{"id":"bgbl1-2007-48-3","kind":"bgbl1","year":2007,"number":48,"date":"2007-09-20T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2007/48#page=20","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2007-48-3/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2007/bgbl1_2007_48.pdf#page=20","order":3,"title":"Zweiundvierzigste Verordnung zur Änderung der Kosmetik-Verordnung","law_date":"2007-09-10T00:00:00Z","page":2288,"pdf_page":20,"num_pages":3,"content":["2288           Bundesgesetzblatt Jahrgang 2007 Teil I Nr. 48, ausgegeben zu Bonn am 20. September 2007\nZweiundvierzigste Verordnung\nzur Änderung der Kosmetik-Verordnung*)\nVom 10. September 2007\nAuf Grund des § 28 Abs. 1 Nr. 2 in Verbindung mit § 32 Abs. 1 Nr. 1, 4 Buchstabe b, Nr. 5 und 8 und § 70 Abs. 5\ndes Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches in der Fassung der Bekanntmachung vom 26. April 2006 (BGBl. I\nS. 945) verordnet das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Einvernehmen\nmit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie:\nArtikel 1\nDie Kosmetik-Verordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 7. Oktober 1997 (BGBl. I S. 2410), zuletzt\ngeändert durch Artikel 8 der Verordnung vom 8. August 2007 (BGBl. I S. 1816), wird wie folgt geändert:\n1. Dem § 6a wird folgender Absatz 7 angefügt:\n„(7) Kosmetische Mittel, die § 2 in Verbindung mit Anlage 2 Teil A oder § 3a in Verbindung mit Anlage 6 Teil A\nin der jeweils bis zum 22. September 2007 geltenden Fassung entsprechen, dürfen noch bis zum 22. März 2008\nvom Hersteller oder demjenigen, der für das erstmalige Inverkehrbringen des betreffenden kosmetischen Mittels\nverantwortlich ist, erstmals in den Verkehr gebracht und danach noch bis zum 23. Juni 2008 an den Endver-\nbraucher abgegeben werden.“\n2. Der Anlage 2 Teil A werden folgende Nummern 98 bis 101 angefügt:\nEinschränkungen\nLfd.                                                                Zulässige                                Obligatorische Angabe der\nStoff               Anwendungsgebiet                                          Weitere\nNr.                                                          Höchstkonzentration                            Anwendungsbedingungen\nund/oder                                       Einschränkungen\nim kosmetischen                              und Warnhinweise auf der\nVerwendung                                       und Anforderungen\nFertigerzeugnis                                    Etikettierung\na               b                          c                           d                       e                         f\n„98    Salicylsäure4)           a) Haarpflegemittel, die   a) 3,0 %                    Nicht in Mitteln für Nicht zur Pflege von\n(CAS-Nr. 69-72-7)           abgespült werden                                    Kinder unter 3         Kindern unter 3 Jahren\nJahren verwenden, verwenden5)\nb) Andere Mittel           b) 2,0 %                    ausgenommen\nShampoos.\nFür einen anderen\nZweck als die\nHemmung der\nVermehrung von\nMikroorganismen\nim Erzeugnis. Die-\nser Zweck muss\naus der Aufma-\nchung des Er-\nzeugnisses er-\nsichtlich sein.\n99     Anorganische Sulfite a) Oxidative                   a) 0,67 % ausgedrückt       Für einen anderen\nund Bisulfite6)             Haarfärbemittel            als ungebundenes         Zweck als die\nSO2                      Hemmung der\nVermehrung von\nb) Haarglättungsmittel     b) 6,7 % ausgedrückt        Mikroorganismen\nals ungebundenes         im Erzeugnis. Die-\nSO2                      ser Zweck muss\naus der Aufma-\nc) Gesichtsbräunungs-      c) 0,45 % ausgedrückt       chung des Er-\nmittel                     als ungebundenes         zeugnisses er-\nSO2                      sichtlich sein.\nd) Andere Bräunungs-       d) 0,40 % ausgedrückt\nmittel                     als ungebundenes\nSO2\n*) Diese Verordnung dient der Umsetzung der Richtlinie 2007/17/EG der Kommission vom 22. März 2007 zur Änderung der Richtlinie 76/768/EWG\ndes Rates über kosmetische Mittel zwecks Anpassung der Anhänge III und VI an den technischen Fortschritt (ABl. EU Nr. L 82 S. 27).","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2007 Teil I Nr. 48, ausgegeben zu Bonn am 20. September 2007                                       2289\nEinschränkungen\nLfd.                                                                    