrate oder Pflanzenhilfsmittel\nsatz 1 des Düngegesetzes die näheren Vorschriften                      zugeführt werden;","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2017 Teil I Nr. 79, ausgegeben zu Bonn am 22. Dezember 2017             3943\n2. Nährstoffzufuhr:                                              (4) Ein Betrieb, der die in § 1 Absatz 2 Nummer 1\nSumme der dem Betrieb durch Stoffe nach § 2 Num-          oder Absatz 3 Nummer 1 genannten Schwellenwerte\nmer 1 und 6 bis 8 des Düngegesetzes, Futtermittel,        unterschreitet und dem innerhalb eines Bezugsjahres\nSaatgut einschließlich Pflanzgut und Vermehrungs-         nach Absatz 2 Satz 3 Wirtschaftsdünger in Höhe von\nmaterial, landwirtschaftliche Nutztiere sowie Legu-       nicht mehr als 750 Kilogramm Gesamtstickstoff zuge-\nminosen und sonstige Stoffe zugeführten Nährstoff-        führt wird, ist von den Verpflichtungen nach Absatz 2\nmengen;                                                   für das jeweils folgende Jahr befreit, wenn der für das\nvorangegangene Jahr erstellte Nährstoffvergleich nach\n3. Nährstoffabgabe:                                           § 8 Absatz 1 der Düngeverordnung keine Anhalts-\nSumme der vom Betrieb durch Stoffe nach § 2 Num-          punkte für eine Verletzung der Verpflichtungen des\nmer 1 und 6 bis 8 des Düngegesetzes, Futtermittel,        Betriebs nach Absatz 1 enthält oder ergibt. Ein viehhal-\nSaatgut einschließlich Pflanzgut und Vermehrungs-         tender Betrieb nach § 1 Absatz 2 Nummer 2 ist ferner\nmaterial, pflanzliche und tierische Erzeugnisse sowie     von den Verpflichtungen nach Absatz 2 für das jeweils\nlandwirtschaftliche Nutztiere und sonstige Stoffe ab-     folgende Jahr, längstens jedoch bis zum Ablauf des\ngegebenen Nährstoffmengen;                                31. Dezember 2022, befreit, soweit er innerhalb eines\nBezugsjahres nach Absatz 2 Satz 3 einen Nährstoff-\n4. Betriebsinhaber:\nanfall aus Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft von\neine natürliche oder juristische Person oder eine         nicht mehr als 750 Kilogramm Stickstoff aus dem eige-\nnicht rechtsfähige Personenvereinigung, die einen         nen Betrieb aufweist. Der Betriebsinhaber eines nach\nBetrieb unterhält;                                        Satz 1 oder 2 befreiten Betriebs hat der nach Landes-\n5. Betrieb:                                                   recht zuständigen Stelle wesentliche Änderungen in\nden betrieblichen Verhältnissen, Abläufen oder in der\ndie Gesamtheit der vom Betriebsinhaber verwalteten        Wirtschaftsweise des Betriebs unverzüglich, vollstän-\nEinheiten, die sich im Gebiet der Bundesrepublik          dig und richtig anzuzeigen. Die nach Landesrecht zu-\nDeutschland befinden.                                     ständige Stelle kann gegenüber dem Betriebsinhaber\neines nach Satz 1 oder 2 befreiten Betriebs die Er-\n§3                                stellung und Bewertung von Stoffstrombilanzen nach\nGrundsätze                            Absatz 2 anordnen, sobald Tatsachen die Annahme\nfür den nachhaltigen                       rechtfertigen, dass der Betrieb die Verpflichtungen\nund ressourceneffizienten                     nach Absatz 1 nicht oder nicht mehr erfüllt.\nUmgang mit Nährstoffen im Betrieb\n§4\n(1) Bei der landwirtschaftlichen Erzeugung ist ein\nnachhaltiger und ressourceneffizienter Umgang mit                                     Ermittlung\nNährstoffen im Betrieb sicherzustellen. Dabei sind                          der dem Betrieb zugeführten\nNährstoffverluste in die Umwelt soweit wie möglich zu              Nährstoffmengen an Stickstoff und Phosphor\nvermeiden.                                                       (1) Der Betriebsinhaber hat die dem Betrieb durch\n(2) Zum Nachweis der Erfüllung der Verpflichtung           Stoffe nach § 2 Nummer 1 und 6 bis 8 des Dünge-\nnach Absatz 1 hat der Betriebsinhaber betriebliche            gesetzes, Futtermittel, Saatgut einschließlich Pflanzgut\nStoffstrombilanzen nach Maßgabe des § 6 zu erstellen          und Vermehrungsmaterial, landwirtschaftliche Nutz-\nund zu bewerten. Hierbei sind die dem Betrieb inner-          tiere, Leguminosen sowie sonstige Stoffe zugeführten\nhalb eines Bezugsjahres nach Satz 3 zugeführten und           Nährstoffmengen an Stickstoff und Phosphor\ndie vom Betrieb abgegebenen Mengen an Stickstoff              1. auf der Grundlage von Belegen, insbesondere Lie-\nund Phosphor nach den Vorgaben der §§ 4 und 5 zu                  ferscheinen oder Rechnungen, für die jeweilige Zu-\nermitteln. Der Betriebsinhaber hat vor dem erstmaligen            fuhr und\nErstellen der jährlichen betrieblichen Stoffstrombilanz\n2. unter Heranziehung des jeweiligen Gehaltes an\ndas Bezugsjahr festzulegen. Als Bezugsjahr ist das\nStickstoff und Phosphor dieser Stoffe und Nutztiere\nvom Betriebsinhaber für die Erstellung des Nährstoff-\nvergleichs nach § 8 Absatz 1 der Düngeverordnung ge-          zu ermitteln. Die Nährstoffzufuhr durch Saatgut ein-\nwählte Düngejahr heranzuziehen. Das nach Satz 3 fest-         schließlich Pflanzgut und Vermehrungsmaterial ist nur\ngelegte Bezugsjahr kann erstmals geändert werden,             für Getreide, Mais, Kartoffeln und Körnerleguminosen\nnachdem für drei Bezugsjahre eine fortgeschriebene            zu ermitteln.\ndreijährige Stoffstrombilanz erstellt worden ist. Im Falle       (2) Die Gehalte an Stickstoff und Phosphor sind vom\neiner Änderung des Bezugsjahres hat der Betriebsinha-         Betriebsinhaber zu ermitteln\nber Stoffstrombilanzen für das bisherige und das geän-\n1. auf Grund vorgeschriebener Kennzeichnung,\nderte Bezugsjahr zu erstellen, bis erstmals eine fortge-\nschriebene dreijährige Stoffstrombilanz für drei auf-         2. auf der Grundlage wissenschaftlich anerkannter\neinanderfolgende geänderte Bezugsjahre erstellt wer-              Messmethoden oder\nden kann.                                                     3. auf der Grundlage von Daten der nach Landesrecht\n(3) Soweit nach dieser Verordnung Nährstoffmengen              zuständigen Stelle.\noder Gehalte an Phosphor zu ermitteln oder aufzu-             Soweit Kennzeichnungen nach Satz 1 Nummer 1 oder\nzeichnen sind, können stattdessen die Nährstoffmen-           Messergebnisse auf der Grundlage von Satz 1 Num-\ngen oder Gehalte an Phosphat ermittelt oder aufge-            mer 2 vorliegen, sind diese für die Ermittlung der Ge-\nzeichnet werden. Für die Umrechnung von Phosphor              halte heranzuziehen. Bei der Ermittlung der Gehalte\nzu Phosphat gilt § 6 Absatz 1 Nummer 3 Buchstabe b            nach Satz 1 Nummer 3 sind mindestens die Werte nach\nder Düngemittelverordnung entsprechend.                       Anlage 1 dieser Verordnung zu berücksichtigen. Im","3944          Bundesgesetzblatt Jahrgang 2017 Teil I Nr. 79, ausgegeben zu Bonn am 22. Dezember 2017\nFalle von Stoffen oder Tierarten, die nicht von Anlage 1      Um Besonderheiten bei bestimmten Betriebstypen, bei\nerfasst sind, sind die von der nach Landesrecht zustän-       der Anwendung bestimmter Düngemittel, beim Anbau\ndigen Stelle herausgegebenen Werte für die Gehalte an         bestimmter Kulturen, der Erzeugung bestimmter Qua-\nStickstoff, Phosphor oder Phosphat heranzuziehen.             