{"id":"bgbl1-2016-67-4","kind":"bgbl1","year":2016,"number":67,"date":"2016-12-30T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2016/67#page=107","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2016-67-4/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2016/bgbl1_2016_67.pdf#page=107","order":4,"title":"Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (zum Dreizehnten Gesetz zur Änderung des Atomgesetzes)","law_date":"2016-12-23T00:00:00Z","page":3451,"pdf_page":107,"num_pages":1,"content":["Bundesgesetzblatt Jahrgang 2016 Teil I Nr. 67, ausgegeben zu Bonn am 30. Dezember 2016 3451\nEntscheidung des Bundesverfassungsgerichts\nAus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 6. Dezember 2016\n– 1 BvR 2821/11, 1 BvR 321/12 und 1 BvR 1456/12 – wird die folgende Ent-\nscheidungsformel veröffentlicht:\n1. Artikel 1 Nummer 1 Buchstabe a (§ 7 Absatz 1a Satz 1 Atomgesetz) des\nDreizehnten Gesetzes zur Änderung des Atomgesetzes vom 31. Juli 2011\n(Bundesgesetzblatt I Seite 1704) ist nach Maßgabe der Gründe dieses Urteils\nunvereinbar mit Artikel 14 Absatz 1 des Grundgesetzes, soweit das Gesetz\nnicht eine im Wesentlichen vollständige Verstromung der den Kernkraft-\nwerken in Anlage 3 Spalte 2 zum Atomgesetz zugewiesenen Elektrizitäts-\nmengen sicherstellt und keinen angemessenen Ausgleich hierfür gewährt.\n2. Das Dreizehnte Gesetz zur Änderung des Atomgesetzes ist insoweit mit\nArtikel 14 Absatz 1 Grundgesetz unvereinbar, als es keine Regelung zum\nAusgleich für Investitionen vorsieht, die im berechtigten Vertrauen auf die\nim Jahr 2010 zusätzlich gewährten Zusatzstrommengen vorgenommen,\ndurch dieses aber entwertet wurden.\n3. Der Gesetzgeber ist verpflichtet, eine Neuregelung spätestens bis zum\n30. Juni 2018 zu treffen. § 7 Absatz 1a Satz 1 Atomgesetz ist bis zu einer\nNeuregelung weiter anwendbar.\nDie vorstehende Entscheidungsformel hat gemäß § 31 Absatz 2 des Bundes-\nverfassungsgerichtsgesetzes Gesetzeskraft.\nBerlin, den 23. Dezember 2016\nDer Bundesminister\nder Justiz und für Verbraucherschutz\nHeiko Maas"]}