{"id":"bgbl1-2008-22-2","kind":"bgbl1","year":2008,"number":22,"date":"2008-06-09T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2008/22#page=4","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2008-22-2/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2008/bgbl1_2008_22.pdf#page=4","order":2,"title":"Fünfunddreißigste Verordnung zur Änderung der Futtermittelverordnung","law_date":"2008-05-30T00:00:00Z","page":964,"pdf_page":4,"num_pages":5,"content":["964                 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2008 Teil I Nr. 22, ausgegeben zu Bonn am 9. Juni 2008\nFünfunddreißigste Verordnung\nzur Änderung der Futtermittelverordnung*)\nVom 30. Mai 2008\nAuf Grund des § 23 Nr. 1 Buchstabe b und Nr. 4 und des § 35 Nr. 1, jeweils in Verbindung mit § 70 Abs. 5, und\ndes § 70 Abs. 7 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches in der Fassung der Bekanntmachung vom\n26. April 2006 (BGBl. I S. 945) verordnet das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucher-\nschutz im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie:\nArtikel 1\nDie Futtermittelverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 24. Mai 2007 (BGBl. I S. 770), zuletzt\ngeändert durch die Verordnung vom 28. Februar 2008 (BGBl. I S. 274), wird wie folgt geändert:\n1. § 28 Abs. 4 wird gestrichen.\n2. § 36a Abs. 2 Nr. 9 wird wie folgt gefasst:\n„9. ohne Zulassung nach § 28 Abs. 1 oder 2 Futtermittel dekontaminiert oder Grünfutter, Lebensmittel oder\nLebensmittelreste zum Zweck der Herstellung eines Einzelfuttermittels oder Mischfuttermittels trocknet,“.\n3. Die Anlage 2a wird wie folgt geändert:\na) Die Position „Verringerung der Gefahr des Milchfiebers“ wird wie folgt gefasst:\n1                  2               3                 4                5                  6                         7\n„Verringerung niedriger              Milchkühe       Calcium                             1–4 Wochen vor a) Angabe in der Ge-\nder Gefahr       Calcium-                            Phosphor                            dem Abkalben           brauchsanweisung:\ndes Milchfie- gehalt                                 Magnesium                                                  „Nur bis zum Abkalben\nbersa)                                                                                                          verfüttern.“\noder\nenges                               Calcium\nKationen/                           Phosphor\nAnionen-                            Natrium\nVerhältnis                          Kalium\nChloride\nSchwefel\nhoher Gehalt                        Gehalt an                           2 Wochen vor       a) Angabe in der Ge-\nan Zeolit                           synthetischem                       dem Abkalben           brauchsanweisung:\n(synthetisches                      Natrium-Alu-\n– „Die Menge des Fut-\nNatrium-Alu-                        miniumsilikat\ntermittels ist so zu\nminiumsilikat)\nbeschränken, dass\neine tägliche Aufnah-\nme von 500 g Na-\ntrium-Aluminiumsili-\nkat pro Tier nicht\nüberschritten wird.“\n– „Nur bis zum Abkal-\nben verfüttern.“\nhoher Cal-                          Gesamtgehalt                        Beginn bei den b) Hinweise auf Verpa-\nciumgehalt                          an Calcium,                         ersten Geburts-        ckung, Behältnis oder\nin Form von                         Quellen und                         anzeichen bis          Etikett:\nleicht verfüg-                      jeweilige Cal-                      zwei Tage nach\n– Gebrauchsanwei-\nbaren Calcium-                      ciummenge                           der Geburt\nsung, d. h. Anzahl der\nsalzen\nAnwendungen und\nDauer vor und nach\ndem Abkalben;\n– „Es wird empfohlen,\nvor der Verwendung\nden Rat eines Fach-\nmannes einzuholen.