litäten, der Haltung und Fütterung bestimmter Tierarten\noder der Nutzung bestimmter Haltungsformen oder\n§5                                nicht zu vertretenden Ernteausfällen Rechnung zu tra-\ngen, darf der Betriebsinhaber unvermeidliche Verluste\nErmittlung\nund erforderliche Zuschläge nach Vorgabe oder in Ab-\nder vom Betrieb abgegebenen\nstimmung mit der nach Landesrecht zuständigen Stelle\nNährstoffmengen an Stickstoff und Phosphor\nberücksichtigen.\n(1) Der Betriebsinhaber hat die vom Betrieb durch              (3) Der Betriebsinhaber hat sicherzustellen, dass im\npflanzliche und tierische Erzeugnisse, Stoffe nach § 2        Durchschnitt der letzten drei Bezugsjahre die nach Ab-\nNummer 1 und 6 bis 8 des Düngegesetzes, Futtermit-            satz 1 in Verbindung mit den Anlagen 2 und 3 ermittelte\ntel, Saatgut einschließlich Pflanzgut und Vermehrungs-        Differenz zwischen Stickstoffzufuhr und Stickstoff-\nmaterial, landwirtschaftliche Nutztiere sowie sonstige        abgabe\nStoffe abgegebenen Nährstoffmengen an Stickstoff\nund Phosphor                                                  1. im Falle des Absatzes 2 Satz 2 Nummer 1 den dort\ngenannten zulässigen Bilanzwert nicht überschreitet,\n1. auf der Grundlage von Belegen, insbesondere Rech-\n2. im Falle des Absatzes 2 Satz 2 Nummer 2 den dort\nnungen oder Lieferscheinen, für die jeweilige Ab-\ngenannten zulässigen dreijährigen Bilanzwert für\ngabe und\nStickstoff um nicht mehr als 10 Prozent überschreitet.\n2. unter Heranziehung des jeweiligen Gehaltes an\n(4) Der Betriebsinhaber hat der nach Landesrecht\nStickstoff und Phosphor dieser Stoffe und Nutztiere\nzuständigen Stelle die Stoffstrombilanzen nach Ab-\nzu ermitteln.                                                 satz 1 und die Bewertung nach Absatz 2 auf Verlangen\n(2) Für die Ermittlung der Gehalte an Stickstoff und       vorzulegen.\nPhosphor gilt § 4 Absatz 2 Satz 1 und 2 entsprechend.             (5) Stellt die nach Landesrecht zuständige Stelle\nBei der Ermittlung der Gehalte auf der Grundlage von          fest, dass die nach Absatz 1 ermittelte Differenz zwi-\nDaten der nach Landesrecht zuständigen Stelle sind            schen Stickstoffzufuhr und Stickstoffabgabe im Durch-\nschnitt der letzten drei Bezugsjahre im Falle des Absat-\n1. für Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft mindes-\nzes 2 Satz 2 Nummer 1 den dort genannten zulässigen\ntens die Werte nach Anlage 1 Tabelle 1, Anlage 2\nBilanzwert überschreitet oder im Falle des Absatzes 2\nZeile 5 bis 9 Spalte 2 bis 3 und Anlage 9 Tabelle 1\nSatz 2 Nummer 2 den dort genannten zulässigen drei-\nder Düngeverordnung und\njährigen Bilanzwert für Stickstoff um mehr als 10 Pro-\n2. in anderen Fällen mindestens die Werte nach An-            zent überschreitet, kann sie anordnen, dass der Be-\nlage 1 dieser Verordnung                                  triebsinhaber innerhalb von sechs Monaten nach der\nzu berücksichtigen. Im Falle von Stoffen oder Tierarten,      Feststellung an einer von der nach Landesrecht zustän-\ndie nicht von den in Satz 2 genannten Anlagen erfasst         digen Stelle anerkannten Beratung teilzunehmen hat.\nsind, sind die von der nach Landesrecht zuständigen           Hierbei hat sie insbesondere zu berücksichtigen, ob\nStelle herausgegebenen Werte für die Gehalte an Stick-        die Nährstoffabgabe durch nicht zu vertretende Um-\nstoff, Phosphor oder Phosphat heranzuziehen.                  stände wie Unwetter, Seuchen oder andere unwägbare\nEreignisse erheblich verringert worden ist oder die\nÜberschreitung des jeweils zulässigen Bilanzwertes\n§6\nauf Besonderheiten bei bestimmten Betriebstypen, bei\nErstellung                           der Anwendung bestimmter Düngemittel, beim Anbau\nund Bewertung der                          bestimmter Kulturen, der Erzeugung bestimmter Quali-\nbetrieblichen Stoffstrombilanzen                  täten, der Haltung und Fütterung bestimmter Tierarten\n(1) Der Betriebsinhaber hat jährlich spätestens            oder der Nutzung bestimmter Haltungsformen beruht.\nsechs Monate nach Ablauf des nach § 3 Absatz 2 Satz 3         Die Teilnahme ist der nach Landesrecht zuständigen\nfestgelegten Bezugsjahres eine betriebliche Stoffstrom-       Stelle vom Betriebsinhaber innerhalb von zwei Wochen\nbilanz nach Maßgabe der Anlage 2 zu erstellen und zu          nach der Teilnahme nachzuweisen.\neiner jährlich fortgeschriebenen dreijährigen Stoff-              (6) Die Verpflichtungen nach den Absätzen 2 und 3\nstrombilanz nach Anlage 3 zusammenzufassen.                   gelten bis zum 31. Dezember 2022.\n(2) Der Betriebsinhaber hat jährlich spätestens\n§7\nsechs Monate nach Ablauf des nach § 3 Absatz 2 Satz 3\nfestgelegten Bezugsjahres die betrieblichen Stoff-                                  Aufzeichnungen\nstrombilanzen für Stickstoff zu bewerten. Hierbei hat er          (1) Der Betriebsinhaber hat aufzuzeichnen:\n1. einen zulässigen Bilanzwert von 175 Kilogramm              1. spätestens drei Monate nach der jeweiligen Zufuhr\nStickstoff je Hektar und Jahr zugrunde zu legen oder           die nach § 4 Absatz 1 Satz 1 dem Betrieb zugeführ-\n2. jährlich spätestens sechs Monate nach Ablauf des                ten Nährstoffmengen an Stickstoff und Phosphor\nBezugsjahres den für den Betrieb zulässigen Bilanz-            einschließlich der zu ihrer Ermittlung nach § 4 Ab-\nwert für Stickstoff nach den Vorgaben der Anlage 4             satz 2 Satz 1 angewendeten Verfahren,\nzu ermitteln und zu einem jährlich fortgeschriebenen      2. spätestens drei Monate nach der jeweiligen Abgabe\nzulässigen dreijährigen Bilanzwert nach Anlage 3               die nach § 5 Absatz 1 vom Betrieb abgegebenen\nzusammenzufassen.                                              Nährstoffmengen an Stickstoff und Phosphor ein-","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2017 Teil I Nr. 79, ausgegeben zu Bonn am 22. Dezember 2017               3945\nschließlich der zu ihrer Ermittlung nach § 5 Absatz 2     der genannten Aufzeichnungen und Stoffstrombilanzen\nin Verbindung mit § 4 Absatz 2 Satz 1 und 2 ange-         zu erlassen, soweit dies zur Überwachung der Einhal-\nwendeten Verfahren,                                       tung der Anforderungen nach dieser Verordnung erfor-\n3. spätestens sechs Monate nach Ablauf des nach § 3           derlich ist.\nAbsatz 2 Satz 3 festgelegten Bezugsjahres die Aus-\ngangsdaten und Ergebnisse der betrieblichen Stoff-                                     §8\nstrombilanzen nach § 6 Absatz 1 in Verbindung mit\nOrdnungswidrigkeiten\nden Anlagen 2 und 3 sowie die Bewertung nach § 6\nAbsatz 2, im Falle des § 6 Absatz 2 Satz 2 Nummer 2          (1) Ordnungswidrig im Sinne des § 14 Absatz 2\neinschließlich der Bilanzwertermittlungen.                Nummer 1 Buchstabe a des Düngegesetzes handelt,\n(2) Der Betriebsinhaber hat die Aufzeichnungen nach        wer vorsätzlich oder fahrlässig einer vollziehbaren An-\nAbsatz 1 und die den Aufzeichnungen zugrunde liegen-          ordnung nach § 6 Absatz 5 Satz 1 zuwiderhandelt.\nden Belege sieben Jahre nach Ablauf des nach § 3 Ab-             (2) Ordnungswidrig im Sinne des § 14 Absatz 2\nsatz 2 Satz 3 festgelegten Bezugsjahres aufzubewah-           Nummer 1 Buchstabe c des Düngegesetzes handelt,\nren und der nach Landesrecht zuständigen Stelle auf           wer vorsätzlich oder fahrlässig\nVerlangen vorzulegen.