{"id":"bgbl1-2013-36-2","kind":"bgbl1","year":2013,"number":36,"date":"2013-07-12T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2013/36#page=8","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2013-36-2/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2013/bgbl1_2013_36.pdf#page=8","order":2,"title":"Gesetz zur Stärkung der Rechte des leiblichen, nicht rechtlichen Vaters","law_date":"2013-07-04T00:00:00Z","page":2176,"pdf_page":8,"num_pages":2,"content":["2176            Bundesgesetzblatt Jahrgang 2013 Teil I Nr. 36, ausgegeben zu Bonn am 12. Juli 2013\nGesetz\nzur Stärkung der Rechte des leiblichen, nicht rechtlichen Vaters\nVom 4. Juli 2013\nDer Bundestag hat das folgende Gesetz beschlos-              „§ 167a Besondere Vorschriften für Verfahren nach\nsen:                                                                       § 1686a des Bürgerlichen Gesetzbuchs“.\n2. § 151 Nummer 2 wird wie folgt gefasst:\nArtikel 1\n„2. das Umgangsrecht und das Recht auf Auskunft\nÄnderung des                                   über die persönlichen Verhältnisse des Kindes,“.\nBürgerlichen Gesetzbuchs\n3. Nach § 167 wird folgender § 167a eingefügt:\nDas Bürgerliche Gesetzbuch in der Fassung der Be-\nkanntmachung vom 2. Januar 2002 (BGBl. I S. 42,                                        „§ 167a\n2909; 2003 I S. 738), das zuletzt durch Artikel 4 des                    Besondere Vorschriften für Verfahren\nGesetzes vom 4. Juli 2013 (BGBl. I S. 1981) geändert                nach § 1686a des Bürgerlichen Gesetzbuchs\nworden ist, wird wie folgt geändert:                               (1) Anträge auf Erteilung des Umgangs- oder\n1. § 1686 Satz 2 wird aufgehoben.                               Auskunftsrechts nach § 1686a des Bürgerlichen Ge-\n2. Nach § 1686 wird folgender § 1686a eingefügt:                setzbuchs sind nur zulässig, wenn der Antragsteller\nan Eides statt versichert, der Mutter des Kindes\n„§ 1686a                              während der Empfängniszeit beigewohnt zu haben.\nRechte des leiblichen, nicht rechtlichen Vaters              (2) Soweit es in einem Verfahren, das das Um-\n(1) Solange die Vaterschaft eines anderen Man-            gangs- oder Auskunftsrecht nach § 1686a des Bür-\nnes besteht, hat der leibliche Vater, der ernsthaftes        gerlichen Gesetzbuchs betrifft, zur Klärung der leib-\nInteresse an dem Kind gezeigt hat,                           lichen Vaterschaft erforderlich ist, hat jede Person\n1. ein Recht auf Umgang mit dem Kind, wenn der               Untersuchungen, insbesondere die Entnahme von\nUmgang dem Kindeswohl dient, und                         Blutproben, zu dulden, es sei denn, dass ihr die Un-\ntersuchung nicht zugemutet werden kann.\n2. ein Recht auf Auskunft von jedem Elternteil über\ndie persönlichen Verhältnisse des Kindes, soweit            (3) § 177 Absatz 2 Satz 2 und § 178 Absatz 2\ner ein berechtigtes Interesse hat und dies dem           gelten entsprechend.“\nWohl des Kindes nicht widerspricht.\nArtikel 3\n(2) Hinsichtlich des Rechts auf Umgang mit dem\nKind nach Absatz 1 Nummer 1 gilt § 1684 Absatz 2                               Änderung des\nbis 4 entsprechend. Eine Umgangspflegschaft nach                           Rechtspflegergesetzes\n§ 1684 Absatz 3 Satz 3 bis 5 kann das Familienge-           In § 14 Absatz 1 Nummer 7 des Rechtspflegergeset-\nricht nur anordnen, wenn die Voraussetzungen des         zes in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. April\n§ 1666 Absatz 1 erfüllt sind.“                           2013 (BGBl. I S. 778), das zuletzt durch Artikel 2 des\nGesetzes vom 26. Juni 2013 (BGBl. I S. 1800) geändert\nArtikel 2                           worden ist, werden nach der Angabe „§ 1685 Absatz 3“\nÄnderung des                          die Wörter „und § 1686a Absatz 2“ eingefügt.\nGesetzes über das\nVerfahren in Familiensachen und in den                                        Artikel 4\nAngelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit                           Änderung des Gesetzes\nDas Gesetz über das Verfahren in Familiensachen                   über Gerichtskosten in Familiensachen\nund in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichts-          § 45 Absatz 1 des Gesetzes über Gerichtskosten in\nbarkeit vom 17. Dezember 2008 (BGBl. I S. 2586,             Familiensachen vom 17. Dezember 2008 (BGBl. I\n2587), das zuletzt durch Artikel 5 des Gesetzes vom         S. 2586, 2666), das zuletzt durch Artikel 8 Nummer 3\n27. Juni 2013 (BGBl. I S. 1862) geändert worden ist,        des Gesetzes vom 25. April 2013 (BGBl. I S. 935) ge-\nwird wie folgt geändert:                                    ändert worden ist, wird wie folgt geändert:\n1. In der Inhaltsübersicht wird nach der Angabe zu          1. In Nummer 2 wird das Wort „oder“ durch ein Komma\n§ 167 folgende Angabe eingefügt:                             ersetzt.","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2013 Teil I Nr. 36, ausgegeben zu Bonn am 12. Juli 2013             2177\n2. Nach Nummer 2 wird folgende Nummer 3 eingefügt:                                          Artikel 5\n„3. das Recht auf Auskunft über die persönlichen                                       Inkrafttreten\nVerhältnisse des Kindes oder“.                              Dieses Gesetz tritt am Tag nach der Verkündung in\n3. Die bisherige Nummer 3 wird Nummer 4.                        Kraft.\nDie verfassungsmäßigen Rechte des Bundesrates\nsind gewahrt.\nDas vorstehende Gesetz wird hiermit ausgefertigt. Es\nist im Bundesgesetzblatt zu verkünden.\nBerlin, den 4. Juli 2013\nDer Bundespräsident\nJoachim Gauck\nDie Bundeskanzlerin\nDr. A n g e l a M e r k e l\nDie Bundesministerin der Justiz\nS . L e u t h e u s s e r- S c h n a r re n b e rg e r\nDie Bundesministerin\nfür Familie, Senioren, Frauen und Jugend\nKristina Schröder"]}