“ “\n*) Diese Verordnung dient auch der Umsetzung der Richtlinie 2007/73/EG der Kommission vom 13. Dezember 2007 zur Änderung bestimmter\nAnhänge der Richtlinien 86/362/EWG und 90/642/EWG des Rates bezüglich der dort festgesetzten Rückstandshöchstgehalte für Acetamiprid,\nAtrazin, Deltamethrin, Imazalil, Indoxacarb, Pendimethalin, Pymetrozin, Pyraclostrobin, Thiacloprid und Trifloxystrobin (ABl. EU Nr. L 329 S. 40).\nDiese Verordnung dient der Umsetzung der Richtlinie 2008/4/EG der Kommission vom 9. Januar 2008 zur Änderung der Richtlinie 94/39/EG in\nBezug auf Futtermittel zur Verringerung der Gefahr von Milchfieber (ABl. EU Nr. L 6 S. 4, Nr. L 22 S. 21).","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2008 Teil I Nr. 22, ausgegeben zu Bonn am 9. Juni 2008                                965\nb) Die Position „Verringerung der Gefahr des Wiederauftretens von Struvitsteinen“ wird wie folgt gefasst:\n1                2                3               4                 5              6                        7\n„Verringe-      mittlerer Mag-   Hunde und       Calcium           Einzelfutter- bis zu 6 Mona-      a) Angabe in der Ge-\nrung der Ge-    nesiumgehalt,    Katzen          Phosphor          mittel oder    ten                   brauchsanweisung: „Es\nfahr des Wie-   harnsäuernde                     Natrium           Zusatzstoffe                         wird empfohlen, vor der\nderauftretens   Stoffe                           Magnesium         als harnsäu-                         Verfütterung den Rat ei-\nvon Struvit-                                     Kalium            ernde Stoffe                         nes Tierarztes einzuho-\nsteinenb)                                        Chloride          (falls zuge-                         len.“\nSchwefel          setzt)                            b) Bei Futtermitteln für Kat-\nzen kann der Angabe des\nbesonderen Ernährungs-\nzweckes die Angabe „Er-\nkrankung der unteren\nHarnwege bei Katzen“\noder „Felines Urologi-\nsches Syndrom – FUS“\nhinzugefügt werden.“\nc) Folgende Fußnoten a und b werden angefügt:\n„a) Diese Position ist bis zum 29. Juli 2008 in der am 9. Juni 2008 geltenden Fassung anzuwenden.\nb\n) Diese Position ist bis zum 1. Dezember 2008 in der am 9. Juni 2008 geltenden Fassung anzuwenden; Futtermittel in Fertig-\npackungen, die der ab dem 2. Dezember 2008 geltenden Fassung nicht entsprechen und die bis zum 1. Dezember 2008\nerstmals in den Verkehr gebracht worden sind, dürfen weiter in den Verkehr gebracht werden.“\n4. Die Anlage 5a Teil B wird wie folgt geändert:\na) Die Position „Acetamiprid“ wird wie folgt gefasst:\n1                  2                              3                                       4                        5\n„Acetamipridz)      135410-20-7       (E)-N1-[(6-Chlor-3-pyridyl)methyl]-        Endivien, Feldsalat, Petersilie          5\nN2-cyano-N1-methylacetamidin               und Salat\nZitrusfrüchte, Kernobst                  1\nCucurbitaceen mit genießbarer            0,3\nSchale und Paprika\nKirschen                                 0,2\nAprikosen, Auberginen, Hopfen,           0,1\nPfirsiche, Tee und Tomaten\nBaumwollsamen und                        0,02\nPflaumen\nübrige pflanzliche Futtermittel,         0,01\nausgenommen Gewürze\nAcetamiprid         135410-20-7       (E)-N1-[(6-Chlor-        7                 Niere                                    0,2\n3-pyridyl)methyl]-       3                 Leber                                    0,1\nN2-cyano-N1-methyl=      3  Insgesamt\nacetamidin               8  berechnet\nals Aceta-\nN-desmethyl-                          (E)-N1-[(6-Chlor-3-      3  miprid         übrige Futtermittel tierischen           0,05“.