\n1. entgegen § 7 Absatz 1 eine Aufzeichnung nicht,\n(3) Den Landesregierungen wird die Befugnis über-\nnicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig\ntragen, durch Rechtsverordnung auf Grund des § 11a\nerstellt,\nAbsatz 2 Satz 4 bis 6 des Düngegesetzes Regelungen\nüber Vorlage-, Melde- oder Mitteilungspflichten im Zu-        2. entgegen § 7 Absatz 2 eine Aufzeichnung oder einen\nsammenhang mit den Stoffstrombilanzen nach § 6, den               dort genannten Beleg nicht oder nicht mindestens\nAufzeichnungen und den ihnen zugrunde liegenden Be-               sieben Jahre aufbewahrt oder nicht oder nicht recht-\nlegen nach den Absätzen 1 und 2 sowie über die Form               zeitig vorlegt.","3946          Bundesgesetzblatt Jahrgang 2017 Teil I Nr. 79, ausgegeben zu Bonn am 22. Dezember 2017\nAnlage 1\n(zu § 4 Absatz 2 Satz 3 und 4 und § 5 Absatz 2 Satz 2 Nummer 2)\nStickstoff- und Phosphor-/Phosphatgehalte\nin pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen, Futtermitteln, Saatgut einschließlich Pflanzgut\nund Vermehrungsmaterial, landwirtschaftlichen Nutztieren sowie Stickstoffzufuhr durch Leguminosen\nTabelle 1\nNährstoffgehalte pflanzlicher Erzeugnisse aus Ackerkulturen\nsowie in Saatgut einschließlich Pflanzgut und Vermehrungsmaterial\n%                kg       kg     kg\nHNV1\nKultur                     Ernteprodukt               TM               N/dt    P2O5/dt P/dt\n1:x\ni. d. FM             FM       FM     FM\nGetreide, Körnermais\nWeizen                          Korn (12 % RP2)                     86       –        1,81    0,80   0,35\nStroh                               86       –        0,50    0,30   0,13\nKorn + Stroh3                        –      0,8       2,21    1,04   0,45\nKorn (14 % RP2)                     86       –        2,11    0,80   0,35\nStroh                               86       –        0,50    0,30   0,13\nKorn + Stroh3                        –      0,8       2,51    1,04   0,45\nKorn (16 % RP2)                     86       –        2,41    0,80   0,35\nStroh                               86       –        0,50    0,30   0,13\nKorn + Stroh3                        –      0,8       2,81    1,04   0,45\nWintergerste                    Korn (12 % RP2)                     86       –        1,65    0,80   0,35\nStroh                               86       –        0,50    0,30   0,13\nKorn + Stroh3                        –      0,7       2,00    1,01   0,44\nKorn (13 % RP2)                     86       –        1,79    0,80   0,35\nStroh                               86       –        0,50    0,30   0,13\nKorn + Stroh3                        –      0,7       2,14    1,01   0,44\nRoggen                          Korn (11 % RP2)                     86       –        1,51    0,80   0,35\nStroh                               86       –        0,50    0,30   0,13\nKorn + Stroh3                        –      0,9       1,96    1,07   0,47\nKorn (12 % RP2)                     86       –        1,65    0,80   0,35\nStroh                               86       –        0,50    0,30   0,13\nKorn + Stroh3                        –      0,9       2,10    1,07   0,47\nWintertriticale                 Korn (12 % RP2)                     86       –        1,65    0,80   0,35\nStroh                               86       –        0,50    0,30   0,13\nKorn + Stroh3                        –      0,9       2,10    1,07   0,47\nKorn (13 % RP2)                     86       –        1,79    0,80   0,35\nStroh                               86       –        0,50    0,30   0,13\nKorn + Stroh3                        –      0,9       2,24    1,07   0,47\nSommerfuttergerste              Korn (12 % RP2)                     86       –        1,65    0,80   0,35\nStroh                               86       –        0,50    0,30   0,13\nKorn + Stroh3                        –      0,8       2,05    1,04   0,46\nKorn (13 % RP2)                     86       –        1,79    0,80   0,35\nStroh                               86       –        0,50    0,30   0,13\nKorn + Stroh3                        –      0,8       2,19    1,04   0,46","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2017 Teil I Nr. 79, ausgegeben zu Bonn am 22. Dezember 2017    3947\n%                kg       kg     kg\nHNV1\nKultur                      Ernteprodukt               TM               N/dt    P2O5/dt P/dt\n1:x\ni. d. FM             FM       FM     FM\nBraugerste                     Korn (10 % RP2)                     86       –        1,38    0,80   0,35\nStroh                               86       –        0,50    0,30   0,13\nKorn + Stroh3                        –      0,7       1,73    1,01   0,44\nKorn (11 % RP2)                     86       –        1,51    0,80   0,35\nStroh                               86       –        0,50    0,30   0,13\nKorn + Stroh3                        –      0,7       1,86    1,01   0,44\nHafer                          Korn (11 % RP2)                     86       –        1,51    0,80   0,35\nStroh                               86       –        0,50    0,30   0,13\nKorn + Stroh3                        –      1,1       2,06    1,13   0,49\nKorn (12 % RP2)                     86       –        1,65    0,80   0,35\nStroh                               86       –        0,50    0,30   0,13\nKorn + Stroh3                        –      1,1       2,20    1,13   0,49\nGetreide                       Ganzpflanze                         35       –        0,56    0,23   0,10\nKörnermais                     Korn (10 % RP2)                     86       –        1,38    0,80   0,35\nStroh                               86       –        0,90    0,20   0,09\nKorn + Stroh3                        –      1         2,28    1,00   0,44\nKorn (11 % RP2)                     86       –        1,51    0,80   0,35\nStroh                               86       –        0,90    0,20   0,09\nKorn + Stroh3                        –      1         2,41    1,00   0,44\nEinjährige Körnerleguminosen\nAckerbohne                     Korn (30 % RP2)                     86       –        4,10    1,20   0,52\nStroh                               86       –        1,50    0,30   0,13\nKorn + Stroh3                        –      1         5,60    1,50   0,65\nErbse                          Korn (26 % RP2)                     86       –        3,60    1,10   0,48\nStroh                               86       –        1,50    0,30   0,13\nKorn + Stroh3                        –      1         5,10    1,40   0,61\nLupine blau                    Korn (33 % RP2)                     86       –        4,48    1,02   0,45\nStroh                               86       –        1,50    0,30   0,13\nKorn + Stroh3                        –      1         5,98    1,32   0,58\nSojabohne                      Korn (32 % RP2)                     86       –        4,40    1,50   0,66\nStroh                               86       –        1,50    0,30   0,13\nKorn + Stroh3                        –      1         5,90    1,80   0,79\nÖlfrüchte\nRaps                           Korn (23 % RP2)                     91       –        3,35    1,80   0,78\nStroh                               86       –        0,70    0,40   0,17\nKorn + Stroh3                        –      1,7       4,54    2,48   1,07","3948        Bundesgesetzblatt Jahrgang 2017 Teil I Nr. 79, ausgegeben zu Bonn am 22. Dezember 2017\n%                kg       kg     kg\nHNV1\nKultur                     Ernteprodukt               TM               N/dt    P2O5/dt P/dt\n1:x\ni. d. FM             FM       FM     FM\nSonnenblume                   Korn (20 % RP2)                     91       –        2,91    1,60   0,70\nStroh                               86       –        1,00    0,90   0,40\nKorn + Stroh3                        –      2         4,91    3,40   1,50\nSenf                          Korn                                91       –        5,08    1,77   0,77\nStroh                               86       –        0,70    0,40   0,17\nKorn + Stroh3                        –      1,5       6,13    2,37   1,03\nÖllein                        Korn                                91       –        3,50    1,20   0,52\nStroh                               86       –        0,53    0,20   0,09\nKorn + Stroh3                        –      1,5       4,30    1,50   0,65\nFaserpflanzen\nFlachs (Faserlein)            Ganzpflanze                         86       –        1,00    0,64   0,28\nHanf (100-150 dt/ha TM)       Ganzpflanze                         40       –        0,40    0,30   0,13\nMiscanthus                    Ganzpflanze                         80       –        0,15    0,12   0,05\n(150-200 dt/ha TM)\nHackfrüchte\nKartoffel                     Knolle                              22       –        0,35    0,14   0,06\nKraut                               15       –        0,20    0,04   0,02\nKnolle + Kraut3                      –      0,2       0,39    0,15   0,07\nZuckerrübe                    Rübe                                23       –        0,18    0,10   0,04\nBlatt                               18       –        0,40    0,11   0,05\nRübe + Blatt3                        –      0,7       0,46    0,18   0,08\nGehaltsrübe                   Rübe                                15       –        0,18    0,09   0,04\nBlatt                               16       –        0,30    0,08   0,03\nRübe + Blatt3                        –      0,4       0,30    0,12   0,05\nMassenrübe                    Rübe                                12       –        0,14    0,07   0,03\nBlatt                               16       –        0,25    0,06   0,02\nRübe + Blatt3                        –      0,4       0,24    0,09   0,04\nFutterpflanzen\nSilomais                      Ganzpflanze                         28       –        0,38    0,16   0,07\nSilomais                      Ganzpflanze                         35       –        0,47    0,18   0,08\nRotklee                       Ganzpflanze                         20       –        0,65    0,13   0,06\nLuzerne                       Ganzpflanze                         20       –        0,65    0,14   0,06\nKleegras                      Ganzpflanze                         20       –        0,58    0,14   0,06\nLuzernegras                   Ganzpflanze                         20       –        0,58    0,15   0,07\nWeidelgras (Ackergras)        Ganzpflanze                         20       –        0,53    0,16   0,07\nFutterzwischenfrüchte         Ganzpflanze                         15       –        0,43    0,13   0,06\nVermehrungspflanzen\nGrassamenvermehrung           Samen                               86       –        2,20    0,70   0,31\nStroh                               86       –        1,50    0,35   0,15\nSamen + Stroh3                       –      8       14,20     3,50   1,54","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2017 Teil I Nr. 79, ausgegeben zu Bonn am 22. Dezember 2017                3949\n%                 kg    kg          kg\nHNV1\nKultur                            Ernteprodukt                 TM                N/dt P2O5/dt      P/dt\n1:x\ni. d. FM             FM     FM          FM\nKlee-, Luzernevermehrung             Samen                                    91      –         5,50  1,46        0,64\nStroh                                    86      –         1,50  0,30        0,13\nSamen + Stroh3                            –     8         17,50  3,86        1,70\n1\nHaupternteprodukt-Nebenernteprodukt-Verhältnis.\n2\nRohproteingehalt in der TM (Trockenmasse).\n3\nNährstoffgehalt Haupternte- und Nebenernteprodukt bezogen auf Haupternteprodukt.\nTabelle 2\nNährstoffgehalte von Gemüsekulturen und Erdbeeren\nKultur                                                                Nährstoffgehalt\nStickstoffgehalt         kg N/100 dt        kg P2O5/100 dt     kg P/100 dt\nin kg N/100 dt                FM1                FM1                FM1\nFM1                Haupternte-          Haupternte-      Haupternte-\nGanzpflanze              produkt            produkt           produkt\nBlumenkohl                                     31,4                     28               10,30               4,53\nBrokkoli                                       37,1                     45               14,90               6,56\nBuschbohne                                     34,7                     25                9,20               4,05\nChicorée                                       25                       25               12,10               5,32\nChinakohl                                      16,3                     15                9,20               4,05\nDill, Frischmarkt                              30                       30                9,20               4,05\nDill, Industrieware                            30                       30                9,20               4,05\nErdbeeren                                       –                       17                5,00               2,20\nFeldsalat                                      45                       45                9,90               4,36\nFeldsalat, großblättrig                        45                       45                9,90               4,36\nGemüseerbse                                    52                      100               22,90             10,08\nGrünkohl                                       46,2                     49               16,30               7,17\nGurke, Einleger                                17,1                     15                6,90               3,04\nKnollenfenchel                                 24,3                     20                6,90               3,04\nKohlrabi                                       29,8                     28               10,30               4,53\nKohlrübe                                        –                       26               11,50               5,06\nKürbis                                         25                       25               20,60               9,06\nMairüben (mit Laub)                            17                       17               10,30               4,53\nMöhre, Bund-                                   17                       17                8,20               3,61\nMöhre, Industrie                               17,3                     13                8,00               3,52\nMöhre, Wasch-                                  16,8                     13                8,00               3,52\nPastinake                                      33,3                     25               23,60             10,38\nPetersilie, Blatt-, bis 1. Schnitt             45                       45               11,50               5,06\nPetersilie, Blatt-, nach einem                 43,6                     45               11,50               5,06\nSchnitt\nPetersilie, Wurzel-                            42                       42               13,70               6,03\nPorree                                         27                       25                8,00               3,52\nRadies                                         20                       20                6,90               