{"id":"bgbl1-2014-7-5","kind":"bgbl1","year":2014,"number":7,"date":"2014-02-19T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2014/7#page=7","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2014-7-5/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2014/bgbl1_2014_7.pdf#page=7","order":5,"title":"Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (zu § 59e Absatz 2 Satz 1 und § 59f Absatz 1 der Bundesrechtsanwaltsordnung und § 52e Absatz 2 Satz 1 und § 52f Absatz 1 Satz 1 der Patentanwaltsordnung)","law_date":"2014-02-13T00:00:00Z","page":111,"pdf_page":7,"num_pages":1,"content":["Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil I Nr. 7, ausgegeben zu Bonn am 19. Februar 2014 111\nEntscheidung des Bundesverfassungsgerichts\nAus dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 14. Januar 2014\n– 1 BvR 2998/11 und 1 BvR 236/12 – wird folgende Entscheidungsformel ver-\nöffentlicht:\n1. § 59e Absatz 2 Satz 1 und § 59f Absatz 1 der Bundesrechtsanwaltsordnung\n(BRAO) in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 303-8, ver-\nöffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geändert durch Artikel 7 des Ge-\nsetzes zur Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs mit den Gerichten\nvom 10. Oktober 2013 (Bundesgesetzblatt I Seite 3786), sind mit Artikel 12\nAbsatz 1 des Grundgesetzes unvereinbar und nichtig, soweit sie der Zulas-\nsung einer Berufsausübungsgesellschaft von Rechts- und Patentanwälten\nals Rechtsanwaltsgesellschaft entgegenstehen, wenn nicht die Mehrheit\nder Geschäftsanteile und Stimmrechte sowie die verantwortliche Führung\nder Gesellschaft und die Mehrheit der Geschäftsführer den Rechtsanwälten\nüberlassen sind.\n2. § 52e Absatz 2 Satz 1 und § 52f Absatz 1 Satz 1 der Patentanwaltsordnung\n(PAO) vom 7. September 1966 (Bundesgesetzblatt I Seite 557), zuletzt ge-\nändert durch Artikel 5 Absatz 13 des Gesetzes zur Modernisierung des\nGeschmacksmustergesetzes sowie zur Änderung der Regelungen über die\nBekanntmachungen zum Ausstellungsschutz vom 10. Oktober 2013 (Bun-\ndesgesetzblatt I Seite 3799), sind mit Artikel 12 Absatz 1 des Grundgesetzes\nunvereinbar und nichtig, soweit sie der Zulassung einer Berufsausübungs-\ngesellschaft von Rechts- und Patentanwälten als Patentanwaltsgesellschaft\nentgegenstehen, wenn nicht die Mehrheit der Geschäftsanteile und Stimm-\nrechte sowie die verantwortliche Führung der Gesellschaft den Patentanwäl-\nten überlassen sind.\nDie vorstehende Entscheidungsformel hat gemäß § 31 Absatz 2 des Bundes-\nverfassungsgerichtsgesetzes Gesetzeskraft.\nBerlin, den 13. Februar 2014\nDer Bundesminister\nder Justiz und für Verbraucherschutz\nHeiko Maas"]}