Zulässige                                  Obligatorische Angabe der\nStoff               Anwendungsgebiet                                               Weitere\nNr.                                                                Höchstkonzentration                             Anwendungsbedingungen\nund/oder                                             Einschränkungen\nim kosmetischen                                und Warnhinweise auf der\nVerwendung                                           und Anforderungen\nFertigerzeugnis                                       Etikettierung\na                 b                           c                            d                          e                          f\n100       Triclocarban7)          Mittel, die abgespült          1,5 %                         Reinheitskriterien:\n(CAS-Nr. 101-20-2)      werden                                                       3,3’,4,4’-Tetrachlo-\nroazobenzol\nunter 1 mg/kg\n3,3’,4,4’-Tetrachlo-\nroazoxybenzol\nunter 1 mg/kg\nFür einen anderen\nZweck als die\nHemmung der\nVermehrung von\nMikroorganismen\nim Erzeugnis. Die-\nser Zweck muss\naus der Aufma-\nchung des Er-\nzeugnisses er-\nsichtlich sein.\n101       Zinkpyrithion8)         Auf den Haaren verblei-        0,1 %                         Für einen anderen\n(CAS-Nr. 13463-41-7) bende Haarpflegemittel                                          Zweck als die\nHemmung der\nVermehrung von\nMikroorganismen\nim Erzeugnis. Die-\nser Zweck muss\naus der Aufma-\nchung des Er-\nzeugnisses er-\nsichtlich sein.\n4\n) Als Konservierungsmittel siehe Anlage 6 Teil A Nr. 3.\n5\n) Nur für Mittel, die gegebenenfalls für die Pflege von Kindern unter 3 Jahren verwendet werden könnten und die längere Zeit mit der Haut in\nBerührung bleiben.\n6\n) Als Konservierungsmittel siehe Anlage 6 Teil A Nr. 9.\n7\n) Als Konservierungsmittel siehe Anlage 6 Teil A Nr. 23.\n8\n) Als Konservierungsmittel siehe Anlage 6 Teil A Nr. 8.“\n3. Anlage 6 Teil A wird wie folgt geändert:\na) Nummer 1 wird wie folgt gefasst:\nObligatorische Angabe der\nLfd.                                               Zulässige                     Einschränkungen             Anwendungsbedingungen\nStoff                                                                                    und Warnhinweise auf der\nNr.                                         Höchstkonzentration               und Anforderungen\nEtikettierung\na                    b                                c                                d                                 e\n„1       Benzoesäure                     Mittel, die abgespült wer-\n(CAS-Nr. 65-85-0)               den, ausgenommen Mund-\nund ihr Natriumsalz             pflegemittel: 2,5 % (Säure)\n(CAS-Nr. 532-32-1)              Mundpflegemittel: 1,7 %\n(Säure)\nAuf der Haut verbleibende\nMittel: 0,5 % (Säure)“.\nb) Folgende Nummer 1a wird eingefügt:\na                   b                                 c                                d                                 e\n„1a     Andere als die unter Nr. 1       0,5 % (Säure)“.\ngenannten Salze der Ben-\nzoesäure und Benzoesäu-\nreester\nc) In den Nummern 2, 4, 7, 12, 14, 18, 19, 21, 22, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 32, 33, 35, 37, 42 und 47 wird\njeweils in Spalte b das Zeichen „(+)“ gestrichen.\nd) In den Nummern 5 und 43 wird jeweils in Spalte b das Zeichen „(+)“ eingefügt.","2290       Bundesgesetzblatt Jahrgang 2007 Teil I Nr. 48, ausgegeben zu Bonn am 20. September 2007\ne) Nummer 8 wird wie folgt gefasst:\na                b                               c                                d                       e\n„8   „Zinkpyrithion (+)              Mittel für Haare 1,0 %           Nur in Mitteln, die abgespült\n(CAS-Nr. 13463-41-7)            Andere Mittel: 0,5 %             werden Verboten in Mund-\npflegemitteln“.\nf) In der Nummer 23 wird das Wort „Triclocarbanum“ durch das Wort „Triclocarban“ ersetzt.\ng) Nummer 36 wird aufgehoben.\nArtikel 2\nInkrafttreten\nDiese Verordnung tritt am 23. September 2007 in Kraft.\nBonn, den 10. September 2007\nDer Bundesminister\nf ü r E r n ä h r u n g , L a n d w i r t s c h a f t u n d Ve r b r a u c h e r s c h u t z\nHorst Seehofer"]}