3,04\nRettich, Bund-                                 17                       17                7,60               3,34\nRettich, deutsch                               17,1                     14                8,00               3,52","3950          Bundesgesetzblatt Jahrgang 2017 Teil I Nr. 79, ausgegeben zu Bonn am 22. Dezember 2017\nKultur                                                        Nährstoffgehalt\nStickstoffgehalt        kg N/100 dt      kg P2O5/100 dt      kg P/100 dt\nin kg N/100 dt              FM1               FM1                FM1\nFM1               Haupternte-       Haupternte-        Haupternte-\nGanzpflanze              produkt           produkt            produkt\nRettich, japanisch                      13,1                    10               6,00               2,64\nRhabarber ab Ertragsbeginn                –                     18               4,80               2,11\nRosenkohl                               46,9                    65              19,50               8,58\nRote Rüben                              27                      28              11,50               5,06\nRotkohl                                 25,6                    22               8,00               3,52\nRucola, Feinware                        36,7                    40              10,30               4,53\nRucola, Grobware                        36,7                    40              10,30               4,53\nSalate, Baby Leaf Lettuce               35                      35               8,00               3,52\nSalate, Blatt-, grün (Lollo,            19                      19               6,90               3,04\nEichblatt, Krul)\nSalate, Blatt-, rot (Lollo,             19                      19               6,90               3,04\nEichblatt, Krul)\nSalate, Eissalat                        15,5                    14               5,70               2,51\nSalate, Endivien, Frisée                25                      25               6,00               2,64\nSalate, Endivien, glattblättrig         20                      20               6,00               2,64\nSalate, Kopfsalat                       18                      18               6,90               3,04\nSalate, Radicchio                       25                      25               9,20               4,05\nSalate, verschiedene Arten              19                      19               6,90               3,04\nSalate, Romana                          20                      20               9,20               4,05\nSalate, Romana Herzen                   26,8                    24               9,20               4,05\nSalate, Zuckerhut                       20                      20              11,50               5,06\nSchnittlauch, gesät, bis                50                      50              13,70               6,03\n1. Schnitt\nSchnittlauch, gesät, nach               50                      50              13,70               6,03\neinem Schnitt\nSchnittlauch, Anbau für                 50                      50              13,70               6,03\nTreiberei\nSchwarzwurzel                           23,8                    23              16,00               7,04\nSellerie, Bund-                         27                      27              12,60               5,54\nSellerie, Knollen-                      26,7                    25              14,90               6,56\nSellerie, Stangen-                      25                      25              11,50               5,06\nSpargel ab                                –                     26               8,20               3,61\nErtragsbeginn\nSpinat, Blatt-, FM, Baby                45                      45              11,50               5,06\nSpinat, Blatt-, Standard                40                      40              11,50               5,06\nSpinat, Hack, Standard                  36                      36              11,50               5,06\nStangenbohne, Standard                  29,5                    25               9,20               4,05\nTeltower Rübchen (Herbst-               32,5                    45              24,10              10,60\nanbau)\nWeißkohl, Frischmarkt                   24,2                    20               7,30               3,21\nWeißkohl, Industrie                     23,3                    20               7,30               3,21\nWirsing                                 37,5                    35              11,50               5,06\nZucchini                                23                      16               6,00               2,64","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2017 Teil I Nr. 79, ausgegeben zu Bonn am 22. Dezember 2017                    3951\nKultur                                                                 Nährstoffgehalt\nStickstoffgehalt         kg N/100 dt           kg P2O5/100 dt         kg P/100 dt\nin kg N/100 dt               FM1                     FM1                  FM1\nFM1                Haupternte-             Haupternte-          Haupternte-\nGanzpflanze               produkt                 produkt              produkt\nZuckermais                                 31,7                     35                    16,00                 7,04\nZwiebel, Bund-                             20                       20                     6,00                 2,64\nZwiebel, Trocken-                          22,4                     18                     8,00                 3,52\n1\nFM = Frischmasse.\nTabelle 3\nErträge und Nährstoffgehalte, Grünland\nAnzahl Nutzungen               Ernteprodukt                            Nährstoffgehalt in kg/dt TM1\nN                     P2O5                   P\n1 Nutzung (40 dt/ha TM1)            Ganzpflanze                   1,38                    0,50                 0,22\n2 Nutzungen (55 dt/ha TM1)          Ganzpflanze                   1,82                    0,65                 0,29\n3 Nutzungen (80 dt/ha TM1)          Ganzpflanze                   2,40                    0,71                 0,31\n4 Nutzungen (90 dt/ha TM1)          Ganzpflanze                   2,70                    0,81                 0,36\n5 Nutzungen (110 dt/ha TM1)         Ganzpflanze                   2,80                    0,87                 0,38\n1\nTM = Trockenmasse.\nTabelle 4\nNährstoffgehalte von Einzelfuttermitteln\nTM-                  N                  P2O5              P\nEinzelfuttermittel                    Gehalt %            kg/t TM              kg/t TM         kg/t TM\nAltbrot                                                  65                  24,0                  3,0             1,3\nApfeltrester1                                            22                  13,3                  4,0             1,8\nBierhefe, flüssig1                                       10                  84,0                26,0            11,4\nBiertreber, siliert                                      25                  40,0                13,7              6,0\nCCM2                                                     60                  16,8                  6,8             3,0\nFischmehl                                                91                 100,8                75,6            33,3\nGetreide, GPS1                                           35                  16,0                  6,6             2,9\nGetreideschlempe, frisch (Weizen)                        60                  57,6                