{"id":"bgbl1-2013-30-13","kind":"bgbl1","year":2013,"number":30,"date":"2013-06-26T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2013/30#page=47","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2013-30-13/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2013/bgbl1_2013_30.pdf#page=47","order":13,"title":"Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (zu den §§ 26, 26b und 32a Absatz 5 des Einkommensteuergesetzes)","law_date":"2013-06-19T00:00:00Z","page":1647,"pdf_page":47,"num_pages":1,"content":["Bundesgesetzblatt Jahrgang 2013 Teil I Nr. 30, ausgegeben zu Bonn am 26. Juni 2013 1647\nEntscheidung des Bundesverfassungsgerichts\nAus dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 7. Mai 2013\n– 2 BvR 909/06, 2 BvR 1981/06, 2 BvR 288/07 – wird folgende Entscheidungs-\nformel veröffentlicht:\n1. § 26 und § 26b Einkommensteuergesetz in der Fassung der Bekannt-\nmachung der Neufassung vom 16. April 1997 (Bundesgesetzblatt I Seite 821),\n§ 32a Absatz 5 Einkommensteuergesetz in der Fassung des Gesetzes zur\nSenkung der Steuersätze und zur Reform der Unternehmensbesteuerung\n(Steuersenkungsgesetz – StSenkG) vom 23. Oktober 2000 (Bundesgesetz-\nblatt I Seite 1433) sowie die nachfolgenden Fassungen der §§ 26, 26b, § 32a\nAbsatz 5 Einkommensteuergesetz sind seit Inkrafttreten des Gesetzes zur\nBeendigung der Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Gemeinschaften:\nLebenspartnerschaften vom 16. Februar 2001 (Bundesgesetzblatt I Seite 266)\nmit Artikel 3 Absatz 1 des Grundgesetzes unvereinbar, soweit sie einge-\ntragenen Lebenspartnern anders als Ehegatten nicht die Möglichkeit der Zu-\nsammenveranlagung und die damit verbundene Anwendung des Splitting-\nverfahrens eröffnen.\n2. §§ 26, 26b, § 32a Absatz 5 Einkommensteuergesetz bleiben bis zum Inkraft-\ntreten einer Neuregelung anwendbar mit der Maßgabe, dass auch einge-\ntragene Lebenspartner, deren Veranlagungen noch nicht bestandskräftig\ndurchgeführt sind, mit Wirkung ab dem 1. August 2001 unter den für Ehe-\ngatten geltenden Voraussetzungen eine Zusammenveranlagung und die An-\nwendung des Splittingverfahrens beanspruchen können.\nDie vorstehende Entscheidungsformel hat gemäß § 31 Absatz 2 des Bundes-\nverfassungsgerichtsgesetzes Gesetzeskraft.\nBerlin, den 19. Juni 2013\nDie Bundesministerin der Justiz\nS. Leutheusser-Schnarrenberger"]}