{"id":"bgbl1-2010-34-3","kind":"bgbl1","year":2010,"number":34,"date":"2010-06-30T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2010/34#page=8","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2010-34-3/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2010/bgbl1_2010_34.pdf#page=8","order":3,"title":"Verordnung über Verfahren und Umfang der Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis zum Zensusgesetz 2011 (Stichprobenverordnung Zensusgesetz 2011  StichprobenV)","law_date":"2010-06-25T00:00:00Z","page":830,"pdf_page":8,"num_pages":2,"content":["830              Bundesgesetzblatt Jahrgang 2010 Teil I Nr. 34, ausgegeben zu Bonn am 30. Juni 2010\nVerordnung\nüber Verfahren und Umfang\nder Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis zum Zensusgesetz 2011\n(Stichprobenverordnung Zensusgesetz 2011 – StichprobenV)\nVom 25. Juni 2010\nAuf Grund des § 7 Absatz 2 Satz 2 des Zensusge-               die zwischen der Stichprobenziehung und dem Be-\nsetzes 2011 vom 8. Juli 2009 (BGBl. I S. 1781) verord-           richtszeitpunkt des Zensus 2011 (9. Mai 2011) neu in\nnet die Bundesregierung:                                         das Anschriften- und Gebäuderegister aufgenom-\nmen werden, ist eine ergänzende Stichprobe zu zie-\n§1                                   hen.\nZweck                               2. Der Bestand aller Anschriften mit Wohnraum ist re-\ngional nach Erhebungsgebieten zu gliedern. Erhe-\n(1) Die in dieser Verordnung festgelegten einheit-            bungsgebiete sind Gemeinden mit mindestens\nlichen Regelungen zum Stichprobenverfahren und zum               10 000 Einwohnern, in Städten mit mindestens\nStichprobenumfang für die nach § 7 des Zensusgeset-              400 000 Einwohnern auch Teile der Stadt mit durch-\nzes 2011 durchzuführende Haushaltsstichprobe stellen             schnittlich etwa 200 000 Einwohnern und die auf der\nsicher, dass der registergestützte Zensus 2011 in einem          Kreisebene zusammengefassten Gemeinden unter\nnachvollziehbaren, wissenschaftlichen Standards ent-             10 000 Einwohnern.\nsprechenden Verfahren verlässliche statistische Daten\n3. Für jedes Erhebungsgebiet ist der jeweilige Anschrif-\nzu den in § 1 Absatz 3 des Zensusgesetzes 2011 ge-\ntenbestand zunächst aufsteigend nach der Zahl der\nnannten Zwecken liefert.\nan der Anschrift mit alleinigem Wohnsitz oder mit\n(2) Die Verfahrensvorgaben und die methodisch-sta-            Haupt- oder Nebenwohnsitz gemeldeten Personen\ntistischen Festlegungen in den §§ 2 bis 4 dienen dazu,           zu ordnen und anschließend in acht überschnei-\ndass die Qualitätsvorgaben des § 7 Absatz 1 Satz 2               dungsfreie Schichten mit etwa der gleichen Anzahl\nNummer 1 und 2 des Zensusgesetzes 2011 sowohl                    an Personen zu gliedern. Für Anschriften mit Son-\nbei der Ermittlung der amtlichen Einwohnerzahl als               derbereichen nach § 8 Absatz 5 Satz 2 des Zensus-\nauch bei den Zensusmerkmalen eingehalten werden,                 gesetzes 2011 wird zusätzlich eine eigene Schicht\ndie nicht aus Verwaltungsregistern gewonnen werden.              gebildet.\n4. Innerhalb der Schichten werden die Anschriften\n§2                                   nach einem mathematischen Zufallsverfahren aus-\nStichprobenverfahren                           gewählt.\n5. Das Stichprobenverfahren wird so ausgerichtet,\n(1) Das Statistische Bundesamt legt den bundeswei-\ndass für Gemeinden unter 10 000 Einwohnern die\nten Stichprobenplan fest, zieht die Stichproben nach\ngleiche Auswahlwahrscheinlichkeit für alle Anschrif-\n§ 7 Absatz 3 des Zensusgesetzes 2011 bundesweit je-\nten und Personen gegeben ist.\nweils am gleichen Datum und dokumentiert das Aus-\nwahlverfahren sowie die einbezogenen Anschriften.