11,5              5,0\nGetreideschlempe, getrocknet (Weizen)                    92                  61,1                20,6              9,1\nHaferschälkleie                                          90                  11,2                  3,9             1,7\nKartoffeleiweiß                                          90                 134,4                11,5              5,0\nKartoffelpülpe, siliert                                  18                    7,8                 6,4             2,8\nKartoffelschlempe, frisch                                 5,5                52,8                15,3              6,8\nLeinextraktionsschrot                                    89                  60,1                22,0              9,7\nLeinkuchen                                               90                  59,2                20,6              9,1\nLuzernegrünmehl                                          90                  29,6                  8,0             3,5\nMagermilch, frisch                                        8,5                57,6                22,9            10,1\nMaiskeimextraktionsschrot                                89                  40,0                16,0              7,1\n(aus der Stärkeindustrie)\nMaiskleberfutter (23-35 % RP)                            90                  40,0                19,5              8,6\nMalzkeime                                                92                  47,2                18,3              8,1\nManiok                                                   88                    4,3                 2,3             1,0","3952            Bundesgesetzblatt Jahrgang 2017 Teil I Nr. 79, ausgegeben zu Bonn am 22. Dezember 2017\nTM-              N             P2O5                 P\nEinzelfuttermittel                          Gehalt %        kg/t TM          kg/t TM            kg/t TM\nMelasseschnitzel                                                91              16,0             1,8                0,8\nMolke, Permeat1                                                  5               6,7           30,7               13,5\nPressschnitzel, siliert                                         27              13,6             2,3                1,0\nRapsextraktionsschrot                                           89              61,0           27,5               12,1\nRapskuchen, fettarm                                             90              58,6           27,5               12,1\nRoggengrießkleie                                                88              25,6           22,9               10,1\nRoggenkleie                                                     88              25,9           25,4               11,2\nRübenkleinteile1                                                17              12,0             4,8                2,1\nSojaextraktionsschrot 48 % RP                                   88              87,2           17,2                 7,6\n(HP, aus geschälter Saat)\nSojaextraktionsschrot 44 % RP                                   88              80,0           16,7                 7,4\n(aus ungeschälter Saat)\nSojaschalen                                                     88              21,6             3,7                1,6\nSonnenblumenextraktionsschrot,                                  89              60,8           25,2               11,1\naus teilgeschälter Saat\nSonnenblumen, GPS2                                              35              13,4             5,6                2,5\nSauermolke, frisch                                               6,4            15,8           27,5               12,1\nSüßmolke, frisch                                                 6              21,6           15,3                 6,8\nTrockenschnitzel                                                90              13,3             2,3                1,0\nVollmilch, frisch                                               13,5            41,6           16,7                 7,4\nWeizengrießkleie                                                87,5            28,2           24,1               10,6\nWeizenkleie                                                     88              25,6           29,8               13,1\nWeizennachmehl                                                  87              30,4           16,0                 7,1\nZuckerrübenmelasse                                              78              21,6             1,1                0,5\nQuelle: Staudacher und Potthast (2014), DLG-Futterwerttabellen, Schweine.\n1\nQuelle: Landesanstalt für Landwirtschaft Bayern, eigene Untersuchungen.\n2\nQuelle: BMEL-UAG Datengrundlagen.\nTabelle 5\nNährstoffgehalte tierischer Erzeugnisse, von Zuchttieren (ggf. auch tote Tiere) sowie Schlachtgewicht\nN         P2O5     P         Schlachtgewicht in % Lebendgewicht\nmännl.     weibl.\nkg/t         kg/t   kg/t      alle                           Milchkühe\nTiere       Tiere\nKuhmilch 3,2 % RP                                       5,0         2,3    1,0\nKuhmilch 3,4 % RP                                       5,3         2,3    1,0\nKuhmilch 3,6 % RP                                       5,6         2,3    1,0\nStutenmilch                                             3,5         1,4    0,6\nRind, milchbetont                                      25,0        13,7    6,0                  561        541         461\nRind, fleischbetont                                    27,0        14,9    6,5                  581        561         501\nSchweine                                               25,6        11,7    5,1       792\nSchafe                                                 26,0        13,7    6,0       482\nZiegen                                                 26,0        13,7    6,0       482","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2017 Teil I Nr. 79, ausgegeben zu Bonn am 22. Dezember 2017                                       3953\nN           P2O5            P              Schlachtgewicht in % Lebendgewicht\nmännl.       weibl.\nkg/t         kg/t          kg/t            alle                                Milchkühe\nTiere       Tiere\nPferde bis 5 Monate                                    27,0        20,6           9,0\nPferde 5–36 Monate                                     30,0        17,4           7,6\nLegehennen                                             35,0        12,8           5,6\nMasthähnchen                                           30,0          9,2          4,0\nPuten                                                  33,0        11,7           5,1\nEnten                                                  30,0        11,5           5,0\nGänse                                                  30,0        12,1           5,3\nKaninchen                                              30,0        14,9           6,5\nGehegewild                                             26,0        13,7           6,0\nHühnerei 1 000 Stück (à 62,5 g)                         1,19         0,26         0,11\nSchafwolle                                           128,0           0,9          0,4\nQuelle: DLG (2014): Bilanzierung der Nährstoffausscheidungen landwirtschaftlicher Nutztiere, Arbeiten der DLG, Band 199, S. 14, 2. Auflage.\n1\nQuelle: Landwirtschaftskammer NRW.\n2\nQuelle: Landesanstalt für Landwirtschaft Bayern.