{"id":"bgbl1-2006-44-2","kind":"bgbl1","year":2006,"number":44,"date":"2006-09-30T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2006/44#page=10","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2006-44-2/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2006/bgbl1_2006_44.pdf#page=10","order":2,"title":"Siebzehnte Verordnung zur Änderung der Rückstands-Höchstmengenverordnung","law_date":"2006-09-21T00:00:00Z","page":2154,"pdf_page":10,"num_pages":4,"content":["2154            Bundesgesetzblatt Jahrgang 2006 Teil I Nr. 44, ausgegeben zu Bonn am 30. September 2006\nSiebzehnte Verordnung\nzur Änderung der Rückstands-Höchstmengenverordnung*)\nVom 21. September 2006\nEs verordnen auf Grund\n– des § 9 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe a in Verbindung mit § 70 Abs. 5 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches\nin der Fassung der Bekanntmachung vom 26. April 2006 (BGBl. I S. 945) das Bundesministerium für Ernährung,\nLandwirtschaft und Verbraucherschutz im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Tech-\nnologie,\n– des § 13 Abs. 5 in Verbindung mit § 70 Abs. 5 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches in der Fassung\nder Bekanntmachung vom 26. April 2006 (BGBl. I S. 945) das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und\nReaktorsicherheit im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucher-\nschutz und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie:\nArtikel 1\nDie Rückstands-Höchstmengenverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. Oktober 1999 (BGBl. I\nS. 2082, 2002 I S. 1004), zuletzt geändert durch die Verordnung vom 27. Juni 2006 (BGBl. I S. 1408), wird wie folgt\ngeändert:\n1. § 6 Abs. 3 wird wie folgt gefasst:\n„(3) Birnen mit einem Gehalt von bis zu 0,2 mg/kg an Chlormequat dürfen noch bis zum 31. Juli 2009 in den\nVerkehr gebracht werden.“\n2. In Anlage 1 Liste A werden in der Position „Benomyl, Carbendazim, Thiophanat-methyl“ in der Spalte „Höchst-\nmenge in mg pro kg“ die Angabe „0,1“ durch die Angabe „0,05“ ersetzt.\n3. Anlage 2 Liste A wird wie folgt geändert:\na) Die Position „Benomyl, Carbendazim, Thiophanat-methyl“ wird durch die folgende Position „Benomyl, Car-\nbendazim, Thiophanat-methyl“ ersetzt:\n17804-35-2       Methyl-1-(butylcarba=                           2        Gerste, Hafer, Okra\n„Benomyl\nmoyl) benzimidazol-2-yl-    7\ncarbamat\n3                   0,5      Auberginen, Keltertrauben, Kirschen,\nPflaumen, Rosenkohl, Tomaten\nCarbendazim       10605-21-7       Methyl-benzimidazol-        3\n2-yl-carbamat               3                   0,3      Tafeltrauben\n3   insgesamt       0,2      Aprikosen, Bohnen mit Hülsen (frisch),\n8   berechnet als            Erbsen mit Hülsen (frisch), Kernobst,\n3   Carbendazim              Papayas, Pfirsiche, Sojabohnen\n3                   0,1      Roggen, Triticale, Weizen,\n3                            andere pflanzliche Lebensmittel außer\n3                            übriges Getreide\n9                   0,01     übriges Getreide“.