{"id":"bgbl1-2014-59-2","kind":"bgbl1","year":2014,"number":59,"date":"2014-12-18T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2014/59#page=6","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2014-59-2/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2014/bgbl1_2014_59.pdf#page=6","order":2,"title":"Gesetz zur Durchführung des Haager Übereinkommens vom 30. Juni 2005 über Gerichtsstandsvereinbarungen sowie zur Änderung des Rechtspflegergesetzes, des Gerichts- und Notarkostengesetzes, des Altersteilzeitgesetzes und des Dritten Buches Sozialgesetzbuch","law_date":"2014-12-10T00:00:00Z","page":2082,"pdf_page":6,"num_pages":3,"content":["2082          Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil I Nr. 59, ausgegeben zu Bonn am 18. Dezember 2014\nGesetz\nzur Durchführung des Haager Übereinkommens\nvom 30. Juni 2005 über Gerichtsstandsvereinbarungen sowie\nzur Änderung des Rechtspflegergesetzes, des Gerichts- und Notarkosten-\ngesetzes, des Altersteilzeitgesetzes und des Dritten Buches Sozialgesetzbuch\nVom 10. Dezember 2014\nDer Bundestag hat das folgende Gesetz beschlos-                                   „Abschnitt 7\nsen:                                                                 Haager Übereinkommen vom 30. Juni 2005\nüber Gerichtsstandsvereinbarungen\nArtikel 1\n§ 58\nÄnderung des Anerkennungs-\nund Vollstreckungsausführungsgesetzes                           Bescheinigungen zu inländischen Titeln\nDas Anerkennungs- und Vollstreckungsausführungs-                (1) Bescheinigungen nach Artikel 13 Absatz 1\ngesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom                    Buchstabe e und Absatz 3 des Haager Übereinkom-\n3. Dezember 2009 (BGBl. I S. 3830), das zuletzt durch           mens vom 30. Juni 2005 über Gerichtsstandsverein-\nArtikel 5 des Gesetzes vom 8. Juli 2014 (BGBl. I S. 890)        barungen werden von dem Gericht ausgestellt, dem\ngeändert worden ist, wird wie folgt geändert:                   die Erteilung einer vollstreckbaren Ausfertigung des\nTitels obliegt.\n1. Der Inhaltsübersicht wird folgende Angabe angefügt:\n(2) Die Entscheidung über die Ausstellung der\n„Abschnitt 7                          Bescheinigung nach Artikel 13 Absatz 3 des Haager\nÜbereinkommens vom 30. Juni 2005 über Gerichts-\nHaager Übereinkommen vom 30. Juni 2005                  standsvereinbarungen ist anfechtbar. Hierfür gelten\nüber Gerichtsstandsvereinbarungen                   die Vorschriften über die Anfechtbarkeit der Ent-\n§ 58    Bescheinigungen zu inländischen Titeln“.             scheidung über die Erteilung der Vollstreckungs-\nklausel sinngemäß.“\n2. § 1 Absatz 1 Nummer 2 wird wie folgt gefasst:\nArtikel 2\n„2. die Durchführung folgender Abkommen der Euro-\npäischen Union:                                                            Änderung des\nRechtspflegergesetzes\na) Übereinkommen vom 30. Oktober 2007 über\ndie gerichtliche Zuständigkeit und die Aner-         Das Rechtspflegergesetz in der Fassung der Be-\nkennung und Vollstreckung von Entscheidun-        kanntmachung vom 14. April 2013 (BGBl. I S. 778;\ngen in Zivil- und Handelssachen;                  2014 I S. 46), das zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes\nvom 5. Dezember 2014 (BGBl. I S. 1964) geändert wor-\nb) Haager Übereinkommen vom 30. Juni 2005            den ist, wird wie folgt geändert:\nüber Gerichtsstandsvereinbarungen.“\n1. § 20 Absatz 1 Nummer 8 wird wie folgt gefasst:\n3. In § 34 Absatz 1 Satz 2 werden die Wörter „das in            „8. die Ausstellung von Bescheinigungen nach Arti-\n§ 1 Absatz 1 Nummer 2 genannte“ durch die Wörter                  kel 13 Absatz 1 Buchstabe e und Absatz 3 des\n„jedes der in § 1 Absatz 1 Nummer 2 genannten“                    Haager Übereinkommens vom 30. Juni 2005\nersetzt.                                                          