{"id":"bgbl1-2010-67-7","kind":"bgbl1","year":2010,"number":67,"date":"2010-12-27T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2010/67#page=59","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2010-67-7/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2010/bgbl1_2010_67.pdf#page=59","order":7,"title":"Gesetz zur Stärkung des Schutzes von Vertrauensverhältnissen zu Rechtsanwälten im Strafprozessrecht","law_date":"2010-12-22T00:00:00Z","page":2261,"pdf_page":59,"num_pages":1,"content":["Bundesgesetzblatt Jahrgang 2010 Teil I Nr. 67, ausgegeben zu Bonn am 27. Dezember 2010 2261\nGesetz\nzur Stärkung des Schutzes von\nVertrauensverhältnissen zu Rechtsanwälten im Strafprozessrecht\nVom 22. Dezember 2010\nDer Bundestag hat das folgende Gesetz beschlossen:\nArtikel 1\nÄnderung der Strafprozessordnung\n§ 160a der Strafprozessordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom\n7. April 1987 (BGBl. I S. 1074, 1319), die zuletzt durch Artikel 3 des Gesetzes\nvom 30. Juli 2009 (BGBl. I S. 2437) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:\n1. Absatz 1 wird wie folgt geändert:\na) Satz 1 wird wie folgt gefasst:\n„Eine Ermittlungsmaßnahme, die sich gegen eine in § 53 Absatz 1 Satz 1\nNummer 1, 2 oder Nummer 4 genannte Person, einen Rechtsanwalt, eine\nnach § 206 der Bundesrechtsanwaltsordnung in eine Rechtsanwalts-\nkammer aufgenommene Person oder einen Kammerrechtsbeistand richtet\nund voraussichtlich Erkenntnisse erbringen würde, über die diese das\nZeugnis verweigern dürfte, ist unzulässig.“\nb) Satz 5 wird wie folgt gefasst:\n„Die Sätze 2 bis 4 gelten entsprechend, wenn durch eine Ermittlungsmaß-\nnahme, die sich nicht gegen eine in Satz 1 in Bezug genommene Person\nrichtet, von dieser Person Erkenntnisse erlangt werden, über die sie das\nZeugnis verweigern dürfte.“\n2. Dem Absatz 2 wird folgender Satz angefügt:\n„Die Sätze 1 bis 3 gelten nicht für Rechtsanwälte, nach § 206 der Bundes-\nrechtsanwaltsordnung in eine Rechtsanwaltskammer aufgenommene Per-\nsonen und Kammerrechtsbeistände.“\nArtikel 2\nInkrafttreten\nDieses Gesetz tritt am ersten Tag des zweiten auf die Verkündung folgenden\nMonats in Kraft.\nDie verfassungsmäßigen Rechte des Bundesrates sind gewahrt.\nDas vorstehende Gesetz wird hiermit ausgefertigt. Es ist im Bundesgesetz-\nblatt zu verkünden.\nBerlin, den 22. Dezember 2010\nDer Bundespräsident\nChristian Wulff\nDie Bundeskanzlerin\nDr. A n g e l a M e r k e l\nDie Bundesministerin der Justiz\nS . L e u t h e u s s e r- S c h n a r re n b e rg e r"]}