\n*) Diese Verordnung dient der Umsetzung der Richtlinien:\n– 2006/4/EG der Kommission vom 26. Januar 2006 zur Änderung der Anhänge der Richtlinien 86/362/EWG und 90/642/EWG des Rates bezüg-\nlich der Rückstandshöchstgehalte für Carbofuran (ABl. EU Nr. L 23 S. 69),\n– 2006/9/EG der Kommission vom 23. Januar 2006 zur Änderung der Richtlinie 90/642/EWG des Rates bezüglich der dort festgesetzten Rück-\nstandshöchstgehalte für Diquat (ABl. EU Nr. L 22 S. 24),\n– 2006/30/EG der Kommission vom 13. März 2006 zur Änderung der Richtlinien 86/362/EWG, 86/363/EWG und 90/642/EWG des Rates bezüg-\nlich der Rückstandshöchstgehalte für die Benomylgruppe (ABl. EU Nr. L 75 S. 7),\n– 2006/53/EG der Kommission vom 7. Juni 2006 zur Änderung der Richtlinie 90/642/EWG des Rates bezüglich der dort festgesetzten Rück-\nstandshöchstgehalte für Fenbutatinoxid, Fenhexamid, Cyazofamid, Linuron, Triadimefon/Triadimenol, Pymetrozin und Pyraclostrobin (ABl. EU\nNr. L 154 S. 11),\n– 2006/60/EG der Kommission vom 7. Juli 2006 zur Änderung der Richtlinie 90/642/EWG des Rates bezüglich der dort festgesetzten Rück-\nstandshöchstgehalte für Trifloxystrobin, Thiabendazol, Abamectin, Benomyl, Carbendazim, Thiophanatmethyl, Myclobutanyl, Glyphosat,\nTrimethylsulfon, Fenpropimorph und Chlormequat (ABl. EU Nr. L 206 S. 1) und\n– 2005/74/EG der Kommission vom 25. Oktober 2005 zur Änderung der Richtlinie 90/642/EWG des Rates hinsichtlich der Rückstandshöchst-\nwerte für Ethofumesat, Lambda-Cyhalothrin, Methomyl, Pymetrozin und Thiabendazol (ABl. EU Nr. L 282 S. 9).","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2006 Teil I Nr. 44, ausgegeben zu Bonn am 30. September 2006             2155\nb) Die Position „Carbofuran“ wird wie folgt gefasst:\n1563-66-2       2,3-Dihydro-2,2-di=                    0,3   Zitrusfrüchte\n„Carbofuran\nmethyl-7-benzofuranyl-\n7\nmethylcarbamat         3 insgesamt     0,1   Ölsaaten\n3-Hydroxy=      16655-82-6      2,3-Dihydro-2,2-di=    8 berechnet als\n0,05  Hopfen, Tee\nCarbofuran\ncarbofuran                      methyl-3-hydroxy-7-\nbenzofuranyl-methyl=\n3\ncarbamat               9               0,02  andere pflanzliche Lebensmittel“.\nc) In der Position „Cyazofamid“ werden in der Spalte „in oder auf folgenden Lebensmitteln“\naa) die Wörter „Tafel- und Keltertrauben“ durch das Wort „Trauben“ und\nbb) das Wort „Gurken“ durch die Wörter „Cucurbitaceen mit genießbarer Schale“\nersetzt.\nd) Die Position „Deiquat“ wird wie folgt gefasst:\n„Deiquat        2764-72-9       9,10-Dihydro-8a,10a-                   10    Gerste\ndiazonia-phenanthren-\nIon                                     5    Leinsamen\n2    Hafer, Rapssamen\n1    Hirse, Mais, Sonnenblumenkerne\n0,5  Hanfsamen, Senfsaat\n0,2  Hülsenfrüchte, Sojabohnen\n0,1  Hopfen, übrige Ölsaat, Tee\n0,05 andere pflanzliche Lebensmittel“.\ne) Nach der Position „Diphenylamin“ wird die folgende Position „Diquat“ eingefügt:\n„Diquat         siehe Deiquat“.\nf) Die Position „Fenbutatin-oxid“ wird wie folgt gefasst:\n„Fenbutatin-    13356-08-6      Hexakis-(2-methyl-2-                   5     Brombeeren, Himbeeren, Zitrus-\noxid                            phenylpropyl)-distann=                       früchte\noxan\n3     Bananen\n2     Kernobst, Trauben\n1     Erdbeeren, Solanaceen\n0,5   Gurken außer Einlegegurken, Zucchini\n0,1   Hopfen, Tee\n0,05  andere pflanzliche Lebensmittel“.\ng) In der Position „Fenhexamid“ wird in der Spalte „in oder auf folgenden Lebensmitteln“ das Wort „Salat“ durch\ndie Wörter „frische Kräuter, Salatarten“ ersetzt.\nh) In der Position „Lambda-Cyhalothrin“ wird in der Spalte „in oder auf folgenden Lebensmitteln“ das Wort\n„Spinat“ durch die Wörter „Spinat und verwandte Arten“ ersetzt.\ni) In der Position „Linuron“ werden in der Spalte „in oder auf folgenden Lebensmitteln“ die Wörter „Petersilie,\nSellerieblätter“ durch die Wörter „frische Kräuter“ ersetzt.