{"id":"bgbl1-2008-13-5","kind":"bgbl1","year":2008,"number":13,"date":"2008-04-10T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2008/13#page=115","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2008-13-5/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2008/bgbl1_2008_13.pdf#page=115","order":5,"title":"Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (zu § 113b Satz 1 Nr. 1 des Telekommunikationsgesetzes)","law_date":"2008-04-04T00:00:00Z","page":659,"pdf_page":115,"num_pages":1,"content":["Bundesgesetzblatt Jahrgang 2008 Teil I Nr. 13, ausgegeben zu Bonn am 10. April 2008 659\nEntscheidung des Bundesverfassungsgerichts\nAus dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 11. März 2008\n– 1 BvR 256/08 – wird folgende Entscheidungsformel veröffentlicht:\n§ 113b Satz 1 Nummer 1 des Telekommunikationsgesetzes in der Fassung\ndes Gesetzes vom 21. Dezember 2007 (Bundesgesetzblatt Teil I Seite 3198)\nist bis zur Entscheidung in der Hauptsache nur mit folgenden Maßgaben an-\nzuwenden: Aufgrund eines Abrufersuchens einer Strafverfolgungsbehörde\nnach § 100g Absatz 1 der Strafprozessordnung, das sich auf allein nach\n§ 113a des Telekommunikationsgesetzes gespeicherte Telekommunika-\ntions-Verkehrsdaten bezieht, hat der durch das Abrufersuchen verpflichtete\nAnbieter von Telekommunikationsdiensten die verlangten Daten zu erheben.\nSie sind jedoch nur dann an die ersuchende Behörde zu übermitteln, wenn\nGegenstand des Ermittlungsverfahrens gemäß der Anordnung des Abrufs\neine Katalogtat im Sinne des § 100a Absatz 2 der Strafprozessordnung ist\nund die Voraussetzungen des § 100a Absatz 1 der Strafprozessordnung vor-\nliegen. In den übrigen Fällen des § 100g Absatz 1 der Strafprozessordnung ist\nvon einer Übermittlung der Daten einstweilen abzusehen. Der Diensteanbieter\nhat die Daten zu speichern. Er darf die Daten nicht verwenden und hat sicher-\nzustellen, dass Dritte nicht auf sie zugreifen können.\nDie vorstehende Entscheidungsformel hat gemäß § 31 Abs. 2 des Bundes-\nverfassungsgerichtsgesetzes Gesetzeskraft.\nBerlin, den 4. April 2008\nDie Bundesministerin der Justiz\nBrigitte Zypries"]}