{"id":"bgbl1-2006-23-8","kind":"bgbl1","year":2006,"number":23,"date":"2006-05-15T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2006/23#page=49","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2006-23-8/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2006/bgbl1_2006_23.pdf#page=49","order":8,"title":"Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (zum Gesetz über die vom Freistaat Bayern veranstalteten Lotterien und Wetten - Staatslotteriegesetz)","law_date":"2006-04-27T00:00:00Z","page":1161,"pdf_page":49,"num_pages":1,"content":["Bundesgesetzblatt Jahrgang 2006 Teil I Nr. 23, ausgegeben zu Bonn am 15. Mai 2006 1161\nEntscheidung des Bundesverfassungsgerichts\nAus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 28. März 2006\n– 1 BvR 1054/01 – wird folgende Entscheidungsformel veröffentlicht:\n1. Es ist nach Maßgabe der Gründe mit Artikel 12 Absatz 1 des Grundgesetzes\nunvereinbar, dass nach dem Gesetz über die vom Freistaat Bayern veranstal-\nteten Lotterien und Wetten (Staatslotteriegesetz) vom 29. April 1999 (Baye-\nrisches Gesetz- und Verordnungsblatt Seite 226) in Bayern Sportwetten nur\nvom Freistaat Bayern veranstaltet und nur derartige Wetten gewerblich ver-\nmittelt werden dürfen, ohne das Monopol konsequent am Ziel der Bekämp-\nfung der Suchtgefahren auszurichten.\n2. Der Gesetzgeber ist verpflichtet, die Veranstaltung und Vermittlung von\nSportwetten unter Beachtung der sich aus den Gründen ergebenden verfas-\nsungsrechtlichen Vorgaben bis zum 31. Dezember 2007 neu zu regeln.\n3. Bis zu einer Neuregelung darf das Staatslotteriegesetz nach Maßgabe der\nGründe weiter angewandt werden.\nDie vorstehende Entscheidungsformel hat gemäß § 31 Abs. 2 des Bundes-\nverfassungsgerichtsgesetzes Gesetzeskraft.\nBerlin, den 27. April 2006\nDie Bundesministerin der Justiz\nBrigitte Zypries"]}