\nj) In der Position „Propiconazol“ wird die Spalte „in oder auf folgenden Lebensmitteln“ wie folgt geändert:\naa) Das Wort „Lauch,“ wird gestrichen.\nbb) Das Wort „Ölsaaten“ wird durch die Wörter „Ölsaat, Porree“ ersetzt.","2156        Bundesgesetzblatt Jahrgang 2006 Teil I Nr. 44, ausgegeben zu Bonn am 30. September 2006\nk) Die Position „Pymetrozin“ wird wie folgt gefasst:\n„Pymetrozin     123312-89-0  (E)-6Methyl-4-[(pyridin-                15     Hopfen\n3-ylmethylen)amino]-\n4,5-dihydro-2H-[1,2,4]-                  2     Salatarten\ntriazin-3-on\n1     Hülsengemüse (frisch), frische Kräu-\nter, Paprika\n0,5   Auberginen, Cucurbitaceen mit ge-\nnießbarer Schale, Tomaten\n0,3   Zitrusfrüchte\n0,2   Blattkohle, Cucurbitaceen mit unge-\nnießbarer Schale\n0,1   Tee\n0,05  Aprikosen, Baumwollsamen, Kopf-\nkohl, Pfirsiche\n0,02  andere pflanzliche Lebensmittel“.\nl) Die Position „Pyraclostrobin“ wird wie folgt gefasst:\n„Pyraclostrobin 175013-18-0  Methyl-N-[2-[[1-(4-                     10     Hopfen\nchlorphenyl)pyrazol-3-yl]\noxy]-o-toluol]-N-                        2     Keltertrauben, frische Kräuter, Salat-\nmethoxycarbamat                                arten\n1     Pistazien, Tafeltrauben, Zitrusfrüchte\n0,5   Erdbeeren, Paprika, Porree\n0,3   Gerste, Hafer, Hülsenfrüchte, Kern-\nobst, Meerrettich, Pastinaken\n0,2   Aprikosen, Auberginen, Kirschen,\nKopfkohl, Knoblauch, Pfirsiche,\nRosenkohl, Schalotten, Tomaten,\nZwiebeln\n0,1   Blumenkohle, Karotten, Pflaumen,\nRoggen, Triticale, Weizen\n0,05  Mangos, Papayas, Tee, teeähnliche\nErzeugnisse\n0,02  andere pflanzliche Lebensmittel“.\nm) Nach der Position „Thiofanox, Thiofanox-sulfoxid, Thiofanox-sulfon“ wird die folgende Position „Thiophanat=\nmethyl“ eingefügt:\n„Thiophanat=    23564-05-8   Dimethyl-4,4’-o-pheny=                  3      Keltertrauben\nmethyl                       len-bis-(3-thioallopha=\nnat)                                    2      Aprikosen, Auberginen, Pfirsiche,\nTomaten\n1      Okra, Papayas, Rosenkohl\n0,5    Kernobst\n0,3    Cucurbitaceen mit ungenießbarer\nSchale, Gerste, Hafer, Kirschen,\nPflaumen, Sojabohnen\n0,2    Schalenfrüchte\n0,1    andere pflanzliche Lebensmittel außer\nGetreide\n0,05   Roggen, Triticale, Weizen\n0,01   übriges Getreide“.\nn) In der Position „Triadimefon“ werden in der Spalte „in oder auf folgenden Lebensmitteln“ nach dem Wort\n„Frühlingszwiebeln“ die Wörter „ , Kleinfrüchte und Beeren“ eingefügt.","Bundesgesetzblatt Jahrgang 2006 Teil I Nr. 44, ausgegeben zu Bonn am 30. September 2006              2157\n4. Anlage 4 Liste B wird wie folgt geändert:\na) In der Gruppe „2. Gemüse, 2.3 Fruchtgemüse, 2.3.1. Solananceen“ wird nach dem Eintrag „Auberginen“ der\nEintrag „Okra“ eingefügt.\nb) In der Gruppe „2. Gemüse, 2.5 Blattgemüse und frische Kräuter, 2.5.1. Salatarten“ wird vor dem Eintrag\n„Endivie“ der Eintrag „Blätter und Blattstiele der Brassica“ eingefügt.\nc) In der Gruppe „2. Gemüse, 2.5 Blattgemüse und frische Kräuter, 2.5.1. Salatarten“ wird nach dem Eintrag\n„Kresse“ der Eintrag „Rucola“ eingefügt.\nd) In der Gruppe „4. Ölsaat“ wird nach dem Eintrag „Erdnüsse“ der Eintrag „Hanfsamen“ eingefügt.\nArtikel 2\nDiese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft.\nBonn, den 21. September 2006\nDer Bundesminister\nf ü r E r n ä h r u n g , L a n d w i r t s c h a f t u n d Ve r b r a u c h e r s c h u t z\nHorst Seehofer\nDer Bundesminister\nfür Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit\nSigmar Gabriel"]}