{"id":"bgbl1-2005-76-12","kind":"bgbl1","year":2005,"number":76,"date":"2005-12-30T00:00:00Z","url":"https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2005/76#page=22","api_url":"https://api.offenegesetze.de/v1/veroeffentlichung/bgbl1-2005-76-12/","document_url":"https://media.offenegesetze.de/bgbl1/2005/bgbl1_2005_76.pdf#page=22","order":12,"title":"Verordnung zur Einrichtung einer Bundesfamilienkasse (Bundesfamilienkassenverordnung - Bund-FamkV)","law_date":"2005-12-13T00:00:00Z","page":3694,"pdf_page":22,"num_pages":1,"content":["3694 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2005 Teil I Nr. 76, ausgegeben zu Bonn am 30. Dezember 2005\nVerordnung\nzur Einrichtung einer Bundesfamilienkasse\n(Bundesfamilienkassenverordnung – BundFamkV)\nVom 13. Dezember 2005\nAuf Grund des § 5 Abs. 1 Nr. 11 Satz 5 in Verbindung mit Satz 6 des Finanz-\nverwaltungsgesetzes vom 30. August 1971 (BGBl. I S. 1426, 1427), von denen\nSatz 5 und 6 durch Artikel 6 des Gesetzes vom 22. Dezember 1999 (BGBl. I\nS. 2552) eingefügt worden sind, verordnet das Bundesministerium der Finanzen:\n§1\nEinrichtung, Zuständigkeit\n(1) Zur Wahrnehmung der Aufgaben einer Familienkasse im Sinne des § 72\nAbs. 1 Satz 2 des Einkommensteuergesetzes wird beim Bundesamt für zentrale\nDienste und offene Vermögensfragen eine Bundesfamilienkasse eingerichtet.\n(2) Der Bundesfamilienkasse obliegt die Festsetzung und Auszahlung von\nKindergeld an die in § 72 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 des Einkommensteuergesetzes\nbezeichneten Angehörigen der Bundesfinanzverwaltung. Der Bundesfamilien-\nkasse können weitere Aufgaben übertragen werden.\n§2\nAufgabenübertragung\n(1) Für\n1. bundesunmittelbare Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentli-\nchen Rechts hat die Bundesfamilienkasse die Aufgaben einer Familienkasse\nnach § 1 wahrzunehmen,\n2. weitere Bundesbehörden kann die Bundesfamilienkasse die Aufgaben einer\nFamilienkasse nach § 1 wahrnehmen,\nsoweit ihr die Aufgaben durch den Verwaltungsträger der Familienkasse übertra-\ngen werden.\n(2) Die Aufgaben nach Absatz 1 werden durch schriftliche Vereinbarung zwi-\nschen dem Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen und dem\nVerwaltungsträger der übertragenden Familienkasse übertragen. In der Verwal-\ntungsvereinbarung sind Regelungen zur Kostentragung zu treffen.\n(3) Mit der Übertragung tritt die Bundesfamilienkasse in die Rechtsstellung der\njeweiligen Familienkasse ein. Die Zuständigkeiten für Leistungszeiträume vor\n1996 bleiben von einer Übertragung unberührt.\n(4) Mit dem Bundesamt für Finanzen bereits vor dem 31. Dezember 2005\ngeschlossene Vereinbarungen zur Aufgabenübertragung gehen zum 1. Januar\n2006 auf die Bundesfamilienkasse beim Bundesamt für zentrale Dienste und\noffene Vermögensfragen über.\n§3\nDiese Verordnung tritt am 1. Januar 2006 in Kraft.\nBerlin, den 13. Dezember 2005\nDer Bundesminister der Finanzen\nPeer Steinbrück"]}