\nacetamiprid                           pyridyl)methyl]-N2-      3                 Ursprungs\n(IM-2-1)                              cyano-N1-acetamidin      9\nb) Die Position „Imazalil“ wird wie folgt gefasst:\n1                  2                             3                                       4                        5\n„Imazalilza)          35554-44-0      1-[2-(2,4-Dichlorphenyl)-2-               Zitrusfrüchte                            5\n(2-propenyloxy)-ethyl]-imidazol\nKartoffeln                               3\nBananen, Kernobst und Melonen            2\nTomaten                                  0,5\nCucurbitaceen mit genießbarer            0,2\nSchale\nHopfen und Tee                           0,1\nFuttermittel tierischen Ursprungs        0,02\nübrige pflanzliche Futtermittel,         0,05“.\nausgenommen Gewürze","966              Bundesgesetzblatt Jahrgang 2008 Teil I Nr. 22, ausgegeben zu Bonn am 9. Juni 2008\nc) Die Position „Indoxacarb“ wird wie folgt gefasst:\n1             2                           3                                       4                   5\nIndoxacarb        173584-44-6    (S)-7-Chlor-3-[methoxycarbonyl-         Kopfkohl                             3\n(einschließlich                  (4-trifluormethoxy-phenyl)car-\nEndivie, Salat, Spinat, Kräuter und  2\nverwandter                       bamoyl]-2,5-dihydroindeno[1,2-e]\nTrauben\nIsomere)z)                       [1,3,4]oxadiazin-4a(3H)-carbon=\nsäuremethylester                        Feldsalat, Johannisbeeren und        1\nStachelbeeren\nSumme der Isomeren S und R\nÄpfel, Auberginen, Sojabohnen        0,5\nund Tomaten\nAprikosen, Blumenkohle, Fett,        0,3\nsonstiges Kernobst, Rahm,\nPaprika und Pfirsiche\nBananen, Chinakohl, Cucurbi-         0,2\ntaceen mit genießbarer Schale,\nGrünkohle, Rettiche und\nRadieschen\nArtischocken und Cucurbitaceen       0,1\nmit ungenießbarer Schale\nHopfen, sonstige Ölsaaten,           0,05\nSchalenfrüchte und Tee\nMilch, ausgenommen Rahm,             0,02\nsowie übrige pflanzliche Futter-\nmittel, ausgenommen Gewürze\nFuttermittel aus Landtieren, aus-    0,01“.\ngenommen Fette sowie Eier\nd) Die Position „Pendimethalin“ wird wie folgt gefasst:\n1             2                           3                                       4                   5\n„Pendimethalinz)  40487-42-1     N-(1-Ethylpropyl)-2,6-dinitro-3,4-xyli- Karotten, Pastinaken, Meerrettich,   0,2\ndin                                     Petersilienwurzel, Hülsenfrüchte\nund Hülsengemüse\nKnollensellerie, Ölsaaten,           0,1\nStangensellerie, Tee und Hopfen\nübrige pflanzliche Futtermittel,     0,05\nausgenommen Gewürze\nFuttermittel tierischen Ursprungs    0,05“.\ne) Die Position „Pymetrozin“ wird wie folgt gefasst:\n1             2                           3                                       4                   5\n„Pymetrozinz)     123312-89-0    (E)-6-methyl-4-[(pyridin-3-ylmethylen)  Hopfen                              15\namino]-4,5-dihydro-2H-[1,2,4]-triazin-\nBrombeeren und Himbeeren             3\n3-on\nSalate                               2\nHülsengemüse, Kräuter und            1\nPaprika\nAuberginen, Erdbeeren (ohne          0,5\nWildfrüchte), Cucurbitaceen mit\ngenießbarer Schale, Johannis-\nbeeren, Stachelbeeren und\nTomaten\nZitrusfrüchte                        0,3\nBlattkohle und Cucurbitaceen mit     0,2\nungenießbarer Schale\nTee                                  0,1\nAprikosen, Baumwollsamen,            0,05\nKopfkohl und Pfirsiche\nübrige pflanzliche Futtermittel,     0,02\nausgenommen Gewürze\nFuttermittel tierischen Ursprungs    0,01“.","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2008 Teil I Nr. 22, ausgegeben zu Bonn am 9. Juni 2008                      967\nf) Die Position „Pyraclostrobin“ wird wie folgt gefasst:\n1              2                           3                                     4                    5\n„Pyraclostrobinz) 175013-18-0   Methyl N-(2-{[1-(4-chlorphenyl)-        Feldsalat und Hopfen                