\nTabelle 6\nStickstoffzufuhr durch Leguminosen\nSymbiotische N-Bindung\nKultur                           Haupternteprodukt                                  Mittl. Ertrag           bezogen auf\nHaupternteprodukt\nkg N/dt FM2\nTM1 %            dt/ha FM2         kg N/ha\nErnteprodukt\nKörner\nAckerbohne                             Korn (30 % RP)                                 86                 35             175            5,00\nErbse                                  Korn (26 % RP)                                 86                 35             154            4,40\nLinse                                  Korn (26 % RP)                                 86                 15              65            4,35\nLupine, blau                           Korn (33 % RP)                                 86                 30             150            5,00\nSojabohnen                             Korn (32 % RP)                                 86                 20             106            5,30\nTrockenspeiseerbse                     Korn (26 % RP)                                 86                 35             152            4,35\nWicke                                  Korn (26 % RP)                                 86                 15              66            4,39\nGanzpflanze\nAckerbohne                             Ganzpflanze                                    20               250               95            0,38\nEsparsette                             Ganzpflanze                                    20               200               94            0,47\nFuttererbse                            Ganzpflanze                                    20               250               95            0,38\nKlee                                   Ganzpflanze                                    20               450              293            0,65\nKlee : Gras (50:50)                    Ganzpflanze                                    20               500              165            0,33\nKlee : Gras (70:30)                    Ganzpflanze                                    20               500              230            0,46\nKleegras (30:70)                       Ganzpflanze                                    20               450               90            0,2\nLupine, Futter                         Ganzpflanze                                    20               250               95            0,38\nLuzerne                                Ganzpflanze                                    20               400              260            0,65","3954           Bundesgesetzblatt Jahrgang 2017 Teil I Nr. 79, ausgegeben zu Bonn am 22. Dezember 2017\nSymbiotische N-Bindung\nKultur                  Haupternteprodukt                      Mittl. Ertrag       bezogen auf\nHaupternteprodukt\nkg N/dt FM2\nTM1 %     dt/ha FM2      kg N/ha\nErnteprodukt\nLuzerne : Gras (50:50)          Ganzpflanze                          20          500          165          0,33\nLuzerne : Gras (70:30)          Ganzpflanze                          20          500          230          0,46\nLuzernegras (30:70)             Ganzpflanze                          20          530          106          0,2\nSerradella                      Ganzpflanze                          20          150           57          0,38\nSonst. einjährige               Ganzpflanze                          20          250           95          0,38\nLeguminosenfutterpflanzen\nWicke, Futter                   Ganzpflanze                          20          200           76          0,38\n1\nTM = Trockenmasse.\n2\nFM = Frischmasse.","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2017 Teil I Nr. 79, ausgegeben zu Bonn am 22. Dezember 2017                                 3955\nAnlage 2\n(zu § 6 Absatz 1 und 3 und § 7 Absatz 1 Nummer 3)\nJährliche betriebliche Stoffstrombilanz\nfür Stickstoff (N) oder Phosphor (P) / Phosphat (P2O5)\n(Nährstoff unterstreichen)\nTabelle 1\nErfassung der Hintergrunddaten für die betriebliche Stoffstrombilanz\n1. Eindeutige Bezeichnung des Betriebs:\n2. Landwirtschaftlich genutzte Fläche des Betriebs in Hektar:\n3. Anzahl der im Betrieb gehaltenen Großvieheinheiten in GV:\n4. Tierbesatzdichte im Betrieb in GV je Hektar:\n5. Beginn des nach § 3 Absatz 2 Satz 3 festgelegten Bezugsjahres:\n6. Ende des nach § 3 Absatz 2 Satz 3 festgelegten Bezugsjahres:\n7. Datum der Erstellung:\nTabelle 2\nErfassung der Daten für die betriebliche Stoffstrombilanz\n1                                  2                               3                                4\nNährstoff                                                        Nährstoff\nZufuhr                                                             Abgabe\nin kg                                                            in kg\n1. Düngemittel insgesamt                                                   Pflanzliche Erzeugnisse\n2.      davon Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft                        Tierische Erzeugnisse\n3.      davon sonstige organische Düngemittel                              Düngemittel insgesamt\n4. Bodenhilfsstoffe                                                            davon Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft\n5. Kultursubstrate                                                             davon sonstige organische Düngemittel\n6. Pflanzenhilfsmittel                                                     Bodenhilfsstoffe\n7. Futtermittel                                                            Kultursubstrate\n8. Saatgut einschließlich Pflanzgut und Ver-                               Pflanzenhilfsmittel\nmehrungsmaterial\n9. Landwirtschaftliche Nutztiere                                           Futtermittel\n10. Stickstoffzufuhr durch Leguminosen                                      Saatgut einschließlich Pflanzgut und Ver-\nmehrungsmaterial\n11. Sonstige Stoffe                                                         Landwirtschaftliche Nutztiere\n12.                                                                         Sonstige Stoffe\n13. Summe der Nährstoffzufuhr je Betrieb                                    Summe der Nährstoffabgabe je Betrieb in\nin kg Nährstoff aus Zeilen 1 und 4 bis 11                             kg Nährstoff aus Zeilen 1 bis 3 und 6 bis 12\n14. Summe der Nährstoffzufuhr je Betrieb                                    Summe der Nährstoffabgabe\nin kg Nährstoff je Hektar1                                            je Betrieb in kg Nährstoff je Hektar1\n15. Differenz zwischen Nährstoffzufuhr und\nNährstoffabgabe in kg Nährstoff je Betrieb\n16. Differenz zwischen Nährstoffzufuhr und\nNährstoffabgabe in kg Nährstoff je Hektar1\n17. Stickstoffdeposition im Betrieb über den\nLuftpfad in kg N je Hektar2\n1\nNicht bei Betrieben ohne landwirtschaftlich genutzte Flächen.\n2\nDie Stickstoffdeposition ist auf der Grundlage des letzten gültigen Hintergrundbelastungsdatensatzes Stickstoffdeposition des Umweltbundes-\namtes (http://gis.uba.de/webseite/depo1) am Betriebssitz zu ermitteln.","Anlage 3\n(zu § 6 Absatz 1 bis 3 und § 7 Absatz 1 Nummer 3)                                                                                                                                                   3956\nDreijährige betriebliche Stoffstrombilanz\ngleitende Mittelwerte für Stickstoff und Phosphor\nBundesgesetzblatt Jahrgang 2017 Teil I Nr. 79, ausgegeben zu Bonn am 22. Dezember 2017\nTabelle 1\nErfassung der Hintergrunddaten für die dreijährige betriebliche Stoffstrombilanz\n1.     Eindeutige Bezeichnung des Betriebs:\n2.     