{"id":"bgbl1-2009-14-6","kind":"bgbl1","year":2009,"number":14,"date":"2009-03-20T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2009/14#page=24","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2009-14-6/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2009/bgbl1_2009_14.pdf#page=24","order":6,"title":"Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (zu Artikel 9 Abs. 2 Satz 1 und 2 sowie Artikel 21 Nr. 1, 2, 7, 13 und 14 des Bayerischen Versammlungsgesetzes)","law_date":"2009-03-13T00:00:00Z","page":524,"pdf_page":24,"num_pages":1,"content":["524 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2009 Teil I Nr. 14, ausgegeben zu Bonn am 20. März 2009\nEntscheidung des Bundesverfassungsgerichts\nAus dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 17. Februar 2009\n– 1 BvR 2492/08 – wird folgende Entscheidungsformel veröffentlicht:\n1. Artikel 21 Nummer 1, 2, 7, 13 und 14 des Bayerischen Versammlungsge-\nsetzes vom 22. Juli 2008 (GVBl S. 421) wird einstweilen außer Kraft gesetzt.\n2. Artikel 9 Absatz 2 Satz 2 des Bayerischen Versammlungsgesetzes ist einst-\nweilen mit der Maßgabe anzuwenden, dass zugleich die Voraussetzungen\ndes Artikel 9 Absatz 1 Satz 1 des Bayerischen Versammlungsgesetzes vor-\nliegen müssen. Eine Auswertung der Übersichtsaufzeichnungen ist nur un-\nverzüglich nach Beendigung der Versammlung zulässig. Soweit danach die\nDaten nicht in Bezug auf einzelne Personen zur Verfolgung von Straftaten im\nZusammenhang mit der aufgezeichneten Versammlung oder zur Abwehr\nkünftiger versammlungsspezifischer Gefahren gemäß Artikel 9 Absatz 4\nSatz 1 Nummer 2 des Bayerischen Versammlungsgesetzes benötigt werden,\nmüssen sie innerhalb von zwei Monaten gelöscht oder irreversibel anonymi-\nsiert werden. Soweit Artikel 9 Absatz 2 und 4 des Bayerischen Versamm-\nlungsgesetzes weitergehende Nutzungen zulässt, wird die Vorschrift einst-\nweilen außer Kraft gesetzt.\n3. Artikel 9 Absatz 2 Satz 1 des Bayerischen Versammlungsgesetzes ist einst-\nweilen mit der Maßgabe anzuwenden, dass Übersichtsaufnahmen zur Len-\nkung und Leitung des Polizeieinsatzes nur zulässig sind, wenn sie wegen der\nGröße oder Unübersichtlichkeit der Versammlung im Einzelfall erforderlich\nsind.\nBerlin, den 13. März 2009\nDie Bundesministerin der Justiz\nBrigitte Zypries"]}