{"id":"bgbl1-2008-51-7","kind":"bgbl1","year":2008,"number":51,"date":"2008-11-13T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2008/51#page=20","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2008-51-7/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2008/bgbl1_2008_51.pdf#page=20","order":7,"title":"Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (zu § 2 Abs. 2 des Beratungshilfegesetzes)","law_date":"2008-11-06T00:00:00Z","page":2180,"pdf_page":20,"num_pages":1,"content":["2180 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2008 Teil I Nr. 51, ausgegeben zu Bonn am 13. November 2008\nEntscheidung des Bundesverfassungsgerichts\nAus dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 14. Oktober 2008\n– 1 BvR 2310/06 – wird folgende Entscheidungsformel veröffentlicht:\n§ 2 Absatz 2 des Gesetzes über Rechtsberatung und Vertretung für Bürger mit\ngeringem Einkommen (Beratungshilfegesetz) vom 18. Juni 1980 (Bundesge-\nsetzblatt I Seite 689) in der Fassung des Gesetzes zur Änderung des Beratungs-\nhilfegesetzes und anderer Gesetze vom 14. September 1994 (Bundesgesetz-\nblatt I Seite 2323) ist mit Artikel 3 Absatz 1 des Grundgesetzes unvereinbar,\nsoweit er die Gewährung von Beratungshilfe nicht auch in Angelegenheiten\ndes Steuerrechts ermöglicht.\nFür die Übergangszeit bis zu einer gesetzlichen Neuregelung darf die Gewäh-\nrung von Beratungshilfe in Angelegenheiten, die den Finanzgerichten zugewie-\nsen sind, nicht deshalb versagt werden, weil diese Angelegenheiten nicht zu\nden in § 2 Absatz 2 des Gesetzes über Rechtsberatung und Vertretung für\nBürger mit geringem Einkommen aufgeführten Rechtsgebieten zählen.\nDie vorstehende Entscheidungsformel hat gemäß § 31 Abs. 2 des Bundes-\nverfassungsgerichtsgesetzes Gesetzeskraft.\nBerlin, den 6. November 2008\nDie Bundesministerin der Justiz\nBrigitte Zypries"]}