\n§3\n(2) Bei der Erstellung des Stichprobenplans und bei                          Stichprobenumfang\nder Stichprobenziehung sind die Qualitätsvorgaben aus\ndem vom Statistischen Bundesamt in Auftrag gegebe-              (1) Auf Grund der in den Stichprobenplan übernom-\nnen Forschungsprojekt zur Entwicklung des Stichpro-          menen qualitätssichernden Vorgaben errechnet sich\nbenverfahrens zu berücksichtigen.                            bundesweit ein Bedarf von rund 1,4 Millionen Anschrif-\nten, an denen Haushaltsbefragungen auf Stichproben-\n(3) Für den Stichprobenplan und die Stichprobenzie-       basis durchgeführt werden. Der bundesweite Stichpro-\nhung ist Folgendes maßgebend:                                benumfang wird auf 9,6 Prozent der Bevölkerung fest-\n1. Auswahlgrundlage ist der Bestand aller Anschriften        gelegt. Grundlage dafür ist die amtliche Einwohnerzahl\nmit Wohnraum in dem nach § 2 des Zensusvorberei-         zum Stichtag 31. Dezember 2009.\ntungsgesetzes 2011 vom 8. Dezember 2007 (BGBl. I            (2) Bezogen auf die Länder ergibt sich unter Berück-\nS. 2808) erstellten Anschriften- und Gebäuderegis-       sichtigung methodisch-statistischer Kriterien des § 2\nter. Die Stichprobenziehung erfolgt mit Stand vom        Absatz 2 und des § 3 Absatz 1 rechnerisch folgende\n1. September 2010. Für Anschriften mit Wohnraum,         vorläufige Verteilung:","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2010 Teil I Nr. 34, ausgegeben zu Bonn am 30. Juni 2010 831\nAnschriften      Anschriften          Personen      Personen\nLand\nStichprobe         gesamt            Stichprobe      gesamt\nBW              191 791        2 335 600            1 135 058  10 749 506\nBY             216 204        2 889 523            1 185 080  12 519 728\nBE                7 416         301 566              144 450    3 431 675\nBB               58 519         631 278              304 654    2 522 493\nHB                3 302         136 981                31 647     661 866\nHH                5 868         247 069                77 736   1 772 100\nHE             123 670        1 350 002              723 197    6 064 953\nMV               26 355         374 758              155 469    1 664 356\nNI             176 261        2 138 494              820 543    7 947 244\nNW              243 411        3 777 691            1 519 479  17 933 064\nRP             124 772        1 116 391              551 138    4 028 351\nSL               31 118         298 507              132 526    1 030 324\nSN               60 509         801 012              377 745    4 192 801\nST               47 747         560 792              253 682    2 381 872\nSH               57 450         776 914              287 909    2 834 260\nTH               34 803         514 430              199 688    2 267 763\nD           1 409 196       18 251 008            7 900 001  82 002 356\n(7,72 %)                              (9,65 %)\n§4\nFragebogen\nDie Haushaltsstichprobe wird mit Hilfe eines einheitlichen Fragebogens erho-\nben, den das Statistische Bundesamt in Zusammenarbeit mit den statistischen\nÄmtern der Länder erstellt.\n§5\nZusammenarbeit der statistischen Ämter\nDie statistischen Ämter der Länder arbeiten bei der Haushaltsstichprobe mit\ndem Statistischen Bundesamt zusammen, um insbesondere das Erhebungsver-\nfahren sowie die Datenverarbeitung und die Datenaufbereitung bundesweit ein-\nheitlich durchzuführen.\n§6\nInkrafttreten\nDiese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.\nDer Bundesrat hat zugestimmt.\nBerlin, den 25. Juni 2010\nDie Bundeskanzlerin\nDr. A n g e l a M e r k e l\nDer Bundesminister des Innern\nThomas de Maizière"]}