10\n1H-pyrazol-3-yl]oxymethyl}phenyl)\nJohannisbeeren, Keltertrauben,       2\nN-methoxy carbamat\nKräuter und sonstige Salate\nBrombeeren, Himbeeren,               1\nPistazien, Tafeltrauben und\nZitrusfrüchte\nErdbeeren (ohne Wildfrüchte),        0,5\nsonstige andere Kleinfrüchte und\nBeeren (ohne Wildfrüchte), Paprika\nund Porree\nGerste, Hafer, Hülsenfrüchte,        0,3\nKernobst, Kirschen, Meerrettich\nund Pastinaken\nAprikosen, Auberginen, Knob-         0,2\nlauch, Kopfkohl, Pfirsiche,\nRosenkohl, Schalotten, Speise-\nzwiebeln und Tomaten\nBlumenkohle, Karotten, Pflaumen,     0,1\nPetersilienwurzel, Roggen,\nSchwarzwurzel, Triticale und\nWeizen\nMangos, Papayas, Tee sowie           0,05\nFuttermittel aus Landtieren und\nEier\nübrige pflanzliche Futtermittel,     0,02\nausgenommen Gewürze\nMilch                                0,01“.\ng) Die Position „Thiacloprid“ wird wie folgt gefasst:\n1              2                           3                                     4                    5\n„Thiaclopridz)    111988-49-9   (Z)-N-{3-[(6-Chlor-3-pyridinyl)methyl]- Kräuter                              3\n1,3-thiazolan-2-yliden}cyanamid\nSalate                               2\nandere Kleinfrüchte und Beeren       1\n(ohne Wildfrüchte), Gemüse-\nbohnen (mit Hülsen), Paprika\nund Strauchbeerenobst (ohne\nWildfrüchte)\nAuberginen, Erdbeeren (ohne          0,5\nWildfrüchte), Papayas und\nTomaten\nAprikosen, Cucurbitaceen mit         0,3\ngenießbarer Schale, Kernobst,\nKirschen, Nieren, Leber, Pfirsiche\nund Rapssamen\nMelonen, Senfkörner und              0,2\nWassermelonen\nPflaumen                             0,1\nFett, Fleisch, Hopfen, sonstige Öl-  0,05\nsaaten und Tee\nMilch                                0,03\nGetreide sowie übrige pflanzliche    0,02\nFuttermittel, ausgenommen\nGewürze\nEier sowie übrige Futtermittel aus   0,01“.\nLandtieren","968                Bundesgesetzblatt Jahrgang 2008 Teil I Nr. 22, ausgegeben zu Bonn am 9. Juni 2008\nh) Die Position „Trifloxystrobin“ wird wie folgt gefasst:\n1                   2                               3                                       4                5\n„Trifloxystrobinz)      141517-21-7      (E,E)-Methoxyimino-{2-[1-(3-trifluor=      Hopfen                           30\nmethylphenyl)-ethylidenaminoxy=\nTrauben                           5\nmethyl]phenyl}essigsäuremethylester\nAprikosen, Johannisbeeren,        1\nKirschen, Papayas, Pfirsiche und\nStachelbeeren\nErdbeeren (ohne Wildfrüchte),     0,5\nGemüsebohnen (mit Hülsen),\nKernobst, Mangos und\nTomaten\nGerste, Melonen, Paprika und      0,3\nZitrusfrüchte\nCucurbitaceen mit genießbarer     0,2\nSchale, Kopfkohle, Pflaumen,\nPorree und Wassermelonen\nBananen, Blumenkohl, Broccoli,    0,05\nKarotten, Ölsaaten, Roggen, Tee,\nTriticale und Weizen\nübrige pflanzliche Futtermittel,  0,02“.\nausgenommen Gewürze\ni) Die Fußnoten werden wie folgt ergänzt:\n„z) Diese Position ist bis zum 14. Juni 2008 in der am 9. Juni 2008 geltenden Fassung anzuwenden; Futtermittel für Heimtiere in\nFertigpackungen, die der ab dem 15. Juni 2008 anzuwendenden Fassung nicht entsprechen und die bis zum 14. Juni 2008\nerstmals in den Verkehr gebracht worden sind, dürfen weiter in den Verkehr gebracht werden.\nza\n) Diese Position ist bis zum 14. September 2008 in der am 9. Juni 2008 geltenden Fassung anzuwenden; Futtermittel für Heim-\ntiere in Fertigpackungen, die der ab dem 15. September 2008 anzuwendenden Fassung nicht entsprechen und die bis zum\n14. September 2008 erstmals in den Verkehr gebracht worden sind, dürfen weiter in den Verkehr gebracht werden.“\nArtikel 2\nDiese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.\nBonn, den 30. Mai 2008\nDer Bundesminister\nf ü r E r n ä h r u n g , L a n d w i r t s c h a f t u n d Ve r b r a u c h e r s c h u t z\nHorst Seehofer"]}