{"id":"bgbl1-2009-66-3","kind":"bgbl1","year":2009,"number":66,"date":"2009-10-08T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2009/66#page=9","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2009-66-3/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2009/bgbl1_2009_66.pdf#page=9","order":3,"title":"Erste Verordnung zur Änderung der Nährwert-Kennzeichnungsverordnung","law_date":"2009-10-01T00:00:00Z","page":3221,"pdf_page":9,"num_pages":2,"content":["Bundesgesetzblatt Jahrgang 2009 Teil I Nr. 66, ausgegeben zu Bonn am 8. Oktober 2009                  3221\nErste Verordnung\nzur Änderung der Nährwert-Kennzeichnungsverordnung*)\nVom 1. Oktober 2009\nDas Bundesministerium für Ernährung, Landwirt-                          „11. Ballaststoffe:\nschaft und Verbraucherschutz verordnet aufgrund des\n§ 35 Nummer 1 Buchstabe b in Verbindung mit § 70                                 Kohlenhydratpolymere mit drei oder mehr\nAbsatz 5 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbu-                             Monomereinheiten, die im Dünndarm des\nches in der Fassung der Bekanntmachung vom 24. Juli                              Menschen weder verdaut noch absorbiert\n2009 (BGBl. I S. 2205) im Einvernehmen mit dem Bun-                              werden und zu folgenden Kategorien zählen:\ndesministerium für Wirtschaft und Technologie:                                   a) essbare Kohlenhydratpolymere, die in Le-\nbensmitteln, wenn diese verzehrt werden,\nArtikel 1                                            auf natürliche Weise vorkommen;\nDie     Nährwert-Kennzeichnungsverordnung                   vom\nb) essbare Kohlenhydratpolymere, die auf\n25. November 1994 (BGBl. I S. 3526), die zuletzt durch\nphysikalische, enzymatische oder chemi-\nArtikel 1 der Verordnung vom 22. Februar 2006 (BGBl. I\nsche Weise aus Lebensmittelrohstoffen\nS. 444) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:\ngewonnen werden und nach allgemein\n1. § 2 wird wie folgt geändert:                                                     anerkannten wissenschaftlichen Nachwei-\na) In Nummer 3 werden                                                           sen eine positive physiologische Wirkung\nbesitzen;\naa) jeweils am Ende des vorletzten Spiegelstri-\nches und des letzten Spiegelstriches ein                             c) essbare synthetische Kohlenhydratpoly-\nKomma und                                                               mere, die nach allgemein anerkannten\nbb) nach dem letzten Spiegelstrich die Wörter                               wissenschaftlichen Nachweisen eine po-\nsitive physiologische Wirkung besitzen;“.\n„ – ein Gramm Ballaststoffe 8 kJ (oder 2 kcal),\n– ein Gramm Erythritol           0 kJ (oder 0 kcal)“        c) Die bisherige Nummer 11 wird Nummer 12.\neingefügt.                                                    2. § 8 wird wie folgt geändert:\nb) Nach Nummer 10 wird folgende Nummer 11 ein-\na) Der bisherige Wortlaut wird Absatz 1.\ngefügt:\nb) Folgender Absatz 2 wird angefügt:\n*) Diese Verordnung dient der Umsetzung der Richtlinie 2008/100/EG\nder Kommission vom 28. Oktober 2008 zur Änderung der Richtlinie             „(2) Lebensmittel, die den bis zum Ablauf des\n90/496/EWG des Rates über die Nährwertkennzeichnung von Le-              8. Oktober 2009 geltenden Vorschriften dieser\nbensmitteln hinsichtlich der empfohlenen Tagesdosen, der Umrech-\nnungsfaktoren für den Energiewert und der Definitionen (ABl. L 285       Verordnung entsprechen, dürfen noch bis zum\nvom 29.10.2008, S. 9)                                                    30. Oktober 2012 in Verkehr gebracht werden.“","3222 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2009 Teil I Nr. 66, ausgegeben zu Bonn am 8. Oktober 2009\n3. Anlage 1 wird wie folgt gefasst:\n„Anlage 1\n(zu § 2 Nummer 2 Buchstabe c, § 4 Absatz 2\nNummer 6 und § 5 Absatz 3 Nummer 4 und Absatz 6)\nVitamine und Mineralstoffe,\ndie in der Angabe enthalten sein können, und ihre empfohlene Tagesdosis\nVitamin A (µg)1)                                                   800\nVitamin D (µg)                                                         5\nVitamin E (mg)                                                       12\nVitamin K (µg)                                                       75\nVitamin C (mg)                                                       80\nThiamin (Vitamin B1) (mg)                                              1,1\nRiboflavin (Vitamin B2) (mg)                                           1,4\nNiacin (mg)                                                          16\nVitamin B6 (mg)                                                        1,4\nFolsäure (µg)                                                      200\nVitamin B12 (µg)                                                       2,5\nBiotin (µg)                                                          50\nPantothensäure (mg)                                                    6\nKalium (mg)                                                      2 000\nChlorid (mg)                                                       800\nKalzium (mg)                                                       800\nPhosphor (mg)                                                      700\nMagnesium (mg)                                                     375\nEisen (mg)                                                           14\nZink (mg)                                                            10\nKupfer (mg)                                                            1\nMangan (mg)                                                            2\nFluorid (mg)                                                           3,5\nSelen (µg)                                                           55\nChrom (µg)                                                           40\nMolybdän (µg)                                                        50\nJod (µg)                                                           150\n1\n) Amtliche Anmerkung: 1 µg Vitamin A entsprechen 6 µg all-trans-ß-Carotin oder 12 µg andere\nProvitamin A-Carotinoide.\nIn der Regel sollte eine Menge von 15 Prozent der in dieser Anlage angege-\nbenen empfohlenen Tagesdosis in 100 g oder 100 ml oder in einer Packung,\nsofern die Packung nur eine einzige Portion enthält, bei der Festsetzung der\nsignifikanten Menge berücksichtigt werden.“\nArtikel 2\nDiese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.\nBonn, den 1. Oktober 2009\nDie Bundesministerin\nf ü r E r n ä h r u n g , L a n d w i r t s c h a f t u n d Ve r b r a u c h e r s c h u t z\nIlse Aigner"]}