{"id":"bgbl1-2012-61-3","kind":"bgbl1","year":2012,"number":61,"date":"2012-12-27T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2012/61#page=21","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2012-61-3/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2012/bgbl1_2012_61.pdf#page=21","order":3,"title":"Gesetz über den Umfang der Personensorge bei einer Beschneidung des männlichen Kindes","law_date":"2012-12-20T00:00:00Z","page":2749,"pdf_page":21,"num_pages":2,"content":["Bundesgesetzblatt Jahrgang 2012 Teil I Nr. 61, ausgegeben zu Bonn am 27. Dezember 2012 2749\nGesetz\nüber den Umfang der Personensorge\nbei einer Beschneidung des männlichen Kindes\nVom 20. Dezember 2012\nDer Bundestag hat das folgende Gesetz beschlossen:\nArtikel 1\nÄnderung des Bürgerlichen Gesetzbuchs\nNach § 1631c des Bürgerlichen Gesetzbuchs in der Fassung der Bekannt-\nmachung vom 2. Januar 2002 (BGBl. I S. 42, 2909; 2003 I S. 738), das zuletzt\ndurch Artikel 7 des Gesetzes vom 19. Oktober 2012 (BGBl. I S. 2182) geändert\nworden ist, wird folgender § 1631d eingefügt:\n„§ 1631d\nBeschneidung des männlichen Kindes\n(1) Die Personensorge umfasst auch das Recht, in eine medizinisch nicht\nerforderliche Beschneidung des nicht einsichts- und urteilsfähigen männlichen\nKindes einzuwilligen, wenn diese nach den Regeln der ärztlichen Kunst durch-\ngeführt werden soll. Dies gilt nicht, wenn durch die Beschneidung auch unter\nBerücksichtigung ihres Zwecks das Kindeswohl gefährdet wird.\n(2) In den ersten sechs Monaten nach der Geburt des Kindes dürfen auch\nvon einer Religionsgesellschaft dazu vorgesehene Personen Beschneidungen\ngemäß Absatz 1 durchführen, wenn sie dafür besonders ausgebildet und, ohne\nArzt zu sein, für die Durchführung der Beschneidung vergleichbar befähigt\nsind.“\nArtikel 2\nInkrafttreten\nDieses Gesetz tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.","2750 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2012 Teil I Nr. 61, ausgegeben zu Bonn am 27. Dezember 2012\nDie verfassungsmäßigen Rechte des Bundesrates sind gewahrt.\nDas vorstehende Gesetz wird hiermit ausgefertigt. Es ist im Bundesgesetz-\nblatt zu verkünden.\nBerlin, den 20. Dezember 2012\nDer Bundespräsident\nJoachim Gauck\nDie Bundeskanzlerin\nDr. A n g e l a M e r k e l\nDie Bundesministerin der Justiz\nS . L e u t h e u s s e r- S c h n a r re n b e rg e r\nDer Bundesminister des Auswärtigen\nG u i d o We s t e r w e l l e\nDer Bundesminister des Innern\nHans-Peter Friedrich\nDie Bundesministerin\nfür Familie, Senioren, Frauen und Jugend\nKristina Schröder\nDer Bundesminister für Gesundheit\nDaniel Bahr"]}