über Gerichtsstandsvereinbarungen;“.\n4. Folgender Abschnitt 7 wird angefügt:                      2. § 25a wird wie folgt geändert:","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil I Nr. 59, ausgegeben zu Bonn am 18. Dezember 2014               2083\na) Die Wörter „sowie Absatz 2“ werden gestrichen.                „Geht eine vorläufige Betreuung in eine endgül-\nb) Folgender Satz wird angefügt:                                 tige über, handelt es sich um ein einheitliches Ver-\nfahren.“\n„§ 20 Absatz 2 und 3 gilt entsprechend.“\nd) Nach der Überschrift von Teil 1 Hauptabschnitt 6\nArtikel 3                                  Abschnitt 1 wird folgende Vorbemerkung 1.6.1\neingefügt:\nÄnderung des\nGerichtskostengesetzes                              „Vorbemerkung 1.6.1:\nDas Gerichtskostengesetz in der Fassung der Be-                      In Betreuungssachen werden von dem Betrof-\nkanntmachung vom 27. Februar 2014 (BGBl. I S. 154),                  fenen Gebühren nur unter den in Vorbemerkung 1.1\ndas durch Artikel 7 des Gesetzes vom 8. Juli 2014                    Abs. 1 genannten Voraussetzungen erhoben.“\n(BGBl. I S. 890) geändert worden ist, wird wie folgt ge-          e) In Nummer 16110 wird die Anmerkung wie folgt\nändert:                                                              gefasst:\n1. In § 22 Absatz 3 wird nach der Angabe „§ 57“ die                     „(1) Die Gebühr entsteht nicht für Verfahren,\nAngabe „oder § 58“ eingefügt.                                    die in den Rahmen einer bestehenden Betreuung\n2. In Nummer 1513 der Anlage 1 (Kostenverzeichnis)                   oder Pflegschaft fallen, auch wenn nur ein vorläu-\nwerden im Gebührentatbestand nach der Angabe                     figer Betreuer bestellt ist.\n„§ 1110 ZPO“ die Wörter „oder nach § 58 AVAG“\n(2) Die Gebühr entsteht ferner nicht, wenn das\neingefügt.\nVerfahren mit der Bestellung eines vorläufigen\nBetreuers endet. In diesem Fall entstehen Gebüh-\nArtikel 4                                  ren nach Hauptabschnitt 1 Abschnitt 1 wie nach\nÄnderung des                                  der Bestellung eines nicht nur vorläufigen Betreu-\nRechtsanwaltsvergütungsgesetzes                           ers.“\nIn § 19 Absatz 1 Satz 2 Nummer 9a Buchstabe c des\nRechtsanwaltsvergütungsgesetzes vom 5. Mai 2004                                         Artikel 6\n(BGBl. I S. 718, 788), das zuletzt durch Artikel 4 des                               Änderung des\nGesetzes vom 5. Dezember 2014 (BGBl. I S. 1964) ge-                              Altersteilzeitgesetzes\nändert worden ist, wird nach der Angabe „§ 57“ die\nAngabe „oder § 58“ eingefügt.                                    Nach § 15h des Altersteilzeitgesetzes vom\n23. Juli 1996 (BGBl. I S. 1078), das zuletzt durch Arti-\nArtikel 5                           kel 3a des Gesetzes vom 23. Juni 2014 (BGBl. I S. 787)\ngeändert worden ist, wird folgender § 15i eingefügt:\nÄnderung des\nGerichts- und Notarkostengesetzes                                             „§ 15i\nDas Gerichts- und Notarkostengesetz vom 23. Juli\nÜbergangsregelung\n2013 (BGBl. I S. 2586), das zuletzt durch Artikel 9 des\nzum Gesetz zu Änderungen im\nGesetzes vom 8. Juli 2014 (BGBl. I S. 890) geändert\nBereich der geringfügigen Beschäftigung\nworden ist, wird wie folgt geändert:\nWurde mit der Altersteilzeit vor dem 1. Januar 2013\n1. In § 6 Absatz 1 Satz 2 werden die Wörter „Dauer-\nbegonnen, gelten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer,\nbetreuungen, Dauerpflegschaften,“ durch die Wörter\ndie bis zu diesem Zeitpunkt in einer versicherungspflich-\n„Betreuungen und Pflegschaften, die nicht auf ein-\ntigen Beschäftigung nach dem Dritten Buch Sozial-\nzelne Rechtshandlungen beschränkt sind (Dauerbe-\ngesetzbuch gestanden haben, auch nach dem 31. De-\ntreuungen, Dauerpflegschaften), sowie bei“ ersetzt.