Beginn des ersten nach § 3 Absatz 2 Satz 3 festgelegten Bezugsjahres:\n3.     Ende des letzten nach § 3 Absatz 2 Satz 3 festgelegten Bezugsjahres:\n4.     Datum der Erstellung:\nTabelle 2\nBetriebliche Stoffstrombilanz im Durchschnitt mehrerer aufeinanderfolgender Jahre nach Anlage 2\nPhosphor / Phosphat\nStickstoff\n(Nährstoff unterstreichen)\nin Kilogramm je Betrieb oder Kilogramm je Hektar01\nin Kilogramm je Betrieb oder Kilogramm je Hektar01\nZulässiger\nBezugsjahr1       LF (ha)   GV       Zufuhr          Abgabe           Differenz2                         Zufuhr           Abgabe           Differenz2\nBilanzwert3\n1.     1. Bezugsjahr\n2.     2. Bezugsjahr\n3.     3. Bezugsjahr\n4.     Betriebsdurchschnitt\n01\nZutreffendes unterstreichen.\n1\nNach § 3 Absatz 2 Satz 3 festgelegtes Bezugsjahr.\n2\nDifferenz im Kalender- bzw. Wirtschaftsjahr in Kilogramm.\n3\n175 kg N je Hektar oder Wert aus Anlage 4 Tabelle 1 Zeile 9.","Anlage 4\n(zu § 6 Absatz 2 Satz 2 Nummer 2)\nErmittlung des für den Betrieb zulässigen Bilanzwertes für Stickstoff\nTabelle 1\nBundesgesetzblatt Jahrgang 2017 Teil I Nr. 79, ausgegeben zu Bonn am 22. Dezember 2017\nBerechnung des zulässigen Bilanzwertes für Stickstoff1\nBeschreibung                                               ha bzw. kg N je Betrieb                                                                   Wert in kg N je Betrieb\n1.   Zulässiger Stickstoffüberschuss je Hektar nach der Landwirtschaftlich genutzte Fläche nach Anlage 3                             × 50 kg N/ha5                      =\nDüngeverordnung                                    in Hektar\n2.   Stickstoffverluste im Stall und bei der Lagerung von Stickstoffausscheidung der Tierhaltung nach der                            × Wert aus Tabelle 22      / 100 =\nWirtschaftsdüngern in tierhaltenden Betrieben        Düngeverordnung2\n3.   Stickstoffverluste bei der Lagerung von Gär-        Stickstoffzufuhr über Substrate pflanzlicher                                × 5                        / 100 =\nsubstraten pflanzlicher Herkunft in Biogasbetrieben Herkunft in die Biogasanlage3\n4.   Stickstoffverluste bei der Lagerung von Gär-                    Stickstoffzufuhr über Substrate in die                          × Wert aus Tabelle 2       / 100 =\nrückständen in Biogasbetrieben                                  Biogasanlage3\n5.   Stickstoffverluste bei der Aufbringung von                      Stickstoffaufbringung mit betriebseigenen                       × Wert aus Tabelle 3       / 100 =\nbetriebseigenen organischen Düngemitteln                        organischen Düngemitteln4\n6.   Stickstoffverluste bei der Aufbringung von                      Stickstoffaufbringung mit aufgenommenen                         × Wert aus Tabelle 3       / 100 =\naufgenommenen organischen Düngemitteln                          organischen Düngemitteln4\n7.   Stickstoffverluste bei der Lagerung von Grobfutter Stickstoffabfuhr von Grobfutterflächen nach § 8                              × 10                       / 100 =\nAbsatz 3 Satz 1 der Düngeverordnung\n8.   Stickstoffverluste bei der Weidehaltung                         Stickstoffausscheidung der Tierhaltung nach der                 × 75                       / 100 =\nDüngeverordnung2 × Anzahl der Weidetage\n9.                                                                                                                                   Bilanzwert je Betrieb;\nSumme der Werte aus den Zeilen 1 bis 8\n1\nLandwirtschaftliche Betriebe und Biogasbetriebe sind getrennt zu berechnen.\n2\nJede Tierart, Aufstallungsart und Weidehaltung ist getrennt zu berechnen.\n3\nAngabe nur bei Biogasbetrieben; alle Substrate in die Biogasanlage sind zu berücksichtigen, jedoch nicht für im Betrieb angefallenen Wirtschaftsdünger.\n4\n3957\nJedes organische Düngemittel ist getrennt zu berechnen; die Stall- und Lagerverluste werden dem abgebenden Betrieb, die Aufbringverluste dem aufnehmenden Betrieb zugerechnet.\n5\nKontrollwerte nach § 9 Absatz 2 der Düngeverordnung oder einer Verordnung nach § 13 Absatz 2 der Düngeverordnung.","Tabelle 2\nKennzahlen für die Berechnung des zulässigen Bilanzwertes für Stickstoff bei der tierischen Erzeugung und bei Biogasbetrieben                                              3958\nUnvermeidbare Stickstoffverluste im Stall und bei der Lagerung von Wirtschaftsdüngern in % der Stickstoffausscheidungen der Nutztiere bzw. der Stickstoffzufuhr in Biogasanlagen\nTierart/Verfahren                                           Gülle, Gärrückstände                                             Festmist, Jauche\nBundesgesetzblatt Jahrgang 2017 Teil I Nr. 79, ausgegeben zu Bonn am 22. Dezember 2017\n1.   Rinder                                                                                    15                                                             30\n2.   Schweine                                                                                  20                                                             30\n3.   Geflügel                                                                                                                                                 40\n4.   Andere Tierarten                                                                                                                                         45\n5.   Betrieb einer Biogasanlage                                                                 5\nTabelle 3\nKennzahlen für die Berechnung des zulässigen Bilanzwertes bei der Aufbringung von organischen Düngemitteln\nUnvermeidbare Stickstoffverluste bei der Aufbringung in % des nach § 4 Absatz 2 ermittelten Wertes oder in % der aufgenommenen Stickstoffmenge\nTierart/Verfahren                                           Gülle, Gärrückstände                                             Festmist, Jauche\n1.   Rinder                                                                                   15;                                                             10\nab 1.1.2020: 10\n2.   Schweine                                                                                 10;                                                             10\nab 1.1.2020: 5\n3.   Geflügel                                                                                                                                                 10\n4.   Andere Tierarten                                                                                                                                          5\n5.   Betrieb einer Biogasanlage                                                                10\n6.   Sonstige organische Düngemittel                                                           10","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2017 Teil I Nr. 79, ausgegeben zu Bonn am 22. Dezember 2017 3959\nArtikel 2\nÄnderung der\nKlärschlamm-Entschädigungsfondsverordnung\nIn § 13 der Klärschlamm-Entschädigungsfondsverordnung vom 20. Mai 1998\n(BGBl. I S. 1048), die zuletzt durch Artikel 2 Absatz 1 des Gesetzes vom 5. Mai\n2017 (BGBl. I S. 1068) geändert worden ist, wird die Angabe „Buchstabe b“\ndurch die Angabe „Buchstabe c“ ersetzt.\nArtikel 3\nInkrafttreten\nDiese Verordnung tritt vorbehaltlich des Satzes 2 am Tag nach der Verkün-\ndung in Kraft. Artikel 1 dieser Verordnung tritt am 1. Januar 2018 in Kraft.\nDer Bundesrat hat zugestimmt.\nBonn, den 14. Dezember 2017\nDer Bundesminister\nfür Ernährung und Landwirtschaft\nChristian Schmidt"]}