\nzember 2012 als versicherungspflichtig beschäftigt,\n2. § 23 Nummer 1 wird wie folgt gefasst:                      wenn sie die bis zum 31. Dezember 2012 geltenden\n„1. in Betreuungssachen und betreuungsgerichtli-          Voraussetzungen für das Vorliegen einer versicherungs-\nchen Zuweisungssachen ist der Betroffene, wenn        pflichtigen Beschäftigung weiterhin erfüllen.“\nein Betreuer oder vorläufiger Betreuer bestellt\noder eine Pflegschaft angeordnet worden ist;“.                                  Artikel 7\n3. Die Anlage 1 (Kostenverzeichnis) wird wie folgt ge-                               Änderung des\nändert:                                                               Dritten Buches Sozialgesetzbuch\na) In Vorbemerkung 1.1 werden in Absatz 1 die Wör-           Das Dritte Buch Sozialgesetzbuch – Arbeitsförde-\nter „Bei einer Betreuung“ durch die Wörter „In Be-     rung – (Artikel 1 des Gesetzes vom 24. März 1997,\ntreuungssachen“ ersetzt.                               BGBl. I S. 594, 595), das zuletzt durch Artikel 8 des\nb) Nach der Überschrift von Teil 1 Hauptabschnitt 1       Gesetzes vom 11. August 2014 (BGBl. I S. 1348) geän-\nAbschnitt 1 wird folgende Vorbemerkung 1.1.1           dert worden ist, wird wie folgt geändert:\neingefügt:                                             1. Dem § 89 wird folgender Satz angefügt:\n„Vorbemerkung 1.1.1:                                       „Bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die das\nDieser Abschnitt ist auch anzuwenden, wenn              50. Lebensjahr vollendet haben, kann die Förder-\nein vorläufiger Betreuer bestellt worden ist.“             dauer bis zu 36 Monate betragen, wenn die Förde-\nc) Dem Absatz 2 der Anmerkung zu Nummer 11101                 rung bis zum 31. Dezember 2019 begonnen hat.“\nund der Anmerkung zu Nummer 11102 wird je-             2. In § 131a Nummer 2 wird die Angabe „2014“ durch\nweils folgender Satz angefügt:                             die Angabe „2019“ ersetzt.","2084         Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil I Nr. 59, ausgegeben zu Bonn am 18. Dezember 2014\n3. In § 133 Absatz 1 wird die Angabe „2015“ durch die             Übereinkommen vom 30. Juni 2005 über Gerichts-\nAngabe „2018“ ersetzt.                                        standsvereinbarungen nach seinem Artikel 31 Absatz 1\n4. In § 142 Absatz 2 Satz 1 wird in dem Satzteil nach             für die Europäische Union mit Ausnahme Dänemarks in\nNummer 2 die Angabe „2014“ durch die Angabe                   Kraft tritt. Das Bundesministerium der Justiz und für\n„2015“ ersetzt.                                               Verbraucherschutz gibt den Tag des Inkrafttretens im\nBundesgesetzblatt bekannt.\nArtikel 8                                     (2) Artikel 2 Nummer 2 und Artikel 5 treten am Tag\nInkrafttreten                                nach der Verkündung in Kraft.\n(1) Dieses Gesetz tritt vorbehaltlich der Absätze 2               (3) Die Artikel 6 und 7 treten am 1. Januar 2015 in\nund 3 an demselben Tag in Kraft, an dem das Haager                Kraft.\nDie verfassungsmäßigen Rechte des Bundesrates\nsind gewahrt.\nDas vorstehende Gesetz wird hiermit ausgefertigt. Es\nist im Bundesgesetzblatt zu verkünden.\nBerlin, den 10. Dezember 2014\nDer Bundespräsident\nJoachim Gauck\nDie Bundeskanzlerin\nDr. A n g e l a M e r k e l\nDer Bundesminister\nd e r J u s t i z u n d f ü r Ve r b r a u c h e r s c h u t z\nHeiko Maas\nDie Bundesministerin\nfür Arbeit und Soziales\nAndrea Nahles"]}